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kleinbrina
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Bewertungen


Insgesamt 656 Bewertungen
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Wells, Dan Aufbruch / Partials Bd.1 EUR 16,99
  • Bewertung vom 17.05.2013
  • ***
    gut
  • Als ich gehört habe, dass Dan Wells ein Jugendbuch schreibt, habe ich mich zunächst gefreut, denn ich fand seine "John Cleaver"-Trilogie richtig gut, als ich jedoch erfahren habe, dass sich sein Jugendbuch als Dystopie entpuppt, war ich dann doch etwas skeptisch, denn bislang konnte mich noch keine Dystopie so richtig überzeugen - und ich habe wirklich schon einige gelesen. Da ich dann aber doch neugierig wurde, habe ich mich an "Aufbruch" herangewagt. Das Buch ist gut, aber Dan Wells kann es eindeutig besser.

    An sich ist die Thematik ganz nett, aber leider nicht unbedingt neu und somit wurde ich nicht so sehr überrascht, wie ich es mir im Vorfeld erhofft habe. Zwar ist die Geschichte an einigen Ecken unvorhersehbar, aber der ganz große Knaller blieb für mich aus. Die Charaktere sind ebenfalls ganz nett, aber eben nur nett. Sie waren mir leider nicht sympathisch genug, um sie ins Herz zu schließen und somit konnte ich auch nicht so mit ihnen mitfiebern, wie ich es mir gewünscht hätte. Alles wirkt auf mich ein bisschen zu gewollt, fast so, als würde Dan Wells einfach auf die Dystopien-Welle aufspringen wollen, dabei hat er dies überhaupt nicht nötig, denn er ist ein phantastischer Autor. Das soll nun nicht bedeuten, dass er das Buch komplett versemmelt hat, aber dennoch hat mir etwas gefehlt, was ich noch nicht einmal groß benennen kann.

    Der Schreibstil ist ganz okay und der Autor beschreibt seine Charaktere und die Ortschaften sehr ausführlich. Obwohl alles recht detailliert beschrieben wurde, konnte mich die Geschichte leider nicht packen. Spannung ist zwar vorhanden, aber dennoch hat mir die typische Gänsehaut, die ich sonst bei Dan Wells habe, sehr gefehlt und somit plätscherte die Geschichte nur so vor sich hin.

    Mit Kira lernt man eine Protagonistin kennen, die ich bis zum Schluss nicht einschätzen konnte. Zwar finde ich sie relativ interessant, aber ich hatte nicht wirklich das Gefühl, dass ich sie im Laufe der Geschichte kennengelernt hätte. Sie ist mutig und stellt sich den Gefahren des Landes entgegen was sie mutig und entschlossen erscheinen lässt. Ihr Ehrgeiz, den Virus zu bekämpfen, ist beispielhaft und wirkt alles andere als gestellt, aber dennoch fehlte mir etwas, um sie tatsächlich ins Herz schließen zu können. Sie wirkt fast schon zu aalglatt, zu perfekt - die wirklichen Ecken und Kanten, die einen Menschen ausmachen, haben mir dabei klar gefehlt.

    Positiv zu bewerten ist die Tatsache, dass das Buch trotz der etwas schrägen Handlung sehr authentisch beschrieben wird. Da man mittlerweile weiß, wie schnell ein Virus entstehen und ausbrechen kann, finde ich die Darstellung des RM-Virus und die Ängste und Gedanken der Menschen dabei sehr nachvollziehbar und ich konnte auch die Entschlossenheit, etwas gegen den Virus zu finden, ebenfalls verstehen.

    Die Covergestaltung gefällt mir ausgesprochen gut, auch wenn das Mädchen auf dem Cover keine Unbekannte ist und bereits mehrfach auf anderen Covern zu sehen war. Dennoch passt die Gestaltung gut zur Geschichte und auch die Farbgestaltung konnte mich überzeugen. Die Kurzbeschreibung liest sich ebenfalls gut und stimmig.

