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Kleeblatt
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Ich lese sehr gern, wann immer ich Zeit habe. Mit meiner Tochter zusammen habe ich einen Bücherblog, auf dem wir uns immer über Besucher freuen. http://lesendes-katzenpersonal.blogspot.de/
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Insgesamt 658 Bewertungen
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Langoth, Michael Il Po EUR 39,99
  • Bewertung vom 24.11.2014
  •  
    ausgezeichnet
  • Zu diesem Buch Kochbuch zu sagen, trifft es nicht richtig.
    Es vermittelt Wissen über die italienische Po-Ebene, Warenkunde, ist ein fantastischer Bildband und bietet obendrein noch Rezepte.

    Das Buch ist unterteilt in folgende Abschnitte:
    - Die große Ebene am Südrand der Alpen
    - Kochtechnik
    - Haptisches Design
    - Auf den Punkt gebracht
    - Die Kunst des Schmorens
    - Minestre & Zuppe
    - Vegatarische Meisterwerke
    - Kulinarische Glaubenssätze

    Im ersten Abschnitt erzählt der Autor über die Gegend am Südrand der Alpen. Das Leben, das Klima, das Wasser, die Berge, nichts wird außer Acht gelassen. Er zeigt die historischen Wurzeln und berichtet aus der kulinarischen Geschichte, beginnend 10.000 Jahre v. Christus. Aber auch vom Heute erfährt man, vom größten Markt, von Fleisch und Käse.
    Viel Wissenswertes gibt es zu berichten, so erfährt man beispielsweise, dass der Parmaschinken 10 - 12 Monate zum Reifen braucht und auch von den verschiedenen Reifezeiten von Käse.
    Interessant für mich war die Erkenntnis, dass der Aceto Balsamico, den ich verwende, nur ein Imitat eines ausgesprochen teuren Originalrezeptes ist. So muss das Original z.B. mindestens 12 Jahre reifen, eine spezielle Form davon sogar 25 Jahre.

    Unter der Rubrik Kochtechniken findet man alles, was man zum Kochen braucht. Basisgewürze wie Butter, Olivenöl und Knoblauch oder auch die Aufzählung der nötigen Zutaten für die Pasta. Zusätzliche Aromen lassen sich durch Kräuter oder z.B. Rosinen oder Steinpilze und Essig bzw. Zitrone vertreten.
    Natürlich fehlt in einem Italienbuch auch nicht die Aufzählung der verschiedenen Pastasorten und wozu man sie anwendet.
    Ein paar Seiten sind direkt der "Kochtechnik Pasta" gewidmet, ebenso wie dem Risotto, dem Schmoren, der Suppe, dem Gemüse. Ergänzt werden die Kochtechniken mit Benennung des Equipments und den Basiszutaten.
    Alle Kochtechniken werden mit Rezepten bereichert.

    Zu den jeweiligen Rezepten gibt es kurz etwas Wissenswertes zum Gericht, die Zutaten und die Zubereitung, oftmals zusätzlich sogar in italienisch, sozusagen im Original.
    Sehr gut gefällt mir, dass bei jedem Rezept untern eine Aufstellung von Fotos der Zutaten vorhanden ist.

    Es macht nicht nur Spaß, die verschiedenen Rezepte nachzuarbeiten, es macht Spaß, das ganze Buch durchzublättern. Fantastische ganzseitige Fotos komplettieren das Buch und machen es zu etwas besonderem. Bildband, touristischer und kulinarischer Führer in einem. Unterhaltsam, informativ und appetitanregend, was will man mehr.

    Ich kann dieses Buch in jeder Hinsicht nur weiterempfehlen.
Herrmann, Jutta M. Hotline EUR 9,99
  • Bewertung vom 24.11.2014
  •  
    ausgezeichnet
  • Sie sind 4 Freunde, die gemeinsam eine Hotline betreiben. Chris, der Initiator, sein Freund Rick, Konrad und dessen hochschwangere Freundin Paula.
    Es ist eine Beichthotline und sie haben sich zur Maxime gemacht, niemals die Polizei einzuschalten.
    Da bekommt Rick eines Abends einen Anruf von einer Frau, die droht, ein neugeborenes Kind zu vergraben. Paula und Rick machen sich unverzüglich auf den Weg und wollen das Baby retten, was sie aber letztendlich finden, ist eine vergrabene Puppe. Sie halten es für einen schlechten Scherz, aber kurz darauf bekommt Rick einen weiteren Anruf dieser Frau, die ankündigt, dass das erst der Anfang wäre...

