Blutrote Schwestern - Pearce, Jackson

Jackson Pearce 

Blutrote Schwestern

Roman

Aus d. Engl. v. Momo Evers u. Falk Behr
Gebundenes Buch
 
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Blutrote Schwestern

DIE ZARTE HAND DES TODES Wenn es dunkel wird, ziehen zwei junge Frauen durch einsame Gassen und Wälder. Mit ihren blutroten Mänteln und süßen Parfüms locken sie Werwölfe an - aber wenn diese sich auf die vermeintlich hilflosen Opfer stürzen, ziehen Scarlett und Rosie ihre Äxte hervor und schlagen zu. Doch dann beginnt die jüngere Rosie zu ahnen, dass es noch mehr im Leben geben kann als die Jagd - und begeht einen Fehler, der sie und Scarlett in größte Gefahr bringt: Sie verliebt sich ... »Wenn du Romantik magst, die das Herz berührt, fiese Schurken und glaubwürdige Heldinnen, die für ihre Fehler mit Blut bezahlen, dann ist dies genau das richtige Buch für dich!« Becca Fitzpatrick

Wenn es dunkel wird, ziehen zwei Schwestern durch einsame Gassen und entlegene Wälder. Mit ihren blutroten Mänteln und dem süßen Parfüm locken sie Werwölfe an - aber wenn diese sich auf die vermeintlich hilflosen Opfer stürzen, ziehen Scarlett und Rosie ihre Äxte hervor und schlagen zu. Seit die beiden als Kinder fast einem der niederträchtigen Killer zum Opfer gefallen sind, wollen sie so viele Mädchen wie möglich vor diesem Schicksal bewahren. Während Scarlett nichts anderes kennt als die Jagd, beginnt die sensible Rosie zu ahnen, dass es noch etwas anderes im Leben geben kann als den blutigen Kreislauf aus Jagd und Tod - und verliebt sich in den einzigen Jungen, den ihre Schwester je in ihr Herz gelassen hat. Doch dies bringt alle drei in größte Gefahr, denn Wölfe wittern jede Schwäche ...


Produktinformation

  • Verlag: Droemer/Knaur
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 365 S.
  • Seitenzahl: 365
  • PAN
  • Altersempfehlung: ab 12 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 218mm x 149mm x 33mm
  • Gewicht: 542g
  • ISBN-13: 9783426283523
  • ISBN-10: 3426283522
  • Best.Nr.: 33364761
Die amerikanische Autorin Jackson Pearce, geboren 1984 in North Carolina, lebt in Atlanta. Sie studierte Englisch und Philosophie und arbeitet als Tanzcoach an einer High School. Als Jackson Pearce zwölf Jahre alt war, setzte sie sich in den Kopf, unbedingt ein Buch lesen zu wollen, in dem ein schlaues Mädchen, Pferde, Tierbabys und Magie eine Rolle spielen - und da sie ein solches nirgendwo finden konnte, begann sie, sich die Geschichte selbst auszudenken und aufzuschreiben. 2009 wurden ihre ersten beiden Romane bei renommierten amerikanischen Verlagen veröffentlicht. Jackson Pearce, die laut eigener Angabe mit einer schielenden Katze und einem Hund, der ein bisschen wie ein Außerirdischer aussieht, zusammenlebt, ist auf Facebook aktiv, twittert unter www.twitter.com/jacksonpearce und unterhält eine Website, auf der sie ihre Gedanken und Videos veröffentlicht: www.jackson-pearce.com.

