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blaustgrom45
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Leseratte. Bevorzugtee Genres Fantasy und SF. Wir spielen zu Hause gerne Brettspiele, vorzugsweise Catan und Zug um Zug. Und ich fahre gerne Rad
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229
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Insgesamt 27 Bewertungen
- 1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Bewertung vom 24.04.2012





ausgezeichnet- mit *rotes Gold* liegt dem Leser der zweite Band um den Meisterkoch und Hobbyermittler Xavier Kieffer vor.
Xavier Kieffer bekommt eine Einladung zu einem Galadinner. Veranstalter dieses Dinner ist der Bürgermeister von Paris und der hat es sich nicht nehmen lassen, den zurzeit besten Shokunin als Koch zu verpflichten. Während dieser Veranstaltung soll der Sushimeister Ryuunosuke Mifune eine besondere Auszeichnung erhalten: Die Aufnahme in die Ehrenlegion. Leider stirbt der Koch während der Zubereitung des Shusi an einer Tetrodotoxin Vergiftung. Und wie in einem solchen Milieu nicht anders zu erwarten, handelt es sich hier um das Gift des Kugelfisches, das aber auch in den Tentakelspitzen des Octupus vorkommt.
Zunächst geht jeder davon aus, dass sich der Sushimeister versehentlich selbst vergiftet hat. Doch je mehr Fragen Xavier stellt, desto unwahrscheinlicher erscheint es, dass ein wahrer Meister unachtsam mit diesem Gift umgeht. Als der Bürgermeister Xavier bittet, in dem Fall zu ermitteln, lässt sich der Koch nicht lange bitten, zumal er damit auch seiner Freundin Valerie einen gefallen tun kann. Doch schon bald merkt er, dass er sich auf eine Sache eingelassen hat, die er alleine kaum bewältigen kann. Sein Freund Pekka Vatanen und auch die Gabin Erbin Valerie unterstützen ihn wie schon in Band 1. Sie stoßen auf eine regelrechte Thunfischmafia. Denn Sushi wird immer populärer doch die Fischfangquoten sind zu niedrig und die Meere zu sehr ausgefischt um die Nachfrage zu decken.
Was sie schon immer über Sushi und Fisch nicht wissen wollten, dieses Buch informiert sie über alle unappetitlichen Details in Sachen Fischzucht und Fischverarbeitung. Und streift dabei noch solche Gerichte wie Kapaun (kastrierter Hahn) und Ortolan (in Armagnac ertränkte kleine Vögel) so dass ich sicher nie wieder in Frankreich etwas essen werde das ich nicht genauestens kenne und identifizieren kann!
Tom Hillenbrand ist wieder ein sehr amüsanter aber teilweise auch Appetit verderbender Roman gelungen. Zwei Punkte, die sind mir negativ aufgefallen sind: Zum einem, dass Xavier Kieffer so viel raucht. Ich denke mir, dass man als Kettenraucher irgendwann die Geschmacksnerven verliert und daher finde ich diesen extrem hohen Konsum etwas unglaubwürdig. Und es nervt auch auf Dauer zu lesen, dass er sich an der ersten Zigarette gleich die Nächste anzündet. Was mir auch nicht gefallen hat, ist, dass Xavier Kieffer immer ganz unpersönlich als: Der Koch tituliert wird. Dadurch wirkt die Person etwas unpersönlich. Schöner wäre es gewesen, wenn der Autor öfter den Vor- oder Zunamen des Hauptprotagonisten benutzt hätte. Und als jemand, der in der Gastronomie nicht so bewandert ist, muß man doch eine Ausdrücke und Leckerbissen der luxemburgischen und französischen Küche nachschlagen, sonst entgehen einem als Leser die Feinheiten.
