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Über mich: Wir sind zwei Bücherwesen: Der Bücherwichtel und die Bücherfee. Wir lesen alles was uns anspricht und bewerten aus unserer Sicht.
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Bewertungen

Insgesamt 447 Bewertungen
Bewertung vom 13.06.2017
The Missing - Staffel 1
Missing,The

The Missing - Staffel 1


ausgezeichnet

The Missing behandelt ein Thema, das für alle Eltern unvorstellbar ist. Der Verlust des eigenen Kindes und die damit verbundene Unsicherheit was passiert ist und wie es dem Kind geht.
Die Geschichte spielt in einem kleinen Ort, Charlons Du Bois, Frankreich.
Eine Familie aus England, macht dort während der Fußball-Weltmeisterschaft Urlaub. Der Vater, gespielt von James Nesbitt, geht mit seinem Sohn Oliver ins naheliegende Schwimmbad um dort das Wasser zu genießen.
Gegen Abend versammelt sich dort eine etwas größere Menschenmenge um das abendliche Spiel im Fernseher zu schauen und Oliver verschwindet in der Menschenmenge spurlos.
Die Polizei startet innerhalb kurzer Zeit eine Suchaktion und zieht den bekannten Ermittler Julien Baptiste hinzu. Doch ohne Erfolg.
8 Jahre später kommt Tony Hughes wieder zurück in den Ort, denn er hat einen Hinweis gefunden dass sein Sohn noch leben könnte.
Sein Leben und die Ehe wurden durch Schuldgefühle zerstört, doch seine damalige Frau Emily hat mit einer anderen Beziehung einen Neuanfang gewagt. Er sucht weiterhin wie ein besessener nach seinem Sohn und als vielversprechende Hinweise auftauchen, wird auch der bereits pensionierte Ermittler Baptiste wieder auf den Fall aufmerksam und hilft Tony.
Tscheky Karyo kennt man ja aus einigen recht bekannten Filmen und er ist ein sehr begnadeter Schauspieler, auch in dieser Serie spielt er seine Rolle als Julien Baptiste wieder sehr gut.
Den Namen James Nesbitt, hatte ich zwar schon mal gehört bzw. gelesen, doch konnte ich ihn nicht mehr zuordnen. Meine Recherche hat dann ergeben, dass James Nesbitt einer der Zwerge in dem Film Der Hobbit ist.
Er spielt Tony Hughes auch sehr überzeugend, doch bin ich nie richtig mit ihm warm geworden. Ich kann ihn zwar verstehen, doch sein aufbrausendes Wesen hat ihm mehr Ärger eingebracht als es ihm geholfen hat.
Frances O´Conner und Jason Flemyng kenne ich auch beide aus anderen Filmen und passen beide sehr gut in ihre Rollen.
Was mir sehr gut gefallen hat ist, dass die ganze Serie eine recht düstere Stimmung verbreitet und die Ermittlungen so gezielt und gut durchdacht gelaufen sind. Was jedoch an Julien Baptiste gelegen hat.
Wäre es nach Tony Hughes gegangen, hätte er am liebsten alles mit Gewalt geregelt.
Das Ende hat mich dann auch sehr überrascht, denn ich hatte mit vielem gerechnet, aber sicher nicht damit.

Mein Fazit:

Eine sehr düstere und spannende Serie, die den größten Schrecken aller Eltern beschreibt: Den Verlust des eigenen Kindes.

