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Insgesamt 187 Bewertungen
Bewertung vom 21.05.2013





ausgezeichnet- Ab in den langersehnten Schottlandurlaub, doch halt! Ein außerplanmäßiger Gast im Schottenrock zwängt sich auf den Rücksitz, einsilbig und mürrisch zunächst, verkalkt, schrullig und leicht dement denkt Familie Thieme, doch Großtante Martha entpuppt sich bereits nach kurzer Zeit als Rudelführer.
Die Handlung ist nicht unbedingt spektakulär, doch mit soviel Witz und Ironie geschrieben dass dieses Buch zum Erlebnis wird. Zu einem wird die Beziehung zwischen den Generationen in die Mangel genommen, dann auch innerhalb der engeren Familie, Klischees werden abgehackt und Vorurteile beseitigt. Was zum Schluss bleibt ist ein wunderbares Erlebnis in einem wunderbaren Land mit einer inzwischen vertrauten Familie.
Ganz toll geschrieben, absolut empfehlenswert und zwar nicht nur als Urlaubslektüre!
Bewertung vom 16.05.2013





sehr gut- "Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück" fand ich schon toll und deshalb erfreute mich auch die Lektüre dieses Bandes. Der Erzählstil bleibt, die Leichtigkeit mit der Hector die Welt betrachtet auch, viele Charaktere aus Hectors ersten Reise kehren wieder, neue tauchen auf und insgesamt eine ausgewogene Lektüre. Und dennoch erwartete ich eine Steigerung oder Überraschung, doch diese blieben aus. Trotzdem empfehle ich dieses Buch, denn es ist nicht nur unterhaltsam sondern auch lehrreich. Ein schwieriges Thema humorvoll analysiert.
Bewertung vom 07.05.2013





ausgezeichnet- Eine kurzweilige Einführung in die griechische Mythologie über knapp 300 Seiten, ein Beschnuppern wenn man so will. Die wichtigsten Sagen chronologisch zusammengefasst, beginnend mit der Entstehung der Welt und mit der Irrfahrt Odysseus endend.
Die Sprache ist einfach und klar, leicht verständlich, und dennoch fast poetisch.
Als Schmankerl befindet sich am Ende des Buches ein Namenregister mit fast allen Mitwirkenden, übersichtlich gestaltet.
Das Buch ist perfekt um sich Grundwissen anzueignen oder das vorhandene aufzufrischen, oder als Nachschlagewerk, auf jeden Fall eine echte Bereicherung!
Bewertung vom 25.04.2013





ausgezeichnet- Erziehungsratgeber und Trostpflaster zugleich. Für mich persönlich ein wahrer Segen, denn erst durch dieses Buch verstand ich, dass meine Erziehungsmethoden keineswegs von Grund auf falsch waren und dass sich mein Kind nicht grundsätzlich gegen mich persönlich auflehnt. Das schon hat mir gereicht und alles Weitere war einfach nur hilfreich.
Im ersten Teil, der nicht immer leichte Übergang von Erziehung zu Beziehung, kritische Bereiche zwischen Eltern und ihren Kindern werden analysiert und durchleuchtet. Im zweiten Teil beantwortet Jesper Juul verzweifelte Elternbriefe und mit Zufriedenheit stellt man fest: wir sind nicht allein!
Der dritte Teil beschreibt die „Therapie“ seiner betreuten Familien oder zumindest ein Teil von ihnen.
Fundgrube voller Tipps und Ratschläge, ersetzt Baldrian und Johanniskraut zugleich, eine Investition die sich für uns absolut bezahlt machte. Danke Herr Juul!
Bewertung vom 25.04.2013





ausgezeichnet- Zu Beginn quälte ich mich durch die ersten 50 Seiten: der ungewohnten Schreibstil, der durchgehende gebrauch der Gegenwartsform, die kurzen Sätze, machten mir erhebliche Schwierigkeiten mich in die Geschichte einzufinden. Sobald man sich erst mal daran gewöhnt hat und vor allem sich nicht abschrecken lässt, kommt Begeisterung auf.
Mit Humor und viel Ironie gelingt es McCourt seine Geschichte als Junger Yankee und die seiner Familie zu erzählen. Eine Aneinanderreihung schrecklichen Geschehnisse, grauenvoller Armut und Elend, da fragt man sich als Leser: wie kann man nach so einer grausamer Kindheit ein Lebensbejahender Erwachsener werden. Sein Schicksal zeigt, dass man mit viel Mut und Verbissenheit aus eigener Kraft dem Elend entrinnen kann. Die Erzählung ist nicht morali-sierend oder anklagend, vielmehr zeigt sie die positive Einstellung des Schriftsteller zum Schicksal. Beim Lesen überkam mich immer wieder das Gefühl: schlimmer geht’s nimmer, der Höhepunkt müsste jetzt erreicht sein, dass es ab hier nur noch aufwärts gehen kann, doch dann, wieder ein Tiefschlag. Und trotz allem, kann man das Buch getrost optimistisch bezeichnen, denn ich war immer wieder überrascht, wie der junge Frank dem Leben die positiven Seiten abgewann, wie er sich über die kleinen Dingen des Lebens freute.
Eine spannende Geschichte, traurig, berührend und hoffnungsvoll.
Bewertung vom 11.04.2013





