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Insgesamt 116 Bewertungen
Bewertung vom 20.05.2013





gut- Mit großer Spannung wurde der neue Roman von Dan Brown erwartet und seit diese Woche ist er im Buchhandel zu bekommen. Wer Dan Brown kennt erwartet von „Inferno“ Hochspannung auf jeder Seite, eine sympathische Hauptfigur und ein bisschen Verschwörungstheorie im Hintergrund.
In „Inferno“ befindet sich Robert Langdon in Florenz auf den Spuren von Dantes „Göttlicher Komödie“. Er wacht in einem Krankenhaus auf, ohne sich zu erinnern, warum er in Florenz ist und was er dort machen soll. Doch schnell wird klar, dass er verfolgt wird. In seiner Jackentasche findet er ein altes Rollsiegel, in dem ein Bild von einer Darstellung von Dantes Vorstellung der Hölle versteckt ist- jedoch mit einigen entscheidenden Veränderungen. Er begibt sich auf die Suche nach dem Sinn hinter dieser Veränderung und gerät in einen Kreis aus Verrat und Gefahr.
Dan Browns neuestes Buch beginnt spannend und interessant, als Leser jagt man mit dem Kunsthistoriker Langdon und seiner Ärztin Sienna Brooks nach seinen Erinnerungen und dem Sinn hinter seinem Fund. Doch leider steigert sich die Spannung nicht weiter, das Buch läuft auf einem guten, aber nicht herausragenden Niveau dahin, ohne einen wirklich mitzureißen. Die Idee hinter „Inferno“ ist zwar sehr gut, doch meiner Meinung nach verzettelt sich der Autor in zu vielen Details und Hinweisen. Ständig bleibt Langdon bewundernd stehen und erklärt die Geschichte und den Hintergrund von Kunstwerken, obwohl er doch eigentlich auf der Flucht ist. Hier hatte der Autor anscheinend den Wunsch, das Maximum seiner Recherche auch in den Roman einfließen zu lassen, was für den Leser etwas anstrengend wird.
Zudem wird jedem, der schon einmal in Florenz war, beim Lesen schnell klar, dass Dan Brown die Stadt zu seinen Gunsten umgemodelt hat. Gebäude stehen woanders, Straßen verlaufen plötzlich zu anderen Plätzen und auch das ein oder andere Kunstwerk hat seinen Weg an einen anderen Ort gefunden. Das hatte Dan Brown bereits in vorgehenden Büchern mit Rom gemacht, als störend empfindet man es beim Lesen dennoch, wenn einem ein falsches Stadtbild vorgegaukelt wird.
Dem Ende des Romans hingegen hätten etwas mehr Stoff und Recherche gut getan wie ich finde, doch das sollte jeder nach dem Lesen selber für sich entscheiden. Alles in allem ist Dan Brown mit „Inferno“ ein spannender Roman gelungen, der aber nicht an die Vorgänger heranreichen kann.
Bewertung vom 16.05.2013





sehr gut- Ein hochangesehener Arzt der Charité in Berlin wird verdächtigt, ein neunjähriges Mädchen vergewaltigt und brutal erschlagen zu haben. Die Beweise scheinen erdrückend, der Anwalt des Arztes glaubt jedoch nicht an dessen Schuld und zieht den Stuttgarter Ermittler Georg Dengler hinzu. Während der in Berlin ermittelt, ist sein Sohn aktiv in der Bewegung gegen Stuttgart 21, so dass die Hintergründe rund um den Bahnhofsbau immer mit in die Geschichte eingestreut werden. Der zweite Handlungsstrang beschreibt den Pharmaboss Assmuss, der von einem scheinbar verrückten Mann entführt wurde, der ihn in seinem Gefängnis täglich mit Fragen über die Pharmabranche konfrontiert.
Fast bis zum Schluss werden die beiden Handlungsstränge nicht miteinander verbunden, was das Lesen zum Teil etwas schwierig werden lässt, da völlig unabhängig erscheinende Geschichten nebeneinander stehen. Doch die Jagd von Dengler nach dem Mörder des Mädchens und seine Faktensuche sind spannend und aufregend wie immer, so dass der Krimi kaum darunter leidet. Die Informationen, die Assmuss seinem Entführer gibt und die der Autor Wolfgang Schorlau gemäß seinem Nachwort genauestens recherchiert hat, offenbares Grausiges: Für die meisten Krankheiten wird gar nicht mehr geforscht, weil es sich finanziell nicht lohnt, es werden lediglich abgewandelte Medikamente von alten Produkten auf den Markt geworfen. Erst ganz zum Schluss wird aufgeklärt, was diese Informationen mit dem Mord an dem Mädchen und dem renommierten Arzt zu tun haben könnten.
Auch wenn ich diesen Band rund um den Ermittler Georg Dengler nicht ganz so spannend fand wie die letzten, ist er immer noch großartig zu lesen, besonders durch die Aktualität des Themas und dem Hintergrundwissen, das Wolfgang Schorlau recherchiert hat und an den Leser weitergibt.
Bewertung vom 16.05.2013





