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Isabel von Belles Leseinsel
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Mainz
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Mehr Rezensionen von mir gibt es unter: http://bellexrsleseinsel.blogspot.com/
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18 

Bewertungen


Insgesamt 449 Bewertungen
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Casey, Jane Die Blender EUR 9,99
  • Bewertung vom 28.07.2014
  •  
    sehr gut
  • Hinter der schillernden Fassade

    DS Maeve Kerrigan und ihr Partner DI Josh Derwent werden zu einem Tatort in Wimbledon gerufen. In der Villa des Kronanwalts Philip Kennford angekommen, bietet sich ihnen ein grausames Bild: Kennfords Frau Vita wie auch eines seiner Töchter, die 15-jährige Laura, wurden brutal ermordet, Kennford selbst wurde von dem Täter niedergeschlagen. Nur Lydia, die Zwillingsschwester von Laura ist körperlich unversehrt. Kerrigan und Derwent leiten erste Ermittlungen ein, doch die Zusammenarbeit mit Kennford und auch mit seiner stark traumatisierten Tochter gestaltet sich äußerst schwierig und die beiden Detectives werden das Gefühl nicht los, dass der Kronanwalt ihnen einiges verschweigt.

    Jane Casey steigt mit dem Doppelmord in Wimbledon in den dritten Band um ihre Protagonistin Maeve Kerrigan in die Geschichte ein. Und obwohl die Autorin gleich mit den Morden beginnt, lässt sie es in der vorliegenden Story recht ruhig angehen. Akribisch verfolgen Maeve und Derwent die noch so kleinste Spur. Erschwerend kommt für Maeve noch hinzu, dass sie Zweifel an ihrer Beziehung zu Lebensgefährten Rob hegt und auch der Bandenkrieg in London, der mehrere Tote fordert, lässt sie nicht los. Da sind interne Reibereien mit einem Kollegen für sie eher schon Nebensächlichkeiten.

    Obwohl Jane Casey bei ihrem neuesten Thriller, den ich als soliden englischen Krimi bezeichnen würde, wieder eine sehr ruhige Gangart bevorzugt und auch dem Privatleben von Maeve viel Platz einräumt, kommt während der rund 600 Seiten nicht einmal Langeweile auf. Geschickt verpasst Jane Casey dem Kennford-Fall immer wieder neue unvorhersehbare Wendungen und gibt nur bruchstückhaft etwas über die Anwaltsfamilie preis, wobei man hier schnell merkt, dass es hinter dieser schillernden Fassade mehr als bröckelt. Und neben den sehr facettenreich, lebendig beschriebenen Charakteren überzeugt auch wieder der einnehmende, mitreißende Schreibstil der Autorin. Da sieht man gerne darüber hinweg, dass von fesselnder Spannung kaum die Rede sein kann.

    Die Zusammenarbeit mit ihrem Vorgesetzten Josh Derwent gestaltet sich für Maeve nach wie vor schwierig. Der zynische wie sympathische Rüpel geht keinem Fettnäpfchen aus dem Weg und kann sich gegenüber Maeve den einen oder anderen unflätigen Spruch selten verkneifen. Da Jane Casey ihrem Roman aus der Perspektive der sympathischen, sturen, spitzfindigen Maeve erzählt, kennt man ihre Gedanken jederzeit und bewundert stellenweise wirklich ihre stoische Ruhe, mit der sie Derwent gegenübertritt. Diese ständigen Geplänkel zwischen den beiden Ermittlern laden immer wieder zum Schmunzeln ein und heitern die ansonsten doch recht frustrierende Stimmung des Thrillers oft genug auf.

    Aber nicht wegen des Thrillers an sich ist die Stimmung frustrierend, sondern einfach deswegen, weil sich kein Verdächtiger, geschweige denn ein Motiv finden lässt. Und von den Beteiligten, in dem Fall Lydia und Philip Kennford, absolut keine brauchbaren Informationen zu bekommen sind. Bis zum Schluss ist man als Leser genauso ratlos darüber, wer Vita und Laura ermordet hat wie Maeve und Derwent. Und von einem möglichen Motiv kann hier auch lange Zeit keine Rede sein. Zwar gibt es schon den einen oder anderen Verdächtigen, selbst Kennford gerät kurzweilig unter Verdacht, aber eine heiße Spur ergibt sich absolut keine.

