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Insgesamt 434 Bewertungen
Bewertung vom 14.05.2013





ausgezeichnet- Sophie hat es geschafft - sie ist am Ziel ihrer Träume angekommen. Sie ist mit Joshua Streta, dem Drummer der "Dark Tower Alliance" fest zusammen und lebt mit ihm und den anderen Jungs der Band in einer WG in Köln. Auch ihr Neurinom, ein gutartiger Tumor in der hinteren Schädelgrube, konnte erfolgreich behandelt werden und sie ist wieder gesund. Lediglich Stresssituationen sollte sie vermeiden, da sie in solchen sehr starke Kopfschmerzen bekommt. Derweil engagiert sie sich für die Band ihres Freundes, denn sein Erfolg ist ja auch ein Stück weit ihr Erfolg.
Doch so leicht, wie Sophie sich das vorgestellt hat, ist das Zusammenleben mit einem Rockstar nicht, zumal niemand in der Öffentlichkeit von ihrer Beziehung weiß. Lediglich ihre Familie ist informiert und durch den Umzug von Frankfurt nach Köln hat sie dort auch noch keine Freunde - aber sie hat Joshua, den Mann ihrer Träume. Allerdings wäre das Leben und ihre Beziehung noch viel schöner, wenn nicht ständig diese (weiblichen) Fans ihrem Freund auflauern würden, zumal sie sich ja in der prekären Situation befindet, sich nicht als seine Freundin outen zu können. Zwischen Sophie und Joshua kommt es immer wieder und immer öfter zum Streit.
Nach einem solchen Streit fährt Sophie zu ihren Eltern nach Frankfurt - sie braucht einfach mal eine Auszeit. Nachdem sich die Situation mit Joshua wieder entspannt hat, lernt sie auf der Rückfahrt nach Köln Roman kennen, einen überaus sympathischen jungen Mann, der mit ihr sofort auf einer Wellenlänge ist. Sobald sie jedoch wieder in Köln ist, hat Sophie nur noch Augen für Joshua, obwohl sie zugeben muss, dass der sympathische Roman ihr immer wieder im Kopf rumspuckt. Durch Zufall treffen sich die Beiden in Köln wieder und verbringen einen Abend miteinander, denn was Sophie zu dem Zeitpunkt noch nicht weiß: Roman fand sie bereits auf den ersten Blick mehr als nur sympathisch. Als Sophie auch noch mitbekommt, dass Joshua immer wieder heimlich mit einer Sonja telefoniert, muss sie sich entscheiden: Will sie für ihre Liebe zu Joshua kämpfen oder soll sie einen Neustart mit Roman wagen?
Eine gelungene Fortsetzung! Der Plot wurde detailliert und abwechslungsreich erarbeitet, ohne jedoch vorhersehbar zu sein, denn ich habe bis fast zum Ende gerätselt, für wen sich Sophie letztendlich entscheiden wird. Die Figuren wurden ausgesprochen facettenreich und tiefgründig erwartet, wobei ich allerdings sagen muss, dass sich die Figur des Joshua an sich sehr negativ entwickelt hat. Wo er im ersten Teil noch feinfühlig reagiert hat, strafft er jetzt, wo seine Welt in Ordnung ist und er ein erfolgreicher Rockstar, seine Umwelt mit Missachtung ihrer Gefühle. Sophie hingegen ist mir nach wie vor sehr sympathisch und ich kann sagen, ich mag sie unheimlich gerne und ich konnte ihr Dilemma, so zwischen zwei Männern zu stehen und eine Entscheidung fällen zu müssen, sehr gut nachvollziehen. Den Schreibstil empfand ich wieder als ausgesprochen angenehm zu lesen, sodass ich das Buch eigentlich nur anlesen wollte, es aber am Ende am Stück gelesen habe. Nun hoffe ich natürlich, dass die Autorin noch weitere Ideen für Bücher auf Lager hat, denn Nachschub ist meinerseits immer erwünscht.
