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Silke Schröder, hallo-buch.de
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Hannover
Über mich:
Ich liebe Geschichten und schreibe gerne und viele Rezensionen über die gelesene und gehörten Hörbücher und Bücher. Besucht auch mal meine Website hallo-buch.de
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553 (erhaltene)
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14 

Bewertungen


Insgesamt 834 Bewertungen
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Olsson, Fredrik T. Der Code EUR 16,99
  • 1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
  • Bewertung vom 25.09.2014
  •  
    ausgezeichnet
  • Dass Hollywood scharf auf die Filmrechte war und der erste Thriller "Der Code" des Schweden Frederik T. Olsson bereits in 25 Sprachen übersetzt wurde, ist kein Wunder. Denn der Autor versteht es vorzüglich, eine ungemein spannende Atmosphäre zu erzeugen. Dabei bedient er sich einer klassischen Story, in der sich alles um geheimnisvolle Codes, Riesenkatastrophen und ein paar aufrechte Helden dreht, die aus ihrem Alltag in das Abenteuer ihres Lebens entführt werden und nun versuchen müssen, nicht nur ihr Leben, sondern gleich die ganze Welt zu retten. Mit einigen raffinierten Wendungen und dem gekonnt inszenierten Schattenspiel um die alte Frage, wer denn hier eigentlich die Guten und die Bösen sind, lässt uns der Autor lange Zeit im Ungewissen, bis es zum großen Finale kommt. Und anders als in vielen Action-Thrillern, in denen die Figuren gegenüber der voranpeitschenden Handlung weitgehend vernachlässigt werden, stehen sie in "Der Code" in ausgewogener Relation zum Geschehen. Sauspannender Stoff für einen langen Leseabend. Mal sehen, ob der Film da mithalten kann...
Gardner, Lisa Blut ist dicker als Wasser EUR 9,99
  • Bewertung vom 25.09.2014
  •  
    sehr gut
  • "Blut ist dicker als Wasser" ist ein weiterer rasant geschriebener Thriller von Lisa Gardner, in dem zur Abwechslung mal all ihre bereits aus früheren Werken bekannten Figuren gemeinsam zum Zug kommen: die Detekivin D.D. Warren aus "Der Tag, an dem du stirbst", die nach einem kurzen Intermezzo schnell wieder vom Fall abgezogen wird, die ehrgeizige junge FBI-Agentin Nicole Adams und natürlich Tessa Leoni, die schon in "Wer stirbt, entscheidest du" zur heimlichen Hauptfigur avancierte. Geschickt switcht Gardner zwischen den zunächst eher schwierigen Ermittlungen und dem Schicksal der Bauunternehmer-Familie hin und her, wobei, eher ungewöhnlich, die entführte Frau und Mutter Libby die Ich-Erzählerin gibt. Und natürlich baut Lisa Gardner wieder einige überraschende Wendungen in ihren spannenden Plot ein. Auch wenn "Blut ist dicker als Wasser" nicht ganz das hohe Niveau seiner Vorgänger halten kann, geht der mitreißende Thriller sehr flott und unterhaltsam von der Hand.
Dahl, Arne Der elfte Gast / A-Gruppe EUR 19,99
  • 1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
  • Bewertung vom 25.09.2014
  •  
    ausgezeichnet
  • Der 11. Gast" erschien in Schweden bereits 2008. Jetzt ist die Hommage, die Arne Dahl seinen eigenen Figuren hier noch einmal widmet, endlich auch in Deutschland erschienen. Und man merkt dem Autor an, wie sehr ihm seine Charaktere ans Herz gewachsen sind: der pensionierte Chef Jan-Olof Hultin, die ehemaligen Leiter Paul Hjelm, der mittlerweile in Den Haag arbeitet, und seine Frau Kerstin Holm, auch Viggo Norlander, Arto Söderstadt, und Jon Anderson, das Ehepaar Jorge Chavez und Sara Svenhagen, dazu natürlich Lena Lindberg und schließlich Gunnar Nyberg, der mittlerweile auf einer griechischen Insel lebt. Dass Arne Dahl nicht nur Thriller, sondern auch gute und stets leicht skurrile Kurzgeschichten schreiben kann, zeigt er hier anhand der zehn Short-Stories, die alle Mitglieder seiner A-Gruppe zum Besten geben müssen. Und natürlich bekommen die Ermittler am Ende auch heraus, wer ihr 11. Gast ist - das ist schließlich Ehrensache bei so viel kriminologischem Sachverstand an einem Ort. Zwar ist der Roman kein klassischer Krimi, wie seine zehn (!) Vorgängerbände, aber wer Arne Dahls spannend-unterhaltsame Feder mag, kommt hier voll auf seine Kosten.
