Ludwig Wittgenstein - Schulte, Joachim

Joachim Schulte 

Ludwig Wittgenstein

Leben Werk Wirkung

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Ludwig Wittgenstein

Der Sohn einer schwerreichen Unternehmerfamilie wird zum asketischen Guru der analytischen Philosophie.
So faszinierend wie Ludwig Wittgesteins Lebensweg ist auch die Entwicklung seines Denkens: vom gewieften Logiker und antimetaphysischen Mystiker zum einfühlsamen Konstrukteur ausgeklügelter Sprachspiele.

Aus dem Sohn einer schwerreichen Unternehmerfamilie wurde der asketische Guru der analytischen Philosophie: So faszinierend wie Ludwig Wittgensteins Lebensweg ist auch sein intellektueller Werdegang vom gewieften Logiker und antimetaphysischen Mystiker zum einfühlsamen Konstrukteur ausgeklügelter Sprachspiele.


Produktinformation

  • Verlag: Suhrkamp
  • 2005
  • Neuauflage.
  • Ausstattung/Bilder: 2005. 154 S. m. Abb.
  • Seitenzahl: 160
  • Suhrkamp BasisBiographie Bd.9
  • Best.Nr. des Verlages: 18209
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 116mm x 12mm
  • Gewicht: 190g
  • ISBN-13: 9783518182093
  • ISBN-10: 3518182099
  • Best.Nr.: 13286473

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Viele lobende Worte findet Rezensent Matthias Kross für Joachim Schultes Buch über Leben, Werk und Wirkung des 1889 in Wien geborenen und 1951 im englische Cambridge gestorbenen Sprachphilosophen Ludwig Wittgenstein. Kross preist die Einführung als "knapp und gut" sowie als "sehr übersichtlich und unprätentiös". Dennoch biete Schulte, der sich einmal mehr als einer der "besten Kenner" der Materie erweise, alles andere als einen "Wittgenstein light". Gut ausgewählte Bibliografien zu den einzelnen Werkaspekten rundeten die Darstellung ab. Erfreut zeigt sich Kross weiter über Schultes Überblick über die reiche Wirkungsgeschichte Wittgensteins nicht nur in der Philosophie, sondern auch in Musik, Film, Literatur und bildender Kunst. Für "bedauerlich" hält er dagegen das Fehlen einer genaueren Verortung Wittgensteins in den Kulturdebatten seiner Zeit. Nicht einverstanden ist Kross mit Schultes Deutung von Wittgensteins ausgeprägten Antimodernismus und Kulturpessimismus als einer persönlichen Krise oder gar Depression. Solche Kritik schmälert aber seinen überaus positiven Gesamteindruck nicht: "Schultes Biografie macht auf jeder Seite dem Leser Lust, in das so originelle Werk dieses Klassikers einzutauchen."

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 14.10.2005

Suhrkamp macht Reiseführer
Knapp und gut: Joachim Schultes Wittgenstein-Einführung
In Aufmachung und Format erinnert die neue Reihe „BasisBiographie” des Suhrkamp Verlags an eine Kreuzung aus den populären „rororo Monographien”und der Reiseführerreihe „Merian classic”: übersichtliches Orientierungswissen mit vertiefenden Kommentaren zum Thema. Der Clou der Reihe: viel praktische, schnörkellose Information, reichlich Bilder, und alles zum kleinen Preis.
Mit dem Erwerb der Wittgenstein-Biographie Joachim Schultes macht der Leser tatsächlich ein wahres Schnäppchen. Denn er bekommt für ein paar Euro eine sehr übersichtlich und unprätentiös geschriebene Einführung in Leben, Werk und Wirkung des 1889 in Wien geborenen und 1951 im englische Cambridge gestorbenen Sprachphilosophen, der wie kaum ein anderer Denker des 20. Jahrhunderts schulbildend gewirkt und die Debatten der letzten fünfzig Jahre mitbestimmt hat.
Jeder Adept, der sich am „Tractatus” (veröffentlicht 1921) oder den locker gefügten Bemerkungen der Spätphilosophie (ab 1929) versucht hat, spürt, dass Wittgenstein ein tiefer und in vielerlei Hinsicht anregender, aber nur …

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"Mit dem Erwerb der Wittgenstein-Biographie Joachim Schultes macht der Leser tatsächlich ein wahres Schnäppchen. Denn er bekommt für ein paar Euro eine sehr übersichtlich und unprätentiös geschriebene Einführung in Leben, Werk und Wirkung des Sprachphilosophen … Joachim Schulte erweist sich einmal mehr als einer der besten Kenner der verschlungenen Wege, die Wittgensteins reiches Denken eingeschlagen hat, und bietet dem Leser einen Ariadnefaden durch die Sinnlabyrinthe der sprachphilosophischen Analysen des Meisters. Gut ausgewählte Bibliographien zu den einzelnen Werkaspekten runden die Darstellung ab. Darüber hinaus gibt Schulte dem Leser einen knappen Überblick über die überaus reiche Wirkungsgeschichte Wittgensteins nicht nur in der Philosophie, sondern auch in Musik, Film, Literatur und bildender Kunst … Alles andere als ein Wittgenstein light. Schultes Biographie macht auf jeder Seite dem Leser Lust, in das so originelle Werk dieses Klassikers einzutauchen." Süddeutsche Zeitung