Bewertung vom 11.06.2017
Immer wieder im Sommer
Herzog, Katharina

Immer wieder im Sommer


ausgezeichnet

Inhalt:
Anna wollte immer Mode und Design studieren, arbeitet stattdessen momentan aber in einem Hotel und putzt die Zimmer.
Zweimal war sie richtig verliebt: Einmal als Jugendliche in Jan, der als Hilfsarbeiter auf dem Hof ihrer Mutter geholfen hat und einmal in ihren Exmann Max, der sie betrogen hat.
Als sie nach vielen Jahren einen Brief von ihrer Mutter erhält, zu der sie eigentlich keinen Kontakt mehr hat, beschließt sie nach Amrum zu fahren und Jan dort zufällig zu treffen. Auf dem Weg bringt sie die Kinder an den Starnberger See, denn sie verbringen die Ferien bei ihrem Vater. Auch zu ihrer Mutter möchte sie kurz, denn im Brief steht nicht, was sie von ihr will.
Dass sie am Ende nicht alleine nach Amrum fährt, sondern auch mit ihrer Mutter, ihren Kindern und Max war so nicht geplant.

Meine Meinung:
Glücklich ist Anna in ihrem Job nicht. Im Hotel zu arbeiten war nie ihr Wunsch und ihren Traum vom Studium hat sie begraben, als sie, in jungen Jahren mit ihrer Tochter Sophie, schwanger wurde.
Sie ist gerne Mutter, hat aber zu ihrem Exmann Max nur noch den nötigsten Kontakt, denn er hat sie betrogen und das verletzt sie noch heute.
Annas Leben ist nicht einfach, denn das Geld ist immer knapp, glücklich verliebt ist sie auch nicht und Sophie ist gerade etwas schwierig. Nelly dagegen scheint ein Sonnenschein zu sein. Sie kocht und backt lieber, als mit Kindern zu spielen.
Obwohl Anna oftmals kurz davor steht den Mut zu verlieren, wirkt sie stark. Sie kümmert sich liebevoll um ihre Kinder, freut sich aber auch auf ihren Urlaub den sie kurzentschlossen gebucht hat.
Da ihre Jugendliebe Jan geschieden ist, wäre das doch eine Möglichkeit um an damals anzuknüpfen, oder? Doch bei Anna ist es so, wie es im wahren Leben auch oft kommt: Anders als man denkt! Ihre Mutter offenbart ihr bei ihrem Kurzbesuch etwas, das Anna sehr mitnimmt, obwohl sie ewig keinen Kontakt zu ihr hatte. Auch die unerwünschte Nähe zu Max verwirrt sie sichtlich.
Es gibt in fast jedem Buch Lieblingsprotas und Menschen, die man schon auf den ersten Seiten gern ausradieren würde. Hier gab es eigentlich nur die Guten, denn obwohl Jan sehr eigenartig ist, war er ein netter Kerl. Max, den ich eigentlich hassen müsste, nachdem er Anna vor Jahren betrogen hat, war mir recht schnell sympathisch. Er wirkte in Annas Nähe ruhig und doch merkte man schnell, wie sehr ihn die Kinder vergöttern.
Frieda ist am Anfang sehr distanziert. Sie hatte jahrelang keinen Kontakt zu Anna und kennt ihre Enkelkinder nicht. Doch auch sie wird mit der Zeit immer weicher und man bekommt Einblicke in ihr Gefühlsleben.
Natürlich geht bei einer so chaotischen Zusammenstellung aus Expartner, Kinder, Mutter zu der man ewig keinen Kontakt hatte und Jugendliebe so einiges drüber und drunter, aber trotzdem war die Geschichte immer schön

Fazit:
Es gab soviel Liebe, soviel Unterstützung und Halt und es war toll zu lesen, wie Anna auf ihre alte Liebe reagiert.
Von mir gibt es definitiv eine LESEEMPFEHLUNG!

