Der Metzger geht fremd / Willibald Adrian Metzger Bd.3 - Raab, Thomas

Thomas Raab 

Der Metzger geht fremd / Willibald Adrian Metzger Bd.3

Kriminalroman

Gebundenes Buch
 
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Der Metzger geht fremd / Willibald Adrian Metzger Bd.3

"Ein Sahnestückchen an Erzähllust milieustark, sezierend, menschelnd, lebensklug", schreibt die Tageszeitung "Der Standard" über Thomas Raab und seine Kriminalromane mit Restaurator und Menschenfreund Willibald Adrian Metzger: Sein dritter Fall liefert eine Leiche in einer höchst skurrilen Kuranstalt in der Provinz.

Durchaus mit Bewunderung für die Gründlichkeit der hiesigen Reinigungskräfte registriert Danjela Djurkovic die blitzblanken Fliesen des Kurschwimmbades. Es herrscht eine gespenstische Stille, denn außer ihr ist nur eine andere Person anwesend, die wie eine marmorne Statue am Grunde des Beckens liegt. Der Mann ist tot, daran besteht kein Zweifel. Mit seltener Gelassenheit alarmiert Danjela die Klinikleitung und schickt einen Hilferuf in Richtung ihres geliebten, eigensinnigen Willibald Adrian Metzger. Der sitzt in seiner fernen Restauratorenwerkstatt und bricht nur widerwillig in die Fremde auf. Doch bald schon nimmt ihn das Leben auf dem Land gefangen. Denn auch dort haben die Familien ihre Leichen im Keller.


Produktinformation

  • Verlag: Piper
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 359 S.
  • Seitenzahl: 359
  • Willibald Adrian Metzger Bd.3
  • Deutsch
  • Abmessung: 213mm x 136mm x 40mm
  • Gewicht: 524g
  • ISBN-13: 9783492053082
  • ISBN-10: 3492053084
  • Best.Nr.: 26250979
"Wie Metzger die kriminalistische Restaurierungsarbeit in der Provinz löst, ist großes, nicht nur ethnografisches Kino." (Die Welt)<br/><br/>"Zuerst kommt der Wolf Haas, dann nichts, aber dann, dann taucht Thomas Raab auf und hat den dritten sehr österreichischen Krimi mit seinem schrulligen Möbelrestaurator Metzger im Gepäck. Ein großes Vergnügen." (Kurier)<br/><br/>"Die leicht schrullige, klar Figur des Willibald Adrian Metzger hat sich zum Shootingstar der heimischen Krimiszene entwickelt." (Falter)<br/><br/>"Es ist eine Freude zu sehen, wie übermütig der ehemalige Wiener Matheprofessor mit der Literatur umspringt." (Literatur-Kurier)<br/><br/>"Absolut lesenswert bis zur kuriosen Schlusspointe." (Wiener)<br/><br/>"Restaurator Metzger kratzt an der Idylle einer Kuranstalt. Brillant!" (Format)<br/><br/>"Raab ist mit Der Metzger geht fremd ein raffinierter Krimi mit ironisch-bissigem Unterton gelungen. Lesespaß bis zum letzten Satz ist garantiert." (Hessischer Rundfunk Online)<br/><br/>"Lesevergnügen pur, von der ersten bis zur letzten Zeile." (Fränkische Nachrichten)

»Wie Metzger die kriminalistische Restaurierungsarbeit in der Provinz löst, ist großes, nicht nur ethnografisches Kino.« Die Welt . »Zuerst kommt der Wolf Haas, dann nichts, aber dann, dann taucht Thomas Raab auf und hat den dritten sehr österreichischen Krimi mit seinem schrulligen Möbelrestaurator Metzger im Gepäck. Ein großes Vergnügen.« Kurier . »Die - leicht schrullige, klar - Figur des Willibald Adrian Metzger hat sich zum Shootingstar der heimischen Krimiszene entwickelt.« Falter . »Es ist eine Freude zu sehen, wie übermütig der ehemalige Wiener Matheprofessor mit der Literatur umspringt.« . Literatur-Kurier . »Absolut lesenswert - bis zur kuriosen Schlusspointe.« Wiener . »Restaurator Metzger kratzt an der Idylle einer Kuranstalt. Brillant!« Format . »Raab ist mit >Der Metzger geht fremd< ein raffinierter Krimi mit ironisch-bissigem Unterton gelungen. Lesespaß bis zum letzten Satz ist garantiert.« Hessischer Rundfunk Online . »Lesevergnügen pur, von der ersten bis zur letzten Zeile.« Fränkische Nachrichten

