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Scheint gar nicht so leicht, in Würde zu altern!
Es muss doch noch mehr geben als eine langweilige, vorgezeichnete Existenz ins Grab hinein, eine lieblose Ehe, die einem jede Selbstachtung raubt, und Kinder, die einem fremd sind - sagt sich der gut siebzigjährige Désiré Cordier eines schönen Tages. Und beschließt, einen auf dement zu machen. Die Rolle des senilen Vergesslichen spielt er so gut, dass ihn die Familie schließlich ins Pflegeheim bringt, wo er endlich frei zu sein meint ...
»Das Leben schien schneller zu verlaufen als die Gedanken, und bevor er einen Entschluss gefasst hatte,
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Produktbeschreibung
Scheint gar nicht so leicht, in Würde zu altern!

Es muss doch noch mehr geben als eine langweilige, vorgezeichnete Existenz ins Grab hinein, eine lieblose Ehe, die einem jede Selbstachtung raubt, und Kinder, die einem fremd sind - sagt sich der gut siebzigjährige Désiré Cordier eines schönen Tages. Und beschließt, einen auf dement zu machen. Die Rolle des senilen Vergesslichen spielt er so gut, dass ihn die Familie schließlich ins Pflegeheim bringt, wo er endlich frei zu sein meint ...

»Das Leben schien schneller zu verlaufen als die Gedanken, und bevor er einen Entschluss gefasst hatte, war er ein alter Mann.« Als Désiré Cordier klar wird, dass dieser Satz auf ihn zutrifft, versucht er in letzter Minute, das Ruder herumzureißen. Andere verkaufen ihre gesamte Existenz auf e-bay, für sagenhafte zwei Millionen Dollar (wie ihm sein alter Boule-Freund erzählt), und er möchte seines nicht mal geschenkt. Immer hat er nur klein beigegeben, wenn seiner Frau Moniek etwas an ihm nicht passte, und jetzt, da der Verkauf ihres Hauses und ein Umzug in eine kleine Wohnung bevorstehen, bekommt er Panik. Wie soll er seiner dominanten Frau da noch ausweichen, ohne Garten und Keller? Und so entwirft er eine ungewöhnliche Strategie: Er gibt vor, an Demenz zu erkranken - was dem ehemaligen Bibliothekar nicht nur ein diebisches Vergnügen bereitet, sondern auch erstaunlich gut gelingt. Schon bald landet er in dem Pflegeheim »Winterlicht«, zusammen mit anderen Dementen und überforderten Pflegern, wo er neben haarsträubenden Missständen auch so manche Überraschung entdeckt - einen Strategen im Geiste, einen ehemaligen Nazi und eine alte Jugendliebe ...
Dimitri Verhulst, der gefeierte Bestsellerautor aus Flandern, dem niederländischsprachigen Belgien, greift in seinem neuen Roman ein höchst aktuelles Thema auf und zeigt voll Komik und Esprit und mit herzzerreißender Schonungslosigkeit, dass es gar nicht so einfach ist, in Würde zu altern.

Autorenporträt
Verhulst, Dimitri
Dimitri Verhulst, geboren 1972, gilt als einer der besten flämischen Schriftsteller und wird oft mit Louis Paul Boon und Hugo Claus verglichen. Sein Roman "Die Beschissenheit der Dinge" wurde u.a. mit der "Goldenen Eule" prämiert und war ein Bestseller. Die Verfilmung wurde in Cannes ausgezeichnet, die englische Ausgabe von der Irish Times zu einem der Best Books of 2012 gekürt. Für "Gottverdammte Tage auf einem gottverdammten Planeten" bekam er den Libris-Literaturpreis. Dimitri Verhulsts Werke sind in 25 Sprachen übersetzt.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Lustig gemeint, aber zumindest in Teilen überhaupt nicht lustig, findet Sabine Vogel Dimitri Verhulsts Buch über die Wonnen der Demenz. Wer wie der Autor mit einem Titel, wie "Die Beschissenheit der Dinge" reüssiert, der muss es mit dem Unernst wohl Ernst meinen, denkt sich Vogel, und ist entsprechend überrascht, als ihr der Roman aus der Sparte Unterhaltungsliteratur mit Gedanken über missglückte Lebensentwürfe kommt. So viel Ernst hätte sie dem Autor gar nicht zugetraut.

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