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- 1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Bewertung vom 04.04.2013





ausgezeichnet- Samantha ist 17 und wächst wohlbehütet also Tochter einer Senatorin auf. Ihr Leben ist klar strukturiert und durchorganisiert. Heimlich beobachtet Samantha die Garretts, eine bunte, fröhliche und chaotische Großfamilie aus dem Nachbarhaus. Eines Abends taucht Jase Garrett in Samanthas geheimen Beobachtungsposten auf und stellt ihr Leben auf den Kopf. Zwischen Sam und Jase knistert es sofort und die beiden werden ein Paar. Weil Sams Mutter die Garretts nicht mag, verheimlicht sie ihr Leben nebenan vor ihrer Mutter. Doch dann geschieht etwas Verhängnisvolles und auf einmal ist alles anders…
Von „Mein Sommer nebenan“ habe ich mir eine locker und leichte Sommergeschichte mit Tiefgang erhofft. Zu meiner großen Freude habe ich auch genau dies zwischen den Buchdeckeln vorgefunden. Huntley Fitzpatricks Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Sie schreibt sehr leicht, schnörkellos und bildhaft so dass bei mir ein guter Lesefluss entstehen konnte. Die Beschreibung der Figuren ist sehr lebhaft und obwohl recht viele Personen in der Geschichte vorkommen, konnte ich mir alle sehr gut vorstellen. Im Laufe der Geschichte habe ich die Figuren auch alle sehr liebgewonnen und war fast schon ein wenig traurig, sie nach dem letzten Satz, verlassen zu müssen.
In der Geschichte geht es um ganz klassische Themen wie die erste Liebe, das erste Mal sowie Familienzusammenhalt und auch Freundschaft. Als Leser erfährt man auch recht viel über das Leben in einer Großfamilie und die damit verbundenen Probleme und Vorurteile. Und obwohl ich schon häufiger Bücher über solche Themen gelesen habe, fand ich es kein bisschen langweilig und habe mich auch nicht wie in einer Wiederholungsschleife gefühlt. Dies liegt sowohl an Huntley Fitzpatricks toller Schreibe als auch an den liebenswerten Figuren.
Nach etwa einem Drittel geschieht dann etwas. Ich wusste zwar durch den Klappentext schon, dass etwas geschehen wird, aber damit was geschieht, habe ich absolut nicht gerechnet. Für mich hat die Geschichte durch dieses Ereignis noch einmal an Tiefgang gewonnen. Es war interessant zu sehen, wie die Protagonisten sich verhalten und welche moralischen Werte sie verfolgen.
Fazit:
Mir hat „Mein Sommer nebenan“ sehr gut gefallen. Die Geschichte ist einerseits locker und leicht wie ein Sommertag und andererseits voller Tiefgang. Ein positiver Nebeneffekt war auch, dass ich mir durch das Buch etwas Sommer in diese graue und verschneite Zeit holen konnte.
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Bewertung vom 04.04.2013





ausgezeichnet- Um ihrer Vergangenheit aus dem Weg zu gehen flüchtet die Arzthelferin und Hebamme Mel in das kleine Örtchen Virgin River. Für Mel ist dies eine große Umgewöhnung, zumal in der Realität alles ganz anders ist, als sie es sich ausgemalt hat. Deswegen steht für sie auch schnell fest, dass sie so schnell wie möglich wieder aus Virgin River weg muss. Durchkreuzt werden diese Pläne jedoch von einem ausgesetzten Baby. Und auch Jack, der Besitzer der einzigen Bar im Ort, gibt sich alle Mühe, Mel davon zu überzeugen, in Virgin River zu bleiben…
Von Robyn Carrs Serie um den fiktiven Ort Virgin River habe ich schon sehr viel Gutes gehört. Während ich anfangs noch dachte, dass diese Serie nichts für mich ist, weil sie bestimmt ganz furchtbar kitschig ist, so wurde ich irgendwann doch neugierig. Und somit habe ich „Neubeginn in Virgin River“, den ersten Band der Serie auf meine Wunschliste gesetzt und dann günstig ertauschen können.
