Benutzername: coffee2go
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Bewertungen

Insgesamt 113 Bewertungen
Bewertung vom 15.05.2017
Man lernt nie aus, Frau Freitag!
Frau Freitag

Man lernt nie aus, Frau Freitag!


sehr gut

Kurze Inhaltszusammenfassung:
Frau Freitag hat beschlossen, dass sie den Führerschein machen möchte, obwohl sie von ihrem Umfeld vermittelt bekommt, sie sei schon relativ alt dafür. Als Lehrerin ist sie gewohnt, dass sie den Ton angibt und bestimmt, wo es langgeht, doch das sieht ihr Fahrlehrer anders.

Meine Meinung zum Buch:
Ich habe auch schon andere Bücher von Frau Freitag gelesen und finde ihre Erlebnisse in der Fahrschule, diesmal auf der Seite als Schülerin, nicht wie gewohnt als Lehrerin, sehr lustig und aus dem Leben gegriffen. Über manche Sichtweisen musste ich schmunzeln, manchmal sogar herzhaft lachen. Ich glaube, es ist egal, welches Projekt Frau Freitag in Angriff nimmt, bei ihr kommt es immer wieder zu komischen Situationen. Ein paar Situationen waren für mich persönlich schon zu überspitzt dargestellt, sodass sie konstruiert wirkten, dafür gibt es von mir einen Punkt abgezogen, ansonsten hat mich Frau Freitag wieder gut unterhalten.

Titel und Cover:
Der Titel und das Cover passen beide für das humorvolle Buch, sodass man in seinen Erwartungen nicht enttäuscht wird.

Mein Fazit:
Ein kurzweiliges, humorvolles, nicht allzu anspruchsvolles Buch für Zwischendurch mit gewohnt lässigen Sprüchen und Ansichten von Frau Freitag.

Bewertung vom 15.05.2017
Björn Freitag - Smart Cooking
Freitag, Björn

Björn Freitag - Smart Cooking


weniger gut

Kurze Inhaltszusammenfassung:
Björn Freitag ist Sternenkoch und wirbt mit Gerichten, die aus einfachen Zutaten raffiniert und ideenreich zubereitet werden. Mit Smart Cooking verspricht er außerdem „Kochen ohne Einkaufsstress und ohne Küchenchaos“.

Meine Meinung zum Buch:
Das Buch klingt vielversprechend, denn wer hat schon nach einem anstrengenden Arbeitstag Lust darauf, ewig zu kochen und danach noch jede Menge Geschirr abzuwaschen und aufzuräumen. Die Einteilung in Einfaches mit Fleisch/ Gemüse/ Geflügel/ Fisch und Meeresfrüchte/ Suppen und Salate sowie in Grundrezepte finde ich ausreichend gegliedert. Interessant fand ich, dass auch jeweils nur ein Topf oder ansonsten relativ wenig Geschirr benötigt wird. Was mir an den Rezepten allerdings nicht gefällt ist, dass fast bei jedem Gericht Fertiggerichte, wie Tiefkühlnudeln, Dosenbohnen, Bratenfonds aus dem Glas, Schupfnudeln aus dem Kühlregal usw. verwendet werden. Gerade die Verwendung der Fertigprodukte, die ich für eine gesunde Ernährung vermeiden möchte, machen die Zeitersparnis bei den Gerichten aus. Zudem entsprechen die Gerichte nicht den Ernährungsrichtlinien für eine gesunde Ernährung. Sehr häufig werden Würstchen, Speck, usw. als Geschmackszutaten hinzugefügt und als Beilagen dominieren Kartoffeln, Nudeln, Baguette und Brot. Dies finde ich etwas zu einfach und einfältig. Außerdem waren mir viele Gerichte zu einfach, z.B. Benötige ich kein Rezept für Avocado-Thunfisch Toast oder Toast mit Ananas Schinken und Gouda (Hawai-Toast) oder Bratwurst mit Karotten und Kartoffeln. Es waren leider kaum Gerichte dabei, die mich begeistern konnten.

Titel/Cover/grafische Gestaltung:
Der Titel und das Cover haben mich sehr angesprochen, leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt, obwohl das Versprechen „Einfacher geht’s nicht“ eingehalten wurde. Die grafische Gestaltung und Gliederung finde ich übersichtlich, auch ohne großem Schnick-Schnack, aber die Gerichte sind gut abgebildet.

