Benutzername: Bücherwurm78
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Bewertungen

Insgesamt 62 Bewertungen
Bewertung vom 09.05.2017
Wenn das Eis bricht
Grebe, Camilla

Wenn das Eis bricht


ausgezeichnet

In dem Haus des reichen Unternehmers Jesper Orre wird eine brutal verstümmelte Frauenleiche gefunden, ihr wurde der Kopf abgeschlagen. Wer ist die Frau und wer der Täter? War es Jesper Orre, von ihm selbst fehlt jede Spur. Die Kriminalpolizisten Peter Lindgren und sein Partner Manfred nebst Team übernehmen den Fall. Sie ziehen Hanne hinzu, eine Kriminalpsychologin, mit welcher sie bereits vor 10 Jahren zusammengearbeitet hatten. Denn der Fall erinnert an einen ähnlichen Mord vor langer Zeit.
Emma eine junge Angestellte in einem Modegeschäft, welches Jesper Orre führt, ist 2 Monate vor dem Mord in Orres Haus auf der Suche nach Jesper. Sie ist mit ihm zusammen und verlobt und plötzlich hört sie nichts mehr von ihm. Außerdem verschwinden plötzlich Sachen aus Ihrer Wohnung. Hat Jesper es nicht mit ihr ernst gemeint und will sie demütigen?

Wenn das Eis bricht ist ein wirklich richtig gutes Buch mit einem überraschenden und unerwarteten Ende, das zu Recht dem Genre Psychothriller zugeordnet wird.
Das Buch wirkt erstmal mit rund 600 Seiten sehr lang, aber es ist schnell durchgelesen. Dies liegt natürlich zum einen am Spannungsgehalt des Buches, von der ersten bis zur letzten Seite fesselnd. Auch die Schreibweise des Buches hat mir gut gefallen, flüssig geschrieben, ohne fade Stellen, und auch Beschreibungen von Orten, Personen oder Vorgeschichten sind präzise, informativ und nicht zu ausschweifend. Mir hat der Aufbau des Buches gut gefallen. Immer aus Sicht von Peter, Hanne oder Emma geschrieben. Wobei sich die Kapitel von Peter und Hanne im „Jetzt“ bewegen und die von Emma 2 Monate vor dem „Heute“ beginnt. Die Story des Psychothrillers ist gut durchdacht und umgesetzt, auch ohne zu unrealistisch zu wirken. Was mir auch gefallen hat war, dass neben der Hauptstory es auch um die „Lebens- und Liebesgeschichte“ von Peter und Hanne ging, die sehr bewegend und berührend war und ist.
Ich würde mich sehr über eine Fortsetzung des Buches freuen, auch um zu erfahren, wie es mit Peter und Hanne weitergehen würde.
Fazit: Ein sehr spannender und empfehlenswerter Psychothriller. Top!

