Artikelseite zu "Hobo Nation" Drucken
Hobo Nation
Übersetzung: Körber, Joachim
- Einband: Gebunden
- Gebundenes Buch
Produktinformation
- Verlag: Edition Phantasia
- 2008
- Ausstattung/Bilder: 2008. 207 S.
- Seitenzahl: 207
- Deutsch
- Abmessung: 209mm x 130mm x 20mm
- Gewicht: 315g
- ISBN-13: 9783937897295
- ISBN-10: 3937897291
- Best.Nr.: 23448115
Produktbeschreibung zu "Hobo Nation"
Beschreibung
15.01.2009
Halt dich von den Zügen fern
Lucius Shepard bereist den Mythos vom „Hobo” in den USA
Der Drang nach Aufbruch und Reise ist so alt wie die Menschheit selbst. Die Industrialisierung des 19. Jahrhunderts aber überholte bald die Utopie einer für jedermann erreichbaren Welt außerhalb der eigenen Siedlung: Die Erschließung des nordamerikanischen Landesinneren durch Eisenbahnschienen folgte der Erfindung der Dampfmaschine. Die Weite der Prärie wurde, als bis dahin große Unbekannte, auf diese Weise entmystifiziert; nach dem amerikanischen Bürgerkrieg befeuerten heimkehrende Soldaten und Wanderarbeiter ein aufkommendes Bild vom einsamen Reisenden.
Landstreicher nannten die Waggons der Güterzüge fortan ihr einziges Zuhause. Die Subkultur sogenannter Hobos entstand, und mit ihr ein neuer Mythos des romantischen, freien Wanderers. Doch wurden ihm nicht allein territoriale Grenzen gesetzt. Auch das Industriezeitalter lief aus. Das Leben eines Hobos hat heutzutage mit Romantik nicht mehr viel gemein: er schläft meist nicht in Waggons, sondern unter Brücken, in Obdachlosenheimen oder im Gefängnis. Sein Drang nach Aufbruch und Freiheit verkommt zum …
15.01.2009
Lucius Shepard hat sich für das amerikanische Magazin
"Spin" dem Mythos vom heimatlosen Hobo auf die Spur
gesetzt und Mitte der 90er Jahre eine Reportage nebst zweier
Erzählungen verfasst, die nun auf Deutsch vorliegen, teilt Fabian
Soethof mit. Bei der Lektüre wird dem interessierten Rezensenten
schnell deutlich, dass von der dieser Lebensweise zugeschriebenen
Romantik und Freiheit nicht viel übrig geblieben ist, sondern
Gewalt und Alkoholismus dominieren. Gleichzeitig könne der Autor,
der eigentlich als Verfasser von Fantasy-Literatur bekannt ist und
für seine Recherchen zwei Monate selbst als Hobo unterwegs war, die
kursierenden Gerüchte von einer umfassend operierenden
"Hobomafia" zerstreuen, so Soethof weiter. Die beiden
Erzählungen "Drüben" und "Die Ausreißerin" sind
dann trotz ihrer Motive aus der Hobo-Welt wieder ganz dem Genre
verpflichtet, in dem sich Shepard einen Namen gemacht hat, stellt
der Rezensent abschließend fest.
© Perlentaucher Medien GmbH
Autorenporträt zu "Lucius Shepard"
Lucius Shepard, 1947 geboren, begann seine schriftstellerische Laufbahn 1967 mit Gedichtveröffentlichungen im Stil der Beat-Poeten und wandte sich Anfang der 1980er Jahre der Phantastik zu. Er wurde mit dem World Fantasy Award und dem Nebula Award für sein Werk ausgezeichnet. Shepard zählt zu den wichtigsten zeitgenössischen Autoren der USA.





























Sitemap: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20