Red Dust - Ma Jian

Ma Jian 

Red Dust

Drei Jahre unterwegs durch China. Ausgezeichnet mit dem Thomas Cook Book Award 2002

Buch mit Leinen-Einband
 
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Red Dust

Erstmals auf Deutsch: Der preisgekrönte, legendäre literarische Reisebericht des berühmten Autors der chinesischen lost generation. Ausgezeichnet mit dem Thomas Cook Travel Book Award. Von Beijing in die weiten Steppen des Westens, von heiligen Bergen in Urwälder und Schluchten, von den verlassenen Ruinenstädten der ehemaligen Seidenstraße in die vibrierenden, überbevölkerten Städte der Südküste.


Produktinformation

  • Verlag: Schirmergraf
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 422 S.
  • Seitenzahl: 422
  • Deutsch
  • Abmessung: 209mm x 134mm x 26mm
  • Gewicht: 566g
  • ISBN-13: 9783865550637
  • ISBN-10: 3865550630
  • Best.Nr.: 25623890
Wenn Sie dieses Jahr nur für ein Buch aus China Zeit haben, lesen Sie Roter Staub. Financial Times / Eine der wichtigsten und mutigsten Stimmen der chinesischen Literatur. (Gao Xingjian, Nobelpreisträger)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 10.03.2009

Schwarzfahrer im inneren Exil
Von China nach Amerika, von der Vorhölle ins Pandämonium: Die Romane „Ein freies Leben” und „Red Dust” schildern die unterschiedlichen Erfahrungen der Generationsgefährten Ha Jin und Ma Jian Von Tilman Spengler
Mit zulässiger philologischer Unverfrorenheit kann man den chinesischen Ausdruck für „Verbannung” im Deutschen auch mit dem Wort „Irrsal” wiedergeben. Der Vertriebene wird achtlos davongespült, an die Grenzen des Reiches oder über diese Grenzen hinaus, dorthin, wo das Befremden zur alltäglichen Erfahrung wird. Das ist die gerechte Strafe für all jene, die durch ihr Aufmüpfen den Schutz der staatlichen Ordnung verwirkt haben. Denn das Fremde ist nicht Verlockung oder kühne Herausforderung, es ist der frostige Ort der Einsamkeit, der Isolation von Familie und Vorfahren. Man lebt nicht länger unter Seinesgleichen. In der Fremde, auch das sagt alles, kann man als Chinese nicht einmal mehr gescheit essen. Zugestanden, es kommt zu aufregenden, zu gänzlich neuen Erfahrungen mit der Natur, manchmal auch zu wunderlichen Begegnungen mit den Fremden. Eine Entschädigung ist das nicht, denn gerade das Bizarre …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Tilman Spengler stellt zwei Romane vor, die in seinen Augen das "Fremdsein in der chinesischen Gesellschaft" thematisieren. Sehr beeindruckt ist der Rezensent vom autobiografischen Bericht einer Reise aus Peking ins Landesinnere vom heute im Londoner Exil lebenden Ma Jian. Die Reise des einstigen staatlich angestellten Fotografen kommt einer Flucht aus den bedrückenden privaten wie politischen Lebensumständen gleich, erklärt der Rezensent. Höchst fasziniert hat er sich mit Jian auf die fremdartige, kuriose und farbige "Irrfahrt" durch Gegenden, die touristisch überhaupt noch nicht erschlossen sind, begeben. Zugleich sei der Roman eine Reise quer durch die chinesische Gesellschaft, wie man sie bisher noch nicht lesen konnte, lobt Spengler gefesselt.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 16.04.2009

Grashalme im Reisegepäck

1982. Ma Jian arbeitet in Beijing als Fotograf bei der Auslandspropaganda, seine Freunde sind Maler und Dichter. Jeans zu tragen ist bereits verdächtig, die Polizei sprengt die Dichtertreffen. "Geistige Verschmutzung" gilt als Verbrechen, es fördere Passivität, verderbe den Geist. Ma Jian kauft sich eine Zugfahrkarte und bricht zu einer Reise durch China auf, die drei Jahre dauern wird. Viel später erst schreibt er dies Buch. Nun ist "Roter Staub" auch auf Deutsch erschienen, der Buchtitel zitiert ein buddhistisches Lehrbuch, "Fühlende Wesen, verloren im roten Staub der Welt". Verloren - das ist Ma Jians Grundgefühl. Er ist fremd in Beijing, fremd in der Liebe. Also geht er los, Tibet ist sein Ziel. Kurz hinter Beijing steht er an einer Schotterwüste, die sich endlos nach Westen dehnt. Er gräbt die Finger in die kalte Erde und flüstert: "Ich bin hier, endlich, und alles ist schön." Das ist das Glück des Reisenden. Ma Jian reist als Fremder im eigenen Land. Er schlägt sich durch mit gefälschten Empfehlungsschreiben, schneidet Haare oder verkauft Seidentücher, um Geld zu verdienen. Er schickt Briefe nach Hause, mit Wüstensand …

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Ma Jian, geb. 1953 in Qingdao, lebte als Schriftsteller und Maler in Beijing. Im Jahr 1976 ist er von Qingdao nach Peking gezogen. Nachdem in der VR China einige seiner Werke verboten wurden ging er 1986 nach Hong Kong, wo er das Verlagshaus Hong Kong New Century Press gründete. Im Jahr 1997 zog er nach Deutschland und unterrichtete dort Moderne chinesische Literatur. Zwei Jahre später zog er nach England, wo er heute noch lebt.

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