Benutzername: Tuppi
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Bewertungen

Insgesamt 549 Bewertungen
Bewertung vom 21.06.2017
Schlussblende / Tony Hill & Carol Jordan Bd.2
McDermid, Val

Schlussblende / Tony Hill & Carol Jordan Bd.2


sehr gut

Die Arbeit mit Psychopathen geht an die Substanz.

Der Prolog zeigt den erfolgreichen Fernsehstar Jacko Vance, der auf einer Abendveranstaltung eine junge Frau aussucht und sie zu einem geheimnisvollen Treffen bittet. Für eine Rolle im Fernsehen lässt sie die Schule gerne ausfallen...

Teil Eins beschreibt die neue Arbeitsstelle von Detective Chief Inspector Carol Jordan, in der sie ihr Team auf auffällige Brände aufmerksam macht, sowie die neue National Offender Profiling Task Force unter Leitung von Dr. Tony Hill, der seinen neuen Mitarbeitern die Hintergründe von Serientätern nahe bringt, und des Fernsehstars Micky Morgen, die mit Jacko Vance verheiratet ist.
Als Shaz aus Dr. Hills Team einen Zusammenhang zwischen den vermissten Mädchen und dem TV-Star Vance herausfand, wurde sie von ihren Kollegen ausgelacht.

Teil Zwei beginnt mit dem Auffinden der bestialisch zugerichteten Leiche von Shaz.

Ich habe mich beim lesen sehr wohl gefühlt und konnte mir alles sehr genau vorstellen. Leider auch die niederträchtigen Gemeinheiten des Psychopathen.
Der erste Band dieser Reihe lag schon einige Zeit zurück, aber es hat nicht lange gedauert, bis die Erinnerung wieder da war. Carol ist mir immer noch sympathisch, ebenso wie Dr. Hill. Und auch die meisten neuen Gesichter konnte ich gut leiden. Shaz war eine ehrgeizige junge Frau, die sich nur einen Fehler erlaubte: um dem ironischen Spott ihrer Kollegen zu entgehen, suchte sie alleine nach dem Beweis für ihre These.

Am Ende kam dann doch alles raus und beide Fälle wurden spektakulär gelöst. Leider war dann aber doch nicht alles ganz abgeschlossen, sodass ich einen Stern Abzug gebe.

Bewertung vom 15.06.2017
P.S. Ich liebe Dich
Ahern, Cecelia

P.S. Ich liebe Dich


ausgezeichnet

Ein wunderschönes Buch, bei dem man viele Taschentücher braucht.

Holly ist mit 29 Witwe geworden. Ihr Mann Gerry verlor den Kampf mit dem Krebs. Und Holly fällt in ein tiefes Loch. Doch eines Tages bekommt sie einen Brief. Gerry hat das vorausgesehen und ihr für jeden Monat einen Brief mit einer bestimmten Aufgabe dagelassen.

Das Buch hat mich tief berührt. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen und habe Hollys Stimmungen regelrecht gefühlt. Ich habe mit ihr geweint und mit dem Schicksal gehadert, konnte aber auch mit ihr über die Erinnerungen lachen. Aber ich bin heilfroh, dass ich immer wieder in mein wirkliches Leben zurück durfte und hoffe, das mir so ein Schicksalsschlag erspart bleibt.

Holly ist eine lebenslustige Frau, die einen Wunsch hatte: mit 30 wollte sie einen Mann, ein Kind und einen tollen Beruf haben. Aber an ihrem 30sten Geburtstag hatte sie nichts davon. Nur die Erinnerung an Gerry und ihre gemeinsame Zeit. Ihre Arbeit hatte sie gekündigt, um die verbleibende Zeit bis zu seinem Tod gemeinsam mit ihm zu verbringen. Und danach igelte sie sich ein. Wollte von niemandem etwas wissen, weder Freunde noch Familie kamen an sie ran. Doch dann tauchten Briefe auf. Gerry will sie mit kleinen Aufgaben ins Leben zurück bringen. Liebevoll versucht er, ihr über den Verlust hinweg zu helfen.

Auf ihren schweren Weg der Trauer wurde sie von ihrer Familie und Freundinnen begleitet - auch wenn alle manchmal an ihre Grenzen kamen. Aber das Leben geht weiter...

