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Nickname:
McFayden
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St. Ingbert
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2 (erhaltene)
Rang:
118
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Insgesamt 57 Bewertungen
Bewertung vom 14.05.2012





ausgezeichnet- Perfides Psychospiel
Als 11jähriger Junge macht Gabriel im geheimen Filmlabor seines Vaters im Keller seines Elternhauses eine grausame Entdeckung, die ihn dermaßen schockiert, dass er die Geschehnisse der Nacht verdrängt. Denn nicht nur der Fund im Keller, sondern auch die wenige Minuten später stattfindende Ermordung seiner Eltern vor seinen Augen verstören den Jungen dermaßen, dass er nach diversen Heim-Aufenthalten schließlich in einer Psychoklinik landet.
29 Jahre später führ er trotz schwieiriger Kindheit ein geregeltes Leben. Seine Freundin Liz erwartet ihr gemeinsames Kind und er arbeitet nach wie vor in einer Sicherheitsfirma für Yuri, der ihn damals aus der Klinik geholt hat und ihm ein neues Leben geschenkt hat. Sein Leben scheint nicht besser verlaufen zu können – bis eine Nacht alles zerstört.
Während er zu einem fragwürdigen Einsatz fährt, wird seine Freundin entführt. Die Polizei glaubt ihm kein Wort, da er die Geschehnisse des Abends nicht beweisen kann – im Gegenteil: diese existieren plötzlich nicht mehr. Stattdessen gerät er sogar unter Mordverdacht. Ein Psychopath treibt ein fieses, von langer Hand geplantes Spiel...
Wirklich packend schildert Marc Raabe die Ereignisse und Stück für Stück klärt sich alles auf. Dabei schafft es der Autor immer wieder neue Spannungsbögen aufzubauen, die letztendlich im großen Finale gipfeln. Das Buch ist so fesselnd geschrieben, dass ich es gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Es ist alles logisch geschildert und die Dinge, die am Ende ans Licht kommen einfach schockierend. Besonders interessant und gelungen umgesetzt fand ich, wie Gabriel’s Erinnerung an die grausige Nacht seiner Kindheit wieder in ihm wach werden.
Wer die Bücher von Sebastian Fitzek und Cody McFadyen mag, sollte Marc Raabe auf jeden Fall lesen.
- 1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Bewertung vom 02.05.2012





ausgezeichnet- Dramatische Höhlenrettung
Das Cover und der Titel sind zutreffend gewählt und die Kurzbeschreibung formuliert knapp, was den Leser dieses Buches erwartet.
Statt ihren Schulabschluss auf der offiziellen Party zu feiern, überredet Justin seine Freunde das Ende der Schulzeit im stillgelegten Bergwerk zu zelebrieren. In der unterirdischen Höhlenwelt stürzen Finn und Dana in einen Schacht, der als Mülldeponie dient. Noch ahnen die Jugendlichen nicht, in welcher Gefahr sie sich befinden.
Zur Hilfe eilt die blinde Höhlenforscherin Tia, die zusammen mit ihrem Freund Leon zu einem Gastvortrag in die Nähe des Unglücksortes gereist ist. Wie Tia nach betreten der Unglücksstelle feststellt, wächst in der Höhle ein Pilz, der sich bereits in kürzester Zeit auf den Opfern ausgebreitet hat und sie bewegungsunfähig machte.
Nachdem dann auch noch der Schacht, der scheinbar einzige Ausgang aus der Höhle, mit Geröll verschüttet wird und sich die Höhle immer weiter mit Wasser befüllt, beginnt für die vier Verschütteten ein Wettlauf gegen die Zeit.
Absolut spannend und in einem sehr guten Schreibstil schildert Laudan die Rettungsaktion. Abwechselnd werden aus der Perspektive der Verschütteten, der Retter und der Angehörigen vor dem Bergwerk die Ereignisse beschrieben. Da der Perspektivenwechsel fließend und mit Zeitangabe erfolgt, kann der Leser alle Eindrücke sehr gut verfolgen.
Sowohl die handelnden Personen sowie auch ihre Beweggründe, Gefühle und Ängste werden sehr gut beschrieben. Die Geschichte ist von Beginn an fesselnd und die zu überwindenden Hindernisse bei der Rettung absolut realistisch und packend beschrieben. Ich konnte mich sehr gut in die Lage der Verschlossenen hineinversetzen und habe die Fähigkeiten der blinden Tia, die keineswegs überzogen wirkten, sehr bewundert.
Daher kann ich dieses Buch unbedingt weiterempfehlen! Wer spannende Thriller ohne Blut und Mord erleben will, ist mit „Das Geflecht“ sehr gut bedient!
Bewertung vom 27.04.2012





