Benutzer

Benutzername: Kleeblatt
Wohnort: Berlin
Über mich: Ich lese sehr gern, wann immer ich Zeit habe. Mit meiner Tochter zusammen habe ich einen Bücherblog, auf dem wir uns immer über Besucher freuen. http://lesendes-katzenpersonal.blogspot.de/
Danksagungen: 317 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 776 Bewertungen
Bewertung vom 24.08.2015
Lucindarella (eBook, ePUB)
Hardwiger, Nadin

Lucindarella (eBook, ePUB)


sehr gut

Lucinda hat sich ihr Standbein in Form einer kleinen Boutique in Berlin erarbeitet. Sie entwirft für ihre Kunden die Kleider und hat großen Erfolg damit.
Mit dem Standort Berlin ist sie weit weg von ihrer Mutter und ihren beiden Stiefschwestern, die ihr, wenn immer möglich, Knüppel zwischen die Beine werfen.
Ihre Mutter und Schwestern leben auf dem Weingut ihrer Großeltern und wenn diese nicht wären, würde sie dort überhaupt nicht mehr hinfahren.

Nun aber ist es Zeit, dort einen Besuch zu machen, denn ihre geliebten Großeltern werden 70 Jahre alt. Natürlich will sie es sich nicht nehmen lassen und ihnen zu dem Ehrentag gratulieren.
Kaum eingetroffen, wird sie auch schon von Mutter und Stiefschwestern attackiert. Die Kleider der Damen sind für das Fest zu nähen und das bitteschön recht schnell. Die fertigen Kleider werden mit Fettfingern angefasst und Lucinda bekommt die Schuld für die Fettflecke zugeschrieben.
Ihre Mutter und Schwestern trampeln sinnbildlich einfach über sie hinweg.

Die Versuche, ihre Großeltern zu sehen, werden nicht nur vereitelt, es wird ihr sogar erzählt, dass es dem Großvater schlecht gehe und sie nicht zu ihm gehen könnte.

Schikane auf der ganzen Linie, wie bei Aschenputtel, dem Märchen. Die Erzählung basiert auch auf das altbekannte Märchen der Gebrüder Grimm und lässt den Leser schon ahnen, dass da auch noch ein Prinz vorkommen muss. Dieser erscheint in der Person von David Priens, dem Juristen des Gutes.

Die Autorin hat sich das Märchen "Aschenputtel" zu Hilfe genommen, um eine moderne, in der heutigen Zeit spielende, Geschichte zu erzählen.
Schade, dass es nur eine Kurzgeschichte ist, ich hätte mich gern länger mit Lucinda beschäftigt.

Lucinda ist ein sympathische Protagonistin, die es leider nicht so richtig schafft, sich gegen Mutter und Stiefschwestern durchzusetzen, was ich ein wenig schade finde.
Dass die Stiefschwestern gemein sind, kann ich noch verstehen, aber dass die eigene Mutter diese der eigenen Tochter vorzieht, leider nicht mehr.

Es ist eine ausgesprochen unterhaltsame Kurzgeschichte, die man viel zu schnell durchgelesen hat. Lucinda schließt man schnell ins Herz, über die Gemeinheiten und Bösartigkeiten von Mutter und Schwestern kann man nur den Kopf schütteln.
Aber die Rache wird süß sein ... :-)

Mit dieser Kurzgeschichte habe ich mich gut unterhalten. Sie ist für zwischendurch und zum Abschalten genau das richtige. Man muss nicht mitdenken und kann die Story einfach auf sich wirken lassen.

Bewertung vom 24.08.2015
Herz in Scherben / Herz-Trilogie Bd.2
Lange, Kathrin

Herz in Scherben / Herz-Trilogie Bd.2


ausgezeichnet

Juli und David leben seit 5 Monaten in Boston, weitab von Marthas's Vineyard, wo ihnen so furchtbares passiert war. Sie lieben sich und David versucht, den Tod und die Umstände des Todes seiner ehemaligen Verlobten zu vergessen.
Als der 50. Geburtstag von Davids Vater naht, muss David auf Geheiß seines Vaters wieder vor Ort sein.
Obwohl sie so schnell nicht wieder dorthin wollten, kann Juli ihn nicht allein fahren lassen und entschließt sich, ihren Vater dorthin zu begleiten, der ebenfalls eine Einladung erhalten hatte.
Dort angekommen, beginnen wieder die Albträume und Ängste, die sie schon vor 5 Monaten durchleben mussten.
Das Verhältnis zwischen David und seinem Vater Jason ist das denkbar schlechteste, sie scheinen sich zu hassen.
David, der zwischendurch immer mal einen Flashback hat, versucht zu ergründen, was damals wirklich auf der Klippe vorgefallen ist. Er kann sich nicht erinnern, weiß nicht, ob er vielleicht am Tod von Charlie verantwortlich ist.