    Dieser Thriller ist das Debütwerk der Autorin Jutta Maria Herrmann. Sie hat mit ihrem Roman ihre eigene Messlatte für künftige Werke ziemlich hoch gesetzt.

    Es gelingt der Autorin mühelos, mich von Beginn an in ihren Bann zu ziehen. Die Story packt einen und lässt den Leser nicht mehr los. Durch die angehm kurzen Kapitel muss man sich nicht durchquälen, sondern wird förmlich vorwärtsgestoßen. Der Gedanke, ach ein Kapitel kann ich noch lesen, zieht sich durch das ganze Buch und im nu merkt man, dass man gar nicht imstande ist, das Buch aus der Hand zu legen, weil die Handlung einen so fesselt. Man will wissen, wie es weitergeht, wie es endet.

    Die 4 Freunde leben gemeinsam in einer WG und betreuen die Beichthotline. Vieles müssen sie sich anhören, aber als Rick eines Tages von einer Anruferin zu hören bekommt, dass sie ein Baby vergraben will, steht er unter Schock und weiß nicht so richtig, wie er reagieren soll.
    Es entpuppt sich allzu bald zu einem mörderischen Spiel der Anruferin, in den die 4 Freunde unwissentlich verstrickt werden. Denn einer von ihnen hat vor langer Zeit ein Unrecht begangen und alle müssen es nun ausbaden.
    Selbst wenn mir als Leser bald klar war, wer sich hinter der Anruferin verbirgt und man ahnt, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird, bleibt es trotz der Erkenntnis spannend.

    Im Laufe der Geschichte erfährt man als Leser auch mehr zu den einzelnen Protagonisten, so dass sie alles andere als farblos sind und man sich mit ihnen identifizieren kann. Jeder von ihnen hat eine Vergangenheit und auch im eigenen Umfeld schon einiges erlebt. Jeder hat Wünsche und Hoffnungen, die sich nicht so einfach umsetzen lassen.

    Zwischendurch erhält der Leser Einblicke in das Leben und die Gedanken der Anruferin. Es sind Abschnitte, in denen diese wie von außen betrachtet wird und als DU angesprochen wird. Das hat irgendwie etwas unwirkliches und bedrückendes an sich.

    Dieser Debütroman der Autorin hat mich voll und ganz überzeugt. Er ist packend, spannend und lässt es nicht zu, dass man ihn aus der Hand legt.
    Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, lässt sich gut lesen und fesselt den Leser.

    Auch wenn die Autorin Jutta Maria Herrmann sagt, dass es ein Einzelroman ist, könnte ich mir gut eine Fortsetzung vorstellen, Potenzial dazu wäre da. Vielleicht lässt sie sich ja erweichen. Aber egal, ob oder ob nicht, ich bin auf jeden Fall auf ihr nächstes Werk gespannt und wünsche ihr, dass sie das angesetzte Niveau halten kann.
    Ein Thriller, den ich sehr gern weiterempfehle.
Orlowski, Britta Maistöcke - Bützer History EUR 13,99
  • Bewertung vom 24.11.2014
  •  
    ausgezeichnet
  • Die 5-jährige Lena lebt mit ihren Eltern auf einem Kahn und befindet sich gerade in Bützer. Dort wird Annemarie, die Schwester von ihrem Spielkameraden Thure vermisst. Lena findet sie, im Wasser ... tot.

    12 Jahre später kehrt Lena, die nun Levke, ihrem 2. Vornamen gemäß genannt wird, gemeinsam mit ihrem Mann Jochen Krömer nach Bützer zurück. Ihr Mann hat dort ein Haus, das Kapitänshaus. Kurz darauf stirbt er und hinterlässt Levke als Witwe.
    Levke hat keine Erinnerung mehr an die Geschehnisse von vor 12 Jahren, aber es gibt Momente, wo ihr Dinge oder Ereignisse bekannt vorkommen, die sie nicht zuordnen kann.
    Sie lernt Thure kennen, der das Tagebuch seiner Schwester Annemie gefunden hat. In diesem findet er Andeutungen, der Silas, dem ehemaligen Freund seiner Schwester für ihn als Schuldigen am Tod seiner Schwester darstellt. All die Jahre hindurch hat er sie nie vergessen, denn er als Jüngster hatte zu seiner ältesten Schwester eine besondere Beziehung. Thure bittet Levke um Mithilfe, den Mörder, denn für ihn war es kein Selbstmord, zu finden.
    Diese fühlt sich zu Silas, dem Mann mit den violett schimmernden Augen hingezogen und kann und will nicht glauben, dass er schuldig ist. Aber auch zu Thure entwickelt sich eine Art Zuneigung.
    Dann geschehen weitere Morde und sie weiß nicht, wem sie noch vertrauen kann...

