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Silke Schröder, hallo-buch.de
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Hannover
Über mich:
Ich liebe Geschichten und schreibe gerne und viele Rezensionen über die gelesene und gehörten Hörbücher und Bücher. Besucht auch mal meine Website hallo-buch.de
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110 (erhaltene)
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Bewertungen

Insgesamt 487 Bewertungen
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Ferber, Marlies Null-Null-Siebzig - Operation Eaglehurst EUR 9,95
  • Bewertung vom 11.02.2012
  • ****
    sehr gut
  • Marlies Ferber, die im Jahr des James Bond-Klassikers “Man lebt nur zweimal” geboren ist, und dies auch noch unweit vom Geburtsort Ian Flemmings, dem Erfinder des berühmten Agenten, hat ihr erstes Buch ganz am Vorbild des klassischen englischen Krimis orientiert. In “Null-Null-Siebzig” konstruiert die Autorin eine amüsant-unterhaltsame Story um den galanten Ex-Geimdienstler James Gerald, der zusammen mit seiner früheren Kollegin Sheila und seinem mit allerhand technischen Raffinessen ausgestatteten Power-Rollator den Tätern auf die Spur kommt. Obwohl die Autorin so manche überraschende Aufklärung parat hat, bleiben die Figuren jedoch noch ein wenig blass, und auch der rüstige Held „00 70 - James Gerald“ kommt natürlich nicht ganz an den Charme einer Miss Marple, der Grand Dame des britischen Crime-Genres heran. So ist “Null-Null-Siebzig” nicht mehr, aber auch nicht weniger als ein solider Who-done-it-Krimi vom erklärten England-Fan Marlies Ferber.
Boyle, T. C. Wenn das Schlachten vorbei ist EUR 24,99
  • Bewertung vom 11.02.2012
  • *****
    ausgezeichnet
  • In seinem neuen, mittlerweile 13. Roman geht es T.C. Boyle um den Tierschutz und die damit oftmals verbundene Radikalität seiner Verfechter. Boyle stellt in „Wenn das Schlachten vorbei ist“ zwei verschiedene Tierschutz-Ansätze gegenüber: den wissenschaftlich-nüchternen versus den emotionalen, also ethisch-moralisch begründeten. Die Biologin Alma Boyd Takesue vertritt als Mitarbeiterin der staatlichen Naturschutzbehörde den ersteren. Ihr gegenüber stehen die radikalen Tierschützer, für die jedes ermordete Tier zählt. Boyle belässt er es aber nicht dabei, das Für und Wider dieser Standpunkte aufzuzeigen. Während markige, stakkatohafte Sätze den guten Vorsätzen seiner Protagonisten besonders viel Überzeugungskraft verleihen sollen, beleuchtet der Autor mit feiner Ironie zugleich die innere Zwiespältigkeit und die realen Inkonsequenzen seiner Figuren. Und auch die Natur selbst spielt nicht immer so mit, wie diese es sich wünschen: Anhand von mehreren Schiffsbrüchen, die sich quer durch seine Geschichte ziehen, zeigt Boyle, dass wir weit davon entfernt sind, wirklich Kontrolle über die Naturgewalten zu besitzen - eine Wahnung vor zu viel menschlichem Hochmut gegenüber unserer Umwelt. Mit „Wenn das Schlachten vorbei ist“ legt T.C. Boyle einen gut beobachteten Roman über Menschen vor, die in ihrer Entschiedenheit mitunter weit übers Ziel eines eigentlich richtigen Anliegens hinaus schießen. Exzellent vorgetragen vom Schauspieler Jan Josef Liefers.
