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Kleeblatt
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Berlin
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Ich lese sehr gern, wann immer ich Zeit habe. Mit meiner Tochter zusammen habe ich einen Bücherblog, auf dem wir uns immer über Besucher freuen. http://lesendes-katzenpersonal.blogspot.de/
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Insgesamt 670 Bewertungen
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McKenzie, Sophie Du musst mir vertrauen EUR 9,99
  • Bewertung vom 18.12.2014
  •  
    ausgezeichnet
  • Livy hat verlernt, wie es ist, ihrem Mann zu vertrauen.
    Vor 6 Jahren hatte er ein Verhältnis mit einer Kollegin. Auch wenn die Ehe seit der Beendigung der Beziehung recht stabil ist, blieb bei Livy immer die Angst im Hintergrund, ob es nicht wieder geschehen kann.
    Julia, seit dem Tod von Livys Schwester Kara, ihre beste und engste Freundin, hat es immer geschafft, sie wieder aufzurichten.
    Da findet Livy diese eines Tages tot in ihrer Wohnung. Von Selbstmord ist die Rede, aber Livy glaubt das keinen Moment. Sie beginnt zu recherchieren und stößt darauf, dass Julia noch immer nicht den Tod von Kara, die seinerzeit ihre Freundin war, verwunden hat und sich die Schuld daran gab. Sie hatte nie aufgehört, den Mörder von Kara zu finden.
    Nun scheint der Mörder ein weiteres Mal zugestoßen zu haben oder war es doch Selbstmord, wie alle Welt es Livy glauben lassen will? ...

    Vertrauen ist in diesem Thriller ein ganz wichtiger Punkt, aber einer, der schwer umzusetzen ist.
    Livy soll ihrem Mann vertrauen, dass er keine Affäre hat, sie soll Damian vertrauen, der Julias Freund war, von dem sie von ihr nur Andeutungen gehört hatte. Wie tief die Beziehung zwischen den beiden gegangen sein soll, kann sie nicht glauben, weil sie fest der Meinung war, Julia hätte ihr es bestimmt erzählt, wenn sie sich mit dem "Dunkelblonden" verlobt hätte.
    Viele fordern von Julia, doch Vertrauen zu ihr zu haben, aber es ist schwer, denn draußen läuft ein Mörder frei herum und Livy ist inzwischen klar, dass es jemand aus ihrem Freundes- bzw. Bekanntenkreis sein muss.

    Als sie erfuhr, dass Julia eine Agentur beauftragt hatte, die ihren Mann Will überprüfen soll, ob er nicht doch noch immer auf fremde weibliche Signale reagiert, bricht für sie eine Welt zusammen. Was soll sie jetzt noch glauben? Hatte Julia eine Affäre mit ihrem Mann Will und will überprüfen, ob er auch sie hintergeht oder hat sie es für Livy überprüfen lassen?
    Das Misstrauen ist groß und sie ist verwirrt, weiß nicht, was sie denken soll.
    Zusätzlich kommt noch hinzu, dass sie aus den Erzählungen von Damian, Julias angeblichem Verlobten, eine Julia kennenlernt, die sie gar nicht kannte. Kannte sie Julia wirklich nicht oder ist das von Damian alles erlogen, um ihr Vertrauen zu erlangen?

    Damian, der außer Livy der Einzige ist, der nicht an den angeblichen Selbstmord von Julia glaubt, beginnt gemeinsam mit dieser den Mörder zu suchen. Diesem kommen sie recht nahe, denn es gibt eine Drohung von ihm, die "Stop" lautet. Sie lassen nicht locker und bringen sich damit in Gefahr ...

    Ein rasanter Thriller, der an keiner Stelle langatmig oder langweilig wird.
    Gleich zu Beginn wird Spannung aufgebaut, die sich steigert und zum Ende noch einmal richtig anzieht.
    Aus einer anfänglichen Ahnung wird Gewissheit, zumal nach der ersten Toten auch noch weitere auftauchen. Die Angst sitzt Livy im Nacken, nachdem sie feststellen musste, dass der Tod Julias eng mit dem Tod ihrer Schwester Kara zusammenhängt. Wem kann sie trauen, wer ist nicht ihr Freund? Selbst ihren Mann Will verdächtigt sie inzwischen, Julia umgebracht zu haben, so dass ein Zusammenleben für sie fast unerträglich ist.

    Neben der Suche nach dem Mörder erfährt der Leser auch von den Schwierigkeiten zwischen Livy und ihrer 12-jährigen pupertierenden Tochter Hannah. Der Ton zwischen ihnen hat längst den einer harmonischen Beziehung verlassen und Livy gelingt es nicht mehr, zu Hannah vorzudringen. Was auch immer sie macht, ist falsch. Sie liebt ihre Kinder Hannah und Zack abgöttisch und wird mit der Abweisung von Hannah nur schwer fertig.