Bewertung vom 06.06.2017
Ein Jahr im Wald

Ein Jahr im Wald


ausgezeichnet

Unsere Meinung:
In den letzten Wochen hat unsere Große im Kindergarten vermehrt den Wald und die Waldtiere kennengelernt. Dazu hatten sie Besuch von einem Fachmann und haben sich ausgestopfte Tiere, aber auch lebendige angesehen. Sie waren im Wald, sind am Bach entlang gelaufen und haben mehr entdeckt, als wir Erwachsene es oft noch vermögen.
Bislang war ich immer gegen Wimmelbücher, weil es einfach viel zu viel zu entdecken gibt, aber jetzt wird unsere Große im September fünf, also haben wir uns "Ein Jahr im Wald" besorgt.
Sehr interessant fanden wir, dass das Buch in Monate unterteilt ist. Im Januar ist noch alles verschneit, im April blüht und grünt es langsam usw. Man konnte sehen wann die Tiere ihren Winterschlaf halten, wann welche Tiere Kinder bekommen und wie sie schlafen.
Unserer Tochter hat vor allem die Vielfalt an Tieren gefallen. Sie hat versucht die Monate selbst zu lesen.
Im Gegensatz zu vielen anderen Wimmelbüchern ist dieses nicht so überladen, so dass die Suche nach bestimmten Tieren Spaß gemacht hat.
Auf den ersten Seiten lernt man spielerisch alle Tiere und interessante Fakten kennen.
Hinten im Buch gibt es auf der letzten Doppelseite noch ein Spiel in Labyrinth-Form.

Fazit:
Ich bin der Meinung das unsere Tochter mit ihren viereinhalb Jahren das ideale Alter für dieses Wimmelbuch hat. Es gibt viel zu entdecken und man kann der Natur und den Tieren beim wachsen zusehen.

Bewertung vom 31.05.2017
Der unheilige Krieg / Die Brücke der Gezeiten Bd.6
Hair, David

Der unheilige Krieg / Die Brücke der Gezeiten Bd.6


ausgezeichnet

Inhalt:

Noch ist der Kampf um Urte noch nicht entschieden. Der Krieg tobt um die heiligen Mauern der heiligen Stadt Shaliyah und auf dem ganzen Kontinent.
Doch der Schlüssel zum Sieg liegt nicht in den Fähigkeiten und Waffen der Soldaten, sondern in einem uralten Artefakt und dieser liegt in den Händen von Ramita, der Witwe des größten Magiers aller Zeiten und in ihr liegt die Macht die Welt zu retten oder womöglich auch sie zu zerreißen.

Meine Meinung:

Oft ist es ja so, dass je mehr Teile eine Reihe hat, umso mehr lässt die Qualität der einzelnen Bücher nach.
Bei dieser Reihe jedoch kann davon nicht die Rede sein und ich bin davon überzeugt, dass dieser Umstand sich in den folgenden Bänden auch nicht ändern wird.
Die Reihe um die Brücke der Gezeiten ist für mich immer mehr ein monumentales Meisterwerk das zur heutigen Zeit seines gleichen vergeblich sucht.
Schon jetzt ersehne ich den nächsten Band, den dieser Teil hat die Sucht nach diesem Lesestoff noch mehr entfacht, als eh schon vorhanden ist.
Es gibt wirklich sehr viele gute High-Fantasy Reihen, doch keine kann bisher mit dieser mithalten.
David Hair präsentiert uns eine Welt, die umfangreicher und detaillierter kaum sein kann.
Dazu noch sehr viele Charaktere, die tiefgründig und sehr emotional dargestellt werden.
Wie in jedem anderen Teil setzt dieser auch wieder am Ende des Vorgängers ein und erzählt wieder die verschiedenen Sichten der Protagonisten.
Was mich immer wieder aufs neue fasziniert ist, wie sehr sich die Charaktere im Laufe des Buchs weiterentwickeln.
In diesem Teil sieht man ganz besonders bei Alaron, wie stark und erwachsen er wird. Auch Ramita entwickelt sich sehr schnell weiter, ganz besonders da sie jetzt Mutter von zwei Kindern geworden ist.
Ich finde alle Stränge sehr wichtig und interessant, aber wenn ich ganz ehrlich bin kann mich der Strang der direkt mit dem Krieg zu tun hat am wenigsten fesseln, denn Ramon ist ja als Schlachtmagus unterwegs.
Am interessantesten finde ich diesmal des Strang von Ramita und Alaron, da dieser auch voller Gefühle ist. Wobei ich finde, dass in diesem Teil allgemein sehr viele Gefühle gezeigt werden.

