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- 1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Bewertung vom 10.07.2012





ausgezeichnet- Ein tolles Buch, empfehlenswert für alle Wolfsfans und solche die es werden wollen...und vielleicht auch für alle diejenigen, die immer noch behaupten, dass Hunde den Wölfen sehr ähnlich sind. Nach der Lektüre dieses Werkes muss man eindeutig sagen, dass die Evolution Grenzen gezogen hat und auch, dass man sehr gut überlegen sollte, ob man diese, etwa durch Rückzüchtung von Wolfshunden, unbedacht zurückdrehen oder überschreiten darf. Ein Wolf ist ein Wolf und ein Hund ein Hund, das sollte man akzeptieren, und ganz bestimmt eignet sich ein Wolf nicht als Haustier, wie die Autorin an dieser Stelle eindringlich erklärt!
Tanja Askani macht sehr deutlich und schildert mit großem Sachverstand und aus eigener Erfahrung heraus, was es bedeutet, ein "wilder" Wolf zu sein. Sie legt hierbei kein theoretisch anstudiertes Fachwissen zugrunde, sondern persönliche Erfahrungen und Erlebnisse, die sie mit diesen faszinierenden und für uns Menschen immer noch geheimnisvollen und mythischen Tieren hatte.
Die Episoden, wie Flocke, das Polarwölfchen sich entwickelt, die Erlebnisse im Umgang mit den Wölfen, die Beobachtungen im "eigenen" Rudel des Wildparks...sind viele ganz neue und faszinierende Einblicke in wölfisches Verhalten...ein Denkmal für diese wunderschönen und oftmals völlig verkannten Tiere, garniert mit fantastischen Fotographien. Absolute Kaufempfehlung...und sollte ich einmal in der Nähe des Parkes sein, findet man mich bestimmt unter den Besuchern!
Bewertung vom 10.07.2012





sehr gut- Nun, eigentlich ist Deutschland ja die Heimat der Apachen! Zumindest schriftstellerisch, denkt man an Karl May zurück. Und leider, leider, hat man dieses Indianervolk in den letzten Jahren ein wenig stiefmütterlich behandelt...zumindest hierzulande! Wie übrigens die Indianer allgemein!
Da ich mich, wie aus meinen vielen Rezensionen zu diesem Thema ersichtlich ist, ein wenig (mehr) für die Apachen und ihre (wirkliche) Geschichte, aber auch für richtig gut geschriebene Bücher über dieses Volk in Romanform interessiere, war ich natürlich hocherfreut, einen echten "Egli" zu finden. Delgado der Apache ist die Wiederveröffentlichung eines bereits in den späten Siebzigern erschienenen Buches, ein wenig überarbeitet, aber ansonsten nicht wesentlich verändert.
Ich will zur eigentlichen Geschichte nicht zu viel erzählen, die wesentlichen Handlungsstränge werden in der Buchbeschreibung bereits erwähnt.
Wer Werner J. Eglis Bücher kennt, seine Jugendromane, die auch ich bereits gelesen habe, ebenso seine Werke für Erwachsene, der weiß, dass er schnörkelos schreibt. Manchmal kommt es einem auch ein wenig hart vor, gerade wenn es, wie in diesem Roman, um den Krieg der Weißen gegen die Apachen geht...aber leider entspricht all das, was er hier zu Papier bringt, der Realität...Skalpjäger, Menschen, die aus reiner Mordlust, Landgier und dem Verlangen nach Gold töten. Menschen ( und ich spreche hier ausdrücklich nicht von den Apachen!), die eigentlich sämtliche menschlichen Züge verloren haben. Ein grausamer Krieg und ein erbarmungsloses Land...Egli fängt die Stimmung hervorragend ein, ein mitreißendes Buch, welches einen nicht mehr loslässt.
Allerdings vergebe ich hier dennoch "nur" vier Sterne, denn da ich (fast alle) von Eglis Werken kenne, weiß ich auch, dass es noch besser geht. Anfang der Neunziger wurde "Die Nacht als der Kojote schwieg" veröffentlicht, für mich, bis heute, ein Meilenstein, wenn es um Bücher über Apachen geht...ebenfalls von Werner J. Egli!
Und einige der Kapitel, die man bei Delgado findet, hat er auch in diesem Buch ein wenig verändert verarbeitet...nur noch besser. Es ist eigentlich schade, dass man nicht dieses Werk neu aufgelegt hat, denn es ist noch glaubwürdiger, noch realistischer, noch schonungsloser...aber vielleicht kommt das ja noch?!
Noch eine kurze Anmerkung zum Cover, weil ich das noch loswerden muss! Es handelt sich um ein sehr schönes und im Stil der siebziger Jahre gehaltenes Titelbild...nur leider, und hier muss ich dann doch ein wenig meckern, weil ich denke, dass man darüber nachdenken sollte...es zeigt alles, nur keinen Apachen!
Der abgebildete Krieger mit Adlerfedern im Haar entspricht eben nicht dem, dwas man hier erwarten würde. Sind denn die Krieger der Apachen nicht ebenso darstellungswürdig? Im einundzwanzigsten Jahrhundert sollte man das doch hinbekommen, oder?
Dennoch, trotz der "kleinen" Beanstandungen. Absolute Kaufempfehlung, und danke an all die Verlage, die endlich wieder den Mut besitzen, "Indianerwestern" herauszubringen!
Bewertung vom 10.07.2012





