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Kleeblatt
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Berlin
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Ich lese sehr gern, wann immer ich Zeit habe. Mit meiner Tochter zusammen habe ich einen Bücherblog, auf dem wir uns immer über Besucher freuen. http://lesendes-katzenpersonal.blogspot.de/
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Insgesamt 695 Bewertungen
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  • Bewertung vom 27.01.2015
  •  
    sehr gut
  • Elfie Ruhland hat eine neue Aufgabe. Sie soll die Steuerunterlagen eines Bestattungsinstitutes auf Vordermann bringen. Man weist ihr einen kleinen engen Platz zu, an dem es ihr mit ihren vielen Ordnern wirklich schwer fällt, zu arbeiten.
    Die Chefin des Bestattungsinstitutes Juliane Knörringer betreibt dieses gemeinsam mit ihrem Sohn Carlos, der jedoch nicht allzu viel zu melden hat. Unter der Knute seiner Mutter vollbringt er dort sein Tageswerk. Das Einzige, was die beiden wirklich zu verbinden scheint, ist ihre Liebe zum Tango, dem sie abends, wenn niemand mehr dort ist, ihren Tribut zollen. Dann wird die Leichenhalle zur Tanzfläche.
    Elfie ist stark versucht, ihr bordeauxfarbenes Notizbuch wieder herauszuholen, zumal sie feststellen musste, dass die Chefin noch ganz andere Dinge auf dem Kerbholz hat...

    Elfie Ruhland ist noch genauso, wie man sie in Teil 1 kennengelernt hat.
    Nach wie vor besucht sie regelmäßig ihren ehemaligen Verlobten Ludwig auf dem Friedhof und erzählt ihm das ein oder andere und fragt ihn um Rat. Das tut sie bereits seit 30 Jahren. Nur scheint Ludwig in letzter Zeit ein wenig mit ihr zu schmollen, denn viel Zuspruch erfährt sie nicht mehr durch ihn.

    Eines Tages kommt in das Beerdigungsinstitut eine aufgebrachter Kunde und beschwert sich massiv. Die Chefin ist nicht im Haus und der Sohn versucht ihn zu beschwichtigen. Elfie bekommt den ganzen Ärger mit und macht sich ihre Gedanken. Als dann noch dieser Kunde tot aufgefunden wird, beginnt auch der Leser zu überlegen, inwieweit Elfie an dessen Ableben beteiligt ist. Wer Elfie schon aus Teil 1 kennt, weiß, dass sie mit unangenehmen Zeitgenossen nicht zimperlich umgeht.
    Als es einen weiteren Todesfall in Elfies unmittelbarer Umgebung gibt, weiß man nicht mehr so richtig, wie man es werten soll. Hat sie oder hat sie nicht nachgeholfen? Denn schließlich hat sie doch das schon in Ruhestand gesetzte Notizbuch wieder aktiviert und ihre Notizen darin verewigt.

    Es bleibt spannend bis zum Schluss.

    Die Gerechtigkeit liebende Elfie kann Unordnung und Chaos nicht leiden. Nicht nur beruflich hilft sie, Ordnung zu schaffen, auch im zwischenmenschlichen hat sie das Bedürfnis, dass alle lieb und nett zueinander sind. Gerne hilft sie auch ein wenig dabei nach. Elfie will, dass alles seinen geregelten Gang geht. Passt ihr was nicht, versucht sie alles wieder Lot zu bringen.
    Nach wie vor kann auch Alex, die Polizistin, Elfie nicht ganz zuordnen. Privat verstehen sich die beiden sehr gut, aber was ist, wenn Elfie wirklich am Tod beteiligt ist?

    Es bleibt spannend. Elfie ist eine Protagonistin, die man sehr gern begleitet. Sie steht dafür ein, was sie tut und wenn sie etwas verbotenes tut, macht sie es so, dass niemand ihr die Schuld zuweisen würde.
    Gibt es das perfekte Verbrechen?

    Auch dieser Teil mit Elfie Ruhland sorgt mehr für Spaß und Unterhaltung als für Spannung und kriminalistische Recherchen.
    Ich habe Elfie gern wieder begleitet und bin schon auf ihre nächste "Aufräumaktion" gespannt.
Minck, Lotte Radieschen von unten EUR 10,00
  • Bewertung vom 27.01.2015
  •  
    ausgezeichnet
  • Als Loretta Luchs so richtig die Faxen dicke hat von ihrem Freund Tom, der zu Hause sitzt und seine Zeit mit Nichtstun bzw. lieber mit seinem Computer verbringt, nimmt sie das Angebot ihrer Freundin und Kollegin Diana an und zieht in deren Schrebergarten. Dort will sie ein wenig Zeit mit Nachdenken verbringen und Urlaub machen.
    Sie genießt das Leben in der Laubenkolonie, lernt den ein oder anderen Nachbarn kennen, plaudert mit ihnen und hört sich den Tratsch von anderen an. Sie wird in die Gemeinschaft integriert und kommt gut aus mit ihren Nachbarn.
    Da hört sie eines Tages einen Schrei ihrer Nachbarin Lisbeth. Diese hat gerade ihren Mann kopfüber in einer Wassertonne gefunden. Unfalltod durch Ertrinken ist die offizielle Todesursache. Aber kann das sein?
    Kurz darauf gibt es den nächsten Toten, wieder so ein merkwürdiger und eigentümlicher Tod.
    Loretta beginnt, der Sache auf den Grund zu gehen ...