»Mit dem Erwerb der Wittgenstein-Biographie Joachim Schultes macht der Leser tatsächlich ein wahres Schnäppchen. Denn er bekommt für ein paar Euro eine sehr übersichtlich und unprätentiös geschriebene Einführung in Leben, Werk und Wirkung des Sprachphilosophen … Joachim Schulte erweist sich einmal mehr als einer der besten Kenner der verschlungenen Wege, die Wittgensteins reiches Denken eingeschlagen hat, und bietet dem Leser einen Ariadnefaden durch die Sinnlabyrinthe der sprachphilosophischen Analysen des Meisters. Gut ausgewählte Bibliographien zu den einzelnen Werkaspekten runden die Darstellung ab. Darüber hinaus gibt Schulte dem Leser einen knappen Überblick über die überaus reiche Wirkungsgeschichte Wittgensteins nicht nur in der Philosophie, sondern auch in Musik, Film, Literatur und bildender Kunst … Alles andere als ein Wittgenstein light. Schultes Biographie macht auf jeder Seite dem Leser Lust, in das so originelle Werk dieses Klassikers einzutauchen.«
Joachim Schulte, geb. 1946; 1977 Promotion in Oxford; einer der Verwalter von Wittgensteins Nachlass und Herausgeber der Werkausgabe; zahlreiche Veröffentlichungen insbesondere zu Wittgenstein; lehrt in Bielefeld.

Kundenbewertungen zu "Ludwig Wittgenstein" von "Joachim Schulte"

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Bewertung von Christian Rother aus Bonn am 25.03.2009 ***** sehr gut
Einblicke in den Terminus ad quem

Als Autor mehrerer Bücher und Aufsätze über Ludwig Wittgenstein und einer seiner Nachlaßverwalter darf Joachim Schulte zu den wichtigsten deutschsprachigen Wittgensteinforschern zählen. Entsprechend zeugt sein bei Suhrkamp in der Reihe "BasisBiographie" erschienenes Buch "Ludwig Wittgenstein" von großer Sachkenntnis und souveränem Umgang sowohl mit der komplexen Philosophie wie auch der nicht minder komplizierten Persönlichkeit Wittgensteins.
Von letzterer erhält der Leser im ersten (biographischen) Teil einen plastischen Eindruck. Neben der Wiedergabe wichtiger Episoden aus Wittgensteins Biographie tragen hierzu insbesondere auch Erinnerungen von Zeitgenossen bei, so etwa wenn Herbert Feigl über Wittgensteins Impulsivität während eines Streits mit Carnap berichtet (S.31) oder Friedrich Waismann an Schlick schreibt, wie schwer eine Zusammenarbeit mit Wittgenstein aufgrund seines abrupt-intuitiven Denkens sei (S.37).
Anschaulich auch die Beschreibung der Ambivalenz von Wittgensteins Charakter, der allen "Selbstzweifeln zum Trotz" am 7.2. 1931 notiert: "Wenn mein Name fortleben wird, dann nur als der Terminus ad quem der großen abendländischen Philosophie. Gleichsam wie der Name dessen, der die Alexandrinische Bibliothek verbrannt hat" (S.40). Dass Wittgenstein nicht unbedingt an falscher Bescheidenheit litt, wird demnach nicht bloß durch jene bekannte Sentenz aus dem Vorwort des "Tractatus" belegt, in welcher er meint, "die Probleme im Wesentlichen endgültig gelöst zu haben."
Der zweite Teil gibt auf knapp 60 Seiten einen konzisen Überblick über die wichtigsten Theoriebestände von Wittgensteins Philosophie(n). Schulte folgt dabei nicht der in Deutschland seit Stegmüller häufig vertretenen Unterscheidung zwischen einem frühen Wittgenstein des "Tractatus" (Wittgenstein I) und einem späten der "Philosophischen Untersuchungen" (Wittgenstein II), sondern fordert eine höhere Beachtung der dazwischen liegenden "mittleren Periode" ("Blaues" und "Braunes Buch", "Big Typescript", "Philosophische Grammatik" und "Philosophische Bemerkungen"), deren Bedeutung sich nicht darin erschöpfe, Übergang und Vorstufe des späten Wittgensteins zu sein (S.124).
Von dieser Betrachtung abgesehen, hält sich Schulte, der ja auch Mitherausgeber der kritischen Editionen von Wittgensteins Hauptwerken ist, glücklicherweise aus werkgeschichtlichen Spezialfragen heraus und beschränkt sich auf das für ein einführendes Werk Wesentliche. Die recht ausführliche Beschreibung der mittleren Phase bringt es allerdings mit sich, dass einige derjenigen Konzepte und Ideen, die zu den bedeutendsten Theoriestücken der Wittgensteinschen Philosophie insgesamt zu zählen sind, etwas zu knapp erläutert werden, so etwa das Privatsprachenargument und das Problem der Empfindungssprache (S.95ff).
Die Darstellung von Wirkung und Rezeption der wittgensteinschen Werke beschließt als dritter Teil Schultes Buch, dessen Gebrauchswert durch eine Zeittafel, eine ausführliche Bibliografie sowie ein Personen- und ein Werkregister noch erhöht wird.
In Format, Aufmachung und Umfang ähnelt die BasisBiographie übrigens fast zum Verwechseln den bekannten Bildmonographien von Rowohlt. Man hat sich bei Suhrkamp noch etwas mehr um Lesefreundlichkeit bemüht: Längere Zitate finden sich, farblich unterlegt, in Kästchen. An den Seitenrändern dienen Stichworte zum schnellen Auffinden der jeweiligen Inhalte.
Von den genannten Einschränkungen abgesehen, kann das Buch jedem empfohlen werden, der sich einen ersten Einblick in Wittgensteins Biographie und Denken verschaffen möchte.

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