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Isabel von Belles Leseinsel
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Mainz
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Mehr Rezensionen von mir gibt es unter: http://bellexrsleseinsel.blogspot.com/
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85 (erhaltene)
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18 

Bewertungen


Insgesamt 420 Bewertungen
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Korber, Tessa Zum Sterben schön EUR 9,99
  • Bewertung vom 18.04.2014
  •  
    sehr gut
  • Der Blumenmädchen-Mörder

    In Nürnberg werden junge Floristinnen ermordet und anschließend mit Blumen äußerst pietätvoll hergerichtet. Nachwuchs-Bestatter Viktor wird in den Fall verwickelt und von Neugier getrieben, ermittelt er zusammen mit Freundin Miriam auf eigene Faust. Was die Beiden allerdings nicht wissen ist, dass der Serienmörder bereits Miriam ins Visier genommen hat. Währenddessen schlägt sich Victors Onkel Wolfgang mit einem Urnendieb herum und Tante Hedwig hat endgültig die Nase voll und packt ihre Koffer. Nur wohin nun mit Neffen Tobi?

    Nachdem Victor nach zehn Jahren Vagabundenleben nach Nürnberg zurückgekehrt ist und das Erbe seiner Eltern angetreten hat, arbeitet er nun im Bestattungsunternehmen seines Onkels mit. Nebenbei gerät Victor aber immer wieder mehr oder weniger ungewollt in einen Mordfall. Und dieses Mal wird es ganz schön kompliziert.

    Während Victor und Miriam mit tatkräftiger Unterstützung der ruppigen Kommissarin Karoline Schneid nach dem Blumenmädchen-Mörder suchen und hierbei den unterschiedlichsten Spuren nachgehen, wird Onkel Wolfgang erpresst. Ein ehemaliger Freund seiner Nichte Hannah scheint irgendetwas zu wissen, was für sein Bestattungsunternehmen den Ruin bedeuten würde. In dem ganzen Chaos fühlt sich Tante Hedwig hoffnungslos überlastet und fährt kurzerhand zur Kur. Nun obliegt die Verantwortung für Tobis Betreuung, der Autist ist, alleine bei Miriam und Victor. Aber da scheint es Hilfe zu geben. Und während Victor auf Mördersuche ist, gerät er auch noch unfreiwillig in das Visier der Ermittler.

    Tessa Korber präsentiert im Verlauf ihres spannenden, humorvollen, unterhaltsamen und warmherzig erzählten Bestatter-Krimis einige Verdächtige, die durchaus ein Motiv hätten und so ist Rätselraten von Anfang an gegeben, zumal sich die Geschichte recht vielfältig entwickelt. Die Story präsentiert sich nachvollziehbar und wird durchweg kurzweilig und fesselnd von der Autorin erzählt, wobei sich der Kriminalfall mit dem Privatleben der Protagonisten gut die Waage hält.

    Wie schon im ersten Band lebt der vorliegende Krimi definitiv von seinen authentisch agierenden und stellenweise recht eigenwilligen Charakteren. Dreh- und Angelpunkt des Krimis sind wieder Victor und seine Familie, deren Leben dieses Mal ziemlich turbulent verläuft. Aber auch über Karoline erfährt man einiges und die nach außen hin so kühle, disziplinierte Kommissarin hat mit Problemen zu kämpfen, welche ihr den Job kosten könnten.

    Fazit: Ein sehr unterhaltsamer Krimi voller Humor, bei dem dieses Mal auch die Spannung nicht zu kurz kommt und kurzweilig erzählt wird.
Imbsweiler, Marcus Dreamcity EUR 11,99
  • Bewertung vom 14.04.2014
  •  
    sehr gut
  • Heidelberg im Baufieber

    In Heidelberg entsteht ein neuer Stadtteil, der allenthalben nur noch Dreamcity genannt wird. Dem Privatdetektiv Max Koller werden von einem ehemaligen Mitarbeiter des Mäzens Lothar Driehm, welcher der Hauptinvestor von Dreamcity ist, Unterlagen zugespielt. Diese enthalten brisantes Material über die neu entstehende Bahnstadt, bei denen auch einige Dokumente auf mögliche illegale Machenschaften von Driehm hinweisen. Kaum hat Koller mit seinen Ermittlungen begonnen, wird sein Informant tot aufgefunden. Kommissar Fischer bearbeitet fortan den Mordfall, doch dann tritt Driehms Tochter Therese mit einem Auftrag an Koller heran und schon steckt der Privatschnüffler wieder metertief in dem Fall drin.

    Max Koller und ein Praktikant. Das kann eigentlich nicht gutgehen, doch wider Erwarten läuft dieses Gespann richtig gut. Aus einer Bierlaune heraus hatte Koller dem Schüler Leonard einen Praktikumsplatz angeboten. Dumm nur, dass der zurückhaltende, aber äußerst sture und clevere Leonard den Privatschnüffler beim Wort genommen hat. Nun muss sich Koller mit einem 16-jährigen Gymnasiasten herumschlagen, der ihm mehr als einmal den Schneid abkauft. Witzige Szenen und Dialoge sind somit Programm.