Bewertung vom 09.05.2017
Björn Freitag - Smart Cooking
Freitag, Björn

Björn Freitag - Smart Cooking


ausgezeichnet

Ich kenne Björn Freitag schon von diversen Fernsehsendungen, und war da schon immer begeistert. Dieses Kochbuch ist vom Cover her erst mal sehr vielversprechend. Ein sehr schmackhaft aussehendes Nudelgericht in einem einfachen Topf präsentiert, mehr braucht es nicht. Und der Titel "Kochen ohne Einkaufsstress und ohne Küchenchaos" spricht mich als berufstätige Mutter natürlich sofort an. Einige Rezepte klingen vom Namen her schwierig und auch das dazugehörige Rezeptbild sieht aus, als wenn die Zubereitung etwas länger dauern könnte. Aber die Rezepte lesen sich doch wirklich sehr gut und machen auch Hoffnung, dass die Zubereitung doch sehr einfach sein könnte.
Am Anfang des Buches führt Björn Freitag die Zutaten auf, die man immer im Haushalt haben sollte. Da fehlen mir doch einige .
Die Beschreibung der einzelnen Rezepte gefällt mir sehr gut. Auf der einen Seite die einzelnen Zutaten aufgelistet. Hierbei in 2 Kategorien unterteilt, Zutaten die man laut Freitag schon im Haus hat und Zutaten die man noch einkaufen muss.
Dann die Zubereitung einfach erklärt und was mir gut gefällt ist, dass die jeweiligen Zutaten fett gedruckt sind. Was mir auch sehr gut gefällt ist, dass dazu steht, welche Küchengeräte für die Zubereitung gebraucht werden. Dass es bei machen Rezepten, wie z.B. auf Seite 92 auf den Pochierten Eiern/Blattspinat/Toast mit Senfhollandaise noch Extra Tipps gibt, finde ich auch prima.
Meine Favoriten sind auf Seite 118 das „Bananen Curry Lachs Salamichips“-Rezept und auf Seite 67 „Blumenkohl / Hühnchen Cashewkerne Kokosmilch“. Besonders gefallen mir auch die Grundrezepte auf den letzten Seiten. Sowohl die Bandnudeln, als auch das Pesto und die Kartoffelpuffer werden demnächst gemacht!

Fazit: Mal wieder ein richtig gutes Kochbuch, welches Lust und Laune zum Nachkochen macht.

Bewertung vom 06.04.2017
Schlaflied / Olivia Rönning & Tom Stilton Bd.4
Börjlind, Cilla; Börjlind, Rolf

Schlaflied / Olivia Rönning & Tom Stilton Bd.4


ausgezeichnet

Tom Stilton und Olivia Rönning ermitteln wieder. Ein Junge wird grausam ermordet im Wald gefunden. Bei der Auflösung des Mordes führt die Spur nach Rumänien und Tom und Olivia fliegen nach Bukarest um dort die Identität des Jungen herauszufinden und natürlich um den Mordgründen und dem Täter selbst auf die Spur zu kommen. Dann werden noch zwei weitere tote Kinder gefunden, die beide wohl Flüchtlinge waren.

Der Kriminalroman hat mir richtig gut gefallen und ich hatte diesen auch sehr schnell durchgelesen, was natürlich auch vor allem am Spannungsgehalt dieses Buches lag. Mir gefällt die Schreibweise, diese ist flüssig und Beschreibungen von Landschaften und Personen sind präzise, aussagekräftig, bildlich, aber ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Börjlinds schaffen es bereits durch die ersten Seiten den Leser ans Buch zu fesseln.
Es wurde auch wieder ein aktuelles Thema mit in die Story eingepackt, nämlich der aktuelle Flüchtlingszulauf. Die Idee der Story ist in diesem Buch sehr gut umgesetzt, ohne fade Stellen und am Ende bleiben auch keine offenen Fragen übrig.
Zuletzt hatte ich schon „Die Strömung“ gelesen, mir hat jetzt dieses Buch sogar noch besser gefallen. Aber wie schon bei der Strömung hatte ich das Gefühl, dass es zum Verständnis der Vorgeschichte von Tom und Olivia besser wäre, wenn man auch schon die anderen Vorgängerbücher gelesen hätte.
Schließlich verspricht das Ende des Buches schon die Fortsetzung der Reihe um Tom und Olivia, worauf ich mich schon freue.

Fazit: Ein sehr guter, spannender und empfehlenswerter Kriminalroman.

Bewertung vom 09.03.2017
Sweetgirl
Mulhauser, Travis

Sweetgirl


sehr gut

Ein Schneesturm wütet im Norden von Michigan. Mitten in diesem Wetterchaos macht sich die 16-jährge Percy auf zum Haus des Drogendealers Shelton, in welchem angeblich ihre Mutter sein soll. Diese findet Percy nicht, dafür ein halb erfrorenes Baby, Jenna. Sie nimmt es an sich und kämpft sich durch den Schneesturm. Mithilfe ihres alten Freundes Portis möchte sie das Baby in ein Krankenhaus bringen. Doch werden sie es schaffen? Durch den Schneesturm? Und vor allem werden sie vor Shelton unentdeckt bleiben können, der sich auf die Suche nach dem Baby macht?