Was mir gefällt ist die Glaubwürdigkeit der Geschichte. Als Koch hat Xavier wesentlich tiefere Einblicke in das Metier und stellt Fragen, auf die ein Flic nicht kommen würde. Er kennt Zusammenhänge, Preise und auch den Druck, immer bessere und ausgefallenere Gerichte zu kreieren. Er bewegt sich einem Metier mit einer gelassenen Sicherheit. In diesem Krimi führen sie seine Wege nach Frankreich und Italien und auch ihm als Koch wird bald klar, das hinter der Ermordung Mifunes mehr steckt, als ein harmloser Mord unter Konkurrenten. Alles in allem ein amüsanter, unterhaltsamer und gelungener Krimi und ich freue mich nach dem Lehrgang über chinesische Küche und Vanille (Band 1) und Sushi (Band 2) auf einen Band 3.
- 1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Bewertung vom 03.04.2012





ausgezeichnet- Ich habe die anderen Rezensionen gelesen und ich merke: Das wird wieder ein Buch das man liebt oder hasst. Ich gehöre eindeutig zur ersten Fraktion.
Dieses Buch ist pure Magie!
Hector Bowen, genannt Prospero und Alexander H, genannt der graue Mann sind zwei seit Ewigkeiten verfeindete Zauberer und sie führen schon lange Zeit einen Krieg gegeneinander. Doch statt sich selber dem Kampf zu stellen wählen sie Schüler aus und lassen diese in einem Magierwettkampf gegeneinander antreten.
Diesmal wählt Hector seine Tochter Celia als Schülerin aus, die ihm eines Tages wie ein Paket in seiner Künstlergarderobe zugestellt wird. Alexander entscheidet sich für Mario, einem Jungen, den er nach langen Suchen in einem Waisenhaus entdeckt.
Durch einen Ring werden beide Kinder an die Aufgabe gebunden aber keiner der beiden ahnt am Anfang was von ihnen erwartet wird, noch kennen sie ihren Gegner. Sie wachsen einsam und ohne Liebe auf, ihr Leben ist einzig und allein auf das Erlernen von Magie und auf den Wettkampf ausgerichtet.
Austragungsort dieses Wettkampfes ist ein Zirkus. Der Nachtzirkus. Plötzlich ist er da und erstrahlt in hellem Glanz und zeigt außergewöhnliche Attraktionen.
Diese Attraktionen sind der Wettkampf. Erschafft Mario ein Eisblumenzelt kontert Celia mit einem lebenden Karussel. Wann sie sich erkennen und wer den Wettkampf gewinnt erlesen Sie sich bitte selber.
Durch den öffentlichen Austragungsort werden viele Menschen in den Wettkampf eingebunden. Da haben wir unter anderem Friedrick Thiessen, einen Uhrmacher, der Artikel über den Zirkus schreibt und wunderbare Uhren kreiert. Da haben wir Tsukiko, eine Schlangenfrau, die ein Geheimnis birgt. Da haben wir den Architekten und Ingenieur Mr. Barris, der den beiden Zauberern ganz unparteiisch bei ihren Entwürfen und Plänen für ausgefallene Attraktionen hilft. Und wir haben die Zwillinge Poppet und Widget. Sie kann in die Zukunft sehen, er die Vergangenheit der Menschen lesen. Natürlich gibt es noch viele weitere Protagonisten aber diese alle aufzuführen würde den Rahmen sprengen.
Mein Liebling in diesem Buch ist Bailey, der schon als kleiner Junge sein Herz an den Zirkus verliert. Der voller Sehnsucht Monate und Jahre auf das Erscheinen des Zirkus wartet und bei jedem neuen Besuch mit kindlichen Augen die Zelte bewundert und bestaunt. Er bringt uns die Magie des Zirkus nahe und führt uns auf immer neue Pfade. Wenn wir ihn begleiten erleben wir die Wunder und die Magie förmlich mit. Das sein Schicksal eng mit dem des Zirkus verbunden ist, ahnt er bei seinem ersten Besuch dort nicht.
Das Buch ist durchgehend im Präsens gehalten, dadurch erlebt der Leser die Geschichte viel intensiver mit. Das Buch selber ist schön gestaltet und das Covermotiv passt ausgezeichnet. Vor jedem einzelnen Kapitel wird der Leser direkt angesprochen und in diverse Zelte begleitet. Dadurch erleben wir die dortigen Attraktionen so als wären wir persönlich dort.