Black, Jenna Avalon - Rosendorn EUR 14,99
  • Bewertung vom 05.02.2012
  • ****
    sehr gut
  • „Avalon: Rosendorn“ ist der Auftakt zur neuen Fantasy-Serie der jungen US-Amerikanerin Jenna Black. Mit ihrer Ich-Erzählerin Dana schafft sie eine sympathische 16-jährige, die sich plötzlich in einer Welt wieder findet, in der sie eine ganz besondere Bedeutung hat - ein Wunsch, den wohl viele junge Mädchen in diesem Alter einmal hegen, wenn das echte Leben einfach zu wenig hergibt. In Band 1 „Rosendorn“ legt Jenna Black die Basis für eine packende und thematisch breit gefächerte Jugend-Urban-Fantasy-Story, in der es an nichts fehlt: dunkle Geheimnisse, politische Ränkespiele, verborgene Welten, ein junges Mädchen mit ungeahnten Fähigkeiten, böse Schurken und – natürlich – ein ebenso smarter wie geheimnisvoller junger Mann. Nur dass sich die Heldin in "Avalon" nicht gegen durstige Vampire, sondern in einer Welt voller Feenfrauen und -männer behaupten muss. Atmosphärisch dicht und in hohem Tempo erzählt, schickt Jenna Black ihre Figuren durch eine fantastische Geschichte und beendet Rosendorn mit einem spannenden Cliffhanger. Hoffen wir, dass die Folgebände das halten, was Band 1 verspricht.
Mosby, Steve Schwarze Blumen EUR 14,99
  • Bewertung vom 03.02.2012
  • ****
    sehr gut
  • Der Engländer Steve Mosby entführt uns in seinem neuen Psychothriller „Schwarze Blumen“ in eine erstaunliche „Buch im Buch“-Story. Diese verwirrt zwar durch ihre verschiedenen Erzählstränge oft ein wenig, schafft es aber trotzdem, den roten Faden beizubehalten. Dabei spielt die verwickelte Story, wie eine russische Matrjoschka-Puppe, auf den unterschiedlichen Ebenen gleich mit mehreren Genres, denn Mosby bedient sich des Krimis genauso wie des psychologischen Romans und würzt alles noch virtuos mit horroesken Zügen, die so manches Mal an Klassiker wie Akte X, Blairwitch Project oder den frühen Stephen King erinnern. Dreh- und Angelpunkt des Ganzen ist jedoch die Geschichte der Polizistin Hannah Price und des Autors Neil Dawson, die sich mit der dunklen Vergangenheit ihrer Väter auseinandersetzen müssen. Steve Mosby gelingt mit „Schwarze Blumen“ ein spannend-verzwickter Psychothriller, der gekonnt mit Fiction und fiktionalen Fakten spielt.
Strobel, Arno Das Skript EUR 8,99
  • Bewertung vom 01.02.2012
  • ****
    sehr gut
  • „Das Skript“ ist der neue spannende Psychothriller von Arno Strobel. Mit hohem Tempo jagt er seine Figuren durch Hamburg und baut in seine Geschichte immer wieder raffinierte Wendungen ein. Anfänglich steigert jedes Kapitel die Zahl der Motive und der der Verdächtigen, jedoch nur, um sie wenig später wieder zu Unschuldigen zu machen. Dabei schafft es Strobel, die Spannung immer weiter zu steigern, bis sie sich endlich in einem packenden Finale entlädt. Überaus charmant sind dabei seine kleinen ironischen Anspielungen auf Verleger, Lektoren und Schriftsteller, die sich gern von den Beifallsbekundungen ihrer Fans bauchpinseln lassen, aber in ihrer Mission leicht auch zu weit gehen können. Ein weiteres Augenmerk legt Strobel auf das Privatleben seines neu zusammengesetzten Ermittlerpärchens Matthiesen-Erdmann; er beschreibt sehr anschaulich, wie die anfängliche Antipathie der beiden gegensätzlichen Kollegen ganz allmählich in Sympathie und gegenseitiges Vertrauen umschlägt. Arno Strobels „Das Skript“ ist ein weiterer Beweis dafür, dass der deutsche Psychothriller erwachsen geworden ist und sich keinesfalls verstecken muss.