Mein Fazit:
Smart Cooking empfehle ich für KochanfängerInnen, da hauptsächlich sehr einfache Gerichte ohne Raffinesse, teilweise ergänzt durch Fertigprodukte enthalten sind, für die KöchInnen mit ein wenig Übung bestimmt kein Kochbuch benötigen werden.

Bewertung vom 15.05.2017
First Taste (eBook, ePUB)
Hawkins, Jessica

First Taste (eBook, ePUB)


gut

Kurze Inhaltszusammenfassung:
Andrew wurde vor ein paar Jahren von seiner Freundin verlassen und die gemeinsame Tochter Bell wächst bei ihm auf. Als alleinerziehender Vater ist er überzeugter Single, selbstständig und baut sein Leben so auf, dass seine Tochter glücklich ist, auch wenn er dafür zurückstecken muss. Eines Tages trifft Andrew zufällig auf Amelia, die Chefin seiner Schwester. Amelia steckt gerade mitten in einem bösen Scheidungskrieg und möchte auch keine Beziehung beginnen – doch manchmal läuft es anders als geplant?

Meine Meinung zum Buch:
Mir hat der Einstieg in das Buch sehr gut gefallen, da zu Beginn auch gleich viele Informationen über die Charaktere, allen voran Andrew, Bell und Amelia preisgegeben wird. Das erste Aufeinandertreffen von Andrew und Amelia fand ich auch spannungsgeladen und prickelnd, allerdings hat danach die Spannung in der Handlung nachgelassen, sodass der Mittelteil eher mittelmäßig war. Im letzten Drittel des Buches geht es wieder heiß her: Einerseits in der Beziehung zwischen Amelia und Andrew, aber auch Bell und die Familie sowie Bells Mutter kommen zum Vorschein, sodass wieder Spannung aufkommt.

Titel und Cover:
Der Titel ist meiner Meinung nach zu lang und das Cover konnte mich gar nicht überzeugen. Ich finde es schade, dass Personen abgebildet sind, die überhaupt nicht mit den Charakteren im Buch übereinstimmen. Dies find ich irreführend. Mir hätte ein neutrales Cover oder ein Cover mit Personen, die optisch mit Amelia und Andrew übereinstimmen besser gefallen.

Mein Fazit:
Leider hat mich das Buch nicht vollständig überzeugen können, obwohl das Potenzial auf alle Fälle vorhanden war. Wenn der Mittelteil noch spannungsgeladener oder mit mehr Handlungen versehen wäre, würde ich es toll finden!

Bewertung vom 15.05.2017
Wünsche, die uns tragen
Hughes, Kathryn

Wünsche, die uns tragen


ausgezeichnet

Kurze Inhaltszusammenfassung:
Jake, der kleine Sohn von Beth und Michael ist schwer krank und benötigt dringend eine Spenderniere aus dem familiären Umfeld. Die Mutter von Beth ist vor kurzem verstorben und hat auch viele weitere Geheimnisse mit ins Grab genommen, sodass Beth nicht weiß, ob sie noch Verwandte hat. Nach und nach deckt sie die Vergangenheit auf und wird am Ende sehr überrascht.

Meine Meinung zum Buch:
Der Roman geht direkt ins Herz. Die Autorin schreibt sehr emotional und schafft es sowohl die aktuelle Familiengeschichte rund um den kleinen, kranken Jake als auch die tragischen Ereignisse aus der Vergangenheit gleich bedeutsam darzustellen. Was mir sehr gut gefällt ist, dass die Autorin keine Wertung vornimmt und auch keine Vorurteile gegenüber bestimmten Personengruppen spürbar sind. Mich haben alle Charaktere angesprochen, auch jene, die nicht immer richtig und überlegt gehandelt haben. Man glaubt ihnen, dass es in ihrer Situation keinen Ausweg für sie gab oder dass sie einfach nicht anders konnten. Als Charakter hat mir Beth am Besten gefallen. Ich konnte ihre Ängste und Befürchtungen um ihren kranken Sohn sehr gut nachvollziehen, auch wenn es für Außenstehende vielleicht wie übertriebene Fürsorge wirkt. Das Ende ist ebenfalls gut gelungen, es ist eine schöne Abrundung und Ausklang der Familiengeschichte, ohne dass es künstlich herbeigeführt oder kitschig wirkt.