  • Bewertung vom 25.09.2014
  •  
    ausgezeichnet
  • Nachdem sich die englische Autorin Marina Lewycka in ihren Büchern schon mit so schönen Themen wie osteuropäischen Erdbeerpflückern „Caravan“ , der Geschichte der ukrainischen Traktorindustrie „Die kurze Geschichte des ukrainischen Traktors“ oder dem Leben einer jüdischen Dame in London „Das Leben kleben“ beschäftigt hat, geht es ihr dieses Mal um einen Konflikt der Generationen. Da sind auf der einen Seite die gesellschaftlich engagierten Eltern, die im Laufe ihres Hippie-Lebens vom englischen Bergarbeiterstreik über die freie Liebe und dem gemeinschaftlichen Kommunen-Leben so ziemlich alles mitgenommen haben, was seit den 1980er Jahren politisch wichtig war. Und da sind ihre Kinder, die sich, wie so oft, ganz anders entwickelt haben, als ihre Eltern sich das so gedacht hatten. Lewycka beweist mal wieder viel Gespür für die untergründigen Konflikte zwischen ihren aufrechten Helden, die sie authentisch, mit jeder Menge liebevoller Details und immer mit einem Augenzwinkern darstellt - stets ein wenig böse, aber niemals boshaft. So switcht die Story zwischen der Jetztzeit und den 80er Jahren, zwischen Serge und Clara sowie Doro und Marcus hin und her. Ein köstlicher Roman mit einer Mischung aus Ernsthaftigkeit, Leichtigkeit, Humor und guter Beobachtung von Menschen, die auf jeden Fall alles anders als ihre Eltern machen woll(t)en.
Vallgren, Carl-Johan Schattenjunge EUR 19,99
  • Bewertung vom 25.09.2014
  •  
    sehr gut
  • In "Schattenjunge" geht der schwedische Autor Carl-Johann Vallgren einen eher ungewöhnlichen Weg. So schräg der Lebensweg seiner Hauptfigur ist, so bizarr entwickelt sich auch die Story. Danny Katz, der seine Drogensucht hinter sich gelassen hat, entwickelt sich zu einem echten Helden, der auf der Flucht vor der Polizei und bei seinen Ermittlungen immer noch ein Schlupfloch oder eine helfende Hand findet. Dabei schafft es Carl-Johann Vallgren problemlos, das hohe Tempo seiner actionreichen Story bis zum Ende durchzuhalten und seinem Helden auch noch eine nicht weniger toughe Mitstreiterin an die Seite zu stellen. Gut lesbarer Thrillerspaß aus Schweden.
Borrmann, Mechtild Die andere Hälfte der Hoffnung EUR 19,99
  • Bewertung vom 25.09.2014
  •  
    ausgezeichnet
  • Mechtild Bormann gelingt mit "Die andere Hälfte der Hoffnung" ein ungeheuer spannender und emotional aufreibender Krimi, der leider nur zu gut in unser Bild der früheren Ostblockstaaten passt. In Rückblenden geht sie auf die Katastrophe von Tschernobyl und die massiven Konsequenzen dieses selbst verschuldeten Unfalls für die Bevölkerung ein. Dabei zeigt sie, wie der ukrainische Staatsapparat mit Zuckerbrot und Peitsche, mit guten Beziehungen und drakonischen Strafen eine Decke der Schweigens über die Ereignisse zog - ein Prinzip, das sich offenbar bis heute nicht grundlegend geändert hat. Denn auch ihre Geschichte der Studentin Kateryna verläuft ebenso tragisch wie die Ermittlungsversuche des Polizisten Leonid Kujan, der immer wieder auf eine Wand des Vertuschens stößt, bis er nach seiner Suspendierung die Sache selbst in die Hand nimmt. Bormann gibt ein ebenso eindringliches wie beunruhigendes Bild der ukrainischen Gesellschaft, das durch Networking und Vetternwirtschaft, Kriminalität und Menschenhandel geprägt ist - und in dem die wenigen aufrechten Kräfte nur wenige Chancen haben. Das Buch hat momentan auch noch eine weitere traurige Aktualität, denn nach den letzten nicht russisch-freundlichen Wahlen stet der ewige große Bruder schon wieder vor der Tür.