    Britta Orlowski, die ich von der St. Elwine-Reihe her kenne, hat sich hier in ein ganz anderes Genre begeben. Sie ist unter die Historiker gegangen und hat ihren Roman zum Ende des 19. Jh. in Bützer in Brandenburg angesiedelt.

    Sehr gut recherchiert, sowohl was die örtlichen Begebenheiten angeht, wie auch die medizinischen Belange zu der damaligen Zeit, macht es wahrlich Spaß, gemeinsam mit den Protagonisten in diese Zeit abzutauchen.
    Interessant war auch zu erfahren, dass Frauen, so sie nicht verheiratet sind und volljährig, immer einen Vormund benötigten, um Geschäfte abzuwickeln.

    Der technische Fortschritt ist merklich auch nicht mehr aufzuhalten, sowohl was das Fahrrad oder das Auto angeht als auch Verbesserungen für eine Mühle.

    Geschickt verbindet die Autorin die Morde mit dem zu der Zeit in London mordenden Jack the Ripper. Ist dieser etwa nun in Bützer gelandet und treibt dort sein Unwesen?

    Britta Orlowski gelingt es mühelos, den Leser in die Geschichte und die Zeit hineinzuziehen. Sie baut von Beginn an Spannung auf und kann diese auch halten, bis man endlich weiß, wer für die Morde verantwortlich ist und die Frage beantwortet ist, ob die jetzt stattfindenden Morde mit dem Tod von Annemie im Zusammenhang stehen.

    Es ist eine Geschichte voll Liebe und Hoffnung, aber auch voll Schuld, Schuldgefühlen, Rache, Hass und Verbitterung.
    Eine einmal gefasste Meinung über einen vermeintlich Schuldigen lässt sich schwer korrigieren und macht blind für offensichtliches.

    Mit den Protagonisten konnte ich mich gut identifizieren, ihre Handlungen waren nachvollziehbar und glaubhaft.
    Neben Levke, Thure und Silas war mir auch Jordis sehr sympathisch, die Kräuterfrau, die eine nicht unwesentliche Rolle spielte.
    Sehr gekonnt hat die Autorin auch wieder ihr Markenzeichen, das Quilten, mit in die Handlung eingebaut. Da bekommt man doch regelrecht selbst Lust, die Nähmaschine aus der Ecke zu holen und loszulegen.

    Ein sehr schöner Roman mit Liebe, Spannung und einigem Hintergrundwissen, den ich sehr gern weiterempfehle.
Reiter, Sylvia Rock the kitchen! EUR 24,99
  • Bewertung vom 19.11.2014
  •  
    ausgezeichnet
  • Rockthekitchen ist ein Buch, das eine deutsche Bloggerin geschrieben hat.
    Die Rezepte hören sich nicht nur gut an, sie schmecken auch.

    Das Buch ist unterteilt in folgende Rubriken:
    - Breakfast
    - Lunch
    - Teatime
    - Dinner
    - Everytime

    Die ausgewählten Rezepte sind ausführlich beschrieben und lassen sich gut nacharbeiten.
    Es gibt Rezepte mit Zutaten, die ich selbst nicht unbedingt zusammengetan hätte, die aber letztendlich harmonieren und auch noch schmecken.
    So kann man beispielsweise zum Frühstück Schoko-Blaubeer-Pancakes wie auch Kartoffel-Tortilla oder auch Rezepte für selbst gebackene Brote finden.
    Zum Lunch werden verschiedene Suppen angeboten oder Rezepte wie die mit den klangvollen Namen Burrata, Straccetti oder auch Sushi in verschiedenen Varianten. Oder wie wäre es mit einem Flammkuchen mit Kürbis, Gorgonzola und Pinienkernen? Das Wasser läuft einem schon beim Durchlesen im Mund zusammen.
    Zur Teatime werden Macarons, Cantuccini, Kekse und Pops angeboten, aber auch der Kalte Hund und Brownies fehlen nicht.
    Rosenkohl-Hackfleisch-Tarte, Asia-Bolognes oder auch Falafel kann man hingegen zum Dinner verzehren. Interessant sind da auch die Mangold-Lachs-Buletten.
    Wer ein Rezept für Kürbiskerneis sucht, wird unter der Rubrik Everytime genauso fündig wie bei der Suche nach Marzipan-Mohn-Eis, Tonkabohnen-Vanille-Sirup oder Himbeersalz.