Da meine Neugierde auf das Buch inzwischen recht groß war, habe ich es für meine momentanen Verhältnisse dann auch recht schnell begonnen. Und dann habe ich gelesen, gelesen und gelesen bis ich auf der letzten Seite war. Nach genau so einer Geschichte habe ich nämlich in den letzten Wochen und Monaten, in denen mich kein Buch so richtig begeistern konnte, gesucht.
Bereits die ersten Seiten haben sich sehr gut gelesen, so dass ich sehr schnell einen Zugang zur Geschichte gefunden habe. Dies liegt natürlich an Robyn Carrs toller Art, sich auszudrücken und die Landschaft, die Menschen aber auch Situationen und Gefühle zu beschreiben. Zudem haben sowohl der Ort als auch die Protagonisten ihren ganz eigenen Charme, welcher mich einfach angezogen hat. Robyn Carr spielt mit Klischees von dem, was sich viele Frauen erträumen: heldenhafte und gutaussehende Männer mit ausgeprägtem Beschützerinstinkt, viele Babys, keine Geldsorgen, ein schönes Häuschen in einer tollen Landschaft sowie Ruhe, Zufriedenheit und Erfüllung im (Land-)Leben. Was nun nach schrecklichem Kitsch klingt, ist aber gar nicht so kitschig, sondern einfach nur gut erzählt.
Die komplette Geschichte ist in ihren wichtigen Eckpunkten sehr vorhersehbar, was mich hier jedoch gar nicht stört. Zudem gibt es immer wieder viele kleine Überraschungen und Wendungen, so dass es nicht langweilig wird.
Mich konnte Robyn Carr von Virgin River überzeugen, weswegen ich Band 2 und 3 direkt bestellt habe, nachdem ich das Buch beendet hatte und ich freue mich schon darauf, wieder nach Virgin River zu kommen.
Bewertung vom 04.04.2013





weniger gut- zz Vater ist der berüchtigtste Serienmörder Amerikas, weswegen Jass Kindheit alles andere als normal verlaufen ist. Nachdem Billy zu einer Haftstrafe verurteilt wurde, kehrt langsam so etwas wie Normalität in das Leben des 17-jährigen ein. Doch eines Tages kommt es zu einem neuen Mord und alles scheint so zu sein, wie auch damals bei Billys Morden. Aus Angst, selbst für den Täter gehalten zu werden, beginnt Jazz auf eigene Faust mit der Suche nach dem wahren Täter…
Ich mag Thriller, in denen die Ermittlungen nicht von Polizisten, sondern von anderen mehr oder weniger Beteiligten geführt werden. Deswegen hat mich der Klappentext von „Ich soll nicht töten“ auch sehr angesprochen. Ich konnte mich recht schnell in die Geschichte einfinden, was besonders an der guten Beschreibung der Figuren gelegen hat. Als Person konnte Jazz mich jedoch nicht überzeugen. Ich fand ihn viel zu altklug für einen 17-jährigen Teenager. Störend fand ich auch, dass die Polizei ihm so viele Freiheiten eingeräumt hat, dass diese die Geschichte sehr unglaubwürdig gemacht haben.
Zu Beginn der Geschichte baut sich ein Spannungsbogen auf, welcher jedoch nach etwa 100 Seiten stark nachlässt. Danach tröpfelt die Geschichte nur noch so vor sich hin und ich habe mich mehrfach so sehr gelangweilt, dass ich überlegt habe, das Buch abzubrechen. Da es sich um ein Buch aus dem Vine-Programm handelt, habe ich jedoch durchgehalten und es beendet. Das Ende hat mich nicht groß überrascht, denn leider erhält man bereits sehr früh einen Hinweis darauf, was los ist.
Der Originaltitel lautet „I hunt killers“ und nimmt in der Geschichte eine wichtige Bedeutung ein, weswegen ich es schade finde, dass der deutsche Titel abgeändert und worden ist.
