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Bewertungen

Insgesamt 79 Bewertungen
Bewertung vom 27.04.2017
Perfect Girl - Nur du kennst die Wahrheit
MacMillan, Gilly

Perfect Girl - Nur du kennst die Wahrheit


ausgezeichnet

Zoe versucht sich mit ihrer Mutter ein neues Leben aufzubauen. Vor 3 Jahren verursachte sie einen schweren Unfall, bei dem 3 ihrer Schulfreunde starben. Sie wurde zu Jugendarrest verurteilt und hat ihre Strafe mittlerweile abgesessen.

Ihre Mutter Maria ist in dieser Zeit in eine andere Stadt gezogen und hat wieder geheiratet. Somit hat Zoe nun nicht nur einen Stiefvater und einen Stiefbruder, sondern noch eine kleine Halbschwester.
Ihr Stiefvater und Stiefbruder kennen Zoes Vorgeschichte bis zu einem öffentlichen Klavierkonzert nicht, als der Vater eines der Opfer Zoe schwere Vorwürfe macht. Wenige Stunden später ist Zoes Mutter tot und Zoe gerät wieder in die Polizeimühle.

Die Geschichte von "Perfect Girl" von Gilly MacMillian wird immer abwechselnd aus der Sicht der verschiedenen Familienmitglieder erzählt. Im Wesentlichen geht es um den Abend vor Marias Tod und die anschließende Suche nach dem Täter. In kurzen Erinnerungen wird auch auf Zoes Vergangenheit und der ersten von Zoes Stiefvater erzählt. Schließlich scheint das perfekte neue Leben doch nicht so perfekt zu sein, wie es auf den ersten Blick scheint.

Durch den häufigen Erzählerwechsel bekommt der Leser einen umfassenden Blick auf die Ereignisse und die Dynamik innerhalb der Familie. Dadurch lässt es sich gut lesen und man fühlt sich gut unterhalten.

Bewertung vom 25.04.2017
Ein Sommer in Corona del Mar
Thorpe, Rufi

Ein Sommer in Corona del Mar


gut

Rufi Thorpes Buch "Ein Sommer in Corona del Mare " beschreibt den Lebensweg der beiden Freundinnen Mia und Lorrie Ann vom Teenager zur jungen Frau.

Während Mias Leben recht gradlinig und geordnet verläuft, muss Lorrie Ann immer neue Schicksalschläge verkraften. Dadurch rutscht sie immer mehr ab und wird drogensüchtig.

Nach mehreren Jahren Funkstille taucht Lorrie Ann urplötzlich bei Mia wieder auf und diese muss erkennen, dass sie in all dem Jahren ein ganz falsches Bild von ihrer Freundin und sich selbst hatte.

Die Geschichte wird in Rückblicken aus Mias Sicht erzählt. Auch wenn der Schreibstil gut zu lesen war, konnte mich die Geschichte nicht richtig fesseln. Nach der Leseprobe hatte ich mir einen anderen Verlauf der Geschichte erwartet. Aus diesem Grund kann ich dieses Mal auch nur 3 Punkte vergeben, denn die Geschichte hat für mich zu viel seines Potentials verschenkt.

Bewertung vom 25.04.2017
Glücksmädchen / Ellen Tamm Bd.1
Bley, Mikaela

Glücksmädchen / Ellen Tamm Bd.1


sehr gut

"Glücksmädchen" ist der erste Roman von Mikaela Bley um die Kriminalreporterin Ellen Tamm. Als eines Tages die achtjährige Lycke spurlos verschwindet, wird Ellen Tamm auf dramatische Art und Weise wieder an ihre Vergangenheit erinnert. Im Alter von 8 Jahren verschwand vor vielen Jahren auch ihre geliebte Zwillingsschwester und Ellen hat bis heute schwere Schuldgefühle deswegen. Deshalb hat sie sich auch einen Beruf ausgesucht, der mit Tod und Verbrechen zu tun hat.

Ellen Tamm versucht alles um Lycke zu finden, doch leider kommt sie trotz allem zu spät, denn bereits nach kurzer Zeit wird das kleine Mädchen tot aufgefunden. Nun hat Ellen nur noch ein Ziel, den Mörder der kleinen Lycke zu finden.