    Ein Thriller, den ich sehr gern weiterempfehle.
Letocha, Thomas Oma Else startet durch EUR 8,99
  • Bewertung vom 18.12.2014
  •  
    gut
  • Oma Else hat sich mit Mario im Süden eingerichtet. Es gefällt ihnen gut, sie bewohnen gemeinsam ein Haus und kommen beide gut miteinander aus.
    Eines Tages kündigt ihr Mario an, dass er nach Hause muss, kurzfristig, er würde wiederkommen.
    Kaum ist er weg, erhält Oma Else auch kein Lebenszeichen mehr von ihm. Kein Anruf, keine Antwort auf ihre SMS oder ihre Nachrichten auf der Mailbox. Irgendetwas ist dort im Argen, denkt sich Oma Else.
    Da findet sie eines Tages in ihrem Häuschen einen Mann vor, der behauptet, von Mario geschickt worden zu sein. Er hatte die Aufgabe, ein paar Sachen abzuholen, aber genaueres wüsste er auch nicht.
    Dieser Mann heißt Hans, aber da Oma Else sich keine Namen mehr merken kann, bekommen die Leute eigene Namen. Aus Hans wird Hardy, nach einem Schauspieler, dessen Nachnamen sie auch nicht mehr weiß.

    Letztendlich macht sich Oma Else gemeinsam mit Hardy auf den Weg, da sie nicht allein in dem Haus bleiben will. Die Fahrt ist lang und da kann schon so das ein oder andere passieren ...

    Oma Else ist immer noch rüstig, obwohl sie bereits über 80 Jahre alt ist. Viele Dinge gehen etwas langsamer, schließlich muss man sich mit seinem nicht mehr ganz jugendlichen Körper arrangieren. Die neue Hüfte mag keine schnellen und heftigen Bewegungen wie auch das gesamte Knochengerüst nicht mehr. Aber sie kommt klar und ist immer noch gut beieinander.
    So scheut sie sich auch nicht, mit Hardy auf große Fahrt zu gehen. Selbst Trampen ist auf der Fahrt mit inbegriffen, denn man klaut ihnen ihren fahrbaren Untersatz.
    Aber Oma Else scheint unverwüstlich zu sein, obwohl sie sich des öfteren in ausgesprochen peinliche und skurrile Situationen bringt.

    Auch dieses Buch beginnt, wie schon Teil 1, mit einer scheinbar ausweglosen Situation, in die sich Oma Else manövriert hatte.
    Von dort aus rückblickend wird die Geschichte erzählt, wie Oma Else es geschafft hat, in diese zu geraten.

    Leider hat mich dieser Teil nicht mehr so überzeugt, wie der Vorgängerband. Rückblickend muss ich sagen, dass die eigentliche Geschichte aus meiner Sicht in ein Kapitel gepasst hätte. Die anderen Seiten des ca. 190 Seiten langen Buches wurden gefüllt mit Oma Elses Erinnerungen, Überlegungen und Meinungen. Ich will nicht sagen, dass es langweilig war, aber es passierte nicht genug, um mich bei der Stange zu halten. Ich habe für diese paar Seiten länger zu lesen gebraucht, als für ein Buch mit 500 Seiten. Schade, denn ich hatte mich wirklich auf das Buch gefreut.

    Obwohl Oma Else noch immer eine sympathische Protagonistin ist und das Herz am rechten Fleck hat, konnte sie mich dieses Mal leider nicht als glückliche Leserin zurücklassen.
Holtkötter, Stefan Schützenbrüder EUR 11,20
  • Bewertung vom 18.12.2014
  •  
    ausgezeichnet
  • Tönne Oldenkott, ehemals Bauer, jetzt Pensionär. Seine Felder sind verpachtet, aber so richtig loslassen kann er nicht. Natürlich muss er regelmäßig kontrollieren, ob auch alles mit rechten Dingen zugeht.

    Auf dem Schützenfest wurde hinter dem Festzelt Werner Osthues tot aufgefunden. Verdächtigt, ihn ermordet zu haben, wurde dessen Tochter Mechthild, denn diese war bekannt für ihren Sauerkirsch-Aufgesetzten, der die Todesursache war, da er vergiftet war.
    Tönne ist einer der wenigen, die nicht glauben können, dass Mechthild ihren Vater umgebracht haben könnte, obwohl er ein furchtbarer Mann war.
    Tönne vertraute immer seiner Frau Agnes, die Lehrerin war und auch Mechthild unterrichtet hatte. Auf ihre Meinung hielt er große Stücke und wenn diese sagte, dass Mechthild ein gutes Mädchen ist, dann konnte er sich darauf verlassen. Obwohl seine Agnes schon tot ist, hört er noch heute auf ihre Worte.
    Da die Polizei an die Unschuld von Mechthild nicht glauben will, denn alles spricht gegen sie, beginnt er selbst zu ermitteln, wer Werner auf dem Gewissen hat.
    Als "Gehilfin" hat er sich Gül Yilmaz, eine Polizistin türkischer Herkunft auserkoren. Er nennt sie Lisbeth, denn es kann ja nicht angehen, dass ein Mädchen einen Namen hat, der sich wie Gülle anhört.
    Auch Gül hatte seine verstorbene Frau als Lehrerin gehabt und diese war von Gül sehr angetan. Also beschließt Tönne, dass Gül die richtige ist, um ihn zu unterstützen. Aber Gül will, wenn sie schon helfen soll, den Dienstweg einhalten und das ist genau das, was Tönne umgehen will, denn der Dienstweg hat Mechthild in die Untersuchungshaft gebracht ...