ausgezeichnet- Heinrich VIII. ist der wohl bekannteste englische König. Um sich von seiner Frau scheiden zu lassen, brach er mit der katholischen Kirche und hatte nacheinander mehrere Ehefrauen, von denen einige sogar auf dem Schafott landeten, wenn er sich zu einer anderen hingezogen fühlte. Doch wer ist der Mann an seiner Seite, der in ihn bei allen rechtlichen und privaten Problemen zur Seite stand? Thomas Cromwell wurde als armer Sohn eines Schmieds in Wales geboren, floh vor seinem gewalttätigen Vater durch ganz Europa, lerne Recht und Wirtschaft kennen und wurde später zum Berater von Heinrichs Feind in der Kirche, Kardinal Wolsey. Nach dessen Tod arbeitet er sich bis zum engsten Berater und Vertrauten des Königs hoch.
Hilary Mantel beschreibt in diesem Buch detailliert den Aufstieg von Thomas Cromwell, seine Rolle bei der Auseinandersetzung mit der katholischen Kirche und den gleichzeitigen Aufstieg von Anne Boleyn zur Königin von England. Dieser historische Roman unterscheidet sich von den meisten anderen nicht nur durch die großartige Rechercher und die detailreiche Beschreibung, sondern auch durch den völligen Verzicht auf Kitsch und die romantische Verklärung von vergangenen Zeiten. Der nüchterne Stil der Booker-Preisträgerin von 2009 passt zum kühl denkenden Analytiker Thomas Cromwell, der immer zwei Schritte weiter zu denken scheint, als alle in seinem Umfeld. Während alte Vertraute des Königs in Ungnade fallen, arbeitet er sich konstant immer dichter an das direkte Umfeld des Königs heran.
„Wölfe“ ist ein herausragender historischer Roman, von dessen Umfang (immerhin 760 Seiten) man sich keinesfalls abschrecken lassen sollte. Die Autorin näherte sich Heinrich VIII. aus einem neuen Blickwinkel, was das Buch auch für Leser, die sich schon viel mit seiner Geschichte beschäftigt haben, durchaus interessant werden lässt. Und mit „Falken“ ist bereits der zweite Band ins Deutsche übersetzte worden, auch für diesen erhielt Hilary Mantel 2012 den Booker Prize. Die Geschichte um Thomas Cromwell und eigenwilligen englischen König geht also weiter.
Bewertung vom 16.04.2013





sehr gut- Nach acht Jahren kehrt Vianne Rocher nach Lansquenet zurück. Ein alter Brief ihrer toten Freundin bringt sie dazu, Paris den Rücken zu kehren und mit ihren Kindern Anouk und Rosette in das Dorf zurückzufahren, das sie einst vehement bekämpft und vertrieben hat. Dort trifft sie auf alte Freunde und alte Feinde. Doch der Pfarrer, der einst gegen sie hetzte, scheint selber Probleme zu haben und ist auf ihre Hilfe angewiesen. Und die maghrebinische Gemeinde im Ort hat sich vergrößert und mit Inès eine starke Persönlichkeit gewonnen, die der Gemeinde viel Ärger bereitet. Vianne muss herausfinden, was eigentlich passiert ist, das diese Feindschaften sät.
„Himmlische Träume“ ist der dritte Band der Romanreihe um Vianne Rocher, die mit „Chocolat“ einen weltberühmten Anfang hat. Dieser Roman von Joanne Harris ist großartig zu lesen, auch ohne die ersten beiden Bände gelesen zu haben. Die Geschichte hat etwas märchenhaftes, die Figuren aus 1001 Nacht treffen auf ein scheinbares südfranzösisches Dorfidyll, dessen Fassade schon völlig zerbröckelt scheint. Francis Reynaud, der Pfarrer der Gemeinde, wird beschuldigt gegen die Maghrebiner zu hetzen, intolerant und fremdenfeindlich zu sein und wird durch einen anderen Pfarrer ersetzt. Hilflos kämpft er gegen diese Vorurteile und macht damit alles nur noch schlimmer. Vianne, früher seine erbitterte Gegnerin, sieht sich plötzlich in der Position, ihm helfen zu müssen.
Der Stil der Autorin bei all dem ist sehr farbig, die Geschichte voller Fantasie und märchenhaft anmutender Szenen. Dabei wird dennoch ein hochaktuelles Thema der französischen Gesellschaft thematisiert, das Zusammenleben mit Zuwanderern, die nicht nur eine andere Kultur und Traditionen sondern auch eine den Menschen persönlich wenig bekannte Religion mitbringen. Dabei nimmt Joanne Harris die Leser von der ersten Seite mit auf diese besondere Reise und verliert sie an keiner Stelle, denn die Beschreibungen sind so detailliert, das man wunderbar folgen kann und lassen dennoch Raum für die eigene Fantasie und Gedankenspielereien.
„Himmlische Träume“ ist ein wunderbares Buch darüber, was das Eigene und das Fremde in einer kleinen Dorfwelt bedeuten können und wie die Menschen damit umgehen. Absolut für empfehlenswert für jeden, der eine ganz besondere Geschichte sucht.
Bewertung vom 10.04.2013