    Fazit: Ein Thriller ist etwas anderes. Aber wer solide englische Krimis mit einer gut durchdachten Story und ausgereiften Charakteren bevorzugt, wird von „Die Blender“ nicht enttäuscht sein.
Köstering, Bernd Falkensturz EUR 9,99
  • Bewertung vom 23.07.2014
  •  
    sehr gut
  • Der Richter und sein Henker

    Gerade eben noch mit dem Fall eines Handtaschenraubes befasst, den der pensionierte Journalist Herbert Falke zusammen mit seiner 17-jährigen Enkelin Franziska erfolgreich zum Abschluss gebracht hat, steht schon wieder der nächste Fall ins Haus. Die eine oder andere Information oder einen Auftrag erhält Falke regelmäßig von seinem besten Freund Gianni Mussner. Und auch dieses Mal hat Gianni einen brisanten Fall für Falke: Ein Pensionär erhält immer wieder Todesanzeigen mit seinem Namen. Da Alfred Sival ein recht zwiespältiges Verhältnis zur Polizei hat, betraut er Herbert Falke mit den Ermittlungen und Falke ahnt nicht, dass der Auftrag weit größere Ausmaße hat, als anfangs angenommen. Und dann wird auch noch ein Trinkhallenbesitzer ermordet und Franziskas Klassenkamerad gerät unter Mordverdacht.

    Franzi kann es nicht glauben, ihr Schulkamerad Alex soll tatsächlich den Trinkhallenbesitzer ermordet haben, jedenfalls behauptet dies ein anonymer Anrufer und die Beweise, die er liefert, scheinen die Kommissare Nina Heckmanns und Matthias Bennert zu überzeugen. Nicht so jedoch Franzi und so bittet sie Opa Herbert, ihrem Freund zu helfen. Allerdings geht Franzi auch davon aus, dass sie Falke bei dem Mordfall unterstützen kann. Doch Opa Herbert hält hiervon gar nichts und außerdem ist er ja mit dem Fall um die rätselhaften Todesanzeigen beschäftigt.

    Inwieweit die beiden Fälle zusammenpassen, erfährt man im Verlauf des Literaturkrimis und Bernd Köstering verrät seinen Lesern bereits recht früh, wer der Täter ist und welches Motiv hinter seinen Taten steht. Allerdings gelingt es dem Autor wirklich sehr gut, noch genug Fragen offen zu lassen und der Geschichte immer wieder interessante Wendungen zu geben, sodass dieses Wissen nicht störend ist.

    Unterhaltsam, packend und mit viel Lokalkolorit rund um Offenbach versehen, erzählt Bernd Köstering den ersten Fall von Herbert Falke und seiner starrköpfigen Enkeltochter Franzi. Die 17-jährige steckt mitten in den Abiturvorbereitungen, ist ein großer Fan der Offenbacher Kickers, deren Spiele sie regelmäßig mit Opa Herbert besucht und lebt bei ihrem Vater. Ihre Mutter Karin hat vor Jahren die Familie verlassen, worüber ihr Vater Andreas bis heute nicht hinweg ist. Opa Herbert dagegen langweilt sein Rentnerdasein und ist deswegen immer wieder auf der Suche nach Kleinkriminellen und Fahrraddieben, tatkräftig unterstützt dabei von Franzi. Diese privaten Ermittlungen haben dem rüstigen Pensionär bei der Offenbacher Polizei mittlerweile auch einen gewissen Ruf eingebracht.

    Fazit: Ein Offenbachkrimi, der zwar den Täter schnell preisgibt, durch interessante und unvorhersehbare Wendungen dennoch durchgehend spannend und unterhaltsam bleibt.
Sund, Erik A. Krähenmädchen / Victoria Bergman Bd.1 EUR 12,99
  • Bewertung vom 21.07.2014
  •  
    sehr gut
  • Man erntet, was man sät

    In einem Stockholmer Park wird ein kleiner Junge tot aufgefunden. Seine Leiche weist Spuren schwerster Misshandlungen auf. Kommissarin Jeanette Kihlberg wird mit dem Fall betraut, allerdings verlaufen ihre Ermittlungen immer wieder ins Leere. Als ein weiteres Mordopfer gefunden wird, setzt sich Jeanette mit der Psychologin Sofia Zetterlund in Verbindung, da eines der Opfer bei ihr in Therapie war. Sofias Spezialgebiet sind Menschen mit Persönlichkeitsstörungen, unter einer multiplen Persönlichkeitsstörung leidet auch deren Patientin Victoria Berglund. Victorias Schicksal lässt Sofia nicht los, immer intensiver beschäftigt sie sich mit dem Trauma ihrer Patientin, währenddessen lässt Jeanette nichts unversucht, um den Mörder der Kinder zu finden.

    Das Autorenduo Erik Axl Sund macht es seinen Lesern mit dem Einstieg in den ersten Band ihrer Victoria-Bergmann-Trilogie nicht gerade leicht. Fast schon distanziert wirkt anfangs der Schreibstil, die Geschichte nimmt kaum Fahrt auf und an den Ermittlungen ist man fast gar nicht beteiligt.