    Ein herrlich feinsinniger Krimi aus der Feder von Stefan Holtkötter. Der Münsterkrimischreiber hat ein weiteres Mal seine Protagonisten dort agieren lassen.

    Herzliche Grüße von Miss Marple und Mr. Stringer, wobei die Rollenverteilung bei diesem Krimi genau anders herum liegt. Tönne ermittelt und Gül ist der "Handlanger".
    Er kann es nicht lassen. Eigentlich soll Tönne gerade seine Enkel beaufsichtigen oder kutschieren. Aber das kann man doch auch mit einem Abstecher verbinden, indem man ganz unauffällig mal so eben nebenbei ein paar Befragungen durchführt.
    Ich habe während des Lesens Tönne, den Miss Marple-Abklatsch förmlich vor Augen gehabt. Ein Sympathisant durch und durch, besteht er doch auf Gerechtigkeit, die seiner Meinung nach Mechthild gerade nicht widerfährt. Das kann er so nicht stehen lassen und versucht ihre Unschuld zu beweisen und gerät dadurch selbst in Gefahr.
    Gül, die mit sich nicht einig ist, wie und ob sie Tönne helfen soll, hat auch das Herz am rechten Fleck und lässt sich, eher widerstrebend, auf die Schrullen von Tönne ein und erlebt ihr blaues Wunder. Dabei muss sie sich selbst mit der starken Männlichkeit im Schützenverein auseinandersetzen.
    Ihre Zweifel und ihr Bedürfnis, alles richtig zu machen und vor allem Dienst nach Vorschrift, macht sie auch menschlich und sympathisch.

    Sehr gut recherchiert und wiedergegeben hat der Autor die Aktivitäten rund um ein Schützenfest und die Belange, die so ein Verein mit sich bringen. Mit welchen Problemen, Sorgen und Nöten sich der Vorstand herumärgern muss fehlten genausowenig, wie die Schilderung des Ablaufs eines Schützenfestes mit all seinen Eigenheiten. Wer so etwas oder ähnliches schon erlebt hat, wird wie ich in diesem Buch einige Dinge wiedererkennen.

    Tönne Oldenkott, ein Mann, ein Wort. Vor allem ein Mann, mit dem man rechnen muss und ich hoffe doch, noch recht oft.
    Obwohl ein Krimi, hat dieses Werk doch großen Unterhaltungswert.
    Ich habe mich auf diesen 221 Seiten bestens unterhalten und amüsiert. Ich habe einen unermüdlichen, dem Kontrollwahn unterliegenden, aber sehr sympathischen Rentner kennengelernt, mit dem man rechnen muss. Aber auch mit Gül habe ich mich bestens unterhalten, von der ich hoffe, dass sie noch ein wenig aus sich herausgehen möge.
    Auf jeden Fall ein Krimi, den ich sehr gern weiterempfehle.
Clements, Abby Ein Traum am Kaminfeuer EUR 8,99
  • Bewertung vom 18.12.2014
  •  
    sehr gut
  • Amelia und ihr Mann Jack leben in einer kleinen 2-Zimmerwohnung, sie ist klein, aber sie sind glücklich. Amelia steht kurz vor ihrem 30. Geburtstag und besinnt sich ihrer Vorhaben, die sie erledigen wollte, bevor sie 30 wird. Ein Punkt auf der Liste war, auf dem Land zu wohnen.
    Sie wagen es, sie kaufen sich ein Häuschen, das aber ziemlich heruntergekommen ist. Mit dem wenigen Geld, welches ihnen noch zur Verfügung steht, müssen sie sehr haushalten, was heißt, dass viele Arbeiten, die in dem Haus zu erledigen sind, von ihnen selbst ausgeführt werden müssen.
    Sie packen es an. Amelia kündigt ihren Job und hat unfreiwillig Zeit für das Haus. Jack, der noch immer in London arbeitet, muss pendeln.
    Jack hat mit dem Kauf des Hauses aber noch anderes im Sinn, was mit Amelias Lebensplanung so gar nichts zu tun hat ...

    Oft passiert es, dass Paare sich trennen oder streiten, während sie ein Haus bauen. Amelia und Jack, bislang in London ansässig, kaufen sich ein Haus, bei dem an allen Ecken etwas renoviert oder neu gemacht werden muss.
    Sie müssen mit dem Geld sehr haushalten, denn nachdem Amelia gekündigt hatte, wurde ihnen auch der Darlehensantrag zum Kauf eines Hauses nicht bewilligt. Nun heißt es mit dem auszukommen, was da ist und das ist nicht immer leicht.
    Während Jack weiter seiner Arbeit nachgeht und leider nicht dazu kommt, Amelia während des Umbaus zur Seite zu stehen, wie er es versprochen hat, kümmert sich Amelia derweil um die Bewohnbarmachung von Haus und Garten.
    Glücklicherweise stehen ihr zwei junge Männer zur Seite, Spencer und Callum, die beiden Enkel der Vorbesitzerin.
    Während sich Jack immer weiter von ihr entfernt, nachdem er feststellen musste, dass sie beide nicht den gleichen Lebenstraum hat, fühlt sich Amelia immer mehr zu Callum hingezogen.

