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Bewertungen

Insgesamt 180 Bewertungen
Bewertung vom 19.05.2017
Deathline - Ewig dein
Clark, Janet

Deathline - Ewig dein


sehr gut

Meine Meinung:
„Ewig Dein – Deathline“ von Janet Clark habe ich mit der wasliestdu.de Community in einer Leserunde gelesen. Ich habe mich auf das neue Jugendbuch der Autorin sehr gefreut, nachdem ich „Schweig still, süßer Mund„ vor einigen Jahren verschlungen habe und so sollte es auch dieses mal sein.

Die Ferien sind angebrochen und Josie hat auf der Ranch ihres Vaters eine Menge zu tun. Nach einem schweren Autounglück kann er nur eingeschränkt am Arbeitsleben teilhaben und so kümmern Josie und ihr Bruder Patrick sich um den Betrieb. Plötzlich passieren einige Pannen und mysteriöse Vorfälle – ebenso im Dorf. Haben die Greenies, die als Gastarbeiter auf der Farm eingestellt sind, oder einer der Gäste, etwas damit zu tun? Schon bald erfährt Josie ein Geheimnis von Ray, einem Greenie, an dem sie ihr Herz verschenkt hat, dass sie alle in Gefahr schweben. Welche Rolle spielt sein verlorenes Amulett dabei und findet sie einen Ausweg?

Der Schreibstil von Janet Clark ist flüssig zu lesen und hielt eine Überraschung für mich parat. Sie schreibt in der Ich-Perspektive der Protagonistin Josie, die mich im Prolog, Epilog und Zwischendurch direkt angesprochen hat, als würde sie persönlich mit mir sprechen. Das hat mir richtig gut gefallen und ich fühlte mich ihr dadurch verbunden.

Die Story ist mystisch und an einigen Stellen so gruselig, dass ich mich am liebsten unter meine Bettdecke verkrochen hätte. Bei diesen Parts konnte ich das Buch nicht mehr aus den Händen legen, und vergaß teilweise das Atmen oder habe mich erwischt, wie ich an meinen Fingern knabberte – vor Aufregung und Anspannung.

Die Liebesgeschichte zwischen Josie und Ray war vorhanden, doch konnte ich die Emotionen nicht miterleben. Ich fand, dass das Mysteriöse und der Thrillfaktor im Vordergrund stand, viel mehr als ich vermutet hätte und die Liebesgeschichte zu kurz kam.
Mir fehlte die Tiefe in den Charakteren, die auf der Strecke blieben. Die Nebencharaktere waren interessant und ich mochte sie, doch auch hier funkte es nicht immer.

Der Showdown war perfekt und ich wurde durch die Wendungen am Ende überrascht. Es hat Spaß gemacht zu spekulieren und Vermutungen aufzustellen, wie es ausgehen könnte. Der Schluss wurde nicht komplett aufgelöst und es bleiben noch einige Fragen offen. Ich hoffe, dass der zweite Teil nicht zu lange auf sich warten lässt.

Fazit:
„Ewig dein – Deathline“ von Janet Clark ist ein mysteriöser Jugendroman, der mich durch Spannung und Nervenkitzel mitfiebern ließ. Der Romanceanteil war gering und konnte mich nicht begeistern. ~ mystisch ~ emotionslos und fehlende charaktertiefe ~ Fantasy & Thrill-Anteil mit Suchtpotenzial

Bewertung vom 18.05.2017
Heute leben wir
Pirotte, Emmanuelle

Heute leben wir


schlecht

Zum Buch:
Der Schutzumschlag ist glänzend und fällt durch den leuchtend roten Schriftzug des Titels direkt auf. Das kleine Mädchen zeigt sich nur zum Teil und hat wunderschöne Augen, aber mit einem traurigen und ängstlichen Blick. Eine ansprechende Gestaltung, die erahnen lässt, dass sich hier eine dramatische Geschichte hinter den Buchdeckeln versteckt.
Das Papier ist fest und hochwertig, und die Schrift ist groß, was ich angenehm beim Lesen finde .

Erster Satz:
"Das geschmierte Brot blieb dem Vater an den Lippen hängen."

Meine Meinung:
"Heute leben wir" ist der Debütroman der Schriftstellerin Emmanuelle Pirotte. Ich erhielt dieses Buch als Buchflüsterer von buecher.de. Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, war mir klar, dass dies nicht unbedingt eine Geschichte ist, die ich mir im Buchhandel ausgesucht hätte. Mein Bauchgefühl sollte Recht behalten.