»Wie Metzger die kriminalistische Restaurierungsarbeit in der Provinz löst, ist großes, nicht nur ethnografisches Kino.« Die Welt . »Zuerst kommt der Wolf Haas, dann nichts, aber dann, dann taucht Thomas Raab auf und hat den dritten sehr österreichischen Krimi mit seinem schrulligen Möbelrestaurator Metzger im Gepäck. Ein großes Vergnügen.« Kurier . »Die - leicht schrullige, klar - Figur des Willibald Adrian Metzger hat sich zum Shootingstar der heimischen Krimiszene entwickelt.« Falter . »Es ist eine Freude zu sehen, wie übermütig der ehemalige Wiener Matheprofessor mit der Literatur umspringt.« . Literatur-Kurier . »Absolut lesenswert - bis zur kuriosen Schlusspointe.« Wiener . »Restaurator Metzger kratzt an der Idylle einer Kuranstalt. Brillant!« Format . »Raab ist mit >Der Metzger geht fremd< ein raffinierter Krimi mit ironisch-bissigem Unterton gelungen. Lesespaß bis zum letzten Satz ist garantiert.« Hessischer Rundfunk Online . »Lesevergnügen pur, von der ersten bis zur letzten Zeile.« Fränkische Nachrichten
Thomas Raab, geb. 1970, entdeckte schon während seines Mathematik- und Sportstudiums die Liebe zur Musik und zum Schreiben. In beiden Sparten preisgekrönt lebt er heute zusammen mit der Schauspielerin Simone Heher und der gemeinsamen Tochter als Sänger, Komponist und Autor in Wien.

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Bewertung von Bellexr aus Mainz am 19.05.2010 ***** sehr gut
Die Vergangenheit einer Familie kommt ans Licht

Mehr oder weniger genießt Willibald Adrian Metzger seine Strohwitwernschaft als ihn der Anruf seiner Freundin Danjela ereilt, die sich gerade von den Folgen eines Unfalls in einem idyllischen Kurhotel erholt. Denn in diesem hat sie im Wellnessbereich den toten August-David Friedmann friedlich im Schwimmbecken auf dem Boden treibend entdeckt. Die Neugier von Danjela ist geweckt und Metzger ahnt Schlimmes und so eilt er zu besagtem Kurhotel und wird kurzerhand in die Verstrickungen um den Tod des David-August Friedmann mit hineingezogen. Da geschieht ein weiterer „Unfall“ und die Neugier von Danjela und Metzger ist endgültig geweckt, was einer der Beiden in Lebensgefahr bringt.

Gemächlich, wortgewandt, witzig und stellenweise auch nachdenklich erzählt Thomas Raab seinen Krimi, der mit einem guten Schuss österreichischem Wortwitz und Dialekt gespickt ist. Dies ist zu wirklich jeder Zeit einfach nur unterhaltsam zu lesen und regt immer wieder zum Schmunzeln an.

Die Story rund um die beiden „Unfälle“, die in den Augen von Danjela und Metzger keine sein können, sind zwar immer Bestandteil der Geschichte, jedoch legt der Autor mehr Wert auf das Zwischenmenschliche und so steht dies auch durchweg im Vordergrund des Krimis.

Seine Charaktere sind einfach nur herrlich aus dem Leben gegriffen, stellenweise etwas überzogen angelegt und menscheln sehr. Die Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache und ihre des Öfteren verdrehten Sätze der aus Kroatien stammenden Danjela sind zu jeder Zeit spritzig, erfrischend und manchmal herrlich auf den Punkt gebracht und stören in keiner Weise das Lesevergnügen. Witzig fand ich auch, dass hier Haie zu Wort kommen und diese aus ihrer Sicht ein wenig über das Leben an sich und vor allem über das Leben der Menschen im Wellnessbereich des Kurhotels fachsimpeln.