    Aber auch Kollers Ex-Frau Christine sorgt dafür, dass Koller sich nicht voll und ganz auf seinen neuen Fall konzentrieren kann, ganz zu schweigen davon, dass der „Englische Jäger“ schließen wird. Eine Katastrophe für Koller und seine Trinkkumpanen. Leicht angezählt versucht Max Koller dennoch alles, um Beweise für die illegalen Machenschaften des Unternehmers Driehm zu finden und dabei auch noch den merkwürdigen Auftrag der attraktiven Therese zu erledigen. Alles nicht so einfach, doch neben Journalist Cavet erhält Koller dieses Mal auch tatkräftige Unterstützung von Leonard.

    Gewohnt flapsig, locker – ganz auf seinen eigenwilligen Protagonisten zugeschnitten – erzählt Marcus Imbsweiler den neuesten Fall des Heidelberger Privatschnüfflers und taucht tief in Intrigen und Korruptionen rund um den Bau des neuen Stadtteils Dreamcity ein. Die Story entwickelt sich recht vielschichtig, undurchsichtig, sehr unterhaltsam und gelegentlich auch richtiggehend spannend. Viele Szenen strotzen wieder von witzigen Dialogen und Kollers Privatleben steht genauso im Fokus wie dessen Ermittlungen.

    Marcus Imbsweiler lässt seinen Privatermittler Max Koller bereits zum siebten Mal in Heidelberg ermitteln. Wieder in der Ich-Form geschrieben, überzeugt Max Koller mit seiner zynischen Art und geht gewohnt schnodderig, vorlaut und unkonventionell seinen Ermittlungen nach. Erfrischend und oft auch ganz schön schräg sind auch die weiteren Charaktere beschrieben und wirken absolut authentisch. Das ganze mixt der Autor wieder mit viel Lokalkolorit rund um Heidelberg.

    Fazit: Wer unterhaltsame, erfrischend frech geschriebene Krimis mag, bei dem die Ermittlungen wie auch das Privatleben des Protagonisten sich die Waage halten, wird mit "Dreamcity" prima unterhalten.
Streng, Wildis Fischerkönig EUR 11,99
  • Bewertung vom 11.04.2014
  •  
    sehr gut
  • Ein neuer Fall für Luft & Wüst

    Beim jährlichen Fischerfest soll der neue Fischerkönig gekrönt werden, doch dies fällt dieses Mal aus. Denn der alte Fischerkönig erscheint zwecks Übergabe der Königskette nicht im Vereinsheim am Asbacher Weiher und wird am selben Abend noch erdrosselt aufgefunden. Praktisch, dass die Kommissare Lisa Luft und Heiko Wüst sich gerade auf dem Fest befinden und so gleich ihre Kollegen verständigen können. Allerdings gestalten sich die Ermittlungen im Mordfall Walter Siegler mehr als schwierig, da der Versicherungsvertreter und Ortsvorsteher nicht gerade beliebt war im Dorf.

    Es ist ein wunderschöner, fröhlicher Sommerabend im August 2014, den Lisa und Heiko zusammen mit Heikos Eltern beim Sommerfest des Angelvereins verbringen. Doch die Idylle wird schnell gestört als ein völlig verstörtes Kind angerannt kommt und vom Fund einer Leiche berichtet. Sofort beginnt das hohenlohisch-westfälische Ermittlerteam mit Zeugenbefragungen und dabei stellen die Kommissare schnell fest, dass Walter Siegler einige Feinde hatte. Selbst seine Ehefrau Irina gerät unter Verdacht. Da der wohlhabende Siegler die bedeutend jüngere Russin über eine Agentur kennengelernt hat, kursiert im Dorf sofort das Gerücht, dass Irina einen russischen Auftragsmörder engagiert hätte. Somit verlaufen die Ermittlungen in die unterschiedlichsten Richtungen.

    Neben den Ermittlungen kommt auch das Privatleben des Paares nicht zu kurz wie auch die Informationen rund um das Hohenloher Land. Somit bietet der Krimi eine gute Mischung von beruflichen Ermittlungen und privaten Vergnügungen von Lisa und Heiko, gespickt mit einem ordentlichen Schuss Lokalkolorit und nicht wenigen Dialogen im besten Hohenloher Dialekt.

    Der Krimi wirkt gut durchdacht und wird von Wildis Streng recht komplex und jederzeit äußerst unterhaltsam erzählt. Durch die Fülle von Verdächtigen ist Rätselraten von Anfang an gegeben, zumal es die Autorin auch gut versteht, immer mal wieder falsche Spuren auszulegen, sodass man seinen Verdacht in Bezug auf Mörder und Motiv öfter einmal revidiert. Allerdings bleibt bei diesem kurzweiligen Lokalkrimi aus dem Hohenloher Land etwas die Spannung auf der Strecke, was jedoch bei der interessanten Geschichte kaum stört. Gewohnt detailreich sind auch wieder die Charaktere bis in die kleinste Nebenrolle beschrieben, dürfen Ecken und Kanten haben und kommen mit angenehm wenig Klischees aus.