Titel und Cover:
Der Titel wirkt poetisch und passt perfekt für den Roman. Auch das Cover, das unaufdringlich und dezent gestaltet ist.

Mein Fazit:
Ich kann den Roman „Wünsche, die uns tragen“ uneingeschränkt weiterempfehlen! Kathryn Hughes schreibt sehr einfühlsam und emotional, sodass die Geschichte auch noch Tage nach dem Beenden des Buches nachwirkt.

Bewertung vom 18.04.2017
Die Sehnsucht der Inselärztin (eBook, ePUB)
Deckner, Anni

Die Sehnsucht der Inselärztin (eBook, ePUB)


gut

Kurze Inhaltszusammenfassung:
Thordis ist nach vielen Jahren wieder auf die Insel Norderney zurückgekehrt und arbeitet dort als Hausärztin. Zufällig ist auch ihre damalige Jugendliebe Boie wieder auf der Insel und betreibt dort eine Zahnarztpraxis. Thordis ist sich unsicher, wie viel Nähe sie zulassen möchte und kann, vor allem, da sie ihre ganze Energie darin setzt, ihren Sohn Leo, der mit seinem Vater in der Türkei lebt, wieder zurückzubekommen.

Meine Meinung zum Buch:
Mir gefällt der Schreibstil der Autorin einerseits sehr gut und auch die Themen fand ich spannend, vor allem den Sorgerechtsstreit zwischen Thordis und ihrem Ex-Mann und dass dieser mit dem gemeinsamen Sohn nun in der Türkei lebt. Auch Thordis als Charakter habe ich sehr sympathisch gefunden, ihre impulsive und teilweise unüberlegte Art ist bereichernd. Was mir allerdings zu viel war, waren die vielen Haupt- und Nebengeschichten, sodass ich das Gefühl hatte, alle Themen können nur noch oberflächlich angerissen werden. So wurde dann auch die Geschichte von der geplanten Rückführung von Leo aus der Türkei, dann am Ende gar nicht mehr thematisiert und auch nicht aufgelöst. Eigentlich hätte die Geschichte gut über zwei Bücher ausgedehnt werden können und wäre trotzdem noch sehr spannend gewesen. In diesem Fall hatte ich eher das Gefühl die Liebesgeschichte wird im Zeitraffer erzählt und alles geht irgendwie zu schnell, auch der Schluss des Buches war somit schon etwas surreal. In der Geschichte um den Sorgerechtskampf zwischen Thordis Ex-Mann habe ich mich gewundert, dass sie jahrelang noch nichts unternommen hat um ihren Sohn zu sehen und jetzt überschlagen sich die Ereignisse. Außerdem glaube ich auch, dass Thordis Sohn, der seine Mutter mit zwei Jahren zuletzt gesehen hat und bis auf wenigen Telefonaten keinen Kontakt zu ihr hatte, bestimmt Anpassungsschwierigkeiten in seinem neuen Umfeld mit fremden Menschen haben wird. Es war mir die glückliche Familie und das Happy End zu klischeehaft dargestellt.

Titel und Cover:
Der Titel klingt nach einem typischen „Liebesroman“ und lässt nicht durchblicken, dass eigentlich die Sehnsucht nach Thordis vermisstem Sohn im Vordergrund steht. Das Cover erinnert mich sehr an Strandidylle und Werbung.

Mein Fazit:
Mir hat das Thema der Geschichte um den vermissten Sohn sehr gut gefallen, aber die Aufklärung der Geschichte war mir zu schnell, unrealistisch und klischeehaft.

Bewertung vom 06.04.2017
Happy Healthy Food - Histaminfrei, glutenfrei, laktosefrei kochen
Gleitman, Nathalie

Happy Healthy Food - Histaminfrei, glutenfrei, laktosefrei kochen


sehr gut

Kurze Inhaltszusammenfassung:
Nathalie Gleitman leidet selbst an mehreren Unverträglichkeiten und hat sich persönlich intensiv mit Ernährung auseinandergesetzt. In ihrem Buch gibt sie theoretische Inputs sowie über 100 Rezepte an Interessierte und/oder Betroffene weiter. Die Rezeptideen reichen von Frühstück bis zu Naschereien.

