Benutzername: Kate
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Bewertungen

Insgesamt 234 Bewertungen
Bewertung vom 08.06.2017
Auf immer gejagt / Königreich der Wälder Bd.1
Summerill, Erin

Auf immer gejagt / Königreich der Wälder Bd.1


gut

Als ich „Auf immer gejagt“ von Erin Summerill in der Vorschau entdeckt, war für mich klar, dass ich es lesen musste. Ich liebe sowohl das Meer als auch den Wald und eine Kurzbeschreibung klang sehr vielversprechend. Eine tolles Setting, eine Prise Magie und eine Liebe, die Hindernisse überwinden muss. Ich war gespannt, wie die Autorin all das verpacken würde und ob es mich überzeugen konnte. Nachdem lesen von „Auf immer gejagt“ kann ich sagen, leider nicht zu hundert Prozent.

Das Setting sagt mir nach wie vor zu. Die Welt, die Erin Summerill hier erschaffen hat, hat durchaus einen gewissen Reiz auf mich ausgeübt. Allerdings hatte ich auch das Gefühl, dass bei Weitem noch nicht das vollständige Potential ausgeschöpft worden ist. In dieser Welt steckt noch viel mehr. Leider hatte ich eher das Gefühl, dass vieles zu oberflächlich gehalten worden ist. Daher kam an manchen Stellen nicht genug Spannung auf und es lief eigentlich alles nur so nacheinander ab.

Was vielleicht daran lag, dass sich die Autorin mehr auf die Liebesbeziehung zwischen Tessa und Cohen konzentriert hat. Was ja nicht unbedingt schlecht sein muss. Nur hat es stellenweise so viel Platz eingenommen, dass es zu überladen wirkte und einfach zu viel war. Zudem da es für mich nicht immer so überzeugend wirkte. Da hat doch der Funke gefehlt. Der Anfang war noch vielversprechend, aber ab der Mitte wurde es selbst mir dem Lovestoryfan schlechthin, doch zu viel. Es hat einfach das drumherum gefehlt, um dem Miteinander der Beiden eine gewisse Würze zu geben. Wenn ansonsten nichts oder kaum was passiert, wirkt eine Liebesgeschichte leider oft langweilig.

Zum Ende hin hat „Auf immer gejagt“ aber dann doch nochmals an Fahrt gewonnen. Es gab ein paar interessante Wendungen, auch wenn ich fast das Gefühl hatte, dass es dann wiederum schon fast zu viel war. Vielleicht kam es mir aber nur im Vergleich zum vorherigen Verlauf so vor. Erin Summerill hat es auch ganz geschickt gemacht und dem Leser mit den letzten Sätzen dann doch die Neugier auf den nächsten Band geweckt.

Fazit
Mit „Auf immer gejagt“ liefert Erin Summerill einen soliden Auftakt, der allerdings nicht gänzlich überzogen konnte. Dafür fehlte mir drumherum einfach zu viel und nur eine Lovestory schafft es leider nicht immer eine Geschichte herum zu reißen.

Bewertung vom 22.05.2017
Fire in You / Wait for you Bd.7
Lynn, J.

Fire in You / Wait for you Bd.7


sehr gut

Wie lange habe ich auf das Erscheinen von „Fire in You“ gewartet! Ich weiß noch, dass ich damals, als der Erscheinungstermin verschoben wurde, bittere Tränen geweint habe. Daher war ich nicht nur Feuer und Flamme, als ich es endlich, endlich, endlich in der Hand halten konnte. Ich hatte klitzekleine Bedenken, dass meine Erwartungen im Laufe der Zeit viel zu hoch geworden sind und das Buch am Ende mich enttäuschen könnte. Aber ich kann beruhigt sagen, enttäuscht hat mich sowohl „Fire in You“ als auch Jennifer L. Armentrout nicht. Auch wenn ich ehrlich gestehen muss, dass der finale Band in meinen Augen der schwächste Teil der Reihe war.