sehr gut- Denza ist ein junges Mädchen in Italien Ende des 19. Jahrhunderts. Sie will eigentlich nur eines: von den Männern umschwärmt werden und einen tollen Verehrer heiraten. Als ihre Cousine ihr erzählt, dass ein reicher Mann sie in der Oper beobachtet hätte, verliebt sie sich in ihn, ohne in jemals gesehen zu haben. Wenn die beiden sich treffen, sehen sich in die Augen und Denza ist sich sicher, dass junge Herr sie liebt und heiraten wird, ohne je mit ihm gesprochen zu haben. Doch die Zeit vergeht, ihre Cousinen und ihre Schwester heiraten und der junge Mazzucchetti hat immer noch nicht um ihre Hand angehalten....
Der Roman „Ein Bräutigam fürs Leben“ von Marchesa Colombi erschien ursprünglich 1885 unter dem Titel „Eine Provinzheirat“ und wurde jetzt von Natalia Ginzburg mit einem Vorwort versehen und neu veröffentlicht. Dabei passt der alte Titel sehr viel besser zu der Romanhandlung als der neue, denn um das Leben in der italienischen Provinz geht es eigentlich. Der Stil der Autorin ist leicht und gut lesbar, so dass die 120 Seiten schnell verschlungen sind. Denza ist zwar mit ihrer unglaublichen Naivität fast schon anstrengend, doch gleichzeitig auch ein Bild der damaligen Zeit und des Frauenbildes. Die Vorstellung, ohne Ehemann als alte Jungfer zu enden, ist schlimmer, als einen fremden und vielleicht ungeliebten Mann zu heiraten. Durch den Stil der Autorin wird die Geschichte jedoch nie anstrengend und ein bisschen fühlt man mit Denza mit, ein bisschen belächelt man auch ihre provinzielle Gutgläubigkeit.
Die in der editionfünf erschienene Neuauflage ist sehr schön gestaltet und damit ein absoluter Geschenketipp, wenn man jemandem etwas besonderes schenken will. Das Vorwort von Natalia Ginzburg macht einen neugierig auf den Roman, so dass man ihn gleich durchlesen möchte. „Ein Bräutigam fürs Leben“ ist ein wunderschönes Büchlein für Zwischendurch geworden, dass man wunderbar immer wieder lesen kann, um neue Seiten zu entdecken.
Bewertung vom 08.04.2013





sehr gut- Heloise ist jung, Studentin und lebt in Berlin. Sie geht feiern mit ihren Freundinnen und arbeitet nebenbei bei einem Magazin, bei dem sie eine eigene Kolumne hat. Doch sie hat wie ihre Freundinnen auch ein Problem: Sie ist Single und alle Männer scheinen von einem anderen Stern zu stammen, verstehen tut sie sie nämlich nicht. Die Autorin Sophie Senoner beschreibt in dem Roman das Leben von Heloise und ihren Freundinnen Mia und Luise auf der Suche nach dem Sinn ihres Lebens.
Der Roman erinnert von der Story am Anfang etwas zu sehr an „Sex and the City“ und beim Lesen hatte ich öfter den Gedanken, dass die Story schon einmal zu oft erzählt wurde, um eigentlich noch neues zu bieten. Und so läuft das Leben von Heloise an einem vorbei, ohne einen wirklich mitzureißen. Doch der Stil von Sophie Senoner ist unterhaltsam und so lässt sich das Buch gut lesen und man hat trotz der relativ beliebigen Handlung Spaß dabei. Ich hätte mir gewünscht, dass die Personen etwas eigenwilliger und charakteristischer gewesen wäre. Es fehlte etwas die herausragende Idee, doch der junge und freche Stil der Autorin macht einiges aus. Und so bleibt das abschließende Urteil: ein durchaus empfehlenswerter Roman über das junge Berlin.
Bewertung vom 12.03.2013





