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Silke Schröder, hallo-buch.de
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Hannover
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Ich liebe Geschichten und schreibe gerne und viele Rezensionen über die gelesene und gehörten Hörbücher und Bücher. Besucht auch mal meine Website hallo-buch.de
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15 

Bewertungen


Insgesamt 894 Bewertungen
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Robotham, Michael Amnesie, 2 MP3-CDs EUR 24,99
  • Bewertung vom 03.03.2015
  •  
    ausgezeichnet
  • Schon sein erstes Buch “Adrenalin” war ein psychologisch fein ausgearbeiteter Thriller. Diesem Rezept bleibt der in England lebende Australier Michael Robotham auch in “Amnesie” treu. In seinem zweiten Roman stellt er den Londoner Detective Inspector Vincent Ruiz in den Mittelpunkt der Story, während sein Held aus dem Vorgängerband, der Psychologe Joe O‘Loughlin, einen Schritt zurück tritt. Der Roman stammt zwar bereits aus dem Jahr 2006, doch das neu herausgegebene Hörbuch hat nichts an Spannung und Faszination verloren. Wir begleiten Vincent Ruiz durch eine fesselnde Story, in der wir viel über seine Vergangenheit erfahren und mitbekommen, wie sich sein Erinnerungsvermögen peu à peu wieder einstellt. Mit einem überraschenden Ende ist “Amnesie” ein unterhaltsamer Krimi aus London, ganz wunderbar gelesen von Michael Schwarzmaier.
Dahl, Arne Hass / Opcop-Team Bd.4 EUR 16,99
  • Bewertung vom 03.03.2015
  •  
    ausgezeichnet
  • Im letzten Fall seiner europäischen Einsatztruppe, den geheimen Opcop-Ermittlern, zieht Arne Dahl in “Hass” noch einmal alle Register eines perfekten Thrillers. Sämtliche losen Fäden, die in den vorangegangenen Bänden ausgelegt wurden, vereinigen sich zu einer finalen Handlung. Es geht um hochmoderne Genmanipulationen in China, um verwerfliche neue Drogen, Rache, kriminelle Vereinigungen wie die italienische Mafia oder die Drogenbosse in Mexiko und um eine ominöse Sicherheitsfirma in den USA. Und mittendrin die tapferen Ermittler der Opcop-Gruppe, die sich aus europäischen Spitzenkräften zusammensetzt und ihre Mitglieder bis an die Grenze der Belastbarkeit treibt – was der Autor auch hier wieder überaus charakteristisch und authentisch darstellt. So ist “Hass”, mit seiner komplexen Handlung, ein gelungener und fesselnder Abschluss im aufrechten Kampf der Guten gegen die Kriminalität dieser Welt.
Prammer, Theresa Wiener Totenlieder EUR 16,99
  • Bewertung vom 03.03.2015
  •  
    sehr gut
  • Das sich Theresa Prammer im Theater- und Opernmetier auskennt, merkt man an den zahlreichen Insider-Infos, die sie in ihren Debütkrimi “Wiener Totenlieder” eingestreut hat. Mit viel schwarzem Humor spielt die Autorin mit ihren Protagonisten und packt die Täter, Opfer, Zeugen und Ermittler allesamt bei ihren versteckten Eitelkeiten. Daneben lässt sie ihrem ungleichem Ermittlerpaar aber auch viel Platz für Geheimnisse aus der Vergangenheit, denn die beiden erfahren im Laufe der spannenden Entwicklungen so einiges über einander. So gelingt Prammer ein Blick hinter die Kulissen einer ebenso mächtigen wie traditionsreichen Wiener Institution, die mehr als alles Andere vom perfekten Schein lebt. Ob es noch ein weiteres Abenteuer mit Lotta und Konrad gibt? Seien wir gespannt!