Die „Wait for you“-Reihe und mich verbindet eine ganz besondere Buchliebe. Sowohl „Wait for you“ als auch „Be with me“ gehören zu meinen absoluten Lieblingsbüchern und diese eine Liebe wird auch niemals zu Ende gehen. Daher hatten es auch die restlichen Bände auch schwer gehabt. „Fire in You“ war ein tolles Lesevergnügen. Genau das, was ich von der Autorin auch erwartet hatte. Sobald ich anfange zu lesen, hat Frau Armentrout mich am Hacken und ich krieg einfach nicht genug.

Bereits in den Vorgängern wurde die Geschichte um Brock und Jillian angedeutet und ich war gespannt, wie genau J. Lynn die Story um sie beide gestalten würde. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Allerdings blieb dieses Pärchen doch hinter den anderen zurück. Jillian und Brock haben mir eine kleine Auf und Ab Fahrt beschert. Sie hatten ein paar unheimlich süße Momente, dazwischen einige heiße und sexy Szenen und natürlich was fürs Herz. Und so sehr ich beide auch mochte, hat mir teilweise doch der Punkt gefehlt, an dem sie mich zu hundert Prozent überzeugt hätten.

Aber auch wenn „Fire in you“ im direkten Vergleich ein klein wenig schwächer ausgefallen ist, ist die Story um Jillian und Brock immer noch unheimlich lesenswert. J. Lynn bzw. Jennifer L. Armentrout versteht es nunmal wie kaum eine zweite Geschichten zu erzählen, die den Leser gefangen nehmen und einfach nur ein pures Lesevergnügen sind. Ich hoffe wirklich, wirklich sehr, dass die Autorin bald eine neue Reihe schreiben wird, die in solch eine Richtung geht wie die „Wait for you“-Reihe.

Fazit
Nun ist er da, der finale Band „Fire in You“ von J. Lynn. Ich blicke mit einem sehr weinenden und einem lachenden Auge auf eine ganz besondere Reihe zurück und auch wenn der Abschlussband im direkt Vergleich ein klein wenig schwächer ausgefallen ist, ist es immer noch ein typischer Armentrout.

Bewertung vom 08.05.2017
Caraval 01
Garber, Stephanie

Caraval 01


gut

Als ich das erste Mal von „Caraval“ gehört hatte, war mir ehrlich gesagt nicht ganz klar, was mich beim Lesen erwarten würde. Die Kurzbeschreibung machte neugierig und irgendwo hatte ich einen Vergleich zu „Tribute von Panem“ gelesen gehabt. Diesen Vergleich kann ich nicht unbedingt bestätigten. Und die Grundidee hinter „Caraval“ weckte wirklich die Neugier, aber leider konnte mich die Geschichte um Scarlett, Tella und Julian nicht wirklich überzeugen.

Ich konnte leider keinen Bezug zu der Geschichte finden. Sowohl die Charaktere als auch die Story an sich hatte zwar durchaus ihren Reiz, aber es hat mich einfach nicht gepackt. Stephanie Garber hat dem Leser viele falsche Spuren gelegt und hier und da hinters Licht geführt. Man wusste eigentlich nie, woran man wirklich war. Was Wahrheit oder Trugspiel war. Man hat gerätselt und vieles hinterfragt. Aber für mich war die ganze Geschichte irgendwie ohne Leben. Es hat der Funke gefehlt, um mich in die Geschichte abtauchen zu lassen und mich zwischen den Zeilen zu verlieren. Es war zu oberflächlich und ich konnte mir ehrlich gesagt kein richtiges Bild von der Welt machen, in der Scarlett und Co. lebten.

