Vorstadtkrokodile - Grün, Max von der

Max von der Grün 

Vorstadtkrokodile

Eine Geschichte vom Aufpassen

Illustrator: Edelmann, Heinz
Broschiertes Buch
 
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**** sehr gut
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Produktbeschreibung zu Vorstadtkrokodile

Ein Klassiker der Kinderliteratur: Eine zeitlose Geschichte über Freundschaft, Mut und Vertrauen'Betreten verboten!' steht an der verlassenen Ziegelei, dem Geheimquartier der 'Krokodiler'. Wer zur Bande von Olaf und seinen Freunden gehören will, muss eine gefährliche Mutprobe bestehen und gut Radfahren können. Aber was soll Kurt tun, der im Rollstuhl sitzt? Da macht Kurt mit seinem Fernglas eine Beobachtung ... Und beweist, dass er mindestens genauso viel Mut hat wie die anderen. Nur eben auf eine besondere Weise.

Produktinformation


  • Verlag: Omnibus Tb Bei Bertelsmann
  • 2006
  • Ausstattung/Bilder: 2006. 155 S. m. Vign.
  • Seitenzahl: 155
  • Omnibus Taschenbücher Bd.21665
  • Altersempfehlung: ab 10 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 185mm x 127mm x 18mm
  • Gewicht: 176g
  • ISBN-13: 9783570216651
  • ISBN-10: 3570216659
  • Best.Nr.: 20775563
"Der Schauspieler Richy Müller liest die zeitlos wahre Geschichte - lebendig, authentisch und voller Gefühl."

"Das lässt authentische Bilder vor den Augen jugendlicher Hörer erscheinen. Gleichzeitig passen Musik und Geräusche gut zur Welt der Vorstadtkrokodile. Für Kinder und Jugendliche empfehlenswert."
Max von der Grün, 1926 in Bayreuth geboren, arbeitete als Bauarbeiter und Bergmann, bevor er 1955 zu schreiben anfing. Seit 1963 lebte er als freier Schriftsteller in Dortmund. Er war PEN-Mitglied und hat zahlreiche Bücher veröffentlicht. Die Geschichte von den Krokodilern schrieb er, weil er selbst einen Sohn hatte, der im Rollstuhl sitzt. Max von der Grün verstarb 2005.

Leseprobe zu "Vorstadtkrokodile" von Max von der Grün

"Du traust dich ja doch nicht! Du Angsthase!", rief Olaf, ihr Anführer. Und die Krokodiler riefen im Chor: "Traust dich nicht! Traust dich nicht!"

Nur Maria, Olafs Schwester, dreizehn Jahre und damit ein Jahr jünger als ihr Bruder, hatte nicht mitgeschrien, sie hatte so viel Angst um Hannes, dass sie wegsah. Die neun Krokodiler standen in einem Halbkreis am Ende der Leiter, die senkrecht zehn Meter hoch zum Dach führte, und sahen gespannt zu, wie Hannes, den sie Milchstraße nannten, weil er so viele Sommersprossen im Gesicht hatte, langsam die Sprossen hochkletterte, um seine Mutprobe abzulegen. Die war Bedingung für die Aufnahme in die Krokodilbande.

Hannes hatte Angst, das konnte man ihm ansehen, er war zudem nicht schwindelfrei, aber er wollte es den größeren Jungen beweisen, dass er als Zehnjähriger so viel Mut besaß wie sie, die alle schon diese Mutprobe abgelegt hatten.

Hannes hing ängstlich an der verrosteten Feuerleiter und wagte nicht nach unten zu sehen.

"Komm runter, du schaffst es ja doch nicht, du Schlappschwanz!", rief Olaf wieder und die anderen Jungen lachten.

Hannes tastete sich langsam und vorsichtig die wackelige Feuerleiter zum Dach hoch. Je höher er kletterte, desto mehr schwankte die Leiter, denn ihre Verankerung war an mehreren Stellen aus der Wand gerissen. Einige Sprossen waren so verrostet, dass Gefahr bestand durchzubrechen, wenn sie belastet wurden. Hannes wagte nicht nach unten zu sehen, er sah nur nach oben, wo er sein Ziel vor Augen hatte.

Endlich war Hannes am Dach angekommen. Er sah zum ersten Mal nach unten. Ihm wurde schwarz vor Augen, er machte sie sofort wieder zu, zehn Meter sind doch eine ganz schöne Höhe. Damit er nicht vor Angst aufschrie, presste er die Zähne aufeinander, so sehr, dass ihm die Kiefer schmerzten.

Aber er hatte leider nur den ersten Teil der Mutprobe abgelegt, der zweite Teil bestand darin, dass er von der Leiter auf das Dach klettern und oben auf dem First beide Arme heben und "Krokodil" rufen musste, dann durfte er wieder herunterklettern.

"Los! Weiter! Kletter doch auf das Dach", rief Olaf.

"Nur keine Angst haben, Milchstraße", rief Frank.

Maria sagte leise zu ihrem Bruder: "Lass ihn runterkommen. Er wird abstürzen."

Aber Hannes kletterte schon von der Leiter über die Dachrinne auf das Dach, legte sich dort auf den Bauch und kroch langsam zum First hoch, wobei er sich mit den Händen an den Dachziegeln hochzog und mit den Füßen, wenn er einen Halt gefunden hatte, abstützte. Das ging langsam, Zentimeter für Zentimeter nur kam er vorwärts, es war mühsam und kräfteraubend, er musste vorsichtig sein, denn im Laufe der Jahre waren viele Dachziegel morsch geworden, verwittert, sodass seine Kletterei nicht ungefährlich war. Manchmal, wenn er glaubte einen Halt gefunden zu haben, riss ein Dachziegel unter seinen Händen weg und klatschte unten auf den Hof.

Dann blieb Hannes vor Schreck liegen, ohne sich zu rühren.

Endlich war er am First angekommen.

Hannes keuchte, er ruhte sich ein paar Minuten auf dem Bauch liegend aus, dann setzte er sich vorsichtig auf, hob beide Arme und rief: "Krokodil! Krokodil! Ich hab es geschafft!"

Die Krokodiler unten auf dem Hof riefen zurück: "Du bist aufgenommen! Hurra! Milchstraße, komm runter! Du bist aufgenommen!"

Und Olaf rief noch: "Das hast du gut gemacht. Prima!"

Aber seine Schwester, die neben ihm stand, sagte wieder leise: "Er wird bestimmt abstürzen."

"Dumme Ziege", zischte ihr Olaf zu, "halt deine Klappe, was verstehst du denn schon davon."

Und Frank sagte zu ihr: "Du hast doch nicht raufklettern müssen, du darfst doch nur bei uns sein, weil Olaf dein Bruder ist."

