Benutzer

Benutzername: Kleeblatt
Wohnort: Berlin
Über mich: Ich lese sehr gern, wann immer ich Zeit habe. Mit meiner Tochter zusammen habe ich einen Bücherblog, auf dem wir uns immer über Besucher freuen. http://lesendes-katzenpersonal.blogspot.de/
Danksagungen: 326 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 885 Bewertungen
Bewertung vom 30.05.2016
Das Hotel in den Highlands
Dunford, Caroline

Das Hotel in den Highlands


ausgezeichnet

Unverhofft kommt Lucy zu einer Erbschaft. Ein Onkel, den sie persönlich nie kennengelernt hat, vererbte ihr ein Hotel in den Highlands. Keine kleine Frühstückspension, sondern ein Hotel mit 22 Zimmern.
An der Erbschaft hängt aber die Verpflichtung, das Hotel ein halbes Jahr betreiben zu müssen.
Schon der Notar legt ihr nah, das Hotel zu verkaufen, er hätte da auch schon jemanden an der Hand. Plötzlich schaltet Lucy auf stur und will das Hotel unbedingt und nimmt die Erbschaft an.
Sie muss dazu ihren Freund Jake verlassen, der aber eh vorhatte, geschäftlich nach London zu wechseln. Ihre Wohnung hat er weitervermietet und Lucy darf auch noch die Abwicklung allein bewerkstelligen, denn eine Hilfe ist ihr Jake nicht.
Dann endlich kommt Tag Null und sie steht zum ersten Mal vor ihrem Hotel und ist fast entsetzt über die Größe und dem Zustand des Hauses. Noch schlimmer allerdings ist die "Dame" des Hauses, die Haushälterin, die seit 25 Jahren bereits dort arbeitet und so ihre eigenen Vorstellungen vom Hotel hat. Lucy stößt bereits beim Kennenlernen auf offene Ablehnung.
Als sie bemerkt, dass es auch keine Gäste gibt, krempelt sie die Ärmel hoch und packt die Sache an...

Eine Erbschaft kann ein Segen sein, aber wie in Lucys Fall auch eine echte Herausforderung.
Nach der anfänglichen Niedergeschlagenheit über den Zustand des Hauses, richtet sie sich erst einmal selbst dort häuslich ein. Dann versucht sie, das Unmögliche wahr zu machen, aus dem abgewrackten Haus wieder ein Hotel zu machen.
Man macht es ihr nicht leicht, stößt sie doch zudem fast überall auf Ablehnung, die sie sich nicht erklären kann. Aber sie gibt nicht auf.
Der Landbesitzer Sutherland hat es jedoch auf das Hotel abgesehen bzw. auf Grund und Boden. Er will dort bauen und das Hotel steht ihm dabei im Weg, also muss es weg und das um jeden Preis. Aber Lucy hat sich festgebissen, obwohl sie mit ihren Ideen und Umsetzungen fast allein auf weiter Flur steht. Aber sie gibt nicht auf.

Lucy ist eine Kämpferin. Nun gerade, sagt sie sich, entgegen allen Vorhersagungen. Während die Beziehung zu ihrem Freund Jake nur noch aus lapidaren Mails besteht, hat sie sich diesem Projekt Hotel verschrieben.
Aus der eher ruhigen Lucy, die ihrem Freund immer zur Seite stand und seinetwegen auf einiges verzichtete, wird Lucy die Unbeugsame. Sie hat ihr Ziel klar vor Augen und geht nicht davon ab.
Lucy ist eine Person, die man bewundern kann, wird sie doch eine Frau, die sich durchzusetzen weiß.

Ich habe die Protagonistin Lucy sehr gern in ihr Hotel begleitet, war an ihrer Seite beim Aufbau und auch bei den Rückschlägen. Sie ließ sich nie unterkriegen, wofür man sie bewundern musste.

Das Buch ist unterhaltsam und brachte mir ein paar schöne Stunden, in denen ich nicht nachdenken musste, in denen ich die Seele baumeln lassen konnte. Ab und an brauche ich auch mal Bücher, bei denen ich nicht mitdenken muss, sondern auf die man sich einfach so einlassen kann. Das ist so ein Buch. Ein Buch für zwischendurch, ein Sommerlesebuch oder einfach nur ein Buch zum wohl fühlen.