    Ich hatte mich so auf das Weihnachtsbuch der Autorin gefreut, nachdem ich von dem Buch "Ein Kuss unter dem Mistelzweig" so begeistert war.
    Leider ist außer dem wunderschönen Cover nichts weiter vorhanden, was nur in etwa einem Weihnachtsroman ähnelt.
    Das Buch beginnt im Mai eines Jahres und endet zu Weihnachten.
    Nach dem Kauf des Hauses hoffen die beiden, dass sie Weihnachten mit ihren Umbauarbeiten fertig sind. Das ist das Ziel und leider auch alles, was an Weihnachten in diesem Buch erinnert.

    In dem Buch ist der Dreh- und Angelpunkt der Kauf des Hauses und dessen Bewohnbarmachung. Bei jedem einzelnen Zimmer darf der Leser erfahren, was neu gemacht werden soll, wo es im argen liegt. Es folgt eine Beschreibung, wie es aussieht, wenn es fertig ist und welche Möbelstücke dort ihre Endstelle erhielten.

    Mit ihrem leichten und lockeren Schreibstil macht die Autorin es dem Leser leicht, der Geschichte zu folgen.
    Die Protagonisten sind sympathisch, auch wenn Amelia einige Male nicht weiter denkt als sie sollte. Sie gibt Geld aus, ohne nachzufragen, obwohl sie und Jack größere Anschaffungen gemeinsam überdenken wollten.
    Amelias Freunde und auch ihre Mutter sind eine Bereicherung, die man einfach mögen muss.
    Sehr naiv ist sie auch ihrem Vater gegenüber, bei dem sie schon seit Jahren die Vogel-Strauß-Politik bewerkstelligt.

    Es ist ein Buch über den Kauf und die Renovierung eines Cottages auf dem Land. Gefühlsmäßig ging es mir nicht tief genug, Probleme wurden angeschnitten, aber nicht weiter verfolgt.
    Auch wenn es nicht das versprochene Weihnachtsbuch ist, entschädigen der angenehme Schreibstil und bereiten dem Leser ein paar schöne Lesestunden.
Hohlfeld, Kerstin Wenn das Glück anklopft EUR 8,99
  • Bewertung vom 18.12.2014
  •  
    ausgezeichnet
  • Sie sind 4 Freundinnen, die unterschiedlicher nicht sein können:
    Milena, geschieden, Hausfrau und Mutter von 2 Teenagern, Ann-Kathrin, Bibliothekarin und alleinerziehend, Vivien, Journalistin und Gelegenheitsgeliebte ihres Chefs und Caroline, glücklich verheiratet mit 4 Kindern und diversen Wohltätigkeitsjobs.
    Kennengelernt haben sie sich alle in der Rückenschule, die sie aufgrund verschiedener Beschwerden aufsuchen mussten. Milena hatte lange mit sich zu kämpfen, ob sie dort überhaupt hingehen möchte. Auch auf die Freundschaft von Vivien hätte sie am liebsten verzichtet, denn diese sieht genau so aus wie die Frau, wegen dem ihr Mann Axel sie verlassen hatte - Groß, blond, schlank. Milena hingegen ist alles andere als schlank.
    Was also soll sie da? Aber alles kommt anders, als sie denkt ...

    Vier so unterschiedliche Frauen lernen sich kennen, tasten sich aneinander an. Von zum Teil Antipathie aufgrund ihres grandiosen Aussehens, wie sie Milena gegenüber Vivien empfindet, entstehen grandiose Freundschaften. Die vier verbindet eine Freundschaft, die viele Stürme übersteht. Sie sind füreinander da, helfen sich gegenseitig, sind in der Lage, zuzuhören.
    Jeder steht dem anderen mit Rat und Tat zur Verfügung.

    Trotz des Zusammengehörigkeitsgefühls hat jede Frau ihr eigenes Leben, ihre eigenen Sorgen und Nöte. Selbst Geheimnisse den anderen gegenüber gibt es, die nicht angesprochen werden. Alle spüren, dass Ann-Kathrin etwas verbirgt, aber sie drängen sie nicht, dass sie sich aussprechen möchte.

    Seit der Zeit der Rückenschule hat Milena das Gefühl, dass sich ihr Leben verändert hat. Plötzlich reicht es ihr nicht mehr, nur noch Mutter, gute Köchin und Hausfrau zu sein. Sie will mehr vom Leben, und als dann auch noch scheinbar die Männerwelt verrückt spielt und sie Verehrer findet, fühlt sie sich auch als ein anderer Mensch.