Wer ein herum Gefuchtel mit Zauberstäben a la Harry Potter und unaussprechliche Zauberformel erwartet, der wird enttäuscht werden. Dies ist ein ruhiges, stilles Buch, in der die Magie still und leise gewirkt wird und sich nur dadurch zeigt, dass im Zirkus immer wieder neu Zelte mit wunderbaren Attraktionen erscheinen, die vorher niemand wahrgenommen hat und die die Herzen der Menschen ansprechen.
So wie dieses Buch mich angesprochen und in eine Welt voller Magie entführt hat.
Bewertung vom 10.03.2012





weniger gut- Spannend war das Buch sicherlich nicht. Jeder, der schon einmal Peter Steiners Theaterstadl oder das Ohnesorg Theater gesehen hat, weiß, was ihn erwartet, laufen doch solche Stücke immer nach dem gleichen Schema ab. So auch hier. Amüsant, nett doch sicherlich nichts Neues.
Myra Cakan: Dreimal Proxima Centauri und zurück
ein Bühnenstück in mehrere Akten:
Akt 1: Einführung durch den Kabinensteward der ersten Klasse Hurriberto Wicknack
Akt 2: Mimsy Mimkovsky geht an Bord (die Diva würde sagen, sie geht an Bord aber der verehrte Lese möge sein Augenmerk bitte auf Mimsy richten!)
Akt 3: Auftritt Schalck von Schnabels
Akt 4: Das Diner, die „Dramatis Personae werden eingeführt
Akt 5: Eine Prinzessin taucht auf
Akt 6: Ein Musical wird eingespielt (mehr oder weniger)
Akt 7: Mimsy und Schalck kommen sich näher
Akt 8: Ein Mord passiert
Akt 9: Ein Impressario benimmt sich seltsam
Akt 10: Eine Prinzessin wird entführt
Akt 11: Eine Diva findet die Liebe
Akt 12: Ein Musical wird aufgeführt, doch die Handlung nimmt seltsame Wendungen
Akt 13: Alle Unklarheiten werden geklärt
Akt 14: Happy End
Als roter Faden: Ein nervtötendes und völlig überflüssiges Kind
Mimsy Mimkovsky ist in einem Waisenhaus aufgewachsen. An ihre Kindheit vor ihrem Erscheinen in dem Waisenhaus kann sie sich nicht erinnern. Nun wird sie in die harte Welt entlassen und nimmt eine Stellung als Gouvernante bei der reichen und launischen Diva Banaramana Halcion an. Diese reist inkognito mit dem Sternenschiff *die Stern von Beteigeuze* nach Proxima Centauri um auszuspannen.
Was eine langweilige und geruhsame Kreuzfahrt werden sollte, entpuppt sich als reines Kriminalstück. Es passiert ein Mord und Mimsy steht plötzlich als Hauptverdächtige da.
Dies ist grob zusammen gefaßt die Essenz der Geschichte, doch wie bei einem Bühnenstück üblich, entfaltet sich hier reiches Verwirrspiel, so dass der Leser bald (scheinbar) nicht mehr weiß (wissen soll) , wer der Gute und wer der Bösewicht in diesem Stück ist.
Ich habe das Buch auf einem 3 stündigen Flug durchgelesen und habe mich gut amüsiert.
Allerdings haben mich die ausgefallenen Namen der Personen auf Dauer sehr gestört. Ebenso der teilweise viktorianische Sprachgebrauch und die Redundanz der Erklärungen
(irgendwann weiß man als Leser das Hurriberto Wicknack Kabinensteward der ersten Klasse ist oder das die Diva inkognito unterwegs ist und in Wirklichkeit Banaramana Halcion heißt)
Als Musical oder Theaterstück mag diese Geschichte funktionieren, als Buch leider nicht. Dazu ist alles zu einfach gestrickt und zu sehr im Stile einer Seifenoper gehalten.
Leider habe ich auch festgestellt, dass in dem Buch einige Fehler enthalten sind.