sehr gut- Imaginärer Freund als Wegweiser
Eine wirkliche Kindheit hatte Elizabeth nicht. Denn nachdem sich ihre Mutter aus dem Staub gemacht hat, überließ ihr Vater ihr die Erziehung ihrer jüngeren Schwester und die Arbeiten im Haushalt. Dies wurde Elizabeth auf Dauer zuviel, also ist sie – als sie alt genug war – ausgezogen um ihr eigenes Leben zu führen und Karriere zu machen.
Doch ihre Vergangenheit scheint sie immer wieder einzuholen und so wirklich kann sie aus ihrer Rolle nicht ausbrechen. Denn nachdem ihre Schwester ihren Sohn Luke wegen ihrer Alkoholsucht vernachlässigt, nimmt sie ihren 6jährigen Neffen bei sich auf, um sich um ihn zu kümmern. Dieser bringt auch gleich seinen imaginären Freund Ivan mit. Zusammen mit ihm scheint Luke seine Lebensfreude zurückzugewinnen und hat die beiden haben jede Menge Spaß – was Elizabeth zunächst nicht so ganz nachvollziehen kann. Bis ihr selbst Ivan erscheint und auch in ihr totgeglaubte Gefühle zum Leben erweckt.
Cecelia Ahern’s Bücher zu lesen bedeutet in eine andere (Fantasie)Welt abzutauchen...Die Geschichte ist – mal wieder – total süß, einfühlsam und gefühlvoll geschrieben. Es handelt sich um einen typsichen Frauenroman der Herzschmerz garantiert – jedoch kein Groschenroman ist.
Bewertung vom 27.04.2012





gut- Katz-und-Maus-Spiel
Emma und Dexter lernen sich am Tag ihres Studienabschlusses kennen und gehen anschließend getrennte Wege. Dennoch verlieren beide nie den Kontakt zueinander und können auch nicht aufhören aneinander zu denken. Trotzdem führen sie (unabhängig voneinander) ihr eigenes Leben mit allen Höhen und Tiefen, das gegensätzlicher nicht sein könnte.
Nicholl’s Idee, die Entwicklung von zwei Menschen und ihrer gegenseitigen Zuneigung anhand von Zeitraffern zu skizzieren ist mehr als genial. Das Katz-und-Maus-Spiel der beiden Protagonisten entwickelt sich über eine längere Periode hinweg und bei jedem Treffen der beiden hofft man, dass nun endlich einer über seinen Schatten springt und die beiden Königskinder doch noch zueinander finden.
Überhaupt nicht gefallen hat mir das Ende der Geschichte. Damit meine ich jedoch nicht den Flashback auf den ersten Tag ihres Kennenlernens, sondern die abrupt endende Geschichte der beiden. Mir persönlich ist es zu melodramatisch gestaltet.
Bewertung vom 27.04.2012