Elfgren, Sara B.; Strandberg, Mats Zirkel EUR 19,95
  • 1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
  • Bewertung vom 01.02.2012
  • *****
    ausgezeichnet
  • Dass aus Schweden gut erzählte Krimis kommen, wissen wir schon lange.Mit „Zirkel“ beweisen die schwedischen Autoren Sara B. Elfgren und Mats Strandberg, dass auch gute Fantasy aus dem hohen Norden kommen kann. Die beiden Autoren verbinden in „Zirkel“ eine Teenagerstory rund um sechs pubertierende Mädchen, die mit den Widrigkeiten des Erwachsen-Werdens zu kämpfen haben und zugleich die Fähigkeit zum Vertrauen erlernen müssen, mit einer spannenden Fantasygeschichte, in der der Kampf gegen das - im 1. Teil noch gar nicht genau erkennbare - Böse beginnt. Dabei schaffen es Elfgren und Strandberg, die alltäglichen Probleme der Jungendlichen so authentisch darzustellen, dass sich die fantastischen Elemente wie selbstverständlich in die Geschichte einfügen. Die ungemein faszinierend und charmant erzählte, düster-packende Urban-Fantasy-Story lässt beste Erinnerungen an die Welt von Buffy, Charmed und dem "Hexenclub“ aufkommen und sehr auf eine Fortsetzung hoffen - warten wir also schon gespannt auf Teil 2. Die Filmrechte sollen bereits verkauft worden sein.
Miralles, Francesc Retrum, 3 Audio-CDs EUR 14,99
  • Bewertung vom 30.01.2012
  • ****
    sehr gut
  • Francesc Miralles legt mit “Rertum” einen spannenden Jugendthriller vor, der mit jeder Menge Insiderwissen rund um die Gothik-Szene aufwartet. Musikzitate wie die von der ’80er Jahre-Cultband “Sisters of Mercy” oder eine kenntnisreiche Aufzählung der schönsten Friedhöfe Europas sind nur einige Indizien dafür. Mit dem 16-jährigen Chirstian schafft Miralles eine Figur, die auf dem Weg zum Erwachsen-Werden mit schweren Schuldgefühlen wegen dem Tod des Bruders und dem Auseinanderbrechen der Familie klarkommen muss. Zwar lernt Miralles’ Held mit der gleichaltrigen Alexia schließlich eine Gleichgesinnte kennen, doch auch diese Begegnung scheint nicht von Dauer. “Retrum” ist ein ebenso düsterer wie moderner Jungendroman, der sich viel Zeit für die Beschreibung seiner Figuren nimmt, an vielen ungewöhnlichen Orten spielt und mit einem spannenden Verwirrspiel aufwartet. Einzig das Finale lässt einen etwas konfus zurück. Aber selbst das muss kein Zufall sein, denn “Retrum” ist nur der Auftakt einer neuen Reihe. Wer weiß, was noch kommt - seien wir gespannt!
Hastrup, Julie Vergeltung EUR 9,99
  • Bewertung vom 30.01.2012
  • ****
    sehr gut
  • „Vergeltung“ von der Dänin Julie Hastrup ist ein handwerklich gut gemachter Krimi, der von Beginn an ein hohes Tempo vorlegt. Mit ihrer Sonderermittlerin Rebbekka Holm ist der Autorin eine sympathische Figur gelungen, die nicht nur mit kaltherzigen Tätern, sondern auch mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen hat. Und Vieles in ihrem Fall ist längst nicht so einfach, wie es anfänglich scheint. Mit diesen Zutaten spielt Julie Hastrup gekonnt und braut daraus einen Krimi, in dem uns sehr ambivalent dargestellte Charaktere und einige überraschende Wendungen immer wieder auf Trap halten. Zwar gibt es daneben auch einige eher vorhersehbare Handlungsstränge, und auch die Spannung liegt nicht immer beim Maximum, aber dennoch ist „Vergeltung“ ein solider Krimi, der wieder einmal zeigt, dass aus Skandinavien immer wieder Spannendes kommt.