Es ist Winter im Jahre 1944 – es herrscht Krieg. Renée, ein jüdisches kleines Mädchen, wird in einem Dorf der bergischen Ardennen von Bauern versteckt bis die amerikanischen Truppen die Ortschaft belagern. Renée wird vom Dorfpfarrer in einen Jeep der Amerikaner gesetzt. Dachte er – doch der Wagen gehörte den SS Soldaten und Renèe trifft dabei auf Matthias. Er wiedersetzt sich seiner Pflicht sie zu töten und erschießt seinen Kameraden, um dem Mädchen das Leben zu retten. Getarnt begibt sich Matthias mit Renèe auf die Flucht.

Der Schreibstil von Emmanuelle Pirotte ist gewöhnungsbedürftig und keine leichte Kost. Der Text las sich holprig durch zu kurze Sätze. Die Autorin wollte damit ausdruckstark rüberkommen, was für mich stumpf und unlesbar wirkte.
Die Schriftstellerin nutzte viele altertümliche Begriffe, die man heute im normalen Sprachgebrauch nicht verwendet und die der Geschichte in keinster Weise vorangetrieben haben.

Der geschichtliche Hintergrund ist präsent und es gibt Rückblenden und historische Berichterstattungen. Mich haben diese Erzählungen und die Tatsache, dass diese Story mitten im Krieg spielt, abgeschreckt.
Ich quälte mich durch die Seiten und fand zu den Charakteren keinen Bezug. Ich las die Zeilen, war aber mit dem Verstand und Herzen nie im Geschehen. Geschrieben wurde abwechselnd in den Sichtweisen von Renèe und Matthias, was mir sonst immer gefallen hat. Aber hier hat es den gewünschten Effekt, der Charaktertiefe oder dem Drama nahe zu sein, für mich verfehlt.

Ich habe bei der Hälfte aufgegeben und das Buch abgebrochen, weil es mir keinen Spaß gemacht hat.

Fazit:
"Heute leben wir" von Emmanuelle Pirotte erzählt von einer Kriegsgeschichte im Jahre 1944 über ein jüdisches Mädchen und einem SS Soldaten. Mich konnte die Geschichte und der Schreibstil nicht begeistern. ~ Kriegsdrama mit historischem Hintergrund ~ anspruchsvoller Text ~ kein Lesegenuss, sondern ein Zeilenquäler

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Bewertung vom 12.05.2017
Wellenglitzern
Merburg, Marie

Wellenglitzern


ausgezeichnet

Zum Buch:
Die Covergestaltung ist ein Traum und ich sah es mir gerne beim Lesen an. Der Titel ist leicht hervorgehoben und funkelt durch seine Glitzerpartikel im Licht, was sich auf dem Buchrücken wiederholt. Das Meer, der Strandkorb und die typischen Ostseemerkmale ließen Urlaubsstimmung aufkommen. Im Innenteil der Buchdeckel führt sich die Gestaltung weiter. Niedliche Möwenbilder unterteilen die Abschnitte innerhalb eines Kapitels.

Erster Satz:
"Es war schrecklich, einfach schrecklich. "

Meine Meinung:
„Wellenglitzern“ von Marie Merburg lernte ich bei einer Blogtour kennen, verliebte mich in die Geschichte und war traurig, als ich das Buch zuschlag, weil ich mich von liebgewonnenen Protagonisten trennen musste.

Sophie erfüllt sich ihren Traum – den Segelschein zu machen, und reist nach Rügen, nachdem ihr Ex-Mann sich weigerte mitzufahren, was zur Trennung führte. Dort angekommen trifft sie als erstes auf den mürischen Teenager Leonie, die am Empfang der kleinen Pension Meeresruh in Glowe sitzt.
Am nächsten Tag beginnt ihr Segelkurs und sie lernt ihren Segellehrer Ole kennen, der in ihr Gefühle weckt, die sie nach einer Kühlschrank-Ehe nicht für möglich gehalten hätte. Ist Ole ihr Schlüssel zum Glück und der Start für einen Neuanfang?

Nach nur wenigen Seiten war ich in der Geschichte eingetaucht. Marie Merburg hat einen flüssigen und bildhaften Schreibstil, der kleinste Details der Landschaft Rügens in sich aufgenommen und an mich weitergegeben hat.
Ich konnte das Meer riechen, das Salz auf meinen Lippen schmecken und spürte den Wind durch mein Haar pusten. Ich habe die Insel noch nicht real erlebt, aber dank der Schriftstellerin war es mir möglich das Gefühl zu bekommen, als wäre ich vor Ort. Ich glaube, ich habe mich in Rügen verliebt.