weniger gut- Pharmakonzern experimentiert im Allgäu
Eine eigenartige Grippe, die zunächst nur ausländische Gastarbeiter befällt, kursiert im Mägertal. Nachdem kurz darauf auch Einheimische an der Virusinfektion sterben, wird um Kommisar Brunner die Soko „Winterstarre“ gebildet, die zusammen mit dem Journalisten Walcher aufklären soll, was hinter den mysteriösen Todesfällen im Allgäu steckt.
Leider nimmt Rangnick bereits von Anfang an jegliche Spannung aus der Geschichte heraus. Es beginnt im verschneiten Winter mit dem Leichenfund in der Hütte und dann wird detailliert beschrieben warum, weshalb und wie die Toten ins Mägertal gekommen sind und nach 180 Seiten langatmiger Ausführungen wird’s dann endlich interessant - der Zeitsprung ins Frühjahr und nach sagenhaften 190 Seiten beginnen endlich die Ermittlungen. Dabei weiß der Leser jedoch längst, wer die Leichen sind und wer sie „entsorgt“ hat. Daher ist die Tätersuche auch nicht mehr sonderlich spannend. Lediglich woher das Virus stammt und warum es ausgerechnet ins Mägertal gelangt ist, halten ein kleines bisschen Spannung aufrecht, die mich motiviert hat, das Buch doch noch zu Ende zu lesen.
Und das Durchhaltevermögen hat sich gelohnt. Denn ab dem Punkt, an dem die Soko gegründet wird wird’s spannend, wenn auch teils ein bisschen unrealistisch. Denn dass z.B. die skurpellosen Epidemie-Verantwortlichen eines Pharmakonzerns ausgerechnet einen investigativen Journalisten auf ihrem ansonsten mit Leichen gepflasterten Weg verschonen, scheint mir nicht ganz glaubwürdig.
Wo einige Passagen sicherlich auch wortarmer hätten geschildert werden können, wurden andere wiederum nur angerissen: Zu langatmig und ausschweifend fand ich z.B. den Prolog, in dem ausführlich von Markus und seinem Sohn Willi berichtet wird, die die Leichen gefunden haben. Aber im Rest der Geschichte kommen beide nicht mehr vor. Die gleiche Befürchtung hatte ich zunächst auch in Bezug auf Walcher, doch nach 100 Seiten erschien er doch wieder auf der Bildfläche bekam schließlich seine bedeutende Rolle im Fall „Winterstarre“.
Als es um die Untersuchung der Leichen ging, wofür ein amerikanischer Experte von der Bodyfarm hinzugezogen werden sollte, dachte ich kurz, dass nun jeden Moment Dr. Hunter auf der Bildfläche erscheint und seinen gesammelten Erfahrungsschatz ausbreitet. Aber es blieb lediglich bei der Andeutung und was letztendlich die Obduktion ergeben hat wird nicht mehr im Detail erläutert.
Zusammenfassend hat mir die Thematik des Buches sehr gut gefallen, zumal sie nach den Epi- und Pandemien der letzten Jahre sehr aktuell ist. Schade nur, dass durch zu viele Unwesentlichkeiten zu oft vom Kern der Geschichte abgelenkt wird und dass es keinen wirklichen Spannungsbogen gibt.
Bewertung vom 27.04.2012





weniger gut- Zweite Chance (fast) verpasst
Die Kurzbeschreibung auf dem Buchrücken hat mein Interesse geweckt: Lisa und Erik verbringen ihre Flitterwochen in Sansibar und nach Rückkehr erfahren sie, dass sie – hätte Lisa nicht ihren Ehering im Hotel liegen lassen, weshalb sie ihren Flug verpasst haben – in dem Flugzeug gesessen hätten, dass abgestürzt ist. Beide nehmen dies als Wink des Schicksals und beschließen fortan ihr Leben intensiv zu gestalten. Dazu fertigt jeder von ihnen eine Liste mit Dingen an, die er gerne erleben möchte, und die sie dann zusammen „abarbeiten“.
Was zunächst nach einer tollen Idee klingt und inhaltlich einen abwechslungsreichen Roman verspricht, stellt sich nachher als wortreiche Ankündigung ohne Substanz heraus. Denn statt mit der Realisierung ihrer Träume zu beginnen, diskutieren die beide endlos miteinander und das nach wochenlanger Bearbeitungszeit für die Listenerstellung! Auch stellt sich langsam heraus, dass beide überhaupt nicht in die gleiche Richtung blicken, sondern jeder von ihnen ganz andere Zukunftsvorstellungen hat. Da frage ich mich, ob die beiden nicht vor der Eheschließung ihre Gedanken (z.B. über ein Kind) ausgetauscht haben oder ob dieser „beinahe Unfall“ zu solch grundlegenden Veränderungen ihrer Einstellung geführt hat.
Jedenfalls gipfelt die süße Idee gemeinsamer und ungewöhnlicher Aktivitäten darin, dass sich plötzlich alles nur noch um Lisa’s unerfüllten Kinderwunsch dreht – den Erik nicht mit ihr teilt. Und dieses Problem macht immerhin fast die Hälfte des Buches aus, was ich mehr als schade und auch langweilig finde. Der angekündigte 2. Schicksalsschlag ereilt die beiden dann nach einem heftigen Streit (natürlich geht’s wieder um Lisa’s Kinderwunsch) und plötzlich ändert sich für beide alles - scheinbar.
Zusammenfassend muss ich sagen, dass das Buch die geweckten Erwartungen nicht erfüllen konnte. Die Idee finde ich – wie schon erwähnt – äußerst originell (wenn auch nicht unbedingt neu) und die Autorin hätte wesentlich mehr daraus machen können. Schade, denn dieses Beziehungsdrama dreht sich nur im Kreis und daher halte ich das Buch nicht für empfehlenswert.
Bewertung vom 27.04.2012