    Schon allein die Titel verraten Fantasie und Fingerspitzengefühl für das Zusammenspiel der verschiedensten Zutaten.

    Die Rezepte sind größtenteils bebildert mit Fotos, die Appetit machen.

    Ich habe einiges ausprobiert. Ein wenig hat mich bei den Rezepten geärgert, dass unter der Rubrik Zubereitung das Würzen von Salz und Pfeffer immer erst zum Schluss stand statt an der Stelle, wo ich eigentlich hätte würzen wollen und müssen. So ist meine Spinatquiche sehr nüchtern ausgefallen, weil im Spinatteil so gar nichts drin war an Gewürzen, denn nach Beschreibung sollte ich zum Schluss würzen, da wars aber zu spät, um noch etwas würzen zu können.
    Nun, das ist mir zweimal passiert und dann habe ich für mich entschieden, nicht bis zum Ende zu warten, damit ich Geschmack ins Essen bekomme.
Brackmann, Uwe Löwenjagd. Kriminalroman (eBook, ePUB) EUR 3,99
  • Bewertung vom 19.11.2014
  •  
    gut
  • Löwenjagd ist ein Roman, in dem vom Löwen selbst, einem Meisterdieb, drei große Einbrüche erzählt werden.
    Er ist äußerst umsichtig und möchte alles im verborgenen machen. Es soll niemand zu Schaden kommen, das ist ihm wichtig.
    Von langer Hand plant er seine Einbrüche, Informationen bekommt er zum großen Teil sogar aus dem Internet.
    Einbrüche tätigen ist seine Arbeit, er braucht das Geld, denn seine Tochter steht kurz vor dem Juraexamen. Diese weiß natürlich nichts vom Doppelleben ihres Vaters, denkt sie doch, dass er freier Mitarbeiter eines Braunschweiger Architektenbüros ist. Nach dem Tod seiner Frau hatte er nicht nur dieselbige verloren, sondern auch noch seinen Job.
    So sieht er sich jetzt gezwungen, das Geld durch Einbrüche zu verdienen.

    Bei seinen Coups hat er auch eine kleine Assistentin, Charlett, ein Rhesusäffchen.

    Während seiner drei Coups erzählt er minutiös, was er gerade macht und welche Werkzeuge er gebraucht.
    Für den einen mag das interessant sein, für mich war es zu genau. Ich habe nicht vor, in nächster Zeit einen Einbruch irgendwo zu starten, so dass ich nicht wissen muss, welches Werkzeug genau ich dazu brauche.
    Es war mir zu detailliert, so dass ich mich nicht voll auf das Buch konzentrieren konnte, da meine Gedanken sich an vielen Stellen selbständig machten, was ich sehr schade finde.

    Die Gestaltung des Covers spricht mich überhaupt nicht an. Es ruft nicht nach mir und macht mich auch nicht neugierig auf das Buch, was für mich auch mit Zweck eines Covers ist. Dieses hier ist düster und der Mann wirkt auf mich böse. Im Laden auf dem Tisch hätte es bei mir keine Chance.

    Der Schreibstil des Autors war locker und flüssig und ließ sich gut lesen.
    Aus den genannten Gründen muss ich leider 3 Pfötchen abziehen, da mich das Buch nicht überzeugen konnte.
Genechten, Guido van Ben der Schneemann... EUR 13,90
  • Bewertung vom 15.11.2014
  •  
    ausgezeichnet
  • Der kleine Schneemann Ben ist wieder da. Gerade zur rechten Zeit, denn die Zeit des Winters ist schon nah.
    Ben, der inzwischen einige Freunde im Eisland gefunden hat, erfreut sich dort seines Lebens. Sie spielen viel zusammen, und eine deftige Schneeballschlacht macht allemal Spaß.
    Da kommt eines Tages Dimitri zu ihnen, ein Schneemann ohne jegliche Kopfbedeckung. Jeder von ihnen hat irgendetwas auf dem Kopf, Eimer, Mützen, Blumentöpfe, was immer man dazu nehmen kann, nur Dimitri nicht.
    Er erzählt ganz traurig, dass auf seiner Reise sein Zylinder bei einem Sturm von seinem Kopf herunterwehte und er ihn nicht wieder gefunden hatte.
    Ben, dem Dimitri leid tat, nahm seine Mütze vom Kopf und borgte sie ihm. So konnte er sich wieder ein Weilchen an einer Kopfbedeckung erfreuen.
    Als er aber nun seine Mütze nach einer Weile zurückforderte, wollte Dimitri diese nicht mehr herausrücken.
    Eine Lösung muss gefunden werden...