Das alte Ziegeleigelände, auf dem sie standen und das seit Jahren verlassen lag und ihnen manchmal als Spielplatz diente - Tafeln warnten zwar vor dem Betreten des Geländes -, war etwa zwei Kilometer von der Papageiensiedlung entfernt, in der sie alle wohnten. Das Ziegeleigelände bot einen trostlosen Anblick, die Fensterscheiben im alten Bürogebäude waren längst zerbrochen, die Mauern waren morsch, die Dächer löcherig, und wenn ein Sturm tobte oder ein schweres Gewitter, dann fielen Dachpfannen auf die Erde. Es war nicht ungefährlich in der Ziegelei zu spielen. Schon vor Jahren hätten die Gebäude abgerissen werden sollen, es hieß, auf dem Gelände werde ein Supermarkt errichtet, aber bislang war noch nichts passiert. Dass die Krokodiler da spielten, lag einfach daran, dass sie nirgendwo einen geeigneten Spielplatz fanden. In den Vor- und Hintergärten ihrer Siedlung war es verboten, und auf der Straße zu spielen war noch gefährlicher. Und wenn sie doch einmal in den Gärten spielten, dann hieß es nur: Ihr macht ja den Rasen kaputt... jetzt ist schon wieder alles schmutzig.

An die Papageiensiedlung grenzte ein kleiner Wald, er wurde "Kleine Schweiz" genannt, aber niemand wusste, woher der Name kam. Dort spielten sie vor allem und dort hatten sie auch aus Ästen und Reisig eine Hütte gebaut.

Der Förster sah es nicht gerne, aber er verjagte sie auch nicht, weil sie keinen Schaden anrichteten.

Auf das Ziegeleigelände gingen sie immer dann, wenn ein Junge in ihre Bande aufgenommen werden wollte und die Mutprobe ablegen musste. Wer die Mutprobe nicht bestand, der wurde nicht aufgenommen.

Auf das Dach hinaufzuklettern war für Hannes bedeutend leichter gewesen, als wieder herunterzukommen, denn beim Abstieg konnte er nicht sehen, wohin er seine Füße setzte, und zurückzuschauen traute er sich immer noch nicht, weil ihm dann schwindelig wurde.

Immer wieder, wenn seine Hände einen Halt gefunden hatten, musste er mit den Füßen eine Stütze ertasten, bis er darauf stehen konnte. Das war zwar mühsam, aber Hannes glitt allmählich auf dem Bauch Zentimeter um Zentimeter abwärts.

An den Knien war seine Hose schon aufgerissen und auch sein Pulli war an den Ellenbogen durchgescheuert. Seine Hände waren zerkratzt und die Fingerkuppen bluteten. Hannes musste es schaffen, er musste den Krokodilern, die sich ihm gegenüber immer so herablassend benommen hatten, beweisen, dass er für die Bande weder zu jung noch zu schwächlich war. Wenn er unten auf dem Hof anlangte, dann war er einer der ihren, dann durfte keiner mehr sagen: Hau bloß ab, du halbe Portion.

Da plötzlich, schon im unteren Drittel des Daches, riss ein Ziegel, an dem sich Hannes mit dem Fuß abgestützt hatte, aus seiner Verankerung.

Langsam rutschte er auf dem Bauch abwärts und ihm war erst gar nicht bewusst, was da passierte, aber als er merkte, dass er sich nirgendwo mehr festklammern konnte, schrie er, so laut er nur konnte: "Hilfe! Hilfe! Ich stürze ab..."

Im Abrutschen riss er noch ein paar Ziegel heraus, die mit lautem Knall auf den Hof fielen und dort auf dem Betonboden in tausend Stücke zerplatzten. Die Krokodiler aber konnten ihm nicht helfen. Sie sahen, vor Schreck gelähmt, nur hinauf auf das Dach. Sie mussten ein paar Schritte zurücktreten, sonst wären sie von den herabfallenden Ziegeln getroffen worden.

Maria biss sich vor lauter Aufregung auf die Faust. Olaf sah mit offenem Mund nach oben, auch er brachte kein Wort hervor.

Erst in der Dachrinne fand Hannes mit seinen Füßen wieder einen Halt, seine Hände klammerte er um eine freiliegende Dachlatte.

Endlich schrie Olaf: "Hannes! Halt dich fest, wir holen Hilfe! Halt dich fest!"

Aber als Hannes in seiner Angst und Verzweiflung zu weinen anfing und zu schreien, liefen die Krokodiler plötzlich fort. Hannes, der es nicht sehen konnte, drückte sein Gesicht in das Loch des Daches und schrie weiter aus Leibeskräften um Hilfe.

Er hoffte, einer der Krokodiler würde zu ihm aufs Dach klettern, um ihm zu helfen. Seine Angst steigerte sich, weil auch die Dachrinne zu schwanken begann. Auch sie war angerostet und stellenweise aus der Halterung gerissen. Er musste fürchten, dass sie jeden Moment auseinander brach. Es war nur eine Frage der Zeit, wie lange die Dachrinne die Last noch trug.

Auch Maria war anfangs so verwirrt, dass sie hinter den Jungen hergelaufen war, hatte dann aber versucht, als sie schon außerhalb des Ziegeleigeländes waren, die Jungen aufzuhalten. Aber die rannten, als würden sie verfolgt. Sie rissen ihre Fahrräder aus dem Straßengraben, schwangen sich einer nach dem andern darauf und rasten davon, Richtung Papageiensiedlung. Die Krokodiler hatten plötzlich mehr Angst als Hannes auf dem Dach.

Maria war hinter den Jungen hergefahren, wollte dann umkehren, besann sich aber und fuhr weiter bis zur Hauptstraße. Dort trat sie in eine Telefonzelle. Sie wählte die Nummer der Feuerwehr und rief aufgeregt in die Muschel: "Sofort kommen... mit Leiter, auf das Ziegeleigelände an der Papageiensiedlung... da hängt einer an der Dachrinne... der stürzt ab... sofort kommen!" Dann hängte sie ein.

Als Maria wieder auf die Straße hinausgetreten war, glaubte sie Hannes schreien zu hören, aber das konnte wohl schlecht möglich sein, denn zur Ziegelei war es mehr als ein Kilometer und der Verkehrslärm auf der Hauptstraße hätte Hannes' Schreien übertönt.

Maria wartete vor dem Telefonhäuschen und sie wusste nicht, was sie machen sollte. Aber da hörte sie auch schon das Martinshorn der Feuerwehr und gleich darauf sah sie das große rote Auto um die Kurve verschwinden, von wo aus eine schmale Straße zur Ziegelei führte.