Die Hauptprotagonistin Sophie ist mir ans Herz gewachsen. Sie entwickelte sich im Laufe der Story zu einer starken Persönlichkeit. Wo sie anfangs noch unsicher war, ist sie zum Schluss hin selbstbewusst und geht ihren Weg. Ole war mir sympathisch, doch sein hin und her machte mich zeitweise wahnsinnig.
Die Nebencharaktere sollten nicht außer Acht gelassen werden, denn dort lernte ich humorvolle, tollpatschige und liebenswürdige Menschen kennen, die ich im „echten Leben“ gern getroffen hätte, wie z.B. Jutta & Leonie, Enrico und Björn.

Das Segeln hat einen festen Platz in der Geschichte, und für mich als Nicht-Seglerin war es interessant. Ich lernte ein paar Segelbegriffe und zitterte mit der Besatzung bei jeder Übung mit, um nicht aus der Jolle zu fallen.

Die Emotionen und der Spannungsbogen bauten sich langsam auf, es folgte eine actionreiche Szene und endete mit einem Happy End.
Der Verlauf war zwar vorhersehbar, was mich nicht störte, weil Marie Merburg mich mit ihrem Ostsee-Flair verzauberte und ich den Weg bis zum Schluss einfach nur genossen habe.

Fazit:
„Wellenglitzern“ von Marie Merburg ist ein Ostseeroman mit Witz & Charme. Die Story erzählt von einer gescheiterten Ehe, den Mut zum Neuanfang und dem Liebesglück.~ romantisch ~ tiefe Gefühle ~ bezaubernde Kulisse ~ Eine absolute Leseempfehlung

Bewertung vom 09.05.2017
Die Schwestern / Der schwarze Thron Bd.1
Blake, Kendare

Die Schwestern / Der schwarze Thron Bd.1


gut

Ich hatte das Glück vor dem Erscheinen von "Der schwarze Thron - Die Schwestern" von Kendare Blake, die Geschichte im Rahmen einer Bloggeraktion lesen zu dürfen. Ich war gespannt, was mich in dieser Story erwartete und wagte mich ohne große Erwartungen an den ersten Teil der Quadrologie heran.

Katharina die Giftmischerin, Arsinoe die Naturbegabte und Mirabella die Elementwandlerin sind getrennt voneinander aufgewachsen, in ihren Fähigkeiten ausgebildet und Anwärterinnen auf den Thron. Das Volk ihres Heimatdorfes der Insel Fennbirn verlangt nach einer neuen Königin und so müssen sich die Schwestern dem Volk an ihrem sechzehnten Geburtstag stellen. Nur die Stärkste und Begabteste Schwester kann den Thron als Königin besteigen, was bedeutet, dass zwei Schwestern sterben müssen.

Die Geschichte beginnt direkt am sechzehnten Geburtstag der Drillingsschwestern und ich fand mich mitten im Geschehen wieder.
Kendare Blake schreibt abwechselnd in der Erzählperspektive über die Schwestern und ich lernte nach und nach die Charaktere Katherine, Arsinoe und Mirabella, sowie zahlreiche Nebencharaktere und die Ortschaften kennen.
Die Landschaften sind bildhaft beschrieben und es kam mir fast so vor, als würde ich meine Lieblingsserie "Game of Thrones" schauen, weil das Lesen in mir unbeschreibliche Gefühlsregungen erweckte, wie ich sie beim Anschauen der Serie empfunden habe. Ich konnte die Menschen und das Bühnenbild sehen, mitfühlen und teilweise riechen und schmecken.
Die Schriftstellerin erschafft eine düstere, gefährliche und elegante Atmosphäre, in der ich verschmolz.

Die Protagonisten sind komplex und in zahlreichen Plots ineinander verflochten. Ich brauchte einige Zeit, um mich in dem gesamten gesponnenen Netz zurechtzufinden.
Die Gaben der Schwestern waren raffiniert und ich las gerne darüber, wie sie diese anwendeten, was mir allerdings zu kurz kam.
Die Leidenschaft und Gefühle unter den Protas war spürbar, aber nicht im Mittelpunkt der Erzählung. 

Der Geschichtsverlauf baut sich nur schleppend voran und es passierte in diesem ersten Teil nicht wirklich viel.
Erst zum Schluss begann ich mit der Handlung mitzufiebern, als die Erwachsenenzeromie stattfand. Eine aufbauende und konstante Spannung hätte ich mir gewünscht. Vielleicht finde ich das im zweiten Band.
Ein erahnter Cliffhanger ließ mich am Ende zurück, wobei ich ehrlich gesagt mehr erwartet hätte und etwas enttäuscht darüber war, dass mich das Ende nicht um den Verstand gebracht hat. Auf die Fortsetzung bin ich trotzdem sehr gespannt und hoffe, dass dieser Band mich komplett überzeugen, und mich mit spannungsgeladener Action, Intrigen und Leidenschaft überrascht wird.

