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7 Kundenbewertungen (Durchschnitt 2.4 von 5 Sterne bei 7 Bewertungen **** weniger gut)
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Bewertung von Kladi aus Kiel am 11.07.2009 ***** weniger gut
Ein Romancier muss sich nicht sklavisch an historische Wahrheit halten. Wenn aber auf dem Schutzumschlag zu lesen ist (Süddeutsche Zeitung): Wer wissen will, wie es in der späten DDR war, solle zu diesem Buch greifen, so ist das schlichtweg falsch. Tellkamp hat, um das Wesentliche sichtbar zu machen, erlaubterweise überhöht und überspitzt. Würde man ihn wörtlich nehmen, hätte in der ehemaligen DDR kein Mensch jemals lachen dürfen. ( Beispiel: Alle Gaststätten in Dresden wären verwanzt. Da hätte die Stasi doppelt soviel Angehörige haben müssen, um die Infos ausszuwerten). Die Passagen : "meno schrieb:....." mit den teilweise seitenlangen Sätzen waren für mich nur unter Aufbietung der äußersten Willenskraft durchzustehen.
Für mich der Versuch eines Wenderomans, aber nicht mehr. Die ganze Kopliziertheit des Lebens in der DDR, auch mit den ökonomisch oft unsinnigen, für die Betroffenen aber oft auch angenehmen Seite, wird nicht eingegangen. Es gibt die mehr oder weniger Guten und die ganz Bösen. Dass die meisten Behörden und Parteizentralen nur nach Kontrolle durch bewaffnete Posten mit (sogar durch Rote Armmee) zu betreten waren, ist ein echter Lacher. Ganz so weit sollte man Agitation nicht treiben, sonst tut man das, was man den Bösen ja vorwirft, nämlich lügen...!

23 von 31 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Paputsch aus Freiburg am 27.05.2009 ***** ausgezeichnet
Ich gebe zu, daß es lange gedauert hat, bis mir die Größe dieses Werks bewußt wurde. Uwe Tellkamp hat einen Roman geschrieben, der in seiner Komplexität und erzählerischen Dichte herausragend ist. Die Methapher des Turms als Rückzugsort gegen eine feindliche Umwelt ist universell, wird aber im Roman großartig im Kontext der untergehenden DDR beschrieben. Tellkamp stellt unterschiedliche Formen des Umgangs mit einer als feindlich wahrgenommenen gesellschaftlichen Umwelt dar. Verkörpert werden diese durch die Akteure, insbesondere Christian, dem man im Roman 'ins Innerste des Systems' folgt. M.E. ist der Roman großartig und sehr zu empfehlen. Man muss aber viel Zeit mitbringen und die Bereitschaft, sich wirklich auf das Werk einzulassen. Denn eines steht fest: Leicht macht es uns Uwe Tellkamp nicht. Man muss sich den Zugang zum Turm hart erarbeiten.

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Bewertung von marschel aus nürnberg am 31.03.2009 ***** weniger gut
Das Buch ist so abgehoben und weit weg wie Manfred von Ardennes Anwesen von den Niederungen der Elbe bei Pieschen. Schade eigentlich!

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Bewertung von Joschele aus Bremen am 11.03.2009 ***** schlecht
Das Buch ist m.E. viel zu hoch gejubelt worden. Es ist, besonders in der ersten Hälfte, weitschweifig und langatmig. Ich war froh, als ich damit fertig war.

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Bewertung von M. Schulze aus Halberstadt am 05.01.2009 ***** schlecht
Ich hatte mich auf dieses im Vorfeld von den Rezensenten der großen westdeutschen Tageszeitungen fast unisono hochgelobte Buch gefreut und habe ihm deutlich mehr als die übliche 50-Seiten-Chance zugestanden, die man jedem Buch konzedieren sollte. Denn ich fand die Idee einfach gut - dieses kleine Villenviertel oberhalb Dresdens mit Biotop-Charakter innerhalb der DDR bot als Stoff wirklich Potenzial. Doch am Ende half alles nichts, ich musste es beiseite legen, denn es ist ein Buch der Klischees geworden. Hinter jedem Winkel lugt die Stasi hervor und man flüstert nur noch, Bananen (natürlich Bananen!) werden angehimmelt wie Götzenerscheinungen und am Ende der Geburtstagsfeier stellen zwei der nun wirklich gut situierten männlichen Gäste fast erschüttert fest, dass sie beide den gleichen Wintermantel aus dem VEB Herrenmode tragen, selbstverständlich errungen nach "fünf Stunden [sic!] Schlangestehen, eigentlich sollte ich den erst zu Weihnachten bekommen, aber der alte war hinüber."
So ist aus dem Anspruch, einen großen Roman über die untergehende DDR schreiben zu wollen, eine unfreiwillige Karikatur geworden.
Mag sein, dass das Buch im weiteren Verlauf irgendwann besser wird. Ich weiß es nicht, denn ich hatte die Lust zum Weiterlesen leider verloren...

34 von 47 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Ludger Nolte aus Kempen am 11.11.2008 ***** schlecht
Der Roman verrät Altbekanntes über die DDR, so die Umweltverschmutzung, die Bespitzelung, die Bedeutung der bürgerlichen Kultur, die Bananen. die Warteschlangen, die Überbietung der Bundeswehr, was erniedrigende Ausbildungsmethoden angeht.... Der fast 1000 Seiten lang durchgehaltene Entlarvungsgestus langweilt ebenso wie die stilistischen Entleihungen aus der Literaturgeschichte. Kein Vergleich mit Christa Wolfs "Kassandra" oder Schulzes "Simplen Storys"!

26 von 45 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Ludwig Rainer aus 54306 Kordel am 18.10.2008 ***** ausgezeichnet
Das Buch von Tellkamp sollte zur Pflichtlektuere im Geschichts- und Deutschunterricht an den Schulen erklaert werden. Zweifellos kann es dazu beitragen, die bestehenden Defizite abzubauen und die Erinnerungen an das wahre Leben in der DDR wachzuhalten.

51 von 71 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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