Kundenbewertungen zu "Blutrote Schwestern" von "Jackson Pearce"

6 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3.7 von 5 Sterne bei 6 Bewertungen ***** sehr gut)
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Bewertung von Kerry aus Berlin am 26.02.2012 ***** weniger gut
Vor 7 Jahren wurde Familie March auf ihrem Hof überfallen. Sie war allein mit ihren beiden Enkeltöchtern Scarlett und Rosie, als ein Mann an die Tür anklopfte und Zitrusfrüchte verkaufen wollte - doch eigentlich wollte er etwas ganz anderes: Fressen. Oma March konnte ihre Enkeltöchter noch anweisen, sich zu verstecken, ehe der Mann in das Haus eindrang. Doch hungrig wie er war, behielt er nicht lange seine menschliche Form - er war ein Werwolf und Oma March sein Opfer. Die beiden Mädchen hatten sich derweil im Schlafzimmer versteckt, aber wie sollten die 9-jährige Rosie und die 11-jährige Scarlett gegen ein solches Monster ankommen?

7 Jahre später stehen die Schwestern allein im Kampf gegen die Werwölfe. Sie haben den Angriff von vor 7 Jahren überlebt, wenn auch Scarlett körperlich schwer gezeichnet wurde. Doch sie wissen um das Wesen der Werwölfe oder auch Fenris genannt und haben es sich zum Ziel gesetzt, die zu jagen und zu vernichten.

Nach langer Abwesenheit kommt Silas, ein guter Freund der beiden Schwestern wieder nach Hause. Er berichtet den Mädchen, dass die Fenris-Population in Atlanta unheimlich zugenommen hat, dass dort ganze Rudel jagen würden. Die drei beschließen, nach Atlanta zu fahren und auf Jagd zu gehen. Nach und nach kristallisiert sich jedoch heraus, dass die Jagd nach Fenris für Scarlett ihr ganzer Lebensinhalt ist, jedoch Rosie, die ebenfalls eine sehr gute Jägerin ist, mehr vom Leben möchte. Doch wie kann sie sich ihrer Schwester in den Weg stellen, wo sie ihr doch ihr Leben zu verdanken hat? Das ist jedoch nicht das einzige, was ihr Sorgen macht. Mit der Zeit entwickelt sie mehr als nur freundschaftliche Gefühle für Silas und er anscheinend auch für sie. Doch wie sollen sie die bevorstehenden Kämpfe überstehen, wenn sie nicht mehr als vollständige Einheit fungieren können?

Ich bin enttäuscht. Auf Grund der Kurzbeschreibung und des Plots des Buches bin ich von einer spannenden, aktionreichen Geschichte ausgegangen. Der Plot an sich ist gut ausgearbeitet, jedoch konnte ich mich das ganze Buch über nicht mit einem Protagonisten anfreunden, sie waren mir auch noch am Ende total egal. Auch der Schreibstil, denn ich spannend, fesselnd und aktionreich erwartet hatte, hat mich sehr enttäuscht. Wirkliche Spannung kam leider gar nicht auf, ich hatte immer das Gefühl, dass ich mich mit dem Buch im Kreis drehe.

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Bewertung von Kleeblatt aus Berlin am 17.02.2012 ***** sehr gut
Die beiden Schwestern Rosie und Scarlett March sind seit ihrer frühesten Jugend, als sie einen Angriff von Werwölfen überlebten, mehr oder weniger auf sich allein gestellt. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, Werwölfe zu jagen und vor allem, diese zu vernichten.
Scarlett, die ältere der beiden hat sich dieser Aufgabe mit Haut und Haaren verschworen, da sie für sich auch keine andere Alternative für die Zukunft sieht. Durch den Angriff der Werwölfe, bei welchem ihre Großmutter getötet wurde, wurde Scarlett schwer verletzt und körperlich entstellt.
Nachts gehen sie auf die Jagd, Rosie lockt die Werwölfe durch ihr angenehmes Äußeres an und gemeinsam vernichten sie diese.
Als Silas, ein Freund aus Kindertagen wieder auftaucht und auch mit den beiden wieder auf die Jagd geht, muss Rosie erkennen, dass es für sie neben der Jagd auch noch etwas anderes gibt ...
Aber momentan haben sie ganz andere Probleme, denn es geht das Gerücht unter den Werwölfen um, dass es einen neuen Welpen gibt, den es zu finden gilt, damit man diesen zu seinesgleichen machen kann. Die Suche nach ihm beginnt, sowohl von Seiten der Wölfe als auch von Scarlett, Rosie und Silas ...
Aber wie sollen die Drei ihn finden, wenn sie so gar keinen Anhaltspunkt haben? ...