Für Juli ist der Aufenthalt dort doppelt so schlimm, muss sie doch ständig mit ihrer Eifersucht kämpfen. Lizz, ebenfalls zur Feier eingeladen, sieht in ihr um die Gunst von David keine Konkurrenz und versucht alles, um David auf sich aufmerksam zu machen. Juli fühlt sich klein und unscheinbar und das trotz der Zusage von David, das Lizz für sie keine Gefahr darstellen würde.
Und dann sind da noch die Warnungen, die Grace immer wieder zu Juli ausspricht. Sie wäre in Gefahr meint sie, Madeleine, der Geist, hat sie einmal entkommen lassen, würde das aber kein zweites Mal tun.

Mit diesem Buch hat man den zweiten Teil der Herztrilogie in Händen.
In ihrem ersten Kapitel greift die Autorin schon mit einer Szene vor, die sich erst viel später abspielen wird. Die Neugier des Lesers ist geweckt und man ist gespannt, wie sich die Story entwickeln wird, um genau dort hin zu kommen.

Die Protagonisten Juli und David erleben Momente voller Glück, aber auch depressive und ängstliche. Über allem schwebt Charlies Tod, der das Glück der beiden überschattet.
David fühlt sich verantwortlich und kann die Schuld, die er empfindet, nicht abstreifen.
Über das seltsame Verhalten zwischen Vater und Sohn macht man sich als Leser genau so viele Gedanken wie Juli es macht. War das Verhältnis zwischen beiden schon immer angespannt, so ist der Hass zwischen beiden seit Charlies Tod greifbar.
Juli und David haben vor, am Tag nach der Feier sofort wieder von Martha's Vineyard zu verschwinden, aber es wird ihnen immer wieder ein Strich durch die Rechnung gemacht, als wäre eine höhere Kraft dagegen.
Juli fällt es immer schwerer, zumal sich die Stimmungsschwankungen von David immer öfter häufen.

Ein weiteres Mal habe ich die Protagonisten Juli und David nach Martha's Vineyard begleitet. Ich habe mich mit ihnen auf ihre Probleme eingelassen, habe mit ihnen gehofft, gebangt, Angst gehabt und geliebt.
Juli mit ihrer Eifersucht war ein wenig angstrengend, da sie bei jeder Begegnung, die David mit Lizz hatte, gleich rot gesehen hat. Sie erschien mir in diesem Teil ein wenig zickig, was aber meiner Sympathie ihr gegenüber nur einen kleinen Dämpfer verpasste.

Eigentlich wollte ich in das Buch nur mal kurz reinlesen, aber ich habe schon bemerkt, dass man das mit Büchern von Kathrin Lange besser lassen sollte. Man bleibt hängen, unweigerlich, ob man will oder nicht. Sie hat mich sehr schnell in die Story hineingezogen und nicht mehr losgelassen.
Das Buch beendet sie mit unglaublichen Wahrheiten und einem gewaltigen Cliffhanger. Was bin ich froh, dass der 3. Teil auch schon hier liegt und ich nicht ewig auf das Weiterlesen warten muss.

Kathrin Lange versteht es, den Leser zu fesseln, durch das Buch zu jagen und ihn nicht wieder loszulassen. Ihre Protagonisten sind Jugendliche, für die diese Reihe auch ausgelegt ist. Auch wenn ich nicht mehr in die Zielgruppe falle, habe ich wunderbare Stunden mit dem Buch verlebt.

Auch für Teil 2 spreche ich eine klare Leseempfehlung aus.

Bewertung vom 20.08.2015
Zeugenkussprogramm / Kiss & Crime (eBook, ePUB)
Völler, Eva

Zeugenkussprogramm / Kiss & Crime (eBook, ePUB)


sehr gut

Die Geschichte "Zeugenkussprogramm" ist erzählt. Nun gibt es einen Bonus dazu.
Während der Roman aus der Sicht von Emily erzählt wird, erfährt der Leser nun die Anfangsgeschehnisse aus der Sicht von Pascal.
Das Kennenlernen mit Emily wurde nun mit Pascals eigenen Worten wiedergegeben. Man erlebt als Leser die Gedanken mit, die ihn bewegen, sei es, was seine Arbeit betrifft, oder auch seine Gefühle, die er Emiliy entgegenbringt.
Da ich davon ausgehe, dass man den Bonus erst liest, wenn man den Roman gelesen hat, muss man sich im Klaren sein, den Anfang des Romans noch einmal zu erleben.
Auf die Art und Weise erfährt der Leser zumindest eine detaillierte Beschreibung über das Aussehen von Emily, denn noch besser kann man sie nicht wiedergeben, als aus den Augen eines Mannes, dem gefällt, was er sieht.
Das Bemerken seiner Fehler bei der Überwachung sind genauso amüsant zu lesen wie seine Begegnungen mit Emily.
Die Bonus-Story hat den gleichen Beginn, endet jedoch bei der Begegnung im Krankenhaus.
Gerne hätte ich mehr gelesen, denn dort wurde es gerade spannend.

