Hobo Nation - Shepard, Lucius

Lucius Shepard 

Hobo Nation

Übersetzung: Körber, Joachim
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Produktbeschreibung zu Hobo Nation

1998 schreibt Lucius Shepard eine Reportage über eine mutmaßliche Hobo-Mafia für die amerikanische Zeitschrift Spin. Im Rahmen seiner Recherchen reist er mit den Tramps, auf Güterzügen durch die USA. Es wird eine Reise ins dunkle, sagenumwobene Herz des nordamerikanischen Kontinents, in das Land der Legenden, in die mythisch überhöhte Heimat von Jack Kerouac und Jack London, vielfach besungen von großen amerkanischen Musikern wie Woody Guthrie oder Robert Johnson. Doch wie ist es tatsächlich um die große Freiheit der Schienen und des weiten Landes fernab aller gesellschaftlichen Zwänge und Konventionen bestellt? Neben der einzigartigen Reportage enthält der Band zwei Erzählungen, darunter das preisgekrönte"Drüben", die aus der Erfahrung des Lebens am Rande heraus entstanden und exemplarisch zeigen, wie die Phantasie des Schriftstellers reales Erleben in große Literatur verwandelt.

Produktinformation


  • Verlag: Edition Phantasia
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 207 S.
  • Seitenzahl: 207
  • Deutsch
  • Abmessung: 209mm x 130mm x 20mm
  • Gewicht: 315g
  • ISBN-13: 9783937897295
  • ISBN-10: 3937897291
  • Best.Nr.: 23448115
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 15.01.2009

Halt dich von den Zügen fern
Lucius Shepard bereist den Mythos vom „Hobo” in den USA
Der Drang nach Aufbruch und Reise ist so alt wie die Menschheit selbst. Die Industrialisierung des 19. Jahrhunderts aber überholte bald die Utopie einer für jedermann erreichbaren Welt außerhalb der eigenen Siedlung: Die Erschließung des nordamerikanischen Landesinneren durch Eisenbahnschienen folgte der Erfindung der Dampfmaschine. Die Weite der Prärie wurde, als bis dahin große Unbekannte, auf diese Weise entmystifiziert; nach dem amerikanischen Bürgerkrieg befeuerten heimkehrende Soldaten und Wanderarbeiter ein aufkommendes Bild vom einsamen Reisenden.
Landstreicher nannten die Waggons der Güterzüge fortan ihr einziges Zuhause. Die Subkultur sogenannter Hobos entstand, und mit ihr ein neuer Mythos des romantischen, freien Wanderers. Doch wurden ihm nicht allein territoriale Grenzen gesetzt. Auch das Industriezeitalter lief aus. Das Leben eines Hobos hat heutzutage mit Romantik nicht mehr viel gemein: er schläft meist nicht in Waggons, sondern unter Brücken, in Obdachlosenheimen oder im Gefängnis. Sein Drang nach Aufbruch und Freiheit verkommt zum Selbstzweck …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Lucius Shepard hat sich für das amerikanische Magazin "Spin" dem Mythos vom heimatlosen Hobo auf die Spur gesetzt und Mitte der 90er Jahre eine Reportage nebst zweier Erzählungen verfasst, die nun auf Deutsch vorliegen, teilt Fabian Soethof mit. Bei der Lektüre wird dem interessierten Rezensenten schnell deutlich, dass von der dieser Lebensweise zugeschriebenen Romantik und Freiheit nicht viel übrig geblieben ist, sondern Gewalt und Alkoholismus dominieren. Gleichzeitig könne der Autor, der eigentlich als Verfasser von Fantasy-Literatur bekannt ist und für seine Recherchen zwei Monate selbst als Hobo unterwegs war, die kursierenden Gerüchte von einer umfassend operierenden "Hobomafia" zerstreuen, so Soethof weiter. Die beiden Erzählungen "Drüben" und "Die Ausreißerin" sind dann trotz ihrer Motive aus der Hobo-Welt wieder ganz dem Genre verpflichtet, in dem sich Shepard einen Namen gemacht hat, stellt der Rezensent abschließend fest.

© Perlentaucher Medien GmbH
Lucius Shepard, 1947 geboren, begann seine schriftstellerische Laufbahn 1967 mit Gedichtveröffentlichungen im Stil der Beat-Poeten und wandte sich Anfang der 1980er Jahre der Phantastik zu. Er wurde mit dem World Fantasy Award und dem Nebula Award für sein Werk ausgezeichnet. Shepard zählt zu den wichtigsten zeitgenössischen Autoren der USA.