Mein Fazit:

Der sechste Teil einer monumentalen High-Fantasy Reihe an der man nicht vorbeikommt!

Bewertung vom 29.05.2017
Ein bisschen wie Unendlichkeit
Hapgood, Harriet Reuter

Ein bisschen wie Unendlichkeit


gut

Inhalt:
Margot, die von allen nur Gottie genannt wird, ist seit einem Jahr einfach nur traurig. Vor einem Jahr starb ihr Großvater Grey der wie ein Vater für sie war. Jetzt verbringt sie ihre Zeit damit in den Himmel zu starren und "Zeitreisen" zu machen. Zeitreisen in Form von Wurmlöchern, die sie in Zeiten katapultieren in denen sie schöne und traurige Dinge erlebt hat. Nebenbei arbeitet sie an ihrer Hausarbeit und am G. H. Oppenheimer-Prinzip.

Meine Meinung:
Ein Buch, zu dem ich Aufgrund des Covers jederzeit gegriffen hätte und bei dem mich der Klappentext neugierig gemacht hat. (Es ist in echt noch viel schöner und es glitzert!)
Leider steht ein ansprechendes Äußeres nicht immer für einen guten Inhalt und Harriet Hapgood macht es mir mit ihrer Geschichte ziemlich schwer.
Gottie ist ein Mathegenie das sich für die Physik interessiert. Andauernd kommen Wurmlöcher, Zeitreisen, Formeln und Berechnungen vor. Ich muss gestehen, die erste Hälfte des Buches hat mich gelangweilt, vor allem auch weil Gottie ein Ekelpaket ist. Sie zieht sich zurück, jammert und stößt andere dauernd vor den Kopf.
Wer mir sehr gut gefallen hat ist Thomas, Gotties Freund aus der Kindheit, der kurzzeitig bei ihnen einzieht. Thomas war früher ein Chaot, aber jetzt scheint er einfach nur jemand zu sein der sein Leben liebt und es genießt. Dass er nebenbei ziemlich viel für die unausstehliche Gottie übrig hat, macht für mich das Buch interessanter, denn es wirkt als würde er heimlich um ihre Gunst kämpfen.
Gottie hat noch einen Bruder. Edzard, der nur Ned genannt wird, spielt in einer Band und ist auch ansonsten ziemlich locker drauf. Obwohl die Geschwister momentan nicht so viel miteinander zu tun haben, merkt man das sie ein Gespann sind.
Der Vater der beiden scheint sehr wenig an ihnen interessiert zu sein, irgendwie macht generell jeder in dem Haus was er möchte.
Ich kann mir Gotties Kummer vorstellen, denn bei mir ist meine Großmutter gestorben, die für mich wie eine zweite Mutter war, aber trotzdem hatte ich teilweise das Gefühl sie spinnt.

Fazit:
Meine Bewertung im Mittelfeld gibt es nur durch die interessantere zweite Hälfte des Buches und Thomas Charme. Gottie nervte mich mit ihrer Art bis zum Ende.

Bewertung vom 29.05.2017
Der Kuss der Lüge / Die Chroniken der Verbliebenen Bd.1
Pearson, Mary E.

