Leben und Leiden während des Dreißigjährigen Krieges in Thüringen und Franken (1618-1648)
Martin Bötzingers Leben und Leiden während des Dreißigjährigen
Krieges in Thüringen und Franken gilt wohl als die Eindrucksvollste
Schilderung eines Menschen im Dreißigjährigen Krieg 1618-1648. 60
Seiten mit Landkarten der Geschehnisse und der damaligen Standorte.
LESEAUSZUG: "Zu meinem Glücke wurden sie während des Reitens
eines Bauern ansichtig, in dem ich den reichen Kaspar Höfer aus
Gellershausen erkannte. Während sie auf ihn zuritten, ließen sie
mich in die Gewalt eines Menschen, der ein geborener Schwede war
und nur notgedrungen ihre Gesellschaft teilte. Der erkannte an
meinem Hauswams, wes Standes ich war, fühlte Erbarmen mit mir und
sagte : 'Bruder, leff, leff: - du söst sonst sterfen!'. Wir
verabredeten, daß er mir zum Scheine nachsetzen solle, wenn ich
mich davonmachte, und da er auf alle meine Vorschläge einging,
rannte ich unversehens ins Gebüsch und entkam so den Kroaten. Der
reiche Kaspar aber mußte am selben Orte aufs elendste sterben ...
"
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