    Allerdings ist es gerade der präzise, nüchterne Erzählstil, der einen schleichend in seinen Bann zieht. Nach und nach lernt man die Protagonisten der Trilogie kennen, die wahrlich keine einfachen Charaktere sind. Jeanette hat nicht nur privat so einige Probleme, auch beruflich erhält die engagierte Kommissarin kaum Unterstützung von ihren Vorgesetzten. Ganz im Gegenteil, wiegelt der Staatsanwalt doch jedes Mal ab, wenn Jeanette ihm einen Verdächtigen präsentiert und diese sind in dem Fall äußerst rar gesät. Und auch Sofia führt nur nach außen hin eine glückliche Beziehung, selbstsüchtig wie ihr Freund ist, geht er kaum auf ihre Gefühle und Probleme ein. So lebt Sofia eigentlich nur für ihre Arbeit und investiert sehr viel Zeit in die Therapien ihrer Patienten.

    Auch die Spannung des Psychothrillers kommt eher durch die Hintertür. Fragt man sich anfangs noch, in welche Richtung sich der Thriller entwickeln wird, findet man sich bald schon unversehens in einer äußerst komplexen wie hervorragend durchdachten Story wieder, die einem mit jeder Seite mehr in seinen Bann zieht. Die Geschichte entwickelt sich vollkommen anders als anfangs gedacht und lässt seine Leser mit einem Cliffhanger am Ende zurück, der das Warten auf Band 2 im September 2014 ziemlich lang werden lässt.

    Das große Plus des Psychothrillers ist nicht nur die ausgefeilte, wendungsreiche Story, sondern vor allem die überzeugend und authentisch agierenden Charaktere. Man ist nicht nur bei den Ermittlungen und dem Privatleben von Jeanette dabei oder verfolgt Therapiesitzungen von Sofia, sondern erfährt auch ein wenig über das Leben von Victoria Bergmann wie auch über die Opfer und der Täter selbst kommt nicht zu kurz. Und gerade Victoria bleibt dem Leser lange Zeit ein absolutes Rätsel. Ist doch die Trilogie nach ihr benannt, doch tritt sie im vorliegenden Band kaum in Erscheinung und lange Zeit ist absolut unklar, welche Rolle Victoria überhaupt in diesem verzwickten Roman spielt.

    Fragen über Fragen, die den Leser die ganze Zeit beschäftigen, aber nicht nur das. Die Themen, welche Erik Axl Sund in ihrem Psychothriller behandeln, sind - gelinde gesagt - sehr heftig und schwer zu verarbeiten. Und gerade durch die schnörkellosen Schilderungen der Geschehnisse geht einem die Geschichte bald richtiggehend unter die Haut. Die Stimmung des Thrillers ist durchweg sehr beklemmend und oftmals bleibt einem gar nichts anderes übrig, als das Buch zu Seite zu legen, um die Geschehnisse erst einmal zu verdauen. Und irgendwann fragt man sich selbst, wieviel ein Mensch wirklich ertragen kann, bevor er zum Monster wird.

    Fazit: Ein mehr als gelungener Auftakt einer ungewöhnlichen Trilogie.
Weichmann, Helge Schandgold EUR 11,99
  • Bewertung vom 18.07.2014
  •  
    sehr gut
  • Die Oppenheimer Rose

    Wie schon bei seinem Debüt-Krimi „Schandgrab“ steigt Helge Weichmann nicht gleich mit der eigentlichen Geschichte in seinen neuesten Krimi ein, sondern entführt seine Leser erst einmal ins Jahr 1631 als die Oppenheimer Bürger durch marodierende schwedische Truppen um ihr Leben fürchteten. Danach findet man sich im Jahr 1939 wieder und erlebt, wie der Schwimmbagger „Rheingold“ in Betrieb genommen wurde.

    Diese historischen Geschehnisse sind jedoch recht kurz gehalten und man findet sich zügig in der eigentlichen Geschichte wieder und trifft auf eine ziemlich frustrierte Tinne, die vom ZDF als Beraterin engagiert wurde, aber eigentlich nur als Kabelträgerin fungiert. Elvis kämpft sich derweil in der Sommerhitze zur Burgruine Landskron hinauf, um dort ein Interview zu führen. Die braune Gesinnung der dort Anwesenden ist mehr als offensichtlich und die Oppenheimer Bürger laufen bereits Sturm gegen das Foto-Team. Ganz in der Nähe bearbeiten zudem eine Gruppe Jugendlicher vom Oppenheimer Sommercamp einen Weinberg. Dem nicht genug, wird im Kellerlabyrinth eine Mumie gefunden und während eines Krimidinners ein Mordanschlag auf einen Schauspieler verübt. Viele lose Fäden gibt Helge Weichmann seinen Lesern da an die Hand und man fragt sich lange Zeit, wie diese unterschiedlichen Geschehnisse in Verbindung zu der eigentlichen Story stehen - der Suche nach den 12 silbernen Aposteln aus der Katharinen-Kirche oder sind diese nur ein Vorwand und ein ganz anderer Schatz soll gefunden werden?