    Dieses Buch ist der Beginn einer Krimiserie um Loretta Fuchs.

    Als Frank, ebenfalls ein Gartennachbar und Loretta den Mann kopfüber in der Regentonne finden, haben sie noch Hoffnung, ihn retten zu können. Schnell wird die Tonne umgekippt, aber es ist zu spät. Lisbeths Mann ist tot, vom Dach in die Regentonne gefallen unter Alkoholeinfluss.
    Ein nächster Nachbar pfählt sich förmlich, was auch noch als Unfall durchgeht. Beim Arbeiten im Garten soll es passiert sein, nur dass der Mann dafür bekannt war, dass er lieber nichts tat und schon gar keine Gartenarbeit.
    Loretta, die gerade Urlaub im Schrebergarten ihrer Kollegin Diana macht, kommen die Todenfälle nicht ganz geheuer vor.
    Während sie noch versucht, abzuschalten von ihrer Tätigkeit bei einer Sexhotline und ihrem nichtsnutzigen Freund Tom, kommen die Dinge um sie herum in Bewegung.

    Die Leutchen in der Schrebergartenkolonie sind ein bunt gemischter Haufen. Frank, ein Muskelprotz, hilft wo er kann. Er redet schneller als er denkt und ist bei den Frauen sehr beliebt.
    Dann gibt es einen Vorsitzenden, der seine Macht bei einer allein erziehenden Frau zu zeigen versucht, ein schwules Pärchen und andere diverse Personen, die gemeinsam mit ihren Frauen wie beispielsweise Elisabeth, Helga und Ulla die Gemeinschaft bereichern.

    Einige von ihnen lernt Loretta gut kennen, wie Holger und Frank. Sie treffen sich, trinken gemeinsam und fühlen sich gemeinsam wohl.

    Als jedoch Loretta beginnt, nachzuforschen, was es mit den Todesfällen auf sich hat, begibt sie sich selbst in große Gefahr.

    Lotte Minck hat mit diesem Roman einen humorvollen Krimi, der kein Krimi im herkömmlichen Sinn ist, geschrieben.
    Die Protagonisten sind leicht kauzig, aber liebevoll gezeichnet. Man muss sie einfach gern haben.
    Loretta, die privat mit ihrem Freund Tom nicht glücklich ist, ist meine Heldin in diesem Buch. Sie muss man einfach ins Herz schließen. Sie findet schnell Freunde und hat eine umgängliche Art, die auch andere mögen.

    Eigentlich gibt es nichts schlimmeres, als Urlaub machen zu wollen und der Tod geht um.
    Aber die Autorin Lotte Minck hat ihren Roman so humorvoll geschrieben, dass man nicht das Gefühl hatte, einen Krimi zu lesen. Ich habe mehr geschmunzelt als nach einem Täter gesucht.
    Ein wunderbarer "Krimi" zum abschalten, die Beine hoch und am liebsten beim Regenerieren in einem Schrebergarten. Aber auch ohne Garten habe ich mich mit diesem Roman prächtig unterhalten und empfehle ihn sehr gern weiter.

    Wer allerdings einen spannenden und tiefgreifenden Krimi erwartet, der sollte sich eine andere Lektüre suchen, denn diese hier verspricht Unterhaltung pur.
  • Bewertung vom 27.01.2015
  •  
    sehr gut
  • Becky hat es geschafft. Für 3 Monate ist sie mit Mann und Kind nach Hollywood gezogen, hinein in die Glamourwelt der Reichen und Schönen.
    Noch immer hofft sie ganz fest, durch die Arbeitsbeziehung, die Luke mit Sage, der Schauspielerin hat, in der Filmwelt als Stylistin und Beraterin Fuß fassen zu können. Nur leider ist Sage recht schwierig und lässt niemanden an sich ran.
    Auch ein Versuch, auf gut Glück in die Hollywoodstudios zu gelangen, schlägt fehl. Sie ist recht verzweifelt und versucht mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln in die Welt der Reichen und Schönen aufzusteigen.
    Ihre Freundin Suze ist mit Mann und Familie zu Besuch bei ihr und gemeinsam versuchen sie nun ihr Glück, Suze als Komparsin und Becky noch immer als Stylistin. Dann scheint sich das Blatt für Becky zu wenden, aber zu welchem Preis? ...

    Mit diesem Buch hat man den nunmehr 7. Teil aus der Shopaholic-Reihe um Becky Brandon, geborene Bloomwood, in der Hand.