Bewertung vom 30.05.2016
Die Zucht
Winkelmann, Andreas

Die Zucht


ausgezeichnet

Manchmal sind 5 Minuten einfach zu viel, in denen man sein Kind aus den Augen lässt. In diesen 5 Minuten verschwand der 6-jährige Oleg Schwabe spurlos.
Der mürrische Hauptkommissar Henry Conroy bekommt diesen Fall auf den Tisch. Als dann auch noch die Tierschützerin Rieke Schneider spurlos verschwindet, hat er sich nicht nur mit den beiden Fällen zu befassen, sondern hat zudem auch noch die nervige Manuela Sperling an der Backe, die ihm als Kollegin zugeteilt wurde.
Sie gehört zu den Menschen, die sagen, was sie denken und das laut und offen. Ihre Art geht Conroy auf die Nerven, aber er muss zugeben, dass ihre Ansätze und Ideen oft ins Schwarze treffen.
Manuela Sperling sieht zwischen dem Verschwinden des Jungen und der Tierschützerin nämlich einen Zusammenhang, auch wenn das anfangs mehr als abwegig ist. Und dann sind da noch die Hunde, die immer wieder auftauchen...

Das ist jetzt der 2. Thriller, den ich von Andreas Winkelmann gelesen habe. "Killgame" hatte mir schon gut gefallen, aber das wird durch diesen Thriller definitiv getoppt.
Der Autor arbeitet mit mehreren Handlungssträngen, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben.
Zum einen geht es um den Fall der Entführung von Oleg, dann dem Verschwinden der Tierschützerin Rieke, die von ihren Freunden Lea und Ralf gesucht wird und dem Kennenlernen des Täters.

Hunde spielen in diesem Thriller ebenfalls eine entscheidende Rolle. Es handelt sich um die russische Hunderasse Samojeden, die hier recht blutrünstig dargestellt werden. Eigentlich sehen diese Hunde fluffig und lieb aus, was ich mir erst einmal ergoogeln musste.

Das Ermittlerteam Conroy - Sperling passt auf den ersten Blick nicht zusammen, er mürrisch und sein eigenes Päckchen tragend, sie vorlaut, frech und sie lässt sich von ihren männlichen Kollegen nicht unterbuttern. Aber sie ergänzen sich und bilden letztendlich eine Einheit, auf die man zählen kann. Beide wissen, wie der andere tickt und was man von ihm / ihr zu halten hat.
Sie gehen effizient zu Werke, das auch noch unter Zeitdruck, denn die Hoffnung, Oleg lebend wiederzufinden, sinkt von Stunde zu Stunde.
Die Ermittlungen laufen auf volle Power, bis sie für Conroy privat werden.

Dem Autor gelingt es mühelos, den Leser in Schach zu halten. Die Fährte legte er mit dem Verschwinden des Jungen und von da an hat er den Leser in seinen Bann gezogen.
Mich zumindest hatte er an der Nadel, ich kam nicht mehr los. Ich wollte wissen, was es mit den Hunden auf sich hatte und wie die einzelnen Stränge eine Einheit werden sollten. Damit hat er sich wirklich Zeit gelassen, Zeit der Spannung und Hoffnung für alle Beteiligten und auch für mich. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und das, obwohl es auch ein paar wirklich unappetitliche Szenen zu lesen gab.
Wenn ich ein Buch lese, lasse ich den Inhalt wie einen Film an mir vorbeiziehen und bei den gewissen Stellen fiel es mir echt nicht leicht, sie mal eben so locker wegzustecken.

Es war ein mitreißender Thriller, der den Leser nicht ruhen lässt, bis das Buch die letzte Seite erreicht hat. Der Spannungsbogen fand seinen Ursprung in der Entführung des Jungen und stieg stetig an, bis zur aufklärenden Auflösung.
Andreas Winkelmann - für mich ein Name, den ich mir merken werde.

Ein Thriller, den ich sehr gern weiterempfehle.

Bewertung vom 30.05.2016
Wer einmal lügt
Coben, Harlan

Wer einmal lügt


gut

Megan hat das perfekte Leben. Einen Mann, zwei Kinder, ein Haus, ein Auto - besser könnte es nicht laufen. Und doch sehnt sich Megan ab und an nach ihrem alten Leben, ein Leben, in dem sie als Stripperin arbeitete.
Aber damals passierte etwas, für das sie ihr Leben umkrempeln und eine neue Identität annehmen musste.
Nicht einmal ihr Mann weiß etwas von ihrer Vergangenheit, die sie jetzt einzuholen scheint...

Als nach 17 Jahren an gleicher Stelle ein weiterer Mord geschieht, ermittelt Detective Broome auch wieder an dem Fall von damals. Dieser bislang nicht abgeschlossene Fall ließ ihn all die Jahre nicht los, so dass sich ihm die Vermutung aufdrängt, dass es dort Zusammenhänge geben könnte...

Harlan Coben hat hier einen sehr komplexen Thriller vorgelegt. Für meinen Geschmack ein wenig zu komplex, denn er verliert sich stellenweise in Nebenhandlungen. Viele Protagonisten mit ihren eigenen kleinen Geschichten machen die Sache nicht besser.