    Ben der Schneemann erfreute mich schon im vergangenen Jahr mit seiner Geschichte und seinen liebevoll gezeichneten Bildern.
    Der Autor Guido van Genechten hat nun eine weitere Geschichte mit Ben dem Schneemann vorgelegt.
    Er hat das Thema teilen in eine Geschichte verpackt und kindgerecht aufbereitet.
    Teilen ist im Kinderalter ein Ding für sich, denn was gefällt, behält man gern für sich selbst.
    In diesem Buch wollte Dimitri die geborgte Mütze nicht mehr zurückgeben, also musste eine Lösung gefunden werden.
    Diese ist so klar und einfach, dass jedes Kind sie verstehen wird.

    Es ist ein wunderschönes Buch mit gewohnt schönen Zeichnungen des Autors Guido van Genechten. Farbenfroh, auf jeder Seite, selbst auf den Innenseiten des Buchdeckels, lässt sich die Geschichte wieder sehr gut nachvollziehen.
    Das angenehme Format macht ein gemeinsames Lesen und Anschauen des Buches mit dem Kind zu einem wirklichen Erlebnis. Es gibt viel zu sehen und einen Inhalt, über den man im Nachhinein mit dem Kind reden kann.
    Das Buch ist ab 4 Jahre ausgelegt und dafür finde ich es passend.

    Ein sehr schönes Kinderbuch, das ich sehr gern weiterempfehle.
Winslow, Don Missing New York / Frank Decker Bd.1 EUR 14,99
  • Bewertung vom 13.11.2014
  •  
    ausgezeichnet
  • Frank Decker, ein Cop, der seinen Beruf liebt, dessen Ehe aber gerade auf dem Nulllevel steht, bekommt einen Fall übertragen, bei dem ein Mädchen verschwunden ist.
    Eine halbe Stunde ist bereits vergangen, als die Mutter der vermissten Hailey sich an die Polizei wendet. Alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel werden eingesetzt, um das Mädchen zu finden, erfolglos.
    Kurze Zeit später verschwindet ein weiteres Mädchen, das nur tot aufgefunden werden konnte.
    Frank Decker lässt der Fall Hailey keine Ruhe, zumal er ihrer Mutter versprochen hatte, das Kind zu finden. Er kündigt seinen festen Job und macht sich allein auf die Suche, denn er kann und will nicht akzeptieren, dass Hailey tot ist. Er verfolgt jede kleine Spur, bis er nach einem Jahr an dem Punkt steht, wo er sich fragen muss, ob er weitermachen oder aufgeben soll und akzeptieren, dass es vorbei ist ...

    Für mich war Don Winslow bislang ein Autorenname, der mir zwar geläufig war, von dem ich aber noch nichts gelesen hatte. Das sollte sich mit dem Auftakt dieser neuen Reihe um den Ermittler Frank Decker ändern.
    Frank Decker ist Cop mit Leib und Seele und hat noch eine Karriere vor sich. Diese und seine Aussicht auf die Pension lässt er fallen, als er sich intensiv um den Fall des kleinen Mädchen Hailey kümmert. Hailey ist ein Mischlingskind und die Vermutung liegt nahe, dass nach farbigen Kindern nicht unbedingt hartnäckig gesucht wird.
    Aber Frank Decker lässt das Schicksal dieses kleinen Mädchens nicht in Ruhe, er ermittelt privat weiter. Er glaubt auch nach einem Jahr intensiver Suche fest daran, dass Hailey noch lebt, irgendwo da draußen ist und nur noch von ihm gefunden werden muss.
    Er geht jedem noch so kleinen Hinweis nach und versucht das scheinbar unmögliche. Bis er eines Tages eine Zeugenaussage bekommt, die seine Ermittlungen in eine völlig andere Richtung bringen.

    Dem Autor ist es gelungen, mich von Anfang an mit seinen Ermittlungen in seinen Bann zu ziehen.
    Von Beginn an wird Spannung erzeugt, die sich rasant steigert. Es gibt keinen abflauenden Spannungsbogen, im Gegenteil, er wird zügig angezogen.

