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Bewertungen

Insgesamt 85 Bewertungen
Bewertung vom 03.07.2017
Als wir unbesiegbar waren
Adams, Alice

Als wir unbesiegbar waren


ausgezeichnet

"Als wir unbesiegbar waren" erzählt von der Freundschaft zwischen 4 jungen Menschen, die zunächst am Ende ihrer Highschoolzeiten stehen und nun alle ihre eigenen Träume und Wünsche verwirklichen wollen.
Auch wenn sie ihr berufliche Wege trennen wird, wollen sie ihre Freundschaft aufrechterhalten.

Doch wie so oft im Leben verlieren sich die 4 Freunde mit den Jahren langsam aus den Augen, aber in Krisensituationen, die alle nach Jahren wieder zusammenführen werden, können sie sich doch immer noch aufeinander verlassen und erkennen, wie viel ihnen ihre Freundschaft bedeutet.

Das Buch begleitet die 4 Freude über etwa 15 - 20 Jahren und wird abwechselnd aus jeweils einer Perspektive erzählt. Alle durchleben Höhen und Tiefen und müssen mit Niederlagen und Scheitern fertig werden, denn leider verläuft das Leben nie so wie man es sich in der Jugend erträumt hat.

Das Buch macht einen klar, dass man seine Freunde aus Jugendtagen nicht aus den Augen verlieren sollte, auch wenn sich die Lebensumstände und die Beziehungen zueinander im Laufe des Lebens verändern werden.

Bewertung vom 02.07.2017
Nur ein kleiner Gefallen - A Simple Favor
Bell, Darcey

Nur ein kleiner Gefallen - A Simple Favor


ausgezeichnet

Die junge berufstätige Mutter Emily bittet ihre verwitwete Freundin Stephanie um den kleinen Gefallen sich ein Nachmittag um ihren Sohn Nicky zu kümmern. Abends will sie ihren Sohn nach der Arbeit eigentlich abholen, aber sie taucht nicht auf. Nach einiger Zeit mach sich Stephanie große Sorgen um ihre Freundin, besonders als eine Leiche mit Emilys DNA gefunden wird.
Doch nach und nach kommt Stephanie dahinter, dass sie ihre Freundin Emily in Wahrheit gar nicht so gut kennt, wie sie immer dachte. Denn Stephanie hat mehr Geheimnisse als es auf den ersten Blick schien.
Aber auch Stephanie verheimlicht so manches aus ihrer Vergangenheit und übernimmt nach und nach Emilys Leben.

Das Buch wird zum einen durch einen Blog von Stephanie erzählt, der allerdings auch nicht die ganze Wahrheit erzählt, sondern nur das was Stephanie dafür hält. Zum anderen wird es aus der Sicht von Stephanie und später auch von Emily erzählt, so dass der Leser verschiedene Sichtweisen auf das Geschehen erhält.
Dadurch wird die Spannung hoch gehalten und man fragt sich, welche Geheimnisse noch ans Licht kommen. Schließlich hat jeder seine Geheimnisse und wem kann man in diesem mysteriösen Spiel noch trauen?

Bewertung vom 12.06.2017
Mittsommerleuchten
Hellberg, Åsa

Mittsommerleuchten


sehr gut

Asa Hellberg "Mittsommerleuchten" hat die Mitte 50 jährige Opernsängerin Gloria im Mittelpunkt, die darüber nachdenkt, wie es mit ihrem Leben weitergehen soll. Sie studiert gerade die "Carmen" an der schwedischen Oper ein und trifft dabei gleich auf 2 ehemalige Liebhaber, die sie Jahrelang nicht gesehen hat. Es soll ihre große Hauptrolle werden, aber so recht hat sie noch keinen Plan, wie ihr Leben danach aussehen soll. Das beide Männer wieder um ihre Gunst außerhalb der Bühne kämpfen, macht es für Gloria auch nicht leichter.

Ähnliche Probleme hat auch Agnes, Glorias jüngere Schwester, die sich eigentlich gerade von ihrem Mann trennen will. Dazu soll auch das gemeinsame Haus verkauft werden, so dass im Keller alte Erinnerungen an die Eltern wieder auftauchen. Auch das wirbelt das Leben von Gloria weiter durcheinander und hilft nicht wirklich dabei, das Gefühlschaos beider Schwestern zu lichten.