    Fazit: Auch der 3. Band ist wieder mit viel Lokalkolorit und einer unterhaltsamen Story versehen, wobei die Spannung gern etwas mehr hätte sein dürfen
Brockmole, Jessica Eine Liebe über dem Meer EUR 19,99
  • Bewertung vom 09.04.2014
  •  
    ausgezeichnet
  • Eine Liebe über alle Grenzen hinweg“

    1912 auf der schottischen Insel Isle of Skye: Unerwartet erhält die Dichterin Elspeth einen Brief von einem Fan. Der Absender ist der amerikanische Student David. Dieser bewundert die Gedichte von Elspeth und drückt dies in seinem Brief entsprechend aus. Überrascht und geschmeichelt beantwortet Elspeth den Brief von David: Der Beginn einer langjährigen Brieffreundschaft und einer großen Liebe. Der 1. Weltkrieg führt die beiden Liebenden endlich zusammen, doch dieser wird sie auch wieder trennen. Rund 20 Jahre später entdeckt Elspeths Tochter Margaret die Briefe von David und kommt einer tragischen Liebe auf die Spur.

    Ein Roman, der eine Geschichte ausschließlich mithilfe von Briefen erzählt. Geht dies überhaupt? Ja, dies funktioniert, und zwar absolut hervorragend. Der Roman beginnt mit dem ersten Brief von David an Elspeth und sind die Briefe der Beiden anfangs noch ungezwungen und fröhlich, verraten Elspeth und David einander bald schon immer mehr Geheimnisse, die Briefe werden persönlicher, das Vertrauen zueinander wächst mit jedem Brief. Und noch bevor es Beiden bemerken, stellt der Leser schon fest, dass sich hier eine tiefe Liebe entwickelt, über den Ozean hinweg.

    Zwischendurch verfolgt man zudem den Briefwechsel von Elspeths Tochter Margaret und deren Freund Paul in den 1940er Jahren. Durch Zufall entdeckt Margaret die Briefe von David, wodurch Margaret die Chance sieht, endlich etwas mehr über ihre Familie zu erfahren. Ihre Mutter hatte ihr nie etwas über ihre Familie oder gar über ihren Vater erzählt. Kurzentschlossen reist Margaret von Edinburgh auf die Isle of Skye.

    Poetisch, voller Gefühl, lebendig und farbenprächtig erzählt Jessica Brockmann die Geschichte der selbstbewussten, gefühlvollen, eigenständigen Elspeth und dem frechen, schelmenhaften David, deren Liebe keine Grenzen kennt und bald schon überschattet wird von den Grauen des 1. Weltkriegs. Dabei gelingt es der Autorin hervorragend, die wilde Landschaft Schottlands und Elspeths einsames Leben in ihrem Cottage zu beschreiben wie auch das vorbestimmte Leben von David zu erzählen, dessen Eltern dem gehobenen amerikanischen Mittelstand angehören und dieser als folgsamer Sohn den Wünschen seines Vaters zu entsprechen hat.

    Mal ist die Stimmung des Buches nachdenklich, mal fröhlich, mal traurig, mal herrlich romantisch, ohne dabei auch nur ansatzweise kitschig zu werden und jederzeit sehr berührend und einnehmend. Der Autorin gelingt es perfekt die ungewöhnliche Liebe zwischen Elspeth und David äußerst kurzweilig mit detailreich gezeichneten Charakteren zu erzählen.

    Fazit: Ein Roman in Briefform – ein absolut gelungenes Debüt, welches gefühlvoll und kurzweilig erzählt wird.
  • Bewertung vom 02.04.2014
  •  
    ausgezeichnet
  • Das Mädchen mit den himmelblauen Augen

    Oberkommissar Frank Liebknecht hat sich von Darmstadt in die Provinz versetzen lassen. In dem beschaulichen Örtchen Vielbrunn im Odenwald tritt er die Nachfolge von Brunhilde Schreiner an. Allerdings ist es mit dem idyllischen Leben bald vorbei, als auf einem Feld die Leiche eines Bauern gefunden wird. Die herbeigerufenen Kollegen aus der Großstadt gehen von einem Unfall mit Todesfolge aus, doch Frank entdeckt einige Ungereimtheiten und fängt selbst an zu ermitteln. Dabei gerät er bald in einen Strudel von Gewalt, der sich kaum noch aufhalten lässt.