    Ortskundige Leser werden schnell erahnen, um was es bei sich bei dem weit größeren Schatz handelt, doch dieses Wissen nimmt der Geschichte keineswegs die Spannung, ganz im Gegenteil und Helge Weichmann verrät zudem auch recht schnell den wahren Hintergrund des Rätselbriefes. Gebannt verfolgt man fortan die knifflige Auflösung des Briefes von Großvater Wenzel, welches auch den größten Teil des Krimis einnimmt. Dabei stellt man schnell fest, dass Helge Weichmann wieder sehr akribisch recherchiert hat und dieses Hintergrundwissen bildhaft und unterhaltsam vermittelt.

    Munter verknüpft Helge Weichmann seine fiktive Story mit historischen Ereignissen; was der Wahrheit entspricht und was der Fantasie des Autors geschuldet ist, erfährt man im Glossar. Von Beginn an erzählt der Autor seinen Krimi sehr fesselnd, ideenreich, spannend und mit viel Lokalkolorit. Die Story ist gespickt mit unvorhersehbaren Wendungen und mithilfe seines lockeren, unterhaltsamen, oft auch sehr humorvollen Schreibstils schickt der Autor seine Protagonisten in einige ziemlich verzwickte und gefährliche Situationen. Zum Schluss fügen sich die vielen losen Enden zu einer schlüssigen Geschichte zusammen, bei der keine Fragen offenbleiben. Allerdings gab es mir beim Showdown doch die eine oder andere Zufälligkeit zu viel, was jedoch der Spannung keinen Abbruch tut.

    Neben der fesselnden Story hat Helge Weichmann auch originelle Charaktere geschaffen. Allen voran seine eigensinnige, schlagfertige Protagonistin Tinne. Und natürlich Elvis, der durch seinen Beruf wirklich jeden kennt, keinem guten Essen aus dem Weg gehen kann, oft ziemlich schnoddrig ist und mit seiner gemütlichen Art und seinem herrlich trockenen Humor der perfekte Gegenpart zur liebenswerten, manchmal etwas schusseligen, ungeduldigen Tinne ist. Einfach ein herrlich sympathisches Gespann.

    Fazit: Ein temporeicher, hochspannender Lokalkrimi voller Wortwitz und einer wendungsreichen Story, die bis zum Schluss überzeugt.
Reißmann, Britt Blutopfer EUR 8,99
  • Bewertung vom 15.07.2014
  •  
    sehr gut
  • Eine Mutprobe mit Folgen

    Bei einer Mutprobe entdeckt eine Clique Jugendlicher bei Stuttgart eine Leiche. Die Ärztin Ewa Salgam wurde auf grausame Weise ermordet. Hauptkommissarin Verena Sander leitet die Ermittlungen. Fatal daran, ihre 14-järhrige Tochter Mona war diejenige, die bei der gefährlichen Mutprobe in dem Waldstück die Leiche fand. Die Ermittlungen führen Verena und ihr Team schnell in das Umfeld der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas, aber auch in die Sado-Maso-Szene führt Verena und Kollege Roman Katz der Fall.

    Verena Sander fühlt sich hin- und hergerissen. Zum einen will sie so schnell wie möglich den Fall um den Mord an der Ärztin lösen, zum anderen weiß sie genau, dass Tochter Mona ihre Mutter gerade jetzt am meisten braucht. Die Jugendliche leidet nach der Entdeckung der Leiche unter einer posttraumatischen Belastungsstörung. Zudem ist Verena absolut nicht mit der Clique ihrer Tochter einverstanden, da gerade Christoph und Marco einen äußerst schlechten Einfluss auf Mona haben. Und dann entdeckt plötzlich auch noch Verenas Ex-Mann Fabio, dass Mona bei dem beruflichen Stress seiner Ex-Frau viel zu kurz kommt. Reichen die privaten Probleme nicht schon aus, gestaltet sich der Mordfall auch noch ziemlich kompliziert.

    Zwar hat Verena schnell einen Verdächtigen ausgemacht, der durchaus ein Motiv hätte, was im Glauben der Zeugen Jehovas begründet liegt, doch der zuständige Staatsanwalt lässt sich nicht überzeugen und verweigert Verena hier jegliche Unterstützung.

    Britt Reißmann arbeitet bei der Stuttgarter Mordkommission, wodurch die Ermittlungen sehr authentisch und auch interessant von der Autorin vermittelt werden. Dem hinzukommt, dass es Britt Reißmann sehr gut versteht, den Mordfall recht verzwickt zu erzählen. Im Verlauf der Ermittlungen präsentiert die Autorin einige Verdächtige, legt manch eine falsche Spur und die gelegentlichen Einschübe von Briefen, welche ein Erwachsener an seine Mutter schreibt, sorgt auch nicht gerade dazu, sich auf einen Verdächtigen festzulegen.