Asa Hellberg schafft es in ihrem neuen Roman wieder das Leben von Frauen mitten im Leben darzustellen, die bereits sind für ihr Glück zu kämpfen und dabei auch nicht vor einem Neuanfang zurückschrecken. Es ist eine leichte Sommerlektüre, die einen klarmachen kann, dass man auch in späteren Jahren seinem Leben einen neuen (glücklicheren) Sinn geben kann.

Bewertung vom 12.06.2017
Wünsche, die uns tragen
Hughes, Kathryn

Wünsche, die uns tragen


sehr gut

In Kathryn Hughes "Wünsche, die uns tragen" geht die junge Mutter Beth auf Spurensuche nach ihrem unbekannten Vater. Der Grund ist traurig, da ihr 5 jähriger Sohn Jake dringend auf eine Spenderniere angewiesen ist und der unbekannte Großvater ist die letzte familiäre Hoffnung.
Die Geschichte wird auf 2 Zeitebenen erzählt - zum einen in der Gegenwart und zum anderen in der Vergangenheit Anfang der 70ger Jahre.
Was Beth über ihre Herkunft herausfinden wird, stellt ihr ganzes Leben auf den Kopf. Aber wird sie ihren Vater finden können und kann Jake dadurch gerettet werden?

Die Vergangenheit nimmt in Kathryn Hughes Roman einen sehr großen Raum ein, so dass für mich die Gegenwart und insbesondere Beth Umgehen mit der Wahrheit leider zu kurz kommt. Ich hatte beim Lesen zum Schluss das Gefühl, dass das Buch dringend irgendwie zu Ende gebracht werden muss und man ja auch noch mal auf die Gegenwart eingehen müsste. Entweder man hätte die Vergangenheit kürzer darstellen müssen oder man hätte der Gegenwart den gleichen Stellenwert einräumen müssen und dann wäre das Buch dicker geworden. So verschenkt am Ende das Buch leider einiges seines Potential und so bleibt das Buch für mich im Mittelmaß hängen. Aus diesem Grund vergebe ich dieses Mal 4 Sterne, auch wenn das Potential für mehr da gewesen war.

Bewertung vom 12.06.2017
Mit jedem Jahr
Van Booy, Simon

Mit jedem Jahr


sehr gut

Simon van Booy erzählt in seinem berührenden Buch "Mit jeden Jahr" die Geschichte von Jason und seiner Pflegetochter Harvey.

Jason gilt als schwarzes Schaf in seiner Familie und daher hat er keinerlei Kontakt zu Ihnen. Eines Tages verunglücken sein Bruder und dessen Frau tödlich, so dass die kleine Tochter Harvey plötzlich Waise ist. Auch wenn die Voraussetzungen denkbar ungünstig stehen, übernimmt Jason die Pflegschaft für seine kleine Nichte. Nach und nach krempelt er sein Leben komplett um, um Harvey ein liebevoller und guter Vater zu sein.

Die Geschichte wechselt zwischen der Gegenwart und der Erinnerung von Jason und Harvey über ihre Kindheit hin und her. Heute ist Harvey eine junge Frau, die in Paris arbeitet und lebt. Ihr Vater Jason kommt sie eines Tages dort besuchen und Harvey zeigt ihm ihr Paris. Immer hat sie kleine Geschenke für ihren Vater vorbereitet, die für eine schöne Episode aus ihrer trotz allem schöne Kindheit steht. Man bekommt dadurch einen guten Einblick über das besondere Familienleben der beiden. Manchmal kann es ein kleines Kind schaffen, dass ein Erwachsener sein Leben grundlegend zum Besseren ändert.

Der Schreibstil ist berührend und man kann sich gut in die Situation hineinversetzen. Der einzige Minuspunkt war für mich das Ende der Geschichte, denn ich bin mit dem Gefühl zurück geblieben, dass es irgendwie noch weitergehen muss. Meiner Meinung hätte man die letzte Wendung komplett weglassen können, denn sie hat nix an der Geschichte geändert. Oder man hätte sie früher einbauen müssen und mehr auf die Auswirkungen und Ursachen eingehen müssen. Aus diesem Grund gibt es auch nur 4 Punkte von mir.

