Ein Schriftsteller im Krieg - Beevor, Antony

Antony Beevor 

Ein Schriftsteller im Krieg

Wassili Grossman und die Rote Armee 1941-1945

Übersetzung: Ettinger, Helmut
Gebundenes Buch
 
Vergriffen, keine Neuauflage
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Produktbeschreibung zu Ein Schriftsteller im Krieg

Wassili Grossman ist der Autor von "Leben und Schicksal", einem Roman, der zu den bedeutendsten der russischen Literatur des 20. Jahrhunderts gezählt wird. Dieser basiert nicht zuletzt auf den Erfahrungen, die Grossman als Kriegsberichterstatter während über 1000 Tagen an der Front (darunter vier Monate in Stalingrad) gesammelt und in seinen Notizheften festgehalten hat. Antony Beevor hat dieses Material mit Luba Vinogradova ediert und mit Zwischentexten versehen, die den historischen Hintergrund erläutern. In seinen Kriegsnotizen wird Grossmans tiefe Humanität ebenso deutlich wie das Grauen eines Krieges, der auf beiden Seiten mit bestialischer Verbissenheit geführt wurde.

"Grossmans hier zum erstenmal veröffentlichte Abhandlung 'Die Hölle namens Treblinka' allein ist es bereits wert, dieses Buch zu kaufen. Was darin zum Ausdruck kommt, geht über Journalismus und Geschichtsschreibung weit hinaus und steht exemplarisch für die 'unbarmherzige Wahrheit', die Antony Beevor preist." Daily Telegraph

Produktinformation


  • Verlag: C. Bertelsmann Verlag
  • 2007
  • Ausstattung/Bilder: 2007. 479 S. m. 43 Fotos u. 4 Ktn.
  • Seitenzahl: 479
  • Deutsch
  • Abmessung: 22 cm
  • Gewicht: 675g
  • ISBN-13: 9783570009130
  • ISBN-10: 3570009130
  • Best.Nr.: 22815628

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Antony Beevor ist es mit seinem Buch über den Schriftsteller Wassili Grossman, der von 1941 bis 1945 Kriegsreporter für die Armeezeitung "Roter Stern" an der Front war, gelungen, tatsächlich noch etwas Neues über die gut erforschte Ostfront mitzuteilen, stellt Thomas Urban beeindruckt fest. Grossman habe neben den offiziellen Kriegsberichten private Aufzeichnungen angefertigt, die ein anderes, nicht ausschließlich zur Hebung der Truppenmoral gezeichnetes Bild der Sowjetarmee präsentieren, erklärt der Rezensent. Was deutsche Leser nun aus der Perspektive der anderen Seite lesen können ist ebenso berührend wie packend, betont Urban, der nicht nur besonders die unzensierten Tagebuchaufzeichnungen Grossmanns sehr fesselnd findet, sondern auch die literarische Qualität der Texte hervorhebt. Der britische Historiker Beevor hat das alles geschickt gegliedert und mit einem klugen Kommentar versehen und vollbringt dabei das Kunststück, einen großen "Spannungsbogen" zu schaffen, preist der Rezensent. Besonders bewegt hat Urban Grossmanns legendärer Bericht über die Befreiung des Konzentrationslagers Treblinka, der sogar von den Anklägern des Nürnberger Prozesses verwendet wurde und den Beevor dann auch  kommentarlos abdruckt.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 07.10.2007

Der befreite Roman

Wassili Grossmans "Leben und Schicksal" war in der Sowjetunion verboten und danach lange vergessen. Jetzt erscheint das Buch doch, 33 Jahre nach dem Tod des Autors: Ein bewegendes Werk über die Schrecken des 20. Jahrhunderts.

Von Volker Weidermann

Die Welt sollte dieses Buch niemals zu Gesicht bekommen. Mit allen Mitteln haben die sowjetischen Machthaber versucht, diesen Roman für immer verschwinden zu lassen. Es war 1960, drei Jahre nachdem Pasternaks "Doktor Schiwago" im Westen erschienen war, ein Buch, das die Sowjetunion in ihren Grundfesten erschütterte. Boris Pasternak war danach allen nur denkbaren Repressionen in seinem Heimatland ausgesetzt. Aber das Buch lebte. Keine Macht der Welt würde es je wieder verschwinden lassen können. Das sollte nicht noch einmal passieren.

Wassili Grossman hatte das Manuskript seines Romans "Leben und Schicksal" bei einer Literaturzeitschrift zum Abdruck eingereicht. Der Chefredakteur erkannte sofort, dass dieses Buch niemals erscheinen dürfe, informierte den KGB, und dort entschloss man sich, diesmal nicht gegen den Autor, sondern gegen das Buch vorzugehen. Das Manuskript …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 07.01.2008

Ungeschminkt, unzensiert
Hintergründe zu den Tagebüchern von Wassili Grossman
Kann es über den deutsch-sowjetischen Schlagabtausch noch etwas Neues, gar Interessantes geben? Über den deutschen Vormarsch und die kopflose Flucht der Roten Armee, die Organisation der Gegenwehr, die in der deutschen Niederlage von Stalingrad endete, die Politik der verbrannten Erde, den unaufhaltsamen Siegeszug der Roten Armee bis nach Berlin, aber auch die Rache der Rotarmisten an den Besiegten? Der britische Historiker Antony Beevor hat es nun geschafft, in diesem längst kreuz und quer beackerten Feld neue und spannende Akzente zu setzen.
Beevor, der sich international mit Titeln wie „Die Schlacht von Stalingrad”, „Der Fall von Berlin 1945” und „Der Spanische Bürgerkrieg” einen Namen gemacht hat, ist auf die Tagebücher des russischen Schriftstellers Wassili Grossman gestoßen. Dieser gehörte zur Gruppe von Literaten, die an die Front abgeordnet wurden, um Reportagen für die Armeezeitung zu liefern. Auftrag: Hebung der Kampfmoral. Anhand der privaten Aufzeichnungen Grossmans, aber auch seiner Publikationen erzählt Beevor eine sehr individuelle, ebenso spannende …

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"Grossmans hier zum erstenmal veröffentlichte Abhandlung Die Hölle namens Treblinka allein ist es bereits wert, dieses Buch zu kaufen. Was darin zum Ausdruck kommt, geht über Journalismus und Geschichtsschreibung weit hinaus und steht exemplarisch für die unbarmherzige Wahrheit , die Antony Beevor preist." (Daily Telegraph)
Luba Vinogradova arbeitet in Moskau als Journalistin.

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