Der Roman wird aus der unterschiedlichen Sicht von 3 weiteren Frauen geschildert, die alle eine Rolle in Lyckes Leben gespielt haben. Da ist zum einen die berufstätige und geschiedene Mutter, für die Lycke oft ein Hindernis gewesen war, zum anderen die Stiefmutter, die auf Lycke und die Vergangenheit ihres Mannes eifersüchtig ist und sich mehr um ihr eigenes Kind kümmert als um Lycke. Einzig das Kindermädchen scheint sich wirklich um Lycke zu sorgen. Hat eine der drei Frauen was mit ihrem Schicksal zu tun oder was geschah mit Lycke tatsächlich?

Das Verschwinden des Kindes aus den unterschiedlichen Sichtweisen zu beleuchten, macht das Buch spannend und ich fühlte mich gut unterhalten. Auch wenn ich es nicht unbedingt als Psychothriller bezeichnen würde, ist es ein gelungenes Krimidebüt.

Bewertung vom 24.04.2017
In jedem Augenblick unseres Lebens
Malmquist, Tom

In jedem Augenblick unseres Lebens


gut

Tom Malmquist erzählt in seinem Roman "In jeden Augenblick unseres Lebens" aus dem Leben von Tom. Er freut sich mit seiner schwangeren Freundin Karin auf die Geburt ihres ersten gemeinsamen Kindes.
Doch plötzlich geht es Karin schlecht und sie wird ins Krankenhaus eingeliefert, wo man akute Leukämie bei ihr feststellt. Während die kleine Tochter durch einen Kaiserschnitt gerettet werden kann, schafft es Karin leider nicht.

So muss Tom nicht nur lernen, mit seiner Trauer zu leben, sondern sich gleichzeitig auch noch um einen Säugling kümmern. Da die beiden nicht verheiratet waren und Tom durch den plötzlichen Tod von Karin die Vaterschaft nicht offiziell anerkennen konnte, muss er sich auch noch um Bürokratischen Hürden auseinandersetzen, um seine Tochter ein guter Vater sein zu können.

Das Thema des Buches versprach spannend und interessant zu werden, aber ehrlicherweise hat mich das Buch ein wenig enttäuscht. Es ist nicht nur durch die fehlende Wörtlichen Rede etwas schwierig zu lesen, sondern in allerersten Linie durch den ständigen Wechsel der Zeitperspektive. Tom erzählt viel von dem Kennenlernen und seinem gemeinsamen Leben mit Karin, aber leider wechselt er oft mittendrin zwischen Vergangenheit und Gegenwart ab. Dadurch ging mir oft der Lesefluss verloren, da ich überlegen musste, welche "Zeit" gerade beschrieben wird.

Somit konnte mich das Buch leider nicht fesselnd oder berührend, was ich gerade bei diesem Thema sehr schade fand.

Bewertung vom 24.04.2017
Das Brombeerzimmer
Töpfer, Anne

Das Brombeerzimmer


sehr gut

Der Roman "Das Brommbeerzimmer" von Anne Töpfer beschäftigt sich mit Nora, einer jungen Frau Ende 20, die vor 1 Jahr ihre große Liebe Julian plötzlich durch einen Herzinfarkt verloren hat. Sie trauert noch immer sehr um ihren Mann und findet nur in ihrer Leidenschaft fürs Marmelade kochen ein wenig Trost.

Diese Leidenschaft führt sie zu einer Großtante von Julian, die ihm vor seinem Tod eine Kostprobe und Rezepte für Nora geschickt hatte. Eigentlich wollte er sie damit überraschen, doch soweit kam es nicht mehr. Als Nora das Geschenk findet, fährt sie spontan Klara besuchen. Die beiden Frauen verstehen sich auf Anhieb und teilen die gleiche Leidenschaft. Hier schöpft Nora langsam wieder mehr Lebensfreude und kann ihren geliebten Julian endlich ein wenig loslassen. Klara und Nora schmieden Pläne, einen kleinen Marmeladenstand zu eröffnen.

Außerdem lernt Nora Mandy kennen, mit der sie sich ebenfalls anfreundet und gemeinsam kommen die beiden Frauen einem langegehüteten Familiengeheimnis auf die Spur.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, bloß das Ende mit der Familiengeschichte war mir zu sehr reingequescht und zu undurchdacht. Außerdem bleiben mir zu viele Fragen zu Noras Zukunft offen. Da bietet sich auf jeden Fall eine Fortsetzung an, die ich wieder sehr gern lesen würde.