Der Kuss der Lüge / Die Chroniken der Verbliebenen Bd.1


ausgezeichnet

Inhalt:

Lia ist 17 Jahre alt, die älteste Tochter und Prinzessin von Morrighan. Sie soll mit einem Prinzen verheiratet werden, den sie nicht mal kennt, doch Lia hat andere Pläne und lässt ihr bisheriges Leben hinter sich.
Zusammen mit ihrer Magd flieht sie und heuert weit weg in einer Taverne an um dort ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Dort lernt sie zwei Männer kennen, die sofort ihre Aufmerksamkeit erregen. Was sie jedoch nicht weiß ist, dass beide nach ihr suchen.
Einer der beiden wurde ausgesandt um sie zu töten und der andere ist der verschmähte Prinz, den sie eigentlich heiraten sollte.
Zu beiden fühlt sich Lia sehr hingezogen, obwohl sie nichts davon ahnt wer die beiden eigentlich sind.

Meine Meinung:

Der Kuss der Lüge erzählt die Geschichte von Lia, die erstgeborene Prinzessin von Morrighan. Sie ist erst 17 Jahre alt und soll mit einem Prinzen aus einem anderen Königreich verheiratet werden, doch das will sie nicht und daher schmiedet sie einen Plan mit ihrer Magd, die auch noch ihre beste Freundin ist, dieser Heirat zu entgehen.
Zusammen fliehen sie und heuern in einer weit entfernten Taverne an um dort für ihren Lebensunterhalt zu arbeiten.
Als sie dort zwei Männer kennenlernt, die sofort ihre Aufmerksamkeit erregen, ahnt sie noch nicht, dass beide nach ihr suchen. Einer soll sie umbringen und der andere ist der Prinz den sie eigentlich heiraten sollte.
Ich wusste ehrlich gesagt nicht so richtig was mich erwartet, aber der Rückentext hat mich sehr interessiert.
Sehr interessant finde ich die Welt, in der sich alles abspielt. Ich würde es mit dem Mittelalter vergleichen. Burgen und Schlösser, große Städte die nicht besonders sauber sind aber trotzdem irgendwie etwas magisches an sich haben.
Da immer wieder von einer Gabe die Rede ist, die Lia besitzen soll, hat es auch etwas fantastisches an sich, wobei dieses Element zumindest in diesem Teil nicht so richtig zur Geltung kommt.
Emotionen hingegen, sind hier sehr viele mit von der Partie.
Was das Buch für mich so spannend macht ist, dass es aus verschiedenen Sichten erzählt wird.
Lia erzählt ihre Erlebnisse und wie sie zurechtkommt, aber am spannendsten finde ich die Sichten des Prinzen und vom Attentäter.
Man erfährt zwar wie die beiden heißen, doch man kann fast bis zum Schluß nicht zuordnen wer es nun gut meint mit Lia und welcher der Attentäter ist.
Die Geschichte konnte mich richtig fesseln und das Buch aus der Hand zu legen kam für mich kaum in Frage, da mir immer wieder kleine Cliffhanger geboten wurden.

Mein Fazit:

Eine magische Geschichte voller Gefühle, die man lesen sollte!

Bewertung vom 22.05.2017
Diatar
Linger, Ina

Diatar


ausgezeichnet

Inhalt:

Wichtige Regeln, werden den Diatar schon von Kinderbeinen an eingebläut. Gehe nie hinaus in die Nacht, meide die Dunkelheit, betrete niemals die Höhlen der Monandor und sei vor der Dämmerung zuhause.
Der Krieger Jaro kennt auch diese Regeln, doch schafft er es nach einem Kampf mit den Monandor, bei dem er schwer verletzt wird, nicht vor Einbruch der Nacht zurück in sein Dorf.
Ausgerechnet Risa, findet ihn. Sie hat ihm schon einmal als Kind das Leben gerettet. Sein Leben in ihren Händen zu wissen, erfüllt Jaro mit Angst, denn niemand bleibt so unschuldig und gut, wie er als Kind war. Schon gar nicht eine menschenfressende Dämonin der Nacht.