Bewertung vom 08.06.2017
Die Bestimmung des Bösen
Corbin, Julia

Die Bestimmung des Bösen


sehr gut

Wie selektiert man für die biologisch überlegene Spezies?

Auf der Reißinsel, einem Naturschutzgebiet bei Mannheim, werden die Leichen von zwei jungen Frauen gefunden. Die Hauptkommissare Alexis Hall und Oliver Zagorny sollen die Morde aufklären. Die Biologin Karen Hellstern untersucht die Insekten, die in den Toten gefunden wurden.
Zwischendurch gibt es immer wieder Rückblenden auf die Erfahrung eines junges Mädchens und eines jungen Mannes von vor 25 Jahren bis vor 4 Jahren.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und ich konnte mir alles bildlich vorstellen. Die Spannung war durchweg vorhanden. Ich konnte mir anfangs keinen Reim auf die Rückblenden machen, doch irgendwann habe ich den Sinn verstanden.

Alexis ist eine sympathische junge Kommissarin, die sich gut in der Männerwelt zurechtgefunden hat. Ihr Privatleben ist ziemlich durcheinander, da sie aufgrund ihrer Erfahrungen in der Kindheit und Jugend keine wirkliche Nähe zulässt. Ihre Eltern waren Mörder und ihr Adoptivvater sah in ihr das Forschungsobjekt, um das Killer-Gen zu erforschen.

Weitere Morde und mysteriöse Vorkommnisse bringen Alexis immer mehr in die Isolation, da sie sich nicht traut, mit jemandem darüber zu reden. Das Ende hat mich total überrascht und der neue Spannungsbogen, als eigentlich alles schon aufgeklärt war, fand ich super. Es blieben keine Fragen offen.

Bewertung vom 30.05.2017
Der Duft der Erinnerung
Zinßmeister, Deana

Der Duft der Erinnerung


ausgezeichnet

Reich oder arm - frei oder versklavt.

Die schwangere Luise verlässt Australien mit dem Schiff, um in England sicher zu sein. Ihr Mann Duncan ist noch in Australien, aber sie hofft, dass er bald nachkommt, sobald ihre Freundin Elisabeth ihm den Brief gegeben hat, in dem sie es ihm erklärt.
Doch Elisabeth hat eigene Pläne. Hat sie doch selber ein Auge auf Duncan geworfen und versucht alles, um an seiner Seite glücklich zu werden.
Duncan glaubt, seine Frau habe ihn einfach verlassen und merkt erst sehr spät, welches Spiel Elisabeth treibt. Als er sich dann doch auf die Suche nach Luise macht, ist schon sehr viel Zeit vergangen - wird er sie finden?

Dieses Buch ist die Fortsetzung von Fliegen wie ein Vogel und die Geschichte geht direkt weiter. Ich weiß nicht, ob man das Buch auch ohne Vorgeschichte richtig versteht. Manches wird zwar kurz als Rückblende erklärt, aber vieles bleibt doch unerwähnt.
Auch wenn bei mir viel Zeit zwischen den beiden Büchern lag, so war ich doch sofort wieder in der Geschichte drin. Ich konnte mich gleich wieder an alles erinnern und hatte sofort wieder deutliche Bilder vor mir.
Aber ich finde es schade, dass nicht erkennbar ist, dass es sich um die Fortsetzung handelt.

Luise liebt Duncan, aber die Situation in Australien spitzt sich so zu, dass sie keinen anderen Ausweg sieht, als das Land zu verlassen. Duncan ist im Inneren des Landes und bekommt nichts davon mit. Als er zurück kommt, sieht er das Schiff nur noch davon fahren und versteht nicht, wie ihm Luise das antun kann.
Dass sie schwanger ist, weiss er nicht.
Elisabeth hat bestens intrigiert und versucht nun, das Beste für sich daraus zu machen. Aber als sie sich am Ziel ihrer Träume sieht, kommt Duncan dahinter und macht sich auf die Suche nach seiner Frau.

Das Buch hat mich tief berührt und ich war schockiert, was ich lesen musste. Schade, dass die Organisation "weiße Feder" nur fiktiv ist, denn ich kann mir vorstellen, dass das Leben der armen Kinder damals wirklich so ausgesehen hat. Das Ende hat mir sehr gut gefallen!