Insgesamt gibt es auch gerade gegen Ende zu viele Lücken und die Zusammenhänge sind nicht ganz fließend. Das ist etwa so, als hätte man ein Puzzle schon vorsortiert, die einzelnen Teile jedoch nur mit etwas Abstand nebeneinander gelegt, anstatt sie zu verpuzzeln. Trotz Lücken erkennt man das Gesamtbild, aber es fehlt einfach etwas.
Fazit: gute Grundidee, schlechte Umsetzung!
Bewertung vom 04.04.2013





ausgezeichnet- Lord Anthony Bridgerton ist der aussichtsreichste Junggeselle und Edwina Sheffield die hübscheste Debütantin der neuen Saison. Jeder ist sich darüber einig, dass die beiden ein gutes Paar abgeben würden und so wundert es niemanden, als Anthony offiziell beginnt, um Edwina zu werben. Edwinas Schwester, Kate, ist davon jedoch nicht begeistert. Für Sie ist Anthony ein Frauenheld und ein Schuft und sie beschließt, alles zu tun, um eine Ehe der beiden zu verhindern. Doch dann kommt es zu einem Kuss zwischen Kate und Anthony, der alles verändert…
Auch beim zweiten Band der Serie hat mir Julia Quinns Schreibstil sehr gut gefallen und es ist mir leicht gefallen, mich in die Geschichte fallen zu lassen. Bei diesem Band ist es mir noch leichter gefallen, Gefühle für die Figuren zu entwickeln, auch wenn die wie in Anthonys Fall nicht immer positiv waren. Dadurch, aber auch durch die guten Beschreibungen, konnte ich gut nachvollziehen, wie sich die Situation entfaltet und vor allem wie sich die Hassliebe zwischen Anthony und Kate entwickelt hat. Zwischen Anthony und Kate kommt es immer wieder zu herrlich amüsanten und bissigen Dialogen, welche die gesamte Geschichte sehr erfrischen. Insgesamt hat mir auch dieser zweite Band sehr gut gefallen, und ich freue mich schon darauf, den nächsten Band zu lesen.
Bewertung vom 04.04.2013





ausgezeichnet- „Wie erobert man einen Duke?“ erzählt die Geschichte von Daphne Bridgerton. Ihr sehnlichster Wunsch ist es, zu heiraten, eine eigene Familie zu gründen und Kinder zu bekommen. Doch der richtige Mann war bislang nicht in Sicht und in der Londoner Gesellschaft scheint es niemanden zu geben, der in Frage kommt und sich für Daphne interessiert. Simon, der Duke of Hastings, gehört zu den begehrtesten Junggesellen der Londoner Gesellschaft. Zahlreiche Mütter von Töchtern im heiratsfähigen Alter belagern ihn bei allen offiziellen Anlässen, obwohl er nicht vor hat zu heiraten. Da lassen sich die beiden auf einen Pakt ein, in dem sie so tun, als würde Simon sich für Daphne interessieren. Simon scheint zu vergeben zu sein und durchs Simons Werben soll Daphnes „Marktwert“ steigen. Für Daphne und Simon scheint es bei diesem Spiel nur Gewinner zu geben, bis Daphne erkennt, dass ihr Herz für den Mann schlägt, der keine Liebe will…
Nachdem ich die ersten Seiten gelesen habe, war ich schon vollkommen eingenommen von der durch Julia Quinn erschaffenen Szenerie. Ihre Schreibe lässt sich wunderbar flüssig und schnell lesen. Besonders gut gefallen hat mir, dass ihr Erzählton sehr humorvoll und häufig auch ironisch und / oder sarkastisch ist. Somit musste ich immer wieder schmunzeln und auch sehr oft lachen. Selbst die Sexszenen sind teilweise recht humorvoll, was mir gut gefallen hat. Julia Quinn zieht die Dinge nicht ins lächerliche und bemüht sich auch nicht darum, verkrampft komisch zu sein, sondern der Humor schwingt auf ganz natürliche und angenehme Art und Weise in ihren Sätzen mit. Die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet und ich habe schnell ein Gefühl für sie bekommen. Alleine schon durch die große Familie Bridgerton kommen sehr viele Figuren vor, Julia Quinn führt diese jedoch gut in die Geschichte ein, so dass ich nie den Überblick verloren habe. Natürlich ist die Geschichte stellenweise sehr voraussehbar, vor allem bei den „großen Dingen“. Dennoch beinhaltet sie viele kleine Überraschungen, so dass es nicht langweilig wird. Ebenso sind viele Szenen sehr klischeehaft, aber Julia Quinn geht so gekonnt mit diesen Klischees um, dass sie nicht weiter störend sind.