    So ändert sich für jede dieser 4 Frauen ihr Leben. Es wird zum Teil völlig neu überdacht werden, Konsequenzen müssen gezogen werden und es muss losgelassen werden. Loslassen von altem, das sich nicht bewährt hat, deren Trennung aber zu schmerzlich ist, von alten Gewohnheiten, es jedem recht zu machen. Ebenso Loslassen von einer Angst, die aus einem früheren Erlebnis entsprungen ist. Es braucht alles seine Zeit.

    Die Protagonistinnen sind Frauen von heute, die man immer und überall treffen könnte. Menschen wie du und ich, jede mit ihrer eigenen Geschichte.
    Die Geschichten hingegen sind glaubhaft und regen auch zum Nachdenken an. Man stellt sich einige Male die Frage, wie man selbst in bestimmten Situationen reagiert hätte. Was selbst hätte man bei einigen Gelegenheiten gedacht? Sicher hätte zumindest ich bei einigen Dingen anders gehandelt, aber man ist sicherlich hinterher immer schlauer und klüger als vorher und als Außenstehender sowieso.

    Was ist nun eigentlich das Glück?
    Muss man zum glücklich sein ein dickes Konto besitzen? Es beruhigt, keine Frage, aber macht es glücklich?
    Für jede dieser Frauen bedeutet Glück etwas anderes, und es hat nicht mit materiellen Wünschen zu tun. Glück ist auch, was man selbst daraus machen kann und was ich für andere tun kann.

    Es ist ein wunderbares, ans Herz gehende Buch. Ein Buch über Freundschaft, Liebe und Vertrauen, aber auch Misstrauen, Wut und Verrat sind ein Teil des Buches.
    Die Frage, was eine Freundschaft alles aushalten kann, wird auch in diesem Buch beantwortet.

    Kerstin Hohlfeld ist wieder mit einem großartigen Roman an ihre Leser herangetreten, das ich wärmstens empfehlen kann.
  • Bewertung vom 12.12.2014
  •  
    ausgezeichnet
  • Sanna hält es zu Hause in Berlin nicht mehr aus. Seit ihr Bruder während des gemeinsamen Urlaubs in Kroatien verstorben ist und ihre Eltern ihr indirekt die Schuld daran geben, muss sie dort raus.
    Ihre Wahl fällt auf Marienbüren, einem Ort im Teutoburger Wald, ihrem Geburtsort. Ihre Tante Renate, eine Journalistin, lebt dort wieder nach einer beruflichen Bruchlandung in München und freut sich schon auf ihre Nichte. Sanna wird dort in einem Rehazentrum arbeiten und psychisch Kranke betreuen.
    Bei ihrer Ankunft in Marienbüren haben die sintflutartigen Regenfälle noch nicht nachgelassen, die bereits seit einigen Tagen die Gegend unter Wasser setzen. Sie wird von ihrer Tante Renate abgeholt. Auf dem Heimweg verschwindet urplötzlich die Straße vor ihnen und hinterlässt einen Abgrund, vor dem sie es gerade so schaffen, anzuhalten. Nachdem sie zitternd aus dem Auto gestiegen sind, macht Sanna eine grausige Entdeckung. Sie findet eine aufgespülte Kinderleiche, die noch nicht vollkommen verwest ist.
    Kommissar Böttger, seit kurzem wieder in Marienbüren ansässig, wird mit diesem Fall betreut.
    Das kleine tote Mädchen scheint niemand zu vermissen oder zu kennen.
    Da taucht auch noch Jakob auf, ein ruhiger, scheinbar gestörter Junge, der um Hilfe im Kloster Marienbüren bittet...

    Der Autor Stefan Holtkötter hat sich bereits mit seinen Münsterkrimis einen Namen gemacht.
    Mit diesem Buch beginnt er eine neue Krimireihe, die Kommissar Böttger und Sanna Marquart als Protagonisten hat, die beide gemeinsam ermitteln.

    Sanna, die aus dem quirligen Berlin in das ruhige Örtchen Marienbüren zieht, hat fast schon nicht mehr selbst daran geglaubt, dass sie den Umzug schaffen wird. Zu dominant ist ihr Vater, der alles in Bewegung setzte und versuchte, sie von ihrem Vorhaben abzubringen.
    Irgendetwas muss in der Vergangenheit dort passiert sein, warum ihre Eltern dort weggezogen sind und verhindern wollen, dass sie sich dort niederlässt. Auch mit dem Verhältnis zwischen den Schwestern, Sannas Mutter und Tante Renate, scheint es irgendetwas unausgesprochenes zu geben. Vieles bleibt im dunkeln, wird nur angesprochen, aber nicht aufgelöst.
    Sanna, die sich des Jungen Jakob annimmt, merkt sehr bald, dass es einen Zusammenhang zwischen ihm und dem toten Mädchen gibt. Aber Jakob ist launisch und unberechenbar und will auch nicht sprechen. Es gibt auch Situationen, in denen Sanna vor Jakob regelrecht Angst hat.

    Es dauert nicht lange, bis sie die Eltern des Mädchens finden, aber dort herrscht Schweigen.
    Unvorstellbares tut sich auf und lässt den Leser nach Atem schnappen.