Sie schwang sich auf ihr Fahrrad und fuhr den Weg zurück, den sie gekommen war. Sie kam vor der Ziegelei an, als die Feuerwehrleute schon die lange Leiter ausgefahren hatten und ein Feuerwehrmann sich anschickte, auf der Leiter hinaufzuklettern.

Maria versteckte sich hinter den Sträuchern, damit sie von niemandem gesehen werden konnte, sie hatte Angst, dass es ihr jedermann ansehen könnte, dass auch sie Hannes im Stich gelassen hatte.

Dann sah sie einen zweiten Feuerwehrmann die Leiter hochsteigen und es schien ihr, es sei nur noch ein Kinderspiel, Hannes vom Dach zu tragen.

Hannes schrie noch, als er längst wieder auf seinen eigenen Beinen stand. Dann weinte er.

Einer der Feuerwehrmänner versuchte ihn zu beruhigen, aber einen zweiten hörte Maria sagen: "Verhauen sollte man dich, übers Knie legen. So ein Leichtsinn. Du kannst froh sein, dass du noch lebst... na, dein Vater wird es dir schon besorgen."

"Tot könntest du sein", hörte sie einen anderen Feuerwehrmann sagen, "tot. So ein Leichtsinn! Was wolltest du denn auf dem Dach..."

Da brach die Dachrinne entzwei, auf der Hannes die ganze Zeit einen Halt gefunden hatte. Die eine Hälfte klatschte auf den Hof, sodass auch die Feuerwehrmänner erschrocken zurücksprangen.

"Na, das war aber auch höchste Zeit", sagte wieder einer der Feuerwehrmänner.

Und der, der Hannes vom Dach getragen hatte, sagte nur: "Hast du gesehen... tot könntest du jetzt sein. So ein Leichtsinn."

Und während sich Hannes beruhigte, er hatte gar nicht wahrgenommen, was um ihn herum vorgegangen war, sagte der Fahrer des Feuerwehrwagens: "Einen Dusel hast du gehabt... dass du noch lebst, ist ein Wunder... ich dürfte nicht dein Vater sein, ich würde dir die Hammelbeine schon stramm ziehen... hoffentlich tut er es auch."

Obwohl das Ziegeleigelände gut zwei Kilometer von den nächsten Wohnhäusern entfernt lag, hatten sich doch schon einige Neugierige eingefunden. Sie waren mit Fahrrädern und Mopeds gekommen.

Maria wagte sich nun endlich aus ihrem Versteck hervor. Sie stellte sich hinter die gaffenden Leute. Sie wollte von niemandem erkannt werden. Sie dachte, jedermann müsste ihr ansehen, dass sie mitschuldig war an dem, was sich zugetragen hatte. Maria begann zu zittern, wenn sie daran dachte, was mit Hannes hätte passieren können, wenn die Feuerwehr nur ein paar Minuten später gekommen wäre.

"Wie bist du überhaupt hier hereingekommen?", fragte ein Feuerwehrmann Hannes. Aber der gab keine Antwort.

"Warst du denn allein", fragte ein anderer, "war denn niemand mit dir?" Aber Hannes gab keine Antwort.

"Na, dann eben nicht", sagte der Fahrer des Wagens und stieg in das Führerhaus.

Die Feuerwehr brachte Hannes in dem großen Auto nach Hause in die Siedlung. Aber als der große rote Wagen vor dem Haus seiner Eltern vorfuhr, zwei Feuerwehrleute Hannes über die Straße führten, da gab es doch einen Auflauf in der Siedlung, und Hannes' Mutter, die zufällig aus dem Fenster gesehen hatte, riss schreckensbleich die Haustür auf und nahm ihren Sohn in die Arme. Sie war so verwirrt, dass sie zu fragen vergaß, was denn vorgefallen sei.

"Sie müssen ihm mal ins Gewissen reden", sagte ein Feuerwehrmann, "dass man nicht dort rumklettert, wo 'Betreten verboten' steht, schließlich kann er doch schon lesen. Oder?"

Die Mutter nickte nur automatisch, sie drückte Hannes an sich und hatte Mühe ihre Tränen zu verbergen.

"Na dann", sagte der Feuerwehrmann wieder, "dann wollen wir Sie auch nicht länger aufhalten, es ist ja noch mal alles gut gegangen... Glück gehabt."

Die Mutter führte Hannes in die Küche, setzte sich dort auf einen Stuhl und schwieg. Sie faltete nur die Hände und dann sagte sie: "Wie konntest du nur... tot könntest du sein."

Als Hannes dann wieder zu weinen anfing, nahm sie ihn in die Arme und sagte: "Nun lass gut sein... ich mach dir ja keine Vorwürfe... aber es darf nicht wieder passieren... wie ist es denn eigentlich passiert?"

Da erzählte Hannes doch die Geschichte von der Mutprobe und der Aufnahme in die Krokodilbande. Seine Mutter schüttelte nur den Kopf und sagte endlich: "Da hast du dir ja schöne Freunde ausgesucht... schöne Freunde, laufen einfach weg, wenn einer von ihnen Hilfe braucht. Auf die brauchst du gar nicht stolz zu sein."

Als Hannes' Vater nach Hause kam, er hatte schon an der Straßenbahnhaltestelle von Bekannten aus der Siedlung gehört, was vorgefallen war, da wollte er erst seinen Sohn ohrfeigen, aber die Mutter ging dazwischen und rief: "Was soll das. Sei froh, dass er noch lebt... denk dran, was alles hätte passieren können."

Hannes saß wie ein Häufchen Elend in der Küche und wagte nicht seinen Vater anzusehen. Er hätte in diesem Moment alles versprochen, was sein Vater von ihm verlangt hätte, Hauptsache, er blieb ungeschoren.

"Damit wir klar sehen, mein Sohn, als Strafe vierzehn Tage kein Fernsehen", sagte sein Vater, "spielen mit dem Hasen Hannibal ist verboten, Ausgang ist verboten, Taschengeld ist für vierzehn Tage gestrichen..."

"Jetzt ist es aber genug", rief die Mutter.

"Das ist noch lange nicht genug. Hast du dich nicht selber schon beschwert über die Jungs, zu denen unser Herr Sohn nun gehört, was haben die schon alles angestellt. Denk nur mal dran..."

"Jaja, ich weiß..."

"Die Invaliden im Wald ärgern sie immer, rufen Hustemänner hinter ihnen her, die Mädchen lassen sie nicht in Ruhe, kreisen sie mit ihren Fahrrädern ein, die setzen sich auf die Bäume und werfen auf die Leute mit Steinchen und dann..."

"Jaja, ich weiß", sagte Hannes' Mutter, "aber die tun ja auch noch was anderes. Und jetzt lass gut sein, sei doch froh, dass unser Sohn..."