Noch während ich den ersten Band der Serie gelesen habe, wusste ich, dass ich mehr von den Bridgertons lesen möchte. Also habe ich mir sofort den zweiten Band, „Wie verzaubert man einen Viscount?“ bestellt, so dass ich nahtlos weiterlesen konnte.
Bewertung vom 04.04.2013





gut- Nachdem ihr Bruder plötzlich spurlos verschwunden ist, ist für die 15jährige Allie nichts mehr so, wie es mal war. Innerlich zutiefst verunsichert und verletzt, zeigt sie sich äußerlich hart und fällt durch ihr Verhalten auf. Als sie schon wieder von der Schule geworfen wird, bringen ihre Eltern sie nach Cimmeria, einem abgelegenen Internat mit strengen Regeln. Allie findet schnell Anschluss und beginnt, sich in Cimmeria einzuleben, als merkwürdige Dinge geschehen. Als es sogar zu einem Mord kommt, wird Allie der Tat beschuldigt. Allie begibt sich auf die Suche nach dem wahren Täter und versucht, die Geheimnisse der Schule zu erforschen.
Obwohl ich einige positive Rezensionen zu dem Buch gelesen habe, stand es absolut nicht auf meiner must-read-Liste. Vor einiger Zeit, gab es das Buch dann im Rahmen einer Kindle-Aktion kostenlos und mein Freund hat es sich runtergeladen und mit Begeisterung gelesen. Dies hat mich schon ein wenig stutzig gemacht, denn er liest eigentlich kein Young Adult bzw. All Age. Auf seine ausdrückliche Empfehlung hin habe ich das Buch dann auch gelesen und fand es teilweise doch eher enttäuschend.
Der Schreibstil der Autorin ist toll. Sie schreibt sehr einfach, so dass sich das Buch sehr gut und schnell weglesen lässt und alleine durch die angenehme Schreibe schon zum page turner wird. Ebenso vermittelt die Autorin ein gutes Gefühl für die Figuren. Sie sind charakterlich, aber auch durch ihre Art zu sprechen und zu denken alle sehr unterschiedlich, was sie für mich realer macht. So hatte ich meine Lieblingsfiguren (Carter) und auch solche, die ich gar nicht mochte (Silvain).
Die Geschichte selbst fand ich eher enttäuschend. Es gab auch hier zwei Elemente, welche man in letzter Zeit ständig in Geschichten dieser Art findet; eine Dreiecks-Liebesgeschichte und ein normales, manchmal unscheinbares Mädchen, welches aber etwas ganz besonderes ist ohne es zu wissen. Das fand ich langweilig, da ich das schon zu oft gelesen habe und es somit einfach nichts Neues mehr ist. Viele der Figuren habe ich auch als zu passiv empfunden. Sie nehmen die strengen Internatsregeln sowie die merkwürdigen Vorfälle mehr oder weniger einfach so hin, ohne die Dinge zu hinterfragen was auf mich unrealistisch wird. Am meisten gestört hat mich jedoch das Thema Spannung. Zu Anfang baut die Autorin sehr viel Spannung auf, doch diese weicht immer mehr einer schnöden Hinhaltetaktikt, denn als Leser erfährt man nichts. Es wird einem nicht der kleinste Hinweis darauf gegeben, was denn dort los ist, was mich gestört hat.
