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Silke Schröder, hallo-buch.de
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Hannover
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Ich liebe Geschichten und schreibe gerne und viele Rezensionen über die gelesene und gehörten Hörbücher und Bücher. Besucht auch mal meine Website hallo-buch.de
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14 

Bewertungen


Insgesamt 812 Bewertungen
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Salvalaggio, Karin Eisiges Geheimnis EUR 14,99
  • Bewertung vom 21.08.2014
  •  
    sehr gut
  • Der rauhe und tief verschneite US-Bundesstaat Montana, direkt an der kanadischen Grenze, ist der Schauplatz von Karin Salvalaggio Debütkrimi “Eisiges Geheimnis”. Facettenreich beschreibt die Autorin die typisch knorrige Art der Menschen im hohen Norden – kaum eine Million lebt hier auf einer Fläche, die größer als Deutschland ist. Immer mehr Details erfahren wir über die Umstände des Mordes, aber auch über die vielen offenen und geheimen Beziehungen zwischen den Dorfbewohnern. Im Mittelpunkt steht Salvalaggios sympathische Polizistin Macy, die sich mehr als einmal fragt, wie sie als alleinerziehende Mutter ihr Leben meistern soll. Die eisige Atmosphäre der Landschaft, die Sturheit der Menschen, das abseitig lauernde Böse: All dies erinnert ein wenig an Klassiker wie David Lynchs epochale Erfolgsserie “Twin Peaks” oder an “Fargo”, den skurrilen Film der Cohen-Brüder. Wer den Sommer mit eiskalten Thrillern feiern will, ist hier genau richtig.
  • Bewertung vom 21.08.2014
  •  
    sehr gut
  • In ihrem Krimi ”Die trüben Wasser von Triest ” gelingt Roberta De Falco ein guter Spagat zwischen einem spannenden Fall, dessen Wurzeln weit in die Vergangenheit hineinreichen, und den Alltäglichkeiten im Leben ihrer Protagonisten. Die Autorin, die sich in Italien auch einen Namen als Drehbuchautorin gemacht hat, lässt ihre Figuren zwar gelegentlich etwas arg rührselig werden, entwickelt in ihrer Story aber auch eine spannende politische Dimension. Zugleich ist “Die trüben Wasser von Triest” ein unterhaltsamer Blick auf die stolze alte Habsburger-Residenzstadt, die nicht selten der Bora, einer der stärksten Winde der Welt pfeift. Empfehlenswert für alle Italien-Fans.
  • Bewertung vom 21.08.2014
  •  
    sehr gut
  • “Unter dem Elbsand” ist der dritte Fall der Hamburgerin Christine Fux, in dem sie ihren ebenso pfiffigen wie sympathischen Junior-Bestatter Theo Matthies in den Mittelpunkt der Geschichte stellt. Und jedes Mal beleuchtet sie dabei eine andere Seite des touristisch kaum beachteten, aber größten Hamburger Stadtteils, der Elbinsel Wilhelmsburg. Dieses Mal ist es die große Hamburger Sturmflut, die im Februar 1962 ganz Wilhelmsburg unter Wasser setzte und dabei über 300 Menschen ins Jenseits spülte. So switcht die Story immer mal wieder von der Gegenwart in die frühen sechziger Jahre und zurück. Zugleich tut sich aber auch in Theos Privatleben einiges. So lernen wir weitere Familienmitglieder des 37-jährigen Witwers kennen und nehmen Teil an dem freudigen Ereignis, mit dem ihn seine neue Freundin, die Journalistin Hanna überrascht. Das alles macht “Unter dem Elbsand” zu einem gelungenen Krimi, der viel über die Hamburger Geschichte berichtet und erneut einen interessanten Blick auf einen Stadtteil wirft, der viel liebenswerter ist als sein Ruf. Freuen wir uns auf weitere Bände.