    "Aufbruch" ist sicherlich ein guter Auftakt von "Partials", aber leider konnte mich der Band trotz einigermaßen interessanten Charakteren und einem netten Plot nur bedingt überzeugen. Durch "John Cleaver" und anderen Büchern bin ich einfach eine bessere Leistung des Autors gewohnt und ich hoffe, dass er im zweiten Band wieder zur alten Form findet.
Fitzpatrick, Huntley Mein Sommer nebenan EUR 16,99
  • 1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
  • Bewertung vom 16.05.2013
  • *****
    ausgezeichnet
  • Als ich zum ersten Mal etwas von "Mein Sommer nebenan" gehört habe, musste ich (mal wieder) direkt an Simone Elkeles und ihre Bücher denken und habe mir daher eine tolle Geschichte erhofft, die das Herz berührt und trotz einiger Klischees länger im Gedächtnis bleibt - und was soll ich sagen? "Mein Sommer nebenan" ist tatsächlich so ein Buch geworden!

    Huntley Fitzpatrick hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der dafür sorgt, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin und am liebsten noch viele weitere Seiten gelesen hätte. Die Dialoge sind wunderbar ausgearbeitet, die Geschichte liest sich humorvoll, romantisch und stellenweise auch recht dramatisch und man lernt die Charaktere gut kennen, sodass es mir leicht fiel, sie sympathisch zu finden. Dazu werden die Nebencharaktere und Ortschaften ebenfalls bestens beschrieben und trotz Liebesgeschichte gibt es auch tiefgründigere Themen, wie das Verhalten in der Politik oder auch Drogenkonsum.

    Samantha und Jase sind zwei interessante und sympathische Charaktere, die ich direkt ins Herz geschlossen habe. Besonders Samantha hat mir sehr gefallen, da sie so ganz anders als ihre Mutter ist und sich nicht von ihrer negativen und stellenweise auch scheinheiligen Einstellung beeinflussen lässt. Sie ist sympathisch, alles andere als oberflächlich und hat das Herz auf dem richtigen Fleck. Jace ist ebenfalls sehr sympathisch und hat mit seiner Großfamilie einen tollen Rückhalt, die mich stets unterhalten hat. Besonders die jüngeren Geschwister sind zuckersüß und tragen das Herz so manches Mal auf der Zunge, sodass auch der Humor nicht auf der Strecke bleibt.

    Man merkt dabei auch schnell, wie unterschiedlich die Familien von Jace und Samantha sind: Während Samanthas Mutter sehr streng und überkorrekt ist und sich oftmals (unberechtigt) über andere Menschen stellt, ist die Familie von Jace zwar relativ chaotisch, aber sehr nett und relativ frei von Vorurteilen. Da prallen zwei Welten aufeinander, die Jace und Samantha zwar relativ gut meistern, aber dennoch gibt es den einen oder anderen Stein im Weg.

    Die Liebesgeschichte ist dagegen eher wieder typisch für ein Jugendbuch: Neugier, Zweifel, viele Klischees und oftmals über das Ziel hinausgeschossen. Manchmal liest es sich so richtig schön kitschig, jedoch noch in dem Rahmen, wo es nicht zu nerven beginnt. Kompliment an die Autorin, dass sie die Grenzen nicht überschritten und es somit richtig Spaß gemacht hat, die kleine Romanze zu verfolgen.

    Die Covergestaltung ist ganz nett, aber mehr auch nicht. Allerdings bin ich der Meinung, dass dieses Buch auch gar kein besonders hübsches Cover nötig hat, da der Inhalt sehr für sich selbst spricht. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und hat mich direkt dazu gebracht, dass Buch nicht mehr hergeben zu wollen.

