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Krieg der Welt
Was ging schief im 20. Jahrhundert?
Übersetzung: Schmidt, K.-D. u. Binder, Klaus
- Einband: Gebunden
- Gebundenes Buch
Produktinformation
- Verlag: Propyläen
- 2006
- Ausstattung/Bilder: 2006. 987 S. m. Abb. u. Übers.-Ktn.
- Seitenzahl: 992
- Deutsch
- Abmessung: 223mm x 149mm x 52mm
- Gewicht: 1178g
- ISBN-13: 9783549072141
- ISBN-10: 3549072147
- Best.Nr.: 20850667
Produktbeschreibung zu "Krieg der Welt"
Kurzbeschreibung
Von den Konflikten am Vorabend des Ersten Weltkriegs bis zu den Nachbeben des Kalten Krieges - das 20. Jahrhundert war bei weitem das blutigste der Menschheitsgeschichte. Wie lassen sich Ausmaß und Intensität dieser Gewaltepoche erklären, ging es doch den meisten Menschen dank der Segnungen von Wissenschaft und Technik besser als je zuvor, war doch die Welt des Jahres 1900 in vielerlei Hinsicht genauso »globalisiert« wie die heutige? Warum mündete der Fortschritt in Rassenwahn und Völkermord?
Beschreibung
Detailinfo
08.12.2006
Verblendete Beschwichtiger
Niall Ferguson geht großen Linien und feinsten Verästelungen
der Kriege im 20. Jahrhundert nach / Von Michael
Salewski
Längst lesen wir H. G. Wells' "Krieg der Welten" als
Menetekel für den Ersten Weltkrieg. Er kam überraschend, und das
macht Niall Ferguson an typischen Börsenkursbewegungen und
ähnlichen Indizien fest. Aber es gab auch einen "langen Weg in
die Katastrophe" (Imanuel Geiss), denn daß da etwas
"schiefgehen" mußte, war Folge immer höher aufgestauten
Hasses - nicht der "Reiche" (und der Reichen)
gegeneinander, sondern der in diesen "Reichen" lebenden
ethnischen Minder- oder Mehrheiten. Lange bevor es die
"ethnische Säuberung" zum Euphemismus des Jahrhunderts
brachte, sorgte sie dafür, daß im 20. eigentlich immer irgendwo in
der Welt Krieg war. Und wo die Waffen vorübergehend schwiegen,
wurden sie flugs wieder geschärft - dafür bietet Deutschland das
beste Beispiel, aber auch alle anderen "faschistischen"
Staaten sahen in Krieg und Kriegsgeschrei ein probates Mittel der
Selbstbestätigung und -befriedigung. Um so verhängnisvoller war es,
daß die wenigen verbliebenen Demokratien (Ferguson zählt …
02.10.2006
Viel zu viele Seiten für viel zu wenig Neues, bilanziert ein
enttäuschter Cord Aschenbrenner. Für das 20. Jahrhundert spreche
Niall Ferguson von einem "fünfzigjährigen" Krieg, vom
japanischen Angriff auf Russland bis zum Ende des Koreakrieges.
Innerhalb dieses Netzes von Regionalkonflikten, referiert der
Rezensent, gab es weder einen klar umrissenen Zweiten Weltkrieg,
noch sei der Holocaust in seiner Zielsetzung eine Ausnahme unter
den Völkermorden gewesen. Diese These und auch Fergusons
Erklärungsversuche für den "Zivilisationsbruch" im 20.
Jahrhundert verlaufen für den Rezensenten auf allzu ausgetreten
Pfaden, zumal von britischen Historikern. Der Autor hätte sich doch
besser mit sozialen und kulturellen Fragen auseinander setzen
sollen, anstatt im Wesentlichen bekannte Augenzeugenberichte von
Massakern zu zitieren.
© Perlentaucher Medien GmbH
Rezensionen und Kritik
"Ferguson ist immer ideenreich, bietet neue Perspektiven, Zusammenhang und Sinn: Die Wahrheit über das 20. Jahrhundert ist nicht die Idee des Fortschritts, sondern die Übermacht der Gewalt, verbunden mit dem Niedergang des Westens." (Die Welt)
Rezensionen und Kritik
»Ferguson ist immer ideenreich, bietet neue Perspektiven, Zusammenhang und Sinn: Die Wahrheit über das 20. Jahrhundert ist nicht die Idee des Fortschritts, sondern die Übermacht der Gewalt, verbunden mit dem Niedergang des Westens.« DIE WELT »Im Zeitalter der Globalisierung öffnet diese große Studie den Blick für das brutale Welttheater der Vergangenheit und vertieft das Verständnis der Gegenwart und ihrer Ungewissheiten.« DEUTSCHLANDRADIO KULTUR »In einem brillant geschriebenen Werk über die Konflikte im 20. Jahrhundert lenkt der in Harvard und Oxford lehrende Historiker den Blick nicht nur auf die erste Hälfte dieses Jahrhunderts. Besonders interessant ist seine Schilderung der Zeit nach 1945. Dort schaut Ferguson auf Gegenden, für die der Kalte Krieg alles andere als Kalt war.« RHEINISCHER MERKUR »Das Buch stellt völlig neue Formen der "Geschichtserzählung" vor, die sich souverän vom Diktat der "Struktur- oder Wirtschaftsgeschichte" löst, Raum und Zeit nicht mehr als Korsett, sondern als Herausforderung für den Historiker begreift... Krieg der Welt ist eine Weltgeschichte und eine mikroskopische zugleich. Das Buch zeichnet die großen Linien und die feinsten …
Autorenporträt zu "Niall Ferguson"
Niall Ferguson, ist Professor für Geschichte an der Harvard University mit Schwerpunkt Finanz- und Wirtschaftsgeschichte sowie Senior Research Fellow der Oxford University. Er ist ein sehr profilierter Historiker der angelsächsischen Welt.
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