Als sich Detective Broome an die Ermittlungen eines neuen Falls macht, kommen ihm Parallelen zu einem noch ungelösten in den Sinn, der ihm nie aus dem Kopf ging. Durch seine Ermittlungen dringt er auch in die Leben verschiedener Protagonisten ein, die für sich mit diesem Fall abgeschlossen hatten. Megan, die eine neue Identität angenommen hatte und der Fotograf Ray Levine, der vom Topfotograf, der er einst war, inzwischen weit entfernt ist.

Dem Autor Harlan Coben gelingt es mühelos, Verwirrungen zu stiften.
Durch kleine Nebenhandlungen lenkt er vom eigentlichen Fall ab und versucht auch, den Leser in die Irre zu führen. Das gelingt ihm sehr gut, macht die Handlung aber leider nicht besser.

Mit diesem Thriller konnte mich Harlan Coben leider nicht überzeugen. Es gab zuviel Zufälle, die passierten, so dass die Story unglaubwürdig erschien.
Selbst die Protagonisten waren nur oberflächlich gezeichnet, so dass ich als Leser nicht wirklich den Wunsch verspürte, diese näher kennenlernen zu wollen.
Auch dauerte es eine ganze Zeit lang, bis ich in den Roman hineinkam und mich festhielt, dass ich ihn auch weiterlesen mochte.

Ich tat mich echt schwer mit dem Thriller, denn ich weiß, Harlan Coben kann es besser.

Bewertung vom 26.05.2016
Henni & Hörg
Olbrich, Jörg

Henni & Hörg


sehr gut

Dass es nicht einfach werden würde, haben sich Henni und Hörg schon gedacht. So ziehen die beiden los, um Missionsarbeit zu leisten.
Sie wollen die frohe Kunde in den weiter entfernten Lemmingstädten verbreiten, dass es kein gelobtes Land gibt und es keinen Sinn macht, sich vom Todesfelsen zu stürzen.

Die erste Hürde müssen sie schon bei ihrem Daxi nehmen. Statt eines Dachses hat man ihnen ein Stinktier vor den Karren gespannt. Die Eigenart von Stinktieren ist es aber auch, ab und an mal eine Duftwolke abzulassen, sehr zum Leidwesen von Henni und Hörg. Während sie noch beim ersten Mal in Ohnmacht geflogen sind, werden sie vorsichtiger.
Später gabeln sie auf dem Weg einen künftigen Gehilfen auf, der gegen den Gestank immun ist.

Natürlich stoßen sie mit ihrer Nachricht nicht auf frohe Gesichter, von ein paar Ausnahmen mal abgesehen.
Sie müssen gegen Widerstände angehen, Verfeindungen überstehen. Die Lemminge sind ratlos und wissen nicht, wie sie reagieren sollen.
Wenn keiner mehr durch den Todesfelsen sterben soll, wo sollen dann die vielen künftigen Generationen leben?
Aber Henni und Hörg haben ja ihre Kaubonbons dabei, die sie den Weibchen verkaufen, damit diese keinen Nachwuchs bekommen.
Es könnte also nicht besser laufen.

Dass das nicht so optimal läuft, merken sie, als ihnen ein Feind, den sie sich gemacht haben, an den Pelz gehen will. Sie gelangen in die ein oder andere brenzlige lebensbedrohliche Situation.

Henni und Hörg sind ein absolut geniales Team. Die beiden Brüder ergänzen sich, haben Humor und Verstand. Selbst in brenzligen Situationen geht ihnen ihr Sarkasmus nicht aus, sie wissen, die Hoffnung stirbt zuletzt.

Die beiden gehen ihren Weg stetig weiter, lassen sich nicht unterkriegen. Mit ihren flotten und dreisten Sprüchen bringen sie auch den Leser zum schmunzeln. Henni und Hörg sind so süß, dass man sie einfach nur drücken möchte. Ich habe sie ins Herz geschlossen und freue mich schon auf ein wiederlesen in Band 3.

Bewertung vom 23.05.2016
Vielleicht mag ich dich morgen
McFarlane, Mhairi

Vielleicht mag ich dich morgen


ausgezeichnet

Aureliana hat ihre Schulzeit gehasst. Als pummeliges Mädchen und nicht beliebt musste sie des öfteren Spießruten laufen, war sie doch erklärtes Ziel zum mobben. Ganz schlimm trieb es ihr heimlicher Schwarm James mit ihr. Er lockte sie in eine Falle und servierte sie damit zur Zielscheibe für die gesamte Schule.