    Insgesamt bin ich von "Mein Sommer nebenan" mit seinem tollen Schreibstil und den liebenswerten Charakteren begeistert und würde direkt das nächste Buch von Huntley Fitzpatrick lesen. Hoffentlich muss man darauf nicht allzu lange warten, denn das wäre äußerst schade. Lesen, zurücklehnen und genießen - das perfekte Buch für den Sommer!
Pare,Michael/Collins,Adrian/Cooper,Scott Tunnel Rats EUR 19,99
  • Bewertung vom 16.05.2013
  • ***
    gut
  • Dr. Uwe Boll polarisiert ja schon ganz gerne. Für viele ist er der schlechteste Regisseur aller Zeiten, für andere dagegen ein Genie. Da ich auf seine Arbeit neugierig war, habe ich mir mal Tunnel Rats angeschaut und ich muss sagen, dass ich diesen Film gar nicht soooo schlecht fand. Der Film spielt in Vietnam und zeigt auf, wie das Leben der amerikanischen Soldaten damals war. Sie werden angegriffen, getötet, freunden sich an und gleichzeitig wird aufgezeigt, welchem Kampf sie sich stellen mussten. Das Netzwerk in den Tunneln wird genau geschildert und der Trashfaktor war angenehm niedrig. Besonders das Ende hat mir gefallen, was zeigt, dass es bei diesem Krieg trotz Beendigung nur wenige Gewinner gab. Sicherlich ist “Tunnel Rats” nicht der beste Film aller Zeiten, aber ich fand ihn gar nicht so schlecht, wie ihn so manch anderer Rezensent bewertet hat. Allerdings muss ich auch zugeben, dass dieser Film wohl einer der besten Filme von Uwe Boll ist, denn die weiteren Filme, die ich nach “Tunnel Rats” von ihm gesehen habe, waren dann doch eher mittelmäßig bis schlecht.
Diverse Grave Encounters EUR 10,99
  • 1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
  • Bewertung vom 16.05.2013
  • *
    schlecht
  • Ich habe selten einen schlechteren Film als “Grave Encounters” gesehen. Der Film wurde mir bereits mehrfach empfohlen und da ich solche Filme eigentlich mag, war ich sehr gespannt darauf. Der Anfang war auch richtig gut und sehr vielversprechend, aber dann wurde der Film so dermaßen gegen die Wand gefahren, dass es fast weh tat. Die Effekte wirkten nicht nur unglaublich billig, sondern auch fast schon witzig, ein wirklicher Gruselfaktor war daher kaum bis gar nicht vorhanden. Sehr schade, denn die Anstalt sah sehr vielversprechend aus und man hätte da so viel daraus machen können, aber leider wurde das Potential nicht genutzt. Die Darsteller wirkten ebenfalls eher lustlos und ich hatte nur selten das Gefühl, dass man wirklich miteinander harmonieren würde. Hätte man den Film etwas professioneller aufgebaut, hätte ich sicherlich meinen Spaß daran gehabt, aber so konnte ich nur leider nur genervt die Augen verdrehen.
  • Bewertung vom 16.05.2013
  • *****
    ausgezeichnet
  • Departed – Unter Feinden kannte ich bislang nur vom Namen, wusste aber absolut nicht, worum es in dem Film gehen könnte. Als ich dann den Cast gesehen habe, stand für mich fest, dass ich diesen Film unbedingt sehen muss. Leonardo DiCaprio, Jack Nicholson, Mark Wahlberg und Matt Damon – muss man da wirklich noch mehr sagen? Die Handlung ist zunächst sehr übersichtlich: Die Polizei in South Boston erklärt dem organischen Verbrechen den Krieg und auf beiden Seiten versucht man sich in die jeweilige Organisation einzuschleusen. Was aber zunächst recht nett klingt, entpuppt sich als sehr guter Thriller, der zum Mitdenken anregt und bis zum Schluss spannend bleibt. Dazu ist der Cast einfach brillant. Das Zusammenspiel zwischen Leonardo DiCaprio und Jack Nicholson ist brillant und hätte meiner Meinung nach einen Oscar verdient gehabt. Aber gut, man kennt ja den Oscar-Fluch von Mr. DiCaprio. Angeblich ist ein zweiter Teil bereits in Planung, hoffentlich wird dieser dann auch umgesetzt.
Patrick Wilson,Rose Byrne,Barbara Hershey Insidious EUR 11,49
  • 1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
  • Bewertung vom 16.05.2013
  • *****
    ausgezeichnet
  • Insidious habe ich mittlerweile zum zweiten Mal geschaut und ich bin immer noch sehr begeistert von diesem Film. Obwohl “Insidious” nicht der typische Horrorfilm ist, findet man dennoch die typischen Elemente in diesem Film, wie z.B. übliche Schatten, Geräusche, plötzliches Auftauchen von Geistern/Menschen, etc. Je mehr man diesen Film verfolgt, desto mehr merkt man, dass die Macher von “SAW” und “Paranormal Activity” dahinterstecken, denn auch in diesem Filmen konnte man die typischen Merkmale vorfinden. Allerdings muss man sagen, dass “Insidicous” bei Weitem nicht so blutig ist, wie z.B. “SAW”. Die Handlung ist schnell erzählt: Das Ehepaar Lambert zieht mit seinen drei Kindern in ein neues Haus, das schon einige Jahre auf dem Buckel hat und sucht dort ihr neues Glück. Dabei wird schnell klar, dass an dem Haus etwas nicht stimmt, denn Türen gehen einfach auf, bzw. fallen zu, unerklärliche Geräusche tauchen auf und am Ende fällt sogar Dalton, der älteste Sohn der Familie in ein Koma, was sich niemand erklären kann. Dabei handelt es sich jedoch um kein wirkliches Koma, sondern eher um eine Entführung seines Geistes, die ein Dämon geplant und umgesetzt hat.
    An sich ist der Film sehr gut und konnte mich von der ersten bis zur letzten Minute packen, allerdings wirken einige Effekte und Kostüme schon fast billig, ganz besonders die Kostümierung des Dämons, die mich eher zum Schmunzeln, als zum Gruseln brachte. Dennoch: Ein toller Film und ich freue mich schon sehr auf die geplante Fortsetzung.
Falk, Rita Hannes EUR 17,90
  • Bewertung vom 15.05.2013
  • ****
    sehr gut
  • Rita Falk wurde mir bereits mehrfach empfohlen und somit habe ich mich endlich an ein Buch von ihr herangewagt. Da ich nicht direkt mit ihrer "Eberhofer"-Reihe beginnen wollte, habe ich mich für ein Einzelband entschieden und ich war sehr gespannt, was ich von "Hannes" halten werde.

