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Blutiges Edelweiß
Die 1. Gebirgs-Division im Zweiten Weltkrieg
- Einband: Gebunden
- Gebundenes Buch
Produktinformation
- Verlag: Links
- 2010
- 3., durchges. Aufl.
- Ausstattung/Bilder: 798 S. m. über 200 Abb. u. Ktn.-Skizzen.
- Seitenzahl: 798
- Deutsch
- Abmessung: 243mm x 177mm x 56mm
- Gewicht: 1555g
- ISBN-13: 9783861534471
- ISBN-10: 3861534479
- Best.Nr.: 22807557
Book2Look Leseprobe
Produktbeschreibung zu "Blutiges Edelweiß"
Beschreibung
Das Edelweiß war das Erkennungszeichen der 1. Gebirgs-Division der Wehrmacht, einer Elitetruppe, um die sich bald ein Mythos bildete. Noch jahrzehntelang galt das Edelweiß als Symbol »besten deutschen Soldatentums im Frieden und im Krieg«. In solcher Traditionspflege kamen die von der 1. Gebirgs-Division während des Zweiten Weltkrieges verübten Kriegsverbrechen nicht vor, etwa die Ermordung Tausender jugoslawischer, griechischer und albanischer Zivilisten als Racheaktion nach Partisanenangriffen oder das Massaker an über 2000 italienischen Kriegsgefangenen auf Kefalonia. Nach 15 Jahren intensiver Recherche in Archiven und bei Zeitzeugen legt Hermann Frank Meyer jetzt erstmalig eine ungeschminkte Gesamtgeschichte der »Edelweiß«-Gebirgsjäger vor: von den ersten Einsätzen im Polen- und im Frankreichfeldzug über den Vorstoß in den Kaukasus, die Verbrechen in Südosteuropa bis hin zu den Nachkriegskarrieren von Gebirgsjägern in der Bundeswehr. Zugleich enthält dieses Buch auch eine Biographie von Hubert Lanz, dem ehemaligen Kommandeur dieser Division. Im Nürnberger Prozess als Kriegsverbrecher verurteilt, brachte er es später zum wehrpolitischen Berater der FDP und wurde Mitbegründer des bis heute existierenden Traditionsvereins »Kameradenkreis der Gebirgstruppe«.
10.06.2008
Übererfüllter Kampfgeist, radikale
Vergeltung
Für Traditionsbezüge der Bundeswehr nicht geeignet: Geschichte
der 1. Gebirgs-Division im Zweiten Weltkrieg
Kampfeinsätze und die Erinnerung daran sind seit langem ein Thema
von Selbstbewertung und Fremdeinschätzung der deutschen
Gebirgstruppe. Hermann Frank Meyer hat sich - zunächst aus
familiärem Interesse, dann durch akribische Quellenarbeit - vom
Hobbyforscher zum Fachmann entwickelt. Umfassende Recherchen in
Archiven und Gerichtsakten sowie Befragungen von Zeitzeugen lassen
ihn jetzt den Weg der 1. Gebirgs-Division von ihrer Aufstellung bis
zum Kriegsende 1945 beinahe minutiös nachzeichnen. Entstanden ist
ein Gefechtskalender der besonderen Art. Der Kriegseinsatz bildet
einen unter mehreren Berichtsträngen. Eng verknüpft damit ist eine
Biographie ihres zeitweiligen Kommandeurs, General Hubert Lanz
(1896-1982). Über sein Porträt wird die Geschichte der Division
folgerichtig ausgeweitet auf die kurzzeitige "Armee-Abteilung
Lanz" (1943), dann auf das XXII. Gebirgs-Armee-Korps
(1943/45). Dessen Einsatz im Partisanenkampf und die Verantwortung
der Kommandeure auf den verschiedenen Ebenen für eine …
10.06.2008
Überzeugend findet Bruno Thoss diese Geschichte der deutschen
Gebirgsjäger im Zweiten Weltkrieg, die Hermann Frank Meyer
vorgelegt hat. Auf der Grundlage umfangreicher Archiv-Recherchen
und Zeitzeugen-Befragungen zeichne der Autor den Weg der
Gebirgs-Division von ihrer Aufstellung bis zum Kriegsende 1945
nach. Einen Schwerpunkt der Arbeit sieht Thoss in der Darstellung
des Einsatzes im Partisanenkampf sowie der Verantwortung der
Kommandeure für überharte, verlustreiche Kampfweisen, die
seines Erachtens zu recht als "Kriegsverbrechen"
qualifiziert werden. Ausführlich referiert er über die diversen
Einsätze der Elitetruppe bei den Feldzügen in Polen, auf dem
Balkan, in der Sowjetunion oder im Kaukasus und spart auch die
brutalen Vergeltungsaktionen gegen die Zivilbevölkerung nicht aus.
Besonders hebt Thoss das Kapitel über das Vorgehen gegen die
Italiener nach ihrem Ausscheiden aus der Achse im Herbst 1943
hervor. Allenfalls im Blick auf die Aufbaujahre der Division hätte
er sich eine genauere Analyse gewünscht.
© Perlentaucher Medien GmbH
Autorenporträt zu "Hermann Fr. Meyer"
Hermann Frank Meyer, Jahrgang 1940, geb. in Hannover; lebt seit 1966 als erfolgreicher Unternehmer in Brüssel. Seit Anfang der neunziger Jahre angeregt durch das Schicksal des Vaters, der 1943 als Oberleutnant der Wehrmacht von griechischen Partisanen getötet wurde, beschäftigt er sich intensiv mit der Geschichte der deutschen Gebirgsjäger.



