Da das Zwischenmenschliche im Vordergrund steht, ist der Krimi jetzt nicht unbedingt als spannend zu bezeichnen. Jedoch fühlt man sich zu jeder Zeit hervorragend unterhalten und zum Schluss überrascht die Geschichte mit einer überraschenden Wendung, die zwar zu erahnen ist, aber hier nimmt dann der Krimi noch mal richtig Fahrt auf und wird wirklich spannend.

Alles in allem ein sehr unterhaltsamer Krimi mit einem eigenwilligen, sehr sympathischen Protagonisten, der einfach nur Spaß macht zu lesen.

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Bewertung von Merendina aus Bayern am 13.05.2010 ***** sehr gut
Nach "Der Metzger muss nachsitzen" und "Der Metzger sieht rot" ist "Der Metzger geht fremd" Thomas Raabs dritter Krimi. Ich habe bisher noch keinen von Raabs Romanen gelesen und war nach der Leseprobe sehr gespannt auf dieses Buch.

Zwar ist der Schreibstil des Autors anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, da dieser oft sehr lange Sätze und viele dialektale Begriffe beim Protagonisten Metzger verwendet. Auch nennt er die Protagonisten meist nur beim Nachnamen. Aber man gewöhnt sich sehr schnell an den Stil und wird von der Handlung des Krimis regelrecht in den Bann gezogen.

Daniela Djurkovic verbringt ihren Kuraufentahlt im schicken Hotel "Sonnenhof" in der schwäbischen Provinz. Bei einem Anruf bei ihrem Lebensgefährten Metzger berichtet sie von einer nackten Leiche im Swimmingpool des Hotels. Metzger, der von Beruf Restaurator ist, macht sich sofort auf den Weg zum Kurort. Dort mietet er sich in einer kleinen Pension ein, die etwa fünf Kilometer von Danielas Hotel entfernt ist. Da Metzger keinen Führerschein besitzt, ist er auf ein Fahrrad angewiesen und landet bei seiner Fahrt zum "Sonnenhof" im Misthaufen.

Daniela will den Mord im Hotel auf eigene Faust aufklären und schreckt nicht davor zurück über den Balkon ins Zimmer des Opfers zu klettern. Dann wird eine zweite Leiche entdeckt... Besteht hier ein Zusammenhang mit dem ersten Mordopfer?

Zwischen der eigentlichen Handlung finden sich immer wieder Einschübe, in denen Ernst und Anton, zwei Haie, im Aquarium des Kurhotels über den Sinn des Lebens philosophieren.

Insgesamt ein Buch, das den Leser zum Lachen bringt! Ein Roman mit einem hohen Unterhaltungsfaktor! Man kann den Krimi kaum wieder aus den Händen legen!

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Bewertung von sabine am 20.04.2010 ***** weniger gut
Dies war mein erster Metzger-Krimi den ich gelesen habe und mal gleich vorweggenommen es wird auch der letzte sein.
Er ist zwar schon etwas anders geschrieben, als man es von einem herkömmlichen Krimi kennt und stellenweise sogar recht witzig. Allerdings bleibt die Spannung auf der Strecke.
Ebenso fand ich, dass er sich nicht sehr flüssig lesen lies.
Da ich Bücher nicht gern abbreche, habe ich mich bis zum Schluss durchgearbeitet. Mit einigen kleinen Lichtblicken wie z.B. die Szenen mit den beiden Haien.

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Bewertung von Clausi80 am 07.11.2009 ***** ausgezeichnet
Der Metzger ist allein, seine Freundin Danjela Durkovic ist zur Kur und vertreibt sich dort, mit ihrer neuen Freundin Helene Burgstaller über alles und jeden lästernd, entspannt die Zeit. Doch dann wird im Schwimmbecken eine Leiche gefunden und vorbei ist es mit dem Frieden. Als Willibald Adrian Metzger, der seine Danjela eigentlich nur besuchen will, im Wald nahe der Kuranstalt dann noch einen Schrei hört und gleich darauf einen abgetrennten Finger findet, wird auch ihm klar, dass es hier ungemütlich werden könnte. Doch Danjela wird neugierig und versucht, etwas über die seltsamen Vorkommnisse herauszufinden.