Bewertung vom 10.05.2017
Hirschkuss / Anne Loop Bd.4
Steinleitner, Jörg

Hirschkuss / Anne Loop Bd.4


sehr gut

6 Tote in 18 Tagen am idyllischen Tegernsee.

Eine Münchner Bankerin wollte ein Wellnesswochenende am Tegernsee verbringen. Ihre Begleitung hatte krankheitsbedingt abgesagt. Das letzte Lebenszeichen war, als sie nach dem Frühstück joggen gegangen ist.
Auch nach 6 Tagen gab es nicht die geringste Spur, dafür aber einen neuen Fall: ein Urlaubspärchen kommt nach einer Wanderung ins Krankenhaus und stirbt kurz darauf an Milzbrand.
Außerdem ist der neue, unbeliebte Holzhändler verschwunden und wird kurz darauf tot gefunden, ebenfalls mit Milzbrand infiziert.
Als dann nach 2 Wochen auch noch ein Baum explodiert und einen Forstarbeiter tötet, wird die Leiche der Urlauberin gefunden.

Der vierte Band um Polizeihauptmeisterin Anne Loop war auch mein viertes Buch dieser Serie. Anne ist mir ans Herz gewachsen mit Ihrer sympathischen Art. Ihr Kollege Sepp ist immer noch ungewollt Single und hat auch weiterhin keine Chance bei Anne. Aber die Kollegin der vermissten Bankerin scheint an ihm interessiert. Der Chef, Kurt Nonnenmacher, ist ein klischee-typischer Urbayer mit der Sensibilität eines Elefanten. Auch wenn das letzte Buch schon eine Weile her war, so habe ich mich sofort wieder wohlgefühlt. Mit der richtigen Portion Humor muss Anne ständig zwischen Kurt und seinen Mitmenschen vermitteln und immer wieder die Wogen glätten. Privat wird es bei der alleinerziehenden Mutter auch interessant, denn es bändelt sich eine Liebelei mit dem Strafverteidiger Johann an, den ich bei den letzten beiden Fällen schon kennenlernen durfte.

Die einzelnen Fälle scheint nichts miteinander zu verbinden. Während die Bankerin überall beliebt war und niemand weiß, warum sie eine größere Menge Bargeld bei sich zu Hause hatte, hatte der Holzhändler in der Gegend viele Feinde und eine 40 Jahre jüngere Frau, sowie seltsame Neigungen. Das tote Studentenpärchen, das an verseuchtem Wildfleisch verstarb, gab ebenso Rätsel auf wie der explodierte Baum, der den sympathischen Holzfäller tötete.

Kurz vor Ende wurden dann die letzten Ungereimtheiten aufgelöst und die Fälle konnten abgeschlossen werden. Es blieben keine Fragen offen und ich freue mich schon auf das nächste Buch. Am Ende gab es noch ein interessantes Rezept vom 3-Sterne-Koch Christian Jürgens.

Bewertung vom 09.05.2017
Codename E.L.I.A.S. (eBook, ePUB)
Roth, Mila

Codename E.L.I.A.S. (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

So langsam kommt die Erklärung für den Identitätsverlust.

Michaels Identität ist gelöscht. Der Geheimagent existiert nicht und es gibt keine Hinweise, dass er jemals gelebt hat. Niemand kennt ihn, außer seinen beiden Freunden, seiner Mutter und einer mysteriösen Organisation namens E.L.I.A.S..
Und dann taucht ein Mann aus seiner Vergangenheit auf, von dem er glaubte, ihn nie wieder zu sehen...

Der Schreibstil ist spannend und ich habe mich sofort wieder zurechtgefunden. Am Anfang gibt es eine kleine Rückblende auf den vorigen Teil.

Brianna versucht weiterhin, wieder eine Beziehung zu Michael aufzubauen. Sie hat es geschafft, dass er mit ihr zum Weihnachtsessen bei seinen Eltern geht. Leider hat es sein Vater fertig gebracht, die gute Stimmung zu zerstören.