Zudem waren die verschiedenen Figuren zwar alle sehr vielseitig, aber mich so richtig überzeugen konnte keiner. Scarlett kam dem schon am Nächsten, aber auch sie war stellenweise schon fast naiv. Auch die Liebesgeschichte hat mich irgendwie überrascht und ich fand, dass es zu „Caraval“ einfach nicht passt. Es fühlte sich zu gezwungen an, daher fehlte es an Glaubwürdigkeit. In meinen Augen hätte es der Geschichte gut getan, wenn diese vielleicht einen wesentlich kleineren Teil eingenommen hätte. Und das sage ich, ich kleiner Liebesgeschichtenjunkie.

Stellenweise kam mir während des Lesen „Der Nachtzirkus“ in den Sinn. Von der Geschichte haben „Caraval“ und „Der Nachtzirkus“ nichts gemeinsam, sondern eher in dem Feeling beim Lesen. Und beides hat mir leider nicht gefallen. Vielleicht bin ich für solche Geschichten einfach nicht richtige Leserin.

Fazit
Leider konnte mich „Caraval“ von Stephanie Garber nicht überzeugen. Die Grundidee ist interessant und die Autorin versteht es wirklich mit dem Leser zu spielen. Allerdings war die Geschichte für mich zu oberflächlich und konnte mich einfach nicht packen.

Bewertung vom 29.04.2017
Karma Girl / Bigtime Bd.1
Estep, Jennifer

Karma Girl / Bigtime Bd.1


sehr gut

Ich war wirklich gespannt auf den Auftakt „Karma Girl“, der neuen Reihe der Autorin. Wobei es ja in dem Sinne keine neue Reihe ist, da „Karma Girl“ bereits 2007 im Original erschienen ist und demnach die erste geschriebene Reihe der Autorin ist. Und ich finde, dass man es schon gemerkt hat beim Lesen, insbesondere wenn man schon alle anderen Bücher von Frau Estep gelesen hat. Aber ich fand „Karma Girl“ dennoch sehr unterhaltsam und habe eigentlich genau das erhalten, was ich mir von einem typischen Estep erwartet hatte.

Im Grunde hat Jennifer Estep einen sehr starken Wiedererkennungswert. Ihre Bücher haben immer einen ganz gewissen Touch, der einfach typisch Estep ist. So ist es auch in „Karma Girl“. Dazu kommt, dass ich Marvel einfach klasse finde und daher hat mir das Lesen von „Karma Girl“ natürlich viel Spaß gemacht. Die vielen verschiedenen Figuren mit ihren Superkräften und das Gute gegen das Böse. Zudem weiß man zuerst nicht, wer denn nun genau zu den Guten gehört und wer zu den Böse.

Carmen war mir zudem von Anfang an sehr sympathisch und, was mir besonders wichtig war, sie hat mich auch nicht an Gin Blanco erinnert. Sonst habe ich ja bei den Bücher von Jennifer Estep das Problem, dass die weiblichen Figuren für mich immer irgendwie was von Gin haben. Das war in „Karma Girl“ zum Glück nicht der Fall. Und auch hier gab es ein klein wenig was fürs Herz, allerdings fand ich den männlichen Gegenpart leider stellenweise und besonders zum Schluss hin ein kleines bisschen blass.

Aber im Großen und Ganzen war „Karma Girl“ genau das, was ich mir von einem Estep erwartet hatte. Kurzweilige Unterhaltung mit interessanten Figuren, die ich innerhalb kürzester Zeit verschlungen habe. Zudem war ich ein wenig überrascht, dass „Hot Mama“, der zweite Teil der Reihe andere Hauptfiguren haben wird. Diese haben wir bereits in „Karma Girl“ kennen gelernt und es wird sicherlich heiß zu gehen mit Fiona Fine.

Fazit
„Karma Girl“ von Jennifer Estep lässt mein kleines Marvelfangirlherz höher schlagen. Ich hatte einige tolle Lesestunden mit Carmen, den Superhelden und den Schurken von Big Time. Auch wenn man es stellenweise gemerkt hat, dass es die erste geschriebene Reihe der Autorin war. Ich bin gespannt, wie es weiter gehen wird.

