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Erwin Teufel ist der dienstälteste Regierungschef in Deutschland. Der Bauernsohn aus Zimmer ob Rottweil hat eine steile Karriere hinter sich: vom jüngsten Bürgermeister Deutschlands zum Staatssekretär und vom Fraktionschef der CDU im Landtag zum sechsten Ministerpräsidenten Baden-Württembergs.
Die erste Biographie über Erwin Teufel beschreibt den Politiker, wie ihn nicht jeder kennt, und zeichnet den von Höhen und Tiefen bestimmten Lebensweg eines Mannes nach, von dem es heißt, er sei wie das Land.

Produktbeschreibung
Erwin Teufel ist der dienstälteste Regierungschef in Deutschland. Der Bauernsohn aus Zimmer ob Rottweil hat eine steile Karriere hinter sich: vom jüngsten Bürgermeister Deutschlands zum Staatssekretär und vom Fraktionschef der CDU im Landtag zum sechsten Ministerpräsidenten Baden-Württembergs.

Die erste Biographie über Erwin Teufel beschreibt den Politiker, wie ihn nicht jeder kennt, und zeichnet den von Höhen und Tiefen bestimmten Lebensweg eines Mannes nach, von dem es heißt, er sei wie das Land.
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 12.10.2004

Der ewige Bürgermeister
Die erste Biografie über den CDU-Politiker Erwin Teufel
Wenn man sich die Fotos von früher anschaut, dann sah Erwin Teufel vor 40 Jahren schon im Wesentlichen so aus wie heute. Die Frage ist dennoch, ob er sich verändert hat in all den Jahren, in denen aus einem Bauernsohn der Ministerpräsident von Baden-Württemberg wurde. 13 Jahre ist er das nun schon. Und auch nach all den Jahren sagen die einen, Teufel werde überschätzt, die anderen behaupten das Gegenteil. Wirklich kennen tun ihn nur die wenigsten.
Thomas Durchdenwald und Michael Ohnewald, zwei Redakteure der Stuttgarter Zeitung, liefern in der ersten Biografie des CDU-Politikers Argumente für beide „Denkschulen”. Da ist auf der einen Seite der „schwerblütige, katholische Schwabe, der auf den ersten Blick wie ein Kreissparkassendirektor daherkommt”, und „mit Visionen” sparsam umgeht. Der ewige Bürgermeister von Spaichingen also, wo er seine Karriere begann. Andererseits ist da ein Mann, der sich aus einfachsten Verhältnissen nach oben gearbeitet hat und im positiven Sinne der Bürgermeister geblieben ist. Absolut verlässlich sei er, werden Freunde zitiert. Teufel als einer, der die „Attitüden der Macht hasst” und lieber Akten studiert, um das Land voranzubringen, anstatt sich selbst darzustellen. Glaubwürdigkeit, Verlässlichkeit, eine Politik abseits der Fernsehkameras und Moden.
Erwin Teufel hat diese Rechtschaffenheit auch durchaus kultiviert. Es ist aber nicht alles so schön und kuschelig in der Welt der Politik, es gibt immer Verletzte, die auf der Strecke bleiben. Besonders wenn der Weg ein so langer war. Seine Karriere stellt Teufel selbst so dar, wie es Politiker gerne tun: Er wurde gerufen, das Amt kam zu ihm. „Ich bin ein Leben ohne Gruppenbildung ausgekommen.” Kein Netzwerk. Kein Strippenzieher. Die Frage bleibt, ob man so Ministerpräsident werden kann.
In diesen Tagen, da er 65 Jahre alt geworden ist und in Baden-Württemberg die Frage nach seiner Zukunft gestellt wird, sagt Teufel immer wieder gerne, für ihn komme zuerst das Land, dann die Partei und dann er selbst. Er mag das selbst wirklich so sehen. Aber auch denken, dass es nicht ohne ihn geht. Darin mag er sich verändert haben, auf dem langen Weg nach oben.
BERND DÖRRIES
MICHAEL OHNEWALD, THOMAS DURCHDENWALD: Erwin Teufel. Hohenheim Verlag Stuttgart 2004. 272 Seiten, 19,90 Euro.
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Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Die einen halten ihn für überschätzt, die anderen behaupten das Gegenteil, die wenigsten kennen ihn wirklich, befindet Bernd Dörries über Erwin Teufel, der sich vom Bauernsohn zum Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg hochgeackert hat. Thomas Durchdenwald und Michael Ohnewald, zwei Redakteure der Stuttgarter Zeitung, liefern laut Dörries in der ersten Biografie des CDU-Politikers Argumente für beide Ansichten. Gezeigt werde einerseits der "schwerblütige, katholische Schwabe, der auf den ersten Blick wie ein Kreissparkassendirektor daherkommt", und "mit Visionen" sparsam umgehe, der ewige Bürgermeister von Spaichingen, wo er seine Karriere begann. Andererseits schildern die Autoren einen Mann, der sich aus einfachsten Verhältnissen nach oben gearbeitet habe und im positiven Sinne der Bürgermeister geblieben sei und der sich durch Glaubwürdigkeit, Verlässlichkeit und eine Politik abseits der Fernsehkameras und Moden auszeichne. Eine Rechtschaffenheit, so Dörries, die Teufel durchaus auch kultiviert habe.

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