Und der Angestellte von Michaels Vermieter bittet ihn um Hilfe, da seine Schwester in die Fänge eines Möchtegern-Mafiosos geraten ist. Mit Hilfe von Brianna und Luke entwickelt er einen Plan, der jedoch torpediert wurde.

Das Ende des Falles hat mir sehr gut gefallen, allerdings endet das Buch mit einem Cliffhanger. Auch wenn es noch eine Weile dauert, so freue ich mich schon auf den dritten Band dieser Serie!

Bewertung vom 25.04.2017
Ein Schnupfen hätte auch gereicht
Köster, Gaby

Ein Schnupfen hätte auch gereicht


ausgezeichnet

Schlaganfall - und nichts ist mehr wie es war.

Gabi Köster, quirlige Allrounderin, steht immer unter Volldampf. Zeit zum abschalten und erholen gibt es kaum. In diesem Buch beschreibt sie schonungslos ihren Alltag und den tiefen Fall. Hätte sie die Vorzeichen besser bemerken können? Hätte sie dadurch das Schicksal aufhalten können? Fragen, auf die es im Nachhinein keine Antworten gibt.

Und dann der Tiefpunkt: Schlaganfall. Und der schwere Weg danach zurück ins Leben. Schonungslos geht sie mit sich selbst um und kann ihr Schicksal dadurch verarbeiten. Und vielleicht kann sie damit auch anderen Menschen helfen.

Mit 47 steht sie ja eigentlich mitten im Leben, eine erfolgreiche Karriere und viele Freunde. Und dann am 8. Januar 2008 der Absturz: nach langem Krankenhausaufenthalt hat sie nur noch wenig Freunde - aber jede Menge sensationslüsternde Geier, die ihr auflauern. Als sie am 30.07.2008 die Klinik wieder verlässt, ist sie auf Hilfe angewiesen - ein Umstand, den sie nicht kennt und erst lernen muss. Und auch 2010 nach dem Schreiben dieses Buches ist der Weg noch steinig.

Sie geht schonungslos auch mit sich selbst ins Gericht und erzählt auch von ihrer Scheidung. Aber nur dass sie kam, mehr nicht. Denn ihre Wäsche, ob schmutzig oder nicht, wäscht sie alleine. Das geht niemanden etwas an. Diese Privatsache hat in der Öffentlichkeit nichts verloren - aber ansonsten gibt sie sehr viel Persönliches preis.

Dieser Frau, die mir schon immer sehr sympathisch war, zolle ich nach diesem Buch noch mehr Respekt! Ein großes Kompliment an Gaby Köster, dass sie das Erlebte in dieser Art und Weise auf- und verarbeitet! Das Buch hat mich tief berührt.

Bewertung vom 18.04.2017
Die Trüffel-Connection
Kiwull, Harald

Die Trüffel-Connection


sehr gut

Ein Richter auf Spurensuche.

Maximilian Knall ist Richter am Landgericht Karlsruhe. Bei der Verhandlung einer Fahrerflucht fällt ihm im Zuschauerraum ein Mann auf.
Bei der erneuten Sachbeschädigung seines Autos hat die Spurensicherung keine Ergebnisse.
Und dann wird er abends auch noch niedergeschlagen und in einem Kofferraum entführt...

Das Buch ist interessant geschrieben. Ich konnte mir alles bildlich vorstellen. Maximilian war mir sympathisch und ich konnte seine Handlungen nachvollziehen. Als er zu einem Kongress musste, machte er eine Beobachtung, die er überprüfte und dadurch eine erste Erklärung hatte. Seine Vorgehensweise war ungewöhnlich, aber nachvollziehbar.

Das Ende war überraschend und hat mir gefallen. Ein ungewöhnliches Buch, das eigentlich in kein Schema passt, absolut lesenswert. Zum Schluss gibt es auch noch ein 3-Gänge-Trüffel-Menue.

Bewertung vom 12.04.2017
Morgen ist es Liebe (eBook, ePUB)
Maifeld, Monika

Morgen ist es Liebe (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Eine wunderschöne Geschichte über Liebe und Vertrauen.