Bewertung vom 14.05.2013





sehr gut- Lubow "Luba" Schewschenko verlor mit fünf Jahren ihre Eltern bei einem Verkehrsunfall. Aufgenommen wurde sie von einer Tante, sodass ihr ein Waisenhaus in der Ukraine erstart blieb, doch wirklich einfacher machte es die Situation für das kleine Mädchen nicht. Ihre Tante wollte immer Balletttänzerin werden, doch dieser Traum blieb ihr versagt. Jedoch die kleine Luba hat Talent und so wird sie von ihrer Tante in einer Ballettschule angemeldet und tatsächlich, sie ist gut, allerdings ohne Ehrgeiz. Dennoch schafft sie es an einer Theater- und Ballettakademie in St. Petersburg aufgenommen zu werden. Doch anstatt sich aufs Tanzen zu konzentrieren, wird sie von ihrer besten Freundin Soscha in das Thema "Männer" eingeführt. Luba ist durchaus interessiert und lernwillig, doch eine Grenze will sie nicht überschreiten.
Wenig später zieht es Luba in die Ferne, sie will die Welt sehen und nicht den typischen Weg einer Frau von wegen Ehe und Kinder eingehen. Sie geht nach New York und bleibt auch dort, nachdem ihr Visum abgelaufen ist. Sie arbeitet in einer Konditorei, wo sie eines Tages Chey trifft. Sofort sieht sie, dass dieser Mann anders ist, als alle anderen Männer, die sie bisher kennengelernt hat. Da auch Chey von der jungen Frau fasziniert ist, kommt es wie es kommen muss und die Beiden verlieben sich ineinander. Luba wird schnell klar, dass Chey Geld haben muss, doch dass der Bernsteinhandel so gut läuft, kann sie sich nicht vorstellen und dennoch, Chey und Luba sind im 7. Himmel. Mit ihm geht sie so weit, wie zuvor noch nie mit einem Mann. Alles könnte so schön und harmonisch sein, wenn Chey nicht immer wieder für ein paar Tage unangekündigt verschwinden würde. Im Notfall könnte Luba sicherlich auch damit leben, doch dann verliert sie, während einer längeren unangekündigten Abwesenheit Cheys ihren Job und steht förmlich mittellos da. Einer von Cheys Bekannten macht ihr ein Angebot, in einer Bar zu Strippen.
Luba ist auf Grund ihrer klassischen Tanzausbildung mehr als nur geeignet für diesen Job und tatsächlich nimmt sie ihn an und findet schnell gefallen daran. Als Chey wieder auftaucht ist er alles andere als begeistert, doch Luba kann ihn von ihrer Entscheidung überzeugen. Sodann verläuft das Leben des jungen Paares, wie das von jedem anderen Paar, bis Chey eines Tages wieder verschwindet. Während seiner Abwesenheit entdeckt Luba eine Waffe in seinem Schreibtisch und ergreift die Flucht, denn sie weiß, nur mit dem Bernsteinhandel kann Chey nicht so wohlhabend geworden sein, doch was steckt wirklich hinter seinem Reichtum und warum besitzt er eine Waffe mit Schalldämpfer?
Es geht weiter mit den 80 Days! Auch der 4. Band der Reihe besticht wieder durch einen abwechslungsreich ausgearbeiteten Plot, wobei auch hier wieder nicht die Erotik an sich im Vordergrund steht, sondern die Geschichte des Waisenkindes Luba aus der Ukraine. Die Protagonisten, allen voran Luba, wurden wieder sehr facettenreich erarbeitet und ich muss sagen, ich mag Luba ungemein gerne. Sie weiß, was sie vom Leben will und ist auch bereit eher unkonventionelle Wege zu gehen, um sie zu erreichen. Der Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass sich das Buch am Stück gelesen habe. Ich freue mich jetzt schon auf den 5. Band der Reihe "80 Days. Die Farbe der Sehnsucht", der zum Glück nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt.
Bewertung vom 08.05.2013





weniger gut- Die vereinigten Staaten von Amerika in der Zukunft: Der 30-jährige Guy Montag arbeitet beim staatlichen Ordnungsdienst. Seit 10 Jahren ist er als Feuerwehrmann tätig, doch im Gegensatz zur heutigen Zeit, sind zukünftig die Feuerwehrmänner dafür da, versteckte Bücher und Zeitschriften zu finden und zu zerstören, denn Feuerwehrmänner legen vom Staat angeordnete Feuer.