Der zweite Band "Die Königin" erscheint am 25. September 2017 und laut Information von Filmstarts.de wird diese Fantasyreihe verfilmt.

Fazit:
"Der schwarze Thron - Die Schwestern" von Kendare Blake ist der erste Band einer Quadrologie, der sich Schritt für Schritt aufbaut. Die Autorin erschafft dabei eine düstere, brutale und elegante Atmosphäre die der bekannten Serie "Game of Thrones" ähnelt. ~ bildhafte Kulissen ~ zahlreiche verknüpfte Verhältnisse ~ fehlender konstanter Spannungsbogen ~

Bewertung vom 25.04.2017
#herzleer - was ich noch sagen wollte
Benkau, Jennifer; Gorelik, Lena; Heitmann, Tanja; Olshan, Ruth; Schoder, Sabine; Stein, Maike; Weber, Anke; Zipse, Katrin

#herzleer - was ich noch sagen wollte


sehr gut

Zum Buch:
Die Grafik finde ich nett und ausdrucksstark, wenn man den Inhalt kennt. Das Design fällt nicht weiter auf und im Buchhandel wäre ich wohl an diesem Buch vorbeigelaufen, wenn ich es nicht vom Oetinger Verlag bekommen hätte. Im Inneren entdeckte ich immer wieder das Cover, was als Deckblatt für die Kapitel benutzt wurde. Nur das Herzinnere ist anders, es enthält den Titel der nachstehenden Geschichte.

Erster Satz:
"Eines Tages, denke ich, ist ein perfektes Ende."

Meine Meinung:
In die Anthologie "#Herzleer" die von den bekannten Schriftstellern: Lena Gorelik, Anke Weber, Sabine Schoder, Ruth Olshan, Tanja Heitmann, Katrin Zipse, Jennifer Benkau und Maike Stein geschrieben wurde, verliebte ich mich in einige tollen Geschichten.

Auf mich warteten acht unterschiedliche Kurzgeschichten, die mich jede auf ihre Art & Weise unterhielten. Der Schreibstil war in allen Erzählungen emotional, aber unterschiedlich. So hatte ich bei der Geschichte von Lena Gorelik das Gefühl, sie singt das geschriebene Wort und ich würde ihren Song hören und gleichzeitig fühlen.

Meine Lieblingsgeschichten "Herz Pogo" von Anke Weber, "Herzspieß" von Sabine Schoder und "Ungesagtes" von Jennifer Benkau werden mir noch lange im Gedächtnis bleiben. Diese Geschichten haben mich so mitgenommen, dass ich ein wenig Abstand zum Buch brauchte, um das gelesene zu verarbeiten.
Es gab aber auch Storys, die ich zwar gut fand, mich aber nicht so berührt haben, wie z. B. "Erdbeermond" von Katrin Zipse und "Ein halber Sommer lang" von Maike Stein. Diese waren nett zu lesen, aber erreichten mein Herz nicht. Inhaltlich waren die Erzählungen sehr vorausschaubar und brachten zum Schluss nicht den gewünschten Effekt.

Klar ist: Es sind Geschichten ohne Happy-End!
So endet jede Kurzgeschichte auf unterschiedlichster Art – ohne ein Happy End. Sei es durch den Freitod, durch widrige Zufälle, verpassten Momenten oder Unfällen.
Und wie der Titel schon sagt "#Herzleer" fühlen sich die Charaktere am Ende jeder Geschichte und ich mich gleich mit.

#Herzleer ist ein Buch mit einigen tollen Textperlen für Zwischendurch, um einfach mal abschalten zu können.

Fazit:
"#Herzleer" ist eine Anthologie mit acht Kurzgeschichten namhafter deutscher Autoren, die große Gefühle in mir hervorriefen. Storys über den Abschied auf verschiedenen Ebenen, doch immer mit Trauer und Leere verbunden. ~ gefühlvoll ~ authentisch ~ nachhaltig ~ bewegendes Buch für Zwischendurch ~

Bewertung vom 11.04.2017
The Sun is also a Star.
Yoon, Nicola

The Sun is also a Star.


weniger gut

Zum Buch:
Das Cover leuchtet in bunten Sommerfarben und zeigt viele miteinander verbundene Fäden, die sich zu einem Ganzen zusammentun. Hinter der Gestaltung verbirgt sich eine Botschaft, die den Inhalt greifbar erscheinen lässt. Unter dem Schutzumschlag ist das Design ebenfalls abgedruckt, was ich sehr schön finde. Im Inneren des Buches befinden sich bei den Kapitelanfängen immer andere Grafiken. Jeder Protagonist hatte sein eigenes Symbol.