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Hobo Nation - Shepard, Lucius

Übersetzung: Körber, Joachim

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  • Verlag: Edition Phantasia
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 207 S.
  • Seitenzahl: 207
  • Deutsch
  • Abmessung: 209mm x 130mm x 20mm
  • Gewicht: 315g
  • ISBN-13: 9783937897295
  • ISBN-10: 3937897291
  • Best.Nr.: 23448115

Produktbeschreibung zu "Hobo Nation"

Beschreibung

1998 schreibt Lucius Shepard eine Reportage über eine mutmaßliche Hobo-Mafia für die amerikanische Zeitschrift Spin. Im Rahmen seiner Recherchen reist er mit den Tramps, auf Güterzügen durch die USA. Es wird eine Reise ins dunkle, sagenumwobene Herz des nordamerikanischen Kontinents, in das Land der Legenden, in die mythisch überhöhte Heimat von Jack Kerouac und Jack London, vielfach besungen von großen amerkanischen Musikern wie Woody Guthrie oder Robert Johnson. Doch wie ist es tatsächlich um die große Freiheit der Schienen und des weiten Landes fernab aller gesellschaftlichen Zwänge und Konventionen bestellt? Neben der einzigartigen Reportage enthält der Band zwei Erzählungen, darunter das preisgekrönte"Drüben", die aus der Erfahrung des Lebens am Rande heraus entstanden und exemplarisch zeigen, wie die Phantasie des Schriftstellers reales Erleben in große Literatur verwandelt.

15.01.2009

Halt dich von den Zügen fern
Lucius Shepard bereist den Mythos vom „Hobo” in den USA
Der Drang nach Aufbruch und Reise ist so alt wie die Menschheit selbst. Die Industrialisierung des 19. Jahrhunderts aber überholte bald die Utopie einer für jedermann erreichbaren Welt außerhalb der eigenen Siedlung: Die Erschließung des nordamerikanischen Landesinneren durch Eisenbahnschienen folgte der Erfindung der Dampfmaschine. Die Weite der Prärie wurde, als bis dahin große Unbekannte, auf diese Weise entmystifiziert; nach dem amerikanischen Bürgerkrieg befeuerten heimkehrende Soldaten und Wanderarbeiter ein aufkommendes Bild vom einsamen Reisenden.
Landstreicher nannten die Waggons der Güterzüge fortan ihr einziges Zuhause. Die Subkultur sogenannter Hobos entstand, und mit ihr ein neuer Mythos des romantischen, freien Wanderers. Doch wurden ihm nicht allein territoriale Grenzen gesetzt. Auch das Industriezeitalter lief aus. Das Leben eines Hobos hat heutzutage mit Romantik nicht mehr viel gemein: er schläft meist nicht in Waggons, sondern unter Brücken, in Obdachlosenheimen oder im Gefängnis. Sein Drang nach Aufbruch und Freiheit verkommt zum …

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Perlentaucher-Notiz zur SZ-Rezension

15.01.2009

Lucius Shepard hat sich für das amerikanische Magazin "Spin" dem Mythos vom heimatlosen Hobo auf die Spur gesetzt und Mitte der 90er Jahre eine Reportage nebst zweier Erzählungen verfasst, die nun auf Deutsch vorliegen, teilt Fabian Soethof mit. Bei der Lektüre wird dem interessierten Rezensenten schnell deutlich, dass von der dieser Lebensweise zugeschriebenen Romantik und Freiheit nicht viel übrig geblieben ist, sondern Gewalt und Alkoholismus dominieren. Gleichzeitig könne der Autor, der eigentlich als Verfasser von Fantasy-Literatur bekannt ist und für seine Recherchen zwei Monate selbst als Hobo unterwegs war, die kursierenden Gerüchte von einer umfassend operierenden "Hobomafia" zerstreuen, so Soethof weiter. Die beiden Erzählungen "Drüben" und "Die Ausreißerin" sind dann trotz ihrer Motive aus der Hobo-Welt wieder ganz dem Genre verpflichtet, in dem sich Shepard einen Namen gemacht hat, stellt der Rezensent abschließend fest.

© Perlentaucher Medien GmbH

Autorenporträt zu "Lucius Shepard"

Lucius Shepard, 1947 geboren, begann seine schriftstellerische Laufbahn 1967 mit Gedichtveröffentlichungen im Stil der Beat-Poeten und wandte sich Anfang der 1980er Jahre der Phantastik zu. Er wurde mit dem World Fantasy Award und dem Nebula Award für sein Werk ausgezeichnet. Shepard zählt zu den wichtigsten zeitgenössischen Autoren der USA.

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