    Dieser Krimi geht an die Nieren. Die Grausamkeit, die hier zutage tritt, ist unglaublich. Soviel Bösartigkeit, die von Menschen ausgeübt wird, die andere unterdrücken, körperlich und seelisch misshandeln, macht betroffen.
    Ein Menschenleben zählt nichts oder nur solange, wie andere es benutzen und dann wegwerfen können. Menschen werden gebrochen und entsorgt, Hauptsache, man kann seinem Laster frönen.

    Sanna, Kommissar Böttger und Tante Renate sind die Sympathieträger des Romans.
    Nach dem Fund des toten Mädchen hoffte Renate auf die ganz große Story und den Weg zurück ins Rampenlicht der Presse. Aber sie ist nicht bereit, dafür ihre Nichte Sanna zu opfern.

    Der Autor schafft es, den Leser bei der Stange zu halten. Seit dem Fund des Mädchens überschlagen sich die Ereignisse. Die Spannung wird konstant gehalten und zieht zum Ende noch einmal richtig an. Leider werden nicht alle Fragen, die aufkommen, beantwortet. Das Ende schließt zwar diesen Fall ab, stellt aber weitere, die einer Antwort bedürfen. Das ist ein wenig unbefriedigend, macht aber zugleich neugierig auf die Fortsetzung. Schade nur, dass es immer recht lange dauert, bis man sie zu lesen bekommt, so dass vieles schon wieder in Vergessenheit geraten ist.

    Ich bin schon jetzt gespannt, wie es weitergehen wird, denn die vielen Fragezeichen, die ich nach Ende des Buches sehe, hätte ich gern aufgelöst.
  • Bewertung vom 08.12.2014
  •  
    ausgezeichnet
  • Die 37-jährige Conny ist Lehrerin und in ihrer Freizeit Hobbyautorin. Da sie heiße Erotik schreibt, ist ein Pseudonym naheliegend. Nicht auszudenken, wenn die Eltern ihrer Schüler mitbekommen würden, welcher Art Literatur sie sich verschrieben hat.
    Es ist ihr gelungen, einen Verlag zu finden, der ihr Buch veröffentlichen will, unter einer Bedingung. Das offizielle Gesicht des Pseudonyms Cecil Elliott soll ein männliches sein. Es wird ein junger Mann engagiert, der stattdessen alle öffentliche Termine wahrnehmen wird. Zähneknirschend stimmt sie zu, ist mit der Situation aber zunehmend unzufrieden. Sie sieht rot, wenn sie wahrnimmt, wie dieser sich in ihrem Bekanntheitsgrad sonnt.
    Ein wenig Frust ablassen kann sie bei einem Autorenkollegen, mit dem sie sich regelmäßig Mails schreibt. Auch auf ihre Freundinnen kann sie sich verlassen, denn Frauenfreundschaften sind doch das Wahre ...

    Conny, Mutter zweier Kinder, Lehrerin und schreibwütige Autorin ist geschieden, schafft es aber mit Bravour, ihren täglichen Wahnsinn zu managen.
    Der anfänglichen überschwänglichen Freude, einen Vertrag bei einem Verlag ergattert zu haben, folgt alsbald die Ernüchterung. Jemand anderes soll als Autor ihrer Erotikromane öffentlich auftreten. Eine schwere Entscheidung. Einerseits möchte sie es auch nicht allein bewerkstelligen, andererseits hat sie etwas dagegen, dass der junge Typ die Aufmerksamkeit bekommt, die doch eigentlich ihr zusteht.

    Dieses Buch ist der Debütroman der Autorin Dorothea Stiller. Er gehört in das Genre Chick-lit und füllt dieses Genre voll aus.
    Lebenslustige Frauen, die mitten im Leben stehen, füreinander da sind, miteinander schwatzen und sich helfen und die ihre Männerprobleme miteinander ausdiskutieren, was will Frau mehr.
    Eine kleine Romanze mit Potenzial, ein paar Verwirrungen und Missverständnisse, alles passt und ist stimmig.
    Ein neuer Nachbar mit einer sehr eifersüchtigen Freundin, ein schwuler Bruder und eine E-Mailfreundschaft komplettieren die Story.

    Das Buch wartet mit ausgesprochen sympathischen Protagonisten auf und zieht den Leser regelrecht ins Buch hinein.
    Sicher ist bald klar, wie das Buch ausgehen wird, aber der Weg dahin mit einigen kleinen Missverständnissen und Verwirrungen geht man mit der Protagonistin Conny gern mit.