Die ganz große Stärke des Romans liegt in seinen Figuren. Willibald Adrian Metzger ist schrullig, seltsam, merkwürdig und absolut liebenswert, der brave Restaurator, der plötzlich in einen Mordfall verwickelt ist. Und sein Verhältnis zum von seiner Pensionswirtin geliehenen Fahrrad ist ebenfalls nicht das beste – kein Wunder, verliert er bei einem Sturz von selbigem doch einen halben Zahn. Ebenso einmalig und liebenswürdig ist auch Danjela Durkovic, mit ihrer ganz eigenen Art zu sprechen, ihrem faszinierenden Satzbau und ihrer direkten Art. Die übrigen Figuren sind ebenfalls gut gezeichnet, haben Ecken und Kanten und entwickeln sich schnell zu lebendigen Personen. Bonuspunkte gibt es für Anton & Ernst, die in kleinen Dialogen immer wieder selbst zu Wort kommen. Die beiden passen hervorragend in diesen etwas anderen Roman.

Das Fazit fällt mir ein wenig schwer. Die Geschichte an sich ist spannend und gut konstruiert, bis kurz vor dem Schluss ist nicht ganz klar, wer in welcher Beziehung zu wem steht, wer der Mörder ist und wie alles zusammenpasst. Die Spannungskurve steigt bedächtig aber stetig an und vollführt gegen Ende einen guten Sprung. Stilistisch ist das Buch, wenngleich flüssig zu lesen, etwas anstrengend und das mindert den Lesespaß leider ein wenig. Doch all die (kleineren) Minuspunkte werden durch die einmaligen Charaktere wett gemacht, die auf dem Papier so lebendig werden wie sie es nur können. Nette Unterhaltung.

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Bewertung von .Anika. am 03.11.2009 ***** gut
Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, da es vom Schreibstil mal etwas anderes ist. Das holprige Deutsch von Danjela störte mich auch nicht im geringsten.

Der Metzger möchte nur seine Danjela besuchen. Jedoch passieren dann 2 Morde und Danjela kommt Geheimnissen auf die Spur und findet verschlungene Familienpfade.

Zunächst fand ich das Buch sehr spannend und konnte es nicht mehr beiseite legen. Besonders erfrischend sind auch die Dialoge der Fische.

Jedoch das letzte Viertel war dann doch recht langatmig und durchschaubar, schade. Wirklich neue Erkenntnisse kommen am Ende nicht. Deswegen gibts von mir einen Punkt Abzug.

Einen weiteren Punkt ziehe ich ab, weil ich die Sprache teilweise doch recht heftig fand. Es kamen häufig Ausdrücke darin vor, die meiner Meinung nach nichts in einem guten Buch zu suchen haben.

Trotzdem ein empfehlenswertes Buch.

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Bewertung von Pharo72 aus Zittau am 06.10.2009 ***** sehr gut
Willibald Adrian Metzger sitzt vereinsamt in seiner Restauratorenwerkstatt und vermisst seine Liebste Danjela Djurkovic, welche sich einen Kuraufenthalt gönnt. Ihre Erholung wird jäh unterbrochen, als sie eine Leiche auf dem Grund des Schwimmbads findet, der schon bald eine weitere folgt. Mit detektivischem Spürsinn will sie das Verbrechen aufklären und bittet auch ihren Willibald um Hilfe. Immer tiefer verstricken sich beide in eine abgründige Familiengeschichte und geraten selbst in Lebensgefahr.