    Frank Decker ist ein sympathischer Protagonist, der auf der Seite der Opfer steht und wirklich alles versucht, um ihnen zu helfen, auch wenn es letztendlich ans eigene Geld geht. Er steht zu dem, was er macht und verschließt die Augen nicht vor Grausamkeiten und Ungerechtigkeiten, die sich ihm in den Weg stellen. Er ist der Ermittler, den man sich wünschen würde, wenn man einen braucht. Einen, der sich in den Fall verbeißt und nicht locker lässt, bis er am Ziel ist.

    Der Autor hat für die Recherche zum Buch einen großen Teil aus seinem eigenen Background nehmen können. Er hatte selbst eine Zeit als Privatdetektiv gearbeitet. Weitere Informationsquellen waren die Zentrale für verschwundene Kinder und das FBI-Handbuch zum Vorgehen nach der Meldung eines vermissten Kindes. Die Recherche ist umfassend und glaubwürdig umgesetzt worden.

    Die Gestaltung des Covers finde ich sehr gelungen. Durch Zufall entdeckte ich, dass Titel und Autorenname fluoreszierend sind, denn sie leuchten im Dunkeln, nachdem sie eine Weile dem Licht ausgesetzt waren. Das war schon irgendwie eigenartig und für mich völlig überraschend, als das Buch im Flur vor sich hin leuchtete.

    Für mich ist dieses Buch der Einstieg in die Welt des Don Winslow, denn ich weiß mit Sicherheit, dass es zwar mein erstes Buch von ihm gewesen ist, jedoch nicht mein letztes.

    Ich empfehle dieses Buch sehr gern weiter.
Jary, Micaela Das Haus am Alsterufer EUR 9,99
  • Bewertung vom 12.11.2014
  •  
    ausgezeichnet
  • Drei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein können. Ellinor, die Älteste, hilft ihrem Vater in seiner Firma und arbeitet eng mit anderen Frauen in der Frauenbewegung mit. Nele, die mittlere Schwester, lebt und studiert in München Malerei und Lavinia, Livi genannt, erfüllt alle Kriterien, die man einem verwöhnten Prinzesschen zusprechen würde.
    Diese redet sich eines Tages ein, in den Architekten Konrad Michaelis verliebt zu sein und kann auch die Hochzeit, die alles andere als standesgemäß ist, durchsetzen.
    Nele, die ihren künftigen Schwager per Zufall kennenlernt, ahnt nicht, wen sie vor sich hat und verliebt sich in ihn. Konrad Michaelis, der sich von Livi bedrängt fühlt und Nele ebenfalls liebt, sieht keine andere Möglichkeit, als der Ehe mit Livi zuzustimmen, aber zu welchem Preis...

    Was für eine wunderbare Geschichte, war mein erster Gedanke, der mir nach dem Zuklappen des Buches spontan in den Kopf stieg. Mein zweiter ging dahin, dass ich froh war, in einer Zeit zu leben, wo Verbindungen nicht nach gesellschaftlichen Zwängen und Verpflichtungen geschlossen werden.

    Micaela Jary, von der ich schon ein paar Bücher gelesen habe, hat sich mit diesem Buch selbst übertroffen.
    Sie hat mich gepackt, in die Story förmlich hineingeworfen und erst wieder entlassen, als ich die letzte Seite umgeblättert hatte.

    Livi, ein verwöhntes Mädchen aus gutem Haus ist gelangweilt und weiß, welche Knöpfe sie drücken muss, um ihren Willen durchzusetzen. Sie inszeniert einen kleinen Skandal, indem sie am hellichten Tag den verdutzten Architekten Konrad Michaelis auf der Straße ungeniert küsst, der es ihm unmöglich macht, aus dieser ausweglosen Situation herauszukommen, ohne sich beruflich zu schaden. Aber nach der Hochzeit ist auch nicht alles so, wie es sich Livi vorstellt. Plötzlich ist da jemand, der ihr was zu sagen hat und der das auch tut, der eine eigene Meinung aufbringt und es dauert nicht lange und Livi tut die Hochzeit schon leid. Keine Bälle für junge Mädchen mehr und auch kein Getuschel mehr mit Freundinnen, sie ist mit sich und der Welt unzufrieden.
    Livi und Konrad gehen bald getrennte Wege, dann bricht der 1. Weltkrieg aus und Konrad meldet sich als Freiwilliger.

    Helene, Nele genannt, kommt mit der Situation, Konrad zu lieben, ihn aber nunmehr als Schwager zu haben, nicht klar und wird krank. Sie geht in die Schweiz und versucht, sich dort, abseits ihrer geliebten Malerei, ein neues Leben aufzubauen.