    Becky läuft in diesem Teil völlig aus dem Ruder. Sie ist so weit, dass sie über Leichen geht. In ihrem Kopf hat es Klick gemacht, aber dieser Klick bezieht sich auf die Welt der Promis, zu der sie unbedingt dazugehören möchte.
    Ihr Ideenreichtum ist schon legendär, wenn sie etwas haben oder erreichen will.
    Sie schafft es in diesem Band sogar, alle ihre Liebsten vor den Kopf zu stoßen und wundert sich, warum sie niemand versteht.
    Sie will dazugehören, zu den Promis, und lässt aber auch nichts unversucht, um das zu erreichen.
    So kannte man Becky bislang nicht, sie ist auf einem egoistischen Trip und kommt von diesem auch nicht mehr runter.
    Die Probleme, die ihre Freunde und Liebsten haben, prallen an ihr ab.
    Versprechen werden gebrochen, die sie nicht nur Fremden gegenüber gegeben hat, sondern auch die, die ihre Familie betreffen.

    Für mich absolut bewunderswert ist Luke, der meiner Meinung nach aber langsam auch ein wenig unglaubwürdig wird, denn so langmütig kann doch selbst der beste Mann nicht mehr sein.
    Becky leistet sich so einiges, meist unbewusst und auch ohne zu überlegen. Sie verplappert sich mehr als einmal und muss dann mit den Folgen leben, die nicht immer als positiv einzuschätzen sind.

    Aber sie lernt auch, ein wenig hinter die Fassaden von Hollywood zu sehen und nicht alles ist so, wie es scheint.

    Im großen und ganzen hat man wieder die leicht durchgeknallte, wenn es ums Shoppen geht, und chaotische Becky vor sich. Sie versucht, sich selbst zu verwirklichen und macht einen auf Egoist. Das ist ein absolut neuer Wesenszug an ihr. Wichtige Dinge behält sie nicht mehr im Auge, gerade wenn es um ihre eigene Familie geht, was gerade bei ihrem Vater und Elinor auffällt. Luke lügt sie an bzw. sie schiebt die Wahrheit ein wenig hinaus und verbiegt sie auch mal ganz gern.

    Das Ende ist ein wenig enttäuschend, denn viele Dinge wurden angeschnitten und harren nun darauf, in einer Fortsetzung weitergeführt zu werden. Als Leser ein unzufriedenes Ergebnis, weil einfach zu viel in der Luft hängt, was einer Antwort bedarf.

    Ich habe den 6. und 7. Teil fast hintereinander gelesen und das war ein wenig viel Becky. So reizend und liebenswert sie auch ist, in dieser geballten Ladung war selbst mir das ein wenig zu viel. Die paar Jahre Abstand, die die beiden Bücher erschienen sind, waren nicht ganz unbegründet.
    Aber trotzdem habe ich Becky und ihre Lieben gern auch zum 7. Mal begleitet, durch dick und dünn.
    Für einen eingefleischten Fan der Reihe ist natürlich auch dieser Teil ein Muss.
    Auch dieses Mal habe ich Becky gern begleitet, sie auf ihrem Weg in Hollywood beobachtet, nicht gewusst, soll ich ihr Glück wünschen oder besser nicht und mich an ihrem chaotischen Leben erfreut.
    Nun bin ich auf den Folgeband gespannt, wie es aussieht, wird dort nicht ganz soviel geshoppt werden.
  • Bewertung vom 27.01.2015
  •  
    sehr gut
  • Minnie, die Tochter von Becky und Luke ist inzwischen 2 Jahre alt und versucht sich schon mit dem sprechen. Eines ihrer Lieblingsworte ist "meins". Sie ist ein Hans Dampf in allen Gassen. Nichts ist vor ihr sicher. Sie schafft es mühelos, dass sie in bereits einigen Geschäften Ladenverbot mit ihrer Mutter hat.
    Becky ist eine Shopaholic wie sie im Buche steht und wie man sie bereits kennengelernt hat. Auch ihre Tochter Minnie schlägt bereits in die Kerbe und möchte haben, was sie sieht. Ob das alles gut gehen kann? ...

    Becky liebt ihre Tochter Minnie über alles, aber sie erzieht sie nicht, sie verzieht sie. Sie macht aus Minnie eine Mini-Becky, die die gleichen überzogenen Ansprüche stellt wie sie selbst.
    Wenn jemand etwas dagegen sagt, sei es Luke oder egal wer, nimmt sie Minnie in Schutz. Sie erfindet Ausreden, die auch mal in Lügen abdriften können.
    Sie will nicht wahrhaben, das Minnie Hilfe braucht, oder doch eher sie selbst?

    Beckys Leben ist chaotisch und immer für eine neue Überraschung gut. Sie redet sich die Welt schön und macht das beste draus.
    Sie will für Luke eine Geburtstagsüberraschungsparty vorbereiten und weigert sich, Hilfe anzunehmen. Denn, eine Becky schafft das auch allein, gerade, wenn alle Welt denkt, sie würde es nicht schaffen. Aber sehr bald muss sie feststellen, dass sie sich doch ein klein wenig übernommen hat, denn es soll nicht nur eine Party im engsten Familien- und Freundeskreis sein, sondern Kollegen und Geschäftspartner von Luke sollen ebenfalls eingeladen werden.
    Das alles wächst Becky sehr schnell über den Kopf, denn es ist nicht nur eine Frage des Geldes, sondern letztendlich auch eine der Logistik. Luke soll natürlich von all dem nichts mitbekommen und so taucht auch schon mal die ein oder andere Notlüge auf, mit der sie ihn beschwichtigen muss.