Momentan scheint es mir eine wahre Welle von Märchenadaptionen zu geben.
Auch Jackson Pearce bediente sich eines Märchens. Sie hat dem Märchen vom Rotkäppchen eine andere Richtung gegeben.
Wer aber jetzt an das kleine arme Mädchen denkt, dass im Wald zur Großmutter unterwegs ist und vom Wolf gelockt wird, hat die falschen Gedanken.
Hier geht "Rotkäppchen" mit seiner Schwester in den Wald und lockt die Wölfe, um sie zu töten. Rotkäppchen ist die Jägerin und der auch hier böse Wolf wird gejagt.
Scarlett March ist ein junges Mädchen, das außer dem Kampf gegen die Werwölfe keinen anderen Lebensinhalt hat. Ihre jüngere Schwester hingegen ist zwar bereit und willens, ihren Teil an der Vernichtung der Werwölfe mitzutragen, aber für sie ist es nicht der Lebensinhalt.
Als Silas wieder zurückkehrte und sie sich in ihn verliebte, spürt der Leser ihre Gewissenskonflikte gegenüber ihrer Schwester hautnah mit.

Der Roman wurde in der Ich-Form geschrieben, abwechselnd aus der Sicht von Scarlett oder Rosie. Der Leser nimmt teil an ihrer Gedanken- und Gefühlswelt und kann so die Handlungsweisen der Protagonisten gut nachvollziehen.
Hauptthema ist die Werwolfjagd, die spannend beschrieben wird. Aufgelockert wird das Geschehen durch die zarte Liebesbeziehung zwischen Rosie und Silas.
Die Autorin versteht es, den Leser zu packen und mitfiebern zu lassen.
Wer es gern blutig mag, ist mit dem Buch gut bedient. Die Kämpfe mit den Werwölfen werden detailliert und gern blutig wiedergegeben.
Leider habe ich schon eine Ahnung während des Lesens gehabt, in welche Richtung das Ende steuert, das störte jedoch nicht das Lesevergnügen.

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Bewertung von Fabella von BuchZeiten aus Düsseldorf am 04.02.2012 ***** gut
Inhalt:
Was ist wichtiger im Leben? Ruhe und Frieden oder Rache und Gerechtigkeit. Die Schwestern March haben sich für letztes entschieden und versuchen, die Schwachen zu beschützen. Die jungen Mädchen, die wie Schmetterlinge umherflattern und die Fenris anziehen. Fenris sind Werwölfe. Und wo die Fenris auftauchen, da fließen Blut und Tränen. Das mußten sie selbst erleben, als ihre Großmutter starb und Scarlett nur gerade so mit dem Leben davon kam. Ein Leben, daß sie nun dem Kampf gewidmet hat. Was anderes könnte sie auch noch vom Leben erwarten, so wie sie seit dem Angriff aussieht. Ihre kleinere Schwester Rosie dagegen ist hin und hergerissen. Sicher ist der Kampf wichtig, doch auch ihre Gefühle für Silas. Der Jäger, der mit ihnen zusammen lebt.

Meine Meinung:
Das Cover und die Inhaltsbeschreibung des Buches sprachen mich absolut an. Und ich war von dem ersten Buch der Autorin damals total begeistert. Als was kann dann bei einem Buch schief gehen?

Ziemlich viel, mußte ich feststellen. Der Anfang der Geschichte ist ein Rückblick was geschah. Mit Rosies und Scarletts Großmutter, als der Fenris kam. Mich erinnerte diese Szene irgendwie an das Märchen von den drei kleinen Schweinchen als der Wolf kam und das Haus versuchte umzupusten *kicher*. Nunja, so lustig wurde es hier natürlich nicht, aber das nahm mir irgendwie schon mal den Ernst des Buches weg.