"Noch lebt", rief er dazwischen, "es hätte erst gar nicht so weit kommen dürfen. Abstürzen hätte er können."

"Ich bin aber nicht abgestürzt. Ich bin jetzt bei den Krokodilern...", rief Hannes, der seine Angst vor dem Vater fast verloren hatte.

"Eine schöne Bande, diese Krokodiler, Erwachsene ärgern, sonst können die nichts", grollte der Vater immer noch.

"Die haben alle dufte Fahrräder", antwortete Hannes, "im Schwimmverein sind sie und der Förster hat auch nichts dagegen, dass sie im Wald eine Hütte gebaut haben."

"Sieh du lieber zu, dass du deine Schularbeiten machst, da hast du genug zu tun", sagte der Vater und holte sich aus dem Kühlschrank eine Flasche Bier.

"Wer ist denn alles bei diesen Krokodilern?", fragte die Mutter.

"Na, der Olaf ist der Anführer und dann die Maria, das ist seine Schwester, und dann der Peter..."

"Der Schwarzhaarige, der immer in der Nase bohrt?", fragte die Mutter.

"Und der Willi, weißt doch, der mit den langen blonden Haaren..."

"Der kaut immer an den Fingernägeln", sagte seine Mutter wieder. Sie lachte und sagte: "Kaninchen sagen sie zu ihm... weil er so kaut."

"Das weiß ich nicht, aber ein guter Schwimmer ist er, der hat bei den Stadtmeisterschaften schon drei Preise gewonnen in seiner Altersklasse", antwortete Hannes.

"Mag ja sein", knurrte sein Vater.

"Der Otto ist dabei, der kann Handstand auf dem Fahrrad machen, und der Theo..."

"Meinst du den Rothaarigen aus der Seitenstraße? Der immer seine kleine Schwester spazieren fahren muss? Du, Hannes, das ist ein lieber Junge."

"Siehst du. Der Frank ist auch dabei, Affe sagen sie zu ihm, weil er so gut klettern kann, und der Rudolf, der hat ein tolles französisches Fahrrad..."

"Sein Vater verdient ja auch genug, die können sich das leisten. Was glaubst du, was uns die Feuerwehr für eine Rechnung schicken wird, weil sie dich vom Dach geholt hat..."

"Du meinst?", rief seine Frau.

"Ich kann mir vorstellen, dass die Feuerwehr das nicht umsonst macht... ausgerechnet jetzt, wo wir noch so viel zu zahlen haben nach deiner langen Krankheit", sagte der Vater."Ich werde mir schon wieder was dazuverdienen mit meiner Schneiderei zu Hause", sagte die Mutter.

Leseprobe zu "Vorstadtkrokodile" von Max von der Grün

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Kundenbewertungen zu "Vorstadtkrokodile" von "Max von der Grün"

Durchschnittliche Kundenbewertung 4.4 von 5 Sterne bei 94 Bewertungen **** sehr gut
(aus 94 Bewertungen)
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Bewertung von Anna-Maria B. aus Bad Schönborn am 22.07.2011 ***** sehr gut
Die Vorstadtkrokodile sind eine Bande aus 9 Jungen und einem Mädchen. Um in diese Bande aufgenommen zu werden, muss jedes Bandenmitglied eine lebensgefährliche Mutprobe bestehen. Hannes wäre dabei fast vom Dach gefallen, wenn die Feuerwehr ihn nicht runtergeholt hätte. Daraufhin bekommt Hannes Hausarrest von seinen Eltern. Hannes beobachtet von seinem Fenster aus einen Jungen im Rollstuhl. Später lernt er diesen Jungen, der Kurt heißt, kennen. Die beiden freunden sich an. Hannes will, dass Kurt auch in die Bande aufgenommen wird, aber die Krokodiler sind davon gar nicht begeistert. Eines Tages finden die Krokodiler auf einem alten Ziegeleigelände gestohlenes Diebesgut. Sie vermuten, dass einer der Diebe der Bruder eines Bandenmitgliedes ist. Nun ist guter Rat teuer. Schließlich erstatten sie gegen die Diebe eine anonyme Anzeige. Doch kurz darauf treffen sie auf einen der Diebe. Dieser stößt den querschnittsgelähmten Kurt in einen Zaun. Diesen Angriff wollen die Krokodiler rächen.
Dies ist ein tolles Buch über Mut und Freundschaft, aber auch über die Akzeptanz von Behinderten. Das Buch ist leicht zu lesen und zum Schluss super spannend. In Rückblenden erfährt man viel über die einzelnen Bandenmitglieder. Man erhält Einblick in die Lebensumstände der Kinder und ihrer Familien. Deutlich wird der Frage nachgegangen wie behandle ich Behinderte, wie gehe ich mit Ausländern um. Obwohl das Buch in den´70 geschrieben wurde, hat es von seiner Aktualität nichts verloren. Da vermißt man auch nicht die Handys und Computer.

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Bewertung von klippe aus Herne am 27.06.2011 ***** sehr gut
Die Vorstadtkrokodile eine Bande die sich so nennt. Die Bande besteht aus: Hannes, Theo, Otto, Maria, Rudolf, Willi, Frank, Peter und Olaf, der Anführer der Bande. Jeder der zur Bande gehört will, muss eine gefährliche Mutbrobe bestehen. Hannes lernt Kurt kennen, der querschnittsgelähmt ist. Hannes möcht, dass Kurt mit zu den Krokodilen
gehört, nach langem Zögern ist er dann auch in der Bande. Ihr Treffpunkt ist das Ziegeleigelände, auf dem betreten verboten ist. Doch die "Krokodile" entdecken dort etwas sehr sehr geheimnisvolles.... Wie das Abenteuer ausgeht ? Ob sie die Entdeckung der Polizei melden?
Ich habe das Buch selber gelesen und finde es einfach super , es ist lustig und spannend zugleich ist. Ich denke , daß das Buch auch Menschen die im Rollstuhl sitzen Mut macht.
Ich habe es in 2 Tagen durchgelesen. Anschließend habe ich mir den Kinofilm angesehen und ich muss sagen , das Buch gefällt mir besser , weil es ausfühlicher war.

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Bewertung von lea-marie aus Aalen am 26.06.2011 ***** ausgezeichnet
Ich möchte euch heute das Buch die Vorstadtkrokodile vorstellen. Das Buch hat Max von der Grün geschrieben.Dieses Buch handelt von einer Bande ,sie heißen die Vorstadtkrokodile. Hannes möchte in diese Bande mit aufgenommen werden. Aber zuerst muss er eine Mutprobe bestehen, um zu beweisen, dass er genauso mutig ist, wie die anderen aus der Bande.Ob ihm dies gelingt solltet ihr unbedingt selber lesen, es ist sehr spannend.
Mir hat das Buch gut gefallen, man erfährt was Freundschaft bedeutet . das Buch ist sehr spannend und man kann nicht aufhören mit lesen.

