Das alte Reich 1648-1806, 4 Bde. - Aretin, Karl O. Frhr. von

Karl O. Frhr. von Aretin 

Das alte Reich 1648-1806, 4 Bde.

Föderalistische oder hierarchische Ordnung (1648-1684); Kaisertradition und österreichische Großmachtpolitik (1648-1745); Das Reich und der österreichisch-preußische Dualismus (1745-1806); Gesamtregister

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Produktinformation

  • Verlag: Klett-Cotta
  • 2000
  • Ersch. 1997-2000.
  • Ausstattung/Bilder: Ersch. 1997-2000. 2000. 441, 578, 657, 146 S., 6 farb. Übers.-Ktn.
  • Deutsch
  • Abmessung: 233mm x 159mm x 125mm
  • Gewicht: 3300g
  • ISBN-13: 9783608910438
  • ISBN-10: 3608910433
  • Best.Nr.: 10755601
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 04.07.1997

Der Mantel schlottert um die dürre Gestalt
Karl Otmar von Aretin erzählt, warum das Heilige Römische Reich für seine Kaiser und Fürsten eine Nummer zu groß war

Wer es freundlich mit dem alten, dem Heiligen Römischen Reich meinte, verglich es mit einem weiten Mantel, der nicht viel Wärme und Wetterschutz, aber ungemeine Bewegungsfreiheit gewährte. Ein Mantel, er mag so bequem sein wie nur möglich, erweist sich freilich als ein verdrießliches Modell, wenn er bei Sturmwind und Regen nicht die Zwecke erfüllt, für die er gedacht war. Ein Mann wie Samuel Pufendorf hat im Reich wegen der übermäßigen Bewegungsfreiheit seiner Glieder nur eine aller Vernunft spottende Monstrosität erblickt.

In der frühen Neuzeit war das Reich zu einer unbestimmten Größe geworden. Die Kurfürsten betrachteten es zunehmend als ein deutsches Reich und hielten es immer seltener für ihre Verpflichtung, die Kaiser dabei zu unterstützen, ihre "Reichsherrlichkeit" in den Gebieten außerhalb des Regnum teutonicum durchzusetzen. Am offiziell-feierlichen Namen "Imperium Romanum" wurde zäh festgehalten, doch im Allgemeinverständnis war das Reich bald nur mehr …

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Karl O. von Aretin, geb. 2.7.1923, war bis 1994 Direktor des Instituts für Europäische Geschichte in Mainz. Er ist Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.