Warum man jedoch in die Datei auch noch eine Leseprobe von "Zeugenkussprogramm" eingebracht hat, entschließt sich mir nicht ganz. Ich denke, dass den Bonus nur jemand liest, der auch das Buch kennt. Macht von daher für mich keinen Sinn mehr.

Die Bonus-Story ist eine schöne Idee, mal die andere Seite, in dem Fall Pascal, zu erleben. Eine netter kleiner Zusatz, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

Bewertung vom 20.08.2015
Keine wie du
Arnold, Kajsa

Keine wie du


ausgezeichnet

Wie verquer muss man sein, wenn man zum Valentinstag in eine Buchhandlung für romantische Literatur geht und dort ein Buch für seine Liebste über Steuerrecht sucht, denkt sich Kali. Denn genau das passiert an dem Tag. Victor taucht genau aus diesem Grund auf, aber Kali kann ihn überreden, stattdessen einen Gedichtband für seine Freundin zu kaufen. Skeptisch lässt er sich darauf ein.
Einige Zeit später steht er wieder in ihrem Laden und macht sie verantwortlich für das Ende seiner Beziehung, denn natürlich war der Gedichtband völlig daneben als Geschenk gewesen.
Nun steht auch noch der Ball der Steuerberater an und Victor steht ohne Begleitung da. Prompt lädt er Kali dazu ein, die, selbst völlig perplex, auch noch zusagt. Denn eins ist ihr klar, sie hat die ganze Zeit gehofft, dass er wieder in ihren Laden kommt und auch seine Gedanken gingen immer wieder in Richtung der hübschen Buchhändlerin.
Auf dem Ball trifft Kali auf einen alten Bekannten und ruft doch glatt in Victor die Eifersucht auf den Plan.
Die beiden sind so verschieden, krasse Gegensätze, bei denen man sagen kann, sie sind wie Feuer und Wasser. Hat so eine Beziehung überhaupt eine Chance? ...

Ich liebe die Romane von Kajsa Arnold. Dieser kleine Roman läuft unter der Bezeichnung Bedtime Novel, wie gemacht, sie noch abends schnell vor dem Schlafen zu lesen, vorzugsweise im Bett.
Leichte Literatur, bei der man die Seele so richtig schön baumeln lassen kann.
Zwei ausgesprochen sympathische Protagonisten, die erst einmal zueinander finden müssen, nicht ohne kleine Stolpersteinchen.

Ich möchte gar nicht mehr auf den Roman eingehen, denn bei der Kürze des Romans hat man schnell zuviel verraten.

Mit ihrem leichten und lockeren Schreibstil lädt die Autorin den Leser ein, den Roman in einem Zug lesen zu wollen. Ich für meinen Teil kann einfach nicht anders, als ihn in einem Rutsch durchzulesen, dafür bin ich viel zu neugierig, wie die Beziehung sich zwischen den beiden entwickelt und ob sie überhaupt eine Chance hat.
Die Wortgefechte zwischen den beiden sind amüsant und zauberten mir das ein oder andere Grinsen ins Gesicht.

Mit Romanen von Kajsa Arnold hält man schon mit dem Buch das Versprechen in der Hand, gut unterhalten zu werden. So auch mit diesem Buch und darum empfehle ich es für kurzzeitige Unterhaltung sehr gern weiter.

Bewertung vom 20.08.2015
Orangenmond
Gerstenberger, Stefanie

Orangenmond


sehr gut

Milena war die Liebe seines Lebens. Mit ihr hat Georg geglaubt, das Glück gefunden und gepachtet zu haben, zumal sehr bald Sohn Emil geboren wurde. Jeder sah ihnen das Glück an, das sie miteinander verband.
Diese Zeit währte jedoch nur 5 Jahre, dann erkrankte Milena und verstarb. Nicht nur Georg und Emil waren am Boden zerstört, sondern auch ihre Schwester Eva. Eva war in den Jahren nach Milenas Tod Emil eine fürsorgliche Tante und Georg eine gute Freundin. Die Hoffnung auf Georgs Liebe hat sie nie aufgegeben, denn durch sie lernten sich seinerzeit Georg und Milena kennen, der sich dann für die Schwester entschied.
Nun muss Georg erfahren, dass Emil nicht sein leiblicher Sohn ist und für ihn stürzt regelrecht eine Welt zusammen. Er will wissen, wer der Vater ist und begibt sich gemeinsam mit Emil, seiner Mutter und Eva auf die Reise nach Italien, wo seinerzeit Milena einen Film drehte und versucht herauszufinden, wer der Erzeuger von Emil ist. Eine Reise ins Ungewisse...