Meine Meinung zum Buch:
Mir hat die positive Herangehensweise an das Thema durch die selbst noch junge Autorin sehr gut gefallen. Sie versucht aus ihrer Situation das Beste herauszuholen und trotz Einschränkungen gesunde und kreative Gerichte zu entwerfen, zu kochen und zu genießen. Aufgebaut ist das Buch so, dass zwischendurch immer wieder kurze theoretische Inputs und Erfahrungsberichte vorkommen, aber auch ganz viele und tolle Rezepte und Fotos von der Autorin. Mir waren die Rezepte teilweise zu zeitintensiv, z.B. Zubereitungszeit für einen Apfelkuchen 80 Minuten und noch 2 ½ Stunden zum Auskühlen - andere wiederum habe ich richtig toll gefunden, wie z.B. Müsliriegel selbst herzustellen. Mein persönliches Highlight sind definitiv die Nachspeisen und süßen Gerichte, aber auch den Bikini-Burger finde ich recht lustig. Die Bezeichnungen und Überschriften zu den Kapiteln sind zu Großteil auf Englisch. Die lustigen Fotos der Autorin erinnern mich an Instagram. Somit glaube ich, dass dieses Buch sehr gut für eine junge Zielgruppe passen könnte und sich Teenager sehr angesprochen fühlen.

Titel/Cover/Gestaltung:
Der Titel und die optische Gestaltung sowie die zahlreichen Fotos vermitteln einen gelungenen und positiven Eindruck, so wie es auch das Buch wiederspiegelt. Man merkt auch, dass die Autorin selbst intensiv an der Gestaltung mitgewirkt hat.

Mein Fazit:
Das Buch ist sehr positiv gestaltet und motivierend, auch bei Unverträglichkeiten und Ernährungseinschränkungen nicht den Mut zu verlieren – insbesondere für das Teenageralter. Für mich wirkt es sehr modern, wer Instagram mag, wird auch dieses Buch mögen.

Bewertung vom 06.04.2017
Nur ein kleiner Gefallen - A Simple Favor
Bell, Darcey

Nur ein kleiner Gefallen - A Simple Favor


gut

Kurze Inhaltszusammenfassung:
Stephanie und Emily haben eigentlich nur gemeinsam, dass sie beide Mutter eines fünfjährigen Sohnes sind, die befreundet sind und die gleiche Vorschulklasse besuchen. Ansonsten ist Stephanie verwitwet, Buchbloggerin und engagierte Vorstadtmutter und Emily, verheiratet, PR-Chefin bei einem Modelabel. Eines Tages verschwindet Emily spurlos und das Leben aller Beteiligten wird auf den Kopf gestellt.

Meine Meinung zum Buch:
Mir haben die beiden völlig unterschiedlichen Charaktere Stephanie und Emily sehr gut gefallen. Ich glaube auch, dass sie wirklich gute Freundinnen hätten sein können, da sich die beiden super ergänzt hätten. Natürlich war die Charakterisierung etwas überzogen und klischeebehaftet, aber das habe ich in Kauf genommen. Der Hintergrundgedanke, dass jede/R ein Geheimnis mit sich herumträgt, von dem sein Umfeld nichts weiß, hat mir sehr gut gefallen. Vor allem, wenn man neue Bekanntschaften macht, tendiert man doch eher dazu, wie Stephanie auch, sein Gegenüber aufgrund der aktuellen Situation einzuschätzen und weiß nicht, was diese Person vorher schon erlebt hat. An Emily fand ich interessant, dass sie es geschafft hat, so viele Geheimisse und Lügen, nicht nur vor ihrer Freundin Stephanie, sondern auch vor ihrem Mann zu verheimlichen. Sie spielt wirklich viele verschiedene Rollen und diese anscheinend nicht so schlecht. Stephanie ist meiner Meinung nach zu gutgläubig und naiv dargestellt worden. Mich hat es in alltäglichen Situationen weniger gestört, aber am Ende, wo sie doch von allen ausgenutzt und übers Ohr gehauen wird, das war schon zu viel. Auch die Handlungen wurden zum Schluss ziemlich unrealistisch und chaotisch, sodass es mir nicht mehr so gefallen hat. Die spitzen Intrigen und kleinen Geheimnisse und Sticheleien habe ich viel besser gefunden, den abgehobenen Schluss hätte das Buch auch so nicht nötig gehabt.