gut- Ein Film, an dem sich die Geister scheiden...man mag ihn, oder eben eher nicht. Ich liege mit meiner Bewertung (3 Sterne) im Mittelfeld.
Zum "Mögen"! Ich mag diesen Film, weil er wunderschöne Bilder zeigt, unberührte Landschaften, von der sogenannten "Zivilisation" noch nicht verdorbene Naturvölker, eine sehr einfühlsame und gefühlvolle Filmmusik hat und letztlich doch das Aufeinandertreffen der Kulturen in seiner ganzen Härte und Grausamkeit zeigt. Und das dann, im Gegensatz zu der sonst eher verträumten "Grundstimmung" des Films, sehr realistisch. Ja, so könnte es wirklich gewesen sein, als die "ignoranten" Europäer Nordamerika für sich entdeckten. Eine "Neue Welt" hingegen haben sie dort nicht aufgebaut, sondern statt dessen Hass, Tod und Verderben gebracht!
Zum "weniger Mögen"! Etwas weniger mag ich die Darstellung der Liebesgeschichte um Pocahontas und ihre beiden "Engländer", die Tatsache, wie man sie schließlich "zivilisiert" und auch, dass die wirkliche "Schuld" der Europäer an den Veränderungen in der Neuen Welt nicht hinreichend zur Sprache kommen. Historisch ist dieser Film eher ein Flop, dazu ist er letztlich dann zu "gekünstelt" bzw., wie ein Vorrezensent es ausdrückt, zu "künstlerisch".
Ja, ich denke, das wird es sein...der Regisseur hat versucht, ein von der realen Welt etwas abgehobenes Stück Filmgeschichte zu schreiben...auch eine Form, eine "Neue Welt" zu erschaffen...man mag es dann, oder eben weniger.
Wer hier einen historisch korrekten Film, eventuell sogar "Action" vermutet, wird bitter enttäuscht. Wer sich auf wunderschöne Bilder, Landschaften, untermalt von traumhafter Musik einlässt, wenige Dialoge, dafür aber Stimmen aus dem Hintergrund, der genießt den Film...
Wie schon einleitend bemerkt, ein Film, der die Meinungen auseinandergehen lässt, dennoch sehenswert und einprägsam.
Bewertung vom 10.07.2012





ausgezeichnet- Auch dieses Buch aus der neuen Reihe "memo Wissen" hat mich vollauf überzeugt. Hier findet selbst der "Laie" alles Wissenswerte über Fußball, seine Ursprünge (Geschichte), ähnliche Ballspiele, Regelwerk und herausragende Spieler der Gegenwart und Vergangenheit. Dazu äußerst aufwändig bebildert, ein tolles, großformatiges Poster inklusive...was will man mehr erwarten.
Das Buch ist, aufgrund des nicht zu großen Textumfangs gut geeignet für kleine (große) Fußballfans ab etwa acht Jahren. Unser Sohn ist begeistert, absolute Kaufempfehlung!
Bewertung vom 26.03.2012