Bewertung vom 26.04.2017
Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans
Lee, Mackenzi

Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans


ausgezeichnet

Ich muss ja zu meiner Schande gestehen, dass „Cavaliersreise - Bekenntnisse eines Gentlemans“ mein erstes Buch aus dem vielgelobten Königskinder Verlag ist, das ich auch gelesen habe. Zwar habe ich einige Königskinder im Regal stehen, aber noch keines davon gelesen. Und jetzt nach dem Lesen von „Cavaliersreise“ weiß ich, dass sie nicht mehr lange ungelesen sein werden werden.

Ich würde „Cavaliersreise“ eher als einen Abenteuerroman quer durch Europa im 18. Jahrhundert bezeichnen. Dabei ist dieser Abenteuerroman nicht nur eine Reise durch verschiedene Ländern, sondern auch ein Abenteuer auf der Suche nach sich selber. Mackenzi Lee vereinigt in ihrem Werk nicht nur viele abenteuerliche Begegnungen, wie zB. mit Piraten, die in Wahrheit gar keine Piraten sind oder einem Baron und einem geheimnisvollen Schmuckkästchen. Zwischen den Seiten von „Cavaliersreise“ steckt so viel mehr. Liebe, Homosexualität im 18. Jahrhundert, der Stellenwert der Frauen und der Versuch daraus hervorzubrechen. Und ganz besonders, der Weg zu sich selber.

Dabei hat die Autorin einen sehr humorvollen und leichten Schreibstil. Teilweise vielleicht ein Stück zu leicht bzw. salopp für das 18. Jahrhundert, aber es hat mein Lesevergnügen in keinster Weise geschmälert. Zudem ist die Geschichte um Henry und Percy sehr gefühlsbetont, um nicht zu sagen, sehr intensiv. Was möglicherweise an Henry selber liegen kann, da er als Figur nicht nur impulsiv ist und für jede Menge Wirbel sorgt, sondern mit seiner ganzen Art einfach voller Leben und Emotionen ist, die sich auf mich als Leser übertragen haben. Die Geschichte war stellenweise schon fast tragisch, um im nächsten Moment zu romantisch und herzergreifend zu schwenken, um dann eine humorvolle Drehung zu machen, die mich zum Schmunzeln gebracht hat.

„Cavaliersreise - Die Bekenntnisse eines Gentlemans“ konnte mich wirklich begeistern. Es war so viel mehr, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Und ich bin mir sicher, dass meine ungelesenen Königskinder recht bald verschlungen sein werden.

Fazit
Mit „Cavaliersreise - Die Bekenntnisse eines Gentlemans“ präsentiert Mackenzi Lee einen Abenteuerroman, der so viel mehr zu bieten hat, als es vielleicht auf den ersten Blick erscheinen mag. Die Geschichte um Henry, Percy und Felicity ist nicht nur humorvoll, sondern auch intensiv und lebhaft und wirklich ein Königskind unter den Buchperlen. Absolute und klare Leseempfehlung meinerseits.

Bewertung vom 23.04.2017
Wo das Dunkel schläft / Raven Cycle Bd.4
Stiefvater, Maggie

Wo das Dunkel schläft / Raven Cycle Bd.4


sehr gut

Die Raven Boys und ich hatten es nicht leicht im Verlauf der vier Bände. Sowohl der erste als auch der zweite Band konnten mich nicht vollständig überzeugen, aber die Raven Boys waren einfach so speziell, dass ich unbedingt weiter lesen musste. Der Abschluss „Wo das Dunkel schläft“ ist ein guter Abschluss für eine sehr besondere Reihe, auch wenn mir hier und da ein wenig was gefehlt hat.