Wen wundert es da, dass sie keine Ambitionen verspürt, 16 Jahre nach der Schulzeit zu einem Klassentreffen zu gehen. Inzwischen nennt sie sich Anna.
Sie lässt sich von ihrer Freundin überreden und geht hin. Niemand ihrer Klassenkameraden erkennt sie, denn sie ist zu einer wunderschönen und schlanken Frau herangewachsen. Selbst ihr damaliger Widersacher James und dessen Freund Jimmy finden sie als Frau zwar attraktiv, können sie aber nicht der damaligen Aureliana zuordnen. Sie gibt sich nicht zu erkennen und lässt die beiden abblitzen, indem sie ihnen ein Märchen erzählt, warum sie dort auf der Feier erschienen ist.
Wenn Anna dachte, dass sie ihre Widersacher nun endgültig nie wiedersehen würde, hatte sie sich geirrt. Nicht lange danach trifft sie wieder auf James, dieses Mal auf beruflicher Ebene.

Sie glaubt ihren Augen nicht zu trauen, als er vor ihr steht. Er erkennt in ihr die Frau von der Feier und kann sich ihre Feindseligkeit gar nicht erklären. Sie versucht mit Macht, ihn schlecht zu machen und seine Mitarbeit zu vereiteln, aber ohne Erfolg.
Als sie mitbekommt, dass er sich absolut nicht an sie erinnert, wird sie ruhiger und kann auf ihn zugehen. Sie werden sogar Freunde...

16 Jahre ist es her, dass Anna zur Schule ging. Die Repressalien, die sie dort erfuhr, vergaß sie jedoch nie. Obwohl sie nicht mehr das verhasste pummelige Mädchen von einst ist, ist sie sich nicht bewusst, wie schön sie geworden ist. Sie ist noch immer gehemmt im Umgang mit dem männlichen Geschlecht. Anna ist noch immer Single und sucht ihr Glück beim Onlinedaten. Das bislang jedoch ohne Erfolg.
Als sie nun nach all den Jahren wieder auf James trifft, kommen die Erinnerungen in geballter Kraft wieder zurück. Sie hasst ihn noch immer und doch kann sie sich einer gewissen Anziehungskraft nicht entziehen.

Auch James hat sich in den Jahren verändert. Er ist ein smarter netter Mann, den man gern um sich hat. Seine Frau hat es gerade vorgezogen, aus dem gemeinsamen Heim auszuziehen. James, der sie noch immer liebt, kämpft um sie.
Den einstigen "Kotzbrocken" aus Schulzeiten sucht man inzwischen vergeblich in ihm.

Ein wunderbarer Roman der Autorin Mhairi McFarlane, deren Schreibstil mir sehr gut gefallen hat. Die Story hat etwas traumhaftes an sich, ahnt man doch, dass diese vielen Zufälle und Ereignisse in der Wirklichkeit nicht so ablaufen würden. Aber es ist ein Roman, ein Liebesroman und als solchen habe ich ihn gelesen. Sicher weiß man, was einen erwartet, wenn man sich den Klappentext durchliest, so dass man an dieser Stelle keinen anspruchsvollen Roman erwarten kann.
Es ist ein Buch, das einen gut unterhält und ein wenig den Alltag vergessen lässt. Ein Aufseufzen zum Ende darf da durchaus mit drin sein, weil es einfach nur schön ist.

Ich fühlte mich mit dem Roman sehr gut unterhalten und habe schon ein Auge auf die anderen Bücher der Autorin geworfen, die ich nun auch lesen möchte.
Für mich war es ein Buch, auf das ich mich gern eingelassen habe, denn träumen wird ja wohl gestattet sein.

Bewertung vom 23.05.2016
Vielleicht morgen
Musso, Guillaume

Vielleicht morgen


ausgezeichnet

Als der Harvard-Professor Matthew Shapiro auf dem auf einem Flohmarkt gekauften Laptop noch Fotos vorfindet, schreibt er die ehemalige Besitzerin per Mail an, was er mit den Fotos machen soll.
Die Vorbesitzerin Emma Lovenstein antwortet prompt, dass es nicht sein kann, denn sie hätte ihren Laptop nicht verkauft.
Es entsteht eine angeregte Unterhaltung, bei der sie sich kurz entschlossen für den kommenden Tag in einem angesagten Restaurant verabreden.
Beide finden sich pünktlich ein und beide erleben das Gefühl, sitzengelassen zu sein, denn der jeweils andere trifft nicht ein.
Es dauert ein wenig, bis sie nach einer weiteren Korrespondenz miteinander feststellen, dass sie sich in jeweils verschiedenen Jahren befinden. Während sich das Leben von Emma im Jahr 2010 abspielt, befindet sich Matthew bereits ein Jahr später, im 2011.
Die Akzeptanz Emmas von genau dieser Tatsache dauert lange, ja sie hält Matthew sogar für einen Spinner.
Matthew hingegen schöpft Hoffnung, lebte doch 2010 seine über alles geliebte Frau Kate noch, die Heiligabend vor einem Jahr tödlich verunglückte.
Nun bittet er Emma, dafür zu sorgen, dass dieser Unfall niemals stattfinden wird...