Titel und Cover:
Das Cover wirkt zeitlos und recht unauffällig. Mir gefällt der doppelte Titel nicht, es vermittelt den Eindruck als ob eine Übersetzung des englischen Titels notwendig wäre oder der deutsche Titel alleine zu wenig aussagekräftig wäre um allein zu stehen.

Mein Fazit:
In jedem Menschen schlummern düstere Geheimnisse. Manche Geheimnisse sollte man wirklich nicht einmal seinen Freunden anvertrauen.

Bewertung vom 06.04.2017
Das Brombeerzimmer
Töpfer, Anne

Das Brombeerzimmer


gut

Kurze Inhaltszusammenfassung:
Nora ist ein Jahr nach dem unerwarteten Tod ihres Ehemannes noch immer sehr unglücklich und einsam. Ihre Freundin hilft ihr über den schlimmen Jahrestag hinweg. Durch Zufall entdeckt Nora einen Brief und lernt bald darauf sehr nette Verwandte ihres verstorbenen Mannes kennen, die auch ihre Leidenschaft für Marmelade teilen.

Meine Meinung zum Buch:
Mir haben die zu Beginn sehr traurige Geschichte und auch Nora als Charakter sehr gut gefallen. Auch Noras Leidenschaft für Marmeladen finde ich bewundernswert und die detaillierten Beschreibungen, wie köstlich diese schmeckt, hat Lust auf Marmelade gemacht, obwohl ich ansonsten nicht so ein Fan davon bin. Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl, dass sich die Geschichte im Kreis gedreht hat und inhaltlich nicht wirklich viel passiert ist. Dafür ist es mir am Ende dann doch zu rasch gewesen. Am Schluss werden die Geheimnisse aufgedeckt, auf die man schon das ganze Buch über wartet, und dann wird es von den Charakteren ohne großes Erstaunen abgetan, das war mir zu oberflächlich. Etwas zu einfach gestrickt fand ich auch, dass sich Nora, ihre neuen Freunde sowie ihre alten Freunde alle auf Anhieb super verstehen und gernhaben. Nora und Mandy haben auch immer wieder berufliche Visionen entwickelt, wie sie ihre Zukunft gestalten wollen, von Neuanfängen geträumt, aber umgesetzt wurde konkret auch nichts. Ich finde, hier wäre noch Potenzial gewesen um die Handlung glaubwürdiger und spannender zu gestalten. Ansonsten habe ich die einzelnen Charaktere sehr liebenswürdig und ihre Macken nett gefunden. Dass die Liebesgeschichte nicht kitschig ausgeartet ist, sondern erst am zarten Anfang ist, finde ich sehr passend.

Titel und Cover:
Der Titel passt perfekt zum Inhalt des Buches und auch das Cover ist optisch ein Hingucker. Durch die Erhebungen sowie den Glanzeffekt wird es noch zusätzlich aufgewertet.

Mein Fazit:
Ich würde gerne eine Fortsetzung von Nora und Mandy lesen. Wie ist es ihnen weiterhin gegangen? Konnten sie ihre beruflichen Visionen umsetzen? Sind sie mittlerweile glücklich verliebt?

Bewertung vom 06.04.2017
The Sun is also a Star.
Yoon, Nicola

The Sun is also a Star.


sehr gut

Kurze Inhaltszusammenfassung:
Zufällig treffen sich Daniel, der auf dem Weg zum Bewerbungsgespräch seiner Uni ist und Natasha, die illegal im Land ist und am Abend zurück nach Jamaika abgeschoben werden soll. Die beiden Teenager verbringen den Tag miteinander und haben mit der Zeit das Gefühl sich schon ewig zu kennen. Daniel verliebt sich auf den ersten Blick, Natasha erst auf den zweiten. Dieser eine schicksalhafte Tag bedeutet eine Veränderung für alle Beteiligten.