    Die Ermittlungen im Mordfall und das Privatleben von Verena Sander halten sich in etwa die Waage, was den großen Vorteil hat, dass man die Protagonistin sehr gut kennenlernt. Die Kommissarin steht während der Ermittlungen eigentlich ständig unter Strom, das schlechte Gewissen ihrer Tochter gegenüber belastet sie sehr. Und gerade dies führt dazu, dass Verena bei den Ermittlungen öfter einmal über das Ziel hinausschießt, Fehler macht und ihren Emotionen zu oft freien Lauf lässt.

    Fazit: Spannender Krimi, der mit einer komplexen, unvorhersehbaren Story und einer sympathischen Protagonistin überzeugt.
Scott, Michael; Freedman, Colette Die 13 Heiligtümer / Die 13 Heiligtümer Bd.1 EUR 9,99
  • Bewertung vom 10.07.2014
  •  
    sehr gut
  • Dyrnwyn, das zerbrochene Schwert

    Judith Walker ahnt, dass ihr Leben in Gefahr ist, denn die ältere Dame ist Hüterin eines der 13 Heiligtümer. Im 2. Weltkrieg wurde Judith zusammen mit 12 weiteren Kindern infolge der Kinderlandverschickung nach Wales evakuiert. Dort trafen sie auf einen rätselhaften Mann, der ihnen magische Geschichten erzählte und jedem von ihnen einen geheimnisvollen Gegenstand aushändigte. Diese Heiligtümer wurden geschaffen, um die Menschheit vor den Dämonen zu schützen und dürfen auf keinen Fall zusammengeführt werden. Nun, rund 70 Jahre später, werden systematisch die Hüter der Heiligtümer getötet und Judith ahnt, dass sie eine der nächsten Opfer sein wird.

    Sarah Miller arbeitet in einer Londoner Bank, ist ziemlich unzufrieden mit ihrem Job und mit ihrem Leben insgesamt. Den ständigen Streitereien ihrer Mutter ausgesetzt, hat die intelligente junge Frau den Job nur angenommen, um ihre Mutter und ihre Brüder finanziell zu unterstützen. Auch sonst lebt Sarah eher zurückgezogen und hält sich am liebsten aus allem heraus. Umso verwunderlicher ist es für sie, dass sie ohne zu überlegen, einer älteren Dame hilft, als diese von zwei brutalen Schlägern auf offener Straße angegriffen wird. Mit dem Kennenlernen von Judith Walker ändert sich für Sarah ihr Leben fortan von Grund auf. Mächtige wie äußerst brutale Menschen sind hinter ihr und Judiths Neffen Owen her, den die junge Bankangestellte kurz darauf kennenlernt.

    Michael Scott hat in seinem Thriller geschickt mythische Legenden Britanniens in seine Geschichte eingebaut und da die Story wenige Tage vor Samhain spielt, ahnt man bereits früh, dass der Showdown am 31. Oktober stattfinden wird. Doch welchen perfiden Plan sich die Auftraggeber der Morde ausgedacht haben, erfährt man auch erst am Ende des rasant erzählten Thrillers.

    Zumeist verfolgt man die verzweifelte und äußerst gefahrvolle Flucht von Sarah und Owen vor den sadistischen Mördern. Zudem bleiben die vielen Opfer nicht unbeachtet und Sarah gerät bald schon in das Visier der Londoner Polizei. Judith hat Sarah und Owen in ihren Aufzeichnungen schon einiges an die Hand gegeben, die letzten Überlebenden der Heiligtümer sorgen für weitere Informationen. Doch wie kann man die Täter aufhalten und vor allem, wer sind sie? Diese Fragen bleiben für Sarah und Owen lange Zeit unbeantwortet.

    Der Leser ist da schon etwas weiter in seinem Wissen, denn Michael Scott wechselt öfter auch zu den Auftraggebern der grausamen Morde und deren Beweggründe. Auch hier geht es zumeist sehr mystisch zu und uralte Rituale finden Erwähnung. Ab und an wechselt der Autor jedoch auch weit in die Vergangenheit zurück, der einem nach und nach die genaueren Hintergründe für die Erschaffung der 13 Heiligtümer präsentiert und wer sich die Namen der beiden Protagonisten etwas genauer ansieht, wird überrascht sein, wer der Erschaffer und wer der erste Hüter der Heiligtümer sind.

    Sehr fantasievoll, rasant und durchweg fesselnd präsentiert Michal Scott seinen Mystery-Thriller, der jederzeit mit einer hohen Spannungslevel überzeugt, sich recht unvorhersehbar und interessant gestaltet und ab und an aber auch sehr grausame Szenen beinhaltet. Alle Mitwirkenden agieren zudem überzeugend und sind facettenreich beschrieben.