sehr gut- Abgründe eines Lehrers
Als der Lehrer Schirner beim nächtlichen Spaziergang mit seinem Hund erstochen wird, löst dies im Lehrerkollegium, bei seinen Schüler und auch bei seiner Familie Entsetzen und Unverständis aus. Er war so ein beliebter und engagierter Lehrer, dass niemand diese Greueltat nachvollziehen oder gar verstehen kann.
Kommisar Brandt nimmt die Ermittlungen auf und stößt dabei auf eine Mauer des Schweigens. Er kann einfach nicht glauben, dass Schirner nichts zu verbergen hatte und nach langem Bohren bröckelt so langsam die Fassade des beliebten Schirner. Während der Ermittlungen tun sich weitere Abgründe auf, die den Leser erschaudern lassen. Und nachdem der Täter neben Schirner noch weitere Opfer ins Visier nimmt, zieht der Fall ungeahnte Kreise.
Auch in diesem Roman lässt Franz seine Leser tief in die abtrünnige Seele des Täters blicken und bringt düstere Fakten zum Vorschein, die schlichtweg Entsetzen auslösen. Nichts desto trotz kann ich den Täter sehr gut verstehen und seine Reaktionen absolut nachempfinden. Franz zeigt mal wieder, dass hinter der Fassade nichts ist wie es scheint.
Nicht so gut gefallen hat mir das Ende der Geschichte. Auch wenn es logisch ist und ab einem gewissen Punkt vorhersehbar - es ist trotzdem irgendwie offen geblieben.
Bewertung vom 27.04.2012





ausgezeichnet- (Überlebens)grüße aus dem Jenseits
Nachdem ihr Mann Gerry an einem Gehinrtumor stirbt ist Holly auf sich allein gestellt. Sie vergräbt sich nach diesem Schicksalsschlag in ihrem Schneckenhaus und der Kummer frisst sie innerlich auf. Sie kann und will Gerry’s Tod nicht akzeptieren, denn der Plan war ein anderer: Sie wollten zusammenbleiben bis ans Ende ihres Lebens. Und das sollte verdammt nochmal nicht schon Ende zwanzig sein.
Doch das es für Holly nicht leicht sein wird hat Gerry bereits in seinen letzten Lebensmonaten kommen sehen. So hat er sich etwas überlegt, wie er ihr – trotz dass er tot ist – Stück für Stück zurück ins Leben helfen kann. Er hat ihr Briefe geschrieben, in welchen er sie auffordert Dinge zu tun, die sie wieder am Leben teilhaben lassen. Und zwar am Leben außerhalb ihrer Wohnung.
Auf diese Weise findet Holly tatsächlich schrittweise zurück ins Leben und beginnt wieder zu leben – auch ohne Gerry.
Ich glaube es gibt keine Frau, die diese Geschicht um Holly und Gerry nicht kennt – und schon gar keine, deren Augen beim Lesen trocken geblieben sind. Ich habe keine Ahnung was Cecelia Ahern auf eine solch rührende Geschichte gebracht hat, aber sie berührt sicherlich viele Menschen emotional. Mit viel Tiefgang und äußerst gefühlvoll und einfühlsam schildert sie Holly’s Trauer um Gerry’s Tod, wie sie jeglichen Lebenswillen und ihre Lebenskraft verliert und letztendlich – dank Gerry’s Hilfe – wieder langsam den Weg zurück ins Leben findet. Ich konnte mich sehr gut in Holly’s Lage hineinversetzen und habe geradezu mit ihr mitgefühlt.
Bewertung vom 27.04.2012