Der Roman hat mir gut gefallen. Von Anfang an ist Spannung vorhanden und man geht mit Percy zusammen auf die gefährliche Flucht mit dem Baby durch den Schneesturm. Mir hat die flüssige und sehr bildhafte Schreibweise gut gefallen. Da die Geschichte auch nicht zu lang war, hatte ich das Buch auch schnell zu Ende gelesen. Man konnte sich gut und leicht in Percy hineinversetzen und ihre Gefühle teilen. Das hat mir eigentlich an diesem Roman am besten gefallen, dass es auf der einen Seite sehr spannend war, auf der anderen Seite aber auch berührend, wie man miterleben konnte wie gut sich Percy um die kleine Jenna kümmert und sorgt.
Ich vergebe 4 von 5 Sternen für dieses Buch. Für die volle Punktzahl hat es nicht ganz gereicht, dafür hat mir noch etwas gefehlt und mir waren die ganzen „Drogenkonsumenten“ ein bisschen zu viel des Guten.

Bewertung vom 08.03.2017
Sturmherz
Bomann, Corina

Sturmherz


ausgezeichnet

Alexa Petri muss in ihre Heimatstadt Hamburg zurückkehren, da sie die Nachricht erhalten hat, dass ihre Mutter Cornelia im Koma liegt. Seit ihrem 11. Lebensjahr, als ihre Mutter für Monate verschwand, hat Alexa ein schwieriges Verhältnis zu ihr.
Plötzlich taucht ein Richard Henderson auf und erklärt ihr, dass er ein alter Jugendfreund ihrer Mutter ist. Er erzählt Alexa seine Liebesgeschichte zwischen ihm und Cornelia und der Nacht der Flut im Jahr 1962 die alles veränderte.

Endlich wieder ein Roman von Corina Bomann. Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut und auch dieses hat mir wieder richtig gut gefallen. Von außen schön gestaltet, ein sehr ansprechendes Cover. Aufgrund der sehr flüssigen und bildhaften Schreibweise hatte ich das Buch sehr schnell durchgelesen. Corina Bomann nimmt den Leser erneut mit auf eine Reise durch ein Stück deutsche Geschichte, diesmal geht es um die Hamburger Sturmflut im Jahr 1962. Ummantelt von einer tragischen Liebesgeschichte. Das Thema und die Story sind gut durchdacht und umgesetzt. Was mir auch wieder sehr gut gefallen hat, wie schon im Roman Mohnblütenjahr ist, dass der Roman sehr gefühlvoll und einfühlsam geschrieben ist, aber ohne je zu kitschig zu werden.

Fazit: Ein sehr gelungener und lesenswerter Roman und ich freue mich schon auf die nächste Liebesgeschichte mit historischen Hintergrund.

Bewertung vom 23.02.2017
Perfect Girl - Nur du kennst die Wahrheit
MacMillan, Gilly

Perfect Girl - Nur du kennst die Wahrheit


ausgezeichnet

Zoe Maisey hat vor 2 Jahren als Teenager einen Autounfall verursacht, bei welchem die 3 anderen Autoinsassen gestorben sind. Nach ihrer Zeit im Jugendarrest hat sie ein neues Leben mit ihrer Mutter Maria begonnen. Ihre Mutter hat einen neuen Mann, Chris, geheiratet und zusammen mit dessen Sohn Lucas leben alle zusammen. Chris ahnt nichts von der Vergangenheit von Zoe und Maria. Bei einem Klavierkonzert von Zoe und Lucas taucht aber plötzlich der Vater eines damaligen Opfers auf. Nun müssen sich Zoe und Maria der Vergangenheit bekennen. Aber gibt es auch im Leben von Chris von Lucas Geheimnisse? Und nach diesem Konzertabend ist Maria tot.