Maggie Stiefvater und ihr Schreibstil, ich liebe ihn. Sie hat wirklich eine ganz eigene Handschrift und ich bin ein großer Fan von diesem düsteren, melancholischen und ein wenig crazy Erzählstil. Man hat beim Lesen das Gefühl, dass es tausend verschiedene Erzählstränge gibt und alles ein großes Durcheinander ist. Bis es dann diesen einen gewissen Punkt gibt und alles zusammen läuft und man einen kleine Erleuchtung hat. So war es auch bei „Wo das Dunkel schläft“.

Zu Anfang hatte ich gedacht, dass es eine Geschichte über Blue und Gansey wird. Doch die anderen Raven Boys - und eigentlich noch weit mehr Nebenfiguren - haben ebenfalls eine große Rolle gespielt, und einer der Boys hat von Band zu Band immer mehr Raum eingenommen. Auf der eine Seite fand ich es toll, weil ich zu einem großen Fan von Ronan geworden bin. Auf der anderen Seite fand ich es aber schade, da besonders Blue eher zu einer Nebenfigur mutiert ist. Mich wundert es daher nicht, dass Ronan nun seine eigene Reihe bekommen wird. Aber ich hätte mich gewünscht, dass es dann vielleicht ein wenig mehr Raum für Gansey geblieben wäre.

Wie auch bereits in den Vorgängern, so ist auch in „Wo das Dunkel schläft“ nicht unbedingt viele Action vorhanden, wobei es auch seine eigene Art und Weise sehr spannend ist. Allerdings war das Ende irgendwie so leise. Nicht, dass ich mir ein großes Drama gewünscht hätte, das würde gar nicht zu der Reihe passen, aber es ist schon fast einfach verpufft. Da es aber ja eine weitere Reihe aus der Welt der Raven Boys geben wird, bin ich da nicht allzu böse.

Fazit
Der Abschluss „Wo das Dunkel schläft“ von Maggie Stiefvater ist wie die Vorgänger sehr speziell. Die Raven Boys und ich hatten es nicht immer leicht, aber ich habe die Boys ins Herz geschlossen und freue mich, dass Ronan seine eigene Reihe bekommen wird.

Bewertung vom 14.04.2017
The Best Thing / Hartwell Bd.2
Young, Samantha

The Best Thing / Hartwell Bd.2


sehr gut

Samantha Young gehört ja mittlerweile seit Jahren zu einer meiner Lieblingsautorinnen. Über meine große Liebe zu den „Edinburgh Love Stories“ braucht man eigentlich nichts mehr zu sagen. Aber leider - und es ist ein sehr großes und schmerzhaftes leider - war der Auftakt „The Real Thing“ zu ihrer neuen „Hartwell Love Stories“ Reihe eher durchwachsen. Daher habe ich mit sehr großer Erwartung und ein wenig Bammel dem zweiten Teil „Every Little Thing - Mehr als nur ein Sommer“ entgegen gefiebert. Und ich kann sagen, ich konnte am Ende aufatmen, auch wenn es nicht die eigentlich gewohnte Stärke von Samantha Young hatte.

Der Anfang war großartig und so wie ich es von Frau Young eigentlich bisher immer gewohnt war. Dieser ganz typische Young Charme war wieder da und hat auf jeder Seite und zwischen den Zeilen gesprüht. Ich war innerhalb ein paar Seiten in der Welt abgetaucht und hab gedanklich ein Tänzchen aufs Parkett gelegt, weil die Story so mitreißend war. Ich habe schon im ersten Band der Geschichte von Bailey und Vaughn entgegen gefiebert, weil die Story so viel Potential hatte. Eine Hass-Liebe voller Funken, die nur so durch die Gegend gesprungen sind.