Meine Meinung:
Mit "The Sun is also a Star" schreibt Nicola Yoon ihren zweiten Jugendroman mit poetischen Zügen. Als ich das Buch erhalten habe, war ich außer mir vor Freude und konnte kaum erwarten endlich loszulegen. Meine Schwärmerei löste sich allerdings schnell in Luft auf.

Natasha soll am Abend mit ihrer Familie abgeschoben werden und das versucht sie zu verhindern.
Daniel ist auf dem Weg zu einem Vorstellungsgespräch. Der Zug, in dem er sitzt, bleibt unerwartet stehen und er muss eine Station eher aussteigen. Dann treffen die Beiden aufeinander. War es Zufall oder Schicksal? Daniel verliebt sich in Natasha, aber ihm bleibt nur ein Tag, um ihr Herz zu gewinnen.

An den Schreibstil der Autorin musste ich mich erst gewöhnen. Es liest sich flüssig, doch beinhaltet dieser einige poetische Zeilen, für die man sich Zeit lassen sollte. Diese besonderen Sätze haben mir an dem Buch am besten gefallen. Sie bewirkten, dass ich tiefgründige Gedankengänge zulassen konnte.
Doch Emotionen suchte ich hier vergeblich. Das Buch konnte mich mit seiner Geschichte nicht erreichen. Ich fühlte mich meilenweit von den Charakteren entfernt und konnte mich nicht mit ihnen anfreunden oder in sie eintauchen.

Bis zur Mitte des Buches fand ich es sogar noch gut lesbar, doch dann schwenkte es um, und ich fühlte mich durchweg gelangweilt. Es passierte einfach nichts, was mein Leserherz zum Schlagen gebracht hätte. Für mich wurde die Story einfach viel zu weit ausgedehnt. Im Grunde hätten 1/3 des Umfanges gereicht.

Die Kapitel sind aus den Sichtweisen vieler Personen geschrieben, die man mit der Zeit kennenlernt. Die Hauptcharaktere sind dabei Daniel und Natasha. Jede einzelne Persönlichkeit steht in einer Verbindung zueinander und am Ende setzen sich die Fäden zusammen – wie in einem gesponnenem Netz einer Spinne.
Es gibt Abschnitte, die von interessanten, sachlichen Themen handeln und erklärt werden.
Der Plot an sich, war einige tolle Idee, aber bei der Umsetzung hat es mir an vielen Ecken und Kanten gefehlt.

Fazit:
"The Sun is also a Star" von Nicola Yoon ist ein aktueller Roman der über Rassismus, Integration, Schicksals- und Zukunftsfragen und über die "Liebe" schreibt. Ein interessanter Plot, der mich trotz schöner poetischer Abschnitte nicht überzeugen konnte. ~ unrealistische Handlungen ~ emotionslos ~ langatmig

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Bewertung vom 28.03.2017
Creature. Gefahr aus der Tiefe
Rhue, Morton

Creature. Gefahr aus der Tiefe


sehr gut

Der Autor Morton Rhue, bekannt von seinem Klassiker "Die Welle" schreibt mit "Creature – Gefahr aus der Tiefe" einen weiteren Jugendroman ab 14 Jahren, der mehr als nur spannende Lesestunden verspricht. Ich habe mich mit seinem neuen Werk das erste Mal an ein Buch gewagt, was die Richtung Science Fiction einschlägt. Meine anfängliche Skepsis verflog schon nach den ersten gelesenen Seiten.

Ismael steht vor einer Entscheidung. Wenn er seiner Familie helfen will, muss er die Erde verlassen und sich auf einen anderen Planeten wagen. Die Erde, so wie wir sie kennen, existiert nicht mehr. Sie befindet sich unter einer Glocke, in der es kaum noch Sauerstoff gibt. Die Ressourcen werden knapp.
So landet Ismael auf der Fregatte Pequod einem großen Walfangschiff auf dem Planeten Cretacea, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, eins der gefährlichsten Creaturen der Meere zu widmen. Es warten abenteuerliche Bekanntschaften und gefährliche Kämpfe auf Ismael und seinen neuen Freunde. Kann er genug Geld aufbringen, um seine Familie zu retten und wird er das alles überleben?

Ich brauchte ein paar Seiten, um mich an den Schreibstil von Morton Rhue zu gewöhnen, doch danach war ich Mitten im Geschehen. Es gab für mich kein zurück mehr – ich war dem Buch mit Haut und Haaren verfallen. Dabei hatte ich das Gefühl, dass es einige Parallelen zwischen "Moby Dick" und "Fluch der Karibik" gab und es dennoch unabhängig voneinander ist.
Der Schriftsteller kreirte eine düstere und gefährliche Atmosphäre, die ich sehr spannend empfand und es mir leicht machte, mich in die Story hineinzulesen.
Es ging sogar soweit, dass ich Nachts davon träumte und Morgens schweißnass gebadet in meinem Bett aufwachte. Das passiert mir nur sehr selten und ich kann nur sagen: Großes Kopfkinoerlebnis!

