Benutzer
Top-Rezensenten Übersicht

Benutzername: 
Ingwo
Wohnort: 
Bassum

Bewertungen

Insgesamt 150 Bewertungen
Bewertung vom 04.08.2019
Aller toten Dinge sind drei / Elsa van Graaf Bd.1
Ohle, Bent

Aller toten Dinge sind drei / Elsa van Graaf Bd.1


sehr gut

Die Präsidentin des Landfrauenverbandes reist mir ihrer Assistentin Elsa van Graaf zum Herbstmarkt in Uplengen an. Dort tauchen 3 Holzkreuze mit Namen, Geburts- und Todestag dreier Männer auf. Das Todesdatum ist der Tag des Herbstmarktes. Elsa, die gerne Krimis liest, versucht den mysteriösen Fall auf eigene Faust zu lösen.

Einige turbulente Tage mit verschwunden Alpakas, einem Angriff auf Elsa und natürlich den seltsamen Todeskreuzen in Ostfriesland. Mir ist Elsa gleich ans Herz gewachsen und ich habe bei ihren Ermittlungen mitgefiebert. Das Buch ist gut gegliedert, die einzelnen Kapitel nicht zu lang und ein flüssiger, gut zu lesender Schreibstil. Für mich waren einige Ungereimtheiten in der Handlung. Z.B. wird kein Bankangestellter über vergebene Kredite mit Familienangehörigen/Freunden reden (Bankgeheimnis).

Ab und zu haben ich etwas den Faden verloren – es geht doch ziemlich flott „hin und her“. Trotzdem hat mich das Buch gut unterhalten.

Am Anfang war die kleine Schrift (für mich) gewöhnungsbedürftig.

Ein gelungener Landfrauenkrimi der auf weitere Fälle für Elsa van Graaf hoffen lässt.

Bewertung vom 21.07.2019
Seezeichen 13
Kördel, Christiane

Seezeichen 13


ausgezeichnet

Ines Fox stolpert über ein Paar blutige High Heels und damit beginnt die turbulente Krimikomödie im schönen Konstanz am Bodensee.

Ines ist „geistig verfressen“ (Zitat) und kann es nicht lassen dem Rätsel auf die Spur zu kommen. Aber sie legt sich mit einem gefährlichen Gegner an und bringt sich und andere nicht nur einmal in Gefahr.

Ich bin im Rahmen einer Leserunde mit dem vierten Teil (Seefimmel) dieser Reihe angefangen und habe dann erst dieses erste Buch gelesen. Ja, jetzt ist mir so einiges klarer. Ich empfehle unbedingt mit diesem Buch anzufangen.

Ines ist notorisch neugierig (eben geistig verfressen – ich liebe diese Wortschöpfung) und lebt in einer mit Umzugskartons bestücken Wohnung (weil sie einfach nicht zum Auspacken kommt). Anderseits führt sie ein kleines Unternehmen und steht ihre Frau. Eine rundum sympathische Person, die Hunde und Menschen liebt. Was fehlt? Genau, ein Liebster! Den lernt sie in Person von Dr. Frieder kennen. Ein Norddeutscher mit Hund und drögen Humor. Passt und macht beim Lesen einfach Spaß.

Ich bin von der Handlung und vor allem den Personen rundum begeistert. Christiane Kördel hat mit dieser Krimikomödie bei mir Lachanfälle ausgelöst. Neben der Spannung ist die Situationskomik das Highlight dieses Buches.
Ich bin schon neugierig welche Wortschöpfung mich im zweiten Teil „Seeblick kostet extra“ erwartet.

Bewertung vom 22.04.2019
Die Bücherinsel / Inselbuchhandlung Bd.2
Mommsen, Janne

Die Bücherinsel / Inselbuchhandlung Bd.2


sehr gut

Sandra hat auf der Insel ihren neuen Lebensmittelpunkt gefunden. Es fehlt ihr nicht an Freunden und eigentlich ist sie glücklich. Ja, bis der Mann ihrer Träume ihr ausgerechnet in einem Lesekreis begegnet. Sandra hat als Schaustellerkind in den wechselnder Schulen nie Lesen und Schreiben gelernt, hat das aber bis jetzt gut verbergen können.

