Bradley, letzte Reihe, letzter Platz - Sachar, Louis

Louis Sachar 

Bradley, letzte Reihe, letzter Platz

Auf der Kinder- und Jugendbuchliste SR, WDR, Radio Bremen, Winter 2003

Übersetzer: Fritz, Klaus
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Bradley, letzte Reihe, letzter Platz

Was ist los mit Bradley? Ist er wirklich das Ekel, das er so überzeugend gibt? Warum sind Bradley Feinde lieber als Freunde? Oder ist alles nur gespielt? Oder ist er einfach so, basta! Das möchte Jeff, der Neue in der Klasse, gern herausfinden. Jeff versteht erst nicht, was so schlimm daran ist, neben Bradley zu sitzen. Aber schon in der ersten Pause findet er es heraus. "Gib mir einen Dollar oder ich spuck dich an!", ist Bradleys Antwort auf Jeffs vorsichtigen Annäherungsversuch.
So ist Bradley, wenn er schlecht gelaunt ist. Wenn er gut gelaunt ist, erzählt er Witze, die keiner hören mag, oder schubst die Kleinen in den Dreck. "Das Monster" nennen sie ihn, und er tut alles, um diesen Namen Ehre zu machen. Oder ist alles nur Bradleys Art, sich vor zu viel Nähe zu schützen? Hat er mit Freunden schlechte Erfahrung gemacht? Das wüsste Jeff gern. Er ahnt, dass kein Mensch auf der Welt nur eklig sein kann. Jeff schafft es sogar, Bradley zu beeindrucken: als er sich aus Versehen auf der Mädchentoilette verirrt. Das findet Bradley gut. Es mag ein komischer Beginn einer Freundschaft sein, aber besser als keiner.
Und noch jemand schafft es, Bradleys Vertrauen zu erringen: die neue Schulpsychologin Carla Davis. Am Ende entpuppt sich Bradley als ein einsamer, sensibler und fantasievoller Junge, der aus Verunsicherung und Angst vor Zurückweisung das Monster spielt.


Produktinformation

  • Verlag: Dtv
  • 2008
  • 4. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 218 S.
  • Seitenzahl: 224
  • dtv Taschenbücher Bd.62212
  • Altersempfehlung: ab 10 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 124mm x 17mm
  • Gewicht: 212g
  • ISBN-13: 9783423622127
  • ISBN-10: 3423622121
  • Best.Nr.: 12883950
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 05.12.2003

Gib mir einen Dollar oder ich spuck dich an
Louis Sachar erzählt die Geschichte eines einsamen Jungen
Es war einmal. Eine gute und eine schlechte Welt. In der wunderbaren Traumwelt kann man alles selbst bestimmen. Das nüchterne, reale Leben hingegen zwingt einen an fürchterliche Orte, in quälende Situationen. Louis Sachars Roman Bradley – letzte Reihe, letzter Platz kümmert sich um diese beiden Welten. Seine Hauptfigur, der schwierige, einsame Junge Bradley hat schon das dazu passende Weltbild parat: „Für Monster gab es keine Goldsternchen, für Monster gab es Schläge”, ist seine simple Wahrheit. Das Monster ist er selbst, er sitzt ausgeschlossen, fast wie betäubt an seinem Platz in der Schule: Letzte Reihe, letzter Platz. Alle anderen in seiner Klasse kommen offenbar mit ihrem Leben gut klar, bekommen tolle Noten – und eben Goldsternchen.
Man könnte einwenden, dass dieses Schwarz-Weiß-Gemälde sehr amerikanisch ist. Und würde Louis Sachar nun einen ernsten Sozialroman schreiben, man hätte solche moralischen Angebote bald satt. Dann wäre der 11-jährige Bradley einfach nur ein fauler Schüler, der andere Kinder bedroht, selbst solche, die ihm …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 20.12.2003

Waffe Phantasie
Louis Sachar stellt einen Provokationskünstler vor

Jeff, der Neue in der Klasse, findet eine treffende Beschreibung für Bradley: "Er sah aus wie ein guter Spucker." Jeff händigt Bradley jedenfalls den geforderten Dollar umstandslos aus, um der Speicheltaufe zu entgehen. Der Elfjährige ist das Ekel der Schule. Auch Jeff wendet sich bald von ihm ab. Das macht Bradley gar nichts aus, denn er haßt sie alle, wie er wortgewandt verkündet. Hinter seinem rüpelhaften Benehmen versteckt sich natürlich der sehnliche Wunsch, Freunde zu finden. "Letzte Reihe, letzter Platz" - das klingt nach der klassischen Außenseiter-Geschichte - hieße der Autor nicht Louis Sachar, hierzulande mit dem Bestseller "Löcher" bekannt geworden, einem absurden Jugendroman aus der Wüste.

