Die umzingelte Festung - Qian, Zhongshu

Zhongshu Qian 

Die umzingelte Festung

Roman. Mit e. Nachw. u. erl. v. Monika Motsch

Aus d, Chines. v. Monika Motsch u. Jerome Shih
Buch mit Leinen-Einband
 
Vergriffen, keine Neuauflage
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Produktbeschreibung zu Die umzingelte Festung

Bummelstudent Fang hat in Europa reichlich westliche Lebensart gelernt, die er nun nach China importiert. Beim Versuch, erotisch und beruflich Fuß zu fassen, gerät er in die Fallstricke einer Gesellschaft im Übergang, bei der sich traditionelle chinesische und moderne westliche Vorstellungen in tragikomischem Konflikt befinden. Der Klassiker der modernen chinesischen Literatur aus aktuellem Anlass nun wieder auf deutsch. Erstmals 1946 als Fortsetzungsroman in China erschienen und während der Kulturrevolution verboten, erlangte das Buch nach seiner Neuauflage 1980 Weltruhm. Seither gilt dieser brillante, witzige, vor Bildern und Metaphern überbordende Schelmenroman als ein Schlüsselwerk zum Verständnis der chinesischen Gesellschaft.

Produktinformation


  • Verlag: Schirmergraf
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 541 S.
  • Seitenzahl: 541
  • Deutsch
  • Abmessung: 209mm x 129mm x 33mm
  • Gewicht: 632g
  • ISBN-13: 9783865550590
  • ISBN-10: 3865550592
  • Best.Nr.: 23876372

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Michael Müller stellt uns Qian Zhongshu als bedeutendsten Schriftsteller der chinesischen Moderne vor und preist seinen 1946 zunächst in Fortsetzungen erschienenen und nun in einer überarbeiteten Übersetzung vorliegenden Roman "Die umzingelte Festung" als eines seiner wichtigsten Bücher. Darin schildert der Autor das Schicksal des Taugenichts Fang, der mit einem gekauften Doktortitel aus dem westlichen Ausland 1937 zu Beginn des zweiten Chinesisch-Japanischen Krieges in seine Heimat zurückkehrt und dort eine Reihe von privaten und beruflichen Rückschlägen hinnehmen muss. Der Titel knüpft nicht nur an Montaignes Bild der Ehe an, die für den Außenstehenden erstrebenswert ist, und für den Verheirateten zum Gefängnis wird. Man brachte die "umzingelte Festung" in China natürlich auch mit der japanischen Bedrohung in Verbindung. Im Roman aber wird die Metapher zum "Symbol für das gesamte Leben", wie der Rezensent erklärt. Dass Zhongshu mit dem Buch nicht politische Stellung bezog, wurde dem lange verbotenen, im Umerziehungslager internierten und erst 1976 rehabilitierten Autor als moralische Verderbung der chinesischen Jugend angelastet, heute macht dieser Umstand den Roman umso lesenswerter, meint Müller.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 26.02.2009

Die Freude des begnadigten Verbrechers
Montaignes Weisheit im China der späten dreißiger Jahre: Qian Zhongshus Roman „Die umzingelte Festung”
Qian Zhongshus Roman „Die umzingelte Festung”, eines der großen Bücher der chinesischen Literatur des zwanzigsten Jahrhunderts, erschien 1946 als Fortsetzungsroman in einer Zeitschrift, 1947 in Shanghai als Buch und wurde dann drei Jahrzehnte wegen seiner nachteiligen Wirkung auf die chinesische Jugend nicht nachgedruckt. 1980 begann dann das zweite Leben dieses Romans. Der „Verlag für Volksliteratur” brachte die „Umzingelte Festung” mit großem Erfolg neu heraus, Übersetzungen in alle großen Sprachen folgten (die deutsche Übersetzung erschien 1988), und Qian Zhongshu, der Dichter, Essayist und berühmteste Literaturhistoriker seines Landes, zählte zu den Kandidaten für den Nobelpreis.
1998 ist Qian in hohem Alter in Peking gestorben, eine literarische Institution, die trotz oder wegen ihres Ruhms die Öffentlichkeit scheute. In einem Telefongespräch, so berichtet die Übersetzerin Monika Motsch in ihrem Nachwort, habe Qian einer englischen Wissenschaftlerin von einem Besuch bei ihm mit der …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 30.07.2009

Ein herrlicher Nichtsnutz

Wer hier eindringt, sitzt in der Falle: Qian Zhongshu zählt zu den bedeutendsten Literaten der chinesischen Moderne. Jetzt ist sein Roman "Die umzingelte Festung", ein lange verbotenes Schlüsselwerk, in einer neuen Übersetzung zu entdecken.

