Königsberg zählt zu den am härtesten umkämpften Städten des Zweiten
Weltkriegs. Als fünf sowjetische Armeen nach vierteljährlicher
Belagerung im April 1945 zum Großangriff auf die Hauptstadt
Ostpreußens antraten, stützte sich die Verteidigung im Wesentlichen
auf einen alten Fortgürtel aus dem 19. Jahrhundert, der mit
unzureichenden Mitteln zu einer Hauptkampflinie ausgebaut worden
war. Dies ist der gleichermaßen erschütternde wie detaillierte
Bericht der verlustreichen Kämpfe und der einzelnen Stadien ihrer
Entwicklung, eingebettet in die verzweifelte militärische Großlage
in Ostpreußen 1945. Sie stammen aus der Feder eines unmittelbar
beteiligten Zeitzeugen, dessen führende Stellung ihm wohl die am
tiefsten gehende Gesamtsicht der Dinge auf deutscher Seite
erlaubte.
Karten und ein Anhang mit Zeittafel, Aufstellung der beteiligten
Verbände und Truppenteile, Stellenbesetzungen, deutschen und
russischen Armeeberichten usw. ergänzen die fundierte
Dokumentation.
Erst im Spätherbst 1955 kehrte General Otto Lasch - seit 27. Januar
1945 Kommandant der Festung Königsberg - nach langen schweren
Jahren aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück. Dies ist sein
erschütternder Bericht über das Ende der zum Bollwerk gegen die
anstürmende Rote Armee gewordenen alten Hauptstadt Ostpreußens, zu
deren Übergabe sich der General entgegen Hitlers Befehl entschloß,
um in aussichtsloser Lage wenigstens noch Menschenleben zu
retten.
Die Geschichte vom Fall der Festung und die einzelnen Stadien der
militärischen Entwicklung sind hier authentisch dargestellt.
Zahlreiche Aussagen überlebender Zeitzeugen wurden mit verarbeitet.
Dabei vermitteln vor allem die Schilderungen der mit äußerster
Härte geführten Abwehrkämpfe durch beteiligte Wehrmachtssoldaten
ein anschauliches Bild der dramatischen Ereignisse. Fotos, Karten
und ein Anhang mit Zeittafel, Namensaufstellungen, OKW-Berichten
usw. bilden eine fundierte sachliche Ergänzung.
Eine Dokumentation unvorstellbaren Grauens und des Leidens von
Zivilisten und Soldaten während des Kriegsgeschehens in Königsberg
von Oktober 1944 bis zur Kapitulation am 9. April 1945.
Ausstattung/Bilder: 2010. 160 S. m. 8 Ktn., 16 Fototaf.
Seitenzahl: 149
Best.Nr. des Verlages: 9783938176191
Deutsch
Abmessung: 217mm x 154mm x 20mm
Gewicht: 377g
ISBN-13: 9783938176191
ISBN-10: 3938176199
Best.Nr.: 28777067
Otto Lasch (1893 - 1971) diente während des 1. Weltkriegs als Leutnant im pommerschen Jägerbataillon 2 und war von 1920 bis 1935 Polizeioffizier in Lyck und Sensburg. 1935 als Major vom Heer übernommen, wurde er 1942 General, 1944 Kommandierender General des 64. Armeekorps und im Oktober Befehlshaber im Wehrkreis I. Am 28.1.1945 zum Festungskommandanten von Königsberg ernannt, Leitung der Verteidigung der Stadt bis zur Übergabe am 9. April 1945. Erst 1955 Heimkehr aus sowjetischer Gefangenschaft, starb der gebürtige Oberschlesier 1971 in Bad Godesberg.
Inhaltsangabe
Inhalt: - Königsberg als Festung - Riga - An der Nordfront und vor Lemberg - Bei Hitler - Abruf von der Westfront - Befehlshaber im Wehrkreis I - Vom Wehrkreisbefehlshaber zum Festungskommandanten - Die erste Einschließung - Der Ausbruch - Verteidigung im Rahmen der Samlandfront - Der Endkampf - Die Kapitulation - In russische Kriegsgefangenschaft - Zeittafel - Gliederung und Stellenbesetzung - OKW-Berichte - Russische Wehrmachtsberichte - Befehle, Aufrufe, Flugblätter
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