ausgezeichnet- William Sutton ist ein kranker alter Mann, als er nach jahrelanger Haft aus dem Gefängnis entlassen wird. Doch als „Willie the Actor“ ist er der bekannteste Bankräuber Amerikas, zahlreiche Banken hat er ausgeraubt, ohne jemals seine Waffe zu benutzen. Zwei Journalisten begleiten William in diesem Buch auf seine Erinnerungsreise, seine Kindheit und Jugend in New York als Nachfahre irischer Einwanderer Anfang des 20. Jahrhunderts, seine ersten Überfälle, Verurteilungen und Ausbrüche aus Hochsicherheitsgefängnissen. Und immer wieder kommen sie zu Bess, der Frau, mit der alles anfing.
Der Roman besticht durch seine Nähe zu der Hauptfigur, die der Autor J.D. Moehringer durch die persönlichen Erinnerungen von William Sutton herstellt. Die Erzählzeit springt zwischen seinen Erinnerungen und der Gegenwart hin und her, in der er mit Schreiber und Knipser durch New York fährt und die Spuren seines Lebens ergründet. Obwohl einem klar ist, dass das, was William tut eigentlich falsch ist, kann man als Leser nicht anders, als mit ihm zu fühlen und im immer wieder Glück zu wünschen, in der Liebe, bei seinen Überfällen und auch, wenn er mal wieder versucht aus einem Gefängnis zu entwischen, aus dem es eigentlich keinen Ausweg gibt. Die ganze Geschichte ist durchzogen von seinen Gefühlen für Bess, die er eigentlich nur kurz kannte und für die er seinen ersten Raub begangen hat. Egal wo er ist, die Erinnerung an Bess hält ihn aufrecht. Dabei ist nicht immer klar, ob er sich wirklich erinnert oder Wunschträume spinnt, wie es hätte sein sollen zwischen ihnen.
J.R. Moehringer ist eine großartige fiktionale Biographie eines Bankräubers gelungen, den es wirklich gab. Der „wahre“ William Sutton raubte in seinem Leben um die zwei Millionen Dollar. Auch die Gewaltlosigkeit des Räubers entstammt nicht der Fantasie des Autors, in einem Interview gab William Sutton, dass die Waffe, die er trug, nie geladen gewesen wäre. Die Umsetzung der Geschichte in dem Roman „Knapp am Herz vorbei“ ist dem Autor wunderbar gelungen und er erzählt das Leben von William Sutton so nah und mitreißend, dass man ihn nur ungern wieder verlässt.
Bewertung vom 07.03.2013





sehr gut- Oktoberfest 1980 in München: Eine Bombe explodiert in einem Mülleimer, zahlreiche Menschen sterben und werden verletzt, es ist der schwerste Terrorschlag in der deutschen Geschichte. Schnell einigt sich die Polizei darauf, dass es ein rechtsradikaler Einzeltäter war, der den Anschlag ausgeführt hat und dabei zu Tode kam. Doch einige Zeugen sagen aus, dass sie mehrere Männer kurz vor dem Anschlag an besagtem Mülleimer gesehen haben. Der Privatermittler Georg Dengler wird vom neuen Chef des BKA beauftragt, den Fall neu aufzurollen. Dabei schickt er ihn und seine Freunde in große Gefahr, ohne davon zu wissen. Denn der Fall zieht weite Kreise in LKA, BKA, Verfassungsschutz und sogar ausländischen Geheimdiensten.
Dieser Krimi von Wolfgang Schorlau ist der bisher unheimlichste, wenn man davon ausgeht, dass seine Spekulationen wahr sein könnten. Was wäre, wenn die Polizei nicht immer nur zum Schutz der Bevölkerung agiert, sondern vielmehr Teile vollkommen korrupt sind und die gesellschaftliche Meinung beeinflussen wollen? Gleichzeitig geht er Spuren der V-Leute in der NPD und der rechtsradikalen Szene nach und sein Ermittler Dengler deckt unangenehme Zusammenhänge auf. Dennoch ist es schwer vorstellbar, was Dengler dort ermittelt und so muss man sich immer wieder klar machen, dass die Romane vor allem eines sind: Kriminalromane, also Fiktion. Kein Tatsachenbericht, keine journalistische investigative Recherche. Dies tut den Büchern jedoch keinen Abbruch, sie bleiben spannend und hochpolitisch. Die Hauptfigur Georg Dengler und auch seine Freunde agieren sympathisch wie immer, dieses mal steht der Horoskopeschreiber Klein mit ihm im Mittelpunkt, eine ungewollt komische Figur in der Truppe um den ehemaligen BKA-Beamten.
Auch wenn dieser Krimi manchmal eine leichte Tendenz zur Verschwörungstheorie zu entwickeln scheint, ist er handwerklich großartig gemacht, logisch aufgebaut und hochgradig spannend bis zur letzten Seite.
Bewertung vom 26.02.2013