Ich habe mich gleich auf der Insel zu Hause gefühlt. Janne Mommsen versteht durch seinen einfühlsamen Schreibstil das Inselfeeling auf die Leser zu übertragen. Denn auch die Insel hat ihre nicht zu kleine Rolle in dieser Geschichte.

Das Thema Analphabetismus wird in eine aufkeimende Liebesgeschichte eingewoben. Sandra steht ihre Frau, hat mehr als einen Job, eine eigene kleine Wohnung und „mogelt“ sich auch ohne Lese- und Schreibkenntnisse gut durch den Alltag. Dass sie sich ausgerechnet in den Grundschullehrer verliebt bringt ihr immer mehr Probleme.

Eine schöne Liebesgeschichte mit Strandfeeling und sympathischen Protagonisten. Die richtige Urlaubslektüre.

Bewertung vom 20.04.2019
Waschen, Schneiden, Melken
Harder, Kirsten

Waschen, Schneiden, Melken


sehr gut

Der Koch Tom will in Irland einen neuen Job antreten und landet nach einem kleinen Unfall auf einer Kuhfarm. Dort nehmen alle an, dass Tom der erwartete neue „Kuhfriseur“ (Cowfitter) ist. Er verliebt sich in die Chefin Catherine und will ihr Herz gewinnen. Je länger er seinen wahren Beruf verschweigt umso schwieriger wird es Catherine die Wahrheit zu sagen.

Die Geschichte ist in zwei Erzählstränge in Ich-Form erzählt. Toms leicht flapsige Art kommt gut rüber. Catherine ist etwas zurückhaltender. Der Schreibstil der Autorin macht das Lesen zum Vergnügen. Tom mit seinen (für mich fast zu vielen) Phobien ist mir nicht so nahe gekommen wie die praktisch denkende Catherine. Aber die Geschichte bekommt durch Toms Art mehr Schwung.

Das Cover passt sehr gut zur Handlung. Auch der Titel ist gut gewählt.

Ein schöner, locker und flüssig geschriebener Roman.

Bewertung vom 24.02.2019
Gleann Comhann - Gefangen im Tal der Tränen
Vogel, Daniela

Gleann Comhann - Gefangen im Tal der Tränen


ausgezeichnet

Der Highländer Dusten wird im Jahr 1692 bei einem Massaker von Morgane ins Feenreich geholt.

Die junge Studentin Cat studiert schottische Geschichte und kann den im Feenreich gefangenen Dusten sehen.

Durch ein Feenbanner und mit Hilfe eines geheimnisvollen Mannes wird Cat ins 17. Jahrhundert geschickt.

So nimmt die Geschichte um eine Liebe ihren Lauf.

Das Massaker ist geschichtlich belegt und die Autorin versteht es, darum eine wirklich zu Herzen gehende Liebesgeschichte zu weben. Die drei Handlungsstränge fassen immer wieder ineinander und bis zum Schluss bangt der Leser um Cat und Dusten. Mir gefällt der Wechsel zwischen Gegenwart, Vergangenheit und Feenreich. Alte Legenden erwachen fast zum Leben und der allgegenwärtige Kampf zwischen den Clans erstreckt sich bis in die Gegenwart. Dadurch ist für Spannung gesorgt. Ein wenig Humor bringt Cats Einstellung den Männern gegenüber ins Buch. Sie ist wahrlich nicht auf den Mund gefallen!

Positiv ist für mich die übersichtliche Anzahl von Protagonisten. Auch ohne Personenverzeichnis habe ich nicht den Überblick verloren. Außerdem hat mir der flüssige Schreibstil das Lesen zum Vergnügen gemacht.

Für mich ist dieses Buch ein Roman voller Liebe, Mystik, Fantasy und Geschichte. Eine Mischung die von mir eine Leseempfehlung bekommt.

Bewertung vom 23.02.2019
Luisas Abenteuer
Marvik, Margarete van

Luisas Abenteuer


ausgezeichnet

Schon das Cover macht Lust auf dieses Buch - mich hat es jedenfalls zum Lesen "verführt" und ich bin nicht enttäuscht worden.