    Als dann auch noch Elinor auftaucht, die sehr gern ihr Enkelkind sehen möchte, befindet sich Becky auch noch in einem Gewissenskonflikt. Sie weiß, dass bei der letzten Begegnung von Luke und seiner Mutter irgendetwas gravierendes vorgefallen sein muss, denn seitdem will er nichts mehr ihr wissen und hören. Für ihn existiert seine leibliche Mutter nicht mehr.

    Um das Verhalten von Minnie zu analysieren, lässt sich Becky auf eine Nanny ein, die Luke ihr empfohlen hat. Nur, die Analyse sieht völlig anders aus, als Becky sie erwartet hat.

    Becky ist wieder da und macht da weiter, wo sie aufgehört hat, mitten im Chaos. Sie ist absolut liebenswert und loyal ihren Freunden und ihrer Familie gegenüber, wenn sie nicht dieses klitzekleine Handycap hätte, das Shoppen heißt.
    Man muss sie einfach lieben, auch wenn sie der Chaot schlechthin ist. Zu Becky gehören die Tagträume, die sie träumt, dazu wie ihre Kreditkarte zu ihr.

    Auch dieser Teil um die Shopping-Queen wartet wieder mit Überraschungen und Wendungen auf, wie man es schon aus den vorhergehenden Teilen gewohnt ist.
    Wer die Reihe kennt, weiß, was ihn erwartet und auf was für ein Buch man sich einlässt. Es lädt ein zum Schmunzeln und ist an einigen Stellen stark überzogen. Und doch ist Becky die Sympathieträgerin des Buches, die ein chaotisches Leben hat und ihre Umwelt auf die ihr eigene Art und Weise wahrnimmt und beeinflusst.
    Nach langer Zeit mal wieder einen Shopaholic-Band zu lesen, ist erfrischend und entspannt. Man wird nicht genötigt, beim Lesen mitzudenken, man kann alles locker auf sich einwirken lassen.
    Für zwischendurch und zum Abschalten genau die richtige Lektüre.
  • Bewertung vom 19.01.2015
  •  
    sehr gut
  • "Holly" ist eins der renommiertesten Frauenzeitschriften in Deutschland. Monatlich glänzen sie mit einer neuen Auflage.
    Alles in der Redaktion klappt wie am Schnürchen. Die Chefredakteurin Annika Stassen hat alles und Alle fest im Griff. Und doch wird Simone Pfeffer neu eingestellt, sie soll als Change-Managerin agieren. Dazu soll sie alle Mitarbeiter interviewen und analysieren, wo Einsparungspotenzial besteht.
    Keiner ist erfreut darüber und nicht alle kooperieren mit ihr.
    Da verschwindet von einem auf den anderen Tag die Chefredakteurin Annika Stassen ...

    Mit diesem Buch hält man den 1. Teil einer Reihe um das Verlagswesen, Thema Frauenzeitschriften, in der Hand. Auf wenigen Seiten erhält der Leser Einblick in die journalistische Welt des Verlagswesens.
    Das Mit- und Gegeneinander der Kollegen ist genauso ein Thema wie das Ringen um Beiträge, Organisation zur Erstellung des Heftes wie die Machenschaften der Oberen.

    Dieser 1. Teil ist nicht wirklich aussagekräftig. Viele Themen werden angerissen, die durchaus eine größere Rolle in den Folgebänden spielen können.
    Der Haupttenor ist, die Protagonisten ein wenig kennenzulernen. Leider wird auch dies nur recht oberflächlich vorgenommen, aber ich gehe davon aus, dass genaueres ebenfalls in den nächsten Teilen zu erfahren sein wird.
    So lernt der Leser die Chefredakteurin Annika Stassen kennen, Simone Pfeffer, die Verlegerin Elisabeth Salditt, Georg Bender, Sibel Yolan wie auch noch weitere Protagonisten.
    Einige von ihnen scheinen schon ein wenig interessant zu sein, so dass man gespannt sein darf, wie und wo sie noch agieren werden.

    Auch die angedeuteten Konflikte machen neugierig auf die Folgebände, zumindest mich haben einige davon angesprochen.

    Der Schreibstil ist etwas ungewöhnlich. Hat man als Leser einige Male das Gefühl, man würde ein Drehbuch lesen. Oder besser noch, als würde man ein Hörspiel hören mit den zugehörigen Kommentaren, wo sich gerade die Kamera befindet bzw. wohin sie sich bewegt. Leicht gewöhnungsbedürftig, aber nicht störend.