Bradleys Allzweckwaffe ist seine Phantasie. Er gibt hanebüchenen Halb- und Unsinn von sich, um sich aus verfänglichen Situationen zu retten oder um gegenüber Eltern, Lehrern, Mitschülern und nicht zuletzt vor sich selbst das Gesicht zu wahren. Es ist die reine Verzweiflungsprovokation. Zu Hause stellt der Junge mit Tierfiguren seinen Alltag nach, diskutiert, was ihn …

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"Die Geschichte um den Außenseiter Bradley kommt ebenso knallhart wie herzerwärmend menschlich daher."
Tages-Anzeiger, Zürich

»Die Geschichte um den Außenseiter Bradley kommt ebenso knallhart wie herzerwärmend menschlich daher.« Tages-Anzeiger, Zürich
Louis Sachar, 1954 geboren in East Meadow, New York, lebt mit Frau und Tochter in Kalifornien. Er studierte Ökonomie und Jura und arbeitete als Anwalt, bis seine Kinderbücher so erfolgreich waren, dass er sich ganz aufs Schreiben verlegen konnte. Mit 'Löcher' gelang ihm einer der größten internationalen Jugendbuch-Bestseller des vergangenen Jahrhunderts; das Buch wurde außerdem mit zwei der renommiertesten amerikanischen Jugendliteraturpreise ausgezeichnet: der Newberry Medal und dem National Book Award.

Kundenbewertungen zu "Bradley, letzte Reihe, letzter Platz" von "Louis Sachar"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen ***** gut)
***** ausgezeichnet
***** sehr gut
 
(1)
***** gut
***** weniger gut
 
(1)
***** schlecht
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Bewertung von Ines aus München am 09.11.2012 ***** weniger gut
Niemand mag Bradley. Er ist ein Außenseiter und spricht nur in Lügen. Auf Schule legt er kein Wert und zerschneidet alle seine Tests. Er beileidigt andere Leute und ist das größte Ekel der ganzen Schule. Ein Neuer kommt in Bradleys Klasse, Jeff. Er muss sich neben Bradley setzten, der auch bei ihm seinem Namen alle Ehre macht. Doch Jeff möchte heraus finden was es mit Bradley auf sich hat und warum er so ein Monster ist, wie alle sagen. Ebenfalls bekommt die Schule eine neue Schulpsychologin Carla, die ebenfalls dem Rätsel Bradley auf die Schliche kommen möchte. Was verbirgt sich hinter Bradleys Versade?
Das Buch ist eine sehr gute Lektüre für die Schule. Außerdem hat es einen psychologischen Hintergrund. Es ist interesannt zu beobachten, wie sich Bradley verändert und Fortschritte macht.

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Bewertung von alex ander aus Halle am 12.05.2010 ***** sehr gut
In diesem sozialkritischen Buch beschreibt Louis Sachar das systematische Lügenkonstrukt des Aussenseiters Bradley, der sich und seinen Eltern immer etwas vormacht, egal ob es um Noten, Leistung oder Sozialkompetenz geht. Als die Mutter seine Lügen herausbekommt, beginnt Bradleys Leben zu wackeln. Doch er bekommt Hilfe von dem Neuen in der Klasse: Jeff. Bald befindet sich Bradley auf einem guten Weg der Besserung und Integration.
Das Buch gefiel mir sehr, es ist anschaulich und gut geschrieben, erschreckt einen fast mit dem Inhalt, beweist aber auch, dass fast alle Probleme zu lösen sind.
Weiterempfehlen würde ich es eigentlich jedem, weil es mir gut gefallen hat.

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