sehr gut- Eine polnische Kleinstadt und seine Bewohner vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg, grob der Inhalt dieses Buches. Beschrieben wird zunächst das Familien- und Geschäftsleben der jüdischen Bewohner, darunter hervorgehoben das der Familie Grünschlag, erfolgreiche Holzhändler in der ostgalizischen Kleinstadt Bolechow. Polen, Ukrainer und Juden lebten zunächst friedlich mit- und nebeneinander bis September 1939, als der Kriegsbeginn die Idylle zerstörte. Zunächst kam die russische Besatzung: die geschäftstüchtigen Juden wurden enteignet und teilweise deportiert. Nach deren Rückzug war die übriggebliebene jüdische Bevölkerung den deutschen Invasoren auf Gedeih und Verderb ausgesetzt. Von erstmals 6000 Juden, waren zu Kriegsende nur noch 48 gebrochene Seelen übrig.
Spannend erzählt, ergreifend und informativ.
Bewertung vom 10.04.2013





ausgezeichnet- „Ein Märchen“ für Erwachsene, das dem Leser unvergessliche Stunden beschert, in dessen Sog man sich verfängt ohne trübsinnig zu werden, von einem dänischen Schriftsteller von dem wir hoffentlich noch viel hören/lesen werden. Es ist im eigentlichen Sinne kein Märchen, denn die Realität der Handlungen bringt den Leser des Öfteren zur Atemlosigkeit.
Die Geschichte beginnt mit einem sechsjährigen Jungen, der am Rande der Gesellschaft bei seinem Vater lebt. Sie müssen unzählige male umziehen oder fliehen wie es der „Ich-Erzähler“ treffender formuliert, hausen in miserable Unterkünfte, der Verdienst des Vaters reicht nie für den kargen Lebensstil und so müssen sie sich anderweitig verhelfen. Der Junge besucht keine Schule, unterrichtet wird er aber von einem großartigen Lehrer, seinem Vater selbst, und nicht nur Lesen und Rechnen, sondern das Leben mit offenen Augen zu durchschreiten, den längst vergessenen Instinkten wieder Aufmerksamkeit zu widmen. Vier Jahre begleitet der Leser Vater und Sohn, auf Ihrer Wanderschaft, dann setzt die Erzählung zehn Jahre aus und beginnt wieder über einen Zeitraum von vier Jahren. Diese Unterbrechung ist erfrischend, führt dazu dass man seine Helden erneut entdeckt, durchanalysiert und verstehen möchte.
Herr Bengtsson hat einen großartigen Roman geschaffen. Eine originelle Geschichte, nüchterne Sprache, tiefsinnig und nachhaltig, den man bis zum Schluss nicht mehr aus den Händen legen will.
- 1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Bewertung vom 09.04.2013





ausgezeichnet- Wir sind stolze Besitzer der gesamte „Petterson und Findus“ - Reihe und waren überglücklich als nach schier unendlichem Warten ein neues Abenteuer erschien. Und in altbewehrter Tradition sind sowohl die Geschichte, als auch die fröhlichen, detailreichen Zeichnungen hervorragend, Petterson ist immer noch muffig und Findus hibbelig und durchgeknallt, Kontinuität die Kinder lieben. Altersempfehlung ab 4, doch meine Tochter ist 7 Jahre alt und liest, auch wenn die Schrift etwas klein ist, diese Bücher unheimlich gern.
Bewertung vom 08.04.2013





weniger gut- Die Biographie beginnt mit einem Buch, das die Autorin zur Hilfe nimmt um das Leben der Mutter zu rekonstruieren. Die Einführung ist fließend und rund, doch sehr bald werden die Sätze abgehackt, gestückelt, Briefe, Anekdoten, Belege werden beigelegt und den verzweifelten Versuch gestartet ein einheitliches Ganzes zu bilden. Ich konnte mich zu keiner Zeit in die Situation oder die Protagonisten versetzen, keine Sympathie kam auf und auch kein Verständnis für die Haltung der Autorin. Natürlich war die Nazizeit unbeschreiblich hart, und zwar für alle Juden die sich nicht rechtzeitig absetzten, aber sich über das Fehlen von Personal zu beklagen? wenn andere im Ghetto, und nicht nur, ums nackte Überleben kämpfen? Im Vergleich zu anderen Biographien aus dieser Zeit, war Elses Leben regelrecht belanglos, nichts Besonderes. Die zwei Sterne die ich trotzdem vergeben konnte, waren für die gelieferten Fakten, Informationen und Begebenheiten dieser Zeit die ich durchgehend interessant fand.
Fazit: für mich persönlich war diese Buch keine Bereicherung.
Bewertung vom 21.02.2013





ausgezeichnet- Nichts, was Zeruya Shalev in diesem Roman beschreibt, wird irgendeinem unbekannt sein, es ist der Alltag der Zweisamkeit, mit seinen Hochs und Tiefs, Kränkung und Leidenschaft, Hoffnung und Angst. Aber die Art in der die Geschichte von Na’am und Udi, und derer Tochter Noga erzählt wird ist einzigartig.
Ein israelisches Ehepaar das an der Liebe leidet, aber ohne einander scheinbar auch nicht kann, trennt sich nach jahrelanger Qual schließlich und findet - oder auch nicht- ihr Frieden. Wie es zur Trennung kommt und wie jeder damit umgeht, davon handelt dieses Buch. Am Ende weiß der Leser doch nicht was in der Liebe gut oder richtig ist , aber er hat eine Landschaft voller Gefühle durchwandert, gelitten und gefreut, verurteilt und freigesprochen, und bis zum Schluss gehofft.
Die schnörkellose wunderbare Sprache, schier endlosen Sätze, peniblen Charakterbeschreibungen sind nur wenige der Eigenschaften die diese Autorin auszeichnen. Schon bei „Liebesleben“ bin ich ihr verfallen, dieses Buch jedoch übertraf bei weitem all meine Erwartungen, es lies mich bereits ab den ersten Zeilen nicht mehr los. Frau Shalev gelingt es den Leser in ein Geflecht aus Ereignissen und Gefühlen einzubinden, denen man so schnell nicht mehr entkommt. Großartig!







































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