Meine Meinung:

Ina Linger ist auf jedenfall ein Geheimtipp für Fantasyfans. Normalerweise bin ich von Werken die als Selfpublishing erscheinen, nicht so begeistert. Doch bin ich froh, dass ich Diatar von Ina Linger eine Chance gegeben habe.
Die Geschichte spielt in einer Welt, die mich sehr an einen Dschungel erinnert.
Die Welt wurde von der Autorin auch sehr detailliert beschrieben, so dass sich der Leser richtig gut hineinversetzen kann und somit immer das Gefühl hat, mitten im Geschehen zu sein.
Allgemein gefällt mir ihr Schreibstil sehr gut, da sich das Buch recht flüssig liest.
Die beiden Hauptprotagonisten, Jaro und Risa, könnten verschiedener nicht sein, denn beide stammen aus verschiedenen Völkern, die sich auch recht heftig bekriegen.
Jaro ist ein Diatar, ein Kind des Lichts und wohnt auf der Erdoberfläche. Risa gehört zu den Monandor, den Geschöpfen der Dunkelheit und ihr Zuhause ist unter der Erde in einer Höhle.
Doch etwas verbindet die beiden und das liegt nicht nur an ihrer gemeinsamen Vergangenheit.
Die beiden sind auserwählt ihre beiden Völker zu retten, doch das stellt die beiden vor ein unlösbares Problem.
Die Welt in der die beiden leben steht kurz vor dem Untergang, denn ein Vulkan steht kurz vor dem Ausbruch und wird alles zerstören. Die einzige Rettung liegt in der Flucht aufs Wasser und sich eine neue Heimat zu suchen. Doch kein Volk vertraut dem anderen und daher ist die Einigung der beiden Völker ein fast unlösbares Unterfangen.
Doch die beiden Auserwählten geben nicht auf und versuchen ihre Völker zu retten.
Mir gefällt die Geschichte sehr gut, da mich die Idee schon überzeugen konnte,
Hinzu kommen die beiden Hauptprotagonisten, die man einfach mögen muss. Wobei Jaro doch ein recht schwieriger Charakter ist.
Er musste durch seine Krankheiten und den Kontakt als Kind mit Risa, so einiges durchmachen und sich seinen Platz als Krieger hart verdienen.
Risa war mir von Anfang an sympathisch, da sie niemals aufgeben würde und auch Jaro mit ihrem Selbstbewusstsein mitzieht.

Mein Fazit:

Ich bin sehr begeistert von diesem Auftakt einer Fanatsyreihe, die ganz auf meiner Wellenlänge liegt!

Bewertung vom 22.05.2017
Nähen mit JERSEY - babyleicht!
Dohmen, Pauline

Nähen mit JERSEY - babyleicht!