    Es ist ein Buch für kurzweilige Lesezeit, unterhaltsam, nicht tiefschürfend.
    Der Titel ist super gewählt und macht auf das Buch neugierig. Das Cover spricht mich dagegen nicht wirklich an, da es keinen direkten Bezug auf das Buch hat.
    Ich hatte viel Spaß mit dem Buch und empfehle es sehr gern weiter.
Patterson, James; Dilallo, Richard Hochzeit unterm Mistelzweig EUR 8,99
  • Bewertung vom 08.12.2014
  •  
    sehr gut
  • Seit 3 Jahren ist Gaby schon Witwe, nun hat sie sich entschlossen, ein weiteres mal zu heiraten. Nur, wer soll der Glückliche sein?
    Marty, ihr Schwager und Bruder ihres verstorbenen Mannes, Jacob, ein Rabbi, oder Tom, ein langjähriger Freund, mit dem sie aufgewachsen war?
    Alle drei sind mit Gaby befreundet und alle drei haben ihr einen Heiratsantrag gemacht. Natürlich hofft jeder der 3 Kandidaten, dass sie ihn auserwählen wird. Aber für wen sie sich letztendlich entscheiden wird, will sie Weihnachten im Kreis ihrer Familie und Kinder bekanntgeben.
    Mit ihren Kindern ist sie schon eine ganze Weile nicht zusammengekommen, zumindest waren nie alle 4 Kinder gemeinsam bei ihr. Das soll sich nun ändern. Mittels Videobotschaften übermittelt sie ihren Kindern die Einladung zu ihrer Hochzeit zu Weihnachten, aber auch ihnen sagt sie nicht, wen sie ehelichen wird. Natürlich ist die Neugierde so groß, dass alle zu Weihnachten vor Ort sein werden ...

    Was für eine Idee. Drei Heiratsanträge und keiner der Herren weiß, für wen sich Gaby entscheiden wird. Das tut aber glücklicherweise ihrer Freundschaft keinen Abbruch.

    Das Buch setzt sich aus 3 "Büchern" zusammen. Im Buch 1 erfährt der Leser von ihren 4 Kindern, die bis auf den Sohn jeweils Mann und Kinder haben. Häusliche Probleme kommen zur Sprache wie auch berufliche und gesundheitliche. Familien, wie es sie überall gibt mit ihren Sorgen und Nöten. Aber auch Familien mit einem sehr guten Zusammenhalt, die füreinander da sind und sich herzlich zugetan sind. Das schließt auch den Sohn Seth nicht aus, der zwar noch nicht verheiratet ist, aber eine feste Freundin hat.
    Aber es ist auch eine Zeit von Entscheidungen, die getroffen werden und nachhaltige Veränderungen mit sich bringen werden.

    In Buch 2 geht es um die Zeit vor der Hochzeit und wird aus der Sicht von Gaby geschrieben. Die Familien trudeln langsam ein und die letzten Vorbereitungen werden getroffen.

    In Buch 3 ist natürlich die Hochzeit der Mittelpunkt. Auch dieses Buch wird aus der Sicht von Gaby erzählt. Aber bis es soweit ist, gibt es noch ein wenig Trubel und Aufregung. Und die große Frage, wen Gaby denn nun heiraten wird, wird endlich gelöst. Niemandem ist es gelungen, diese Information vorher aus Gaby herauszukitzeln, egal mit welchen Tricks.

    Dieser Roman ist voll auf die Weihnachtszeit fixiert und liest sich besonders in der Adventszeit sehr gut. Man selbst ist auf Weihnachten eingerichtet und kann die Stimmungen gut nachempfinden.
    Bis auf den ein oder anderen Ausrutscher ist es eine Bilderbuchfamilie, die sich jeder wünscht. Mutter und Kinder, Schwiegerkinder und Enkel sind sich sehr zugetan und auch die Freunde der Mutter werden voll akzeptiert, denn man kennt sich schon jahrelang. Sie sind füreinander da und helfen, wo und wann Not am Mann ist. Eine Familie, die man ins Herz schließt.

    Ob es aber wirklich ganz so realistisch ist, dass man seinen Mann erst vor dem Traualtar auswählen kann und alles so harmonisch vonstatten geht, wage ich zu bezweifeln. Daher ziehe ich ein Pfötchen ab.
    Aber es ist ein schöner Familienroman, der sehr gut in die Weihnachtszeit passt.
Wulf, Franziska Die Weihnachtskarawane EUR 0,00
  • Bewertung vom 08.12.2014
  •  
    ausgezeichnet
  • Petra Schmidt ist Ärztin und der weihnachtliche Stress, der überall herrscht, hat auch vor ihr nicht halt gemacht.
    Hinzu kommt noch, dass ihre Jüngste, die 5-jährige Lena, immer wieder heftige Fieberschübe bekommt, die sie nicht unter Kontrolle bekommen. Als sie mitten im Stress und beim Einkaufen ist, stehen ihr plötzlich ein dunkelhäutiger Mann mit Sohn und Dromedar gegenüber. Nachdem sie ihm etwas Geld gespendet hat, macht er ihr ein Gegengeschenk in Form eines Beutels voller Datteln.
    Zu Hause völlig erschöpft und überfordert von ihrer bereits wieder fiebernden Tochter, ist sie alle Datteln auf und fällt völlig fertig und müde in den Sessel und schläft augenblicklich ein.
    Wach wird sie wieder mitten in einer Oase in der Wüste und vor ihr steht ein Junge und weckt sie. Sehr bald verdichtet sich ihr Verdacht, dass sie sich mitten in der Weihnachtsgeschichte aus der Bibel befindet, denn die drei Weisen gehören mit zur Karawane ...