Aber - und ja mir schmerzt es in der Seele es sagen zu müssen - der anfängliche Freudentaumel hat dann im Mittelteil nachgelassen und es gab Längen. Die „Hartwell Love Stories“ sind natürlich im Vergleich ein wenig erwachsener und reifer. Vielleicht nicht so impulsiv, obwohl immer noch genügend Emotionen vorhanden sind. Und vielleicht es einfach der Fluch der Edinburgh Love Stories, den Frau Young einfach nicht los wird. Denn man vergleicht einfach alles mit den Büchern und bisher konnte kein Buch da heran kommen. Auch in „Every Little Thing“ hat dieses ganz gewisse Etwas gefehlt um es zu einem wirklichen Highlight zu machen.

Bailey und Vaughn haben mir durchaus einige sehr unterhaltsame und aufreibende Lesestunden beschert. Und ich liebe das Setting und würde am liebsten selbst gerne mal eine Wochenende dort verbringen. Außerdem gibt es noch so viel Potential bei den noch vorhandenen möglichen Paaren, dass man unweigerlich anfängt zu spekulieren, wer als nächstes dran ist. Und ja, ich werde auch das nächste Buch der „Hartwell Love Stories“ lesen und hoffe einfach, dass die Autorin es schafft mich doch noch zu hundert Prozent von der Reihe zu überzeugen.

Fazit
Der zweite Band „Every Little Thing - Mehr als nur ein Sommer“ von Samantha Young hat mir besser gefallen als der Vorgänger, auch wenn noch Luft nach oben ist. Ich bin jedenfalls schon mächtig gespannt, wer das nächste Pärchen wird.

Bewertung vom 21.03.2017
Rache und Rosenblüte / Tausend und eine Nacht Bd.2
Ahdieh, Renée

Rache und Rosenblüte / Tausend und eine Nacht Bd.2


sehr gut

Ich muss gestehen, dass ich damals sehr skeptisch war, als ich „Zorn und Morgenröte“ gelesen hatte. Und auch wenn es nicht Liebe auf der ersten Seite war damals, wurde ich dennoch verzaubert und war am Ende begeistert. Nicht nur das Setting und die Anlehnung an Tausendundeinenacht fand ich großartig, auch Chalid hat es mir sehr angetan. Daher war ich auch sehr gespannt auf „Rache und Rosenblüte“. Und ja, ich muss gestehen, dass der zweite Teil nicht an den ersten Band heran kommt. Aber ich hatte dennoch ein paar unterhaltsame Lesestunden.

Es gibt ja solche Bücher, besonders wenn es sich um langersehnte Fortsetzungen handelt, bei denen sind die Erwartungen von vornherein sehr groß. Vielleicht lag es daran, dass mich der Einstieg von „Rache und Rosenblüte“ nicht zu fesseln vermochte. Zumindest nicht allzu sehr. Die letzten Seiten von „Zorn und Morgenröte“ waren so magisch und romantisch, dass man erwartet hatte, dass es genauso weitergehen würde. Aber leider war davon nichts zu spüren. Das orientalische Setting war noch da, hatte aber nicht mehr diesen Glanz und Zauber. Man hatte eher das Gefühl, dass die Geschichte vor sich hin plätscherte.

Erst ab der Hälfte des Buches hat Renee Ahdieh dann doch noch mal gezeigt, warum mich der erste Band damals so begeistert hatte. Vielleicht ist es aber auch einfach so ein Ding von der Autorin, dass der Anfang eher schleppend ist und am Ende kriegt sie dann doch noch die Kurve. Dann kam diese erwartete Magie zum Vorschein, die Worte sind zum Leben erwacht und die Geschichte konnte mich endlich in den Bann ziehen. Es gab einige überraschende Aspekte und der große Showdown an Ende war dann vielleicht ein wenig unspektakulär und die Auslösung hat sich bereits im Vorfeld angedeutet. Aber die allerletzten Seiten haben mich dann nochmals ein klein wenig versöhnlich gestimmt.