    Zwar lebt Frank schon einige Zeit in Vielbrunn, kommt auch mit seiner Chefin Bruni bestens aus, doch im Dorf ist der junge Polizist noch lange nicht anerkannt. Hieran stört sich der sympathische, starrköpfige und überaus neugierige Polizist jedoch wenig. Auch wenn er sich immer wieder verunsichern lässt und gerade bei seinen Kollegen aus der Großstadt als Weichei abgetan wird. Doch das Weichei besitzt einen Riecher für Kriminalfälle und sofort fallen ihm auf dem Hof des toten Bauern einige Ungereimtheiten auf, die jedoch seine Großstadtkollegen herzlich wenig interessieren. Fest davon überzeugt, dass Bauer Theodor Brettschneider sich die Stichverletzung nicht selbst zugezogen hat und letztendlich daran gestorben ist, beginnt er auf eigene Faust zu ermitteln. Tatkräftig unterstützt wird Frank von dem Künstler Karl und Rückendeckung erhält er von Bruni, auch wenn diese seine Aktivitäten nicht sonderlich begrüßt.

    Brigitte Pons beginnt ihren Provinzkrimi mit einem rätselhaften Prolog, welcher jedoch bald verständlich wird und steigt dann recht zügig mit dem Tod von Theodor in den eigentlichen Kriminalfall ein. Den Haupthandlungsstrang nehmen die eigenmächtigen Ermittlungen von Frank ein, doch immer wieder wechselt die Autorin auch die Perspektiven und man lernt einen Rettungssanitäter kennen, dem auf der Frankfurter Fanmeile eine junge Frau auffällt. Und schnell ist klar, diese junge Frau ist die Schlüsselfigur des Krimis. Inwieweit sie aber mit dem Tod von Theodor in Verbindung steht, dies offenbart die Autorin ihren Lesern erst fast zum Schluss.

    Bis dahin erzählt die Autorin die hartnäckigen Versuche von Frank, hinter das Geheimnis des düsteren Hofes von Bauer Theodor zu kommen, fesselnd, unterhaltsam und temporeich. Durchsetzt ist das Ganze mit einem guten Schuss Lokalkolorit und auch mit einigen humoristischen Szenen. Lange Zeit ist nicht abzusehen, in welche Richtung sich der Krimi entwickeln wird und als Brigitte Pons dies wirklich erst auf den letzten Seiten preisgibt, ist man über diese absolut nicht vorhersehbare Wendung mehr als überrascht.

    Anfangs kam mir diese Wendung etwas zu drastisch vor, die Informationen waren irgendwie auf einmal zu viel des Guten und wirkten überzogen. Doch die Autorin greift hier ein Thema auf, dass zwar in der Vergangenheit begründet liegt und mit internationalen Verwicklungen in Verbindung steht, aber immer noch absolut aktuell und zeitgemäß ist. Und irgendwie hatte man zum Schluss dieses hochspannenden Krimis das Gefühl, dass diese wohldurchdachte Geschichte nur so hatte enden können.

    Fazit: Ein packend erzählter Provinzkrimi, der sich zum Ende hin zu einem hochspannenden, äußerst fesselnden Thriller entwickelt.
Rossbacher, Claudia Steirerkreuz EUR 9,99
  • Bewertung vom 02.04.2014
  •  
    ausgezeichnet
  • Hexen & Wölfe

    Im Mürzer Oberland machen Wanderer am Rande des Pilgerwegs nach Mariazell eine grausige Entdeckung. An einem Baum sind ein Mann und sein Hund kopfüber aufgehängt worden. Abteilungsinspektorin Sandra Mohr und ihr Chef Sascha Bergmann werden mit dem Fall betraut. Im nahegelegenen Dorf Ainberg waren weder der Waldmensch noch sein Wolfshund Sancho gerngesehenen Besucher gewesen und somit hält sich die Betroffenheit der Einwohner über den Tod von Peter Schindlecker in Grenzen. Sandra und Sascha ermitteln in alle Richtungen, auch ein religiös motivierter Ritualmord wird aufgrund der Tötungsart nicht ausgeschlossen. Und je länger die LKA-Ermittler nach einem Motiv und einem Mörder suchen, umso tiefer tauchen sie in die Vergangenheit des Dorfes ein.

    Mitten beim Joggen erhält Sandra den Anruf ihres Chefs, dass es im Mürzer Oberland einen Leichenfund gibt. Zusammen mit Sascha macht sich die Inspektorin nach Ainberg zu dem grausigen Tatort. Ein Selbstmord kann schnell ausgeschlossen werden, doch wer hätte ein Motiv für den Mord? Schnell ist den Ermittlern klar, dass Peter Schindlecker, von allem im Dorf nur der Waldmensch genannt, nicht sonderlich beliebt war. Bis auf die junge, blinde Magdalena wollte sich niemand mit dem kauzigen, wortkargen Mann abgeben, was auf eine Tat in dessen Vergangenheit begründet ist. Doch auch Magdalena ist im Dorf nach ihrem Umzug zu Peter in dessen Waldhütte nicht mehr gern gesehen, wird von vielen als Hexe bezeichnet, doch daran scheint sich die willensstarke und gläubige junge Frau nicht zu stören. Einzige Unterstützung erhält sie noch von Pater Vinzenz.