    Fazit: Spannend und temporeich erzählter Mystery-Thriller über die verzweifelten Bemühungen, das Tor zur Dämonenwelt weiterhin verschlossen zu halten.
Schiewe, Ulf Die Rache des Normannen EUR 9,99
  • Bewertung vom 03.07.2014
  •  
    ausgezeichnet
  • Aufstand in Salerno

    Süditalien im Jahre 1054: Der Normanne Gilbert erhält von Robert „Guiscard“ de Hauteville den Auftrag, seine Schwägerin sicher nach Salerno zu begleiten. Contessa Gaitelgrima möchte im heimatlichen Salerno ihren neugeborgenen Sohn taufen lassen. Nach außen hin strotzt die lombardische Stadt vor Prunk und Protz und Guaimar IV., Prinz von Salerno und Gaitelgrimas Bruder, scheint das Heft fest in der Hand zu halten. Doch der äußere Schein trügt. Gegner der Fürstenfamilie sind erbost über dessen engen Verbindungen zu den Normannen in Melfi, ein Aufstand ist bald nicht mehr abwendbar und Guaimars Vorherrschaft steht auf dem Prüfstand. In den Wirren der Kämpfe setzen Gilbert und seine Mitstreiter alles daran, Gaitelgrima und ihren kleinen Sohn zu retten.

    Die Schlacht von Civitate liegt hinter den Normannen, aus der sie gestärkt heraustraten, der streitsüchtige Pandulf von Capua ist besiegt, doch das Leben in Melfi verläuft für die Normannen weiterhin nicht friedlich. Während Onfroi, Graf von Apulien, an den Grenzen für Ruhe sorgt und sein Bruder Robert währenddessen in Melfi regiert, trauert Gilbert seiner großen Liebe Gerlaine nach. Doch als er den Auftrag von Robert erhält, für die Sicherheit der Contessa auf ihrer Reise nach Salerno zu sorgen, erwacht er aus seiner Lethargie und beginnt wieder mit Kampfübungen. Ohne zu ahnen, dass er diese bald sehr dringend benötigt.

    Ulf Schiewe erzählt im zweiten Band seiner Trilogie die Geschichte der Familie de Hauteville und Gilbert, dem Schweinehirten, weiter. Mittlerweile konnten die Normannen im Mezzogiorno Fuß fassen und die Stadt Melfi zu ihrem Stützpunkt ausbauen. Enge Verbindungen pflegen die Normannen zu Salerno und dessen Fürstenfamilie, aus der Onfrois Ehefrau Gaitelgrima entstammt. Salerno und die Fürstenfamilie stehen dieses Mal mit Mittelpunkt der Geschichte, welche man aus der Perspektive von Gilbert verfolgt.

    Die prekäre politische Lage Süditaliens, bedingt unter anderem durch den jährlichen Sold, den Salerno an die Normannen entrichtet wie auch die Vetternwirtschaft und Eigenmächtigkeit von Prinz Guaimar IV. beschreibt der Autor gewohnt interessant und äußerst unterhaltsam. Wobei es Ulf Schiewe wieder überzeugend gelingt, historische Fakten und Persönlichkeiten mit seiner fiktiven Geschichte zu verweben und das Ganze atmosphärisch dicht und anschaulich zu präsentieren. Der Sprachstil ist der damaligen Zeit angepasst und dementsprechend oft ungeschönt und direkt, dabei jedoch immer äußerst bildhaft, fesselnd und stellenweise hochspannend.

    Somit bietet auch der zweite Band eine authentische und überzeugend erzählte Geschichte, welche anschaulich die ereignisreichen Geschehnisse in der lombardischen Stadt vermittelt, wie auch die Rolle, welches das Schlitzohr Robert de Hauteville darin spielt.

    Fazit: Ein opulenter, spannender und äußerst interessanter Roman über den Aufstand in Salerno im 11. Jahrhundert.
  • Bewertung vom 22.06.2014
  •  
    sehr gut
  • Ein neues Team ermittelt

    In Berlin-Wannsee wird die Leiche des 72-jährigen Industriemagnaten Friedrich Lautenschläger gefunden. Zusammen mit Kommissar Bolko Blohm ermittelt der BKA-Profiler Kiran Mendelsohn im Umfeld der Firma von Lautenschläger, aber auch dessen Privatleben wird unter die Lupe genommen, wobei hier äußerstes Taktgefühl notwendig ist, da der Ermordete auch über hervorragende Kontakte zur Bundesregierung verfügte. Lange Zeit ist jedoch keine heiße Spur erkennbar und nicht nur die Medien sitzen den Ermittlern im Nacken. Unerwartet erhalten Blohm und Mendelsohn dann aber Unterstützung von ganz ungewohnter Seite.