Was für ein Buch!
Ich mag die Bücher von Guillaume Musso, seine Art zu schreiben und Spannung zu erzeugen, sind einfach mitreißend.
Zu Beginn des Buches fühlte ich mich in den Film "Das Haus am See" mit Keanu Reeves und Sandra Bullock hineinversetzt und machte mir so meine Gedanken, wer wohl von wem abgekupfert hat.
Aber bald musste ich feststellen, dass sich das vorliegende Buch in eine völlig andere Richtung entwickelte als der Film.

Von da ab hieß es, Konzentration und keine Müdigkeit vortäuschen, denn man kann es nicht mehr aus der Hand legen.
Dieses Buch birgt Überraschungen in sich, die weder vom Cover noch vom Klappentext her ersichtlich sind. Man wird als Leser völlig überrumpelt und in eine Geschichte hineingezogen, die Spannung vom allerfeinsten verspricht.

Es ist keine Zeitreise, aber es gibt sie, die Verbindung in eine andere Zeit. Eine Verbindung zwischen Dezember 2010 und Dezember 2011, die nur mittels eines Laptops, dem bewussten Laptop, das Matthew gekauft hatte, Bestand hat.
Die Story ist so genial aufgebaut und so unerwartet, dass man eigentlich nicht möchte, dass sie aufhört. Man wird vorangetrieben, will man doch wissen, wie alles ausgehen wird, nachdem einige Gegebenheiten verändert wurden.
Die Geschichte driftet schon fast in einen Thriller ab. Neben der anhaltenden Spannung punktet der Roman ebenfalls mit Dramatik und jeder Menge Emotionen. Mir standen sogar die Tränen in den Augen, so sehr habe ich mitgelitten und mitgehofft.

Am Ende steht man mit der Frage da, was darf Liebe und wie weit kann man gehen?

Ich möchte gar nicht mehr zu dem Buch sagen, das sollte man wirklich allein herausfinden.
Für mich war das wieder eine Bestätigung, dass man einen Musso immer unbedenklich in die Hand nehmen kann und nicht enttäuscht wird.

Für dieses Buch gibt es eine klare Kauf- und Leseempfehlung.

Bewertung vom 23.05.2016
Italienische Nächte
Webb, Katherine

Italienische Nächte


sehr gut

Italien in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts.
Boyd arbeitet als Architekt in Apulien für den reichen Grundbesitzer Leandro Cradetta und dessen Frau. Als auf dessen Geheiß seine Frau Clare und sein Sohn Philip, Pip genannt, nachkommen sollen, ist er nicht begeistert. Auch Clare kann sich für diese Idee nicht erwärmen und wäre lieber mit ihrem Stiefsohn Pip im heimischen England geblieben.
In Apulien lernt sie Leandros Neffen Ettore kennen, der noch immer in Armut lebt. Als er nach einem Angriff verletzt wird, kommt er zu Leandro ins Haus und Clare pflegt ihn. Dabei kommen sich beide näher, denn Clare findet bei ihm das, was sie von Boyd nicht bekommt...

Leandro Cardetta hat es zu Reichtum gebracht. Aus der Armut kommend hat er sich zum Grundbesitzer emporgeschwungen. Seine Verwandschaft, die noch immer in Armut leben, hat den Kontakt zu ihm abgebrochen bzw. versuchen sie diesen so gering wie nötig zu halten.
Er beschäftigt den englischen Architekten Boyd, mit dem ihn ein Geheimnis aus deren gemeinsame Vergangenheit verbindet. Diesen drängt er auch, seine Frau und seinen Sohn ebenfalls nach Apulien zu holen.
Um Unruhen in der Stadt zu entgehen, ziehen sie gemeinsam aufs Land, nur Boyd muss arbeitstechnisch ab und an in die Stadt.

Dort auf dem Land gibt es ebenfalls Unruhen und so kommt es, dass Leandros Neffe Ettore verletzt wird. Seine Verwundung kuriert er im Hause Leandros aus, wo er unter anderem auch von Clare gepflegt wird.
Als die beiden sich näher kommen, müssen sie ihre Beziehung verstecken. Clare liebt Ettore. Obwohl sie weiß, dass ihre Beziehung keine Zukunft hat, kann sie nicht von ihm lassen.
Boyd verhält sich ihr gegenüber eigenartig. Er kann oder will ihr nicht erklären, was Leandro ihm gegenüber in der Hand hat, dass er durchsetzen konnte, dass sie nach Apulien fahren mussten. Als einzige Erklärung bringt er, dass Leandro gefährlich ist.
Pip, ihr Stiefsohn, geht dort ebenfalls seine eigenen Wege und hält sich viel bei Leandros Frau Marcie auf, was Clare mit gemischten Gefühlen zur Kenntnis nimmt.