Whitehouse, David Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek EUR 19,95
  • Bewertung vom 02.03.2015
  •  
    ausgezeichnet
  • “Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek” ist ein wunderbares Roadmovie und eine zauberhafte Parabel über den Wunsch, geliebt und verstanden zu werden. In seiner abenteuerlichen Reise quer durch England erzählt David Whitehouse von Menschen, die sich wünschen, eine Familie zu sein. Und obwohl sie in ihrem Leben eher schlechte Erfahrungen mit ihrer eigenen Verwandtschaft gemacht haben, wenden sie sich nicht von dem Modell der Familie ab, sondern suchen sich ihre eigene Wahlwunschfamilie. Das beschreibt Whitehouse so herzerwärmend und erfrischend humorvoll, dass auch die düstersten Erfahrungen seiner Helden darüber langsam verblassen. Zugleich ist “Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek” eine feine Hymne an die Bestseller der Weltliteratur, in denen viele Abenteuer zu erleben sind. Dennoch: Das größte Abenteuer ist das Leben selbst und was man daraus macht. Und das Finale, so viel sei verraten, überrascht in diesem Fall mit einem wunderbaren Kniff.
Cunningham, Michael Die Schneekönigin EUR 21,99
  • Bewertung vom 02.03.2015
  •  
    sehr gut
  • In “Die Schneekönigin” nimmt uns Michael Cunningham mit in das Leben zweier Brüder, die, beide schon Ende 30, trotz ihrer Kreativität in einer Art Karriereschleife hängen geblieben sind: der ältere als erfolgloser Musiker, der jüngere mit einem abgebrochen Literaturstudium. Den Titel leiht sich der Autor beim dänischen Märchenschreiber Hans Christian Andersen, und auch inhaltlich gibt es ein paar assoziative Ähnlichkeiten zu der Geschichte von den zwei Kindern, von denen eines ins Schloss der Schneekönigin entführt wird und, nachdem das andere es endlich gefunden hat, als Erwachsener zurückkehrt. Cunninghams siebter Roman beginnt 2004, als Präsident George W. Bush um seine Wiederwahl kämpfte und endet 2008 während des Präsidentschaftswahlkampfs von Barak Obama. Immer wieder zeigt er uns kurze, Spot-artige Ausschnitte aus dem Leben seiner Figuren, die irgendwie nicht richtig durchstarten, sich aber auch nicht allzu viel daraus machen, sondern einfach ihr Leben leben. Wir verbringen mit ihnen einen Tag im November 2004, den Sylvesterabend 2005, einen weiteren besonderen Moment und zum Abschluss einen Tag im November 2008. Am Ende sind vier Jahre vergangen und Dinge haben sich verändert, nicht immer sanft und gelegentlich auf sehr skurrile Weise. So vermittelt Michael Cunnigham in “Die Schneekönigin” ein sehr authentisches und intimes Bild aus dem alltäglichen Leben seiner Figuren, die zwischen Träumen, Hoffnung und der nicht immer einfachen Realität oszillieren.
Hanssen, Eystein Knochen EUR 14,99
  • Bewertung vom 02.03.2015
  •  
    ausgezeichnet
  • “Knochen” ist der zweite Krimi des Norwegers Eystein Hanssen mit seiner toughen Osloer Ermittlerin Elli Sunee Rathke. In seinem spannenden Thriller befasst sich der Autor mit der Dekadenz derjenigen, die schon alles haben und sich alles leisten können. Wohin also mit der Langeweile und dem Geld? Es geht, soviel sei verraten, um den Artenschutz vom Aussterben bedrohter Tiere, aber auch um die haltlose Situation mancher Au-Pairs und Hausmädchen, die aus armen Ländern ins reiche Norwegen kommen und von ihren Arbeitgeben schamlos ausgenutzt werden. Im Mittepunkt der Story steht Hanssens tough auftretende Kommissarin Elli, über die wir auch einiges Privates erfahren. Mit ihrer aus Thailand stammenden Mutter trägt sie, trotz aller Zuneigung, so manchen Mutter-Tochter-Fight aus. Aber zum Glück lernt sie während der Ermittlungen auch einen neuen Kerl mit viel Potential kennen. So ist “Knochen” nicht nur ein fesselnder Fall mit vielen aktuellen Bezügen, er vergisst auch nicht das Private seiner Figuren. Wieder mal spannendes aus Skandinavien. Freuen wir uns auf Band drei!