Die Geschichte in dem Roman gleicht einem Roadmovie. Die Protagonisten sind immer unterwegs, durchqueren regelrecht Italien. Immer auch der Suche nach dem leiblichen Vater von Emil, der von der ganzen Aktion jedoch keine Ahnung hat.
Eva, angestellt in Hamburg beim LKA und DNA-Expertin, soll nach Möglichkeit gleich vor Ort feststellen, ob die jeweilige Zielperson der Vater ist oder nicht. Georg möchte nichts dem Zufall überlassen.

Stefanie Gerstenbergers Liebe zum Land Italien ist auch in diesem Buch wieder einmal deutlich sichtbar geworden. Sie führt den Leser durch dieses wunderschöne Land und lässt ihn kurz verweilen. Italien mit den Augen der Autorin zu sehen, ist ein absolutes Erlebnis.

Sie treffen unterwegs auf die unterschiedlichsten Menschen und haben immer Fragezeichen in den Augen, ob es denn Emils Vater sein könnte. Öfter spricht alles dafür, dann wieder sind sie froh, dass sich herausstellt, dass er es doch nicht ist. Georg erlebt ein regelrechtes Wechselspiel der Gefühle.

Sie sind schon eine eigenartige Gemeinschaft. Georgs Mutter Helga lässt sich ein wenig treiben, lebt irgendwie ein wenig neben der Spur.
Georg, verbissen auf der Suche nach einem unbekannten Vater, nicht wissend, was er mit dem Wissen anfangen wird und Eva, die hofft, dass Georg mehr in ihr sehen könnte als er es tut.

Es ist eine aufregende Reise und doch wird sich letztendlich jeder selber finden und mit sich und der Welt versöhnt sein.
Die Schilderungen der Orte und Landschaften sind Stefanie Gerstenberger nur so aus der Feder geflossen. Als Leser fühlt man sich regelrecht vor Ort und hat das Gefühl, man könnte alles mit eigenen Augen sehen.

Obwohl ich Eva mochte, gingen mir ihre Hoffnungen und Zweifel um die Gunst und Liebe von Georg auf denn Keks. Wie man so lange einem Mann nachtrauern kann und immer hoffend Gewehr bei Fuß stehen, kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Obwohl sie sonst sehr taff wirkte, das passte irgendwie so gar nicht zu ihr und aus diesem Grund ziehe ich auch ein Pfötchen ab, denn davon waren mir echt ein paar Situationen zuviel im Buch.

Es ist ein Buch, das den Leser mit auf die Reise nimmt, eine Reise durch Italien und zu sich selbst.

Bewertung vom 20.08.2015
Die letzte Hoffnung / Warrior Cats Staffel 4 Bd.6
Hunter, Erin

Die letzte Hoffnung / Warrior Cats Staffel 4 Bd.6


ausgezeichnet

Es ist zu Ende. Der letzte Band der IV. Staffel ist gelesen.
Alles, was bis jetzt geschehen war, zielte auf ein Ende hin, ein Ende, an dem gekämpft werden musste.

Noch immer wissen sie nicht, wer die 4. Katze aus der Prophezeiung sein soll. Der Kampf rückt näher. Die Kämpfer im dunklen Wald werden auf die letzte Schlacht vorbereitet. Einige der Kämpfer haben sich auf die dunkle Seite eingeschworen, viele andere denken, sie werden trainiert, um ihren Clans helfen zu können.
Noch immer wissen nur die Eingeweihten, wie nah der Kampf ist. Wer wird letztendlich zum Feind überlaufen und die Clans verraten?
Selbst der Sternenclan ist zerstritten, es findet sich dort keine Einheit mehr. Wie sollen sie den Katzen beim Kampf helfen, wenn sie selbst uneins sind?

Taubenflug, Häherfeder und Löwenglut, die drei Katzen aus der Prophezeiung sind verzweifelt. Wer ist die vierte Katze? Sie stellen Vermutungen an, die nicht zutreffen. Wie sollen sie den Kampf Gut gegen Böse gewinnen, wenn sie gem. Prophezeiung nicht komplett sind? Die Suche geht weiter, aber zuerst einmal muss Frieden im Sternenclan einkehren.