Ich mag die Bücher der Autorin, spielten sie doch bisher immer auf 2 Zeitebenen.
Das ist bei diesem Werk jedoch völlig anders. Sie hat sich die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts ausgesucht, eine Zeit kurz nach dem 1. Weltkrieg.
Auch in Italien gibt es noch immer die Kluft zwischen Arm und Reich, was zu Unruhen führt.
Es gelingt der Autorin hervorragend, die Stimmungen im Land wiederzugeben, die Unterschiede zwischen Arm und Reich aufzuzeigen, so dass das Geschriebene zur Realität wird.
Sie hat diese Epoche der italienischen Geschichte sehr gut recherchiert, so dass dem Leser keine Zweifel kommen, es könnte sich anders zugetragen haben.
Das Zusammenspiel der Protagonisten ist höchst spannend und lässt den Leser mitfiebern, denn es sind von Beginn an Fragen aufgetreten, die einen nicht ruhen lassen.
Was verbindet Leandro und Boyd, was passierte mit Boyds 1. Frau, wie hat Leandro es geschafft, der Armut zu entkommen?
Fragen, die sich durch das Buch schlängeln und tatsächlich erst zum Ende beantwortet werden. Als Leser erfährt man Dinge, die man sich so nicht hätte vorstellen können.

Mit diesem Buch hält man nicht nur eine Liebesgeschichte in den Händen, sondern auch eine Wiederspiegelung der italienischen Geschichte aus den 20er Jahren des 20. Jh.
Emotionsgeladen lässt die Autorin den Leser teilhaben an eine Welt, die in Arm und Reich unterteilt ist und deren Konflikte.
Das Buch hatte ein paar Längen, so dass ich ein Pfötchen abziehe.
Für Fans von Katherine Webb ist auch dieses Buch ein Muss.

Bewertung vom 23.05.2016
Schwur des Tigers - Eine unsterbliche Liebe / Tiger Saga Bd.4
Houck, Colleen

Schwur des Tigers - Eine unsterbliche Liebe / Tiger Saga Bd.4


ausgezeichnet

Kelsey befindet sich in der Gefangenschaft von Lokesh. Er ist fasziniert von ihr und will mit ihr ein Kind zeugen. In der Hoffnung auf Befreiung durch Ren und Kishan versucht Kelsey Zeit herauszuschinden. Sie sagt ihm, dass sie nicht gewillt ist, ein uneheliches Kind zur Welt zu bringen und besteht auf eine Hochzeit, die ihr auch Lokesh gewähren wird. Es kommt jedoch nicht dazu, da Ren und Kishan es tatsächlich schaffen, sie zu befreien.
Nun gilt es, die letzte Gabe der Göttin Durba zu finden, damit der Fluch, den die beiden Prinzen Dihren und Kishan an die Gestalten eines Tigers fesseln, endlich von ihnen genommen werden kann.
Ein großes und letztes Abenteuer wartet auf die drei, aber auch das gefährlichste...

Nachdem ich etwas enttäuscht vom 3. Teil der Reihe war, da er sich meiner Meinung nach sehr in die Länge zog, war ich neugierig auf Teil 4, der ja auch das Ende der Reihe sein sollte.
Kelsey, Ren und Kishan sind auf der Suche nach der letzten Gabe der Göttin Durba. Während sie immer Lokesh im Nacken haben, machen sie sich auf die Suche und wissen doch zugleich, dass sie auch Lokesh endgültig besiegen müssen.
Mit Hilfe von Mr. Kadam und Nilima machen sie sich auf den Weg. Durch Mr. Kadam erfahren sie, welche Gefahren auf sie warten und auf welche wundersamen Geschöpfe sie treffen werden.

Das Element Feuer ist in diesem Band das erwählte Thema, so dass es nicht verwundert, dass sie auf der Suche nach dem Feuerseil in einen Vulkan treten müssen. Dort finden sie eine Welt vor, die sich von der diesigen gewaltig unterscheidet. Neben skurrilen Figuren und Tieren treffen sie auch auf den legendären Vogel Phönix, der sie auch bei ihrer Suche unterstützen wird.

Das Feuerseil, welches sie suchen, wird ihnen helfen, in die Vergangenheit zu reisen, um dort die entscheidende Schlacht zur Aufhebung des Fluches bestreiten zu können.

Kelsey ist noch immer in ihrer Liebe zu Ren und Kishan gefangen. Sie liebt Ren, hat sich aber zu Kishan bekannt. Beide lieben sie Kelsey ohne Abstriche und würden ihr Leben für sie geben. Nur Kelsey ist hin- und hergerissen, ständig quält sie sich mit der Frage, ob sie richtig entschieden hat. Sie will den einen haben, den anderen aber nicht lassen. Ihre Wankelmütigkeit ist zu Beginn des Buches ein wenig anstrengend, aber sie weiß, dass sie sich irgendwann für einen von beiden endgültig entscheiden muss.