Dann lernt er eines Abends auf dem Heimweg die 16-jährige Clarisse McClellan kennen und ist fasziniert von der jungen Frau. Sie begegnen sich an vielen Abenden und Clarisse öffnet Guy nach und nach die Augen über die gesellschaftlichen Formen, die herrschen und über das Wesen von Büchern und Geschichten. Guy wird immer weiter in Clarisses Welt hineingezogen und beginnt, eigenständig zu denken, etwas, dass in Zukunft nicht wirklich erforderlich und/oder gewünscht ist.
Eines Abends jedoch ist Clarisse nicht da - und Guy beginnt, sich zu sorgen. Sein Hauptmann bei der Feuerwache kann ihm mitteilen, dass die junge Frau bei einem Unfall verstorben ist - doch Guy befallen Zweifel. Immer mehr gerät er in die Zwickmühle. Kann er so weitermachen, seinem zerstörerischen Job nachgehen und mit seiner stumpfsinnigen Frau Mildred weiter zusammenleben oder soll er ausbrechen? Damit jedoch nicht genug, ein neuer Krieg steht bevor und dann überschlagen sich die Ereignisse ...
Ich hatte definitiv mehr erwartet! Die Idee des Plotes hat mir unheimlich gut gefallen, die Umsetzung jedoch weniger. Ich empfand es als ausgesprochen unrealistisch, dass ein Mann, dessen Lebensinhalt es seit 10 Jahren ist, Bücher zu zerstören, innerhalb weniger Tage zum Umdenken bekehrt werden kann. Die Figuren empfand ich als ausgesprochen farblos, mir fehlte hier eindeutig die Tiefe und ich empfand die Fülle der Masse an Figuren als zu gering, einige weitere Figuren hätten für mehr Facettenreichtum sorgen können. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, jedoch konnte dieser den Lesegenuss des Buches leider nicht mehr retten.
Bewertung vom 06.05.2013





ausgezeichnet- Die kleine Hexe ist 127 Jahre alt und damit laut den Regeln der Hexenwelt zu jung, um in der Walpurgisnacht zusammen mit den großen Hexen auf dem Blocksberg zu tanzen. Doch die kleine Hexe möchte es so gerne, immerhin übt sie sich jeden Tag 6 Stunden lang in ihrem kleinen Häuschen im Wald im Zaubern. Treu ihr zur Seite steht ihr der Rabe Abraxas. In diesem Jahr jedoch, will die kleine Hexe ihr Glück versuchen, wer sollte sie schon erkennen, wenn sie mit den anderen Hexen auf dem Blocksberg tanzt?
Leider tanzt die kleine Hexe direkt vor den Augen ihrer Tante, der Wetterhexe Rumpumpel, die die kleine Hexe auch sofort meldet. Sie wird bestraft, darf sich doch innerhalb eines Jahres bewähren. Wenn sie eine gute Hexe wird, darf sie im nächsten Jahr zusammen mit den großen Hexen auf dem Blocksberg zur Walpurgisnacht tanzen.
Gesagt getan - die kleine Hexe übt von nun an jeden Tag sogar 7 Stunden, um sich würdig zu erweisen und wie es sich gehört, versucht sie alles, um eine gute Hexe zu werden und hilft den Menschen, wo sie nur kann. Dabei erlebt sie allerhand lustig und auch traurige Geschichten, doch nie geht sie von dannen, ohne zu helfen. Wird sie innerhalb eines Jahres soweit reifen, um vor dem Hexentribunal zu bestehen?
Was für ein entzückendes Kinderbuch! Der Plot fand ich sehr bildreich und leicht verständlich erarbeitet, einfach ein Traum von einem Kinderbuch. Die Figuren, allen voran natürlich die kleine Hexe, wurden ausgesprochen kindgerecht und fantasieanregend, selbst ich als Erwachsene bin nach wie vor entzückt von den Figuren. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen und bin noch immer dermaßen begeistert, das sich jetzt schon weiß, dass ich meiner Nichte, wenn sie denn in ein paar Jahren lesen lernen wird, ein Exemplar dieses Buches kaufen werde - und ganz ehrlich: Ich freu mich jetzt schon darauf, dass auch sie die Welt der kleinen Hexe entdeckt.
