Gegenstand des Buches ist die Geschichte des besetzten
Griechenlands 1941-1944. Im Mittelpunkt stehen zum einen Struktur
und Vorgehensweisen der von den Kommunisten kontrollierten
Nationalen Befreiungsfront (EAM), zum anderen die Reaktionen der
Herausgeforderten, d.h. der Deutschen und des einheimischen
bürgerlichen Lagers. Dabei korrigiert Dreidoppel das seit
Jahrzehnten in der griechischen Öffentlichkeit und in der
Historiographie dominierende allzu romantisch-idealistische Bild
der EAM. Weitere Forschungslücken zur Frühphase des Widerstands,
zur Rolle der britischen Subversionsagentur SOE, zum Phänomen der
bewaffneten Kollaboration und zum Kampf zwischen Widerstand und
Besatzungsmacht konnten geschlossen werden. Das Buch stützt sich
auf eine Fülle von Quellenmaterial aus deutschen, griechischen,
britischen und amerikanischen Archiven. Zudem wertet der Autor das
umfangreiche griechische Schrifttum sowie eigene Interviews aus. Im
Ergebnis liegt eine Abhandlung vor, die nicht nur
neue Maßstäbe für die Darstellung der Geschichte des besetzten
Griechenlands setzt, sondern auch wesentlich zum Verständnis des
griechischen Bürgerkriegs beiträgt.