Franz, Andreas; Holbe, Daniel Die Hyäne / Julia Durant Bd.15 EUR 9,99
  • 4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
  • Bewertung vom 25.09.2014
  •  
    sehr gut
  • In ihrem neuen Fall müssen sich Julia Durant und ihr Team mit einem Serienmörder auseinandersetzen. Denn schon seit Jahren gibt es immer wieder ähnliche Indizien bei Morden an blonden Frauen, die auf den gleichen Täter hindeuten. Doch leider tut sich bei den Ermittlungen bislang kaum eine Spur auf. Und als sei dies nicht genug, müssen sich Julia und Frank auch noch mit großen privaten Problemen herumschlagen. Daniel Holbe schöpft aus dem Vollen und lässt seine Protagonisten an ihren vielen Baustellen fast verzweifeln. So ist “Die Hyäne” ein weiterer spannender, manchmal etwas überfrachteter Krimi von Daniel Holbe, der das Erbe des viel zu früh gestorbenen Schriftstellers Andreas Franz fortsetzt.
Howey, Hugh Level EUR 19,99
  • Bewertung vom 25.09.2014
  •  
    sehr gut
  • "Level" ist das Prequel zu der dystopischen Science Fiction-Story “Silo”, mit der Hugh Howey so große Erfolge feierte, dass das vormalige E-Book schon bald als gebundenes Buch erschien. Auch die Vorgeschichte “Level” wird nun heiß gehandelt. Der Autor switcht bei seiner beklemmenden Story zwischen den Jahren 2049 und 2110 hin und her und endet damit ungefähr dort, wo “Silo” beginnt. Wir erfahren, wie sich die Silos entwickelten und die Macht der darin Herrschenden immer weiter ausbaut wurde. Auch “Level” präsentiert sich damit als ebenso bedrückende wie eindringliche Geschichte über die technischen Möglichkeiten, mit denen sich die Menschen in den Wahnsinn treiben könn(t)en, um ihren selbst verschuldeten Katastrophen zu entkommen.
Fritz, Astrid Hostienfrevel / Begine Serafina Bd.2 EUR 9,99
  • Bewertung vom 25.09.2014
  •  
    sehr gut
  • Astrid Fritz siedelt ihre Geschichte von der scharfsinnigen Beginenschwester Serafina Stadlerin im Freiburg des Jahres 1415 an. Dabei lässt sie nicht nur erneut ihre sympathische Heldin, die eine verruchte Vergangenheit hat, ermitteln. Sie gibt auch viele Eindrücke in das Leben in einer spätmittelalterlichen Stadt. So erzählt vom Orden der Beginen, die sich keinem Kloster unterstellen, sondern ein eheloses Leben in einer Gemeinschaft verbringen wollten und die von der Kirche teilweise als Ketzer betitelt und verfolgt wurden. Noch schlechter ging es jedoch den Juden in der damaligen Zeit, die oft das Doppelte an Gebühren zahlen mussten und immer wieder als Sündenböcke für irgend ein Unheil herhalten mussten. Aber auch um alltägliche Dinge wie die Hygiene war es nicht immer gut bestellt, so dass sich z.B. die Wohlhabenden lieber in Sänften durch die Stadt tragen ließen, statt ihre Schühchen mit dem Straßendreck zu beschmutzen. Mit ihrer Heldin Serafina Stadlerin hat Fritz eine ebenso sympathische wie eigenwillige Figur geschaffen, die schon in “Aschenkreuz” mit ihren klugen Ermittlungen glänzen konnte. Insgesamt ein spannender und informativer Ausflug ins Freiburg des Spätmittelalters, wo - nahezu einmalig in der damaligen Zeit - nicht der 1386 fast vollständig ausgelöschte Adel, sondern die Zünfte das Sagen hatten.
  • Bewertung vom 25.09.2014
  •  
    sehr gut
  • Conny Schwarz stellt uns in ihrem Krimi “Das Mädchen im Feuer” die eigenwillige und immer mal wieder über die Stränge schlagende Journalistin Thea Drombrowsi vor. Ihre Heldin trifft auf alte Freunde und neue Seilschaften in einer scheinbaren Kleinstadtidylle, hinter deren Fassade sich wie immer mehr bewegt als gedacht. Dabei geht die Autorin sehr sensibel mit dem Scheitern von Lebensentwürfen und der Frage um, wie es ist, ungewollt zu seinen Wurzeln zurückzukehren. Etwas schade ist, dass die Autorin die Beschreibung ihrer schillernd eingeführten Protagonistin und das gut aufgebaute Szenario nicht bis zum Ende auf gleichbleibend hohem Niveau halten kann. Dennoch ist “Das Mädchen im Feuer” unterhaltsame und spannende Lektüre aus der südwestdeutschen Provinz. Vielleicht gibt’s ja eine Fortsetzung, in der das eine oder andere Rätsel um die mutige Journalistin gelöst wird.
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