    Der Schreibstil hat mir sehr gefallen. Rita Falk hat eine leichte und angenehme Sprache und die Seiten lesen sich trotz der eher traurigen und manchmal hoffnungslosen Situation sehr schnell und flüssig. Das Buch ist wie ein Tagebuch verfasst, denn Uli, der beste Freund von Hannes, möchte, dass dieser nichts verpasst und alles erfährt, wenn er aus dem Koma erwachen sollte. Dabei sind besonders die Gedanken und Gefühle glaubwürdig und intensiv geschildert.

    Die Thematik ist alles andere als leicht: Hannes hat mit seinem Motorrad einen Unfall und liegt daraufhin im Koma. Obwohl die Prognosen nicht die besten sind, möchte ihn niemand aufgeben und besonders Uli ist so oft es geht im Krankenhaus und steht ihm bei. Durch die Tagebucheinträge erfährt man einiges über ihre Freundschaft, aber auch über andere Freunde, Bekannte und Familienmitglieder, die fast immer anders mit der momentanen Situation umgehen.

    Durch die Tagebucheinträge lernt man Uli sehr gut kennen und dadurch auch Hannes. Andere Freunde und Familienmitglieder kommen nicht zu Wort, allerdings beschreibt Uli deren Verhalten bzgl. des Komas und auch, wie sie sich sonst verhalten. Wer ihn besucht, wird ausführlicher erwähnt, andere, mit denen er lediglich spricht, erhalten kleinere Rollen, was dabei aber nur selbstverständlich ist. Dennoch erfährt man, wie unterschiedlich mit der Situation umgegangen wird und dies stimmte mich nachdenklich: Wie würde ich reagieren? Wäre ich jedem Tag im Krankenhaus? Würde ich dies überhaupt durchstehen?!

