Wendepunkte - Kershaw, Ian
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Ian Kershaw 

Wendepunkte

Schlüsselentscheidungen im Zweiten Weltkrieg 1940/41

Übersetzer: Schmidt, Klaus-Dieter
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Wendepunkte

Entscheidungen, die Geschichte machten

Der Beginn des Zweiten Weltkriegs stellte die Regierungschefs der Welt vor lebenswichtige Entscheidungen. In London, Berlin, Washington, Rom, Moskau und Tokio mussten Politiker und Generäle weitreichende Beschlüsse fassen. Ian Kershaw nimmt zehn Entscheidungen, die für den Verlauf des Zweiten Weltkriegs von zentraler Bedeutung waren, in den Blick und macht deutlich, dass in diesem Kampf nichts vorherbestimmt war.

Die Ereignisse, die den Beginn des Zweiten Weltkriegs markierten, versetzten weite Teile der Welt in eine Art Schockzustand. Plötzlich schien es keine Regeln mehr zu geben. Die Aggressoren kannten für ihr Tun keine Grenzen, für ihre Opfer aber zogen dunkle Zeiten herauf. Im Strudel dieser Ereignisse sah sich eine kleine Gruppe von Politikern mit zentralen Entscheidungen konfrontiert, die in dieser Auseinandersetzung Triumph oder Untergang bedeuten konnten.

In seinem glänzend geschriebenen Buch "Wendepunkte" vermittelt der Historiker Ian Kershaw dem Leser einen einzigartigen Eindruck davon, wie groß der Entscheidungsspielraum der einzelnen Politiker tatsächlich war und welche Rolle ihre ganz individuelle Persönlichkeit spielte: Warum entschloss sich Churchill, nach der französischen Kapitulation weiterzukämpfen? Warum vertraute Stalin darauf, dass Hitler die UdSSR nicht überfallen würde? Und warum griffen die Japaner Pearl Harbor an? Diese und weitere Entscheidungen veränderten den Lauf der Welt.

Die zehn wichtigsten Entscheidungen des Zweiten Weltkriegs und die Männer, die sie trafen.

"Gerade weil bei diesen eleganten Gedankenspielen Disziplin und Sorgfalt walten, erweisen sie sich oftmals als ausgeprochen instruktiv: in dem Sinne, dass sie die Erkenntnisse der historischen Tragweite einzelner Entschlüsse befördern." -- Die ZEIT

"Kershaw versteht es Geschichtsinteressierte nicht nur zu belehren, sondern auch glänzend zu unterhalten." -- Frankfurter Allgemeine Zeitung

"Zu den Vorzügen des Buches gehört, dass Kershaw - trotz seiner Leitfrage nach Alternativen - nicht ins Spekulative oder ins bodenlose 'Was-wäre-wenn' abdriftet, sondern nur realistische Optionen kritisch analysiert. Der Autor vermittelt Fachhistorikern wie historisch Interessierten Einsichten nicht nur in Schlüsselentscheidungen, sondern lenkt auch den Blick auf deren Vorgeschichte, deren Folgen und deren ökonomische und politische Bedingtheit." -- Deutschlandradio Kultur


Produktinformation

  • Verlag: Dva
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 729 S. m. Abb. u. Übers.-Ktn.
  • Seitenzahl: 736
  • Deutsch
  • Abmessung: 234mm x 164mm x 48mm
  • Gewicht: 1043g
  • ISBN-13: 9783421058065
  • ISBN-10: 3421058067
  • Best.Nr.: 23819975

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Als ”packendes Thesenbuch” mit vielen ungewöhnlichen Wendungen und Bewertungen feiert Rezensent Norbert Frei Ian Kershaws Buch über markante Eckpunkte des Zweiten Weltkrieges. An einer Serie von nur zehn, zwischen Mai 1940 und Dezember 1941 getroffenen ”fundamentalen Entschlüssen” folge es den Weichenstellungen des Krieges und seiner Ausbreitung zum Weltenbrand. Den Auftakt der Darstellung bilde die Übereinkunft des britischen Kriegskabinetts, sich nicht mit Hitler zu arrangieren. Kershaw kann seinen Rezensenten immer wieder mit Reflexionen und ”eleganten Gedankenspielen” über alternative Kriegsverläufe und Entwicklungsmöglichkeiten faszinieren - gerade weil Kershaw dicht an den Entschlüssen der unterschiedlichen Kriegsteilnehmer bleibt, und deren jeweilige historische Tragweite mit großer Disziplin und Sorgfalt diskutiere. In höchstem Maße überzeugt Frei auch die Darstellung der Konstellation Deutschland-Japan-USA nach dem Überfall auf Pearl Harbor. Meisterhaft findet Frei schließlich im letzten Kapitel den Weg von der systematischen Ermordung der sowjetischen Juden während des Russlandfeldzugs zur Entscheidung für eine ”Gesamtlösung” beschrieben.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 30.10.2008