Bewertung vom 12.06.2017
Die Hummerkönige
Zentner, Alexi

Die Hummerkönige


gut

Die Kings leben seit Generationen auf Looseword Island vom Hummerfang und Cordelia, als älteste Tochter will die Familientradition weiterführen und als Hummerfischerin arbeiten. Doch ihr Vater ist nicht also erfreut von dieser Idee, aber da sein einziger Sohn als kleines Kind stirbt bleibt ihn nichts anderes übrig als Cordelia als seine Nachfolgerin zu akzeptieren.
Der erste King landete vor über 300 Jahre auf der Insel und seit dem scheint ein Fluch auf der Familie zu liegen. In jeder Generation stirbt der Erstgeborene Sohn unter tragischen Umständen im Meer.
Der erste King, der Künstler Brunfitt King, spielt durch seine Bilder und den Rückblenden auch heute noch eine gewisse Rolle. Besonders Cordelia setzt sich mit den Bildern auseinander.
Alexi Zentner "Die Hummerkönige" erzählt die Familiengeschichte aus heutiger Sicht. Auch wenn der Familienzusammenhalt noch immer sehr eng ist, konnte mich das Buch nicht wirklich fesseln. Es plätscherte so dahin, denn irgendwie fehlte mir die Spannung. Vom Klappentext klang das Buch sehr interessant, doch letztlich ist es für mich keine "Geschichte, die sich (mir) ins Gedächtnis brennt".

Bewertung vom 27.04.2017
Perfect Girl - Nur du kennst die Wahrheit
MacMillan, Gilly

Perfect Girl - Nur du kennst die Wahrheit


ausgezeichnet

Zoe versucht sich mit ihrer Mutter ein neues Leben aufzubauen. Vor 3 Jahren verursachte sie einen schweren Unfall, bei dem 3 ihrer Schulfreunde starben. Sie wurde zu Jugendarrest verurteilt und hat ihre Strafe mittlerweile abgesessen.

Ihre Mutter Maria ist in dieser Zeit in eine andere Stadt gezogen und hat wieder geheiratet. Somit hat Zoe nun nicht nur einen Stiefvater und einen Stiefbruder, sondern noch eine kleine Halbschwester.
Ihr Stiefvater und Stiefbruder kennen Zoes Vorgeschichte bis zu einem öffentlichen Klavierkonzert nicht, als der Vater eines der Opfer Zoe schwere Vorwürfe macht. Wenige Stunden später ist Zoes Mutter tot und Zoe gerät wieder in die Polizeimühle.

Die Geschichte von "Perfect Girl" von Gilly MacMillian wird immer abwechselnd aus der Sicht der verschiedenen Familienmitglieder erzählt. Im Wesentlichen geht es um den Abend vor Marias Tod und die anschließende Suche nach dem Täter. In kurzen Erinnerungen wird auch auf Zoes Vergangenheit und der ersten von Zoes Stiefvater erzählt. Schließlich scheint das perfekte neue Leben doch nicht so perfekt zu sein, wie es auf den ersten Blick scheint.

Durch den häufigen Erzählerwechsel bekommt der Leser einen umfassenden Blick auf die Ereignisse und die Dynamik innerhalb der Familie. Dadurch lässt es sich gut lesen und man fühlt sich gut unterhalten.

Bewertung vom 25.04.2017
Ein Sommer in Corona del Mar
Thorpe, Rufi

Ein Sommer in Corona del Mar


gut

Rufi Thorpes Buch "Ein Sommer in Corona del Mare " beschreibt den Lebensweg der beiden Freundinnen Mia und Lorrie Ann vom Teenager zur jungen Frau.

Während Mias Leben recht gradlinig und geordnet verläuft, muss Lorrie Ann immer neue Schicksalschläge verkraften. Dadurch rutscht sie immer mehr ab und wird drogensüchtig.

Nach mehreren Jahren Funkstille taucht Lorrie Ann urplötzlich bei Mia wieder auf und diese muss erkennen, dass sie in all dem Jahren ein ganz falsches Bild von ihrer Freundin und sich selbst hatte.