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Bewertung von Ramon aus Bonn am 22.06.2011 ***** ausgezeichnet
In diesem Buch geht es um Freundschaft und um eine Bande in der einige Kinder sind.Zusammen erleben sie viele Abenteuer.Wer in die Bande der Kids will eine gefährliche Mutprobe bestehen und sein Fahrrad gut unterkontrolle haben.Aber ein Junge ,der die Mutprobe bestehen will sitzt im Rollstuhl wie soll er die Probe bestehen?
Das Buch ist spannend darum empfele ich es weiter

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Bewertung von Funcygirl_2000_ aus Porta Westfalica am 12.06.2011 ***** ausgezeichnet
Die Vorstadkrokodile nennt sich die Bande in der: Olaf der Anführer,Maria ,das einzige Mädchen,Theo der große Bruder,Peter der Nasenbohrer,Willi der Schwimmer,Otto der beste im Fahrad fahren ,Hannes der jüngste und Kurt ein Junge der im Rollstuhl sietzt,Rudolf und Frank die gelenkistesten ist.
Ihr Versteck ist in der alten Ziegellei.Jedes Krokodil muss eine Mutprobe bestehen und gut Rad fahren können,nur Maria nicht und Kurt auch nich,weil Kurt im Rollstuhl Sitzt.
Bald schon sind sie mit einem Einbruch beschäftigt.Die Polizei setzt eine hohe Belohnung aus wenn jemand die Einbrecher schnappt.
Natürlich fangen die Krokos die Einbrecher und so bekommen sie uihre Belohnung.
MIr hat das Buch gut gefallen,weil es über Freundschaft handelt und es spannend ist und weil es zeigt dass Freundschaft wichtig ist.
Ja.

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Bewertung von minizini aus Karlsruhe am 09.06.2011 ***** sehr gut
die vorstadtkrokodile ist eine bande in dortmund, deren bandenchef olaf heißt. plötzlich freundet sich hannes, der jüngste, mit
Kurt ,der im Rollstuhl sitzt, an. dan findet die bande raus, dass der bruder eines mitglieds der bande ein dieb ist. sie versuchen, der polizei zu beweisen, dass er es wirklich ist, aber schaffen sie das???????????
ein spannendes buch über freundschaft, allerdings manchmal etwas langweilig...
trotzdem sollte man es gelesen haben!

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Bewertung von TIM.n aus Bad Schönborn am 06.06.2011 ***** ausgezeichnet
Die Dortmunder Kinderbande "die Krokodile" geht einer Diebstahlserie auf den Grund. Das ist spannend und gefährlich. Doch Olaf, der Gründer der Bande und seine Freunde Maria Otto, Hannes, Willi, Theo und Peter lassen sich nicht aufhalten, die Diebe zu stellen. Kurt, der im Rollstuhl sitzt, hilft ihnen dabei. Zum Schluss wird auch Kurt in die Bande der Krokodile aufgenommen. Mit Pfeil und Bogen schießt er nämlich einem Dieb ins Bein. Deshalb kann der nicht mehr fliehen unnd wird von der Polizei festgenommen.
Das Buch ist richtig spannend. Die Freunde halten immer zusammen. Mir gefällt, dass der Kurt aufgenommen wird, auch wenn er im Rollstuhl sitzt und das oft Probleme macht.

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Bewertung von cookie aus Kempten am 05.06.2011 ***** weniger gut
Das Buch "Vorstadtkrokodile" handelt von einer Bande, wie der Name schon sagt, den Vorstadtkrokodilen. Hannes möchte unbedingt bei der Bande von Olaf mitmachen, aber jeder, der ein Vorstadtkrokodil sein möchte, muss auf das Dach der alten Ziegelei, die schon lange stillgelegt ist, klettern und eine Kette mit einem Krokodilanhänger holen. Als Mutprobe sozusagen. Doch als Hannes aufs Dach klettert und die Kette auch schon in der Hand hat, passiert etwas Schreckliches: Er rutscht ab und kann sich mit letzter Kraft an der Dachrinne festhalten. Zum Glück.... Doch ich will nicht zu viel verraten...........
Ich finde die Vorstadtkrokodile nicht gerade gut. Der Film ist wirklich toll, aber das Buch ist etwas langweilig. Max von der Grün erzählt in einer altertümlichen Sprache, die schwer zu lesen und zu verstehen ist. Ich empfehle dieses Buch nicht weiter, weil es so eintönig und äußerst langweilig ist.

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Bewertung von Mango aus Odenthal am 01.06.2011 ***** schlecht
In diesem Buch geht es um die Vorstadtkrokodile. Das ist ihr Bandenname. Ihre Bande ist groß und sie sind die allerbesten Feunde, die man sich vorstellen kann. Eigentlich geht für die Vorstadtkrokodile alles so weiter wie bisher, als ein neuer Junge in ihre Siedlung zieht. Sein Name ist Kurt. Doch er ist anders als die Bandenmitglieder: Er ist behindert, sitzt im Rollstuhl. Deshalb hat er keine Freunde. Er tut sehr viel für Schule, was soll er auch anderes machen, in seiner Freizeit. Doch dann fängt er an, Olaf ,den Chef der Bande, und die anderen Krokodiler mit seinem Fernglas zu beobachten. Er erfährt auch, wo das Geheimquartier der Freunde ist: Eine alte Ziegelei. Am Eingang steht ein Schild mit der Aufschrift "Betreten verboten". Doch schließlich freundet er sich mit Olaf an und sie verstehen sich so gut, dass Olaf ihm ihr Versteck zeigen will. Was er Kurt verschweigt, ist, dass er den anderen nichts erzählt hat. Als sie Kurt sehen sind sie zwar überrascht, aber in ihrer Bande aufnehmen wollen sie ihn nicht: Was kann man schon mit einem Jungen ihm Rollstuhl anfangen? Aber er kann ja nichts da für. Er will ihnen unbedingt beweisen, dass er auch nützlich sein kann. Und dafür begibt er sich ihn ungeahnte Gefahr... Aber wird er am Ende wirklich dazu gehören oder war alles um sonst???
Es ist ein sehr gutes Jugendbuch. Es geht um Freundschaft, Abenteuer und Mut. Dies sind sehr gute Ansätze für ein schönes Buch. Und die wichtigen Stellen sind so dramatisch geschrieben, dass man sich oft in Kurt´s Lage hinein verstzen kann und seine Reaktionen oder Gefühle verstehen kann. Es ist nicht zu dick und nicht zu dünn, genau richtig. Es ist sowohl für kleinere Kinder, als auch für größere Kinder geeignet. Für die Jüngeren als Vorlesebuch und für die Älteren zum selber lesen. Ich würde es deshalb an alle von 8 bis etwa 14 Jahre empfehlen. Ich bewerte es auf jeden Fall mit 5 Punkten.