  • 2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
  • Bewertung vom 21.08.2014
  •  
    sehr gut
  • Ja, “Krähenmädchen” ist schon harte Kost. Im Wettbewerb um die brutalsten Krimi-Morde rangiert das Autorenduo Jerker Eriksson und Håkan Axlander Sundquist alias Erik Axl Sund zweifellos ziemlich weit oben. Wie Stieg Larsons “Millenium” ist auch „Krähenmädchen” als Dreiteiler angelegt, die beiden Folgebände “Narbenkind” und “Schattenschrei” sind ab Herbst 2014 im Handel. Im Mittelpunkt der Story stehen zwei Frauen: die Polizistin Jeanette Kihlberg, die gerade mit ihrer Ehe baden geht, und die Psychologin Sofia Zetterlund, die scheinbar an sich selbst scheitert. Nach und nach entblättert sich in „Krähenmädchen” die desaströse Kindheit der Victoria Bergmann, die nicht nur eine Patientin von Sofia, sondern auch die Tochter einer der Hauptverdächtigen im Fall der brutal ermordeten Jungen ist. In zahlreichen Episoden erfahren wir von den furchtbaren Erfahrungen, die Victoria mit ihrem pädophilen Vater machen musste, aber auch von Sofias Erlebnissen im afrikanischen Sierra Leone. Die übrigen kurzen Kapitel sind nach den verschiedenen Orten im beschaulichen Stockholm benannt, an denen sie spielen. Doch die beiden Autoren holen ihre Leser immer wieder heraus aus der Wohlfühlecke: Kinder als Pädophilen-Spielzeuge oder als Soldaten im Krieg, Rechtfertigungs-Rituale von Missbrauchs-Tätern, zerstörte Seelen, die die erlernten fatalen Verhaltensmuster als Erwachsene selbst wieder reproduzieren oder die dunklen Teile ihrer Persönlichkeit gleich ganz abspalten. Das Autorenduo sagt selbst, dass es durch ihre Story auf diese Zustände und deren Folgen aufmerksam machen will. Das ist zum Teil sehr schockierend gelungen, auch wenn man manchmal selbst erschreckt feststellen muss, wie wenig berührt man durch die distanzierte Darstellung doch eigentlich zurück bleibt. Ein aufwühlender und engagierter Krimi, der nichts für schwache Nerven ist und von dem Schauspieler Thomas M. Meinhardt sehr authentisch und immer mit der richtigen Nuancierung gelesen wird.
Pistor, Elke Vergessen EUR 9,99
  • Bewertung vom 21.08.2014
  •  
    sehr gut
  • “Vergessen” läutet eine neue Krimiserie von Elke Pistor mit der smarten Kommissarin Verena Irlenbusch ein. Und die Umstände ihres ersten Falls gehen der jungen Ermittlerin schon ziemlich an die Nieren: der schwere Unfall ihrer Kollegin, der neue überhebliche Mitarbeiter, ihre kranke Oma, die unheimliche Verbindung zwischen den Opfern – und dann auch noch ein neuer Freund. Doch Verena meistert allen Widrigkeiten souverän. Vielleicht ein wenig zu durchschaubar, ist "Vergessen" dennoch ein unterhaltsamer Krimi für laue Sommerabende.
Kornbichler, Sabine Die Stimme des Vergessens EUR 12,99
  • Bewertung vom 21.08.2014
  •  
    ausgezeichnet
  • “Die Stimme des Vergessens” ist der zweite Band von Sabine Kornbichler, in dem ihre energische Heldin Kristina Mahlo die Dinge in die Hand nimmt. Wieder verbeißt sich Kris in einen Fall, der eigentlich schnell abgewickelt sein könnte. Doch die gewissenhafte Nachlassverwalterin sticht auch hier wieder treffsicher in jedes Wespennest, das sie finden kann. Und dass das nicht Jedem gefällt, ist selbstredend. Aber keine Angst, die Autorin sorgt schon dafür, dass ihre Heldin durch Beharrlichkeit und charmantes Auftreten stets Antworten auf ihre Fragen bekommt. Dabei lernen wir nicht nur den Job der Nachlassverwaltung etwas besser kennen, wir erfahren auch, das man München durchaus mit dem Rad befahren kann. Ebenso vertrackt wie der Fall gestaltet sich derweil Kris’ Privatleben, denn ihre in Trennung lebenden Eltern machen mächtig Stress und ihr Freund Simon entpuppt sich als eifersüchtiger Gockel. So hat Kris, zusammen mit ihrer Freundin Henrike und ihrer Bürohilfe Funda, Einiges zu tun. Mal ganz unblutig-spannende Unterhaltung aus München.