Eine ganz andere Welt
Ian Kershaw schildert packend Entscheidungen von 1940/41

Es hätte alles auch anders kommen können. Unter dieses Motto stellt der britische Historiker Ian Kershaw seine Analysen von zehn Entscheidungen aus den Jahren 1940/41, die weitreichende Konsequenzen für die Welt hatten. Behandelt werden unter anderem der Entschluss Churchills vom Frühjahr 1940, trotz der französischen Kapitulation weiterzukämpfen; die Entscheidung Hitlers vom Herbst 1940, die Sowjetunion anzugreifen; das Beharren Stalins vom Frühjahr 1941 auf seiner Fehleinschätzung, dass es frühestens 1942 zu einem Krieg mit dem "Dritten Reich" kommen würde und dass er daher trotz aller Warnungen die sowjetische Verteidigung nicht mobilisieren lassen müsste; der Wille Roosevelts im Sommer und Herbst 1941, trotz der isolationistischen öffentlichen Meinung in den Vereinigten Staaten in einem unerklärten Krieg gegen Hitler-Deutschland nicht nur Churchill, sondern auch Stalin zu unterstützen; die Entscheidung der japanischen Führung im Herbst 1941, mit der Bombardierung von Pearl Harbor und Operationen gegen die Malaiische Halbinsel und gegen die Philippinen die …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 05.01.2009

Historische Weggabelungen
Auch Zufälle entschieden den Zweiten Weltkrieg
War der Ausgang des Zweiten Weltkriegs programmiert? War absehbar, dass er mit der Niederlage der Achsenmächte und dem Sieg der Alliierten enden würde? Die Geschichtswissenschaft leistet einem solchen Eindruck zuweilen ungewollt Vorschub, denn das Handwerk der Historiker ist nun einmal primär die Beschreibung und Erklärung dessen, was tatsächlich geschehen ist – weniger dagegen die Erörterung der Frage „Was wäre gewesen, wenn . . .”
Auch der britische Historiker Ian Kershaw ist kein Freund des spekulativen, „kontrafaktischen” Denkens. Dennoch: In seinem neuen Buch über den Zweiten Weltkrieg betont er – stärker als viele
seiner Kollegen – die lange Zeit prinzipiell offene Kriegssituation. Der Zweite Weltkrieg, schreibt er, „war eine knappe Angelegenheit – knapper, als häufig
angenommen wird”. Erst von 1943 an hätten sich die Niederlage der Aggressoren und der Sieg der Alliierten allmählich abgezeichnet. In der Zeit davor, insbesondere in der Phase vom Frühjahr 1940 bis zum Winter 1941/42, sei hingegen eine eindeutige Entwicklungsrichtung noch nicht …

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"Der Autor vermittelt Fachhistorikern wie historisch Interessierten Einsichten nicht nur in Schlüsselentscheidungen, sondern auch auf deren Vorgeschichte, deren Folgen und deren ökonosche und politische Bedingtheit." (Tages-Anzeiger)

»Zu den Vorzügen des Buches gehört, dass Kershaw - trotz seiner Leitfrage nach Alternativen - nicht ins Spekulative oder ins bodenlose "Was-wäre-wenn" abdriftet, sondern nur realistische Optionen kritisch analysiert. Der Autor vermittelt Fachhistorikern wie historisch Interessierten Einsichten nicht nur in Schlüsselentscheidungen, sondern lenkt auch den Blick auf deren Vorgeschichte, deren Folgen und deren ökonomische und politische Bedingtheit.«
Ian Kershaw, geboren 1943, ist Professor für Modern History an der University of Sheffield und zählt zu den bedeutendsten Historikern der Gegenwart. Seine große zweibändige Biographie über Adolf Hitler gilt als Meisterwerk der modernen Geschichtsschreibung. Zuletzt erschien von ihm bei DVA "Hitlers Freunde in England. Lord Londonderry und der Weg in den Krieg" (2005).

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