Bewertung vom 06.05.2013





sehr gut- Der Februar 2060 hat Einzug in New York gehalten und Eve Dallas wird gleich nach Beendigung ihres einwöchigen Urlaubes mit ihrem Göttergatten Roarke zu einem neuen Fall gerufen. In der Sarah Child Academy wurde der 26-jährige Geschichtslehrer Craig Forster von zwei 10-jährigen Schülern tot aufgefunden. Als Eve den Tatort betritt ist sofort klar, Forster wurde vergiftet. Als Eve die zwei Mädchen Rayleen Staffo und Melodie Branch vernimmt, muss sie feststellen, dass Rayleen niemand anders als die Tochter eines der berüchtigtsten Strafverteidiger der Stadt ist, mit dem Eve bereits mehr als einmal aneinander geraten ist und auch Rektorin Arnette Mosebly macht Eve ihre Arbeit nicht unbedingt einfacher, denn diese will auf jeden Fall jeden Skandal von ihrer Schule abwenden.
Ein Motiv für den Mord ist nicht ersichtlich, Forster war bei allen sehr beliebt und seit 8 Monaten glücklich mit seiner Frau Lissette verheiratet. Auch im gesamten Kollegenkreis des Opfers wüsste niemand auch nur annähernd Klage über den jungen Lehrer zu erheben. Zwar steht kurzfristig der Verdacht im Raum, Forster könnte ein Verhältnis mit seiner Kollegin Mirri Hallywell haben, doch dieser kann umgehend ausgeräumt werden. Was hat Forsters Kollege Reed Williams zu verheimlichen, denn das er nicht die ganze Wahrheit erzählt, ist Eve von Anfang an klar.
Damit jedoch nicht genug, während eines Restaurantbesuches läuft Roarke Magdalena Percell über den Weg, eine frühere Flamme von Roarke und Eve ahnt, dass diese Frau nichts als Ärger mit sich bringt. Roarke hingegen versteht nicht, warum seine sonst so tolerante Ehefrau plötzlich auf die Barrikaden geht und einen Streit nach dem anderen vom Zaun bricht, nur weil er flüchtigen Kontakt mit Magdalena hat. Spätestens nachdem sich Roarkes Butler auf ihre Seite stellt, ist Eve klar, dass Magdalena gefährlich für ihr Glück ist. Ehe sie jedoch entsprechend reagieren kann, wird die Leiche von Reed Williams in der Schule gefunden. Hat der Mörder erneut zugeschlagen und ist diesmal ein Motiv ersichtlich?
Der 24. Band der Eve-Dallas-Reihe beginnt eine gute Woche nach dem Ende des 23. Bandes "In Liebe und Tod". Den Plot empfand ich als detailliert und sehr abwechslungsreich ausgearbeitet, nur hat mir leider zu Beginn etwas die knisternde Spannung gefehlt. Dafür kann ich offen und ehrlich zugeben, ich bin bis fast zum Schluss nicht selbst auf den Täter gekommen, hier wurde ein ausgesprochen verzwicktes Katz- und Mausspiel geboten. Wie bereits in den vorherigen Bänden besticht auch hier wieder Protagonistin Eve Dallas durch ihre taffe Art, wobei ich an dieser Stelle anmerken möchte, dass mir immer ganz besonders gut das Miteinander-Agieren von Eve und Roarke gefällt bzw. auch gerne mal ein Gegeneinander, wenn sich die beiden starken Charaktere vermeintlich jeweils im Recht befinden. Den Schreibstil empfand ich wieder als ausgesprochen angenehm zu lesen, wobei mir, wie bereits beschrieben, am Anfang etwas die knisternde Spannung fehlt hat, dafür konnte mich der Plot voll und ganz überzeugen. Mit großen Erwartungen sehe ich dem nächsten Band der Reihe "Mörderische Sehnsucht" entgegen, auf den ich jedoch leider noch ganz lange warten muss.