Qian Zhongshu (1910 bis 1998) gilt als einer der größten chinesischen Literaten der Moderne. Die französische Zeitung "Le Monde" schlug ihn bereits mehrfach für den Nobelpreis vor. Nun bietet sich die Möglichkeit, eines seiner bedeutendsten Werke in einer sehr guten, überarbeiteten Übersetzung von Monika Motsch zu lesen: "Die umzingelte Festung". Der Roman hat eine lange Geschichte: Bereits 1946 erschien er in Fortsetzungen in einer Schanghaier Zeitschrift, 1947 dann erstmals in Buchform. Doch die wechselvolle chinesische Geschichte brachte es mit sich, dass Qian Schreibverbot erhielt. Während der Kulturrevolution wurde er in ein Umerziehungslager gesteckt und seine Werke nicht mehr aufgelegt. Erst im Zuge seiner Rehabilitierung 1976 wurde "Die umzingelte Festung" einer breiten Öffentlichkeit wieder zugänglich. Im Westen wird "Die umzingelte Festung" als bester chinesischer Roman …

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Die umzingelte Festung

Die umzingelte Festung - Qian, Zhongshu

Roman. Mit e. Nachw. u. erl. v. Monika Motsch

Aus d, Chines. v. Monika Motsch u. Jerome Shih

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  • Verlag: Schirmergraf
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 541 S.
  • Seitenzahl: 541
  • Deutsch
  • Abmessung: 209mm x 129mm x 33mm
  • Gewicht: 632g
  • ISBN-13: 9783865550590
  • ISBN-10: 3865550592
  • Best.Nr.: 23876372

Produktbeschreibung zu "Die umzingelte Festung"

Beschreibung

Bummelstudent Fang hat in Europa reichlich westliche Lebensart gelernt, die er nun nach China importiert. Beim Versuch, erotisch und beruflich Fuß zu fassen, gerät er in die Fallstricke einer Gesellschaft im Übergang, bei der sich traditionelle chinesische und moderne westliche Vorstellungen in tragikomischem Konflikt befinden. Der Klassiker der modernen chinesischen Literatur aus aktuellem Anlass nun wieder auf deutsch. Erstmals 1946 als Fortsetzungsroman in China erschienen und während der Kulturrevolution verboten, erlangte das Buch nach seiner Neuauflage 1980 Weltruhm. Seither gilt dieser brillante, witzige, vor Bildern und Metaphern überbordende Schelmenroman als ein Schlüsselwerk zum Verständnis der chinesischen Gesellschaft.

30.07.2009

Ein herrlicher Nichtsnutz

Wer hier eindringt, sitzt in der Falle: Qian Zhongshu zählt zu den bedeutendsten Literaten der chinesischen Moderne. Jetzt ist sein Roman "Die umzingelte Festung", ein lange verbotenes Schlüsselwerk, in einer neuen Übersetzung zu entdecken.

Qian Zhongshu (1910 bis 1998) gilt als einer der größten chinesischen Literaten der Moderne. Die französische Zeitung "Le Monde" schlug ihn bereits mehrfach für den Nobelpreis vor. Nun bietet sich die Möglichkeit, eines seiner bedeutendsten Werke in einer sehr guten, überarbeiteten Übersetzung von Monika Motsch zu lesen: "Die umzingelte Festung". Der Roman hat eine lange Geschichte: Bereits 1946 erschien er in Fortsetzungen in einer Schanghaier Zeitschrift, 1947 dann erstmals in Buchform. Doch die wechselvolle chinesische Geschichte brachte es mit sich, dass Qian Schreibverbot erhielt. Während der Kulturrevolution wurde er in ein Umerziehungslager gesteckt und seine Werke nicht mehr aufgelegt. Erst im Zuge seiner Rehabilitierung 1976 wurde "Die umzingelte Festung" einer breiten Öffentlichkeit wieder zugänglich. Im Westen wird "Die umzingelte Festung" als bester chinesischer Roman …

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26.02.2009

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1998 ist Qian in hohem Alter in Peking gestorben, eine literarische Institution, die trotz oder wegen ihres Ruhms die Öffentlichkeit scheute. In einem Telefongespräch, so berichtet die Übersetzerin Monika Motsch in ihrem Nachwort, habe Qian einer englischen Wissenschaftlerin von einem Besuch bei ihm mit …

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30.07.2009

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