Mir hat das Buch richtig gut gefallen. Der Thriller beinhaltet eigentlich 3 Geschichten, die am Ende alle zusammenfließen. Zum einen das aktuelle Geschehen mit dem Klavierkonzert und der anschließenden Nacht, in welcher Maria ermordet wird. Dann die Vorgeschichte von Zoe und wie es seinerzeit zum Unfall kam, dem Prozess und ihrer anschließenden Zeit im Jugendarrest. Und als drittes auch noch die Geschichte von Lucas und seinen Eltern und schließlich dem traurigen Tod seiner Mutter. Alle 3 Themen sind gut nebeneinander erzählt und es war immer klar von welcher Geschichte gerade die Rede ist, also keine Verwirrungen.
Die Schreibweise hat mir sehr gut gefallen, sehr flüssig, ohne fade Stellen und auch sehr bildlich beschrieben. Die Spannung war von Anfang an vorhanden und wurde bis zum Schluss gehalten, vor allem die Frage wer der Mörder von Maria ist. Was mir auch gut gefallen hat war, dass die einzelnen Kapitel immer mit einer jeweiligen Person überschrieben und aus dessen Sicht erzählt war.

Fazit: Ein guter Thriller, mit einem guten Ende, bei welchem sich jeder Leser selbst die Meinung über Zoe bilden kann, schuldig oder perfect Girl.

Bewertung vom 26.01.2017
Minus 18 Grad / Fabian Risk Bd.3
Ahnhem, Stefan

Minus 18 Grad / Fabian Risk Bd.3


ausgezeichnet

Die Chefin von Kommissar Fabian Risk, Astrid Tuvesson, die gerade privat in einer Krise steckt, jagt mit ihrem Auto einem Verkehrssünder hinterher. Dieser stürzt schließlich mit seinem Pkw ins Helsingborger Hafenbecken. Bei der Obduktion stellt sich heraus, dass der Fahrer bereits seit 2 Monaten tot sein muss, es also kein Selbstmord gewesen sein konnte. Zur gleichen Zeit ermittelt auch wieder die dänische Polizistin Dunja Hougaard, die nach dem letzten Fall zur Streife strafversetzt wurde, in einem brutalen Mord an einem Obdachlosen, der sich als sogenannte „Happy Slapping“-Tat herausstellt.


Wie schon die beiden Vorgängerbücher „Und morgen du“ und „Herzsammler“ hat mich auch dieses Buch von Stefan Ahnhem wieder mitgerissen. Schon die Inhaltsbeschreibung klang sehr interessant und spannend, was der Kriminalroman dann auch vollumfänglich gehalten hat. Der Schreibstil hat mir, wie bereits in den anderen beiden Büchern, sehr gut gefallen, sehr flüssig geschrieben, ohne fade Stellen in der Story durch die man sich hindurchkämpfen hätte müssen. Die Spannung hat meiner Meinung nach nie nachgelassen, so dass ich das Buch schnell durchgelesen hatte um endlich zu erfahren, wie sich die Mordfälle aufklären werden. Auch diesmal war wieder die Familie um Fabian Risk mit in die Story integriert, dadurch war ebenfalls Spannung vorhanden, wie es um die private Seite von Fabian Risk steht. Was mir auch gut gefallen hat war, dass auch Dunja Hougaard aus Dänemark wieder mit von der Partie war, die man bereits aus dem Vorgängerbuch kannte.
Alle einzelnen Charaktere des Buches sind wieder gut und anschaulich beschrieben, so dass man beim Lesen auch immer ein Bild zu den einzelnen Personen vor den Augen haben kann.
Wie schon im Vorgängerbuch gibt es auch am Ende dieses Buches bereits einen Ausblick auf Band 4, in welchem es wohl auch um den toten Kollegen Hugo Elvin gehen wird, dessen Tod anscheinend doch kein Selbstmord war. Ich freue mich schon auf den neuen Fall.