    Viel kann man wirklich noch nicht über diesen Teil sagen, weil wie gesagt, Konflikte angedeutet werden.
    Was es nun mit dem Verschwinden der Chefredakteurin auf sich hat, wird man leider auch erst im nächsten oder einem der Folgebände erfahren.
    Auf jeden Fall ist der Köder für die Leser gelegt und ich bin schon mal gespannt, wie es weitergeht.
Coltorti, Gaia Die Alchemie der Nähe EUR 19,99
  • Bewertung vom 18.01.2015
  •  
    sehr gut
  • Die Zwillinge Giovanni und Selvaggia sind heute beide 17 Jahre alt. Sie wuchsen seit dem 1. Lebensjahr getrennt voneinander auf, Giovanni bei seinem Vater in Verona und Selvaggia bei der Mutter in Genua, nachdem die Eltern sich getrennt hatten.
    Zu seiner Mutter hatte Giovanni nur sporadisch Kontakt, was ein Treffen mit seiner Schwester nicht mit einbezog.
    Nach vielen Jahren getrennt sein wollen die Eltern es noch ein weiteres Mal miteinander versuchen, zumal die Mutter dienstlich auch nach Verona versetzt wurde.
    Schon beim ersten Zusammentreffen der Zwillinge kann Giovanni die Augen nicht von seiner Schwester lassen. Er ist ihr von Anfang an verfallen.
    Sie haben beide Anlaufschwierigkeiten miteinander, aber bald schon merken sie, dass zwischen ihnen mehr ist als nur Geschwisterliebe. Viel mehr, als gut für sie ist und als zwischen ihnen sein darf ...

    Giovanni lebt gemeinsam mit seinem Vater in Verona und ist mit dem Leben sehr zufrieden. Die Mutter und seine Zwillingsschwester vermisst er nicht. Viel zu flatterhaft war seine Mutter, als dass er an sie mit positiven Gedanken denken würde. Die Zwillinge zumindest glauben nicht ernsthaft an ein Happyend zwischen ihren Eltern und versuchen für die kurze Zeit das beste aus der Situation zu machen.
    Giovanni ist seiner Schwester von Beginn an sehr zugetan. Er empfindet für sie mehr als nur geschwisterliche Liebe. Selvaggia ist ihm gegenüber ein kleines Biest, nutzt ihn aus und versucht ihn weitgehend links liegen zu lassen.
    Aber selbst Selvaggia kann irgendwann nicht anders, als sich und Giovanni einzugestehen, dass sie für ihn mehr empfindet als es unter Geschwistern üblich ist.
    Sie lieben sich beide und müssen, obwohl sie diese Liebe voll ausleben, ihren Eltern und ihrer Umgebung verheimlichen. Die Gefahr, entdeckt zu werden ist sehr groß und sie haben Angst davor.
    Ihre Mutter wird misstrauisch, da sie doch recht viel zusammen sind und vieles über das Normale hinaus gemeinsam machen. Eine Zeit der Lügen beginnt.

    Das Buch wurde von der jungen Autorin Gaia Coltorti geschrieben, die dieses Buch bereits mit 17 Jahren schrieb, sich aber nicht getraute zu veröffentlichen. Nie im Leben hätte ich vermutet, dass dieses Buch von einer so jungen Autorin geschrieben wurde. Sie greift ein Tabuthema auf, über das sich sicher auch nicht leicht schreiben ließ.

    Sie schreibt das Buch aus der Sicht einer dritten Person, aus der Sicht von Giovanni. Fast scheint es so, als wäre diese Person ein Erzähler, der im Rückblick die Ereignisse noch einmal zur Sprache bringt.
    Ein ungewöhnlicher und gewöhnungsbedürftiger Schreibstil, aber findet in ihn doch recht schnell herein.

    Die Protagonisten sind die Zwillinge Giovanni und Selvaggia. Die beiden verbindet eine Liebe, die stark und tief ist. Sie könnte für beide die Erfüllung aller Träume bedeuten, wenn es nicht eine verbotene Liebe wäre.
    Giovanni zeichnet sich durch extrem starke Eifersucht aus und Selvaggia anfangs durch ausgesprochenes Desintresse an ihrem Bruder. Sie war mir regelrecht unsympathisch, schien ihn nur auszunutzen.

    Ich war ziemlich skeptisch, was das Thema angeht und vor allem die Tatsache, ob die Autorin nicht zu jung wäre, dieses Thema anzugehen. Ich wurde jedoch positiv überrascht, sowohl, wie sie sich ans Thema herangewagt hat, wie auch ihrem Schreibstil. Obwohl leicht gewöhnungsbedürftig zu Beginn, war es dann jedoch flüssig zu lesen.

    Eine Liebe, die nicht sein darf, ja sogar strafbar ist. Wer gern mal etwas anderes lesen möchte, dem sei dieses Buch empfohlen.
Die Oberlausitz EUR 21,95
  • Bewertung vom 16.01.2015
  •  
    ausgezeichnet
  • Mich als Berlinerin interessiert natürlich, was es auch vor unserer Haustür zu sehen gibt. Die Oberlausitz grenzt mit ihrer Zugehörigkeit zu Sachsen an Brandenburg an und ist von Berlin aus gut zu erreichen.
    Von daher interessiert mich diese Gegend natürlich ebenso wie Brandenburg und Berlin selbst.

    Anhand des hier vorgestellten Buches ist es möglich, sich auf die Umgebung vorzubereiten und einzustellen.