McGinnis, Mindy Bis zum letzten Tropfen EUR 14,99
  • Bewertung vom 21.08.2014
  •  
    ausgezeichnet
  • Mindy McGinnis' Dystopie “Bis zum letzten Tropfen” spielt in einer Zeit, in der es nicht mehr um schneller, höher, weiter geht, sondern um eines unserer elementarsten Bedürfnisse: Wir alle müssen trinken. Im Mittelpunkt ihrer Survival-Story steht die toughe Heldin Lynn, die alle Fremden lieber erstmal erschießt und die sich in ihrem absurden Katastrophen-Alltag aus Jagen, Gartenarbeit und Trinkwasser-Bewachen bestens eingerichtet hat. Die aber auch lernt, dass ihr Leben durch Hilfsbereitschaft, Vertrauen und Großzügigkeit Anderen gegenüber, trotz der damit verbundenen Risiken, am Ende lebenswerter wird. So ist “Bis zum letzten Tropfen” das erschreckende Bild einer Zukunft, die in manchen Gebieten der Erde bereits Realität ist und auch in unserer westlichen Welt plötzlich nicht mehr undenkbar scheint – wie in Ohio, wo Anfang August 2014 Millionen Menschen durch eine Algen-Pest im Erie-See von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten wurden. Ein schönes und ergreifendes Debüt der US-Amerikanerin Mindy McGinnis, die selbst gern zum Überlebenstraining in die Wildnis geht.
Peters, Katharina Wachkoma / Hannah Jakob Bd.2 EUR 9,99
  • Bewertung vom 21.08.2014
  •  
    sehr gut
  • Nach “Herztod” ist “Wachkoma” der zweite Krimi von Katharina Peters, im dem sich die Kriminalpsychologin Hannah Jakob mit ihrer ruhig-souveränen Art und mit ihrem Hund “Kotti” auf die Fährten vermisster Menschen setzt. Dieses Mal ermittelt sie in der alten Hansestadt Lübeck - und sticht dort in ein Wespennest, dessen Wurzeln weit zurück in die Vergangenheit und bis nach Rumänien reichen. Obwohl die langen Verhör-Passagen nicht nur von der Heldin, sondern auch von den Lesern einiges Durchhaltevermögen fordern, ist der Krimi raffiniert und mit interessanten Wendungen aufgebaut. Dazu bekommt auch die vorsichtig angehende Freundschaft zwischen Hannah und der etwas burschikosen Kommissarin Dagmar Müller einen speziellen Platz in der Geschichte. So kommt “Wachkoma” ohne viel Action aus und entführt uns dennoch in einen unterhaltsamen Kriminalfall.
Bentow, Max Das Hexenmädchen / Nils Trojan Bd.4 EUR 14,99
  • Bewertung vom 21.08.2014
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    sehr gut
  • In seinem vierten Krimi “Das Hexenmädchen” mit dem gesundheitlich angeschlagenen Kommissar Nils Trojan hat sich Max Bentow von einem alten Märchen inspirieren lassen. Wie die Hexe in Grimms “Hänsel und Gretel” landen hier Menschen mit dem Kopf voran in ihrem eigenen Ofen und immer scheint es, als hätte eine Hexe ihre Hand im Spiel. Diese brutalen Morde gehen auch an dem sonst so toughen Kommissar nicht spurlos vorüber - Bentow macht sich sichtlich Sorgen um seinen Helden, der überdies kaum noch Zeit für sein kompliziertes Privatleben hat. Das bekommen vor allem seine Tochter Emily, die eigentlich lieber ihm bei als bei seiner Ex leben will, und auch seine Freundin Jana, die Psychologin aus “Der Federmann” zu spüren. Routiniert und dennoch spannungsreich führt uns der Autor durch eine Story, in der einige Überraschungen, aber, wie in jedem ordentlichen Märchen, am Ende auch ein paar gute Wendungen auf uns warten. Der Schauspieler Axel Millberg, den wir aus zahlreichen Hörspiel- und Filmproduktionen (Tatort, Hannah Arendt, The International, Lola rennt) kennen, liest die Story spannend und mit manchmal fast märchenhafter Stimme.
Hunt, Alaric Die Stadt der toten Mädchen EUR 9,99
  • Bewertung vom 05.08.2014
  •  
    gut
  • In seinem New Yorker Debüt-Krimi “Die Stadt der toten Mädchen“ zieht Alaric Hunt alle Register eines klassischen Detektiv-Romans. Minutiös ermittelt das ungleiche Detektiv- Paar in einem Fall, der immer weitere Kreise zieht. Dabei lässt Hunt mit seinen beiden Hautfiguren Vasquez und Guthrie zwei ganz unterschiedliche Qualitäten aufeinander treffen: Jugendliches Engagement und gewitzte Erfahrung. Auch wenn der Autor die Spannung nicht über die Gesamtlänge der Story auf Top-Niveau halten kann, ist “Die Stadt der toten Mädchen“ ein sehr unterhaltsames Erstlingswerk. Nicht umsonst wurde das Buch beim "Best First Private Eye Novel Contest" als bestes Debüt ausgezeichnet. Der Autor sitzt übrigens wegen Totschlages lebenslang im Gefängnis und hat seinen Roman auch dort verfasst. Da können wir wohl noch einige spannende Fälle erwarten...
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