Bewertung vom 01.12.2016
Stiefkind
Tremayne, S. K.

Stiefkind


sehr gut

Rachel Daly lernt den reichen Anwalt David Kerthen kennen und heiratet ihn schon kurze Zeit nach dem Kennenlernen. Sie kann so der Londoner Mittelschicht entfliehen und zieht in sein Anwesen auf dem Land, Carnhallow House. David hat bereits einen Sohn, Jamie. Vor einiger Zeit ist dessen Mutter und Davids Ehefrau, Nina Kerthen, in den Minen des Anwesens ums Leben gekommen, genau an Weihnachten. Kaum ist Rachel in Carnhallow House angekommen, beginnt Jamie sich merkwürdig zu benehmen und kann Dinge voraussagen. Eine Aussage trifft Rachel: „An Weihnachten bist du tot“.


Das Buch hat mir gut gefallen. Das Cover hat mich angesprochen und so bin ich auf das Buch auch neugierig geworden, nachdem auch noch die Inhaltsbeschreibung sehr spannend klang.
Was mir gut gefallen hat war die flüssige Schreibweise, so dass ich das Buch auch recht schnell durchgelesen hatte. Spannung war eigentlich von Anfang an vorhanden, wobei auf der einen Seite die Frage war, was damals wirklich mit Nina Kerthen passiert ist und natürlich was mit Rachel zu Weihnachten passieren wird. Das Ende des Buches, mit der Auflösung der 2 „Haupträtsel“ des Buches, fand ich dann doch recht überraschend und unerwartet.
Das einzige was mich etwas gestört hat, waren die zu ausführlichen Beschreibungen der Minen und der Geschichte hierzu, dies hätte ruhig kürzer ausfallen können, ohne dass es dem Buch und der Story geschadet hätte. Aber alles in allem ein spannender und empfehlenswerter Thriller.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 22.11.2016
Rabenschwarzer Winter / Inspecteur Sebag Bd.3
Georget, Philippe

Rabenschwarzer Winter / Inspecteur Sebag Bd.3


sehr gut

Inspecteur Gilles Sebag hatte schon seit Monaten den Verdacht, dass seine Frau Claire ihn betrügt. Nachdem er jetzt 2 SMS auf ihrem Handy gelesen hat, hat er die traurige Gewissheit dass es so war. Seine Frau versichert ihm dass es vorbei ist und sie nur ihn liebt.
Doch das Leben muss weitergehen und die Arbeit ruft. Eine Frau, Christine, wird ermordet. Sie hat ebenfalls ihren Mann betrogen und wurde von diesem nach einem Schäferstündchen mit ihrem Geliebten erschossen.


Rabenschwarzer Winter ist ein guter, solider Krimi, allerdings nach meiner Meinung mit einem etwas schwachem Mittelteil.
Die ersten Seiten haben sich sehr gut und flüssig angelesen und haben mich neugierig auf das Buch und die Story dahinter gemacht. Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen, man war sofort in der Geschichte drin und die Personen, deren Handlungen und die Orte sind gut beschrieben, so dass man auch immer ein Bild vor Augen hat.
Die Hauptperson des Buches, Inspektor Gilles Sebag kam bei mir als Leser sehr sympathisch an. Allerdings ist er durch das Fremdgehen seiner Ehefrau dem Alkohol und Selbstmitleid verfallen, was sich meiner Meinung auch irgendwie auf das Buch, und meine eigene Stimmung übertragen hat und ich mich deshalb wohl auch etwas durch die Mitte des Buches kämpfen musste. Zum Ende hin reißt er sich aber zusammen und sofort war auch mein Elan die nächsten Seiten zu Lesen wieder da und das Ende war dann spannend.
Bin gespannt auf neue Fälle für Inspecteur Sebag, dann hoffentlich mit Spannung von Anfang bis Ende.

