 | Besprechung von 08.10.2011 |
Die nächsten hundert JahreÜbers Wetter und den Klimawandel wird viel Unsinn verbreitet. Umso wichtiger ist die sachliche Darstellung. Stefan Rahmstorfs Buch kommt dem sehr nahe.
Von Ulf von Rauchhaupt
Verursacht der Mensch mit seinen Treibhausgas-Emissionen einen globalen Klimawandel? Ist dieser Wandel schlecht? Gibt es ihn überhaupt?
Wer dazu neigt, auch nur eine dieser Fragen mit einem energischen Nein oder "Das ist doch zweifelhaft" zu beantworten, der wird seine Kinder von dem Sachbuch "Wolken, Wind & Wetter" vielleicht fernhalten wollen. Denn sein Autor, der Ozeanphysiker Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, ist der Lieblingsfeind sogenannter Klimaskeptiker, welche die menschengemachte globale Erwärmung bestenfalls für eine nicht ausreichend erhärtete Hypothese halten. Die Abneigung beruht ganz auf Gegenseitigkeit. Unermüdlich zerpflückt Rahmstorf in Blogs, Talkshows oder Zeitungsartikeln die Argumente der Klimaskeptiker. Nicht immer begnügt er sich dabei mit der Rolle des neutralen Sachverständigen, oft genug fordert er als aus seiner Sicht einzig mögliche politische Konsequenz eine …
Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension
Den kleinen Mangel, dass mit Stefan Rahmstorf, einem Ozeanphysiker immerhin, am Ende des Buches der Klimaaktivist ein bisschen durchgeht, möchte Rezensent Ulf von Rauchhaupt dem Autor gerne verzeihen. Zu gelungen erscheint dem Rezensenten das Buch, das Kindern ab 12 Klimawandel, Klimaforschung und Meteorologie in aller Sachlichkeit vermittelt. Der geschickte Wechsel von buchstäblich durchschüttelnden Wetterphänomenen und schweren Themen, wie Wärmebilanz und "Klimasensitivität" macht für Rauchhaupt Sinn und lockert die weitgehend befolgte Frontalmethode auf. Wer braucht erzählerische Mätzchen oder quietschbunte Bilder, wenn (physikalisches) Wissen derart jugendgerecht aufbereitet und von gediegener Bebilderung begleitet wird? Der Rezensent jedenfalls nicht.
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"Keine Frage: Rahmstorf nimmt seine jungen Leser ernst. Vor allem in den ersten Kapiteln geht der Autor sehr oft von Fragen aus, die ein jugendlicher Leser zu einem Sachverhalt haben könnte. (...) Es gelingt ihm in mitunter genialer Weise, seinen jungen Lesern ganz beiläufig physikalisches Denken vorzustellen." -- Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.10.2011
"Ein Buch, das einlädt zum Schmökern - nicht nur für Kinder. Man erfährt warum Wolken unten flauschig sind, wie Sir Francis Beaufort die Windscala entwickelt hat und was man erleben kann, wenn man durch eine Gewitterwolke fällt. Dies ist nicht nur nüchtern und sachlich beschrieben, sondern ergänzt durch viele unterhaltsame Geschichten und eigene Erlebnisse des Autors." -- hr-online.de, 05.10.2011
"Grundwissen über Wetter und Klima und noch viel mehr Wissenswertes." -- DONAUKURIER, 08.10.2011
"Keine Frage: Rahmstorf nimmt seine jungen Leser ernst. Vor allem in den ersten Kapiteln geht der Autor sehr oft von Fragen aus, die ein jugendlicher Leser zu einem Sachverhalt haben könnte. ( ) Es gelingt ihm in mitunter genialer Weise, seinen jungen Lesern ganz beiläufig physikalisches Denken vorzustellen." Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.10.2011
»Wenngleich es >kein Physikbuch< ist, schafft es Rahmstorf mitunter in genialer Weise, seinen jungen Lesern ganz beiläufig physikalisches Denken vorzustellen. Eine jugendgerechte Einführung in die Meteorologie und Klimaforschung - und sie ist außerordentlich gelungen.«
»Keine Frage: Rahmstorf nimmt seine jungen Leser ernst. Vor allem in den ersten Kapiteln geht der Autor sehr oft von Fragen aus, die ein jugendlicher Leser zu einem Sachverhalt haben könnte. (…) Es gelingt ihm in mitunter genialer Weise, seinen jungen Lesern ganz beiläufig physikalisches Denken vorzustellen.«»Rahmstorf schickt die Leserinnen und Leser auf eine packende Reise durch Jahrmillionen der Erdgeschichte und die Wettermaschinerie unseres Planeten. […]Auch erwachsene Leser kommen dabei immer wieder ins Staunen. Illustriert ist das Ganze äußerst liebevoll von Klaus Ensikat.«»Wenngleich es ›kein Physikbuch‹ ist, schafft es Rahmstorf mitunter in genialer Weise, seinen jungen Lesern ganz beiläufig physikalisches Denken vorzustellen. Eine jugendgerechte Einführung in die Meteorologie und Klimaforschung – und sie ist außerordentlich gelungen.«
Stefan Rahmstorf, geboren 1960, ist Klimaforscher und Professor für Physik der Ozeane am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Nach dem Physikstudium in Konstanz und Ulm verbrachte er vier Jahre in Neuseeland und nahm an Forschungsfahrten im Südpazifik teil. Er ist Mitglied mehrerer internationaler Expertengremien zum Klimawandel.