    Claudia Rossbacher hält sich auch in ihrem vierten Fall um ihr Ermittlerduo Mohr / Bergmann nicht lange mit einer Vorgeschichte auf und steigt sofort mit dem Mord in ihren hochspannenden Alpenkrimi ein. Temporeich, packend und äußerst fesselnd erzählt die Autorin die Story, die immer wieder gespickt ist mit interessantem und unterhaltsamem Lokalkolorit rund um das Mürzer Oberland und dessen Bewohner.

    Der Fall entwickelt sich äußerst mysteriös, die Grundstimmung des Krimis ist durchweg ziemlich düster und beklemmend. Einzig die fortwährenden Kabbeleien zwischen Sandra und Sascha sorgen für etwas Heiterkeit in dem Krimi und sind gewohnt erfrischend und amüsant von Claudia Rossbacher wiedergegeben.

    Durch die Unbeliebtheit und der Vergangenheit des Opfers gibt es eine Fülle von Verdächtigen und lange Zeit lässt sich auch keine eindeutig heiße Spur erkennen. Doch mit ihren beharrlichen Ermittlungen kommen Sascha und Sandra mit der Zeit hinter immer mehr Geheimnisse des Dorfes und somit auch einem Motiv immer näher. Die Auflösung ist dann dennoch ziemlich überraschend und unvorhersehbar, jedoch absolut schlüssig umgesetzt.

    Fazit: Ein hochspannender und zudem sehr unterhaltsamer Alpenkrimi, mit einer fesselnden, vielschichtigen Story und Protagonisten, die einem sofort sympathisch sind.
Holbe, Daniel Giftspur / Sabine Kaufmann Bd.1 EUR 9,99
  • 1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
  • Bewertung vom 01.04.2014
  •  
    gut
  • Der BioGut Supergau?

    Beim morgendlichen Joggen bricht Ulf Reitmeyer, Besitzer eines großen Biobetriebs bei Bad Vilbel, tot zusammen. Zwar wird anfangs Herzstillstand diagnostiziert, dennoch beginnt Kommissarin Sabine Kaufmann zusammen mit ihrem Kollegen Ralph Angersbach im Umkreis des Toten zu ermitteln. Rätselhaft wird der Fall, als ein Mitarbeiter von Reitmeyer ebenfalls an einem Herzanfall stirbt. Zwar deutet bei der Obduktion von Reitmeyer wie auch von Kötting alles auf eine natürliche Todesursache hin, doch der Rechtsmediziner kann auch Fremdverschulden durch Gift nicht in Gänze ausschließen. Und gerade bei dem Biobauer Reitmeyer gibt es einige Personen, die durchaus ein Motiv für einen Mord hätten.

    Es ist Sabine Kaufmanns erster Fall im neu gegründeten Morddezernat in der Wetterau. Ein wenig Zeit zum Eingewöhnen hatte sie bereits, doch als nach einigen Wochen ihr neuer Kollege Angersbach zum Team stößt, entwickelt sich die Zusammenarbeit schwierig. Für die Kommissarin agiert der Ermittler zu ungehobelt und Sensibilität scheint er bei Zeugenbefragungen auch nicht zu kennen. Sehr zum Ärgernis von Sabine, die immer wieder die Wogen glätten muss, um mutmaßliche Zeugen nicht restlos zu verprellen. Aber nicht nur die Zusammenarbeit mit dem schnörkellosen Angersbach gestaltet sich kompliziert, auch die beiden Todesfälle geben den Kommissaren viele Rätsel auf. Ulf Reitmeyer scheint ein ziemlich skrupelloser Geschäftsmann gewesen zu sein, der gnadenlos andere Bauernhöfe über Jahre hinweg aufkaufte und dadurch seinen Ökobetrieb kontinuierlich vergrößerte. Dies brachte ihm auf Dauer nicht nur Freunde ein. Ziemlich unkooperativ zeigt sich zudem dessen Tochter Claudia, die den Biohof zusammen mit ihrem Vater betrieben hat.

    Daniel Holbe schickt einige Verdächtige ins Rennen, die allesamt ein Motiv und durchaus auch die Gelegenheit gehabt hätten, Ulf Reitmeyer zu töten. Doch anfangs ist noch gar nicht klar, ob hier ein seltenes Gift zum Einsatz kam oder ob der Biobauer tatsächlich eines natürlichen Todes gestorben ist. Dagegen spricht allerdings seine hervorragende Gesundheit und auch, dass zur gleichen Zeit einer seiner Mitarbeiter an derselben Todesursache gestorben ist.