"Creature – Gefahr aus der Tiefe" kann man nur schwer in einer Schublade stecken, weil es sehr vielfältig ist. Ich fand Abenteuer, Fantasy, Science Fiction, Zeitreise, Dystopie und poetisches Schreibhandwerk in dieser Erzählung. Für jeden Lesegeschmack ist hier etwas dabei.

Die Charaktere wirken auf den ersten Blick etwas flach, doch festigen sie sich im Laufe der Story immer mehr. Dabei waren Ismael, Gwen und Old Ben sehr interessante Charakteren, über die ich gern nachgedacht habe.
Dabei spielen Freundschaft und Vertrauen eine wichtige Rolle, genauso wie die Angst und der Mut der Protagonisten.
Ich hätte gerne viel mehr über die "Goldenen", dem Planeten Erde und Cretacea in Erfahrung gebracht, was mir eindeutig zu kurz kam.

Zwischen den einzelnen Szenen oder Handlungen blieb kaum eine Verschnaufpause. Denn schon bahnten sich neue Schwierigkeiten auf oder ein Kampf folgte, der meine volle Aufmerksamkeit brauchte. Es war einfach nicht möglich, das Buch aus der Hand zu legen, ohne das Gefühl zu haben: Wenn ich aufhöre zu lesen, verpasse ich etwas.

Sehr spannend und interessant fand ich die Botschaft, die sich hinter dem Roman verbirgt. Jetzt blüht unser Planet noch, doch was machen wir, wenn es einmal nicht mehr so ist – wie in diesem Plot?

Fazit:
"Creature – Gefahr aus der Tiefe" von Morton Rhue ist ein spannungsgeladener All-Age Roman mit einer interessanten und allgegenwärtigen Botschaft. ~ düster & spannend ~ facettenreich ~ pures Kopfkinoerlebnis!

Wertung: 4,5 von 5

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 15.03.2017
Paper Princess - Die Versuchung / Paper-Trilogie Bd.1
Watt, Erin

Paper Princess - Die Versuchung / Paper-Trilogie Bd.1


ausgezeichnet

Hinter dem Pseudonym Erin Watt verbergen sich zwei erfolgreiche Autorinnen die erstmals zusammen mit "Paper Princess" veröffentlichen. Ich hätte gerne gewusst, wer sich dahinter versteckt, einfach, um andere Werke der Schriftstellerinnen kennenzulernen. Das geschaffene Psyeudonym respektiere ich dennoch.
Das Buch wurde in den Netzwerken hoch gehypt, was mich neugierig machte und zum Lesen animierte. Dieses Mal kann ich die Lobreden völlig verstehen. Ich liebe "Paper Princess"!

Ella kommt aus ärmlichen Verhältnissen. Ihre Mutter ist gerade erst verstorben und sie schlägt sich alleine durch. Tagsüber ist sie in der Schule und hält sich Nachts mit mehreren Jobs über Wasser, bis Callum Royal in ihr Leben tritt. Callum stellt sich als ihr Vermund vor – was erst einmal komisch ist. Er bemüht sich um Ella, doch seine fünf Söhne, von denen einer besser aussieht als der andere, sind nicht gerade begeistert über ihren Einzug. Besonders Reed ist Ella ins Auge gesprungen, doch er verbirgt etwas. Kann Ella sich in der neuen Glamour Welt einleben und findet sie einen Draht zu den Royal-Jungs?

Wow, einfach nur Wow. Nach den ersten gelesenen Seiten war ich der Geschichte und dem Schreibstil der Autorinnen Erin Watt verfallen. Sie schreiben flüssig und bildhaft und wissen genau, wie sie mit ihren Lesern und deren Gefühlswelten spielen müssen.
Ich tauchte in die Geschichte ein und konnte mich nur schwer davon losreißen. Ich fieberte mit den Protagonisten mit, litt und freute mich mit ihnen und erlebte aufregende und prickelnde Momente.
Schon lange habe ich kein so gutes Buch gelesen, was mich dermaßen mitriss, meine Nerven raubte oder mein Herz zum wummern brachte.