Im letzten Teil der IV. Staffel zeigen die Autoren noch einmal, was sie können.
Die Spannung steigt, die Hoffnungslosigkeit ist spürbar, aber auch die Hoffnung, dem Bösen entgegentreten zu können.

Ich habe diesen letzten Teil verschlungen, habe gehofft und gebangt und bin den Weg der Katzen bis zum Ende mitgegangen. Der letzte Kampf wird ein Kampf auf Leben und Tod, so wie er schon immer vorhergesagt wurde. Die toten Katzen aus dem dunklen Wald rüsten auf und als ihre Gefolgschaft groß genug ist, greifen sie die Clans an.
Es ist ein furchtbarer Kampf, es gibt viele Tote und Verletzte. Große Verluste sind vorprogrammiert und doch ist man entsetzt, wenn man von liebgewordenen Protagonisten Abschied nehmen muss.

Ich möchte nicht mehr verraten, weder, wer die 4. Katze ist, noch, von wem man sich verabschieden muss und wie der Kampf ausgeht.
Der letzte Band der Reihe ist spannend von Anfang an und kann das noch bis zum finalen Ende steigern.

Traurig nehme ich Abschied von den Katzen des Donner-Clans und der anderen Clans. Ich habe sie auf ihrem langen Weg gern begleitet, mit ihnen gekämpft, gelebt und geliebt. Viele von ihnen bleiben im Gedächtnis und haben sich ihren Platz in meinem Kopf gesichert, andere vergisst man besser schnell.

Aber die Warrior Cats nehmen noch nicht vollkommen Abschied. Es wird eine weitere Staffel geben, in denen es um die Ursprünge der Clans gehen wird. Man muss sie also noch nicht endgültig ziehen lassen.
Ich zumindest freue mich auf ein Wiederlesen.

Auch den letzten Band der Staffel empfehle ich sehr gern weiter.

Bewertung vom 20.08.2015
Palatschinken & Co
Wagner-Wittula, Renate; Bittermann, Adi

Palatschinken & Co


ausgezeichnet

Palatschinken, Pfannkuchen, Eierkuchen, wie auch immer man sie nennt, es gibt sie fast überall. Angerührt aus Mehl, Eiern und Milch, süß oder herb, es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Es gibt sie einfach, gefüllt oder überbacken. Der Fantasie sind hier keinerlei Grenzen gesetzt.
Um die Entscheidungsfindung ein wenig zu vereinfachen, habe ich mich mal an diesem Buch versucht.
Es ist nach dem Vorwort wie folgt unterteilt:

- Geschupft und gefüllt
- Kleines Palatschinken - ABC
- Das große Palatschinken-Know-how
- Palatschinken-Einmaleins
- Palatschinken-warm-up
- Pikantes Omeletten-Ballett
- Gesund gerollt
- Nice to meat you
- Sündhaft gut
- Süße Verführung
- Glossar
- Register

Nach dem Vorwort der beiden Autoren trifft man nahtlos auf das Palatschinken-ABC. Hier findet man Erklärungen zu vielen Begriffen wie Omelette, Frittaten oder auch Palatschinken.
Im großen Palatschinken-know-how erfährt man alles über das Equipment zum Palatschinken backen, Tipps und Tricks.
Darauf folgen die Grundrezepte, die die Grundlagen für viele der Rezepte bilden. Hier findet man alle, pikante, vegane, laktosefreie, aus Dinkel, Vollkorn, ob süß oder herzhaft.
Im Anschluss stößt man dann auch schon auf die Rezepte, die einem beim Durchblättern schon das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt.
Hier warten Rezepte auf wie zum Beispiel Überbackene Fleischpalatschinken, Nusspalatschinken, Nutella-Palatschinken oder verschiedene Topfenpalatschinken.

Die Rezepte sind einfach und verständlich aufgebaut: Zutaten, Zubereitung, Vorbereitungszeit, Backzeit und Backrohrtemperatur. Nichts bleibt dem Zufall überlassen.
Viele der Rezepte sind leicht nachzuarbeiten, einige sind etwas aufwändiger, aber lecker.
Ich habe einige ausprobiert und alles für sehr gut befunden. Mir persönlich sagen die herzhaften Palatschinken mehr zu, aber auch die süßen waren geschmacklich super lecker.

Nicht alle, aber sehr viele Rezepte wurden mit fantastischen Fotos ausgestattet, die Appetit machen.