Manski, Natascha Seebestattung EUR 9,99
  • Bewertung vom 02.03.2015
  •  
    sehr gut
  • “Seebestattung” ist schon der zweite Krimi von Natascha Manski, der an der sonst so beschaulichen Nordseeküste zwischen Nordenham und Butjardingen spielt. Dabei schafft es die Autorin geschickt, gleich mehrere Fährten zur Lösung des Falls anzulegen, nur um dann mit noch einer weiteren logischen Wendung zu überraschen. Mit ihren beiden Kommissaren, der ehrgeizigen Tomma und dem etwas “old school” wirkenden Ulrich Spandorff, schickt sie ein sehr unterhaltsam-ungleiches Ermittlerpaar ins Rennen. Und da die Perspektive zwischen den beiden Nordlichtern ständig wechselt, wird nur allzu deutlich, warum sie gar nicht anders können, als sich ständig zu behaken. Dazu haben die beiden natürlich auch privat ihre Päckchen zu tragen: Während Tommas Vater, ein in Japan lebender Professor, endlich Kontakt zu ihr aufnehmen will, sucht Spandorff, genau umgekehrt, die Verbindung zu seiner erwachsenen Töchter, die er lange vernachlässigt hat. So ist Natascha Manskis “Seebestattung” ein unterhaltsamer und spannender Krimi von der rauen Nordseeküste.
  • Bewertung vom 02.03.2015
  •  
    ausgezeichnet
  • Nachdem Lyndsay Faye schon mit “Der Teufel von New York”, ihrem ersten historischen Krimi mit dem sympathischen Polizisten Tim Wilde, überzeugen konnte, präsentiert sie uns in “Die Entführung der Delia Wright” erneut eine spannende Story mit historisch gut fundierten Fakten. Dieses Mal beschäftigt sie sich mit einem Phänomen, das der breiten Öffentlichkeit wohl erst durch den preisgekrönten Film “12 years a slave” nähergebracht wurde: dem inneramerikanischen Sklavenhandel in den Jahrzehnten nach dem Unabhängigkeitskrieg. Denn nachdem die Schwarzen in vielen Nordstaaten seit den 1780er Jahren ihre Freiheit erlangt hatten, entdeckten viele Sklavenhändler ein neues Geschäftsfeld: sie entführten einzelne Schwarze oder auch ganze Familien, um sie im Süden der USA, wo die Sklaverei erst nach dem Bürgerkrieg 1865 endete, gewinnbringend zu verkaufen. Lyndsay Faye siedelt ihren historisch gut recherchierten Roman in der Mitte des 19. Jahrhunderts an, als New York von immer neuen Wellen europäischer Einwanderer überschwemmt wurde. Im Mittelpunkt ihrer Story stehen wieder der Ich-Erzähler Timothy Wilde, der sich durch einen scharfen analytischen Verstand und ein kühl-überlegtes Handeln auszeichnet, und sein Bruder Valentine, der als Star der jungen demokratischen Partei gilt. Er setzt sich besonders für die vielen und oftmals wenig beliebten Iren ein, die nach der Hungerkatastrophe im eigenem Land zu 100.000den in die USA einwanderten und somit potenzielle Wähler darstellten. Faye gelingt es, das Leben im damaligen New York sehr authentisch darzustellen, mit einer gut inszenierten Story zu überzeugen und zugleich die damaligen Missstände, wie ethnische Vorurteile, staatliche Ungerechtigkeiten und Sklaverei deutlich aufzuzeigen. Erschreckend, wie aktuell manche dieser Themen heute noch sind… Sehr lesenswert!