Nach „Der Metzger muss Nachsitzen" und Der Metzger sieht rot" ist dieser Roman des Wiener Autors Thomas Raab der dritte Teil seiner Reihe um den wohlbeleibten Restaurator Willibald Adrian Metzger und seine Freundin Danjela Djurkovic. Eher zufällig ins Geschehen geraten, hält sie doch ihre Neugierde nicht ab, immer tiefer in die Geheimnisse einer Familie einer kleinen österreichischen Gemeinde einzutauchen. Es werden ständig neue Spuren gelegt, was das Buch bis zum Ende spannend hält.

Der besondere Schreibstil von Thomas Raab ist dabei der größte Pluspunkt. Nicht immer ganz einfach zu lesen, aber durch eine unglaubliche Wortakrobatik versehen, versetzen diverse Passagen den Leser immer wieder in Heiterkeit. Der gebrochene Dialekt der Danjela ist einfach nur liebenswert, ebenso wie die einfließenden regionstypischen Bezeichnungen einen gewissen Charme versprühen. Ein abwechslungsreicher Lesefluss entsteht durch häufigen Wechsel der Perspektive zwischen den Hauptprotagonisten, einem anfangs nicht erkennbaren Mitglied der von den Verbrechen betroffenen Familie und zwei Haien, die unfreiwillig ihren Weg in ein viel zu kleines Aquarium gefunden haben und die auch für eine herrliche Schlusspointe verantwortlich zeichnen.

Insgesamt eine wunderbar verzwickte Kriminalgeschichte, die es weder an Humor und Spannung noch an charakterlich einzigartig gezeichneten Figuren fehlen lässt.

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Bewertung von schnegg72 aus Nbg am 23.09.2009 ***** gut
Die Danjela Djurkovic ist zur Kur und ruft - nach der Entdeckung eines toten Kurkollegen im Haifischbecken - ihren Willibald Adrian Metzger an, der natürlich sofort herbeieilt. Doch bis der dort ankommt, findet er unterwegs noch einen frauenlosen Finger mit Ring und im Hotel gibt es schon die 2. Leiche.
Mit der ihr eigenen Eigenwilligkeit geht Danjela dem Ganzen natürlich auf den Grund. Und auch der Metzger, seines Zeichens Restaurator, kann es nicht wirklich lassen.
So geraten die beiden in Irrungen und Wirrungen um einen uralten Familienzwist, der just in dieser Kuranstalt seinen Höhepunkt findet. Doch wer gehört jetzt eigentlich zu dieser Familie alles dazu? Und wer haßt jetzt wen am meisten?
Herrlich humorvoll geschrieben, aber eben etwas gewöhnungsbedürftig. Unterhaltsam ja. Aber "Kalter Süden" war eindeutig spannender.

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Bewertung von sabatayn76 am 22.09.2009 ***** sehr gut
Zum Inhalt:
Willibald Adrian Metzger fährt für ein paar Tage ins Grüne, um seine Lebensgefährtin Danjela Djurkovic in einem Kurhotel zu besuchen. Diese braucht dringend seelischen Beistand, nachdem sie eine Leiche im Schwimmbecken gesichtet hat. Beim Radeln durch den Wald findet Willibald wenig später einen mysteriösen Finger mit passendem Goldring. Willibald und Danjela ermitteln bald auf eigene Faust, inspizieren Zimmer, stellen Fragen, decken nach und nach immer mehr Zusammenhänge auf und erregen somit auch das Interesse des Täters.

Mein Eindruck:
Das Einlesen in "Der Metzger geht fremd" fiel mir sehr schwer. Die Sätze sind häufig sehr lang, die Sprache blumig, die Wortstellung oft ungewöhnlich. Danjelas gebrochenes Deutsch und ein mehrfaches Wechseln der Perspektive machen das Ganze noch schwieriger. Wenn man sich jedoch auf Raabs Stil einlassen kann, entdeckt man herzliche Charaktere, viel unterschwelligen Humor und eine sehr unterhaltsame Geschichte.

Mein Resümee:
Kein nervenaufreibender Krimi, jedoch durchgehend unterhaltsam. Komplex, aber nicht konstruiert. Ältere Protagonisten, doch keineswegs altbacken. Amüsante Begebenheiten, aber nicht läppisch. Geeignet für alle, die keine Massaker und verstümmelte Leichen brauchen, sich jedoch einen cleveren und durchdachten Krimi wünschen. Sehr gut!