Bewertung vom 04.05.2013





sehr gut- Franziska "Fanny" Hill wuchs in einem Dörfchen in Lancashire, nahe Liverpool, auf. Als sie 15 Jahre alt war, starben ihre Eltern an den Pocken, die Fanny ebenfalls hatte, jedoch unbeschadet überstand. Von nun an auf sich allein gestellt (sie war das einzig überlebende Kind ihrer Eltern) kam sie bei einer Frau im Dorf unter. Diese erhielt eines Tages Besuch von einer Esther Davis, die sich in London als Dienstmädchen verdiente und Fanny anbot, selbstverständlich unter Übernahme aller Reisekosten, Fanny mitzunehmen. Das junge Mädchen, das in ihrem Dorf keine große Zukunft erwartete, machte sich also auf die Reise.
Doch in London angekommen, überlässt Esther Fanny sich selbst mit dem Vermerk, zu einer Arbeitsvermittlerin zu gehen. Bei Madame Brown findet sie eine Anstellung, doch noch ist ihr nicht bewusst, dass es sich um ein Freudenhaus handelt. Nach und nach wird sie in die Welt der Lust eingeführt, ihr großer Eintritt in diese Gesellschaft soll der Verkauf ihrer Jungfernschaft sein. Sie bekommt eine Aufpasserin, Phöbe Ayres, zur Seite gestellt, die auf das junge Mädchen acht gibt und ihr immer mehr Arten der Lust offenbart. Eines Nachts jedoch begegnet sie einem jungen Mann namens Karl und flieht mit ihm.
In wilder Ehe leben sie zusammen, bis Karl eines Tages auf Geheiß seiner Familie eine lange Reise unternehmen muss. Fanny bleibt, auf Grund des überstürzten Ausbleibens Karls, unversorgt zurück. Da ihre Vermieterin Fannys Not kennt, bringt sie sie mit einem wohlhabenden Mann zusammen, dessen Geliebte sie wird und der sie aushält. Doch dies ist nur der Beginn ihrer legendären Karriere als Freudenmädchen.
Ein Klassiker der erotischen Literatur! Den Plot fand ich ansprechend erarbeitet, wobei mir hier besonders gut die Darstellung der damaligen Zeit und Lebensumstände, insbesondere von alleinstehenden Frauen gefallen hat. Die Charaktere wurden sehr facettenreich und tiefgründig erarbeitet, hier jedoch kamen mir einige dargestellte Freudenmädchen, selbst für die damalige Zeit, ausgesprochen naiv vor. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, wobei ich jedoch nicht wirklich die Aufregung um das Buch verstehe. Sicherlich waren, als das Buch erschien, andere Zeiten, aber meines Erachtens ist die Menschheit zu diesem Zeitpunkt nicht ausgestorben, sodass bestimmte Dinge, wie in dem Buch beschrieben, durchaus stattfanden. Enttäuscht war ich etwas von der lediglich recht kurzen Zeitspanne des Buches, denn die Geschichte beginnt mit Fannys 15. Lebensjahr und endet, als sie 19 Jahre alt ist. Unter Memoiren hätte ich mir doch eine deutlich längere Zeitspanne vorgestellt.
Bewertung vom 04.05.2013





sehr gut- In Holleschitz in Tschechien lebte einst ein Schustersohn namens Pepik. Dieser sprach immerzu mit seinem schwarzen Kater Mikesch und so geschah es, dass Mikesch innerhalb kürzester Zeit die Menschensprache erlernte. Anfangs sorgte dies für einen Wirbel und aufsehen, aber schnell gewöhnte sich die Dorfgemeinschaft daran. Mikesch ist ein kleiner, aufgeweckter Kater und da er allen gegenüber immer freundlich und wohl gesonnen war, brachte er auch prompt dem Schweinchen Paschik die Menschensprache bei.