    Die Story entwickelt sich durchaus komplex, durch die vielen Verdächtigen ist Rätselraten bis zum Schluss angesagt, doch die Spannung bleibt bei dem Krimi oft auf der Strecke. Zum Großteil verfolgt man die Ermittlungsarbeiten der beiden Ermittler, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Doch man merkt bald, dass Sabine und Ralph sich gut ergänzen und Potential für weitere Krimis bieten. Da die Ermittlungen in viele Richtungen gehen, nimmt die Geschichte auch immer wieder eine neue Wendung an, die so nicht unbedingt vorhersehbar ist. Und auch wenn der Unterhaltungswert recht hoch ist, man auch einiges über das Privatleben der beiden Protagonisten erfährt und Daniel Holbe Wert auf Charaktere mit Ecken und Kanten legt, fehlt es dem Krimi an fesselnden Szenen.

    Anfangs wirken die Charaktere noch ein wenig hölzern, doch der Eindruck lässt schnell nach und gerade Sabine und Ralph wie auch ihr Kollege Weitzel agieren bald schon authentisch und wirken lebendig. Zudem spickt Daniel Holbe seinen Krimi mit einigen Informationen rund um Bad Vilbel und der Wetterau, sodass das Lokalkolorit auch nicht zu kurz kommt.

    Fazit: Der erste Fall für Sabine Kaufmann und Ralph Angersbach – Interessante Story, die zwar unterhaltsam, aber etwas spannungsarm erzählt wird.
Martin, Rebecca Der entschwundene Sommer EUR 9,99
  • Bewertung vom 27.03.2014
  •  
    sehr gut
  • Frankfurt 1992: Völlig überraschend erbt Mia von ihrer Großmutter ein Hotel, welches idyllisch an einem See im Taunus liegt. Da Mia als Kind adoptiert wurde, sieht sie in dem Erbe die Chance, mehr über ihre eigene Vergangenheit zu erfahren. Spontan entschließt sich Mia deshalb, das halb verfallene Hotel „Zum goldenen Schwan“ zu renovieren und bei ihrer Suche nach Antworten erhält die junge Frau bald schon unerwartete Hilfe von dem Iren Séan. Im Jahr 1912 verbringen die Brüder Johannes und Ludwig von Thalheim mit ihren Eltern wie jedes Jahr die Sommerferien im Hotel „Zum goldenen Schwan“. Zusammen mit der Hotelierstochter Beatrice und deren besten Freundin Corinna verbringen die Brüder unvergessliche Sommer. Doch der 1. Weltkrieg wirft schon seine Schatten voraus und wird das Schicksal der Vier auf gravierende Weise verändern.

    Eigentlich will die 30-jährige Mia ihr Erbe sofort ausschlagen, aber dann fährt sie doch in den Taunus und verliebt sich sofort in das verwunschene Anwesen. Sehr zum Leidwesen ihres Mannes Florian, der durch einen Verkauf eine neue Geldquelle sieht. Doch Mia lässt sich nicht beirren und beginnt mit der Sanierung, dabei erfährt sie auch immer mehr über ihre Vergangenheit. Währenddessen reist der angehende Historiker Séan von Dublin in seinen Heimatort, um seinen Großvater ein wenig zu unterstützen. Beim Aufräumen auf dem Dachboden findet Séan etwas seltsames, was ihn veranlasst, nach Deutschland zu reisen.

    Doch beginnen lässt Rebecca Martin ihren Familienroman im Jahre 1912. Corinna, Beatrice, Johannes und Ludwig verleben den letzten gemeinsamen Sommer miteinander, genießen ihre Freiheit und verbringen viel Zeit am See. Nach diesem Sommer muss Corinna in der Hotelküche mit ihrer Arbeit beginnen und auch für die anderen drei Jugendlichen verändert sich im Verlauf des nächsten Jahres einiges. Mit dem Beginn des 1. Weltkrieges gehört für die vier Heranwachsenden ihre bisher recht sorglose Zeit dann endgültig der Vergangenheit an. Ludwig und Johannes ziehen in den Krieg und Corinna und Beatrice verschlägt es nach Frankfurt.

    Den Hauptteil des Romans nimmt der Handlungsstrang der Vergangenheit ein. Warmherzig und lebendig erzählt Rebecca Martin die unbeschwerte Zeit der Vier, wobei aber auch nicht alles so harmonisch verläuft, wie es den Anschein hat. Beatrice wie Corinna sind in Johannes verliebt, an Ludwig dagegen nagt die Eifersucht auf seinen älteren Bruder und er leidet unter der Missachtung seiner Mutter. Johannes dagegen ist mehr der sensible, nachdenkliche Mensch, die Vorstellung, in absehbarer Zeit seinen Militärdienst beginnen zu müssen, ist ihm zuwider. Ganz im Gegensatz zu Ludwig, der diesem entgegenfiebert und entsprechend euphorisch auch später in den Krieg zieht. Und auch die Freundschaft zwischen Beatrice und Corinna ist nicht frei von Konflikten. Nicht nur das Verhältnis der vier Heranwachsenden zueinander schildert Rebecca Martin nachvollziehbar, auch die Kriegsjahre gibt die Autorin sehr eindringlich und beklemmend wieder, besonders das Grauen, welches Johannes in der Schlacht um Verdun erleben muss.