    Noch keine zehn Stunden befindet sich Kiran Mendelsohn im Urlaub als dieser auch schon wieder vorbei ist. Oberstaatsanwältin Eleonore Roellinghof, eine alte Freundin von Kiran, bittet ihn, zusammen mit dem gerade aus Hamburg versetzten Bolko Blohm die Ermittlungen in dem brisanten Fall zu übernehmen. Hierbei müssen Bolko und Kiran allerdings mit viel Fingerspitzengefühl vorgehen, was sich gerade für Blohm nicht immer als einfach gestaltet. Zudem zeigt der BND schnell Interesse an den Ermittlungen und die hervorragenden Kontakte Lautenschlägers nach Russland sind auch nicht zu unterschätzen. Und welche Rolle Lautenschlägers Sohn bei den Geschäften seines Vaters spielt, ist für das Ermittlerteam auch nicht gerade uninteressant. Als Kiran und Bolko dann von unerwarteter Seite einen Deal angeboten bekommen, führen ihre Ermittlungen zwar in eine neue Richtung, doch ist hier wirklich der brutale Killer zu finden?

    Zumeist begleitet man den BKA-Profiler Kiran Mendelsohn bei den Ermittlungen, welche er mit dem direkten, unkonventionellen Bolko Blohm durchführt. Der aus Hamburg stammende Kollege von Kiran nimmt wahrlich kein Blatt vor den Mund und ist somit eine wunderbare Ergänzung zu dem eher etwas zurückhaltenden, nachdenklichen Profiler, der eine hervorragende Ausbildung genossen hat und über eine beeindruckende Nahkampfausbildung verfügt.

    Die Story überrascht im ihrem Verlauf mit einigen unvorhersehbaren Wendungen und Ilja Albrecht gibt zudem einen sehr guten Einblick in die Machenschaften und Verstrickungen von Politik und Industrie, wie auch den Einfluss der russischen Mafia in Berlin. Dies alles verpackt der Autor geschickt und interessant, stellenweise aber etwas zu detailreich in seinen Thriller und präsentiert seinen Lesern mit seinem Debütroman somit eine durchweg atmosphärisch dichte wie auch spannende Geschichte, die komplex und gut durchdacht erzählt wird. Einzig die Wendung, welche der Roman am Ende nimmt und zur Auflösung des Falls führt, kam mir dann aber doch etwas zu überraschend.

    Ein großes Plus sind die Charaktere, welche Ilja Albrecht geschaffen hat. Gerade seine beiden Protagonisten Kiran Mendelsohn und Bolko Blohm wirken nicht wie vom Reißbrett, haben einige interessante Ecken und Kanten und sind sehr eigenwillige Charaktere, die bei ihren Handlungen überzeugen und sympathisch beschrieben sind. Allerdings lässt Ilja Albrecht auch einige Fragen zur Vergangenheit seiner beiden Protagonisten offen. Da zu hoffen ist, dass auf seinen Debütroman weitere folgen werden, werden dann möglicherweise in einem weiteren Band um das interessante Ermittlerteam offen gebliebene Fragen beantwortet.

    Fazit: Interessante, spannend und vielschichtig angelegte Story mit einem eigenwilligen Ermittlerteam, über die kleinen Schwächen des Thrillers sieht man dabei gerne hinweg.
  • Bewertung vom 20.06.2014
  •  
    ausgezeichnet
  • Der 3. Fall für Emma Vonderwehr

    Polizeireporterin Emma Vonderwehr übernimmt für einen Radiokollegen die Urlaubsvertreterin als Gerichtsreporterin. Zur Verhandlung steht der Mord an dem jungen Straßenmädchen Hilke, als mutmaßlicher Mörder ist der Obdachlose Paule angeklagt. Im Gerichtssaal fällt Emma eine junge Frau auf, die behauptet, das Paule niemals einen Mord begehen könnte. Emma wird misstrauisch und recherchiert auf eigene Faust. Ihre Recherchen führen die Radioreporterin in die Berliner Straßenszene am Alex und bald schon beschleicht sie ein schlimmer Verdacht. …

    Es ist Hochsommer in Berlin und der Radiosender personell dünn besetzt, sodass Emma eher unwillig als Gerichtsreporterin einspringen muss. Doch schon am ersten Gerichtstag wird Emma auf ein junges Straßenmädchen aufmerksam und freundet sich ein wenig mit ihr an. Was sie von Maren erfährt, lässt sie an der Schuld von Paule zweifeln. Ärgerlich nur, dass ihr Ex-Freund Edgar Blume der leitende Ermittler in dem Fall war. Schwierigkeiten zwischen den beiden sind somit vorprogrammiert.

    Mechthild Lanfermann hat auch in ihrem dritten Band um die Radioreporterin Emma Vonderwehr ein brisantes wie aktuelles Thema aufgegriffen und präsentiert dies in ihrem Krimi gewohnt hervorragend recherchiert. So erhält man nicht nur einen interessanten Einblick in die Arbeit einer Radioreporterin, sondern wird auch mit den Problemen von Streetworkern und Beamten vom Jugendamt konfrontiert, denen diese tagtäglich ausgesetzt sind.