ausgezeichnet

Meine Meinung:
Im Dezember sind wir noch einmal Eltern einer wundervollen Tochter geworden. Wo ich in den letzten zwei Jahren für die Große immer wieder genäht habe, hat die Kleine noch nichts Selbstgenähtes bekommen. Seit September stand jetzt die Nähmaschine still, bis ich mich dazu aufgerafft habe sie zu entstauben und endlich wieder in Betrieb zu nehmen.
Um wirklich den nötigen Antrieb zu bekommen, habe ich mir zwei Nähbücher beschafft und mit Babyleicht! Nähen mit Jersey für Babys habe ich begonnen.
In diesem Buch gibt es verschiedene Schwierigkeitsstufen und da ich ja sehr unregelmäßig nähe und mir bislang auch alles selbst beigebracht habe, bin ich immer noch eine blutige Anfängerin.
Begonnen habe ich mit einem Bandana-Halstuch mit Druckknopf, denn unsere Kleine sabbert momentan viel und da ist ein bisschen Schutz schon nicht schlecht. Ich habe für die Unterseite aber keinen Fleece genommen wie vorgeschlagen, sondern ebenfalls Jersey, denn obwohl ich Stoff gekauft habe, habe ich mich beim Durchsehen meiner vorhandenen Stoffe in eine süße Stoffkombi verliebt.
Das Tuch hat den Schwierigkeitsgrad 1, war also ideal zum erneuten Einstieg, aber es wäre doch gelacht, wenn alles glatt laufen würde. Natürlich ging mir beim absteppen der Unterfaden aus und wenn ich erneut drüber nähe, dann sieht man das. Kein Problem, denn beim Ausschneiden vorher hatte ich tolle Fransen die ich als Schleife unten an das Halstuch genäht habe. Ein süßer Knopf hätte mir auch gefallen, aber da Töchterchen momentan alles in den Mund nimmt, war mir das zu gefährlich.
Als nächstes habe ich mich für supercoole Schühchen mit Bund entschieden. Das sind eher doppelte Socken und passend zum Halstuch habe ich erneut denselben Stoff genommen.
Schwierigkeitsgrad war dort 2 und das habe ich auch gemerkt, denn wenn ich sonst etwas mit Bündchen genäht hatte, hieß es immer "doppelt x0,7". Also habe ich auch diesmal den Bündchenstoff doppelt genommen und mich dann gewundert wieso er so riesig ist. Nachdem ich das Bündchen dann richtig hatte ging es ans zusammennähen von Außenschuh, Innenschuh und Bündchen und ich kann euch sagen DAS war Fummelarbeit.
Ich liebe an diesem Buch die beiden riesigen Bögen mit Schnittmustern, denn es muss nichts vergrößert werden. Was mich nicht ganz so begeistert ist, dass ich mich als Anfänger manchmal verloren fühlte, aber: Es gibt Online-Videos und für grundlegende Sachen gibt es im Buch nochmal zusätzliche Tipps und Anleitungen.

Fazit:
Auch wenn Schwierigkeitsstufe 2 für mich noch recht schwierig ist, finde ich die Schnittmuster und die Auswahl der Babysachen wirklich toll. Ich freue mich über die süßen Sachen die ich mithilfe des Buchs genäht habe.

Bewertung vom 22.05.2017
Poldark - Staffel 1 (3 Discs)
Poldark

Poldark - Staffel 1 (3 Discs)


ausgezeichnet

Meine Meinung:
Als ich die erste Folge der Serie angeschaut habe, konnte ich den Hauptdarsteller Aidan Turner nicht zuordnen. Ich wusste, dass ich ihn irgendwoher kenne und dank des Internets weiss ich jetzt, dass er einer der Zwerge im Hobbit ist.
Dort ist er mir auch schon sehr positiv in Erinnerung geblieben, daher ist er als Ross Poldark schon mal ein sehr großer Pluspunkt für die Serie.
Aidan Turner spielt Ross Poldark mehr als überzeugend und ist für diese Rolle die perfekte Besetzung.
Serien sind ja eine meiner großen Leidenschaften, da ich schon immer sehr gerne gute und außergewöhnliche Filme schaue. Doch normalerweise gehören Dramen nicht zu den Genres die ich bevorzuge.
Poldark hat es aber geschafft mich zu bekehren, denn die Serie ist so voll mit Gefühlen und Spannung, dass man sich sehr schlecht vom Bildschirm lösen kann.
Besonders die Ausdrucksweise der Sprache und auch die Kostüme haben es mir angetan, ganz zu schweigen von der Kulisse vor der sich dieses Spektakel abspielt.
Viele aktuelle Filme beinhalten die heutige Jugendsprache, doch bei Poldark wird sehr viel auf Etikette und Ausdruck geachtet, was gut zu der damaligen Zeit passt.
Poldark ist ein Epos, das vom Fall des Ross Poldark erzählt, der aber allen zum Trotz nicht aufgibt. Als er aus dem Krieg zurückkehrt, verliert er seine damalige Verlobte an seinen Cousin. Er war verschollen und wurde für Tod erklärt. Er steht vor dem Bankrott.
Als er ein junges Mädchen kennenlernt, das von ihrem Vater geschlagen wird, nimmt er sich ihrer an und verliebt sich mit der Zeit in sie.
Als er Demelza später auch noch heiratet verrät er somit die Oberschicht, zu der er eigentlich dazugehört.
Ross Poldark ist ein sehr sympathischer Charakter, da er ein großes Herz hat und sich nicht um irgendwelche Schichten schert. Für viele ist er ein Held, dennoch gibt es immer welche die ihn als Bedrohung ansehen. Demelza passt in jeder Hinsicht perfekt zu ihm, denn auch wenn sie am Anfang noch sehr verhalten und eingeschüchtert wirkt, entwickelt sie sich mit der Zeit zu einer richtigen Lady, die trotzdem nicht vergisst wo sie herkommt.