(Seite 51 ein doppeltes sie, Seite 46 übernah statt übernahm, Seite 104 falscher Satzbau etc.)
Alles in allem ein recht unterhaltsames Buch, dass ich lieber als Musical auf einer Bühne sehen würde. Nett aber nicht einprägsam und schnell vergessen.
Außerdem sollte man sich fragen, ob das Buch von Louis Vutton gesponsert wurde, so oft, wie dieses Label erwähnt wurde.
Bewertung vom 09.03.2012





ausgezeichnet- Mit blutiger Winter liegt nur der dritte und abschließende Band über Mogda und seine Freunde vor.
Es fängt trübe an:
- Mogda hat sich auf einen Berg zurückgezogen, pflegt Usil und verweigert sich jeglicher Prophezeiung.
-Cindiel, Hagrim und Finnegan leben in Nelbor mehr schlecht als recht
-Gnunt lebt alleine im verfallenen Turm des Zauberers
-Und Rator streift im Norden umher auf der Suche nach Vergebung und Antworten
Doch dem Schicksal kann man nicht entgehen. Das muß Mogda feststellen als er in seiner Einsiedelei von fremden Kriegern überfallen wird, die sich seines Schwertes bemächtigen wollen. Sie sind auch der Suche nach allen Artefakten um ihre Göttin Usil zum Leben zu erwecken, damit diese den Fluch der Unfruchtbarkeit von ihrem Volk nehmen kann.
Währen Mogda sich ins ein Asyl zurückgezogen hat, haben die Priester des Prios immer mehr die Macht in Nelbor übernommen und hetzen gegen die Kreaturen Tabals. Sie behaupten, nur durch die Einmischung der Oger in das göttliche Gefüge hätten sich die Götter von Nelbor zurückgezogen und das Volk mit Kinderlosigkeit bestraft.
Die Jagd auf die Oger und die Artefakte beginnt und Mogda muß endlich erkennen, dass er nur dann seine Ruhe findet, wenn er sein Schicksal annimmt. Das macht er nun in seiner unnachahmlichen und charmanten Art, die dem Leser immer wieder ein leichtes schmunzeln entlockt. Und wieder ist es Kapitän Londor, der Mogda und seine Truppe über das Meer befördern muß, denn die Lösung für alle Probleme liegt im kalten Norden, in einem Land, das viele Überraschungen für die Oger bereithält.
Die Oger sind reifer geworden, sie lernen, mit den Menschen zu interagieren und Hand in Hand zu arbeiten. Sie greifen nicht mehr planlos an sondern folgen Zielen, sie handeln logischer uns konsequenter. Dadurch geht ihnen das Kindliche etwas verloren aber sie haben höhere Chancen in einer ihnen feindlichen Welt zu überleben.
Mir hat diese Buch sehr gut gefallen und das gerade Gnunt hier eine tragende Rolle übernimmt, gibt dem Buch eine besondere Note, ist er uns doch allen in Band 2 schon ans Herz gewachsen. Ein krönender Abschluß einer herausragenden Trilogie über ein Volk, dass zu lange verkannt wurde. Einen Dank an den Autor, der die Oger endlich ins rechte Licht rückt und ihnen Ehre zuteil werden lässt.
- 1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Bewertung vom 30.01.2012





ausgezeichnet- wenn ich könnte würde ich 6 Sterne vergeben
Sicherlich hat es ein neuer Sherlock Holmes Roman im alten Stil nicht leicht. Die Verfilmungen mit Robert Downey jr. und Jud Law oder die Serie mit Bededict Cumberbatch und Martin Freemen haben neue Akzente gesetzt und der Leser von heute erwartet sicherlich mehr. Auch ich war neugierig, wie mir ein Sherlock Holmes Roman jetzt gefallen wird, las ich meinen letzten Roman aus dieser Reihe doch sicherlich vor 20 Jahren.