3 Tage vor Weihnachten geht Martin nachts in den Weinberg, um seinem Leben ein Ende zu bereiten. Er schreibt noch einen Abschiedsbrief, den er in seine Manteltasche steckt. Als er die Tabletten nehmen möchte bemerkt er ein Auto das die Straße hochfährt. Er geht in Deckung und sieht, wie die Fahrerin die Kontrolle verliert und das Auto von der Straße abkommt. Er kann nicht anders, er muss ihr helfen. Aus dem Auto tropft Benzin und kurz nachdem er die bewusstlose Frau gerettet hat, explodiert das Auto. Als Feuerwehr, Notarzt und Polizei kommt, ist der Mann verschwunden.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und ich konnte mir alles bildlich vorstellen. Martin war mir von Anfang an sympathisch, genau so wie Alexandra und ihre Mutter Martha.

Nachdem Martin den Gurt der jungen Frau nicht aufbekommen hat, hat er den lieben Gott um Hilfe gebeten. Nach der Rettung sah er das als Hinweis, dass er weiterleben sollte. Auf der Suche nach seinem Abschiedsbrief, den er jetzt vernichten wollte, fand er durch eine Zeitung den Hinweis, wo er ihn finden könnte. Als er dort ankam, sah er wie sich die Mutter der Verletzten abmühte, um den Schnee weg zu schaufeln. Kurzerhand bot er ihr seine Hilfe an. Danach fand er keinen Weg mehr, um der netten Frau die Wahrheit zu sagen.
Die Situation wurde immer verzwickter. Als sich dann auch noch ein Mann als "Retter aus dem Weinberg" meldet und der ehemalige Lebensgefährte auftaucht, würde die Wahrheit unglaubwürdig sein.

Ich war so gefesselt, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte. Gegen Ende kam dann auch noch heraus, was Martin aus der Bahn geworfen hat und warum er nicht mehr weiterleben wollte. Auch Alexandra habe ich im Laufe der Zeit immer besser kennen gelernt. Vor allem Martha ist mir sehr ans Herz gewachsen. Mit meinen Sympathien und Antipathien lag ich richtig, mit Ausnahme des Polizisten - bei ihm hat sich das zum Ende hin geändert.

Das Ende hat mir auch sehr gut gefallen. Ich kann dieses Werk bestens empfehlen...

Bewertung vom 04.04.2017
Der Igel im Meer
Geissel, Sabine

Der Igel im Meer


sehr gut

Spannend bis zum Schluss.

Der verrückte Alfred, ein Obdachloser, hat im Karlsruher Schlosspark die Leiche eines Engels gefunden. Sofia Stern war 28, rot wie Blut, weiß wie Schnee, schwarz wie Ebenholz - aber nicht vergiftet, sondern an den Füßen aufgehängt und regelrecht geschlachtet worden. War sie das vierte Opfer des "Vampirs"? Vincent Fassrath und Margareta Sturm ermitteln.

Auf das Buch wurde ich durch die regionale Zeitung aufmerksam. Es gewann die Ausschreibung der Literarischen Gesellschaft zum 300sten Stadtgeburtstag von Karlsruhe. Ich musste es einfach haben - und ich wurde nicht enttäuscht. Die einzelnen Charaktere wurden sehr gut dargestellt und ich konnte mir alles lebhaft vorstellen.

Die Geschichte hat verschiedene Handlungsstränge: Sofia arbeitete nicht nur als Model, sondern auch als Begleitservice - sie hatte einen verheirateten Lover und einen besitzergreifenden Exfreund. Die Journalistin Hannah wirft ihren untreuen Mann aus der Wohnung und lernt Chris kennen. Chris ist Polizist und heißt Vincent und arbeitet mit der verheirateten Margareta zusammen. Und die bekannte Schönheitschirurgin betrügt ihren Mann ebenfalls.

Der berühmte rote Faden zog sich durchs ganze Buch. Die Geschichte war schlüssig und ich konnte den Ablauf nachvollziehen. Durch die verschiedenen Geschehnisse gab es verschiedene Theorien, aber mit dem tatsächlichen Mörder habe ich zu keinem Zeitpunkt gerechnet. Der Fall würde lückenlos aufgeklärt und auch die Nebenschauplätze wurden abgeschlossen. Ich würde mich freuen, wenn ich mit den sympathischen Ermittlern noch weitere Fälle erleben dürfte.