Metropolen - Röhnert, Jan V.

Jan V. Röhnert 

Metropolen

Gedichte

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Metropolen

Jan Volker Röhnert ist der Flaneur unter den Dichtern der jüngeren Generation. Nicht umsonst bezieht er sich immer wieder auf Baudelaire und die französische Moderne, auf die amerikanische Poesie und auf Rolf Dieter Brinkmann, dem er eine große Studie gewidmet hat. Röhnerts Gedichte zeichnen sich durch Unmittelbarkeit, sinnliches Erleben und gesteigerte Aufmerksamkeit für die schillernde Vielfalt der Szenerie, in der wir uns bewegen, aus. Seine poetischen Wanderungen vom Osten Deutschlands in die Metropolen des Westens bereichern auf lustvolle, weltoffene Weise den modernen Altas der deutschen Lyrik.


Produktinformation

  • Verlag: Hanser
  • 2007
  • Ausstattung/Bilder: 2007. 107 S.
  • Seitenzahl: 107
  • Edition Lyrik Kabinett Bd.6
  • Best.Nr. des Verlages: 505/20929
  • Deutsch
  • Abmessung: 21 cm
  • Gewicht: 276g
  • ISBN-13: 9783446209299
  • ISBN-10: 3446209298
  • Best.Nr.: 22793412
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 13.05.2008

Dann kommen die Bilder

Es flackert im Geiste Ashberys und Brinkmanns, und man staunt nicht schlecht: Der Lyriker Jan Volker Röhnert spricht in fremden Zungen.

Mir fällt wenig ein, wenn man mich aus heiterem Himmel nach meinen Gedichten fragt" - so beginnt die "Nachbemerkung", die der 1976 in Gera geborene Lyriker und Literaturwissenschaftler Röhnert seinen neuen Gedichten hinterherschickt. Und dann folgt sogar der Gemeinplatz: "Den Gedichten ist nichts hinzuzufügen, was nicht schon in ihnen selber stünde", so Röhnert selbstbewusst. D'accord! Aber: Wozu dann noch eine Nachbemerkung?

Und wozu dann noch eine Rezension? Um aus heiterem Himmel nach ebendiesen Gedichten zu fragen und nachzutragen, was nicht schon in ihnen selber steht und auch in keinem Nachwort stehen kann: dass es sich um ganz außerordentlich schöne, neuartige, kunstreiche und dementsprechend lesenswerte Gedichte handelt; um Gedichte, die, wer sie gelesen hat, nicht mehr vergessen möchte und vielleicht nicht mehr vergessen kann.

Woran liegt's? Gewiss auch an den Metropolen selbst (Paris, New York, London, Amsterdam, Genua, Vilnius), deren Ortsnamen und deren …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Lob streut Rezensent Wulf Segebrecht reichlich über die "ganz außerordentlich schönen, neuartigen" Gedichte von Jan Volker Röhnert, die sich, wie er beteuert, in sein Gedächtnis eingegraben haben. Die titelgebenden "Metropolen" bieten nicht nur den Schreibanlass, sie formen auch die Folie für die in den Versen festgehaltenen Sinneseindrücke und sind Inspirationsquelle, erklärt der begeisterte Rezensent. Ausgehend vom "Staunen" öffne sich der Lyriker, der zugleich Literaturwissenschaftler ist, den entstehenden Bildern, die nicht selten von der Filmästhetik geprägt seien, so Segebrecht weiter. Für ihn ist der Autor ein "Spezialist des lyrischen Filmblicks". Röhnert, der sich in seiner zeitgleich erschienenen Dissertation mit Lyrikern wie Rolf Dieter Brinkmann, John Ashley und Robert Creeley beschäftigt, eignet sich auch mit Vorliebe verschiedene Sprachrollen an, die aber bei aller "Gelehrsamkeit" keineswegs penetrant wirken, wie der Rezensent betont. Segebrecht jedenfalls lässt sich voller Glück von diesem Gedichtband auf die "Insel der Poesie" entführen.

© Perlentaucher Medien GmbH

"In Gestalt von Jan Volker Röhnert ist ein Lyriker auf den Plan getreten, von dessen aus dem Staunen geborenen, mit bewegten Bildern und fremden Zungen ausgestatteten Gedichten wir uns gern auf die Insel der Poesie übersetzen lassen." Wulf Segebrecht, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.05.08

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