Die Geschichte wird in Rückblicken aus Mias Sicht erzählt. Auch wenn der Schreibstil gut zu lesen war, konnte mich die Geschichte nicht richtig fesseln. Nach der Leseprobe hatte ich mir einen anderen Verlauf der Geschichte erwartet. Aus diesem Grund kann ich dieses Mal auch nur 3 Punkte vergeben, denn die Geschichte hat für mich zu viel seines Potentials verschenkt.

Bewertung vom 25.04.2017
Glücksmädchen / Ellen Tamm Bd.1
Bley, Mikaela

Glücksmädchen / Ellen Tamm Bd.1


sehr gut

"Glücksmädchen" ist der erste Roman von Mikaela Bley um die Kriminalreporterin Ellen Tamm. Als eines Tages die achtjährige Lycke spurlos verschwindet, wird Ellen Tamm auf dramatische Art und Weise wieder an ihre Vergangenheit erinnert. Im Alter von 8 Jahren verschwand vor vielen Jahren auch ihre geliebte Zwillingsschwester und Ellen hat bis heute schwere Schuldgefühle deswegen. Deshalb hat sie sich auch einen Beruf ausgesucht, der mit Tod und Verbrechen zu tun hat.

Ellen Tamm versucht alles um Lycke zu finden, doch leider kommt sie trotz allem zu spät, denn bereits nach kurzer Zeit wird das kleine Mädchen tot aufgefunden. Nun hat Ellen nur noch ein Ziel, den Mörder der kleinen Lycke zu finden.

Der Roman wird aus der unterschiedlichen Sicht von 3 weiteren Frauen geschildert, die alle eine Rolle in Lyckes Leben gespielt haben. Da ist zum einen die berufstätige und geschiedene Mutter, für die Lycke oft ein Hindernis gewesen war, zum anderen die Stiefmutter, die auf Lycke und die Vergangenheit ihres Mannes eifersüchtig ist und sich mehr um ihr eigenes Kind kümmert als um Lycke. Einzig das Kindermädchen scheint sich wirklich um Lycke zu sorgen. Hat eine der drei Frauen was mit ihrem Schicksal zu tun oder was geschah mit Lycke tatsächlich?

Das Verschwinden des Kindes aus den unterschiedlichen Sichtweisen zu beleuchten, macht das Buch spannend und ich fühlte mich gut unterhalten. Auch wenn ich es nicht unbedingt als Psychothriller bezeichnen würde, ist es ein gelungenes Krimidebüt.

Bewertung vom 24.04.2017
In jedem Augenblick unseres Lebens
Malmquist, Tom

In jedem Augenblick unseres Lebens


gut

Tom Malmquist erzählt in seinem Roman "In jeden Augenblick unseres Lebens" aus dem Leben von Tom. Er freut sich mit seiner schwangeren Freundin Karin auf die Geburt ihres ersten gemeinsamen Kindes.
Doch plötzlich geht es Karin schlecht und sie wird ins Krankenhaus eingeliefert, wo man akute Leukämie bei ihr feststellt. Während die kleine Tochter durch einen Kaiserschnitt gerettet werden kann, schafft es Karin leider nicht.

So muss Tom nicht nur lernen, mit seiner Trauer zu leben, sondern sich gleichzeitig auch noch um einen Säugling kümmern. Da die beiden nicht verheiratet waren und Tom durch den plötzlichen Tod von Karin die Vaterschaft nicht offiziell anerkennen konnte, muss er sich auch noch um Bürokratischen Hürden auseinandersetzen, um seine Tochter ein guter Vater sein zu können.

Das Thema des Buches versprach spannend und interessant zu werden, aber ehrlicherweise hat mich das Buch ein wenig enttäuscht. Es ist nicht nur durch die fehlende Wörtlichen Rede etwas schwierig zu lesen, sondern in allerersten Linie durch den ständigen Wechsel der Zeitperspektive. Tom erzählt viel von dem Kennenlernen und seinem gemeinsamen Leben mit Karin, aber leider wechselt er oft mittendrin zwischen Vergangenheit und Gegenwart ab. Dadurch ging mir oft der Lesefluss verloren, da ich überlegen musste, welche "Zeit" gerade beschrieben wird.

Somit konnte mich das Buch leider nicht fesselnd oder berührend, was ich gerade bei diesem Thema sehr schade fand.