Adler-Olsen, Jussi Das Alphabethaus EUR 15,90
  • 5 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
  • Bewertung vom 30.01.2012
  • ****
    sehr gut
  • „Das Alphabethaus“ ist der nun endlich auch auf Deutsch erschienene Debütroman des Dänen Jussi Adler-Olsen. Entstanden ist das Buch bereits 1997, lange vor den Krimis mit dem knorrigen Kommissar Carl Mørck. In seiner intensiv recherchierten Geschichte beschäftigt sich der Autor, dessen Vater selbst Psychiater war, mit den Zuständen in den Psychiatrien des Nazireichs - und mit den Menschen, die durch Simulation versuchten, dem Fegefeuer des Krieges zu entrinnen und dabei gleich in die nächste Hölle gerieten. Es ist aber auch die Geschichte einer Freundschaft in einer Zeit der Extreme, in der Versprechen nicht immer zu halten waren und die besten Freunde im Stich gelassen werden mussten. Leider unterlaufen dem Autor unterwegs ein paar logische Brüche, und auch die Beschreibung seiner Figuren bleibt gelegentlich etwas klischeehaft. Doch trotz solcher Ungereimtheiten bleibt “Das Alphabethaus” ein spannender und inhaltsreicher Thriller, der, wie Adler-Olsen in seinen Nachwort betont, kein Kriegsroman ist, sondern vielmehr ein Roman über das menschliche Versagen in schwieriger Zeit.
King, Stephen Der Anschlag EUR 26,99
  • 14 von 15 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
  • Bewertung vom 23.01.2012
  • *****
    ausgezeichnet
  • Was würde passieren, wenn man die Vergangenheit verändern könnte? Dieser immer wieder reizvollen Frage geht Stephen King in seinem neuen Buch „Der Anschlag“ nach. Und tatsächlich lässt sich darüber herrlich spekulieren: Wie sähe die Welt aus, wenn die Geschichte anders verlaufen wäre? Gibt es eine Art Monokausalität der Entwicklung, die an zentralen geschichtlichen Ereignissen und Personen hängt, oder sind alle Geschehnisse auf der Erde miteinander verbunden, wie es die Chaostheorie postuliert? Kann, kurz gesagt, der Flügelschlag eines Schmetterlings in Brasilien am Ende einen Tornado in Texas auslösen? Im Mittelpunkt von Stephen Kings komplexer, auf über 1000 Seiten inszenierter Geschichte steht der aufrichtige Englischlehrer Jake Epping, der unversehens die Möglichkeit erhält, den Anschlag auf den charismatischen US-Präsidenten John F. Kennedy zu verhindern und so für eine bessere Welt zu kämpfen – indem zum Beispiel die Ausweitung des grausamen Vietnam-Krieges gestoppt wird. „Der Anschlag“ ist aber auch ein Blick auf die US-amerikanische Gesellschaft in den konservativ geprägten, späten 50er Jahren, in denen endlos wachsender Konsum und die ersten Vorboten des Aufbruchs in den „Sixties“ – symbolisiert durch die Wahl des liberalen demokratischen Präsenten John F. Kennedy – den Amerikanern eine unbeschwerte Zukunft versprachen. Stephen King bestätigt damit einen aktuellen Trend in der amerikanischen Populärkultur, zu dem auch unbedingt die preisgekrönten TV-Serie „Mad Man“ gehört. Unschwer lassen sich Brückenschläge zur aktuellen Situation finden, die Amerika am anderen Ende dieser Epoche zeigt: niedergedrückt von einer schweren Rezession und regiert von einem mit vielen Hoffnungen gestarteten, aber in der Wirklichkeit strauchelnden Präsidenten Obama. Wie in vielen seiner anderen Romane gibt es auch in „Der Anschlag“ jede Menge kleiner Nebenstorys. So trifft Jake Epping in der Stadt Derry einige Figuren aus Kings Bestseller „Es“. Mit seiner epischen Länge von 1000 Seiten hat „ Der Anschlag“ zwar ein paar Längen, aber trotzdem ist der Roman eine sehr fesselnde Reise in die US-amerikanische Vergangenheit und eine spannende Auseinandersetzung mit dem fantastischen Thema Zeitreise: was wäre, wenn alles anders gewesen wäre - und was wird sein, wenn wir heute alles ändern?
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