    Aber auch die beiden anderen Handlungsstränge sind bildhaft und unterhaltsam wiedergegeben, wobei Rebecca Martin auch viel Wert auf detailreich gezeichnete Charaktere legt, die sich im Verlauf der Geschichte glaubhaft weiterentwickeln. Und so nach und nach erhält man eine Ahnung darüber, wie die unterschiedlichen Geschichten in Zusammenhang stehen, wobei es Rebecca Martin aber gut versteht, das Geheimnis um Mias Familie nur peu á peu zu verraten.

    Fazit: Eine eindringliche wie fesselnd erzählte Familiensaga um das Geheimnis eines verwunschenen Hotels
Fielding, Helen Bridget Jones - Verrückt nach ihm EUR 14,99
  • 1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
  • Bewertung vom 23.03.2014
  •  
    weniger gut
  • Das Chaos in Perfektion

    Mittlerweile ist Bridget 51 Jahre alt und Mutter zweier kleiner Kinder, die ihre volle Aufmerksamkeit einfordern. Als Alleinerziehende gestaltet sich das selten einfach, allein schon die Kinder morgens pünktlich zur Schule zu bringen, scheint eine unlösbare Aufgabe für die Chaos-Queen. Aber natürlich ist das nicht das einzige Problem, welches Bridget hat, ganz zu schweigen von ihrem Gewicht, welches gewohnt Berg- und Talbahn fährt. Viel schlimmer ist – zumindest aus Sicht ihrer Freunde – dass Bridget nun schon seit 4 Jahre Single ist. Das geht ja mal gar nicht. Also erhält Bridget Nachhilfe in Sachen Flirten, was natürlich auch erst einmal in einem Desaster endet. Aber Twitter sei Dank lernt Bridget ihren Toyboy Roxster kennen – 20 Jahre jünger als sie und überaus knackig.

    Auch der dritte Band ist in Tagebuchform geschrieben und man fühlt sich erst einmal wieder wie zu Hause bei Bridget und ihren Problemen. Doch irgendwann fragt man sich ernsthaft, habe ich es hier wirklich mit einer 51-jährigen Frau zu tun? Ok, dass Bridget hoffnungslos überdreht und unorganisiert ist erwartet man ja schon, aber eigentlich hatte ich auch erwartet, dass sich die Figur der Bridget im Verlauf der Jahre ein wenig weiterentwickelt hätte.

    Lange Phasen des Buches hatte ich jedoch das Gefühl, es mit einem durchgeknallten Teenager zu tun zu haben. Wenn Helen Fielding ihre Geschichte rund 10 – 12 Jahre in die Zukunft verlegt hätte und anstelle Bridget deren Tochter Mabel als Protagonistin genommen hätte, dann wäre die Geschichte überzeugend gewesen. Aber so?! Bridget kontrolliert ihre Twitter-Followers gefühlte 1.000 Mal am Tag. Anfangs lassen die Follower auf sich warten und gleich fühlt sie sich unpopulär und nimmt an, dass die gesamte Twitter-Welt über sie herzieht. Hat sie dann endlich Follower und hinterlässt einen Tweet, woraufhin einige wieder abspringen, ist sie totunglücklich, zerfließt vor Selbstzweifel und stopft infolgedessen haufenweise Reibekäse in sich hinein. Natürlich muss dies auch sofort ihren Freunden gesimst werden, wobei man sich noch das ein oder andere Gläschen Wein als Tröster gönnen kann. Ohne Handy kann sie sowieso nicht leben, selbst bei wichtigen Konferenzen, muss sie sekündlich auf ihr Handy schauen und die unwichtigsten Dinge simsen. Was bei der Bridget der ersten beiden Bände noch charmant und liebenswert war, wirkt jetzt einfach nur unreif und überzogen.

    Beim ersten und zweiten Band habe ich mit Bridget mitgelitten und mich mit ihr gefreut, dieses „Eintauchen“ in eine Figur entfiel dieses Mal fast völlig. Einfach und allein aus dem Grund, weil das Verhalten von Bridget die meiste Zeit absolut nicht mit dem einer 51-jährigen Frau zusammenpasst. Soll nicht heißen, dass Bridget jetzt wegen ihres reiferen Alters plötzlich ernsthaft, vernünftig oder gewissenhaft sein müsste, weniger chaotisch und nicht mehr fünfmal am Tag meterdick in ein Fettnäpfchen stapfen darf. Nein, natürlich nicht, dass wäre nicht Bridget, aber dieses überkandidelte, überdrehte, teeniehafte Verhalten passt halt einfach nicht und wirkt in keiner Weise überzeugend.