Die Charaktere sind allesamt authentisch und vielfältig in ihren Charakterzügen. Ella ist eine taffe junge Frau von 17 Jahren, die ich in einigen Situationen bewunderte. Sie ist schlagfertig und nicht auf den Mund gefallen.
Reed macht mich wahnsinnig. Er ist heiß – sehr heiß sogar. Er zeigt immer wieder eine weiche Seite an sich, aber versteckt sich dann wieder hinter seiner rauen Schale. Ein Bad Boy mit Ecken und Kanten. Easton dagegen ist ein kleiner Charmeur und wickelt die Mädels schnell um den Finger. Aber es gibt auch Protas die nicht so sympathisch waren, wie Brooke oder Daniel. Und genau diese Mischung aus lieb gewonnenen und verhassten Schaustellerin, macht diese Geschichte so interessant.
Die Dialoge waren teilweise etwas derb in der Aussprache, was mich nicht störte – im Gegenteil. Es passte zu den Persönlichkeiten und ist zeitgemäß.

Es gibt natürlich auch erotische Szenen, die nicht das Hauptaugenmerk sind, sondern die Story rückt in den Vordergrund. Die Zweisamkeiten empfand ich als sehr prickelnd und bescherten mir Herzklopfen und ich vergaß oftmals das Atmen vor Anspannung.

Die Spannung baute sich zunehmend auf und es kamen immer neue Fragen oder neue Erkenntnisse auf. Zwischen den Charakteren ging es teilweise auch mal hin und her, doch genau das reizte mich immer mehr weiterzulesen.
Am Ende war ich schockiert, wütend und traurig zugleich. Mein Herz wollte gar nicht mehr aufhören wild zu schlagen. Ein deftiger Cliffhanger empfing mich und das Warten auf Band 2, der am 03.04.2017 erscheinen wird, kann beginnen.

Fazit:
"Paper Princess – Die Versuchung" ist der erste Band einer Trilogie des Pseudonyms Erin Watt, was mich durchweg begeistern konnte. Eine Glamour-Highschool Story mit spannenden Wendungen, emotionalen und prickelnden Erlebnissen. Ein Cliffhanger am Ende der mir fast die Nerven raubte. Ich bin "Paper Princess" verfallen! Paper Princess hat mich verschlungen, mitgerissen und außer Gefecht gesetzt. ~ aufwühlend ~ authentisch und lebendig ~ Suchtgefahr garantiert! ~

Bewertung vom 25.02.2017
Wär mein Leben ein Film, würd ich eine andere Rolle verlangen
Franke, Cornelia

Wär mein Leben ein Film, würd ich eine andere Rolle verlangen


gut

Meine Meinung:
"Wär mein Leben ein Film, würd ich eine andere Rolle verlangen" von Cornelia Franke habe ich im Rahmen einer Aktion erhalten. Der Klappentext hat mich neugierig auf die Geschichte gemacht.
Jess wohnt bei ihrem Vater, der mit seinem Job verheiratet und nur selten zu Hause ist. Ihre große Leidenschaft ist die Filmwelt und so verbringt sie die meiste Zeit im Kino - allein oder mit Freunden. Da kommt das neue Schulprojekt gerade richtig; die Schüler sollen einen Blog über ihr Lieblingsthema schreiben und so schreibt Jess, wie nicht anders erwartet, über Filme. Als dann plötzlich ein Geheimnis von ihr ans Licht kommt und ihr bester Freund Marvin Gefühle für sie hegt, gerät ihr Leben durcheinander ...

Die Schriftstellerin Cornelia Franke hat einen lockeren Schreibstil, der sehr angenehm zu lesen war, und ich konnte einfach mal abschalten und genießen.
Die Thematik rund um das Bloggen war einer der Punkte, die mich sehr an diese Story interessiert haben. Es wurde kurz erzählt, was bloggen ist und was es damit auf sich hat. Gut gefallen haben mir dabei die Kommentare der Leser unter den Blogpostings. Sie wirken realistisch, wenn auch etwas zu überzogen in einigen Situationen. Doch ich glaube, dass dies so gewollt war, um auszudrücken, was ein Kommentar beim Anderen auslösen kann.

Die Charaktere waren mir etwas zu farblos und ich konnte ihr Handeln nicht immer nachvollziehen. Besonders Jess war sehr sprunghaft im Bezug zu ihren Gefühlen.

Ein weiteres Thema war hier: Film, Schule und Familie. Aus jedem Bereich gab es etwas Dramatisches, was zu lösen oder zu durchleben war. Ich fand das nicht schlecht, aber auf 320 Seiten zu kurz mit zu vielen Baustellen geschrieben. Alles wurde nur kurz angeschnitten und für alles gab es perfekte rosarote Happy-Ends. Für mich etwas zu viel des Guten, was mich nach einiger Zeit langweilte.