    Der Roman beginnt im Jahr 1911 und zeigt eine Zeit auf, in der das Leben nach gesellschaftlichen Zwängen organisiert ist. Victor Dornhain, der verwitwete und recht gut betuchte Reeder mit 3 Töchtern lebt zusammen mit seiner Mutter, die die völlige Kontrolle über das Haus und die Mädels hat. Gesellschaftliche Skandale passieren nur anderen, nie ihnen und so wird auch alles getan, dass Livis "Auserwählter" an der Stange bleibt.
    Es ist schon schlimm genug, dass Nele allein und völlig ohne Kontrolle in München lebt und studiert.

    Die Autorin Micaela Jary hat ihre Geschichte wieder sehr gut recherchiert, was die historischen Fakten anbelangt, die örtlichen Begebenheiten sowohl in Hamburg und München wie auch in der Schweiz. Die Liebe zum Detail ist zu merken und als Leser findet man sich anhand der Beschreibungen mittendrin wieder. Man hat das Gefühl, man würde alles mit eigenen Augen sehen und miterleben.
    Selbst vor den Gräueltaten im Krieg verschließt sie nicht die Augen und zeigt sie auch dem Leser auf.

    Micaela Jary hat einen fesselnden Roman geschrieben vor historischem Hintergrund. Liebe, Leid, Egoismus, Intrigen, Lügen und Krieg sind fest miteinander verwoben und machen das Buch zu einem Schauplatz der Gefühle, nicht nur der Protagonisten, sondern auch der des Lesers.
    Ich habe hauptsächlich mit Nele, Konrad und Klara mitgefühlt, gelitten und gehofft, dass alles ein gutes Ende nehmen würde.

    Für dieses Buch gibt es eine klare Kauf- und Leseempfehlung.
Gurian, Beatrix Stigmata EUR 16,99
  • 1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
  • Bewertung vom 07.11.2014
  •  
    ausgezeichnet
  • Emma, deren Mutter gerade nach einem Unfall verstorben ist, ist verstört, als sie kurz darauf einen Brief bekommt, in dem ein Foto steckt und die Aufforderung, in einem Camp nach dem Mörder ihrer Mutter zu suchen.
    Obwohl sie geschockt ist von der Aussage, dass es kein Unfall gewesen sein soll, muss sie nicht lange überlegen, sondern meldet sich in dem benannten Camp an. Schon allein die Anreise gilt als Bewährungsprobe und als sie endlich ankam, findet sie dort ein heruntergekommendes Gebäude vor.
    Eigenartige Dinge passieren, viele von ihnen sind nicht erklärbar.

    Die Lehrer wie auch Emmas 3 Mitstreiter Phillipp, Tom und Sophia sind von ihr schwer einzuschätzen. Es stellt sich die Frage, kann man ihnen trauen oder ist man besser dran, wenn man für sich bleibt.

    Es dauert nicht lange und Emma ist sich sicher, dass ihre Mutter in ihrem Alter in genau demselben Camp gewesen ist, obwohl sie diese nie davon hat sprechen hören. Was geschah damals und wieso ist ihre Mutter umgebracht worden und vor allem, von wem?

    Der Autorin Beatrix Gurian ist es gelungen, den Leser mit in dieses Camp zu nehmen. Es ist ein Trip, der einen schauern lässt und die Gänsehaut aktiviert. Ich fühlte mich regelrecht in dieses Camp hineinversetzt. Das schaurige und beklemmende, das die alten Gemäuer ausstrahlen, wirkte auch auf mich. Die Ängste, die Emma im Keller fühlte, als sie dort eingeschlossen war, waren auch meine.
    Ich habe lange nicht mehr erlebt, wie jemand diese Atmosphäre mit Worten so gut beschreiben kann, dass man als Leser das Gefühl hat, man würde es tatsächlich erleben.
    Großen Anteil daran hat mit Sicherheit auch die Gestaltung des Buches. Ausgestattet mit vielen auf alt getrimmte, in grün / schwarz hinterlegte Fotos, die genau das widerspiegeln, was Inhalt des Buches ist. Die Fotos haben etwas unheimliches an sich, sind schaurig und geheimnisvoll.

    Diese Fotos werden Emma zugespielt. Sie stehen alle im Zusammenhang mit ihrer Mutter, mal ist sie selbst abgebildet, mal sind es Notizen von ihr. Emma lernt bei ihrer Suche eine Mutter kennen, die sie so nicht kannte. Eine junge Frau, die ihr ihr Leben lang fremd war. Im Nachhinein musste Emma feststellen, dass sie aus der Jugend ihrer Mutter nichts wusste.