„Rache und Rosenblüte“ ist kein perfekter Abschluss und kommt leider auch nicht an den Vorgänger heran. Aber ich habe das Buch dennoch gerne gelesen und hatte einige unterhaltsame Lesestunden. Vielleicht waren meine Erwartungen einfach zu groß, weil ich dieses magische Feeling vom ersten Band wieder haben wollte. Dieses Feeling gibt es auch hier, aber leider wartet man länger darauf und es ist bei Weitem nicht so deutlich spüren, wie im ersten Band. Ich bin dennoch auf die weiteren Werke von Frau Ahdieh gespannt und werde sie sicherlich lesen.

Fazit
„Rache und Rosenblüte“ von Renee Ahdieh kommt leider nicht an seinen Vorgänger heran. Dieses magische Feeling vom ersten Band fehlte hier lange Zeit und war dann bei Weitem nicht so deutlich zu spüren. Aber ich hatte dennoch einige unterhaltsame Lesestunden und freue mich auf die weiteren Werke der Autorin.

Bewertung vom 14.03.2017
Spinnengift / Elemental Assassin Bd.7
Estep, Jennifer

Spinnengift / Elemental Assassin Bd.7


ausgezeichnet

Gefühlt habe ich schon viel zu lange kein Buch mehr von Jennifer Estep gelesen. Und vielleicht lag es daran, dass ich „Spinnengift“ innerhalb weniger Stunden inhaliert hatte und von vorne bis hinten einfach nur begeistert war. Jetzt weiß ich auch wieder, warum ich die Bücher von Frau Estep so gerne lese. Es gab in diesem Band neue Einblicke, überraschende Wendungen und neue Figuren, die stark zum Lesevergnügen beigetragen haben.

Bei manchen Serien, die so viele Bände umfassen, kann ich es schon mal passieren, dass je weiter die Serie vorschreitet, desto mehr nimmt die Faszination ab. Man hat das Gefühl, dass alles schon mal gelesen zu haben. Bei Jennifer Estep und ihrer „Elemental Assassin“-Reihe ist dies nicht der Fall. Natürlich ist im Vergleich vielleicht ein Band ein wenig schwächer als der andere, aber mit „Spinnengift“ hat die Autorin bewiesen, dass Gin Blancos Geschichte noch lange nicht erzählt ist. Und ich freue mich auf jedes weitere Abenteuer mit der Spinne.

Auch der siebte Band „Spinnengift“ hat mich eigentlich sofort in die Geschichte hinein katapultiert. Die Autorin baut gerne Wiederholungen ein bzw. erzählt was bisher so weit geschah. Und das ist eigentlich so mit mein größter Kritikpunkt, wobei ich die Autorin auch auf einer Seite verstehen kann. Für mich sind diese Wiederholungen unnötig, da mir Gin und ihre Story stets präsent sind. Daher finde ich diese immer ein wenig unnötig und überfliege diese Zeilen. Manch einer wird sich darüber hingegen freuen.

Ich liebe ja ein bisschen Drama gepaart mit Herzschmerz und in „Spinnengift“ gibt es davon eine ordentliche Portion. Owen, der sich langsam zum Liebling hochgearbeitet hatte, nachdem Donovan mich so schmählich enttäuscht hatte, hat es mir dieses Mal aber auch nicht so leicht gemacht. Ich habe mit Gin so richtig mitgefiebert und mitgelitten und hätte Owen gerne rechts und links ein paar verpasst. Innerhalb weniger Stunden war die Story verschlungen, weil ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen. Und dann war mein kleines Leserherz am Ende ein wenig traurig. Und ich bin gespannt, wie die Autorin im nächsten Band „Spinnenfalle“ alles auflösen wird und wohin die Geschichte sich entwickeln wird.

Fazit
Auch mit dem siebten Band „Spinnengift“ hat mich Jennifer Estep nicht enttäuscht. Eher im Gegenteil, sie hat mir bewiesen, warum ich die Geschichten und Gin Blanco so gerne mag und einfach nicht genug bekommen kann. Ich freue mich schon jetzt sehr auf das nächste Abenteuer!