    Das Buch ist in zwei große Abschnitte unterteilt:
    1. Landschaft, Archäologie, Geschichte und Kultur
    2. Kulturdenkmäler und Museen

    Mittels des 1. Abschnittes bekommt man alle Informationen zur Landschafts- und Erdgeschichte vermittelt, die die Oberlausitz durchlaufen hat.
    Man erhält einen sehr genauen Einblick über Geologie und Naturraum sowie eine Übersicht über 230 Jahre archäologische Forschung in der Region.
    Ebenso erhält der Leser Einblicke in die verschiedenen Zeitepochen, die u.a. geprägt waren durch die Slawenzeit und der römischen Kaiserzeit.
    Obwohl die Oberlausitz bis in das polnische Gebiet reicht, wird hier nur der deutsche Teil behandelt, die polnische Region wird ausgegliedert.

    Es folgt eine Abhandlung der geschichtlichen Ereignisse, beginnend mit dem Paläolithikum und dem Mesolithikum, die erkennen lässt, dass erste Spuren menschlicher Aufenthalte im Jungpaläolithikum um 40000 - 12000 v. Chr. anzusiedeln sind.
    Eine Zeittafel spiegelt die chronologische Besiedelung des Gebietes dar, beginnend im Mittelpaläolithikum, 250000 v. Chr., bis zur Neuzeit, bis heute.

    Erstaunlich fand ich die Aussage, dass die Oberlausitz in der frühmittelalterlichen Besiedlung mit 60 Burgen punkten konnte.

    Im 2. Abschnitt, Kulturdenkmäler und Museen, werden diese vorgestellt.
    Vieles ist heute nur noch aus der Luft kartographisch erfassbar und nachweisbar. Die Darstellung erfolgt mittels Luftaufnahmen oder Zeichnungen, die es dem Leser ermöglichen, das Wissen auch optisch wahrzunehmen. Fundstücke von Ausgrabungen sind im Buch ebenso zu finden wie Fotos von Ausgrabungsstätten.

    Fotos von Wallanlagen findet man hier ebenso wie die von Schanzen, Gräberfelder, Klöster und Burgen, aber auch von Steinkreuzen oder Städten.

    Sehr detailliert findet man hier Informationen zu verschiedenen Städten wie beispielsweise Bautzen, Görlitz, Oybin oder Zittau. Natürlich fehlen ebensowenig die Informationen zu verschiedenen Burgwällen, Kirchen, Burgen oder kirchlichen Einrichtungen.

    Zu jedem Ort gibt es Hinweise zur Anfahrt, die Benennung der Sehenswürdigkeiten, Öffnungszeiten sowie weitere Informationen zur Besichtigung.

    Dieses Buch ist nicht nur ein genialer "Reiseführer" für den deutschen Teil der Oberlausitz, sondern auch ein Geschichtsbuch für interessierte Besucher.

    Da ich mich gern und sehr akribisch vorbereite, wenn ich in Gegenden unterwegs bin, die ich noch nicht kenne, suche ich mir immer passende Literatur heraus. Diese Reihe vom Theiss-Verlag ist genau das, was ich brauche, Informationen über Land und Leute, Geschichte und Sehenswertes. Für mich eine Reihe, die ich gern weiterempfehle.
Kuttnig-Urbanz, Susanne; Pinteritsch, Friedrich Dampfgarbibel EUR 29,99
  • Bewertung vom 16.01.2015
  •  
    ausgezeichnet
  • Dampfgaren ist die neue Art zu Kochen. Da ich mir kürzlich einen Dampfgarer zugelegt habe, mit dem ich auch Kombi-Garen kann, war die Frage nach einem Rezeptbuch nur noch eine Frage der Zeit.
    Mit dem vorliegenden Buch liegt mir nun eine "Bibel" vor, die keine Fragen mehr offen lässt.

    Das Buch unterteilt sich nach dem Vorwort in folgende Abschnitte:
    - Alles, was man zum Dampfgaren wissen muss
    - Dampfgaren von A-Z
    - Übersicht über die Garzeitn und Gartemperaturen
    - Unsere Empfehlungen zu den Lebensmitteln
    - Allgemeines zu den Rezepten
    - Abkürzungen und Küchenbegriffe
    - Rezepte, die sich unterteilen in

    Vorspeisen und Suppen
    Hauptspeisen
    Beilagen
    Gästemenüs
    Allerlei
    Baby & Kind
    Süßes
    - Rezeptregister

    In den allgemeinen Kapiteln erfährt der angehende Dampfgarer alles Wissenswertes, was man über das Dampfgaren wissen muss. Man erfährt, wie das Dampfgaren funktioniert, was alles machbar ist welche Bleche es gibt, was zu beachten ist. Sehr gute und detaillierte Aufstellung, aus der sich eine Fülle von Informationen holen lässt.
    Die Aufstellung der österreichischen Begriffe mit deren deutscher Übersetzung findet man nicht, wie gewohnt, am Ende des Buches, sondern unter dem Kapitel "Abkürzungen und Küchenbegriffe".

    Die vorgestellten Rezepte sind sehr vielseitig. Neben Altbewährtem wie Grießschnitte , Gemüse-Lasagne oder Lauch-Quiche findet man auch neue Rezepte, die zum Probieren anregen. Einen Dinkel-Spinat-Braten, Napalesische Momos oder einen Makrelendip macht man sicher nicht alle Tage, so dass das Ausprobieren und sogar schon das Lesen der Rezepte Lust darauf macht, das ein oder andere neue Rezept auszuprobieren.