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Bewertung von Ackermann aus Bad Berka am 01.06.2011 ***** ausgezeichnet
Eines Tages muss Hannes eine Mutprobe machen, damit er in die coolste Bande der Stadt Dortmund kommt, Vorstadtkrokodile. Hannes muss auf das Dach der alten Ziegelei am Stadtrand klettern, um dort die Kette zur Gruppe zu finden, nur so wird er aufgenommen. Er klettert und klettert. Endlich ist er auf dem Dach. Doch er kommt nicht wieder runter. Schließlich muss ihn die Feuerwehr herunter hohlen. Doch er ist aufgenommen. Jetzt unternehmen sie viele Radtouren. Aber wer hat die Feuerwehr bloß angerufen? Kai, aus der Stadt. Er hat es mit seinem Fernglas beobachtet. Eines Nachts wird in der Städtichen Sparkasse eingebrochen. Kai hat natürlich alles beobachtet. Er will auch in die Bande, aber da er im Rollstuhl sitzt wird er nicht aufgenommen. Für den Einbruch ist als Hauptverdächtiger auch Franks Bruder. Ob die Beweise reichen? Frank glaubt Hannes natürlich kein Wort. Doch Kai wird doch aufgenommen. Nun werden sie den Fall lösen! Es ist tatsächlich auch Franks Bruder dabei. In der alten Ziegelei rufen sie, die Vorstadtkrokodile, die Polizei nimmt alle Bankräuber fest und stecken sie in das Gefängnis Dortmund. Alle abenteuer werden gelöst. Alle Abenteuer werden gelöst und alle sind wieder glücklich...
Ich finde das Buch geil, weil es immer spannend ist. Aber auch lustige Stellen kommen nicht zu kurz. Es ist einfach genial geschrieben, finde ich. Es kann man auch jedem anderen Schüler in der Klasse empfehlen.

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Max von der Grün 

Vorstadtkrokodile

Vorstadtkrokodile - Grün, Max von der

Eine Geschichte vom Aufpassen

Illustrator: Edelmann, Heinz

  • Einband: Kartoniert/Broschiert
  • Broschiertes Buch 
 
  • EUR 5,95
  • Alle Preise inkl. MwSt.
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Andere Ausgaben:
Produktinformation
  • Verlag: Omnibus Tb Bei Bertelsmann
  • 2006
  • Ausstattung/Bilder: 2006. 155 S. m. Vign.
  • Seitenzahl: 155
  • Omnibus Taschenbücher Bd.21665
  • Altersempfehlung: ab 10 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 185mm x 127mm x 18mm
  • Gewicht: 176g
  • ISBN-13: 9783570216651
  • ISBN-10: 3570216659
  • Best.Nr.: 20775563

Leseprobe zu "Vorstadtkrokodile"

Bitte klicken Sie auf die Navigation oder das Artikelbild, um in "Vorstadtkrokodile" von "Grün, Max von der" zu blättern!

Produktbeschreibung zu "Vorstadtkrokodile"

Beschreibung

Ein Klassiker der Kinderliteratur: Eine zeitlose Geschichte über Freundschaft, Mut und Vertrauen'Betreten verboten!' steht an der verlassenen Ziegelei, dem Geheimquartier der 'Krokodiler'. Wer zur Bande von Olaf und seinen Freunden gehören will, muss eine gefährliche Mutprobe bestehen und gut Radfahren können. Aber was soll Kurt tun, der im Rollstuhl sitzt? Da macht Kurt mit seinem Fernglas eine Beobachtung ... Und beweist, dass er mindestens genauso viel Mut hat wie die anderen. Nur eben auf eine besondere Weise.

Leseprobe zu "Vorstadtkrokodile" von Max von der Grün

"Du traust dich ja doch nicht! Du Angsthase!", rief Olaf, ihr Anführer. Und die Krokodiler riefen im Chor: "Traust dich nicht! Traust dich nicht!"

Nur Maria, Olafs Schwester, dreizehn Jahre und damit ein Jahr jünger als ihr Bruder, hatte nicht mitgeschrien, sie hatte so viel Angst um Hannes, dass sie wegsah. Die neun Krokodiler standen in einem Halbkreis am Ende der Leiter, die senkrecht zehn Meter hoch zum Dach führte, und sahen gespannt zu, wie Hannes, den sie Milchstraße nannten, weil er so viele Sommersprossen im Gesicht hatte, langsam die Sprossen hochkletterte, um seine Mutprobe abzulegen. Die war Bedingung für die Aufnahme in die Krokodilbande.

Hannes hatte Angst, das konnte man ihm ansehen, er war zudem nicht schwindelfrei, aber er wollte es den größeren Jungen beweisen, dass er als Zehnjähriger so viel Mut besaß wie sie, die alle schon diese Mutprobe abgelegt hatten.

Hannes hing ängstlich an der verrosteten Feuerleiter und wagte nicht nach unten zu sehen.

"Komm runter, du schaffst es ja doch nicht, du Schlappschwanz!", rief Olaf wieder und die anderen Jungen lachten.

Hannes tastete sich langsam und vorsichtig die …

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Leseprobe zu "Vorstadtkrokodile" von Max von der Grün

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Kundenbewertungen zu "Vorstadtkrokodile" von "Max von der Grün"