sehr gut- Smokey Barrett hat gerade ihren Mann und ihre Tochter auf grausame Weise verloren, sie selbst ist gezeichnet von den Narben, die ein irrer Serienkiller ihr im Gesicht zugefügt hat. Sie hat all das noch nicht verarbeitet, als sie erfährt, dass eine Freundin von ihr ebenfalls bestialisch ermordet wurde und ihre Tochter drei Tage an ihre tote Mutter gefesselt in der Wohnung lag. Und der Täter hat eine Botschaft für Smokey hinterlassen- sie soll ihn jagen, und sie soll sich Mühe geben, denn sonst werden immer mehr Menschen sterben, die ihr und ihrem Team wichtig sind.
Der erste Band der Reihe um Smokey Barrett ist unglaublich grausam und blutrünstig, gleichzeitig aber so spannend, dass man gar nicht mehr aufhören kann zu lesen. Da sie und ihr Team persönlich betroffen sind, lernt man alle Charaktere, die auch für die späteren Bände wichtig sind, gut kennen. Jeder hat seine Geheimnisse und Eigenarten die der Mörder gnadenlos aufdeckt. Doch woher kann er all diese Informationen haben? Geheimnisse, die eigentlich niemand wissen kann, scheinen für ihn einfach zu erfahren zu sein. Das macht die Handlung besonders gruselig und spannend.
Mir hat der erste Band von Cody McFadyen sehr gut gefallen, auch wenn ich ihn etwas zu blutrünstig fand. Eine weniger detaillierte Beschreibung der Morde wäre an manchen Stellen für den Leser sehr angenehm gewesen. Dennoch absolut empfehlenswert für Fans von spannenden Thrillern, die einem den Schlaf rauben.
Bewertung vom 26.02.2013





ausgezeichnet- Eine junge Frau wird in einem Zelt gesteinigt aufgefunden, zudem wurde ihr eine Hand abgehackt. Während für die Polizei schnell klar scheint, dass es sich um einen Ehrenmord handeln muss, den der pakistanische Freund des Opfers begangen haben muss, lässt sich Journalist Henning Juul nicht von der einfachen Lösung überzeugen. Zuviel Widersprüche in dem Fall bringen ihn dazu, auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei schleicht sich seine eigene Vergangenheit immer wieder in die Handlung, denn vor kurzer Zeit starb sein Sohn bei einem Wohnungsbrand, er selbst ist gezeichnet von den Brandnarben. Doch das hält ihn nicht davon ab, sich bei den Ermittlungen erneut in Gefahr zu bringen.
„Sterblich“ von Thomas Enger ist ein angenehm ruhiger und trotzdem hochspannender Krimi. Die Handlung lebt von den Reflexionen und Ermittlungen des Journalisten Juul, der Zusammenhänge erkennt, über die die Polizei oft unbewusst hinwegsieht. Gleichzeitig hat die Handlung viel Tiefgang und zeigt, dass die einfachen Lösungen oft falsch sind. Juul hinterfragt alle Ergebnisse der Polizei und muss sich gleichzeitig noch mit einem Kollegen herumschlagen, der mit seiner Exfrau zusammen ist, was dem ganzen eine leicht humoristische Note gibt.
Mir hat der erste Krimi von Thomas Enger großartig gefallen, der Autor hat einen tollen Stil und ich freue mich auf viele Fälle mit dem Journalisten Henning Juul.







































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