ausgezeichnet- Reise in die Vergangenheit
Die Geschichte beginnt in Frankreich, wo der Revuetheaterbesitzer Georges Hofmann ins Arte Studio eingeladen und dort von der Fernsehjournalistin Valerie interviewt wird. Während des Gesprächs erzählt er – eigentlich ungewollt – von der Zeit des Nationalsozialismus und die verdrängten Erinnerungen kommen in ihm zum Vorschein.
Nach der Sendung wird ihm ein Umschlag zugespielt, auf dem lediglich das Wort „Auschwitz“ steht und in dem sich eine noch nicht veröffentlichte Operette von Jacques Offenbach befindet. Valerie schlägt Georges vor, für ihn in Deutschland nach einem Käufer zu suchen und begibt sich auf die Reise.
Wenige Tage später ereignet sich im „Sultans Imbiss“ am Frankfurter Mainufer ein Massaker: Fünf Menschen werden erschossen und vom Wirt fehlt jede Spur. Außerdem wurde Valerie entführt. Die Zeugin Eva Helberger hat alles beobachtet und auch der Polizei gemeldet – die jedoch den Anruf zunächst nicht ernst nimmt.
Kommissar Marthaler nimmt die Ermittlungen auf, die ihn in die Zeit der NS-Verbrechen führen und ihm – sowie dem Leser – deutlich machen, dass diese Zeit längst noch keine abgeschlossene Vergangenheit ist.
Die Entwicklung der Geschichte hat mich äußerst positiv überrascht. Zunächst sind dem Leser die Zusammenhänge der unterschiedlichen und scheinbar voneinander unabhängigen Handlungsstränge noch nicht bewusst und es dauert auch fast bis zum Ende hin, bis die Parallelen sichtbar werden. Alles in allem ein äußerst gelungener Kriminalroman mit unerwarteten Wendungen.
Bewertung vom 27.04.2012





gut- Todeskünstler
Wer sich auf den Klappentext verlässt und auf den Seelenbrecher wartet wird enttäuscht. Denn wie sich beim Lesen herausstellt, hat der Täter ganz andere Ambitionen als „zusehen, wie ihre Augen brechen“. Und auch in der Kurzbeschreibung wird leider nur ansatzweise auf die eigentliche Story eingegangen, wodurch bei mir falsche Erwartungen geweckt wurden.
Es geht um einen Serienmörder, der seine weiblichen Opfer scheinbar wahllos auswählt und in immer kürzeren Abständen zuschlägt. Die Profilerin Lena Peters unterstützt das Polizeiteam um Volker Drescher bei den Ermittlungen, wird dann allerdings nach nur kurzem Einsatz wieder gefeuert. Da sie der Fall nicht loslässt ermittelt sie auf eigene Faust weiter und erhält Unterstützung vom (ebenfalls) suspendierten Wulf Belling.
Die Story ist spannend geschrieben und in kurze Kapitel gegliedert, die sich recht zügig lesen lassen. Allerdings pendelt sich die Geschichte durch die recht schnell nacheinander passierenden Ereignisse auf einem Level ein, wodurch ein Spannungsaufbau der im Finale gipfelt nicht gegeben ist. Auch erscheint mir der ein oder andere Sprung (z.B. Lena’s Besuch bei ihrer Vorgängerin in der Psychiatrie in Schottland oder ihr Überfall nachts in einer Gasse) etwas zu weit hergeholt. Auch das viel zu abrupte Ende und die Erklärung, warum auf einmal alles so schnell und reibungslos lief scheinen mir unglaubwürdig.































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