ausgezeichnet- Im eigentlichen Sinne ist auch die erste Fassung dieses Buches, welche von Arkady Fiedler bereits in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts verfasst wurde, nicht die Originalfassung. Buffalo Child selbst, der Mann, dessen Leben hier autobiographisch erzählt wird, hat die erste Version bereits Ende der zwanziger Jahre selbst veröffentlicht. Damals allerdings in den Vereinigten Staaten, und sein Verleger verlangte kategorisch die Streichung aller Passagen, welche die Amerikaner in einem schlechten Licht darstellten. So war diese Ur-Fassung nur noch ein Rudiment des ursprünglichen Manuskripts.
Arkady Fiedler ist es dann zu verdanken, dass die uns jetzt vorliegende Fassung veröffentlicht wurde. Mit viel Fleiß und der Hilfe der Verwandten des Buffalo Child, gelang es ihm, ein Werk zu verfassen, welches dem eigentlichen Original wohl sehr nahe kommt und uns einen tiefen Einblick in die Lebensumstände und die Gedankenwelt der Bewohner der Prärien erlaubt.
Buffalo Childs Erinnerungen, die er selbst niedergeschrieben hat, reichen zurück in eine Zeit, als der Rote Mann noch, einigermaßen, frei über die Prärien streifte, das ursprüngliche, nomadische Leben noch nicht gänzlich aufgegeben hatte, wenn sich auch die fortschreitende Zivilisation und Besiedlung durch die Weißen zu einem immer größeren Problem entwickelte.
Das Leben der Indianer der nördlichen Prärien nimmt auf den gut 290 Seiten des Buches Gestalt an, man sieht sie förmlich auf die Bisonjagd gehen, frei über die Prärie streifen oder im Kampf mit ihren Feinden.
Buffalo Child schildert all das, was er selbst als Kind und Heranwachsender erlebt hat, Dinge die uns bekannt vorkommen, aber auch solche, die man bisher nicht wusste. Sicher liegt das z.T auch daran, dass er selbst ein Angehöriger der Blackfeet ist, eines Stammes, der weniger bekannt ist, als etwa die Lakota oder Cheyenne, und über den wir von daher weniger wissen. Auch hatte dieses Volk das "Glück", in einer Gegend zu leben, in der es kein Gold gab, sodass sie von den Weißen zunächst weniger bedrängt wurden...
Liest man diese Geschichte, wird wieder einmal deutlich, dass die Indianer über die gleichen Gefühle verfügen, die allen anderen Menschen eigen sind, dass sie Angst und Trauer, aber auch Freude kannten, genau wie jedes andere Volk auf dieser Erde...im Grunde sind die Unterschiede gar nicht so groß! Das muss auch Buffalo Child, als Kind, oftmals feststellen...etwa, als er sich mit einem weißen Jungen anfreundet oder sein Stamm schließlich mit den bis dahin größten Feinden, den Crow, Frieden schließt.
Ein tolles Buch, aufwändig gestaltet, mit vielen farbigen Illustrationen, sehr gut zu lesen und ein wichtiges historisches Dokument. Unbedingte Kauf und Leseempfehlung, für Jugendliche und Erwachsene!
- 1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Bewertung vom 26.03.2012