    Obwohl mir das Buch richtig gut gefallen und mich berührt hat, gibt es aber dennoch einen Kritikpunkt, über den ich nicht hinwegsehen kann. Es wird sehr viel auf die Gegenwart eingegangen, aber leider wird viel zu wenig auf die Vergangenheit, speziell auf den Unfall, eingegangen. Ich habe gehofft, dass man speziell auf diesen Moment eingeht, da Uli selbst dabei war, aber leider findet man dabei keine aufrichtigen Gedanken. Ich hätte es einfühlsamer gefunden, wenn Uli an sich und der Situation gezweifelt hätte, wenn er hinterfragt hätte, ob der Ausflug mit den Motorrädern eine gute Idee war, aber leider ist dies nicht der Fall. Wäre dies vorhanden gewesen, hätte ich eventuell noch eine Spur mehr mit Uli und Hannes mitgefühlt.

    Das Cover ist schlicht, aber durchaus passend, denn die Geschichte spricht für sich und hat ein überladenes oder gar buntes Cover überhaupt nicht nötig. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und hat mich direkt angesprochen.

    Insgesamt hat mich "Hannes" sehr berührt und ich konnte das Buch nur selten aus den Händen legen. Obwohl das Buch recht kurz ist, erlebt man sehr viele emotionale Momente und die Geschichte hat mich an vielen Stellen zum Nachdenken gebracht. Wer Rita Falk noch nicht kennt, hat definitiv etwas verpasst.
  • Bewertung vom 15.05.2013
  • ****
    sehr gut
  • Nachdem ich die ersten beiden Bände der "Merle"-Trilogie noch als Hörbuch gehört habe, habe ich mir den letzten Band als Hardcover-Ausgabe gegönnt, um zu erfahren, wie es mit Merle, Junipa und Co. weitergeht. Schade, dass dies bereits der letzte Band ist, denn ich würde am liebsten noch viel mehr über Merle erfahren.

    Kai Meyer konnte mich mit seinem Schreibstil wieder einmal begeistern. Der Autor beschreibt sämtliche Ortschaften sehr detailliert, sodass ich mir nahezu alles bildlich vorstellen konnte. Die Schauplätze sind wieder einmal sehr gelungen. Die Flucht aus der Hölle gelingt und es geht direkt nach Ägypten weiter. Sicherlich ist dieses Land dabei nicht nur historisch sehr interessant. Dazu entwickeln sich die Charaktere gut weiter, sodass ich sie immer mehr ins Herz schließen konnte. Interessant ist dabei auch, wie der Autor die Charaktere darstellt, denn obwohl es eine klare Trennung zwischen Gut und Böse gibt, erkennt man immer wieder, dass auch gute Charaktere ihre schlechten Eigenschaften haben und selbst die Bösewichte ihre guten Seiten präsentieren.

    Bei der Charakterentwicklung ist vor allem Merle sehr interessant, die in der Geschichte immer erwachsener wird, Verantwortung übernimmt und zwischendurch auch nach ihrem eigenen Kopf entscheidet und sich über andere Entscheidungen hinwegsetzt. Dazu wird sie auch mutiger, schätzt Situationen immer besser ein und lernt in gewisser Art und Weise auch, dass nicht alles immer so ist, wie es zunächst scheint.

    Vieles klärt sich auf und der Leser bekommt endlich seine Antworten, allerdings sind diese dann doch stellenweise recht schockierend und auch etwas traurig, denn mit einigen Entwicklungen und Verlusten hätte ich nicht so ganz gerechnet. Obwohl ich die Aufklärung der Entwicklung und die Beweggründe sehr interessant und stimmig fand, muss ich aber auch sagen, dass man sich dafür zuwenig Zeit genommen hat. Es flog zu schnell an mir vorbei und ich hätte mir gewünscht, dass sich der Autor ein bisschen mehr Zeit für sämtliche Antworten gelassen hätte.