Das Filmflair dagegen hat mir richtig gut gefallen und die Lust selbst mal wieder ins Kino zu gehen geweckt. Ich hatte das Gefühl, Cornelia Franke liebt Filme und Kinobesuche, falls nicht, hat sie diese Atmosphäre sehr gut ins Buch eingebracht.

Fazit:
"Wär mein Leben ein Film, würd ich eine andere Rolle verlangen" von Cornelia Franke ist ein typischer Teenagerroman, der über Familie, Freundschaft, Schule und Liebe spricht. Filmliebhaber und Blogger werden sich hier wiederfinden. ~ flüssiger Schreibstil ~ langatmig ~ nette Story, dem der zündende Funken fehlt

Bewertung vom 20.02.2017
Liebe mich nicht / Götterfunke Bd.1
Woolf, Marah

Liebe mich nicht / Götterfunke Bd.1


sehr gut

Meine Meinung:
Sehnsüchtig habe ich auf "GötterFunke - liebe mich nicht" von Marah Woolf gewartet, einfach, weil ich Geschichten rund um die griechische Mythologie liebe. Und ich war gespannt auf die Schreibe der Schriftstellerin, von der ich bisher kein Buch gelesen hatte.

Jess fährt mit ihrer besten Freundin Robyn in ein Camp in den Rockys und hofft auf sechs erholsame Wochen. Doch schon die Fahrt dorthin wird aufregend. So denkt sie: sie träumt, dass sie einen Unfall hatten und ist sich hinterher nicht mehr sicher, ob dies der Realität entspricht, als sie auf Cayden trifft. Diese Augen, dieser Duft und die Stimme kommen ihr so bekannt vor - aus ihrem Traum.
Sie fühlt sich zu Cayden hingezogen, wie auch die anderen Mädchen im Camp - sogar ihre Freundin Robyn. Kann die Freundschaft zwischen Jess und Robyn gegen den Kampf um Cayden standhalten und schafft Cayden es, das Mädchen zu finden, um seinen Wettstreit mit den Göttern zu gewinnen? ...

Marah Woolf hat eine gelungene Atmosphäre geschaffen, in der ich von Anfang an abtauchen konnte. Sie hat einen flüssigen und lebendigen Schreibstil, der mir unheimlich gefallen hat und die Seiten flogen nur an meinem inneren Auge vorbei.
Geschrieben ist die Story in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Jess. Angesprochen gefühlt habe ich mich vom Götterbotschafter Hermes, der an jedem Kapitelende seinen Bericht erstattete. Es kam mir so vor, als würde er mir seine Gedanken persönlich erzählen.

Die Charaktere waren in sich sehr verschieden und interessant. Wobei mir die Hauptprotagonistin Jess zu oberflächig beschrieben war und an der Tiefe des Charakters nur angekratzt wurde. Ich konnte mich dadurch nicht emotional an sie binden und es nervte mich, wie sie sich Cayden unerbittlich an den Hals warf. Das war mir einfach zu viel. Robyn wurde mir zunehmend unsympathischer, durch ihre Eifersucht und sie verhielt sich dermaßen hinterlistig.
Die erste Kussszene ließ endlich mal tiefe Gefühle zu. Ich erlebte ein Feuerwerk und hatte Gänsehaut. Marah Woolf, das war purer Genuss und traf mich mitten ins Herz! Schade, dass es nicht mehr solcher gefühlvollen Szenen im Buch gab.

Die Spannung baute sich mit den ersten Seiten auf, in der es um den Unfall und dem ersten Zusammentreffen mit Cayden ging. Es passierten mysteriöse Dinge und ich fing an, mir Fragen zu stellen. Dann brach der Spannungsbogen ab und nahm erst auf den letzten 150 Seiten wieder an Nervenkitzel zu. Eine lange Zeit über hat mir der Reiz am Besonderen gefehlt.
Ich wünschte mir das Buch würde mit einem riesen Knall enden, doch leider passierte das nicht. Ich fand es traurig und wusste nicht genau, was ich nun davon halten sollte. Ich bin trotzdem sehr neugierig auf die Fortsetzung und hoffe, dass sich einige meiner Fragen in Band 2 beantworten werden.

Am Ende des Buches fand ich die Leseprobe zum zweiten Band "GötterFunke - hasse mich nicht", die ich nicht gelesen habe. Ich will mich überraschen lassen, wenn es im September 2017 weiter geht.

Fazit:
"GötterFunke - liebe mich nicht" von Marah Woolf ist der Auftakt einer neuen Trilogie, die mir göttliche Lesestunden bereitetet hat. Es handelt von einem Wettkampf der Götter, um die Unsterblichkeit zu erlangen, von Freundschaft und Liebe. ~ tolle Atmosphäre ~ angenehmer Schreibstil ~ abenteuerlich ~ die Götter mal anders erleben