Tja und dann zieht sich das Buch ins Unendliche. Es geht nur um die Jagd. Den nächsten Fenris aufstöbern und möglichst vernichten. Da hilft es auch nichts, daß Silas auftaucht, denn er reiht sich nur ein. Und es nutzt auch nichts, daß Rosie und Silas Gefühle füreinander entdecken und meinen, es gibt neben der Jagd noch ein Leben, es aber nicht ausleben, um Scarlett nicht zu verletzen. Denn trotz allem ist die Jagd das, worum es hauptsächlich im Buch geht. Und immer wieder geht. Und das ist auf Dauer ziemlich öde. Sicher passiert noch was drumherum, aber irgendwie hat man das Gefühl, das ist nur als Lückenfüller gedacht, denn es wird immer nur kurz angerissen und mir entzieht sich der tiefere Sinn mancher Aktivitäten von Rosie, weil sie so unbedeutend geschildert werden, obwohl in Nebensätzen auftaucht wie ungewöhnlich und wichtig das für sie wäre. Das Gefühl aber wird nicht vermittelt.

Genausowenig konnte ich mich mit dem Grund anfreunden, warum auf einmal so viele Fenris auftauchten. Das kann ich Euch jetzt nicht näher erläutern, da ich nichts verraten möchte. Aber ich fands dann doch irgendwie weit hergeholt. Vielleicht war ich aber zu dem Zeitpunkt einfach auch schon zu gelangweilt von dem Buch, das weiß ich nicht.

Es ist kein mega-schlechtes Buch. Man kann es lesen, aber es war für mich absolut kein Pageturner. Kein Vergleich zum ersten Buch der Autorin, das ich wirklich toll fand. Eher mußte ich mich zum weiterlesen zwingen, damit ich irgendwann mal zum Ende komme.

Fazit:
Eine nur mittelmäßige Geschichte, deren einziger Sinn die Jagd Scarletts nach den Fenris darstellt. Der Rest ist eher Nebenwerk. Nicht mega-schlecht, aber kein Buch, was man noch einmal lesen würde.

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Bewertung von Nadja_13 am 11.01.2012 ***** ausgezeichnet
zum Inhalt:
Scarlett war noch klein als sie mitansehen musste, wie ihre Großmutter von einem Werwolf, einem Fenris, getötet wird. Sie und ihre kleine Schwester Rosie überleben und fangen an Jagd auf die Fenris zu machen. Dafür ziehen sie nachts durch die Strassen und tragen blutrote Mäntel und süßes Parfüm, um die Fenris anzulocken. Doch sie sind keinesfalls so harmlos, wie sie auf die Fenris wirken. Denn sobald sich einer auf das vermeintlich schwache und ahnungslose Opfer stürzen will, wird er selbst zum Opfer. Scarlett sieht es als ihre Aufgabe, die Welt von Fenris zu befreien und sie ist regelrecht besessen von der Jagd. Auch Rosie ist eine gute Jägerin, doch sie jagt nur, weil sie sich so ihrer Schwester näher fühlt. Doch dann verliebt sie sich in Silas, den Jagdpartner ihrer Schwester und merkt dadurch, dass es noch mehr im Leben geben muss, als nur die Jagd. Doch wie kann sie sich amüsieren, während ihre Schwester Leben rettet?

meine Meinung:
Die Geschichte spielt eigentlich in unsere Welt und dennoch hat sie eine sehr magische Atmosphäre. Der Beginn erinnert stark an Rotkäppchen, was sicher auch so gewollt ist. Auch die roten Mäntel, die die beiden Schwester tragen, wenn sie auf der Jagd sind erinnern daran. Außer diesen Dingen ist Blutrote Schwestern aber eine ganz eigene Geschichte. Es gibt viele Geheimnisse und Überraschungen, die Geschichte ist somit keinesfalls vorhersehbar, auch wenn man sich das eine oder andere denken kann. Die Geschichte ist abwechselnd aus Scarletts und Rosies Sicht geschrieben.