    Die Story entwickelt sich von Beginn an sehr spannend und abwechslungsreich. Zumeist begleitet man Emma bei ihren Recherchen, doch ab und an wechselt die Autorin auch den Handlungsstrang und man lernt einen kaltherzigen, zynischen Geschäftsmann und seine eher zurückhaltende Kollegin ein wenig kennen. Dieser Erzählstrang scheint anfangs so gar nicht mit der Geschichte um die Ermordung von Hilke in Verbindung zu stehen, doch so nach und nach verbinden sich die losen Fäden zu einer äußerst komplexen und packenden Geschichte. Manches Mal jedoch nimmt Mechthild Lanfermann das Tempo etwas aus der Krimihandlung heraus, was aber sehr angenehm ist, da die Autorin mit dem Thema des Buches ihren Lesern wieder einiges zum Nachdenken liefert.

    Fazit: Ein perfekter Krimi – brisantes Thema perfekt recherchiert und eindringlich vermittelt, verpackt in einer spannenden Story mit einer sympathischen, eigenwilligen Protagonistin.
Williams, Beatriz Im Herzen des Sturms EUR 9,99
  • Bewertung vom 15.06.2014
  •  
    sehr gut
  • Irrungen und Wirrungen

    Im Jahre 1931 besuchen die Studentinnen Budgie Byrne und Lily Dane ein Footballspiel, bei dem Lily den attraktiven Nick Greenwald kennenlernt. Für beide ist es Liebe auf den ersten Blick, allerdings steht Nicks Glaubensangehörigkeit ihrer Liebe im Weg. Lilys Vater verbietet seiner Tochter strikt den weiteren Umgang mit dem Jura-Studenten. Kurzentschlossen brennen Lily und Nick durch. Rund sieben Jahre später in Seaview/Rhode Island. Auch in diesem Jahr verbringt Lily zusammen mit ihrer Familie den Sommer über in ihrem Strandhaus. Auch Budgie kehrt nach Jahren wieder auf die Halbinsel zurück, um zusammen mit ihrem Ehemann den Sommer in Seaview zu verbringen. Mit der Ankunft des Ehepaares brechen alte Wunden wieder auf und am Horizont braut sich ein Sturm ungeahnten Ausmaßes zusammen.

    Beatriz Williams erzählt ihren wundervollen Roman, der einen problemlos das Zeitgefühl der 1930er-Jahre vor Augen führt, in zwei Zeitebenen. Die Geschichte beginnt im Jahr 1931 mit dem Football-Spiel und dem ersten Zusammentreffen von Lily und Nick. Geschickt wechselt die Autorin anschließend regelmäßig in den Zeitebenen und so nach und nach läuft die Geschichte von Lily und Nick zu dem atemberaubenden Ende am 21. September 1938 zusammen.

    Atmosphärisch dicht umgesetzt verfolgt man gebannt die Ereignisse im Sommer 1938, die spürbar auf eine Katastrophe hinauslaufen wie auch die Geschehnisse aus den Jahren 1931/1932, welche die Auslöser für die aktuelle Situation sind. Budgie und Lily – so grundverschieden sie auch sind – sind seit Kindertagen die besten Freundinnen. Doch ihre Freundschaft wurde in der Vergangenheit auf eine harte Probe gestellt, was Schuld für das anfangs etwas unterkühlte Verhältnis der beiden Frauen ist. Die genauen Hintergründe lässt Beatriz Williams ihre Leser aber erst nach und nach wissen und die Autorin versteht es zudem bestens, die wechselnden Handlungsstränge jeweils mit einem Cliffhanger enden zu lassen, welche die Spannung immer weiter vorantreiben.

    In der Geschichte geht es um die wahre, die große Liebe, um Verrat und ein Geheimnis, welches über Jahre geschickt verheimlicht wurde. Durch kleine Hinweise im Verlauf der Geschichte erahnt man langsam dieses Geheimnis, doch dieses Wissen tut der Spannung keinen Abbruch, zumal die Autorin es wunderbar versteht, die Geschichte von Lily und Nick sehr warmherzig, lebendig und packend zu erzählen. In der Ich-Form geschrieben erlebt man die Geschehnisse aus Sicht von Lily und entsprechend romantisch geht es auch stellenweise zu, wenn Lily von Nick berichtet. Dies driftet jedoch keineswegs ins Kitschige ab, nur ab und an waren mir die Beschreibungen von Nicks großen Händen, seinem athletischem Körper, seiner Körpergröße etc. dann doch etwas zu häufig verwendet.

    Fazit: Eine perfekte Sommerlektüre: Packend wie warmherzig erzählte Geschichte über eine große Liebe, bei welcher der Neuengland-Hurrikan eine entscheidende Rolle spielt.
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