Umso überraschter war ich, wie sehr mich die Geschichte um das house of silk gefangen nahm. Die Geschichte beginnt sehr ruhig, ein Prolog führt den Leser langsam heran. Mr. Carstairs besucht unangemeldet die Baker Street. Er fühlt sich von einem Mann verfolgt und bedroht und er glaubt, dass dieser Mann ihn ermorden will. Trägt Carstairs doch die Schuld am Tod von dessen Zwillingsbruder. Holmes und Watson gehen der Sache nach, doch sie scheint schnell gelöst, als der Verfolger ermordet in seinem Hotelzimmer gefunden wird. Doch was so einfach scheint nimmt eine bizarre Wendung und führt in tiefsten Abgründe der menschlichen Seele. Holmes gerät in eine Falle und wird des Mordes an einem Schankmädchen angeklagt. Die Beweise sind erdrückend, die Zeugen glaubwürdig und nicht einmal sein Bruder Mycroft kann ihm noch helfen. Doch Watson gibt nicht auf und mit Hilfe von Lestrade, der sich als wahrer Freund erweist, schafft er es, Holmes zu helfen.
Der Autor trifft genauf den Ton der alten Geschichten, sein Schreibstil ist wunderbar altmodisch gehalten und man glaubt, einen echten Arthur Conan Doyle zu lesen. Obwohl die Geschichte am Anfang sehr einfach erscheint, entwickelt sie sich sehr rasant zu einem grausamen und bedrückenden Fall, der den beiden Freunden alles abfordert. Was mir an dieser Geschichte gefällt, ist, dass auch Lestrade einmal zu vollen Ehren kommt sogar seine Karriere aufs Spiel setzt um Holmes zu helfen.
Das Buch ist wunderschön gestaltet und der schwarz weiße Stoffeinband mit dem schönen Schriftzug machen den Roman zu einer Augenweide.
Bewertung vom 30.01.2012





sehr gut- als eingefleischter und leidenschaftlicher Fantasyleser läßt mich das Buch sehr zwiegespalten zurück.
Auf der einen Seite fragt man sich, wie ein Buch mit so vielen grammatikalischen, inhaltlichen und logischen Fehlern überhaupt in Druck gehen konnte. Hat das vorher niemand Korrektur gelesen?
Hier einige Beispiele:
Auf Seite 253 steht Pick statt Pike
Auf Seite 259 : Bei dem Satz: "In der Stadt wird der Teufel los sein fehlt beim dem Wort sein das *s* und es steht im Text nur das Wort: "ein"
Auf Seite 265 wird plötzlich Blocksatz verwendet und somit sind die Wortabstände wesentlich größer als im restlichen Text.
Auf Seite 284 steht dem statt den See. Diese Art Fehler zieht sich übrigens durch das ganze Buch.
Nach einem Doppelpunkt und wörtlicher Rede wird mal groß und mal klein weiter geschrieben.
Auf Seite 309 fehlt das Wort "zu". Statt auf ihn zu warten steht dort nur auf ihn warten
Auf Seite 355 steht eines statt einer
Auf Seite 434 fehlt das *er*. Dann bedachte ...Katherine mit einem wohlwollenden Blick
Auf Seite 417 steht körperliche Bestätigung statt körperliche Betätigung.
Desweiteren fand ich drei Stellen merkwürdig oder unlogisch:
Auf Seite 355 wird vermerkt, dass Festoon seinen 25jährigen Geburtstag feiert. Dann steht dort, dass er sein Amt im Alter von 15 Jahren angetreten hat. Somit wäre er seit 10 Jahren im Amt. Auf Seite 376 steht aber, dass er seit 15 Jahren im Amt ist. Damit wäre er aber 30 Jahre alt.
Auf Seite 406 steht, dass 3 Ratsmiglieder der Feier fern bleiben. Das ist richtig aber die Aufzählung und Schreibweise verwirren den Leser, da in der Aufzählung vier Namen genannt werden und sich dem Leser nicht erschließt, dass Backhaus kein Ratsmitglied ist. Warum er in der Aufzählung aufgeführt wird, wird erst später klar.