Boyle, T. C. Hart auf hart EUR 22,99
  • Bewertung vom 02.03.2015
  •  
    ausgezeichnet
  • Nachdem sich T.C. Boyle in “Wenn das Schlachten vorbei ist” mit den inneren Widersprüchen des Naturschutzgedankens beschäftigte, setzt er sich in seinem Roman “Hart auf Hart” mit einem ur-amerikanischen Problem auseinander: dem Verhältnis von persönlicher Freiheit und staatlicher Macht. In seinem Roman geht es um Menschen, die an die absolute individuelle Freiheit glauben und sich um Gesetze nicht scheren. Das fällt ihnen umso leichter, als auch der Rechtsstaat nicht immer mit gleichem Maßstab misst. So darf der Ex-Marine Sten in Costa Rica einen Dieb straflos töten und wird dafür sogar als Held gefeiert, während Sara Ärger mit der Behörde bekommt, weil sie ihren Hund nicht gegen Tollwut impft. Boyle zeigt in “Hart auf Hart” (im englischen Original: “The Harder They Come”), wie sich seine Figuren immer weiter von der Gesellschaft entfernen und dabei ihre ganz eigene Vorstellung von Freiheit entwickeln. Da ist Adam, der in dem Trapper John Colter (1774–1813) die ideale Verkörperung des amerikanischen Mythos von Freiheit und Abenteuer sieht und ihm nach Kräften nacheifert. Doch während dieser im 18. Jahrhundert tatsächlich den Norden Amerikas als ungebundener Biberjäger und Pfadfinder durchstreifte, verliert sich Adam immer mehr in einer Wahnwelt voller Aliens und schreckt schließlich auch vor Mord nicht zurück. Begleitet wird er zeitweise von der 40-jährigen Sara, die sich ebenfalls ihre eigene Welt geschaffen hat, in der der Staat keinen Platz hat, die aber immer wieder merkt, wie eng ihre Grenzen eigentlich sind. Gekonnt entführt uns Boyle in die Gedankenwelt seiner Außenseiter, die zwar nicht selten absurde Züge annimmt, ohne die aber amerikanische Eigenheiten wie das Recht auf Waffenbesitz oder die Ablehnung einer Krankenversicherungspflicht kaum verständlich sind. Ein spannender Blick in die amerikanische Seele, herausragend gelesen vom dem Schauspieler August Diehl.
Riggs, Ransom Die Stadt der besonderen Kinder EUR 16,99
  • Bewertung vom 05.02.2015
  •  
    sehr gut
  • Schon im ersten Band “Die Insel der besonderen Kinder” kombinierte der Autor Ransom Riggs alte Fotos vom Flohmarkt mit einer fantastischen Geschichte, die er sich rund um seine zusammengesammelten Vintage-Portraits ausgedacht hat. Da sind Millard, der Unsichtbare, Olive, die Schwebende, oder Emma, die mit ihren Fingern Feuer entfachen kann. Sie alle stammen aus unterschiedlichen Zeitaltern. Seit kurzem gehört auch Jacob, der Ich-Erzähler und einzige aus unserer Gegenwart dazu. Er hat seine besondere Fähigkeit von seinem Großvater geerbt: Jacob kann die fiesen Hollows mit ihren scharfkantigen Zähnen erkennen, bevor sie zuschlagen können. Die Story von “Stadt der besonderen Kinder” siedelt Riggs im England der 40er Jahre an, und auch diesmal gelingt ihm die Kombination aus düsterer Fantasy-Geschichte und unheimlich-verstaubter Illustration wieder perfekt. Schade nur, dass die Fotos manchmal etwas unscharf und in nicht sonderlich guter Auflösung wiedergegeben sind. Trotzdem: tolle Idee und besondere Umsetzung. Seien wir also gespannt, wie es weitergeht, denn das Ende ist ein echter Cliffhanger!
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