Comin 2 get u - Packham, Simon

Simon Packham 

Comin 2 get u

Roman

Übersetzung: Frixe, Katja
Broschiertes Buch
 
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Comin 2 get u

"Die Handlung entwickelt sich so rasant, dass der Leser kaum zum Luftholen kommt. Ein herausragendes Buch." Birmingham Post

Virtuell sterben ... das findet der 13-jährige Sam nicht weiter dramatisch, schließlich verbringt er viel Zeit mit Computerspielen im Internet. Aber seine Mörder scheinen ihn auch im richtigen Leben zu kennen. Wenig später erhält Sam Drohungen per Mail und SMS. Und einen Link zu einer Website, auf der er öffentlich bloßgestellt wird. Wie Sam bald feststellen muss, kennt seine ganze Klasse diese Hassseite. Die Drohungen gegen ihn werden immer konkreter und Sam weiß nicht mehr, wem er noch trauen kann.


Produktinformation

  • Verlag: Dtv
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 205 S.
  • Seitenzahl: 208
  • dtv Taschenbücher Bd.78257
  • Altersempfehlung: ab 12 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 193mm x 122mm x 20mm
  • Gewicht: 206g
  • ISBN-13: 9783423782579
  • ISBN-10: 3423782579
  • Best.Nr.: 33361517
"Ein spannender Roman über ein aktuelles Thema."<br />coop, Coopzeitung, Schweiz 10.01.2012 <br />

»Ein hervorragender Thriller über die Gefahren der Online-Welt und des Cybermobbings. Atemberaubend erzählt, bietet er reichlich Diskussionsstoff.« Barbara Renno, SR 1, sr-online.de 18.03.2012

»Ein spannender Roman über ein aktuelles Thema.« coop, Coopzeitung, Schweiz 10.01.2012
Simon Packham wurde in Brighton geboren. Während seiner Zeit als Schaupieler hatte er viele »bedeutende« Rollen inne, u.a. verkörperte er einen blinden Geiger auf einem Marineschiff, einen Gefolgsmann von Omar Sharif und einen Sargträger von Dame Judi Dench. Heute schreibt Simon Packham Romane und lebt in West Sussex mit seiner Frau, seinen zwei Kindern und einer Katze namens »Pax«.

Leseprobe zu "Comin 2 get u" von Simon Packham

Donnerstag (Woche zwei) (S. 108-109)

10.57 Uhr

Bald hatte das Katz-und-Maus-Spiel ein Ende. Auf eine merkwürdige Art war ich erleichtert. Auch wenn ich den Bus nicht mehr genommen und alles in meiner Macht Stehende getan hatte, mich unauffällig zu verhalten, lauerte die Bedrohung überall und ich hatte das schreckliche Gefühl, dass es jede Sekunde losgehen konnte. Dienstagmittag hatten sie ein Foto von mir beim Krippenspiel in der Vorschule an das Schwarze Brett gepinnt.

Eigentlich sollte ich ein Kamel sein, aber irgendwer hatte in großen roten Buchstaben Kentucky Fried Chickenboy unter das Foto geschmiert. Am Mittwoch hatte ich mich so sehr vor ihren gef lüsterten Drohungen und dem Hühnergegacker gegruselt, dass Mrs Mendoza mir meinen ersten Verweis für »andauernde Unachtsamkeit im Unterricht« verpasste. Das waren die einsamsten 48 Stunden meines Lebens. Mum war zu sehr mit ihrer Arbeit beschäftigt, um zu merken, dass ich permanent kurz vorm Heulen war, Dad hatte offensichtlich keine Zeit, mich zurückzurufen, und Großvater bestand weiterhin darauf, dass er »nicht mehr lange auf dieser Welt war«. Am Donnerstagmorgen war ich ein übernächtigtes Wrack. Das Läuten zur ersten Pause klang wie eine Totenglocke.