Als Katherine und Jack zurück kommen, starten sie am Ufer des Sees auf einem behelfsmäßigen Floß. Auf der Überfahrt stürzen sie ins Wasser und schwimmen an Land und haben nichts dabei. Die Kleider hängen in Fetzen an ihnen herab, da sie jetzt wieder ihre normale Menschengröße haben und die Hyddenkleider viel zu klein sind. Trotzdem haben sie am Henges, als das Baby geboren wird, plötzlich eine Decke und können Feuer machen. Da der Autor ansonsten recht weitschweifig überall Erklärungen einfügt, hätte hier ein kleiner Nebensatz gereicht, dass Jack einen Rucksack oder etwas ähnliches dabei hat.
Was mich als Leser auch gestört hat sind die ellenlange Sätze. Ein Satz auf Seite 350 geht über insgesamt 12 Zeilen und man muß als Leser wirklich sehr aufpassen das man nicht den Faden verliert. Solche Schachtelsätze über 6-10 Zeilen ziehen sich durch das gesamte Buch. Da der Autor teilweise auch noch sehr ausführliche Erklärungen benutzt, hatte ich Mühe, am Ball zu bleiben
Doch nun zu der Geschichte. Das Volk der Hyyden ist liebevoll gezeichnet, sie erinnern etwas an die Hobbits und an die Borribles, können aber durchaus für sich stehen. Sie sind nur etwa halb so groß wie die Menschen und leben ungesehen und unerkannt unter ihnen, weil die Menschen nicht mehr an das kleine Volk oder überhaupt an Märchen glauben. Ab und zu wird den Hydden ein Riesengeborener geboren, der die Größe eines Menschen erreicht. Diese Riesengeborenen werden entweder getötet oder ausgestoßen aber auf Jack ruht eine Prophezeiung, daher wird er gerettet und in der Welt der Menschen versteckt.
Dort trifft er auf die Shores und die Foales, die sich seiner annehmen. Die Shores müssen dafür teuer bezahlen, denn als ein Anschlag auf Jacks Leben verübt wird, stirbt Richard Shore und Jack kommt mit schweren Verbrennungen nur knapp mit dem Leben davon. Er selber rettet aber Katherine Shore das Leben und die beiden verbindet ab da eine lebenslange Freundschaft und Liebe. Als Katherine in die Welt der Hydden entführt wird, folgt ihr Jack und trifft in Hydden auf Freunde, sie ihn schon lange beobachten und behüten und ihm nun helfen, die Prophezeiung zu erfüllen. Stort entwickelt sich
Bewertung vom 28.01.2012





gut- das Buch besteht zu Beginn aus drei unterschiedlichen Handlungssträngen. Die Protagonisten aller drei Handlungsstränge sind gut gezeichnet und charakterisiert und gefallen.
Da haben wir Sheriff Webster Gayle, der in Arizona einen Flugzeugabsturz untersuchen muß.
Und Leo Tillmann, dessen Familie vor 13 Jahren spurlos verschwand
Und Heather Kennedy, eine Kriminalbeamtin der Londoner Mordkommission die einen Mord an einem Universitätsprofessor untersuchen muß.
Sheriff Gayle ist mit der Art und Weise, wie das FBI mit der Untersuchung des Flugzeugabsturzes umgeht, nicht einverstanden. Mit seiner Freundin, der Reporterin Eileen Moggs, sammelt er weiter Beweise und surft im Netz herum, da angeblich immer wieder Menschen, die beim dem Absturz ums Leben kamen, irgendwo gesehen wurden.
Leo Tillmann war ein einfacher Mensch und Arbeiter, der seine Frau und seine drei Kinder über alles liebte. Als seine Familie verschwand wußte er, daß dies nicht freiwillig geschah. Um seine Familie finden zu können mußte er sich Fähigkeiten aneignen, die er als einfacher Mensch nicht besaß. So ging er zur Armee und wurde später Söldner. Ein Fachmann in Sachen finden und töten.
Heather Kennedy ist persona non grata auf ihrem Revier. Als in einem Fall, in dem sie verwickelt war, der Verdächtige erschossen wurde, sagte sie gegen ihre Kollegen aus. Seither wird sie gemieden wie die Pest und es werden ihr nur unangenehme oder nicht lösbare Fälle zugewiesen. So ein Fall ist auch der Tod des Professors Stuart Barlow.