Bewertung vom 24.04.2017
Spreewaldtod / Klaudia Wagner Bd.2
Dieckerhoff, Christiane

Spreewaldtod / Klaudia Wagner Bd.2


gut

Christiane Diekerhoff hat mit "Spreewaldtod" ihren zweiten Roman rund um die Kommissarin Klaudia Wagner in Lübbenau vorgelegt.
Nachdem Klaudia Wagner in dem ersten Band neu in Lübbenau angekommen ist, hat sie sich mittlerweile ein bisschen besser in den Kollegenkreis eingefunden. Trotzdem wird sie auch dieses Mal wieder gezwungen mit einem ungeliebten Kollegen zusammen zuarbeiten.
Nach einem Fest wird ein Erntehelfer aus Rumänien tot aufgefunden und Klaudia Wagner muss versuchen den Fall schnellstmöglich aufzuklären. Doch sie trifft auf eine Mauer des Schweigens, besonders seine Freunde aus Rumänien scheinen mehr von der Sache zu wissen, als sie zugeben wollen. Dann spitzt sich die Situation für Klaudia und ihre Kollegen weiter als eine weitere rumänische Erntehelferin ermordet wird. Zufall oder gibt es da ein gemeinsames Motiv?

"Spreewaldtod" ist zwar ein in sich abgeschlossener Roman, aber trotzdem ist es besser den ersten Roman gelesen zu haben. Gerade bei dem Verhalten zu ihren Kollegen wird sehr häufig auf die früheren Geschehnissen verwiesen ohne das es näher beschrieben wird.
Irgendwie konnte mich der Roman dieses Mal nicht völlig überzeugen. Es wurden mir zu oft die Ereignisse aus dem 1. Band angesprochen ohne das sie noch einmal kurz dargestellt wurden.
Außerdem empfand ich die Handlung ein wenig zu langatmig dargestellt und die Lösung des Falls kam für mich nicht überzeugend genug rüber.

Bewertung vom 20.03.2017
Minus 18 Grad / Fabian Risk Bd.3
Ahnhem, Stefan

Minus 18 Grad / Fabian Risk Bd.3


sehr gut

Der neue Roman "Minus 18°" von Stefan Ahnhem ist der 3. Fall mit dem schwedischen Kommissar Fabian Risk und seiner Familie.
Dieses Mal müssen Fabian und seine Kollegen den mysteriösen Tod eines Autofahrers aufdecken, der mit seinem Auto ins Wasser stürzt. Bei der anschließender Autopsie stellt sich heraus, dass der Fahrer schon länger tot sein muss. Nach und nach gibt es noch mehr Zwischenfälle, die alles immer komplizierter und mysteriöser darstellen.

Gleichzeitig arbeitet die dänische Polizistin Dunja Hougaard an einem mysterösen Mordfall, wo es schnell Hinweise nach Schweden gibt. Hängen die beiden Fälle zusammen oder ist es reiner Zufall?

Wie in den beiden Vorgängerbüchern, dreht sich ein Teil der Geschichte auch wieder um Fabians Familienleben. Allerdings steht weniger seine Ehe im Vordergrund, sondern dieses Mal scheinen seine Kinder irgendwie in seine Arbeit involviert zu sein.

Auch wenn der Roman in sich abgeschlossen ist, empfiehlt es sich die Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Man versteht insbesondere das Privatleben von Fabian Risk besser. Der Schreibstil von Stefan Ahnhem ist wieder gut und nachvollziehbar, auch wenn man zunächst lange nicht die Zusammenhänge zwischen den ganzen Fällen erkennt.

Ich habe mich wiederum gut unterhalten gefühlt. Durch den Epilog am Ende des Buches und der scheinbare Selbstmord eines Kollegen denke ich, dass die Serie rund um Fabian noch nicht zu Ende ist. Ich bin gespannt, auf den nächsten Fall.

Bewertung vom 15.03.2017
Sturmherz
Bomann, Corina

Sturmherz


ausgezeichnet

Corina Boman neuster Roman "Sturmherz" beschäftigt sich mit der Hamburger Sturmflut vom 16. Februar 1962 und welche Auswirkungen diese auf das Leben zweier jungen Menschen hatte.

Nach einem Schlaganfall liegt die Mutter von Alexis Petri auf der Intensivstation und sie ist auf einmal gezwungen die Betreuung für ihre Mutter zu übernehmen. Das Verhältnis der beiden Frauen ist seit Jahren mehr als schwierig und angespannt. Vor Jahren verschwand Cornelia Petri plötzlich für mehrere Wochen spurlos und nach ihrer Rückkehr war nichts mehr wie vorher. Auch das Mutter-Tochter Verhältnis kühlte danach deutlich ab. Durch eine zufällige Begegnung mit der Jugendliebe ihrer Mutter erfährt Alexis das erste Mal von der Jugend ihrer Mutter und welche dramatischen Auswirkungen die Hamburger Sturmflut auf ihr Leben hatte. Alexis lernt ihre Mutter auf diese Weise ganz neu kennen und versteht das Verhalten ihrer Mutter erstmalig.