    Allerdings geht es in diesem Band auch recht rau zu und ist meiner Meinung nach deswegen längst kein Kinderbuch mehr, da vieles recht offen beschrieben und kaum etwas beschönigt wird. So kann man sich zwar alles richtig gut vorstellen, aber für die jüngeren Leser ist dies an einigen Stellen eher ungeeignet.

    Das Cover ist so eine Sache: Auf der einen Seite gefällt es mir gut, auf der anderen Seite hätte ich ein Cover mit mehr Details schöner gefunden. Die Kurzbeschreibung gefällt mir dagegen sehr, da sie Spannung verspricht, aber dabei nicht zu viel verrät.

    Insgesamt ist "Das Gläserne Wort" ein guter Abschluss der "Merle"-Trilogie und hatte alles, was ich mir zuvor erhofft habe: Magische Momente, Spannung, Überraschungen und gute Charaktere, die mich bis zur letzten Seite begeistern konnte. Ich werde Merle vermissen!
  • Bewertung vom 15.05.2013
  • ****
    sehr gut
  • Nachdem ich die ersten beiden Bände der "Merle"-Trilogie noch als Hörbuch gehört habe, habe ich mir den letzten Band als Hardcover-Ausgabe gegönnt, um zu erfahren, wie es mit Merle, Junipa und Co. weitergeht. Schade, dass dies bereits der letzte Band ist, denn ich würde am liebsten noch viel mehr über Merle erfahren.

    Kai Meyer konnte mich mit seinem Schreibstil wieder einmal begeistern. Der Autor beschreibt sämtliche Ortschaften sehr detailliert, sodass ich mir nahezu alles bildlich vorstellen konnte. Die Schauplätze sind wieder einmal sehr gelungen. Die Flucht aus der Hölle gelingt und es geht direkt nach Ägypten weiter. Sicherlich ist dieses Land dabei nicht nur historisch sehr interessant. Dazu entwickeln sich die Charaktere gut weiter, sodass ich sie immer mehr ins Herz schließen konnte. Interessant ist dabei auch, wie der Autor die Charaktere darstellt, denn obwohl es eine klare Trennung zwischen Gut und Böse gibt, erkennt man immer wieder, dass auch gute Charaktere ihre schlechten Eigenschaften haben und selbst die Bösewichte ihre guten Seiten präsentieren.

    Bei der Charakterentwicklung ist vor allem Merle sehr interessant, die in der Geschichte immer erwachsener wird, Verantwortung übernimmt und zwischendurch auch nach ihrem eigenen Kopf entscheidet und sich über andere Entscheidungen hinwegsetzt. Dazu wird sie auch mutiger, schätzt Situationen immer besser ein und lernt in gewisser Art und Weise auch, dass nicht alles immer so ist, wie es zunächst scheint.

    Vieles klärt sich auf und der Leser bekommt endlich seine Antworten, allerdings sind diese dann doch stellenweise recht schockierend und auch etwas traurig, denn mit einigen Entwicklungen und Verlusten hätte ich nicht so ganz gerechnet. Obwohl ich die Aufklärung der Entwicklung und die Beweggründe sehr interessant und stimmig fand, muss ich aber auch sagen, dass man sich dafür zuwenig Zeit genommen hat. Es flog zu schnell an mir vorbei und ich hätte mir gewünscht, dass sich der Autor ein bisschen mehr Zeit für sämtliche Antworten gelassen hätte.

    Allerdings geht es in diesem Band auch recht rau zu und ist meiner Meinung nach deswegen längst kein Kinderbuch mehr, da vieles recht offen beschrieben und kaum etwas beschönigt wird. So kann man sich zwar alles richtig gut vorstellen, aber für die jüngeren Leser ist dies an einigen Stellen eher ungeeignet.

    Das Cover ist so eine Sache: Auf der einen Seite gefällt es mir gut, auf der anderen Seite hätte ich ein Cover mit mehr Details schöner gefunden. Die Kurzbeschreibung gefällt mir dagegen sehr, da sie Spannung verspricht, aber dabei nicht zu viel verrät.