Mein Fazit:

Eine Serie, voller Drama und Gefühlen und eine der besten die ich in letzter Zeit gesehen habe!

Bewertung vom 15.05.2017
Ein Fall für Fuchs & Haas: Die Tote im Räucherofen (eBook, ePUB)
Pala, Ivo

Ein Fall für Fuchs & Haas: Die Tote im Räucherofen (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Inhalt:

Kommissar Bodo Fuchs, wurde von Berlin an die verträumte Ostseeküste Vorpommerns versetzt, da ihm in Berlin einmal zu oft der Kragen geplatzt ist.
Wenn er gehofft hat, hier seine Dienstzeit bis zur Rente, auf der linken Pobacke abzusitzen, hat er sich geschnitten. Denn schon passiert der erste entsetzliche Mord und versetzt ihn in seine Kindheit zurück. Die geräucherte Tote in dem Ofen ist nämlich seine heimliche und unerfüllte große Liebe.
Die Untersuchungen führen ihn und seine Kollegin Gisa Haas in ein Netz voller Intrigen, uralten Familiengeheimnisse und Schauermärchen.

Meine Meinung:

Eigentlich bin ich ja nicht so der Krimifan, aber bei diesem Buch ist das ganz anders.
Was mir bei einem Krimi wichtig ist, da ja der Hauptaugenmerk auf den Ermittlungen liegt, dass mir als Leser die Ermittler sympathisch sind und auch ihren Job richtig gut machen.
Bodo Fuchs und Gisa Haas sind ein richtig tolles Team, Fuchs ist eher so der Typ mit dem man Pferde stehlen gehen könnte und sein Humor gefällt mir auch sehr gut. Er hat es auch gut drauf, seinen Sarkasmus zu verpacken.
Seine Kollegin Gisa Haas ist da das genaue Gegenteil. Sie kleidet sich immer sehr adrett und dazu passt auch ihr Wesen. Immer genau das richtige tun und nicht von der Norm abweichen.
Im Laufe des Buchs, habe ich immer mehr Fernweh bekommen, da der Autor die Gegend in der alles spielt sehr gut in Szene gesetzt hat.
Da ich noch nie an der Ostsee war, wir aber sehr gerne Urlaub an der Nordsee machen, würde ich gerne mal dorthin und die Gegend genießen.
Was dieses Buch ausmacht, ist neben dem Schreibstil auch das Gefühl, das beim Lesen aufkommt.
Ich finde, dass dieses Buch den Leser mit seiner Spannung fesselt, aber dennoch mit einer humorvollen Leichtigkeit erzählt wird.
Diese Mischung finde ich einfach genial und sie macht Lust auf mehr.
Ich habe seit dem ich dieses Buch gelesen habe, total die Hummeln im Hintern und bin im Urlaubsfieber und möchte einfach ins Auto steigen und losfahren.
Das Buch verströmt mit seiner doch recht ernsten Geschichte nicht nur Spannung, sondern beflügelt den Leser auch in einer Weise die ich nicht in Wort fassen kann.

Mein Fazit:

Ein Krimi mit zweit tollen Ermittlern, der nicht nur spannend ist, sondern auch noch voller Lebensgefühl steckt!