Ein wichtiger Teil des Buches ist natürlich die Kämpfe gegen die Fenris, diese werden auch sehr gut beschrieben. Daneben gibt es aber auch viele weitere Element, die die Geschichte ausmachen. Sehr toll dargestellt fand ich beispielsweise auch Rosies innerer Konflikt, ausgelöst durch ihre Liebe zu Silas und ihrem Wunsch etwas anderes im Leben zu haben, als die Jagd.

Auch Scarlett hat so ihre Probleme, besonders nachdem sie merkt, dass die Jagd für Rosie und Silas nicht die gleiche Bedeutung hat, wie für sie.
Sie ist wirklich ein sehr interessanter Charakter, nicht nur ihre Leidenschaft für die Jagd ist einzigartig, auch sonst ist sie eine eher untypische Protagonistin. Der Fenris, der ihre Großmutter getötet hat, hat auch Scarlett verletzt, sie hat nur noch ein Auge und auch sonst viele Narben, die aus ihren Kämpfen mit den Fenris stammen. Dies ist auch ein Grund, weshalb sie im Gegensatz zu Rosie nie ein normales Leben führen könnte. Dennoch versucht sie ihre Schwester auch zu verstehen. Ich mochte sie irgendwie da sie sehr stark ist, auch wenn sie es nicht einfach hat, allerdings fiel es mir etwas schwierig, mich mit ihr zu identifizieren.

Bei Rosie fiel mir dass um einiges leichter, was daran liegt, dass sie mehr der normale Teenager ist. Dennoch ist auch sie sehr stark und versucht ihrer Schwester alles Recht zu machen, da diese ihr das Leben gerettet hat. Durch Silas, der auch wirklich toll ist, merkt sie aber, dass auch ein anderes Leben gibt als die Jagd. Sie entwickelt sich sehr, während der Geschichte.
Was mir auch sehr gut gefallen hat ist die Liebesgeschichte, die sehr authentisch erzählt wird und mich wirklich berührt hat. Die beiden kennen sich schon sehr lang, aber langsam entwickeln sie andere Gefühle für einander.

Das Cover finde ich nicht so schön, aber es passt zur Geschichte, weshalb ich es nicht schlecht finde. Was ich aber sehr schön finde ist, dass am Anfang jedes Kapitel noch sehr fein das Bild eines Waldes zu sehen ist, welches bei Scarletts und Rosies Kapiteln jeweils unterschiedlich ist.
Der Titel passt auch gut, was man schon am Cover sieht. Aber ich finde er betont auch gut, die spezielle Verbindung, die die beiden haben und wie nahe sie sich sind.

Fazit:
Blutrote Schwester ist ein sehr düsteres, actionreiches Buch, welches aber auch eine süße Liebesgeschichte enthält und durch tolle Protagonisten überzeugt.

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Bewertung von kleinbrina aus Hamm am 01.11.2011 ***** sehr gut
Rosie und Scarlett sind unzertrennlich. Die beiden Schwestern wohnen zusammen in einer kleinen Hütte in einem Dorf, das recht ruhig erscheint. Doch der Schein trügt: Regelmäßig verschwinden im Dorf und der Umgebung junge Mädchen, die ungeklärte Fälle bleiben. Nur Rosie, Scarlett und deren bester Freund Silas kennen die Wahrheit. Werwölfe, genannt Fenris, machen Jagd auf junge Mädchen, um diese zu töten.
Da Scarlett und Rosie durch Fenris bereits ihre Großmutter verloren haben, machen sie es sich zur Aufgabe, die Fenris anzulocken und zu töten.
Als immer mehr Mädchen verschwinden und immer mehr Fenris in der Umgebung auftauchen, zieht es Silas, Rosie und Scarlett in die Großstadt. Hier wollen sie weitere Leben retten und die Stadt von den Fenris befreien, doch dann kommt es zum Bruch zwischen den Schwestern und die Freundschaft zu Silas steht auf dem Spiel...


