Benutzername: FreizeitLeser


Bewertungen

Insgesamt 19 Bewertungen
12
Bewertung vom 22.05.2017
Schluss mit Muss
Mairhofer, Tanja

Schluss mit Muss


ausgezeichnet

Entspann dich!

Obwohl mich das Buch optisch überhaupt nicht angesprochen hat, war ich doch neugierig, was ein "Antiratgeber" zu bieten hat. Die Antwort: Jede Menge Spaß und Beruhigung für's schlechte Gewissen.

Mairhofer räumt ordentlich auf mit den täglichen Zwängen, die man sich selbst auferlegt oder auferlegt bekommt. Warum Fenster nicht mal jahrelang ungeputzt lassen? Die Antwort gibt's im Buch.
Zudem viele weitere hilfreiche Erklärungen und Entschuldigungen, um dem Alltagswahn zu entkommen. Alles in einem witzigen und lockeren Schreibstil verfasst, der einem dennoch über die eine oder andere Begenbenheit nachdenken lässt.
Ein unterhaltsames Werk, dass ich empfehlen kann, wenn man mal wieder eine Pause vom Putzen braucht (oder so ähnlich). ;)

Bewertung vom 22.05.2017
Björn Freitag - Smart Cooking
Freitag, Björn

Björn Freitag - Smart Cooking


ausgezeichnet

Smart und einfach!

Das Kochbuch von Björn Freitag "Smart Cooking" wirkt sehr hochwertig. Die Schrift ist groß, die Rezepte sind ansprechend bebildert.

Die Speisen sind in die Kategorien "Einfaches mit Fleisch", "Einfaches mit Geflügel", "Einfaches mit Gemüse", Einfaches mit Fisch und Meeresfrüchten", "Einfache Suppen und Salate" sowie "Grundrezepte" aufgeteilt. In letzterer Kategorie werden dem Leser verschiedene Teige, Kartoffelpuffer und Pesto nahegebracht. Dem Ganzen vorgelagert ist noch eine Einführung von Lebensmitteln, die man stets Zuhause haben sollte.

Die Speisen ergeben zumeist für 2 Portionen.

Alle Rezepte kommen mit wenigen Zutaten aus. Die Zutatenliste ist jeweils unterteilt in Zutaten aus dem Vorrat und darüber hinaus benötigte weitere (frische) Zutaten. Somit kann man schnell erfassen, was noch eingekauft werden muss. Zudem ist jeweils vermerkt, welche Art und Menge von Kochgeschirr man benötigt. Nährwertangaben finden sich nicht.

Alle Speisen sind meist schnell zubereitet (viele benötigen um die 15 Min. Arbeitszeit), es gibt aber auch welche, die dann doch mehr Zeit zum Kochen benötigen oder auch mal Stunden vorher vorbereitet werden müssen ("Gebeizter Lachs").

Man kann in diesem Buch ausgefallene Zutatenkombinationen finden, allerdings auch Rezepte wie Kartoffelpuffer, Spiegelei mit Schmortomaten und Hawaiitoast (natürlich immer etwas aufgepeppt).

Ich kann das Buch empfehlen, würde die Zielgruppe aber eher im Single-/Paar-/Studentenhaushalt sehen - passend zu Freitags Erklärung zum "Smart Cooking": Kein Verzicht auf Aromen, wenig Equipmenteinsatz, Schonen des Geldbeutels und natürlich geringer Zeitaufwand.

Bewertung vom 22.05.2017
Glaube Liebe Tod / Martin Bauer Bd.1
Gallert, Peter; Reiter, Jörg

Glaube Liebe Tod / Martin Bauer Bd.1


sehr gut

Nichts ist so, wie es scheint!

Ein Kriminalroman, bei dem Polizeiseelsorger Bauer ermittelt und dabei durchaus auch unkonventionelle Methoden einsetzt.

So gelingt es ihm, auf verrückte Weise einen Selbstmörder zu retten, doch kurze Zeit später ist dieser dennoch tot. Hieraufhin beginnt der Seelsorger auf eigene Faust zu ermitteln, da er nicht an einen erneuten Selbstmord glaubt.

Das Buch führt verschiedene Erzählstränge zusammen, die meiner Meinung nach unterschiedlich spannend sind. Während die Geschehnisse um die rumänischen Prostituierten sehr packend sind, hätte ich auf die Beschreibung der Expedition von Bauers Tochter gut verzichten können. Sie sind m. E. für die Handlung zu vernachlässigen und stören die Spannungskurve der Geschichte.

Ansonsten ist das Buch gut geschrieben und an Wortwitz - speziell zwischen Hauptkommissarin Dohr und dem Seelsorger Bauer - mangelt es nicht.

Gut gefallen hat mir auch die Auflistung der im Buch verwendeten Bibelverse.

Ich kann das Buch empfehlen.

Bewertung vom 16.05.2017
Das Einstein Enigma
Dos Santos, José R.

Das Einstein Enigma


sehr gut

Lässt sich die Existenz Gottes beweisen?