Bewertung vom 12.03.2017
Dornen und Rosen / Das Reich der sieben Höfe Bd.1
Maas, Sarah J.

Dornen und Rosen / Das Reich der sieben Höfe Bd.1


sehr gut

Ich muss ja gestehen, dass ich von Sarah J. Maas bisher nur den ersten Band der „Throne of Glass“-Reihe gelesen hatte und den ganzen Hype nicht vollständig nachvollziehen konnte. Allerdings war ich sofort Feuer und Flamme, als ich von der neuen Reihe der Autorin gehört hatte. „Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen“ ist eine Märchenadaption von Die Schöne und das Biest - Was will das Leserherz mehr? Aber ich kann vorweg schon sagen, mit dem Märchen hat das Buch relativ wenig gemeinsam. Was auch gut so ist.

Natürlich gibt es eine paar Parallelen zu dem Märchen, aber diese sind sehr gering. Sarah J. Maas hat auf jeden Fall ihr eigenes Ding daraus gemacht und das ziemlich gut. Die Welt, die sie erschaffen hat, ist fantasievoll, märchenhaft und übt einen sehr großen Reiz beim Lesen aus. Sobald man anfängt zu lesen, kann man nicht mehr aufhören. Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin immer wieder nochmals eine Schippe drauf gelegt hat, sodass es gar nicht langweilig werden konnte.

Zudem haben mir die vielen verschiedenen Charaktere sehr gut gefallen. Feyre natürlich - ich glaube, dass die Autorin ein Händchen für diese Kick Ass Figuren hat. Ihren inneren Konflikt, besonders zu Anfang, fand ich sehr gut dargestellt. Ich konnte sehr gut nachvollziehen, warum sie so gekämpft und nach Hause wollte. Den Umschwung von Feind zu Freund hätte meiner Meinung nach aber ein wenig explizierte sein könnten. Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass von von einer Seite auf die andere geschehen ist, ohne wirklich nennenswerten Grund. Aber das miteinander von Feyre und „dem Biest“ fand ich sehr unterhaltsam. Für mich hätte da vielleicht ein bisschen mehr Tempo rein gekonnt, aber vielleicht hat die Autorin noch viele Pläne für die Beiden.

Lange Zeit wusste man nicht, warum das Biest und das Reich so ist, wie es ist. Man bekam genauso wie Feyre nur kleine Hinweise und Andeutungen, aber das große Ganze konnte man nie so richtig durchschauen. Es war nach ungefähr der Hälfte des Buches klar, worum es genau ging. Ich meine im Grunde, weiß man ja, worum es geht. Es ist schließlich eine Märchenadaption, aber es war trotzdem unterhaltsam.

Der Showdown am Ende war sehr spannungsgeladen und mit viel Action. Und teilweise wirklich brutal und grausam. Mir persönlich hatte es nicht gefallen, was in den Schlussszenen vor sich ging. Ich hätte es mir irgendwie anders gewünscht. Zudem kann man das Ende als abgeschlossen betrachten. Aber auch hier gibt es ein Aber. Ein paar Worte von einem vermutlichen Gegenspieler, lassen die Neugier auf den Folgeband doch wieder steigen, denn man ist sich sicher, dass da noch was Spannendes auf uns zukommen wird.

Fazit
Mit „Das Reich der sieben Höfe- - Dornen und Rosen“ präsentiert Sarah J. Maas eine Märchenadaption zu „Die Schöne und das Biest“, die für mich allerdings nur an das Märchen angelehnt ist. Die Geschichte ist fantasievoll, märchenhaft, romantisch und gleichzeitig auch irgendwie dunkel und teilweise brutal und grausam. Eine spannende und unterhaltsame Mischung, die mir einige Lesestunden versüßt hat. Ich bin schon sehr neugierig auf den zweiten Teil und spreche eine klar Empfehlung aus!