    Insgesamt ist "Das Gläserne Wort" ein guter Abschluss der "Merle"-Trilogie und hatte alles, was ich mir zuvor erhofft habe: Magische Momente, Spannung, Überraschungen und gute Charaktere, die mich bis zur letzten Seite begeistern konnte. Ich werde Merle vermissen!
Vincent, Rachel Kaylee (eBook, ePUB) EUR 1,99
  • Bewertung vom 14.05.2013
  • ****
    sehr gut
  • Normalerweise bin ich nicht unbedingt der größte Fan von Zusatzbänden, aber als ich erfahren habe, dass es auch ein Zusatzband zur "Soul Screamers"-Reihe gibt, musste ich dann doch zuschlagen, denn ich finde Kaylee und ihr Leben sehr interessant. Da dies die Vorgeschichte zu den eigentlichen Romanen ist, lernt man Kaylee in einer Phase kennen, in der sie noch nicht weiß, was mit ihr geschieht und genau das fand ich sehr spannend.

    Der Schreibstil ist wieder einmal großartig. Rachel Vincent beschreibt Situationen und Menschen sehr genau, ohne mit zu vielen Informationen gleichzeitig zu erschlagen. Kaylees Gabe, von der sie noch nichts weiß und die Art und Weise wie sie damit umgeht, ist traurig und beeindruckend zugleich.

    Obwohl man ihr in der Psychiatrie sagen möchte, dass sie unter Depressionen und Schizophrenie leidet, will sie dies nicht glauben, da sie Situationen, in denen die Schreie passieren, einfach viel zu real sind und sie weiß, dass zwar irgendwas nicht stimmt, aber definitiv nicht mit ihr persönlich. Die Mädchen, die mit ihr in der Klinik sind, lernt man nur sehr oberflächlich kennen. Man erhält ein paar Namen und Informationen über das Aussehen der Mädchen, aber dies reicht meiner Meinung nach auch vollkommen aus. Lediglich auf Lydia wird etwas mehr eingegangen, aber ihr Geheimnis wird nicht wirklich verraten, auch wenn dies in der Kurzbeschreibung zunächst so scheint. Es gibt Andeutungen und sogar eine glasklare Situation, aber dennoch gibt es keine komplette Auflösung.

    Interessant ist auch das Verhalten von ihrer Tante und ihrem Onkel, bei denen sie lebt, da sich ihr Vater in Irland aufhält. Während sich ihr Onkel ernsthaft um sie sorgt und sie aus der Klinik herausholen möchte, macht ihre Tante ihr lieber teure Geschenke in Form von Kleidung und verweist immer nur auf die Ärzte, als ihr wirklich zu helfen.

    Sehr erfreulich ist die Länge der Geschichte. Normalerweise sind die Zusatzbände meistens nur zwischen 20 und 30 Seiten lang, hier bekommt man jedoch mehr als das Doppelte, was zeigt, dass sich die Autorin selbst bei dieser Geschichte die nötige Zeit genommen hat. Die Geschichte wird gut durchdacht und nun verstehe ich Kaylee sogar noch ein bisschen besser.

    Das Cover passt leider so gar nicht zu den restlichen Covern der Reihe, was ich zwar etwas bedauere, aber dennoch ist das Cover ansprechend und schön. In helleren Farben hätte es jedoch etwas besser gepasst. Die Kurzbeschreibung ist gelungen, allerdings ist der letzte Satz ein wenig unglücklich formuliert, da man so unter Umständen mehr erwartet, als eigentlich passiert.

    "Kaylee" hat mir insgesamt gut gefallen und passt perfekt in die "Soul Screamers"-Reihe, ohne dabei überflüssig zu wirken. Da die Geschichte nicht auf den ersten Band eingeht, kann man diesen Band auch gut zwischendrin lesen, ohne dabei gespoilert zu werden. Eine gute Kurzgeschichte für zwischendurch, die mich der Reihe wieder näher gebracht hat.
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