    Die Rezepte sind unterteilt in Zutaten, Zubereitung, Zubereitungszeit, Garzeit und zum Teil auch noch mit zusätzlichen Tipps bereichert.

    Zum Großteil der Rezepte findet man auch Abbildungen, die einem bereits beim Durchblättern das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen.


    Die gesamte Ausgabe des Buches wirkt sehr edel. Das Cover ist dem Dampfgaren angepasst. Mit optischen lackierten Wassertropfen kommt gar keine Frage auf, was für Inhalt dieses Buch hat. Ebenso kann man das Cover auch mal Abwischen, wenn man ein wenig gekleckert hat und es besitzt sogar 2 Lesebändchen.

    Ein rundum gelungenes Buch, das aus meiner Küche nicht mehr verschwinden wird, denn ich habe noch vieles damit vor.
    Einige Sachen habe ich nachgekocht, was aufgrund der wunderbaren Beschreibung kein Problem darstellte. Da ich aber noch immer meinen Dampfgarer austeste, werden wohl noch einige Rezepte aus dem Buch folgen, die ich mir bereits markiert habe.
    Es kann eigentlich nichts schief gehen, es sei denn, man hat versehentlich irgendetwas falsch eingestellt oder die falschen Zutaten erwischt. Ist mir alles passiert, aber für meine Dummheit kann das Buch ja nichts.
    Aus meiner Küche ist die "Bibel" nicht mehr wegzudenken, sie hat einen festen Platz und wird regelmäßig durchgeblättert.

    Eine "Bibel", die ich sehr gern weiterempfehle.
Börjlind, Cilla; Börjlind, Rolf Die Springflut / Olivia Rönning & Tom Stilton Bd.1 EUR 19,99
  • 2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
  • Bewertung vom 16.01.2015
  •  
    ausgezeichnet
  • 1987 beobachtet ein kleiner Junge einen Mord an eine Frau. Diese, hochschwanger, wird im Wasser eingegraben. An diesem Tag wird es eine Springflut geben und ihr Tod ist vorprogrammiert. Die polizeilichen Ermittlungen laufen auf vollen Touren. Der Fall wird zu den Akten gelegt, da es nicht gelungen ist, die Tote zu identifizieren, noch die Mörder zu finden.
    Olivia Rönning ist eine Polizeianwärterin im 3. Semester. Die Studenten bekommen über die Semesterferien eine Zusammenstellung von ungelösten Fällen, von denen sie sich einem freiwillig widmen dürfen. Sie sollen die Fälle studieren und erkennen, was man aus der heutigen Sicht besser oder anders machen könnte. Olivia interessiert sich für den Ufermord von vor 23 Jahren. Seinerzeit war ihr Vater bei den Ermittlungen mit involviert, was für sie die Sache besonders reizvoll macht.
    Als erstes will sie versuchen, den leitenden Polizeikommissar von damals zu finden, denn Tom Stilton ist, nachdem er den Polizeidienst quittiert hatte, spurlos verschwunden. Niemand weiß, wo er ist und was er macht.
    Sie findet ihn durch Zufall und ist entsetzt, denn Tom ist inzwischen arbeitslos und lebt als Obdachloser auf der Straße. Von dem Tom, der die damaligen Ermittlungen leitete, ist nichts mehr übrig geblieben.
    Wird sie es schaffen, ihn zu motivieren, ihr bei der erneuten Recherche zum Ufermord zu helfen? ...

    Die Stockholmer Polizei ist mit Übergriffe auf Obdachlose beschäftigt, die nicht nur gefilmt, sondern auch noch auf eine Plattform online gestellt werden. Die Täter sind sehr brutal und nicht zu fassen.
    Als Olivia Rönning ihre eigenen Recherchen zu einem ungeklärten Mord von vor 23 Jahren ermittelt, stößt sie nicht nur unter Polizeibeamten auf Ablehnung. Aber als Tochter eines Polizisten hat sie gelernt, nicht aufzugeben und ermittelt weiter, auch wenn sie sich damit in unmittelbare Gefahr begibt.
    Es gelingt ihr, Tom Stilton, den damaligen Ermittler, zu finden und ihm einige Antworten zu entlocken. Der befindet sich selbst gerade auf einem Rachefeldzug, denn eine seiner obdachlosen Freundinnen wurden ermordet.
    Ganz langsam fängt Tom an, sich ein wenig mehr für seine Umwelt zu interessieren und auch Kontakt zu alten Freunden aufzunehmen. Olivia rüttelt ihn wach, wenn auch nur begrenzt, aber sie schafft es, zu ihm vorzudringen.

    Dieses Erstlingswerk der Drehbuchautoren Cilla und Rolf Börjlind ist ein ausgesprochen komplexes Werk.
    Spannung pur, von Beginn an und stetig steigend. Lange hat mich ein Krimi nicht so gefesselt wie dieser.
    Es wird an mehreren Fronten ermittelt. Der Mord von vor 23 Jahren, dann die Übergriffe auf die Obdachlosen, die Kinderkämpfe. Einige Dinge berühren sich und scheinen im Zusammenhang zu stehen, andere scheinen losgelöst von allem zu sein.
    Es sind mehrere Baustellen, die den Leser immerzu zu Fragen reizen. Wie hängen die Ereignisse zusammen, wie wird es sich auflösen?
    Sicher macht man sich auch seine Gedanken, über den oder die Mörder und über die Zusammenhänge. Die Auflösung stellt alle Vermutungen in den Schatten und die Karten werden neu gemischt.
    Ich zumindest war völlig überrascht und habe es absolut nicht kommen gesehen.