Das Ende kam dann entsprechend plötzlich und stellt für mich kein wirkliches Ende dar. Hier wurde die Geschichte einfach nur unterbrochen und um mehr zu erfahren, muss man den nächsten Band lesen. Dies finde ich äußerst schade, denn ohne den zweiten und ich weiß nicht wieviele weitere Bände, ist der erste Band mehr oder weniger wertlos, weil er keine eigenständige Geschichte beinhaltet. Früher gab es dicke Bücher mit einer Geschichte, heute wohl Serien und Trilogien.
Den Titel finde ich sehr passend. Zwar erfährt man noch nicht wirklich, was es mit der Night School auf sich hat, aber der Zusatz „Du darfst keinem trauen“ ist mehr als passend. Auch als Leser kann man niemandem so ganz trauen, da die Figuren immer wieder überraschend handeln.
Und trotz all dieser Kritikpunkte, die mich teilweise sehr stark gestört haben, hatte das Buch seinen ganz eigenen Charme und konnte mich irgendwie in seinen Bann ziehen, so dass ich es insgesamt recht schnell gelesen habe. Und da mein Freund sich auch den zweiten Band kaufen wird, werde ich diesen wohl auch lesen. Wer sich von den von mir genannten Kritikpunkten ebenfalls gestört fühlt, dem würde ich eher abraten, „Night School – du darfst keinem trauen“ zu lesen. Alle anderen werden jedoch sicher ihre Freude mit dem Buch haben.
- 2 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Bewertung vom 04.04.2013





gut- Bereits in jungen Jahren hat Cam die Diagnose Krebs erhalten und verbringt somit eine Kindheit und Jugend, welche von Krankenhausaufenthalten und Arzt besuchen dominiert wird. Cam ist sowohl bodenständig als auch realistisch und weiß, dass sie sterben wird. Ihre Mutter hingegen glaubt an Wunder und versucht immer wieder, das unmögliche möglich zu machen. Als sie von einer Stadt in Maine hört, in der es solch unmöglichen Dinge wie Schnee im Sommer und Regenbogen ohne Regen gibt, packt Sie Cam, deren jüngere Schwester und den halben Hausstand ein, um sich auf den Weg nach Promise zu machen…
Mir ist es sehr schwer gefallen, eine Beziehung zu der Geschichte aufzubauen. Die Figuren sind mir durchweg fremd und fern geblieben und ich habe kein Gefühl für sie bekommen. Doch nicht nur die Figuren, auch die beschriebenen Emotionen sind mir fern geblieben. Für mein Gefühl wird auch der Krebs nicht eindringlich genug beschrieben und als zu harmlos dargestellt. Einerseits wird Cam als todkrank beschrieben, andererseits kann sie das Sterben durch Advil verschieben. Dies passt für mich nicht zusammen. Das Buch beinhaltet einige wirklich schöne Botschaften, doch auch diese sind nicht wirklich bei mir angekommen, weil mir alles so fremd geblieben ist.
Ich habe lange überlegt, wie ich die im Buch vermittelte Stimmung am besten beschreibe, aber mir mag einfach kein anderer Begriff als merkwürdig einfallen. Die Geschichte beinhaltet viele sehr schöne Nebensätze, welche unwichtig erscheinen, jedoch teilweise voller Bedeutung sind. Dies finde ich sehr schön und dadurch bekommt die Geschichte einen tiefgründigen Touch, was sich zumindest für mich auch auf die Stimmung auswirkt. Andererseits empfinde ich die Stimmung als recht emotionslos, da die Emotionen der Protagonisten nicht bei mir angekommen sind, was sie für mich sehr mechanisch gemacht hat.
Und obwohl mich das Buch nicht erreicht hat, hatte es auf seine Art das gewisse Etwas, was mich zum weiterlesen animiert hat. Ich wollte einfach wissen, was es mit der Stadt Promise auf sich hat und auch auf das Ende war ich Neugierig. Das Ende konnte mich dann auch endlich erreichen und ich fand es sehr passend. Dies wiederrum hat mich ein wenig mit dem Buch versöhnt.