Sehr schön wieder zum Ende des Buches das Glossar österreichischer Ausdrücke rund um die Palatschinkenküche, die wirklich hilfreich ist, wenn man nicht so im österreichischem bewandert ist.

Für Freunde von Palatschinken, Pfannkuchen oder Eierkuchen eine sehr schöne Zusammenstellung von wunderbar leckeren und neuen Rezepten zum ausprobieren.

Alles, was ich nachgearbeitet habe, war sehr lecker. Viele Seite sind noch markiert, was heißt, dass ich noch ganz viel ausprobieren möchte.
Dieses Buch empfehle ich sehr gern weiter.

Bewertung vom 05.08.2015
Aussicht auf Sternschnuppen / Sternschnuppe Bd.1
Koppold, Katrin

Aussicht auf Sternschnuppen / Sternschnuppe Bd.1


ausgezeichnet

Von wegen Dienstreise, denkt sich Helga. Ihr Freund Guiseppe hat eine andere namens Angela, zumindest ist sie es, die ihrem Freund eine SMS geschrieben hat und sich auf ihn freut.
Helga gehört nicht zu den Menschen, die schnelle Entschlüsse fassen, aber in dem Fall muss sie einfach eine Ausnahme machen. Kurzentschlossen beschließt sie, ihm hinterherzureisen.
Da nun aber in Island ein ausgebrochener Vulkan für weltweite Flugverbote sorgt, bleibt ihr nichts anderes übrig, als mit einem Auto hinterher zufahren. Eine Aufgabe, die fast schon zu Beginn der Reise zum Scheitern verurteilt ist, denn es gibt nur noch einen einzigen Mietwagen, aber leider möchte ihn ein gewisser Nils Schöneberger mieten.
Da sie beide nach Italien wollen, beschließen sie nach einigem Hin und Her, gemeinsam auf die Fahrt zu gehen. Es wird eine denkwürdige Fahrt werden, denn es sind zwei Sturköpfe unterwegs...

Na da haben sich ja zwei gefunden, die sich nicht gesucht haben.
Helga, mit einem alten deutschen Namen gestraft, politisch engagiert und gesundheitsbewusst trifft auf Nils. Nils ist der Sohn zweier namhafter Schauspieler, was zur Folge hatte, dass auch er in ihre Fußstapfen treten musste. Ebenso Raucher, was schon mal Konfliktpotential zwischen Helga und Nils bringt. Natürlich sagt Helga der Name Nils Schöneberger so rein gar nichts, denn sie lebt schon seit Jahren glücklich ohne Fernseher.
Da ist es schon mal nicht ganz einfach, einen gemeinsamen Nenner auf einer Fahrt zu finden, die länger als 1 h Fahrt geht. Lange Zeit ist Schweigen im Walde, aber so langsam tasten sie sich aneinander an.

Es wird eine Fahrt, die reichlich turbulent zu werden verspricht.

Zu Beginn der Reise hat niemand eine Ahnung, wohin sie führen wird, außer dass das Ziel die Toskana sein wird. Wie werden Helga und Nils miteinander auskommen, wird es ein Wiedertreffen mit Guiseppe geben? Fragen über Fragen, die es zu ergründen gibt.
Mit Helga, Nils und auch Guiseppe hat die Autorin Katrin Koppold Protagonisten geschaffen, die man einfach mögen muss. Die körperliche Nähe in einem Smart lässt Helga und Nils sich annähern, aber ob das zielführend ist?

Ich habe die beiden sehr gern auf ihrer Reise begleitet, habe mit ihnen gelacht und gestritten und mich an den Disputen der beiden regelrecht erfreut. Mehr als einmal saß ich mit einem dämlichen Grinsen im Gesicht in der S-Bahn, sehr zur Freude meiner Mitfahrer.
Aber auch die Nebenfiguren, wie beispielsweise Helgas Familie, haben ihren Part im Buch und man möchte diese nicht missen.

Das Buch ist für mich ein Rundumwohlfühlbuch, das man gar nicht aus der Hand legen möchte. Ein Buch, dass man mit in den Urlaub nehmen sollte, wenn man Entspannung sucht, aber auch zu Hause lässt es sich damit herrlich entspannen und man kann sorglos die Seele baumeln lassen.

Eines ist mir jedoch völlig unklar. Wie konnte ich bisher an der Autorin Katrin Koppold vorbeikommen? Eine Tatsache, die es zu ändern gilt. Wo ist Teil 2?