Als Heather und ihr neuer Partner herausfinden, dass der Professor ermordet wurde und zwei weitere Menschen aus seinem Bekanntenkreis unter verdächtigen Umständen starben haben sie plötzlich einen dreifach Mord zu untersuchen und die Fälle entwickeln sich zu Dynamit.
Wie der Autor die Handlungsstränge zusammenfügt ist lesenswert und spannend. Der rote Faden in der Geschichte ist eine Person Namens Michael Brand, der in allen drei Fällen auftaucht und wieder verschwindet. Im Gegensatz zu manchen abstrusen und verwirrten Stories über religiöse Sekte oder Geistererscheinungen und verschwundenen Bibelteile, schafft es Adam Blake hier einen Spannungsbogen zu halten und alles relativ logisch und verständlich zu Ende zu führen.
Obwohl es viele Tote gibt, ist das Buch nicht metzelig oder übertrieben brutal, was ich ja immer persönlich den nordischen Krimis ankreide.
Kurz und gut: Spannend, unterhaltend und lesenswert
- 1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Bewertung vom 03.12.2011





ausgezeichnet- In Dämonengold mußte der bei den Lesern allseits beliebte und unvergleichliche Dämon Baazlabeth ( in seinem menschlichen Körper als gutaussehender Sil) die Aufgabe erfüllen, 5000 Goldstücke auf ehrliche Art zu verdienen.
Nachdem das nun geschafft ist, kann er sich in Dämonenzeit der Erfüllung einer uralten Prophezeiung widmen. Doch wie üblich, sind Prophezeiungen tückisch, schwer verständlich und kaum korrekt deutbar sondern zeigen viele Möglichkeiten der Interpretation auf.
Zum Glück hat Baazlabeth wieder einige unvergleichliche Helfer an seiner Seite, wie den Homunkulus Igniphascellanuis den Dritten, Sanna aus dem Tontopf oder Lemura die Seherin. Auch alte Bekannte wie Dumpf oder Andor Celeste dürfen hier nicht fehlen.
In seiner unglaublich arroganten Art macht sich also Baazlabeth an die Erfüllung der Prophezeiung, davon überzeugt, die einzig mögliche Deutung gefunden zu haben. Die Vernichtung der Menschheit. Aber ist das wirklich die einzige mögliche Deutung? Oder nur die Deutung, die einem Kriegerdämon am ehesten in den Kram paßt?
Und dann marschiert auf Brisenburg noch der König mit seiner Armee zu, um den Brisenburgern zu zeigen, wer Herr im Hause bzw. König auf dem Thron ist.
Alles in allem schwere Zeiten und viel Arbeit für einen Dämon, der doch viel lieber Hauswein trinken möchte und dazu gerne einen Teller Hauptmann am Spieß serviert bekommen würde. Und wie üblich, muß auch hier der Kriegerdämon in seiner unnachahmlichen Arroganz einige Rückschläge einstecken und noch viel über die Menschen lernen, die er früher nur als Leckerbissen angesehen hat.
Auch in diesem Teil kommt der Humor, trotz aller Brutalität, nicht zu kurz und alle Figuren sind liebevoll, bis in kleinste Detail ausgearbeitet und wachsen dem Leser ans Herz. Stephan Russbült hat hier eine Welt geschaffen, die der Leser noch viel öfter betreten möchte und wir hoffen alle, dass es bald wieder einen Band über Brisenburg, seine Bewohner sowie Baazlabeth geben wird.
Meines Erachtens sollte man aber Dämonengold gelesen haben, um Dämonenzeit voll und ganz genießen zu können.