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Bewertung von Jessi aus Effeldorf am 16.09.2009 ***** schlecht
Es war mein erster Metzger und mit Sicherheit mein letzter...

Der Schreibstil ist zwar anfangs recht erfrischend und lustig, ging mir aber nach ca. 80-100 Seiten gewaltig auf die Nerven (ich dachte man gewöhnt sich daran, ist mir leider nicht gelungen).

Die Geschichte von Willibald, dem Restaurator, Danjela, seiner zur Zeit im Kurhotel befindlichen Freundin und der gefundenen Leiche eines Kurgastes im Schwimmbad geht nur sehr schleppend voran. Ich gestehe, daß ich nach ca. 100 Seiten abgebrochen habe, unter anderem, weil bis dahin immer noch nicht wirklich mehr passiert ist als schon in der Leseprobe zu lesen war.

Wer sich mit der Sprache auseinandersetzen kann und will, und wer eher seichte Krimis mag, der ist hier sicherlich gut bedient. Wer jedoch einen flotten und kurzweiligen Krimi sucht, dem sei hiervon abgeraten.

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Bewertung von leselieschen aus Kiel am 15.09.2009 ***** sehr gut
Alles beginnt so harmlos in einer Kuranstalt.Der Restauraror Willibald Adrian Metzger besucht seine Lebensgefährtin Danjiela bei Ihrem Kuraufenthalt im Sonnenhof (wobei hier das Sprichwort ganz treffend ist: Wo Licht ist, ist auch Schatten..). Gleich in den ersten Tagen ihres Aufenhaltes gibt es einen Toten. August-David Friedmann wird tot (und unbekleidet) im Schwimmbecken des Kurhotels aufgefunden. Nur wenig später findet der Metzger einen abgetrennten Finger samt Ring im Wald, wobei dieser Ring mit der Inschrift "August-David +Datum" versehen ist.Kurz darauf fällt auch noch der Hausmeister des Hotels einem tragischen "Unfall" zum Opfer.. Da nun Danjiela und ihr Metzger in jedem Fall über die Unendlichkeit ihrer Neugier eng miteinander verbunden sind, forschen die beiden nach und begeben sich damit in die tiefen Abgründe der Familientragödie Friedmann.



Ich habe selten einen so vielfältigen Roman gelesen, der es immer wieder zu unerwarteten Wendungen bringt. Im Laufe der Handlung werden wie in kleinen Portionen immer wieder neue Verstrickungen unter den Charakteren preisgegeben, die ständig jemand anderen zum Tatverdächtigen machen. Zudem sind noch Einschübe mit den Gedankengängen eines anonymen Urhebers in kursiver Schrift zu finden, die der Leser zunächst nicht recht deuten kann. Bissige Bemerkungen wie zum Beispiel zum Toten Meer und den darin badenden, nicht ganz unbefleckten Pfarrer " Sie werden dem Namen noch alle Ehre machen", veranlassen den Leser, das Buch am liebsten in einem Zug zu lesen. Auch der Humor (häufig in Form von Ironie und Sarkasmus) machen den Roman zu einem Lesegenuss. Des Weiteren haben mich die kleinen "philosophischen" Botschaften des Autors überrascht (wie "Wer keine eigenen Entscheidungen treffen will, den treffen die Entscheidungen der anderen."). Als Leser denkt man dann auch unweigerlich darüber nach, in wie weit man diese Botschaften für sich selbst erkennen kann. Das Einzige, was ich zu bemängeln habe, ist das finale Szenario, in dem der gefesselte Metzger nur knapp den Flammen des brennenden Hirzinger-Hofes engeht, indem er mit der Nagelzwicke seiner Mutter die Fessel an Beinen und Händen löst. Das war dann nicht so sehr im Einklang mit dem Rest des Romanes..



Insgesamt ist es Thomas Raab gelungen, einen anspruchsvollen witzigen Kriminalroman zu schreiben, den man so schnell sicher nicht vergisst. Deswegen 5 Sterne

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