Durchschnittliche Kundenbewertung (aus 94 Bewertungen):
4.4 von 5 Sterne bei 94 Bewertungen ****
sehr gut
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Bewertung von Anna-Maria B. aus Bad Schönborn am 22.07.2011
*****
sehr gut
Die Vorstadtkrokodile sind eine Bande aus 9 Jungen und einem Mädchen. Um in diese Bande aufgenommen zu werden, muss jedes Bandenmitglied eine lebensgefährliche Mutprobe bestehen. Hannes wäre dabei fast vom Dach gefallen, wenn die Feuerwehr ihn nicht runtergeholt hätte. Daraufhin bekommt Hannes Hausarrest von seinen Eltern. Hannes beobachtet von seinem Fenster aus einen Jungen im Rollstuhl. Später lernt er diesen Jungen, der Kurt heißt, kennen. Die beiden freunden sich an. Hannes will, dass Kurt auch in die Bande aufgenommen wird, aber die Krokodiler sind davon gar nicht begeistert. Eines Tages finden die Krokodiler auf einem alten Ziegeleigelände gestohlenes Diebesgut. Sie vermuten, dass einer der Diebe der Bruder eines Bandenmitgliedes ist. Nun ist guter Rat teuer. Schließlich erstatten sie gegen die Diebe eine anonyme Anzeige. Doch kurz darauf treffen sie auf einen der Diebe. Dieser stößt den querschnittsgelähmten Kurt in einen Zaun. Diesen Angriff wollen die Krokodiler rächen.
Dies ist ein tolles Buch über Mut und Freundschaft, aber auch über die Akzeptanz von Behinderten. Das Buch ist leicht zu lesen und zum Schluss super spannend. In Rückblenden erfährt man viel über die einzelnen Bandenmitglieder. Man erhält Einblick in die Lebensumstände der Kinder und ihrer Familien. Deutlich wird der Frage nachgegangen wie behandle ich Behinderte, wie gehe ich mit Ausländern um. Obwohl das Buch in den´70 geschrieben wurde, hat es von seiner Aktualität nichts verloren. Da vermißt man auch nicht die Handys und Computer.
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JANEIN
3 von 6 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von klippe aus Herne am 27.06.2011
*****
sehr gut
Die Vorstadtkrokodile eine Bande die sich so nennt. Die Bande besteht aus: Hannes, Theo, Otto, Maria, Rudolf, Willi, Frank, Peter und Olaf, der Anführer der Bande. Jeder der zur Bande gehört will, muss eine gefährliche Mutbrobe bestehen. Hannes lernt Kurt kennen, der querschnittsgelähmt ist. Hannes möcht, dass Kurt mit zu den Krokodilen
gehört, nach langem Zögern ist er dann auch in der Bande. Ihr Treffpunkt ist das Ziegeleigelände, auf dem betreten verboten ist. Doch die "Krokodile" entdecken dort etwas sehr sehr geheimnisvolles.... Wie das Abenteuer ausgeht ? Ob sie die Entdeckung der Polizei melden?
Ich habe das Buch selber gelesen und finde es einfach super , es ist lustig und spannend zugleich ist. Ich denke , daß das Buch auch Menschen die im Rollstuhl sitzen Mut macht.
Ich habe es in 2 Tagen durchgelesen. Anschließend habe ich mir den Kinofilm angesehen und ich muss sagen , das Buch gefällt mir besser , weil es ausfühlicher war.
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JANEIN
1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von lea-marie aus Aalen am 26.06.2011
*****
ausgezeichnet
Ich möchte euch heute das Buch die Vorstadtkrokodile vorstellen. Das Buch hat Max von der Grün geschrieben.Dieses Buch handelt von einer Bande ,sie heißen die Vorstadtkrokodile. Hannes möchte in diese Bande mit aufgenommen werden. Aber zuerst muss er eine Mutprobe bestehen, um zu beweisen, dass er genauso mutig ist, wie die anderen aus der Bande.Ob ihm dies gelingt solltet ihr unbedingt selber lesen, es ist sehr spannend.
Mir hat das Buch gut gefallen, man erfährt was Freundschaft bedeutet . das Buch ist sehr spannend und man kann nicht aufhören mit lesen.
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JANEIN
3 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Ramon aus Bonn am 22.06.2011
*****
ausgezeichnet
In diesem Buch geht es um Freundschaft und um eine Bande in der einige Kinder sind.Zusammen erleben sie viele Abenteuer.Wer in die Bande der Kids will eine gefährliche Mutprobe bestehen und sein Fahrrad gut unterkontrolle haben.Aber ein Junge ,der die Mutprobe bestehen will sitzt im Rollstuhl wie soll er die Probe bestehen?
Das Buch ist spannend darum empfele ich es weiter
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0 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Funcygirl_2000_ aus Porta Westfalica am 12.06.2011
*****
ausgezeichnet
Die Vorstadkrokodile nennt sich die Bande in der: Olaf der Anführer,Maria ,das einzige Mädchen,Theo der große Bruder,Peter der Nasenbohrer,Willi der Schwimmer,Otto der beste im Fahrad fahren ,Hannes der jüngste und Kurt ein Junge der im Rollstuhl sietzt,Rudolf und Frank die gelenkistesten ist.
Ihr Versteck ist in der alten Ziegellei.Jedes Krokodil muss eine Mutprobe bestehen und gut Rad fahren können,nur Maria nicht und Kurt auch nich,weil Kurt im Rollstuhl Sitzt.
Bald schon sind sie mit einem Einbruch beschäftigt.Die Polizei setzt eine hohe Belohnung aus wenn jemand die Einbrecher schnappt.
Natürlich fangen die Krokos die Einbrecher und so bekommen sie uihre Belohnung.
MIr hat das Buch gut gefallen,weil es über Freundschaft handelt und es spannend ist und weil es zeigt dass Freundschaft wichtig ist.
Ja.
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1 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von minizini aus Karlsruhe am 09.06.2011
*****
sehr gut
die vorstadtkrokodile ist eine bande in dortmund, deren bandenchef olaf heißt. plötzlich freundet sich hannes, der jüngste, mit
Kurt ,der im Rollstuhl sitzt, an. dan findet die bande raus, dass der bruder eines mitglieds der bande ein dieb ist. sie versuchen, der polizei zu beweisen, dass er es wirklich ist, aber schaffen sie das???????????
ein spannendes buch über freundschaft, allerdings manchmal etwas langweilig...
trotzdem sollte man es gelesen haben!
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Bewertung von TIM.n aus Bad Schönborn am 06.06.2011
*****
ausgezeichnet
Die Dortmunder Kinderbande "die Krokodile" geht einer Diebstahlserie auf den Grund. Das ist spannend und gefährlich. Doch Olaf, der Gründer der Bande und seine Freunde Maria Otto, Hannes, Willi, Theo und Peter lassen sich nicht aufhalten, die Diebe zu stellen. Kurt, der im Rollstuhl sitzt, hilft ihnen dabei. Zum Schluss wird auch Kurt in die Bande der Krokodile aufgenommen. Mit Pfeil und Bogen schießt er nämlich einem Dieb ins Bein. Deshalb kann der nicht mehr fliehen unnd wird von der Polizei festgenommen.
Das Buch ist richtig spannend. Die Freunde halten immer zusammen. Mir gefällt, dass der Kurt aufgenommen wird, auch wenn er im Rollstuhl sitzt und das oft Probleme macht.
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0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von cookie aus Kempten am 05.06.2011
*****
weniger gut
Das Buch "Vorstadtkrokodile" handelt von einer Bande, wie der Name schon sagt, den Vorstadtkrokodilen. Hannes möchte unbedingt bei der Bande von Olaf mitmachen, aber jeder, der ein Vorstadtkrokodil sein möchte, muss auf das Dach der alten Ziegelei, die schon lange stillgelegt ist, klettern und eine Kette mit einem Krokodilanhänger holen. Als Mutprobe sozusagen. Doch als Hannes aufs Dach klettert und die Kette auch schon in der Hand hat, passiert etwas Schreckliches: Er rutscht ab und kann sich mit letzter Kraft an der Dachrinne festhalten. Zum Glück.... Doch ich will nicht zu viel verraten...........
Ich finde die Vorstadtkrokodile nicht gerade gut. Der Film ist wirklich toll, aber das Buch ist etwas langweilig. Max von der Grün erzählt in einer altertümlichen Sprache, die schwer zu lesen und zu verstehen ist. Ich empfehle dieses Buch nicht weiter, weil es so eintönig und äußerst langweilig ist.
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Bewertung von Mango aus Odenthal am 01.06.2011
*****
schlecht
In diesem Buch geht es um die Vorstadtkrokodile. Das ist ihr Bandenname. Ihre Bande ist groß und sie sind die allerbesten Feunde, die man sich vorstellen kann. Eigentlich geht für die Vorstadtkrokodile alles so weiter wie bisher, als ein neuer Junge in ihre Siedlung zieht. Sein Name ist Kurt. Doch er ist anders als die Bandenmitglieder: Er ist behindert, sitzt im Rollstuhl. Deshalb hat er keine Freunde. Er tut sehr viel für Schule, was soll er auch anderes machen, in seiner Freizeit. Doch dann fängt er an, Olaf ,den Chef der Bande, und die anderen Krokodiler mit seinem Fernglas zu beobachten. Er erfährt auch, wo das Geheimquartier der Freunde ist: Eine alte Ziegelei. Am Eingang steht ein Schild mit der Aufschrift "Betreten verboten". Doch schließlich freundet er sich mit Olaf an und sie verstehen sich so gut, dass Olaf ihm ihr Versteck zeigen will. Was er Kurt verschweigt, ist, dass er den anderen nichts erzählt hat. Als sie Kurt sehen sind sie zwar überrascht, aber in ihrer Bande aufnehmen wollen sie ihn nicht: Was kann man schon mit einem Jungen ihm Rollstuhl anfangen? Aber er kann ja nichts da für. Er will ihnen unbedingt beweisen, dass er auch nützlich sein kann. Und dafür begibt er sich ihn ungeahnte Gefahr... Aber wird er am Ende wirklich dazu gehören oder war alles um sonst???
Es ist ein sehr gutes Jugendbuch. Es geht um Freundschaft, Abenteuer und Mut. Dies sind sehr gute Ansätze für ein schönes Buch. Und die wichtigen Stellen sind so dramatisch geschrieben, dass man sich oft in Kurt´s Lage hinein verstzen kann und seine Reaktionen oder Gefühle verstehen kann. Es ist nicht zu dick und nicht zu dünn, genau richtig. Es ist sowohl für kleinere Kinder, als auch für größere Kinder geeignet. Für die Jüngeren als Vorlesebuch und für die Älteren zum selber lesen. Ich würde es deshalb an alle von 8 bis etwa 14 Jahre empfehlen. Ich bewerte es auf jeden Fall mit 5 Punkten.
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Bewertung von Ackermann aus Bad Berka am 01.06.2011
*****
ausgezeichnet
Eines Tages muss Hannes eine Mutprobe machen, damit er in die coolste Bande der Stadt Dortmund kommt, Vorstadtkrokodile. Hannes muss auf das Dach der alten Ziegelei am Stadtrand klettern, um dort die Kette zur Gruppe zu finden, nur so wird er aufgenommen. Er klettert und klettert. Endlich ist er auf dem Dach. Doch er kommt nicht wieder runter. Schließlich muss ihn die Feuerwehr herunter hohlen. Doch er ist aufgenommen. Jetzt unternehmen sie viele Radtouren. Aber wer hat die Feuerwehr bloß angerufen? Kai, aus der Stadt. Er hat es mit seinem Fernglas beobachtet. Eines Nachts wird in der Städtichen Sparkasse eingebrochen. Kai hat natürlich alles beobachtet. Er will auch in die Bande, aber da er im Rollstuhl sitzt wird er nicht aufgenommen. Für den Einbruch ist als Hauptverdächtiger auch Franks Bruder. Ob die Beweise reichen? Frank glaubt Hannes natürlich kein Wort. Doch Kai wird doch aufgenommen. Nun werden sie den Fall lösen! Es ist tatsächlich auch Franks Bruder dabei. In der alten Ziegelei rufen sie, die Vorstadtkrokodile, die Polizei nimmt alle Bankräuber fest und stecken sie in das Gefängnis Dortmund. Alle abenteuer werden gelöst. Alle Abenteuer werden gelöst und alle sind wieder glücklich...
Ich finde das Buch geil, weil es immer spannend ist. Aber auch lustige Stellen kommen nicht zu kurz. Es ist einfach genial geschrieben, finde ich. Es kann man auch jedem anderen Schüler in der Klasse empfehlen.
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Rezensionen und Kritik