ausgezeichnet- Ein wirklich tolles Buch, unbedingt lesenswert!
Miyax/ Julie, ein dreizehnjähriges Inuitmädchen flieht aus der Kinderehe mit Daniel. Sie läuft in die arktische Tundra hinaus und verirrt sich, beinahe wäre sie verhungert, denn das Leben hier ist hart. Nur die Stärksten und Anpassungsfähigsten überleben, ein uralter Grundsatz der Natur, der in dieser Umgebung besonders gilt.
Aber Miyak hat viel von dem, was man für ein Überleben benötigt, von ihrem Vater Kapugen gelernt, und so findet sie einen Weg...sie sucht die Nähe eines Wolfsrudels, beobachtet die Tiere genau und lernt, sich mit ihnen zu verständigen. Als der Anführer des Rudels sie schließlich akzeptiert, teilen die Wölfe ihre Jagdbeute mit ihr.
In diesem Jugendbuch erfährt man sehr viel...über Wölfe und ihr Verhalten, über die Arktis, die Tier und Pflanzenwelt dort und auch, wie die dort ursprünglich lebenden Menschen, die Inuit, es geschafft haben, hier zu (über)leben.
In diesem Zusammenhang kommt es einem dann auch ein wenig komisch vor, wenn in der Geschichte über ein Forschungslaboratorium berichtet wird. Die Blassgesichter, wie die Inuit die Weißen nennen, studieren dort die Arktis. Aus aller Welt kommen Wissenschaftler dorthin, um die Welt des Ewigen Eises zu erforschen. Man weiß schon eine ganze Menge über das Leben bei polaren Temperaturen...
Wirklich? Wenn man nur einige Seiten vorher im Buch erfahren hat, wie genau die Ureinwohner ihre Umgebung, ihren Lebensraum "erforscht" haben. Wie es selbst ein dreizehnjähriges Mädchen, ohne Hilfe anderer Menschen schafft, dort zu überleben. Welche genaue Beobachtungsgabe dazu gehört, die Dinge und Zusammenhänge zu verstehen (etwa wenn Miyak weiß, dass es Lemminge nur in gewissen Zyklen gibt, etc.)
Ein tolles Buch, mit sehr viel Fachwissen über die arktischen Bewohner, geschrieben, welches wieder einmal deutlich macht, wie wenig wir Blassgesichter wirklich von der Welt verstehen!
Einziger, winziger Kritikpunkt in diesem Fall wäre, dass hier im Zusammenhang mit den Inuit über "Eskimos" gesprochen wird. Diese Bezeichnung ist heutzutage sicher nicht mehr zeitgemäß. Gut, das Buch wurde bereits in den siebziger Jahren erstmals veröffentlicht, aber solche "Fehler" hätte man bei einer Neubearbeitung vielleicht entfernen können!
Noch eine kurze Anmerkung...der Stil, in dem dieses Buch geschrieben ist, wirkt vielleicht zunächst etwas ungewohnt. Man benötigt einige Seiten, um "hereinzukommen". Aber es lohnt sich wirklich, unbedingt weiterlesen!
- 3 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Bewertung vom 07.03.2012





ausgezeichnet- Also eigendlich habe ich dieses Buch gar nicht für mich, sondern für meine Tochter gekauft...es soll als Schullektüre in ihrer sechsten Klasse (Gymnasium) gelesen werden, und ich bin bereits jetzt sehr gespannt, wie ihr Kommentar dazu lauten wird!
Na ja, wie der Zufall es will...Mutter muss das Buch besorgen, liest die ersten Seiten und bleibt hängen. Etwas, was mir noch nie vorher bei einer "Schullektüre" passiert ist. Habe die gesamte Geschichte an einem Nachmittag gelesen und kann nur wiederholen: genial!
Nun, über die Handlung wurde von anderen Rezensenten an dieser Stelle bereits einiges geschrieben...Forrest Gump für Kinder und Jugendliche, in einer Sprache, die einfach phänomenal ist. Locker und flockig erzählt, aus der Sicht eines "tiefbegabten" Kindes. Ricos Erklärungen der Welt um ihn herum sind wunderbar, treiben einem manchmal einfach nur die Lach-Tränen in die Augen ...manchmal muss man auch einen Moment überlegen, bevor man es erfasst. Und dann das absolute Gegenstück zu Rico..sein Freund Oskar. "Hochbegabt", also unheimlich schlau, aber ebenso einsam und lebensuntüchtig...eine tolle Paarung, eine wundervolle Geschichte über eine Freundschaft unter Aussenseitern, die am Ende sogar noch sehr spannend ist, als Oskar entführt wird und Rico sich als Detektiv versucht.
Ich will an dieser Stelle nicht mehr verraten, einfach kaufen und selbst lesen. Es ist ein Vergnügen, ein Spiel mit der Sprache und ein besonderer Blick auf diese Welt und ihre Bewohner. Für alle Kinder ab etwa zehn, elf Jahren, auch und besonders für Erwachsene, denen viele Situationen seltsam bekannt vorkommen mögen. Absolute Kaufempfehlung!
Ach ja, weil man kritisieren könnte, dass Kinder diese Art von Geschichte noch nicht verstehen, ihnen manche Zusammenhänge fehlen ...ich denke, das ist genau so, wie es auch mit den zahlreichen animierten Filmen von Pixar, Dreamworks o.ä. funktioniert. Es gibt immer verschiedene Ebenen des Verstehens. Die Kinder werden ihren Spass haben, Erwachsene lachen dann eben an anderen Stellen!
Bewertung vom 21.02.2012