"Blutrote Schwestern" ist der erste Band der "Fairytale Retellings"-Reihe. Jackson Pearce hat sich mit dieser Reihe die Aufgabe gemacht, Märchen zu modernisieren, was ihr beim ersten Band mehr als gelungen ist. In "Blutrote Schwestern" geht es um Rotkäppchen, dass spannend, ereignisreich und sehr blutig umgesetzt wurde.

Jackson Pearce hat einen wahnsinnig tollen Schreibstil. Sie schreibt spannend, lebendig, flüssig und unglaublich unterhaltsam. Die düstere Stimmung hat sich direkt auf mich übertragen und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Charaktere, Orte und vor allem die Jagd werden sehr gut beschrieben, als wäre man mittendrin. Obwohl in dem Buch viele blutige und brutale Szenen vorkommen, versucht die Autorin dennoch, die Geschichte jugendfreundlich zu gestalten.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Scarlett und Rosie erzählt. Ihre Gedanken und Gefühle werden hierbei glaubhaft erzählt und man muss die beiden einfach gerne haben. Allerdings ist Rosie in meinen Augen die deutlich sympathischere Schwester.

Sie sind unzertrennlich und halten wie Pech und Schwefel zusammen. Nach der Ermordung ihrer Großmutter ist Scarlett wie eine Ersatzmutter für Rose geworden, obwohl die beiden Schwestern gerade mal zwei Jahre auseinander sind. Trotz aller Ähnlichkeit und Gemeinsamkeit sind die beiden Mädchen auch sehr unterschiedlich.

Für Scarlett gibt es nur die Jagd. Sie liebt den Schmerz, das Anködern und die Kämpfe mit den Fenris. Sie braucht das Ganze wie die Luft zum Atmen und braucht neben ihrer Schwester und ihrem besten Freund Silas nichts anderes auf der Welt. Durch ihre Verbissenheit nimmt sie häufig keine Rücksicht auf Rosie und merkt nicht, wie sehr das Mädchen ihre Freiheit vermisst. Durch die Jagd ist Scarlett, im Gegensatz zu Rosie, schwer entstellt. Auf ihrem Körper befinden sich unzählige Narben und sie hat nur noch ein Auge.
Rosie ist dagegen anders. Zwar ist sie ebenfalls die geborene Jägerin und geht regelmäßig auf die Jagd, aber dennoch ist dies nicht ihre Erfüllung. Sie möchte mehr aus ihrem Leben machen und möchte Hobbies wie jedes andere 16-jährige Mädchen. Da Rosie ihre Schwester jedoch nicht verletzen möchte, verzichtet sie oftmals auf andere Beschäftigungen.

Die Geschichte und das Leben der Fenris wird interessant dargestellt, aber auch sehr vorhersehbar, was ich ein wenig schade fand. Da aber gleichzeitig keine andere Lösung Sinn gemacht hätte, ist die Entwicklung in der Geschichte nachvollziehbar.

Das Cover hat mich zunächst etwas abgeschreckt, mittlerweile gefällt es mir jedoch richtig gut. Es wirkt düster und passt sich der Stimmung im Buch an. Je mehr ich über die Handlung erfahren durfte, umso mehr wusste ich die Buchgestaltung zu schätzen.

Insgesamt konnte mich Jackson Pearce erneut von ihrem Talent überzeugen. Dieses Buch kann ich jedem empfehlen, der Märchen und Fantasyromane liebt. Ich freue mich bereits auf den zweiten Band, in dem "Hänsel und Gretel" thematisiert wird.