Zusammen erlebten die beiden die tollsten Abenteuer, denn der Pepik war ja tagsüber in der Schule und so hatten sie freie Zeit, die der Kater und das Schwein miteinander verbrachten, sie waren u. a. auf einem Kirchweih-Fest und fuhren auch Motorad. Doch damit nicht genug, nachdem er nun schon einem Schwein die Menschensprache beibrachte, war auch nichts dabei, diese dem Ziegenbock Bobesch beizubringen, immerhin konnte man zu Dritt ja deutlich mehr Spaß miteinander haben.
Viel Unfug stellten die drei an, doch versuchten sie immer, das richtige zu tun. Das ein oder andere Mal gelang es ihnen sogar, dem bösen Dorfjungen Tonda einen Streich zu spielen, den dieser aber immer verdient hatte. Dann verschwindet Mikesch eines Tages ...
Ein entzückendes Kinderbuch! Den Plot ist aufgeteilt in viele kleine Einzelgeschichten, die jedoch zum Teil aufeinander basieren. Die Charaktere wurden sehr fantasiereich erarbeitet und wurden mit den typischen Tiereigenschaften bestückt. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, jedoch muss ich sagen, dass die Ausdrucksweise nicht immer meinem Empfinden entsprochen hat. Sei es, weil das Buch schon so alt ist oder weil ich zu alt für die typische Zielgruppe bin - ab und an kam ich ins Stocken. Es ist ein wundervolles Buch, was sich gerade für Leseanfänger sehr gut eignet und seit Jahrzehnten ein Klassiker der Kinderbuchliteratur.
Bewertung vom 27.04.2013





ausgezeichnet- Als Beatrice Liber ihren neuen Job im Antiquariat von Herrn Plana antritt hätte sie mit allem gerechnet, aber nicht damit, dass sich von diesem Tag an ihr Leben komplett ändern wird. Bis jetzt hatte Beatrice wenig Glück in ihrem Leben. Ihr Mann Ingo ist arbeitslos und dem Alkohol mehr als nur zugetan, sie musste ihre eigene Buchhandlung schließen und auch der Tod ihrer kleinen Tochter zehrt an ihren Kräften. Eigentlich keine guten Voraussetzungen, um einen neuen Job anzufangen, aber ohne Bücher zu leben, das geht für Beatrice auch nicht. Sie ist sich nicht sicher, ob sie das Angebot von Herrn Plana annehmen will, aber anschauen will sie es sich schon.
Irgendetwas ist merkwürdig in diesem Antiquariat, dass ist Beatrice schnell klar. Der Keller, der als Lager dient, scheint gigantische Ausmaße zu haben und auch das Klientel ist, nun ja, einzigartig. Eddie zum Beispiel sieht genau so aus wie Edgar Allen Poe und bei einer Lesung eines E-Book-Autoren (er ist der beste Autor der Welt, laut eigener Meinung, doch noch niemand hat sein Genie erkannt - warum wohl?) lernt sie Wolfgang kennen, der sich ihr wirklich als (Johann) Wolfgang von Goethe vorstellt. Als sie in dem gigantischen Keller auch noch ihr eigenes Buch entdeckt, ein Buch, von dem nur sie weiß, das nie gedruckt wurde, weiß sie, dass irgendwas nicht stimmt.
Was sie jedoch noch nicht weiß, Herr Plana ist ein Auktoral und es ist seine Aufgabe dafür zu sorgen, dass sie ihr naturgegebenes Talent zum Schreiben endlich nutzt und sich der Schriftstellerei nicht weiter verwehrt. Denn nicht nur ihr eigenes Schicksal hängt davon ab, dem ganzen Buchland droht der Untergang. Beatrice jedoch hat erst ein Einsehen, als ihr Mann Ingo in Gefahr gerät. Zusammen mit Herrn Plana macht sie sich auf ins Buchland, um Ingo zu retten und allen Gefahren zu trotzen. Doch, ist es überhaupt noch möglich, das Schicksal aufzuhalten oder verliert sie nach allem, auch noch ihren Mann?
