Europa und die asiatischen Reiche im 18. Jahrhundert. Ausgezeichnet mit dem Gleim-Literaturpreis 1999 und dem Anna Krüger Preis des Wissenschaftskollegs zu Berlin 2001
In der Gegenwart könnte sich wieder ein Gleichgewicht zwischen
Europa und Asien herstellen, wie es ähnlich im 18. Jahrhundert
bestand. Auf hohem Informationsstand wurde Asien damals zugleich
entzaubert und besser verstanden als in den Jahrtausenden davor.
Jürgen Osterhammels Buch ist eine Synthese auf der Grundlage
breiter Quellenstudien. Es schildert die Aufgeschlossenheit der
europäischen Aufklärung gegnüber anderen Hochkulturen, die ab 1800
in eine neue, heute noch nachwirkende Arroganz umkippte.
Asien war eines der großen Themen der Aufklärungsepoche. Im 18.
Jahrhundert wurden auch entlegene Teile Asiens bereist und
erschlossen. Um 1780 waren die Gebildeten Europas über Asien
hervorragend informiert. Asien wurde damals zugleich entzaubert und
besser verstanden als in den Jahrhunderten davor. Für eine kurze
Zeit wurden Araber, Inder, Perser oder Chinesen zu entfernten
Nachbarn, mit denen sich trotz offenkundiger
Kommunikationsschwierigkeiten ein Dialog führen ließ. Weltoffenheit
und wissenschaftliche Neugier kippten um 1800 in eine neue, heute
noch nachwirkende Arroganz um. Zur kolonialen Unterwerfung eines
entzauberten Kontinents war es dann nur ein kleiner Schritt. Für
die Neuausgabe wurde das Buch um ein Nachwort erweitert, das sich
kritisch mit der Diskussion um eurozentrischen
"Orientalismus" auseinandersetzt.
Jürgen Osterhammel ist Inhaber des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Konstanz. Für «Die Entzauberung Asiens» erhielt er den «Gleim-Literaturpreis» und den «Anna-Krüger-Preis des Wissenschaftskollegs zu Berlin».
2 Marktplatz-Angebote für "Die Entzauberung Asiens" ab EUR 17,00
Sitemap: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20