    Es ist ein erster Teil einer Reihe um die Polizeianwärterin Olivia Rönning und den ehemaligen Polizeikommissar Tom Stilton. Die beiden haben noch Potenzial und Entwicklungsmöglichkeiten, auf die ich mich freue.
    Einige Fragen sind noch offen geblieben, die ich hoffe, irgendwann beantwortet zu bekommen.
    Es gibt eine Reihe von interessanten Protagonisten, die ich sehr gern in den nächsten Teilen wiederfinden würde, allen voran natürlich Olivia und Tom.

    Ein Krimi, der nicht nur Spannung verspricht, sondern diese auch liefert.
    Für mich war dieser Krimi ein absolutes Highlight und ich empfehle ihn sehr gern weiter.
  • Bewertung vom 14.01.2015
  •  
    ausgezeichnet
  • Ethan und Kenzie sind aus dem Feenland Nimmernie zurück. Für Kenzie waren die Abenteuer wohl ein wenig zu viel des Guten, so dass sie gleich daraufhin im Krankenhaus landet. Natürlich gibt man Ethan die Schuld daran.
    Kenzie ist schwer krank und will nicht die Zeit, die ihr noch bleibt, so verbringen, wie es andere gern möchten, sondern so, wie sie es selbst für richtig hält. Dazu gehört für sie auch, dass sie mit Ethan zusammen sein darf.
    Derweil kommt Meghan, Ethans Schwester, zu Besuch. Keirran, ihr Sohn ist verschwunden und sie bittet Ethan um Hilfe, ihn zu finden.
    Keirran hat sich auf eine gefährliche Mission begeben, um seine große Liebe, die ehemalige Fee aus dem Sommerreich Anwyll vor dem Verschwinden zu retten.
    Obwohl sich Ethan wieder einmal vorgenommen hatte, sich nie wieder mit den Feen abzugeben, ist er bereit, ein weiteres Mal nach Nimmernie zu reisen, um seinen Neffen und Freund Keirran zu finden und ihm gegebenfalls zu helfen.
    Wieder dabei ist seine Liebste Kenzie, die, wenn auch krank, nicht von Ethans Seite weichen will ...

    Fast nahtlos reiht sich dieser 2. Teil der Prinz-Reihe an Teil 1 an. Kaum sind Ethan und Kenzie aus Nimmernie zurück, überschlagen sich die Ereignisse und sie müssen ein weiteres Mal zurück. Kenzie lässt sich nicht von Ethan abhängen und will unbedingt mit.
    Dass sie beide helfen wollen, ist für sie klar, denn Keirran und seine Liebste Anwyll sind ihnen beiden ans Herz gewachsen.
    Sie haben das Herz am rechten Fleck und tun alles, um den beiden zu helfen.
    Es warten einige Abenteuer auf sie, die zum Teil auch recht gefährlich sind. Sie treffen auf Personen, die es nicht gut mit ihnen meinen, bzw. die nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind. Trotz allem, lassen sie sich nicht beirren.

    Ethan und Kenzie sind die Sympathieträger des Bandes, man muss sie einfach mögen, treten sie doch unerschrocken und mutig für andere ein.
    Mit gemischten Gefühlen habe ich mich Keirran zugewandt, der zwar in guter Absicht unterwegs ist, dessen Wege aber nicht immer die legalen sind.

    Auch in diesem Teil gelingt es der Autorin Julie Kagawa mühelos, bereits Geschehenes mit kurzen Worten zusammenzufassen, so dass selbst dem Leser, der die Feen-Reihe nicht kennt, die Zusammenhänge nicht verloren gehen. Da ich die Feen-Reihe nicht gelesen habe, gelang es mir trotzdem mühelos, die Zusammenhänge zu erfassen.

    Mit ihrem packenden, lockeren Schreibstil hat mich die Autorin in ihren Bann gezogen. Hat man sich mit Ethan und Kenzie einmal auf den Weg gemacht, gibt es kein Zurück mehr. Man wird als Leser regelrecht durch das Buch gejagt, weil man wissen will, was noch passiert und vor allem, ob und wie es ausgehen wird.
    Eine Ahnung schwebt über allem und man hofft, dass sich davon nichts erfüllen wird. Man jagt durch die Seiten und ist gar nicht in der Lage, das Buch beiseite zu legen, so spannend und fesselnd ist es.

    Dieses Buch endet mit einem Cliffhanger und ich kann nur hoffen, dass es nicht allzu lange dauern wird, bis man den folgenden Teil in Händen hält. Die Spannung ist extem hoch und der Lesewillen auf den folgenden Teil ebenso.

    Auch dieser Teil der Prinz-Reihe ist absolut empfehlenswert.
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