Bewertung vom 04.04.2013





ausgezeichnet- Lou ist Mitte 20, lebt bei ihren Eltern und jobbt in einem kleinen Café. Mit ihrem Freund ist sie schon lange zusammen, wirklich glücklich ist sie jedoch nicht. Als das Café, in dem Lou arbeitet, schließen muss, benötigt Lou so schnell wie möglich einen neuen Job. Will lebt zwar im selben Ort wie Lou, scheint jedoch aus einer ganz anderen Welt zu kommen. Er ist beruflich erfolgreich, wohlhabend und steht sehr aktiv im Leben. Doch als Will nach einem Unfall vom Hals abwärts gelähmt ist, verliert er die Freude am Leben. Durch eine Stellenanzeige tritt Lou in Wills Leben und es beginnt eine der schönsten und ergreifendsten Geschichten, welche ich kenne.
Bereits nach wenigen Seiten konnte mich Jojo Moyes von ihrem Schreibstil begeistern und ich konnte sofort in die Geschichte eintauchen. Ich wusste vorher gar nicht, dass Will ein Tetraplegiker ist und war dann sehr überrascht, als sich dies herausstellte, weil ich irgendwie nicht mit dieser Thematik gerechnet habe. Da man diese Tatsache bereits sehr früh im Buch erfährt, sehe ich dies auch nicht als Spoiler an und habe somit kein schlechtes Gewissen, offen darüber zu schreiben.
Wills Behinderung steht im Mittelpunkt der Geschichte. Man erfährt sehr viel über die Schwierigkeiten und Probleme einer solchen Behinderung. Will ist vom Hals abwärts gelähmt und es gibt keine Aussicht auf eine Besserung, ganz im Gegenteil, in Zukunft wird er noch mehr mit den körperlichen Schwierigkeiten einer solchen Behinderung zu kämpfen haben. Deswegen sieht Will in seinem Leben keinen Sinn mehr und auch nach einem missglückten Suizidversuch ist sein Wunsch zu sterben ungebrochen. Deswegen beschäftigt sich die Geschichte auch mit der wichtigen wenn auch sehr harten Thematik der Sterbehilfe und beleuchtet hier sowohl Wills Seite als auch die der Menschen die ihn lieben ganz neutral ohne zu be- oder verurteilen. Als Leser lernt man hier beide Seiten kennen, was mir sehr gut gefallen hat.
Die Geschichte von Lou und Will wird als ganz große Liebesgeschichte beworben. Für mich ist sie das auch und gehört zu den schönsten Liebesgeschichten, die ich je gelesen habe. Dabei steht die Liebe gar nicht im Vordergrund sondern findet subtil, still und leise im Hintergrund statt. Und gerade das in Kombination mit einer solch schweren Thematik macht sie für mich zu einer wundervollen Liebesgeschichte.
Ich war recht schnell von der Geschichte begeistert und wollte gar nicht, dass es endet. Zum einen natürlich, weil ich Lou und Will gerne durch ihren Alltag begleitet habe, andererseits hatte ich aber auch ein wenig Angst davor, dass mir das Ende nicht gefällt. Diese Angst war jedoch völlig unbegründet, denn ich finde das Ende perfekt.
Während des Lesens musste ich lachen, genauso oft musste ich aber auch weinen. „Ein ganzes halbes Jahr“ hat mich sehr berührt und bewegt und selbst jetzt, über eine Woche nachdem ich es beendet habe, bekomme ich noch eine Gänsehaut, wenn ich an einige der Szenen denke. Ich musste auch immer wieder an den Film „Das Meer in mir“ denken, dessen Protagonist ebenfalls Tetraplegiker ist und sich für das selbstbestimmte Recht auf den Tod einsetzt. Der Film ist ebenfalls sehr empfehlenswert.
Fazit:
„Ein ganzes halbes Jahr“ ist eine wundervolle Geschichte mit einer schwerwiegenden und tiefgreifenden Thematik. Einfühlsam aber auch offen und ehrlich beschreibt die Autorin das Leben der Protagonisten. Für mich gehört dieses Buch jetzt schon zu einem der besten des Jahres.