    Zwischen den Ereignissen, die sich heute abspielen, sind kleinere Episoden enthalten, die von Agnes erzählen, Emmas Mutter.

    Lange fragt sich der Leser, wohin das alles führen soll. Es werden Vermutungen angestellt, wem sie diese Camperfahrungen zu verdanken hat und wer der Täter sein könnte. Die Autorin hält sich diesbezüglich bis zum Ende bedeckt. Die Auflösung ist überraschend, im Nachhinein aber logisch und glaubhaft.

    Die Gestaltung des Covers ist mehr als gelungen. Es ruft einen regelrecht, wenn man es im Buchladen liegen sieht. Man muss es sich ansehen. Auch dieses ist in grün / schwarz gehalten mit silberner Schrift und Ranken. Ein absoluter Hingucker.
    Die Kapitelanfänge sind in grüner Farbe gedruckt und wurden jeweils mit einem Schnörkel versehen.
    Die Abschnitte, in denen es um Agnes' Erlebnisse geht, sind auf der jeweils ersten Seite mit einem grünfarbigem Band gekennzeichnet. Es ist absolut stimmig und steigert die Lust am Lesen.

    Es ist ein wunderbares Buch voller Spannung, Geheimnisse und der Suche nach der Wahrheit.
    Mir hat es sehr gut gefallen und so empfehle ich es auch sehr gern weiter.
Arnold, Kajsa Jaden - Kissing a Stranger EUR 7,99
  • Bewertung vom 06.11.2014
  •  
    ausgezeichnet
  • Ava, die aus verschmähter Liebe vor 12 Jahren ihre Heimat verlassen hat, ist zurück gekommen. 14 Tage wollte sie wieder einmal mit ihrer Mutter und deren Mann verbringen. Und nach Möglichkeit nicht an Jaden denken.
    Gar nicht so einfach, denn dieser steht ganz plötzlich in der Tür und ist verdammt präsent, so wie er dasteht.
    Aber sie will ihn nicht an sich heranlassen, zuviel ist vor 12 Jahren geschehen...

    Ava ist inzwischen eine sehr bekannte Bestsellerautorin, die sich ihr Leben neu aufgebaut hat, nachdem sie vor 12 Jahren ihre Heimat verlassen hatte.
    Tief enttäuscht von ihrer Liebe zu Jaden, der plötzlich verschwand und nie wieder nach ihr fragte oder suchte.
    Eigentlich hofft Ava, dass das Thema Jaden vor Jahren abgehakt wurde, aber als sie nun wieder vor ihm steht, sind ganz schnell alle Vorsätze, sich nicht wieder auf ihn einzulassen, völlig aus ihrem Hirn verschwunden.

    Nun treffen beide nach so langer Zeit wieder aufeinander und beide stellen fest, dass sie noch immer einander verfallen sind und die Liebe nie aufgehört hat, aber es steht so vieles zwischen ihnen, das unüberwindbar zu sein scheint.

    Nachdem ich Teil 1 der Jaden-Reihe gelesen hatte, war ich schon angefixt. Teil 2 kenne ich leider nicht, hatte aber vom Verständnis her keinerlei Probleme, die Story zu verfolgen. Es wird immer wieder in kurzen Worten auf Vergangenes verwiesen, so dass die Zusammenhänge schnell wieder da sind und man als Leser nicht das Gefühl hat, völlig im Dunkeln zu stehen.
    Man könnte diesen 3. Teil auch völlig losgelöst lesen, macht aber keinen Spaß, denn es fehlt das Kennenlernen der Protagonisten aus Teil 1.

    Natürlich ist das Ende wieder so, dass man dasteht und denkt, wo ist der nächste Teil? Es endet mit einem fiesen Cliffhanger, der den Leser zappelnd zurücklässt.

    Es war mir wieder ein Vergnügen, die Protagonisten der Autorin Kajsa Arnold zu begleiten und das auf all ihren Irrungen und Wirrungen durch die Liebe.
    Das Buch wie immer viel zu kurz und viel zu schnell gelesen. Ein Buch, das man gut zwischendurch lesen kann und mit dem man ganz hervorragend mal die Seele baumeln lassen kann, um abzuschalten.
    Wer die Bücher von Kajsa Arnold kennt, kommt um dieses auch nicht drum herum und wird es lieben.
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