Tauche ein ins Land der Bücher! Der Plot wurde detailliert und bildgewaltig ausgearbeitet und was soll ich sagen außer: Ich will ins Buchland, jetzt, sofort - lasst mich doch bitte in diesen Keller!!! Den Schreibstil empfand sehr angenehm zu lesen, ja schlimmer noch, ich war dermaßen fasziniert von der Welt, in die der Autor mich eingeführt hat, dass ich das Buch gar nicht aus der Hand legen mochte. Die Figuren wurden allesamt facettenreich und tiefgründig erarbeitet, wobei ich gerade die Figur der Beatrice ausgesprochen faszinierend fand. Die Liebe zu Büchern kann ich bei ihr durchaus nachvollziehen, aber wie sie es geschafft hat an ihrem bisherigen Schicksal nicht zu zerbrechen, dass ist das, was ich an ihr voll und ganz bewundere. Abschließend kann ich sagen: Ein wundervolles Buch über das Land, in dem die Bücher leben (!) und ich hoffe baldmöglichst auf weitere Werke des Autoren.
Bewertung vom 27.04.2013





sehr gut- Eigentlich wollte der Journalist Marcel Bouchard mit seiner Freundin Isabell ein paar schöne Tage in Portugal verbringen und an seinem Essay schreiben, doch noch kurz vor Urlaubsbeginn trennte sich diese von ihm, sodass Marcel, zusammen mit seinem Hund Archibald, die Reise allein antritt. Er ist nicht unzufrieden mit seiner Situation, hat er doch den Rauhaardackelrüden Archibald an seiner Seite und auch alte und neue Freunde begleiten ihn auf seiner Reise. Noch in München trifft er sich mit seinen niederländischen Freunden Adri und Trijnie, welche zu einem späteren Verlauf seiner Reise zu ihm stoßen wollen.
Ursprünglich war im Urlaub die gemeinsame Pilgerung des Jakobswegs geplant, um die Festigkeit der Beziehung zwischen Marcel und Isabell zu prüfen - diese Prüfung überstand noch nicht einmal die endgültige Planung. Also setzt sich Marcel in sein altes Auto, schnappt sich Archibald und los geht es. Doch mitten im Nirgendwo ihrer Reise beginnt das, womit niemand gerechnet hat, obwohl Archibald bereits ein stolzes Alter erreicht hatte. Archibald stirbt und lässt Marcel gebrochen zurück. Diesem bleibt nichts anderes übrig, als seinen jahrelangen treuen Begleiter vor Ort zu begraben und seine Reise nunmehr allein und einsam fortzuführen. Was Marcel jedoch nicht ahnt - Archibald ist weiter bei ihm, nicht als Geist, sondern als wiedergeborener Kakerlak, denn Archibald kann Marcel einfach nicht alleine lassen, irgendwer muss ja auf ihn aufpassen.
Allein und einsam erreicht Marcel schlussendlich Portugal und beschließt, dort erst einmal, im Rahmen Der familiären Atmosphäre seiner Wirtin, zur Ruhe zu kommen und tatsächlich gelingt es ihm, nach und nach neuen Lebensmut zu finden. Doch ganz alleine wird er es nicht schaffen, das weiß er, sodass er in einem sehr einsamen Moment einen Hilferuf abschickt - und die Resonanz ist überwältigend. Archibald derweil beobachtet als Kakerlak den weiteren Verlauf und muss sich endlich schlüssig werden, wie er Marcel von seiner Wiedergeburt als Kakerlak in Kenntnis setzt und zwar so, dass Marcel ihm nicht vor Schreck gleich wieder ein vorzeitiges Ende setzt.
Ein entzückendes Buch über Freundschaft, Familie und Wiedergeburt! Den Plot empfand ich als detailliert und bildgewaltig ausgearbeitet, ich konnte förmlich den Sand am Strand zwischen meinen Füßen spüren, das Wasser um meinen Körper und die Sonne auf meiner Haut - ein Buch, perfekt für einen Urlaub, auch wenn man gerade keinen hat. Die Figuren wurden allesamt facettenreich erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass jede Figur einzigartig war, keine glich auch nur im entferntesten der anderen, sodass eine jede Figur einen sehr hohen Wiedererkennungswert hat. Auch fand ich die Idee, Archibald als Kakerlak wiederauferstehen zu lassen und diesen mit Handeln und Denken auszustatten, ausgesprochen hinreißend fand, obwohl ich allgemein mit derlei Krabbelgetier nicht wirklich etwas anfangen kann. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, sodass sich das Buch eigentlich wie von selbst gelesen hat. An einigen Stellen hätte ich mir dennoch etwas mehr Dramatik gewünscht, was dem Lesefluss und Lesegenuss jedoch keinen Abbruch getan hat.