    Ein bezauberndes Märchen rund um die Weihnachtsgeschichte mit den drei Weisen, dem Stern von Bethlehem und dem Jesuskind.
    Ich habe mit dem christlichen Glauben nichts am Hut, aber trotzdem hat mich die Geschichte berührt.
    Franziska Wulf versteht es, Geschichten zu erzählen, die sie jedes Mal in die Vergangenheit versetzte. Nachdem ich ihre Fatima- und Anne-Reihen gelesen hatte, war es für mich nur eine Frage der Zeit, dass ich mich auch auf die Weihnachtsgeschichte stürzen musste. Das war leider leichter gesagt als getan, denn ich habe lange gebraucht, bis ich ein Exemplar ergattern konnte, aber es hat sich gelohnt.

    Die Geschichte führt Petra in die Wüste, wo sie auf die 3 Weisen trifft, die sich aufgrund ihrer Träume und des Sternes von Bethlehem auf den Weg gemacht haben, um den neugeborenen König, der alle in die Freiheit führen sollte, zu suchen. Sie kann nicht glauben, dass sie dort gestrandet ist und hält alles für einen Traum, denn sie jedoch ausgiebig genießt. Auch weiß sie nicht, wie sie mit der Kenntnis der Folgen umgehen soll, die sie aus der Bibel kennt. Soll sie warnen oder auch im Traum nicht die Geschichte verändern?
    Eines jedoch weiß sie mit Bestimmtheit und dieses Mantra spricht sie sich immer wieder vor: "Siehe, dein Glaube hat dir geholfen."

    Auch wenn es eine recht kurze Weihnachtsgeschichte ist, so spricht sie den Leser doch an und will ihm eine Botschaft vermitteln.
    Eine sehr schöne Weihnachtsgeschichte, die man auch am besten zur Weihnachtszeit lesen sollte.
Sund, Erik A. Schattenschrei / Victoria Bergman Bd.3 EUR 12,99
  • Bewertung vom 08.12.2014
  •  
    sehr gut
  • Jeanette Kihlberg hat das Ziel schon fast vor Augen. Zwei verdächtige Personen hat sie im Visier, die sie für die Täter hält. Als diese beiden zusammen tot aufgefunden werden, ist klar, dass sie nach ihren schändlichen Morden nun Selbstmord begangen haben.
    Ein weiterer Lichtblick tut sich auf, als endlich die Identität der toten Jungen bekannt wird. Aber nun müssen sie auch in einem Sumpf der Bösartigkeit waten, und erkennen, zu was der Mensch fähig ist, anderen anzutun ...

    Mit diesem Band der Victoria Bergmann-Reihe geht die Trilogie ihrem Ende entgegen.
    Vieles, was in den vergangenen 2 Bänden von Sofia alias Victoria zu lesen war, ist hinfällig und muss aus einem völlig neuen Licht betrachtet werden. Sofia selbst erkenne, dass sie die Erinnerungen an die Vergangenheit zulassen muss, um dieser entgegenwirken zu können. Immer mehr Erinnerungen strömen auf sie ein, die sie verarbeiten muss.
    Das Beziehung zwischen Jeanette und Sofia ist etwas abgekühlt. Jeanette, die denkt, dass sie ein Verhältnis mit Sofia hat, kann diese schwer erreichen und ist enttäuscht, Sofia, die sich von Jeanette privat fernhält, um sich selbst zu finden.

    In diesem Band hat auch Victorias Tochter Madeleine einen große Rolle, während sie als Rächerin unterwegs ist, um ihre eigene Kindheit zu sühnen.

    Vieles aus den beiden ersten Bänden kommt nun ans Tageslicht und wird aufgeklärt. Anderes muss man völlig neu betrachten, weil einiges neu umstruktuiert wurde und neu bedacht werden muss. Nicht alles findet meine Zustimmung oder wirkte auf mich glaubhaft.

    Die Spannung, die in den Vorbänden erzeugt wurde und die neugierig auf das Finale machten, verpuffte irgendwann zwischendurch. Obwohl auch dieser Teil spannend anfing und die Neugierde geweckt wurde, verlor sich diese innerhalb der Story bei Nichtigkeiten und Längen, die nicht hätten sein müssen.
    Bei einigen Fragen, die sich bei mir im Laufe des Lesen angesammelt hatten, wurde ich unbefriedigt zurückgelassen. Sie blieben bis zum Schluss unbeantwortet oder ließen mich mit weiteren Fragen zurück.
    Der gehoffte Showdown blieb leider aus. Das Gefühl, das Buch musste unbedingt beendet werden, verstärkte sich, zumal alles schnell zum Ende kam.

    Ich hatte mir von dem Ende mehr versprochen. Leider wurden meine Erwartungen diesbezüglich nicht befriedigt. Für mich ist es der schwächste Teil der Trilogie, was ich sehr schade finde.
    Aber hat man die beiden ersten Bände gelesen, will man natürlich auch wissen, wie es ausgegangen ist und dann kommt man an diesem Buch nicht vorbei.
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