Luisa lebt mit ihren Eltern auf einem Bauernhof in der Eifel. Sie kann die Sprache der Tiere verstehen und kümmert sich um deren Sorgen. Dabei lässt sie sich immer wieder etwas einfallen um zu helfen.

Der Schreibstil ist kindgerecht und einfühlsam. Mir, als vorlesender Oma, hat das Buch genau so gefallen wie meiner 7-jährigen Enkelin (die ja schon selber lesen kann!). Die Länge der einzelnen Kapitel ist kindgerecht und auf Fremdworte wird verzichtet.

Die Geschichten regen zum Nachdenken an und es kann etwas "fürs Leben" gelernt werden. Mich hat das Buch in meine Kindheit auf dem Lande zurückversetzt. Ich hätte auch gern die Sprache der Tier beherrscht.

Die Illustrationen im Buch, einschließlich des Coverbildes, sind stimmig. Nicht zu viele und nicht zu wenig Bilder.

Genau so fröhlich wie Luisa auf dem Cover lacht hat mich das Buch gemacht. Lesens- und vorlesenswert!

Bewertung vom 02.02.2019
Todesklang und Chorgesang
Kehrer, Karin

Todesklang und Chorgesang


ausgezeichnet

South Pendrick, ein kleiner Ort in Cornwall, ist die Heimat von Bee Merryweather. Sie liebt das Landleben, die Dorfbewohner, das Häkeln von Eierwärmern und das Singen im Chor. Ausgerechnet Bee findet den nicht so beliebten Chorleiter tot in dessen Küche. Da sie gerne allem auf den Grund geht fängt sie an Fragen zu stellen und bringt sich damit in Gefahr.

Dieser Krimi entführt in ein beschauliches Dorf mit liebenswerten und nicht so liebenswerten Bewohnern. Fast jeder im Dorf hat etwas zu verbergen. Die Autorin versteht es immer wieder neue Spuren zu legen und die Verdächtigen werden nicht weniger.

Bee, die Hauptfigut, ist eine liebenswerte ältere Dame, die noch immer mit dem Unfalltod ihres Mannes zu kämpfen hat. Um ihr Leben bunter zu machen streicht sie ihren Gartenzaun pink.

Auf blutige Szenen wird verzichtet und das passt zur Geschichte. Hier geht es um das Miteinander im Dorf, aber auch um die verborgenen Ängste.

Mir hat die Mischung aus englischem Landleben mit verarmten Adel, schrulligen Dorfbewohnern und Zugezogenen gefallen. Nicht der Kriminalfall steht im Vordergrund sondern die Menschen.

Bewertung vom 05.01.2019
Wunderwaffe Wertschätzung
Niedernolte, Tim

Wunderwaffe Wertschätzung


ausgezeichnet

Tim Niedernolte nimmt uns als Leser mit zu Menschen, denen Wertschätzung etwas bedeutet.

Das Cover mit einem lächelnden Autor kommt sehr positiv daher. Die Menschen, die zum Thema Wertschätzung zu Wort kommen, könnten verschiedener nicht sein. Tim Niedernoltes Art zu schreiben macht das Buch zu einem Lesevergnügen. Ein leider ernstes Thema wird dem Leser auf unterhaltsame Weise näher gebracht.

Eigentlich sollte Wertschätzung dem Anderen gegenüber selbstverständlich sein – leider zeigen die Geschichten der „Wertschätzer“, dass es nicht immer so ist.

Was kostet uns ein Lächeln als Geste der Dankbarkeit und Wertschätzung? Ein Lächeln, nicht mehr und nicht weniger, macht mein Leben lebenswert.

Nicht nur dem Autor haben die Wertschätzer Denkanstöße gegeben, sondern auch mir. Gerade, dass Tim Niedernolte sich selbst hinterfragt, macht ihn glaubwürdig. Eigentlich sollte es nicht „Geheimwaffe Wertschätzung“ heißen sondern „Wertschätzung ist selbstverständlich“.

Das Buch wird durch schöne Fotos, die Tim Niedernolte mit den Wertschätzern zeigen, komplettiert. Ich werde es immer wieder zur Hand nehmen und drin schmökern.