Wie schon in früheren Büchern wechselt Corina Bomann zwischen Gegenwart und (historischer) Vergangenheit hin und her und man lernt so das Verhalten einer der Hauptperson besser kennen. Im vorliegenden Fall wird die Geschichte zunächst aus Sicht von Richard, der Jugendliebe von Cornelia erzählt, während später noch Cornelias Sicht dazu kommt.
Corina Bomann schafft es dadurch die Hamburger Sturmflut spannend und unterhaltsam in die Handlung einzuarbeiten.

Insgesamt fühlte ich mich gut unterhalten, auch wenn das Ende anders ausfällt als ich es mir gewünscht hätte. Es ist wieder ein sehr gelungenes Buch von Corina Bomann und ich vergebe eine klare Leseempfehlung sowie 5 Sterne.

Bewertung vom 19.02.2017
Stiefkind
Tremayne, S. K.

Stiefkind


ausgezeichnet

S. K. Tremaynes Roman "Stiefkind" ist ein spannender und düsterer Psychothriller, der von der 1. Seite ein beklemmendes Gefühl beim Leser hervorruft.

Rachel, eine junge Frau aus ärmlichen Verhältnissen, heiratet recht schnell den reichen Anwalt David und zieht zu seinem 9 jährigen Sohn Jamie in das alte Familienanwesen in Cornwell. Vor nicht einmal 2 Jahren starb Davids erste Frau und Jamies Mutter unter mysteriösen Umständen und seit dem verhält sich Jamie immer mal wieder auffällig.
Er scheint Visionen zu haben, die sich scheinbar nach und nach tatsächlich zu erfüllen scheinen. Besonders merkwürdig hört sich Jamies letzte Voraussage "An Weihnachten wirst Du tot sein!" an. Rachel bekommt Panik und versucht mehr von der Vergangenheit herauszufinden.
Doch nicht nur Jamies Verhalten ist mysteriös, sondern auch David scheint so einiges verbergen zu wollen und auch Rachel hat das ein oder andere Geheimnis in Ihrer Vergangenheit.

Das Buch wird in der Hauptsache aus der Perspektive von Rachel erzählt, doch manchmal kommt noch Davids Sicht der Situation hinzu.
S.K. Tremayne schafft es mit seinem Schreibstil ein beklemmendes Gefühl beim Leser hervorzurufen. Verstärkt wird dies durch den Countdown bis zum dramatischen Höhepunkt an Weihnachten. Auch wenn die Lösung für mich ein wenig überraschend kam, bleib die Spannung bis zum Ende erhalten.

Bewertung vom 12.02.2017
Under Your Skin. Halt mich fest / Under your skin Bd.1
Cole, Scarlett

Under Your Skin. Halt mich fest / Under your skin Bd.1


ausgezeichnet

"Under your Skin - Halt mich fest" von Scarlett Cole ist der Auftakt zu einer Serie rund um das Tätowiergeschäft von Trent Andrews und seinen Freunden.

Harper ist vor 4 Jahren nach einer schmerzhaften Attacke Ihres Exfreundes in Miami Beach gelandet und lebt weiterhin in ständiger Angst vor ihm. Noch schlimmer belasten sie seelisch die großen Narben, die sie auf dem Rücken davon getragen hat. Als sie den attraktiven Tattookünstler Trent kennenlernt, der für seine kaschierenden Tätowierungen bekannt ist, fasst sie sich ein Herz und geht die Narben am Rücken an.

Mit seiner besonderen Art schafft es Trent nicht nur nach und nach Harpers Selbstbewusstsein zu stärken, sondern er verliebt sich hoffnungslos in sie. Eigentlich könnte Harper endlich die Schrecken der Vergangenheit hinter sich lassen, aber ihr Exfreund will sie nicht aufgeben und versucht Harpers neues Glück zu zerstören. Schaffen es Trent und Harper gemeinsam die Schwierigkeiten zu beseitigen oder zerbricht das neue Liebesglück wieder an der Vergangenheit?

Scarlett Cole erinnert mich stark an die Edinbourgh-Serie von Samantha Young, aber trotzdem ist es ein gelungener Start in eine neue Serie. Ich freue mich darauf, Trent & Harper sowie deren Freunde in weiteren Büchern weiterhin zu begleiten. Nicht nur für Samantha Young Fans eine klare Leseempfehlung!