Mit diesem letzten Band der Reihe zeigt die Autorin noch ein letztes Mal, welcher Fantasie sie mächtig ist. Es ist unglaublich, was hier dem Leser geboten wird. Die Welt, die sie darstellt, scheint schillernd zu sein, zumindest empfand ich es so. Ich hatte alles bildlich vor Augen. Die Beschreibungen der Orte, selbst das Begehen des Vulkans, die kleinsten Schritte der Protagonisten - ich war dabei. So präzise hat sie es wiedergegeben, dass ich wirklich alles mit bloßem Auge vor mir gesehen habe.
Die skurrilen Geschöpfe, ob pferdeähnliche Wesen, Phönix oder die Chimäre, sah ich vor mir, ich brauchte dazu keine eigene Fantasie, die brachte die Autorin vorbildlich zu Papier.

In diesem Buch findet man alles, was man möchte. Liebe, Verzweiflung, Selbstaufgabe, Verabschiedung lieb gewonnener Protagonisten, Tod, eine Reise in die Vergangenheit und viele viele Kämpfe auf Leben und Tod gestalten das Buch abwechslungsreich und lassen den Leser keinen Moment zur Ruhe kommen.
Dann immer zwischendurch die Frage, für wen wird sich Kelsey letztendlich entscheiden, Ren oder Kishan?
Das Ende, das man so nicht erwartet hatte, kam für mich nicht ganz überraschend. Anhand eines Satzes im Buch habe ich mir schon meine Gedanken gemacht und wurde nicht enttäuscht.

Abschließend kann ich sagen, dass es Reihe war, die mich gefangen hielt. Spannung, Abwechslung, Liebe und Abenteuer kamen darin nicht zu kurz. Nun heißt es Abschied von lieb gewonnenen Protagonisten, die ich einige Zeit begleiten durfte.

Bewertung vom 23.05.2016
Kann ich den umtauschen?
Harvey, Sarah

Kann ich den umtauschen?


sehr gut

Die rosarote Brille ist schuld daran, dass Alice die Beziehung zu ihrem Verlobten Nathan als glücklich bezeichnen würde.
Sie leben gemeinsam in einem alten Herrenhaus. Da Nathan unter der Woche in London arbeitet, führen sie mehr oder weniger eine Wochenendbeziehung. Aber immer öfter kommt es vor, dass Nathan sich entschuldigen lässt, da er es vor lauter Arbeit nicht schafft, nach Hause zu kommen.
Selbst zu Weihnachten kommt er verspätet nach Hause. Als sie dann jedoch sein Geschenk auspackt, gehen ihr die Augen auf. Während sie viel Geld, Zeit und Liebe investiert hat, um ihm eine Freude zu bereiten, bekam sie von ihm einen Firmenkalender und obendrein ein Wörterbuch. Als sie dann im Kalender auch noch eine Widmung seiner Sekretärin liest, ist es mit der guten Laune auch für sie aus.
Sie braucht Antworten und erst einmal Zeit zum Nachdenken...

Wer ist dieser Mann an ihrer Seite? Kennt Alice ihn wirklich? Schließlich sind sie seit 6 Jahren ein Paar, was ist schiefgelaufen?
Bis zu besagtem Weihnachten war doch alles gut. Ja, er hatte viel zu tun und konnte deshalb nicht immer am Wochenende nach Hause kommen, aber was er sich jetzt geleistet hat, war Alice einfach zu viel.
Aber so ganz kann sie keinen Schlussstrich und lässt sich weiter ihm veräppeln und es ist auch gar nicht so viel Zeit vergangen, denn Silvester schlägt Nathan ein weiteres mal zu.

Da Alice nicht das Gefühl haben wollte, sich von Nathan aushalten zu lassen, hat sie eine kleine Firma gegründet. Sie kocht Marmeladen und bringt diese gut an den Mann.
Alice findet in jeder Lebenslage Trost bei ihrer Freundin Flo. Wenn auch dort jeder Kummer mit Alkohol runtergespült wird, bekommt sie dort zumindest Zuspruch und Hilfe.
Als neue Nachbarn einziehen, lernt sie auch ihren Lieblingsautoren Julian Stanton kennen und der hat einen verdammt attraktiven Neffen.

Bei all ihren Entscheidungen ist der Leser nah dabei. Oftmals hat man das Gefühl, man möchte Alice so richtig durchschütteln, damit sie mal anfängt klar zu sehen und Entscheidungen zu treffen. Aber sie spült alles lieber mit Alkohol runter, was nicht wirklich zielführend ist.
Sie braucht lange, bis sie mit sich selbst im Reinen ist und weiß, was sie will.