Bewertung vom 04.04.2013





ausgezeichnet- Auch wenn ich selbst nicht zur Zielgruppe von gayromeo gehöre, ist mir das Portal durch Mitglieder in meinem Freundes- und Bekanntenkreis durchaus ein Begriff. Ich habe schon lustige, traurige und manchmal auch ein wenig dramatische Geschichten gehört, in denen gayromeo immer auf die eine oder andere Art eine tragende Rolle gespielt hat. Deswegen war ich sehr gespannt auf die Geschichte, welche der Protagonist von Jannis Plastargias Erzählung erzählen wird.
Der Autor beschreibt das Leben seines Protagonisten auf sehr einfühlsame Art und Weise. Man erhält einen guten Eindruck von seinem Leben, der Einsamkeit und seiner Angst. Sehr verständnisvoll stellt sich dadurch dar, wie ein Mensch in den Bann einer Kontaktbörse gezogen werden kann, die sich ihm eröffnet wie ein großer und bunter Süßigkeitenladen. Dass der Protagonist schwul ist hat für mich nichts daran geändert, dass die Erzählung einen großen Wiedererkennungswert hat, denn jeder, der schon mal auf einer Kontaktbörse unterwegs war, wird die eine oder andere Beschreibung wiedererkennen.
Für mich ist „Hoffnung Blaue Seiten“ eine leise und ruhige Geschichte, die durch ihren Tiefgang überzeugt. Durchgelesen habe ich die Geschichte in einem Rutsch. Mein erster Gedanke nach dem Lesen war, dass ich gerne weiter gelesen hätte. Dennoch war das Ende wenn auch überraschend genau richtig.
Bewertung vom 07.02.2013





gut- Dotti arbeitet als Journalistin und verbringt ihre Abende am liebsten gemütlich mit ihrem Kater und ihren Büchern auf der Couch in Schlabberklamotten. Auf Männer hat sie keine Lust mehr und gibt diesen auch keinen Raum in ihrem Leben. Als sie von ihren Vorgesetzten dazu verdonnert wird, eine Internetdatingagentur zu testen und darüber zu berichten, wehrt sie sich vehement dagegen. Doch jeglicher Widerstand ist zwecklos und so beginnt Dotti eine bissige Kolumne über Mauerblümchen und Onlinedating zu schreiben, welche ungeahnte Folgen mit sich bringt…
Ich bin zwar weder Single noch Mauerblümchen, dafür jedoch Bloggerin und finde Bücher in denen ein Blog eine wichtige Rolle spielt irgendwie interessant. Die vielen guten Rezensionen haben dann ihr übriges getan, um mich auf das Buch aufmerksam zu machen. Ich konnte mich wirklich gut in die Geschichte einfinden und hatte schnell ein Bild von allem vor Augen. Der Schreibstil der Autorin lässt sich sehr flüssig und angenehm lesen. Es gibt mehrere Anspielungen auf die Bloggerwelt im Allgemeinen und die Literaturblogger im Besonderen, welche mir gut gefallen haben.
Besonders Dottis Kolumnen habe ich sehr gerne gelesen und genauso wie in der Geschichte, denke ich, dass die Autorin damit auch vielen Menschen im wahren Leben aus dem Herzen gesprochen hat. Die Kolumnen und Dottis Gedanken liefern viel Wiedererkennungswert, was ich immer sehr schätze. Am meisten habe ich mich jedoch in den Szenen wiedererkannt, in welchen Dotti versucht, das perfekte Katzenphoto zu schießen.
Einige Szenen fand ich viel zu überdreht und war dann von diesem „zu viel“ auch genervt. Leider haben diese Situationen wie z.B. die Szene in der Oper oder die Botschaft im Schuh das Ganze für mich auch recht unglaubwürdig gemacht. Ebenso wurde mein Sinn für Humor nicht angesprochen, so dass ich das Buch als nicht so lustig, wie es überall beschrieben wird, empfunden habe. Gegen Ende war auch Dottis Verhalten für mich nicht mehr nachvollziehbar und ich konnte ihre Gefühle nicht verstehen.







































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