Bewertung vom 26.10.2016
Im Wald / Oliver von Bodenstein Bd.8
Neuhaus, Nele

Im Wald / Oliver von Bodenstein Bd.8


ausgezeichnet

Im Taunus wird wieder gemordet und das Ermittlerduo Pia Sander und Oliver von Bodenstein vom K11 in Hofheim sind wieder auf der Suche nach der Wahrheit und dem Mörder. In der Nähe von Ruppertshain geht ein Wohnwagen in Flammen auf. Im Wohnwagen wird eine Leiche gefunden. Schnellt stellt sich heraus, dass es sich um Clemens Herold handelt und dass es Mord war. Kurze Zeit später wird auch die Mutter von Clemens, Rosie Herold, im Hospiz Abendrot ermordet. Und bald gibt es ein drittes Opfer, den alten Pfarrer im Ruhestand von Ruppertshain, Adalbert Maurer. War es derselbe Mörder und wollte er mit den Taten verhindern, dass eine Wahrheit aus langer Vergangenheit ans Licht kommt? Oliver von Bodenstein, der kurz vor einem Sabbatical steht, muss seinen vorerst letzten Fall lösen, der ihn mit seinem eigenen Kindheitstrauma aus dem Jahr 1972 konfrontiert, damals ist sein bester Freund Artur spurlos verschwunden.

Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut. Ein erfrischendes (Hell)-Blau mit einem Fuchs der über einen Baumstamm im Wald klettert. Beim Lesen des Buches wird dann auch klar warum gerade ein Fuchs und auch der Titel des Buches ist passend gewählt. Was mir bei der Gestaltung des Buches auch gut gefallen hat ist, dass auf den ersten Seiten 2 Karten über die örtlichen Gegebenheiten und ein Personenregister beinhaltet ist. An manchen Stellen im Buch habe ich gerne darauf zurückgegriffen.

Nachdem ich die Vorgängerbücher bereits gelesen hatte, habe ich mich sehr gefreut, dass wieder ein neuer Kriminalroman von Nele Neuhaus um das Ermittlerduo Oliver von Bodenstein und Pia (nunmehr) Sander erscheint. Man hat ja immer ein bisschen Angst, dass bei solchen Fortsetzungsromamen irgendwann mal ein schwächeres Buch erscheint, aber Nele Neuhaus hat mich Gott sei Dank nicht enttäuscht und auch mit diesem Buch wieder einen sehr guten Krimi gezaubert. Die Spannung war wie gewohnt von der ersten bis zur letzten Seite vorhanden, so dass man das Buch wie immer kaum aus der Hand legen mochte. Der einzigste kleine Kritikpunkt ist, wie auch schon andere Rezensenten geschrieben haben, dass es sehr viele Personen gibt, die im Buch eine Rolle spielen. Aber dafür ist ja am Anfang das Personenregister enthalten, auf welches man zugreifen kann. Was mir auch immer an der Neuhaus-Reihe gefällt ist, dass neben der eigentlichen Hauptstory auch die private Seite von Pia und Oliver nicht zu kurz kommt. Und bei diesem Buch hängt ja auch die Hauptstory mit der Vergangenheit von Oliver zusammen. Frau Neuhaus schafft es durch ihre Schreibweise, dass man mit den einzelnen Personen mitfühlt, Sympathie, aber auch Abneigungen entwickelt. Nicht zuletzt dadurch, dass inzwischen viele der Krimis verfilmt wurden, hat man Oliver, Pia und die anderen wiederkehrenden Personen auch bildlich vor Augen.

Fazit: Wieder ein rundum spannender und empfehlenswerter Kriminalroman. Ich freue mich jetzt schon auf einen neuen Fall, bin vor allem gespannt ob dann auch Oliver von Bodenstein mit ermitteln wird, der ja vor einem Sabbatical steht und sich über seine Zukunft danach noch nicht im Klaren ist.