"Der Schauspieler Richy Müller liest die zeitlos wahre Geschichte - lebendig, authentisch und voller Gefühl."

Rezensionen und Kritik

"Das lässt authentische Bilder vor den Augen jugendlicher Hörer erscheinen. Gleichzeitig passen Musik und Geräusche gut zur Welt der Vorstadtkrokodile. Für Kinder und Jugendliche empfehlenswert."

Autorenporträt zu "Max von der Grün"

Max von der Grün, geboren 1926 in Bayreuth, wuchs während der Nazizeit auf. Als er zwölf Jahre alt war, sah er die Nazis seinen Vater, einen Zeugen Jehovahs, verhaften; dieser wurde zwischen 1939 und 1945 in einem Konzentrationslager in Flossenbürg wegen seines religiösen Glaubens inhaftiert. Von 1943 bis 1944 war von der Grün Soldat; 1944 bis 1948 geriet er in amerikanische Gefangenschaft. Als Kriegsgefangener war er in Frankreich und Schottland, dann in Louisiana und New Mexico. Von 1948 bis 1963 arbeitete er als Bauarbeiter, dann Bergarbeiter, Hauer und, nach einem schweren Unfall, als Grubenlokführer. 1955 fing Max von der Grün an zu schreiben. 1961 nahm er an der Gründung der "Gruppe 61" teil, deren Ziel die "künstlerische Auseinandersetzung mit der industriellen Arbeitswelt" war. Seit 1963 lebte er als freier Schriftsteller in Dortmund. 2005 verstarb Max von der Grün.

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