ausgezeichnet- Wer könnte sich dieses Themas besser annehmen, als der leider inzwischen verstorbene Erik Zimen?
Seine früheren Bücher "Der Wolf" und "Der Hund" sind Standardwerke zu diesem Thema und auch für junge Leser findet er die passenden Erklärungen...
Toll aufgemachtes Buch, klare Strukturierung, reich bebildert (sowohl Fotos, als auch farbige Zeichnungen) und sehr verständlich vermitteltes Wissen. Ein großes Kompliment an den Autor und eine klare Kaufempfehlung für alle Wolfsliebhaber und solche, die es werden wollen. Auch und sicher besonders geeignet als begleitendes Buch im Unterricht (Biologie oder auch Sachkunde an Grundschulen). Und vielleicht führt das hier vermittelte Wissen dann dazu, dass wir endlich bereit sind, den Wölfen freundlicher und verständnisvoller zu begegnen, als dies bisher geschehen ist. Es wäre wünschenswert!
Stockel, H. Henrietta
Shame & Endurace: The Untold Story of the Chiricahua Apache Prisoners of War
EUR 18,95
Bewertung vom 27.01.2012





ausgezeichnet- Ein wirklich notwendiges Buch, wichtig, unersetzbar...nur so kann man das zusammenfassen, was Henrietta Stockel mit diesem Werk leistet.
Es beleuchtet zum ersten Mal ein Kapitel der jüngeren amerikanischen Geschichte, welches wohl, zumindest glaubte man dies bis vor zehn Jahren, keine Entsprechung hat.Gemeint ist das Vorgehen gegen die letzte Gruppe freier "Ureinwohner" des nordamerikanischen Kontinents, die Menschen, die es lange Zeit "gewagt" hatten, sich gegen die Wegnahme ihres Landes, die Vertreibung aus ihrer Heimat, die Mißachtung ihrer fundamentalsten Menschenrechte, zu wehren. Die Menschen, die es "gewagt" hatten, diesen mächtigen Staat,eine ihnen "überlegene" Rasse, die Regierung dieses Landes und das Militär herauszufordern. Die Menschen, die einfach nicht akzeptieren wollten, dass die "Weißaugen" das Recht zu all diesen Dingen besitzen sollten, die "stur" an ihren alten Bräuchen, ihrem Glauben, ihrer Sprache, ihrer überlieferten Lebensweise festhielten, die Kultur der Weißen nicht übernehmen wollten.
Ihre Feinde nannten sie Apachen, sie selbst bezeichneten sich einfach als Nde (Menschen), und dieses Buch beschreibt nun das "letzte" Kapitel ihres Kampfes.
Nach vielen Jahren der bewaffneten Auseinandersetzung ergaben sich die letzten von ihnen im September 1886 den amerikanischen Truppen unter General Nelson Miles. Was dann folgte, waren Jahrzehntelange politische Ränkespiele und siebenundzwanzig Jahre Kriegsgefangenschaft, welche sie fern ihrer Heimat, zunächst in Florida, später dann in Oklahoma, verbringen mussten, bevor man den Überlebenden schließlich die Rückkehr in ihre Heimat gestattete.Siebenundzwanzig Jahre, in denen man nicht nur diejenigen einsperrte und bestrafte, die gegen die Amerikaner gekämpft hatten, sondern ebenso ihre Frauen und Kinder,sowie alle diejenigen, die friedlich geblieben waren.Ein ganzes Volk wurde in Haft genommen..ein unvergleichliches Unrecht!
Über diese Jahre berichtet das Buch, zitiert Militärberichte, Aufzeichnungen von Zeitzeugen, Stimmen aus der Öffentlichkeit...ein erster und zugleich sehr gelungener Versuch, dieses dunkle Kapitel der Geschichte, was ohne jeden Zweifel eine Verletzung der Menschenrechte darstellt, aufzuarbeiten...nach fast hundert Jahren! Wie lange werden wir wohl darauf warten müssen, ähnliche Werke über Guantanamo zu lesen? Es ist, vieleicht wie fast immer, eine Frage der Zeit. Großes Kompliment, Frau Stockel! Sehr lesenswert!
Lieblingslisten
- Mara Durchschnittliche Kundenbewertunggut
- Jugend-und Kinderbücher Durchschnittliche Kundenbewertungsehr gut
- Lakota Philosophie Durchschnittliche Kundenbewertunggut



































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