    Es gibt dennoch einige witzige Szenen, bei dem der Charme der beiden Vorgänger durchblitzt, doch lange Zeit bleibt der Unterhaltungswert seitenweise auf der Strecke. Allerdings wird Bridget auf den letzten 100 Seiten dann doch immer präsenter, ihr Verhalten wirkt glaubwürdig und bedeutend reifer. Und auch, wenn der Schluss schon lange vorhersehbar ist, hat mich dieser Entwicklungsprozess dann doch wieder mit Bridget versöhnt.

    Fazit: Über lange Phasen agiert Bridget wie ein durchgeknallter Teenager, was oft nervig ist, am Ende entdeckt man dann aber doch noch eine gereifte Chaos-Queen.
Holt, Jonathan Marter EUR 9,99
  • Bewertung vom 20.03.2014
  •  
    ausgezeichnet
  • Acqua alta

    Auf dem Platz vor der Santa Maria della Salute in Venedig wird eine Leiche angespült. In einem Priestergewand gekleidet, liegt die Tote vor den Stufen der Kirche. Zusammen mit ihrem Vorgesetzten Colonnello Aldo Piola ermittelt die junge Capitano Katerina Tapo in dem Fall, der sich im Verlauf immer rätselhafter gestaltet. Zur gleichen Zeit wird die junge US-Soldatin Holly Boland nach Camp Ederle versetzt, um dort die Vermittlerrolle zwischen Amerikanern und Italienern zu übernehmen. Währenddessen wartet Daniele Barbo auf das Urteil in seinem Prozess. Der Hacker und IT-Spezialist weigert sich hartnäckig, den Behörden Zugang zu den Servern seiner Website „Carnivia“ zu gewähren.

    Drei unterschiedliche Geschichten, die anfangs nur eines gemeinsam haben: Sie spielen alle in Venedig. Die Ermittlungen in dem Mordfall gestalten sich äußerst schwierig, zumal die tote Frau in einem Priestergewand aufgefunden wurde, was einem Sakrileg gleichkommt. Somit konzentrieren sich die Ermittlungen erst einmal in Richtung Kirche, doch schon bald führen die Spuren Kat und Aldo auch zum amerikanischen Stützpunkt Camp Ederle. Doch welches Motiv sich wirklich hinter dem Mord an der jungen Frau verbirgt, wobei es auch nicht bei diesem einem Mord bleiben soll, ahnen die Ermittler nicht.

    Nach und nach verbinden sich die drei so unterschiedlichen Handlungsstränge zu einem hochspannenden und äußerst komplex gestalteten Erzählstrang. Jonathan Holt behandelt in seinem packenden wie intelligent angelegten Thriller mehrere Themen, die allerdings alle auf ganz bestimmte Geschehnisse aus der jüngeren europäischen Vergangenheit zurückzuführen sind. Dies umfasst unter anderem Menschenhandel und Prostitution wie auch Verschwörungen beim US-Militär und der CIA, aber auch Bestechungen und Intrigen innerhalb des venezianischen Polizeiapparats spielen eine nicht unwesentliche Rolle in dem Thriller.

    Dachte man somit anfangs noch, man hält hier einen Kirchenverschwörungsthriller in Händen, den belehrt Jonathan Holt schnell eines Besseren. Wobei es dem Autor dennoch sehr gut gelingt, den wahren Hintergrund der Morde erst nach und nach preiszugeben und dabei im Verlauf des Thrillers auch von Gräueltaten berichtet, die an Unmenschlichkeit kaum zu überbieten sind. Der vielschichtig angelegte Thriller wird von Jonathan Holt exzellent recherchiert erzählt und der Autor vermittelt sein Wissen über die Katholische Kirche, den kriminellen Machenschaften in Venedig, die Arbeit des US-Stützpunktes wie auch über die IT-Branche interessant und verständlich. Dabei verknüpft der Autor im ersten Band seiner Trilogie glaubwürdig seine fiktive Geschichte mit realen Geschehnissen. Obwohl es sich hierbei um den Auftakt einer Trilogie handelt, ist der Thriller in sich abgeschlossen und kann somit auch als Einzelroman gelesen werden.

    Neben der mitreißenden Story überzeugen jedoch auch seine Protagonisten auf ganzer Linie. Neben der Venezianerin Kat, die es gut versteht, sich in der Männerwelt der Carabinieri zu behaupten, rückt bald die zwar etwas unscheinbare, aber sehr energische Holly in den Focus der Geschehnisse. Und auch der menschenscheue wie geniale Daniele spielt eine entscheidende Rolle in der atemberaubenden Story. Allerdings bleiben einige Mitwirkende schwer einschätzbar, wobei die Protagonisten hierbei nicht ausgenommen sind, sodass deren wahren Beweggründe lange nicht ersichtlich sind.

    Fazit: Venedig sehen und sterben - ein atemberaubender, komplexer Thriller, der von der ersten Seite an absolut überzeugt.
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