Recht schnell ist erkennbar, in welche Richtung sich die Story bewegt, aber das macht das Buch noch lange nicht langweilig.
Unterhaltsam ist es und vor allem ein Buch, bei dem man selbst auch mal abschalten kann. Ein buch, bei dem man nicht mitdenken muss und genau das brauche und will ich auch mal ab und an. Ein Buch so richtig zum Seele baumeln lassen.
Es ist eine kurzweilige schnell erzählte Story ohne wirklichen Tiefgang, aber mit Unterhaltungseffekt.

Ich habe dieses Buch als Hörbuch erlebt, das von Vanida Karun eingelesen wurde. Deren Stimme passt haargenau zur Story. Sie spricht sehr gut und das Zuhören empfand ich als sehr angenehm.

Ein schönes Buch für zwischendurch, bei dem man das Gehirn ausschalten kann.

Bewertung vom 23.05.2016
Mein Mathe-Desaster oder Der lange Weg zum ersten Kuss
Rylance, Ulrike

Mein Mathe-Desaster oder Der lange Weg zum ersten Kuss


ausgezeichnet

Lilly ist ein 13-jähriges Mädchen, das auf dem Schiller-Gymnasium in die 7. Klasse geht. Für die Schule darf sie nunmehr auch den offiziellen Blog führen, was ihr sehr viel Spaß macht. Natürlich darf sie dort nur schreiben, was auch genehm ist, heikle Sachen leider nicht. Dabei sind doch die das interessante, aber dieses Wissen ist ja nicht aus der Welt. So ganz nebenbei führt sie noch ein "geheimes Tagebuch", in dem die relevanten Ereignisse aufgeschrieben werden.
Dann sind an ihrer Schule auch noch 2 tolle Typen, Hendrik und Freddy, wobei sie Freddy favorisiert. Aber was kann man machen, damit sich ein Freddy für sie interessiert? Ist da die Teilnahme an der Matheolympiade zielführend? ...

Lilly ist die Protagonistin des Buches und führt den Leser durch das Schuljahr der 7. Klasse. Da ist eine ganze Menge los und die Autorin Ulrike Rylance lässt den Leser an allem teilhaben.
Lilly hat sich in Freddy verguckt, ein toller Typ. Was soll man aber tun, damit er sich auch für sie interessiert? Sie ist alles andere als ein Leuchte in Mathe, aber trotz allem meldet sie sich für die Matheolympiade an. Ob das mal gut geht?

Lilly ist mit ihrem "geheimen Tagebuch" immer am Nerv der Zeit. Wer ist in wen verliebt, warum ist die Schulsekretärin dieses Jahr nicht vor Ort, wie küsst man und wie verhält man sich beim ersten Kuss?
Schwierige Fragen, die es zu lösen gilt.

Diese Fragen und noch viele andere finden ihre Antwort in vorliegendem "geheimen Tagebuch". Lilly unterhält den Leser auf ihre eigene Art und Weise. Das Tagebuch ist gespickt mit vielen Informationen rund um das Leben in einer 7. Klasse, den privaten "Katastrophen" und rund um die Liebe.
Unterhaltsam geschrieben im Sprachstil einer 13-jährigen. Durch die Sprache fühlte ich mich zurückversetzt in die Zeit als ich so alt war.
Auch da spielten die Jungs eine große Rolle, wer ist der beste, was muss man tun, um ihn auf sich aufmerksam zu machen und die Frage um den ersten Kuss. Es ist halt so, dass man für den ersten Kuss nur eine Chance hat und die will man natürlich bravorös meistern.
Ich saß mehr oder weniger mit einem Dauergrinsen da und amüsierte mich.

Die Autorin wartet in ihrem auch mit viel Situationskomik auf, bei der man mehr als einmal schmunzeln kann.

Das Buch wurde wundervoll von der Grafikerin Carla Nagel illustratorisch aufgewertet. Schon allein das Cover macht Lust darauf, sich das Buch näher anzusehen.
Es ist im Stil der Penny-Pepper-Bücher der Autorin gestaltet worden.
Es wird mit unterschiedlichen Schriftarten gearbeitet, wichtige Sachen werden natürlich voll fett geschrieben. Zeichnungen von Protagonisten in bestimmten Situationen, Blümchen, Kästchen und und und.
Als Leser mag man nicht nur jedes Wort lesen, man guckt sich auch jedes Bild an und die Bemerkungen dazu, man möchte ja schließlich nichts verpassen.

Ob das nun mit dem ersten Kuss überhaupt geklappt hat, möchte ich euch nicht verraten, ich kann nur sagen, es lohnt sich, es selbst zu lesen.
Das Buch spricht die 10 - 13-jährigen an und ich bin fest überzeugt, dass sie das Buch lieben werden. Ich gehöre zwar nicht mehr in die Alterskategorie, aber mit hat es sehr gut gefallen, deshalb empfehle ich es auch sehr gern weiter.