Es gab eine Million Dinge, die ich lieber getan hätte, doch irgendetwas sagte mir, dass ich das durchziehen musste. »Wette, du kannst es nicht bis morgen erwarten, was, Chickenboy?« Und seine Worte klangen mir immer noch im Ohr, als ich aus dem Informatikraum schlüpfte und auf den Schulhof ging. Ich scannte den Hauswirtschaftstrakt nach versteckten Attentätern ab und betete, dass mir niemand folgte. Callum hatte natürlich recht, der Freitag konnte nicht schnell genug kommen, doch ich hatte das unangenehme Gefühl, dass er eher den Ausflug zur HMS Belfast meinte und nicht den glorreichen Moment, wenn die Pausenglocke das letzte Mal läutete und eine weitere Schulwoche vorbei war.

Ich hockte mich hinter einen dieser neuen Mülleimer, die niemand benutzte (es gab einen speziellen Teil zum Dosenrecyceln), und wartete, bis der Rest meiner »Klassenkameraden « an mir vorbei zur Cafeteria gegangen war. Sie sahen so glücklich aus, lachten und machten Witze und alberten herum. Seitdem der Imperator aufgetaucht war, schienen sich Feindschaften, die seit der ersten Klasse bestanden, in Luft aufgelöst zu haben. Chelsea zeigte Gaz Lulham ihr neues Handy, Pete Hughes und Animal diskutierten über eine Website und plötzlich schien Callum Corcoran jedermanns bester Kumpel zu sein.

Selbst Dumbo stapfte zufrieden in der Gegend rum, blinzelte in die Sonne und mampfte ein Eiersandwich. Sobald sie außer Hörweite waren, flitzte ich Richtung Krankenzimmer und schlug den schattigen Weg neben dem überdachten Gang ein, bis ich vorm Musiktrakt stand. Und dann begann ich, noch mal genauer nachzudenken. Ich näherte mich den automatischen Türen wie ein Bombenentschärfer, der sich Zentimeter für Zentimeter auf einen verlassenen Rucksack zubewegt. Ich tat das nur für etwas, das Großvater gesagt hatte. Sonst wäre ich nicht hier gewesen. »Doch es zählt nur, wie du mit deiner Angst umgehst.« Das war die Gelegenheit, ihm recht zu geben. Ich würde mich meinem Angstgegner stellen. Es war an der Zeit, dem Imperator gegenüberzutreten.

Kundenbewertungen zu "Comin 2 get u" von "Simon Packham"

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Bewertung von strandmuschel aus Allgäu am 21.01.2012 ***** ausgezeichnet
Auf der Suche nach einer geeigneten Lektüre für meine 8 KlässlerInnen bin ich auf dieses Buch gestoßen. Ich selber wurde beim Lesen in seinen Bann gezogen: Die Hauptperson Sam Tannent ist ein ganz normaler Junge, einer, der so neben dir im Unterricht sitzen könnte. Er macht Witze, ärgert sich über Mitschüler,macht sich auch mal über Lehrer lustig und hat seine eigenen Vorlieben und Abneigungen.
Dass er in die Rolle eines Opfers gedrängt wird, kriegt der Leser hautnah mit. Seine Ängste, das Schweigen, die Begegnungen mit seinem Großvater und die Auseinandersetzungen mit seiner Mutter, die Telefonate mit seinem Vater, der auf einem Selbstfindungstripp ist, in all das wird der Leser eingebunden. Am beeindruckensten empfand ich die Tatsache, dass er durch sein Selbstbild, kein Feigling und Angsthase sein zu wollen, sich immer tiefer demütigen lässt, und den anderen dadurch unendlich viel Macht über ihn gibt. Erst am Ende gelingt es ihm, sich Menschen zu offenbaren.
Das Buch endet überraschend und zwar so, dass der Leser es nicht fassen kann, was Jugendliche bewegt, einem Mitschüler gegenüber so böse und demütigend zu begegnen.
'Absolut lesenswert, denn da stecken ungeheuer viele Aspekte drin, die es erzwingen, sich dem Thema Mobbing,Freundschaft, Werten und Normen zu stellen.

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