Bewertung vom 29.07.2015
Mohnschnecke
Koschka, Anna

Mohnschnecke


sehr gut

Dotti ist wieder allein. Florian, mit dem sie nach "Naschmarkt" in eine rosa Wolke getaucht ist, hat mit ihr Schluss gemacht. Ein Jahr waren sie zusammen, nun ist alles aus. Dotti ist am Boden zerstört.
Sie kann sich schwer auf das konzentrieren, was wichtig ist, beispielsweise ihre Buchbesprechungen. Lesen geht momentan gar nicht, sie lässt ihre Kollegin lesen und korrigiert für ihre Rezensionen nur noch das von ihr vorgelegte.
Ihre Freundinnen, auf die sie sich immer verlassen konnte, wollen dem Trübsal ein Ende setzen und verpassen ihr eine Mauerblümchentherapie.
Zurück zum Ursprung - daten, Single-Börse, Kochkurse.
Sie findet im Laden ihrer Mutter ein altes Buch mit von Hand geschriebenen Rezepten. Wem es wohl gehörte? Dottis Jagdinstikt ist geweckt und sie macht sich auf die Suche nach dem Eigentümer des Buches, denn eines ist zu erkennen, die Rezepte sind mit ganz viel Liebe geschrieben...

Noch fieser geht es nicht, einen Schlussstrich unter eine Beziehung zu setzen. Ein Posting auf Facebook ist ja wohl das allerletzte, aber genau so macht Florian mit Dotti Schluss.
Tief am Boden zerstört schwelgt sie in Erinnerungen. Ist die Klausel im Vertrag daran schuld, dass die Beziehung zu Ende ging. Die enthält, dass sie öffentlich ein Mauerblümchen bleiben soll, um Erfolg zu haben.
Eine wirkliche Aufgabe sieht Dotti für sich, als sie auf das alte Rezeptbuch stösst. Hinweise erhält sie dazu ganz anonym von @mohnschnecke55. Wer ist diese oder dieser @mohnschnecke55? Sie kann sich keinen Reim darauf machen und vermutet mal den einen oder anderen hinter diesem Pseudonym.
Dotti will unbedingt den Verfasser des Büchleins finden und so findet sie sich auch bald in Prag wieder, nachdem sie in Wien nicht weiterkam.

Der Leser begibt sich gemeinsam mit Dotti auf eine eigentümliche Reise, die weit in die Vergangenheit zurückführt. Wien und Prag sind die Schauplätze der Handlung. So nach und nach gelingt es Dotti, das Puzzle zusammenzusetzen und erfährt dadurch die Geschichte einer nie endenden Liebe.
Das lenkt sie zumindest ein klein wenig von ihren eigenen Problemen ab.

"Mohnschnecke" ist nach "Naschmarkt" der 2. Teil um die liebenswerte Protagonistin Dotti. Man kann dieses Buch auch separat lesen, aber wer mit Teil 1 beginnt, hat Dotti und ihre Eigenarten schon mal kennengelernt. Außerdem hat man mit 2 Büchern einfach mehr Dotti zu lesen.
Viele der Charaktere aus "Naschmarkt" finden sich auch in der "Mohnschnecke" wieder. Die Protagonisten sind eine erfrischend herzige Truppe, die sich Sorgen um Dotti machen und ihr in allem zur Seite stehen.

Es ist ein bezauberndes Buch, das den Leser in Atem hält. Die Protagonisten glaubwürdig und die Geschichte romantisch erzählt. Natürlich hofft man als Leser, dass Dotti den geheimnisvollen Schreiber des Rezeptbuches findet.
Die Rezepte wurden gleich mit beigelegt, denn "Rezepte für die Liebe und andere Herzensangelegenheiten" werden wohl nie aus der Zeit kommen.

Besonders hervorheben möchte ich das wunderschöne Buchcover, das den Leser schon im Laden einfach nur magisch anzieht. Es ist nahezu identisch mit dem von "Naschmarkt", nur dass der Kopf gespiegelt ist und die Farbgebung sich unterscheidet.

Obwohl mir "Naschmarkt" einen Tick besser gefallen hat, habe ich mit dem Buch wunderbar erholsame Stunden verleben dürfen. Ich habe mit Dotti getrauert, gelebt, gehofft und geliebt und sie vor allem auf ihrer Suche begleitet, die auch mich von Wien nach Prag führte und mir die Schönheiten der Städte wieder vor Augen führte.

Ein Buch, das ich sehr gern weiterempfehle.