- 2 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Bewertung vom 07.10.2011





gut- meiner Meinung nach darf man dieses Buch auf keinen Fall lesen,wenn man die Vorgeschichte aus dem Augensammler nicht kennt. Denn die Geschichte dort wird nahtlos, in gleicher Grausamkeit, fortgeführt. Ich frage mich immer wieder, wie einem Autor derart grausame und perverse Dinge einfallen können, die man dann noch für alle Welt zu Papier bringt. Und wie alle Welt atemlos diese Grausamkeiten konsumiert und auf die nächste Verstümmelung oder auf die nächste Leiche wartet. Kann ein Mensch wirklich so viel ertragen wie Alexander Zorbach oder Alina Gregoriev?
Dieser Psychothriller der besonders grausamen Sorte lotet die Tiefen der menschlichen Seele aus und führt die Protagonisten bis zum Abgrund oder darüber hinaus. Die verschiedenen Handlungsstränge werden, wie immer, routiniert zusammengeführt und bauen logisch und schlüssig aufeinander auf. Trotzdem wird man als Leser immer wieder überrascht und auf falschen Fährten geführt. Ein beliebter Schachzug von Fitzek.
Die Aufmachung ist wieder gelungen, die Einfügung eines Zeitungsartikels ist ein eyecatcher und der Schreibstil ist gewohnt flüssig und klar, die Sätze prägnant und fesselnd.
Für alle Fans eines Psyhothrillers ein spannendes Buch. Ich persönlich halte mich doch lieber an Fantasy, wo einen die Grausamkeiten nicht so berühren können und nahe kommen wie hier. Bei einer phantastischen Umgebung weiß ich, das alles erfunden ist. Hier kommt alles der Realität zu nahe und ich möchte nicht darüber nachdenken, dass so etwas durchaus in der menschlichen Natur liegt.
Bewertung vom 07.10.2011





ausgezeichnet- Das Buch ist so komplex, dass es schwierig ist, eine kurze Inhaltsangabe zu verfassen.
Wie von Grange gewohnt, haben wir ein Polizistengespann, das auf den ersten Blick nicht recht zusammenpasst. Auf der einen Seite Lionel Kasdan, ein 63jähriger, depressiver Expolizist im Ruhestand. Als in seiner armenischen Kirchengemeinde ein Mord geschieht, fängt er an zu ermitteln.
Auf der anderen Seite der junge, drogenabhängige Cedric Volokine, ein Polizist der neue Wege beschreitet, nur auf seinen Instinkt hört und dadurch eine hohe Erfolgsrate vorweisen kann.
Kasdan braucht die Ermittlungen, um seinem eintönigen Dasein zu entfliehen, Volokine braucht sie, um sich von seinem Entzug abzulenken. Beide Polizisten haben schwarze Punkte in ihrer Vergangenheit, die im Laufe der Ermittlungen immer mehr zu Tage treten. Sie müssen sich ihrer Vergangenheit stellen um zur Lösung des Falles vorzudringen.
Als die Leiche des Chorleiters in der armenischen Kirche gefunden wird, geht Kasdan zuerst von einem politischen Mord aus, ist der Ermordete doch ein Exilchilene. Als Kasdan feststellt, dass das Opfer homosexuell war und dass im Laufe der Jahre mehrere Jungen aus den vom Opfer geleiteten Chören verschwunden sind, richten sich die Ermittlungen auf die Pädophilenszene. Doch auch dieser Ermittlungsansatz führt in die Irre und die beiden Ermittler wissen nicht mehr, was Sie glauben sollen. Beide Polizisten müssen alle ihre unterschiedlichen Kontakte und Quellen anzapfen und je mehr sie über das Opfer erfahren, desto verworrener wird der Fall. Erschwerend kommt hinzu, dass beide nicht offiziell mit den Ermittlungen betraut sind und heimlich agieren müssen.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Chemie zwischen beiden Hauptprotagonisten stimmt, beide brauchen einander und nur zusammen können sie die Lösung finden. Die Randinformationen über Musik, Chile, Afrika ,das dritte Reich und über die Vergangenheit Frankreichs sind sehr umfassend und behindern trotz ihrer Fülle den Lesefluss nicht sondern machen das Buch zu mehr als einem Thriller.






































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