Meine Meinung zum Buch:
Mir hat das Jugendbuch sehr gut gefallen. Zuerst war ich skeptisch wegen der Liebesgeschichte, aber sie war überhaupt nicht kitschig, im Gegenteil – etwas Besonderes. Was ich sehr gelungen finde ist auch der Einstieg ins Buch: Die Autorin beschreibt einzelne Situationen aus verschiedenen Sichtweisen. Zuerst berichtet Daniel, dann Natasha oder eine andere Person. Dadurch sind die Ereignisse viel facettenreicher und wirklich kurzweilig. Ebenfalls gelungen finde ich die Mischung aus Liebesgeschichte, aufgebaut auf die Kennenlernfragen, die Daniel im Internet gefunden hat und nun mit Natasha ausprobiert, da ihnen nicht viel Zeit bleibt um sich ausführlich kennenzulernen. Die beiden Charaktere sind auch grundverschieden, nicht nur, dass sie aus unterschiedlichen Kulturen kommen, was an sich schon interessant wäre, sie haben auch konträre Interessen: Daniel liebt die Poesie, Natasha die Wissenschaft und so können schöne Diskussionen entstehen. Die inhaltlichen Kapitel mit den kurzen Erklärungen von Sachverhalten habe ich auch als Bereicherung empfunden. Einzig der Schluss mit dem Zeitsprung hat mir nicht ganz so gut gefallen.

Titel und Cover:
Der Titel ist sehr treffend ausgewählt und das Cover springt aufgrund der fröhlichen und auffälligen Farbgestaltung direkt ins Auge.

Mein Fazit:
Ich kann eine klare Leseempfehlung für Jugendliche als auch für Erwachsene aussprechen. Obwohl sich die Geschichte um die entstehende Liebe zwischen Daniel und Natasha rundherum aufbaut, ist sie auf keinem Fall kitschig oder oberflächlich, im Gegenteil.

Bewertung vom 06.04.2017
Die Verseflüsterin
Fougerousse, Nicolas

Die Verseflüsterin


weniger gut

Kurze Inhaltszusammenfassung:
Markus arbeitet als IT-Techniker und ist nicht ganz zufrieden mit seiner Beziehung und noch weniger mit seinen vielen Arbeitsstunden, da ihm zu wenig Zeit für sein Leben bleibt. Eines Tages wird er mit einer Botschaft auf seinem Auto überrascht. „Hör auf deine Gefühle!“ – Diese Nachricht bringt ihn zum Nachdenken, es folgen weitere Ereignisse, die sein Leben grundlegend verändern. Am Ende des Buches ist Markus ein anderer Mensch.

Meine Meinung zum Buch:
Mir hat an dem Buch die poetische Schreibweise des Autors an manchen Stellen sehr gut gefallen, aber an anderen Stellen wiederum war mir die Sprache zu gekünstelt und wirkte aufgesetzt. Aufgrund des Titels, des Klappentextes und des Genres hatte ich mir vorgestellt, dass das Buch in eine andere Richtung gehen würde. Erwartet hatte ich mir eine Liebesgeschichte, eventuell mit versteckten Botschaften, gespickt mit ein paar Lebensweisheiten. Der Roman begann auch so ähnlich, doch dann wurde er immer mehr zu einem Ratgeber mit Allgemeinweisheiten darüber, wie man ein glückliches Leben führen kann: Yoga, Ausgleich, auf sich selbst hören, usw. Für mich war nicht wirklich eine neue Erkenntnis dabei. Als es dann zu Details wie Nasendusche am Morgen kam, war mir das Ganze zu viel, so genau möchte ich das jetzt gar nicht wissen. Vor allem wurde es so dargestellt, als ob dies die einzige richtige Art des glücklichen Lebens darstellt. Auch die Geschichte von Markus Mutter, ihre Vergewaltigung und wie sie mit dem Mann danach umgeht, finde ich sehr konstruiert dargestellt und völlig unrealistisch. Etwa ab der Hälfte des Buches bin ich inhaltlich, ähnlich wie seine Frau Isabelle, ausgestiegen und habe mich eher aufgrund des doch relativ angenehmen Schreibstils durchgerungen das Buch zu Ende zu lesen.

Titel und Cover:
Der Titel klingt sehr ansprechend und poetisch, doch leider wird das Buch dem Titel nicht gerecht. Auch das Cover gefällt mir durch die unaufdringliche, einfache Gestaltung in dezenten Farbtönen.

Mein Fazit:
Das Leben von Markus hat sich aufgrund seiner neuen Erkenntnisse grundlegend verändert, meines durch das Buch leider nicht.