Bewertung vom 27.07.2015
Möwenalarm
Beerwald, Sina

Möwenalarm


ausgezeichnet

Sie hat JA gesagt. Endlich hat Ahoi seine Angebetete - Suzette - heiraten können Nun sind sie eine Dauerbrutpartnerschaft eingegangen, was heißt, dass Suzette seine Küken legen und ausbrüten wird. Ahoi schwebt im siebten Himmel, so hat er sich auch bei der Hochzeit nicht lumpen lassen und sehr tief in die "Taschen" gegriffen, um seiner Suzette etwas bieten zu können. Nun ja, ein klein wenig wollte er sie auch beeindrucken. Vor allem aber auch mit seinem großen gebauten Nest, das fernab von allen Möwenrouten und recht ruhig liegt.
Aber oh Schreck, als er mit seiner Angebeteten nach der Hochzeit dort anfliegt, ist das Nest belegt, mit einem menschlichen Baby. Wie kommt das denn dahin und vor allem, wem gehört es?
Suzette ist empört und fliegt wieder ab, ihre Hochzeitsnacht will sie nicht mit einem schreienden Menschenbaby verbringen.
Ahoi, dem sein gutes und weiches Herz immer mal wieder einen Strich durch die Rechnung macht, fühlt sich verantwortlich für das Baby, zumal es ja in seinem Nest liegt. Aber was tun? Aber Ahoi wäre nicht er selbst, wenn er und seine Möwenbande nicht bald eine Lösung finden sollten ...

Ahoi ist wieder da und er hat ein Riesenproblem. Stolz führt er seine ihm frisch Angetraute zu seinem Nest, da muss er feststellen, dass es mit einem Menschenbaby belegt ist. Was für ein Ärger. Nicht nur, dass Suzette ihn daraufhin gleich verlässt, steht er doch jetzt mit einem Baby da. Das will essen und sauber gemacht werden. Aber kommt Zeit, kommt Rat, denn was wäre Ahoi ohne seine Möwenbande und Frau Spatz.
Alles, was das Baby braucht, bekommt man auf der Insel und man kann es sich ganz gut zusammenstehlen. Aber wie bekommt man eine neue Windel um den Po des Säuglings? Oder wie bereitet man Nahrung zu?
Jedes Problem zu seiner Zeit und die Ideen der Umsetzung haben der Autorin sicherlich einiges Kopfzerbrechen bereitet. Aber es lohnt sich, die gewitzten Möwen bei ihrer Sorge um das Baby zu beobachten.
Ein ganz große Aufgabe haben sie sich gesetzt, die Eltern des Säuglings zu finden, keine ganz leichte Aufgabe.

Was für ein erfrischendes Buch ist das wieder geworden. Wie viele andere habe ich den 2. Teil der Möwenbande herbeigesehnt und mich gefreut, ihn endlich in Händen halten zu können.
Ahoi, der jetzige Chef der Möwenbande ist ein Protagonist, den man einfach mögen muss. Meine Sympathie flog ihm nur so zu, denn er hat das Herz am rechten Fleck. Nicht nur für das Baby fühlt er sich verantwortlich, sondern auch für Freunde gibt er sein letztes Hemd, äh, besser seine letzten Heringe, die er selbst nach der imposanten Hochzeit gut gebrauchen könnte.

Das Buch macht den Eindruck, als hätte Sina Beerwald eine Zeitlang unter Möwen gelebt und sich gemeinsam mit ihnen auf Raubzügen befunden, so wirklich und realitätsnah erscheinen dem Leser die Erlebnisse der Möwen.
Jede einzelne Möwe hat es verdient, genannt zu werden, jede mit ihren unglaublichen Macken und Eigenheiten. Sie alle tun alles, um das Baby seinen Eltern wieder zuführen zu können. Dabei hat die Autorin alle Register gezogen, selbst Meister Adebar musste mit antreten.

Die Liebe zur Insel Sylt, auf der die Autorin auch lebt, und ihrer Tierwelt ist im Buch fest verankert. Fast möchte man glauben, dass es Ahoi wirklich gibt, aber zum Glück sind ja viele seiner Eigenarten authentisch, wenn ich nur an das Stibitzen der Nahrung denke.

Das Buch ist voller liebenswerter, chaotischer Charaktere, die man einfach ins Herz schließen muss.
Natürlich hoffe ich auf eine weitere Fortsetzung mit Ahoi und seiner verrückten Möwenbande und ich hoffe, dass Sina Beerwald die Ideen dazu so schnell nicht ausgehen.

Ich habe mich mit diesem Buch sehr gut unterhalten. Ein paar durchgeknallte Möwen, die die Eltern eines Baby suchen und damit wieder kriminalistischen Spürsinn beweisen müssen, liest man nicht alle Tage.
Einfach herrlich, zum lachen, zum grinsen und zum entspannen.
Bitte mehr davon.

Ich empfehle das Buch sehr gern weiter.