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Bewertung von Jessi am 06.10.2011 ***** sehr gut
Dieses Buch hat mich im wahrsten Sinne des Wortes, kalt erwischt. Ich habe keinen Klappentext gelesen und auch keine Rezension dazu. Ich habe mich überraschen lassen und das war auch gut so. Hier wird das Märchen von "Rotkäppchen" noch mal ganz neu erzählt und verlieht der Geschichte um den bösen Wolf eine gewisse tragische Schwere und Mystik und holt das Grimms Märchen in unsere Zeit.


In diesem Buch geht es zum größten Teil um Beziehungen und Gefühle. Es geht um zwei Schwestern die eine erst 16 die andere 18, die beide ihren Weg im Leben finden müssen und dann lernen diesen so gut zu beschreiten wie es nur irgendwie geht. Es geht um eine ältere Schwester die alles dafür tun würde ihrer kleinen Schwester so viel Leid wie möglich zu ersparen und um eine jüngere Schwester die vor lauter Schuldbewusstsein ihr eigenes Leben vergisst und darauf hin auch zu vergessen droht wer sie eigentlich ist.


Dann geht es zudem um einen jungen 22 jährigen Mann (Silas) der sein Leben lang belogen wurde und der erkennen muss das in ihm etwas sehr gefährliches schlummert. Doch er will für seine Liebe und seine Freundschaft kämpfen - koste es was es wolle.


Scarlett die ältere Schwester wurde von einem Wolf angegriffen und lebt seit dem mit schrecklichen Narben die sie ganz gut zu verstecken weiß. Sie ist eine sehr starke und beschützerische Frau die ihre Schwester liebt und sie versucht in Watte zu packen und somit auch nicht merkt, dass sie manchmal zu viel Übermutter als einfache große Schwester ist. Manchmal fand ich sie sehr anstrengend und fast schon nervend, sie ist von allem ein bisschen zu viel.


Rosie ist die Jüngere und möchte nur eins - endlich jagen gehen. Sie kann sehr gut mit Messern umgehen und möchte auch auf Wölfe jagt man wie ihre große Schwester. Doch sie wird immer wieder in Watte gepackt und muss ihre Bedürfnisse zurück stecken. Doch dann kommt Silas zurück - Rosies und Scarletts bester Freund - der ihr dabei hilft auszubrechen und endlich auch mal das zu tun was sie will. Sie nimmt Tanzstunden, lernt Origami und fühlt sich endlich mal wohl in ihrer Haut. Doch zwischen dem Wohlfühlen und der aufkeimenden Liebe zu Silas sind da auch die vielen tiefsitzenden Schuldgefühle gegenüber Scarlett, die Rosie einst das Leben rettete.


All diese Emotionen und tiefen Gefühle, lassen dieses Buch zu einem wahren Schatz im Fantasie/Märchenbücherregal werden und enttäuscht vorallem junge Leserinnen nicht. In diesem Buch finden sich neben den vielen gefühlvollen Szenen auch Kampf - und Aktionszenen die es wirklich in sich haben und das dieses Buch ein abgeschlossener Roman ist, macht es nochmal besser - es muss nicht immer eine Reihe sein :)


Das Buch ist in viele Kapitel unterteilt. Die Kapitelüberschriften sind immer mit Rosie oder Scarlett versehen, damit man weiß in welcher Perspektive das Kapitel geschrieben ist. So bekommt man als Leser einen noch tieferen Zugang zu den Protagonistinnen. Zudem fand ich es gut das es nicht zu viele Charaktere sind die in diesem Buch vorkommen. So kann man sich auf die Wesentlichen besser einlassen.


Fazit:
Wer ein Aktionreiches Märchen mit viel Gefühl und einem flüssigen Erzählstil haben möchte ist hier genau richtig. Ich gebe dem Buch 4 1/2 Punkte weil mich Scarlett etwas genervt hat. Also KAUFEN!!!!

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