Bewertung vom 27.04.2013





sehr gut- Im Laufe der letzten Jahrhunderte wandelte sich das Schönheitsideal. Waren eins üppige Formen gefragt, sind nunmehr, im Zeitalter, wo ein jeder in Industrienationen genügend Nahrung und Wohlstand erfährt, eindeutig überschlanke Erscheinungen begehrenswert. Doch wie kommt das überhaupt und leben dicke Menschen wirklich mit erhöhtem Risiko für sogenannte Zivilisationskrankheiten und steuern einem früheren Ende entgegen, als schlanke? Wie kommt es überhaupt, dass manche Menschen dick werden, während andere, die dieselbe Nahrung zu sich nehmen und zum Teil sogar mehr und ungesünder essen, auf ewig schlank bleiben? In diesem Buch hat sich der Autor aufgemacht, mit Vorurteilen aufzuräumen und Erklärungen zu liefern, warum wir Menschen (figürlich) so sind, wie wir sind.
Gleich zu Beginn klärt der Autor auf, dass die körperliche Veränderung des Menschen mit seinem Stressmanagement unmittelbar verbunden ist. In stressfreien Zeiten hat der menschliche Körper die Veranlagung, durchweg schlank zu sein. Doch mal ehrlich, gerade in der heutigen Zeit, wer steht da nicht unter Stress - immer und überall? Sobald jedoch das Stressmanagement in Kraft tritt, beginnen die Veränderungen an unseren Körpern. Einige werden dick, während sich andere scheinbar gar nicht verändern - doch dies nur auf den ersten Blick. Auch in dünnen Menschen gehen Veränderungen vor, diese merken sie nur nicht so schnell und diese Veränderungen erweisen sich bei den dünnen Menschen zum Teil als tödlich, denn: Zur Jahrtausendwende begannen Nierenspezialisten das sogenannte "Gewichtsparadoxon" zu untersuchen, denn wenn es in der Theorie heißt, ein schlanker Körper wäre gesund und könne besser mit Krankheiten umgehen, so sieht es in der Realität so aus, dass Krankheiten wie Nierenversagen, Schlaganfälle, Hirnblutungen, Herzinfarkte, Herschwäche, Lungenversagen, Leberversagen, Blutvergiftungen und Diabetes Typ 2 eher von dicken Menschen überlebt werden, als von dünnen.
In diesem Buch klärt der Autor klar und verständlich auf, warum, wieso und weshalb gerade dicke Menschen, deutlich bessere Überlebenschancen haben als dünnere und an den meisten Mythen zum Thema Übergewicht, nichts dran ist. Wobei hier anzumerken ist, dieses Buch ist kein Diät-Buch, es soll lediglich über Fakten aufklären!
Ein überaus interessantes und informatives Sachbuch zum Thema Übergewicht! Der Aufbau des Buches hat mir unheimlich gut gefallen. Zu Beginn klärt der Autor über geschichtliche Veränderungen der Körperbetrachtung auf und, was ich wahnsinnig faszinierend finde, er räumt von vorne bis hinten mit den gängigen Vorurteilen gegen dicken Menschen auf. Das Buch wurde sprachlich so angelegt, dass auch ich als Laie durchaus behaupten kann, es verstanden zu haben und überhaupt konnte ich mir das ein oder andere zynische Lächeln nicht verkneifen, wenn so manches Vorurteil untersucht und von vorne bis hinten widerlegt wurde, denn mal ehrlich, auch ich gehöre zu denjenigen, die mit bestimmten Krankheiten besser klarkommen müsste, als andere - wenn ihr versteht was ich meine.







































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