Angst, Unterdrückung, Machtmissbrauch dies sind die
Schlüsselerlebnisse vieler, die im katholischen Milieu der
Fünfziger- und Sechzigerjahre aufgewachsen sind. Jetzt erheben die
Kinder von damals endlich ihre Stimme. Sie berichten vom Klima der
Angst, in dem Kaplane, Pfarrer und Kirchenfunktionäre willkürlich
über die Schutzbefohlenen verfügen und Eltern und Lehrer aus
Unterwürfigkeit, Scham und Stolz wegschauen. Hanspeter Oschwald,
renommierter Journalist und Kirchenkritiker, beschreibt, wie seine
Generation unter dem Deckmantel des Glaubens perfide Machtspiele
ertragen musste. Ein sehr persönliches Buch, das vielen aus der
Seele spricht.
"Ein erhellender Beitrag über Muff, Doppelmoral und auch Unmenschlichkeit in der Kirche." Hessische Allgemeine
Hanspeter Oschwald, geboren am 12.2.1943 in Waldkirch im Breisgau. Seine frühen Schreib- und Photographier-Versuche für die Schülerzeitung "Tintenfass" und die Offenburger Heimatzeitung führten zu einem Volontariat bei der katholischen Stuttgarter Tageszeitung "Deutsches Volksblatt". In den sechziger Jahren gründete Hanspeter Oschwald einen kleinen Pressedienst, über den er zur Deutschen Presse-Agentur, dpa, nach Frankfurt gelangte. Durch seine Artikel über katholische Themen und die Fuldaer Bischofskonferenz wurde die Katholische Nachrichten-Agentur in Bonn auf ihn aufmerksam, deren Stellvertretender Chefredakteur er bald werden sollte. Nach vielen Berichten und Reportagen über kirchliche Großveranstaltungen, evangelische Synoden, Weltrat der Kirche, katholische Synoden und einige Zeit in der Hamburger dpa-Zentrale, verbrachte er sechs Jahre im dpa-Büro in Rom. In diese Zeit fielen die Er-mordung Aldo Moros, der Tod von Papst Paul VI., das Konklave zur Wahl von Papst Johannes Paul I., dessen Tod nach nur 33-tägiger Amtszeit und das Konklave zur Wahl von Papst Johannes Paul II.. Drehbücher zu sechs halbstündigen Fernsehfilmen folgten, darunter einer über die Finanzen der katholischen Kirche in Frankreich. Weitere Auslands-Stationen seines Wirkens führten Hanspeter Oschwald nach Paris, Algerien und Tunesien und damit zu einer intensiven Auseinandersetzung mit Kolonialgeschichte und Islam. Nach 15 Auslandsjahren kehrte Oschwald durch eine Anfrage der WELT zurück an den Rhein - nach Bonn, wo er vier Jahre lang Ressortleiter Ausland war. Schließlich folgte er dem Ruf von Helmut Markwort zum FOCUS nach München. Hier bekleidete er acht Jahre lang die Position des Auslandschefs und konnte sich wieder mehr seinem "Hauptnebenthema", dem Vatikan, widmen. Seit 2001 leitet er die Burda-Journalistenschule in Offenburg. Als Buchautor gewann er ab 1994 Profil mit einer Biogrpahie über den französischen Armenseelsorger Abbé Pierre. Weitere Biographien folgten: über Giulio Andreotti, Leoluca Olrando - den Anti-Maria-Bürgermeister von Palermo - über die römische Gemeinschaft Sant Egidio, Sachbücher über den Föderalismus in Europa, den Glauben der Deutschen und schließlich zwei Sachbücher über Urlaub im Kloster, die einen regelrechten Trend auslösten. 1998 im Piper Verlag: "Vatikan - Die Firma Gottes"; eine aktualisierte Taschenbuchausgabe im September 2000.
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