J. R. Dos Santos hat mit seinem Buch "Das Einstein Enigma" ein gutes Buch verfasst.
Der Autor hat einen sehr flüssigen, bildhaften Schreibstil - das Buch lässt sich sehr gut lesen. Auf den ersten Blick könnte man anhand des Titels ein Buch im Stil von D. Brown vermuten, dem ist allerdings nicht so.
Die Handlung ist zwar spannend und kurzweilig, der Fokus liegt jedoch auf der Wissensvermittlung. Somit ist das Buch kein typischer Thriller, den man mal so eben nebenher lesen sollte. Die Wissensvermittlung ist aber gut verständlich und ich mochte das Buch kaum mehr aus der Hand legen.
Ein wenig befremdlich wirkte der Einband auf mich: Die Gestaltung mit der Abbildung Einsteins ist gelungen, rückt allerdings durch den dominierenden Aufdruck der Verkaufszahlen leider in den Hintergrund.

Bewertung vom 10.04.2017
Die Geschichte der Bienen
Lunde, Maja

Die Geschichte der Bienen


ausgezeichnet

Bedrückende Zukunftsaussichten!

Auf dieses Buch bin ich durch das Cover aufmerksam geworden: Zuerst sah ich die Biene, dann erst las ich den Titel und dann stellte sich mir die Frage: "Was wäre, wenn...?"
Eine sehr interessante (und auch düstere) Thematik!

In ihrem Roman "Die Geschichte der Bienen" verflechtet die Autorin Maja Lunde drei verschiedene Erzählstränge von Personen aus unterschiedlichen Epochen, deren Leben allesamt in irgendeiner Form mit Bienen zu tun hat. Alle Geschichten sind einzeln betrachtet schon sehr spannend, verstärkt wird die Neugierde beim Leser zudem durch die Frage, wie sie zusammenhängen.

Die Autorin hat einen anschaulichen, flüssigen Schreibstil und versteht es, dem Leser mit ihrem Roman auf unterhaltsame Weise viel Wissen über die nützlichen Insekten nahezubringen und zum Nachdenken anzuregen.

Was wäre wenn...?

Von mir eine klare Kaufempfehlung!

Bewertung vom 26.03.2017
Der letzte Scheißkerl
Koidl, Roman Maria

Der letzte Scheißkerl


ausgezeichnet

Witzig und unterhaltsam!

Koidl beschreibt in seinem Buch "Der letzte Scheißkerl" typische Verhaltensweisen und Handlungsmuster von einzelnen Persönlichkeitstypen. Die Zuordnung der einzelnen Typen nimmt er anhand des Riemann-Modells vor, welches er in dem Buch gut erklärt. Jeden der einzelnen Typen stellt er mit seinen Eigenheiten in verschiedenen Alltagssituationen vor, was einem dank mancher Kuriosität auch schon mal laut auflachen lässt.
Und tatsächlich meint man beim Lesen doch den einen oder anderen beschriebenen Charakter persönlich zu kennen und erkennt auch so manche Eigenheit an sich selbst wieder. Zudem gibt Koidl Empfehlungen, welche Persönlichkeiten gut miteinander harmonieren.
Das Buch ist lustig, speziell im ersten Teil und am Ende. Wer auch vor der wissenschaftlichen Verflechtung nicht zurückschreckt, wird Spaß mit dem Buch haben.

Bewertung vom 26.03.2017
Happy Healthy Food - Histaminfrei, glutenfrei, laktosefrei kochen
Gleitman, Nathalie

Happy Healthy Food - Histaminfrei, glutenfrei, laktosefrei kochen


ausgezeichnet

Hilfreich bei Unverträglichkeiten

Gleitmans Buch enthält viele Rezepte für Menschen mit diversen Unverträglichkeiten (Histamin, Gluten, Laktose). Die Rezepte kommen mit wenigen Zutaten aus und es finden sich originelle Zubereitungsarten darunter, so z.B. Popcornriegel. Zu jedem Rezept sind Nährwertangaben dezent als Fußnote vermerkt. Viele der Speisen sind vegan.

Der Einband macht einen sehr wertigen Eindruck, das Cover mit der Autorin ist ausgefallen, unbeschwert. So wirkt auch die Autorin auf den Leser, voll Power, unbeschwert und lebensfroh.

Störend empfand ich die in großer Zahl vorhandenen Sprüche und Lebensweisheiten in dem Buch, das war etwas zu viel des Guten. Etwas ratlos machen einem auch manche Tipps und Tricks: "Gut: Frischen Fisch kaufen und in einer Kühltasche transportieren; schlecht: Frischen Fisch im Auto liegen lassen".
Wer darüber hinwegsehen kann, der kann mit diesem Werk ein gutes Kochbuch erwerben und zudem etwas für die Gesundheit tun.

Bewertung vom 14.03.2017
In jedem Augenblick unseres Lebens
Malmquist, Tom

In jedem Augenblick unseres Lebens


gut

Konzentration beim Lesen erforderlich!

Tom Malmquist verzichtet in seinem Roman „In jedem Augenblick unseres Lebens“ durchgehend auf die Anführungszeichen bei der wörtlichen Rede.

Dies macht meiner Meinung nach im ersten Teil des Buches Sinn. Dort überschlagen sich die Ereignisse, Tom hetzt im Krankenhaus von Karin zu seiner Tochter und wieder zurück und durch dieses stilistische Gestaltungsmerkmal überträgt sich das atemlose Hetzen auf den Leser. An dieser Stelle schwankt man zwischen verschlingendem Lesen und Nicht-weiterlesen-wollen, um die Handlung aufzuhalten.

Je weiter man in dem Buch jedoch voranschreitet, desto störender wirkt dieses Stilmittel. Man fragt sich oftmals, wer denn nun diesen und wer jenen Satz gesagt hat und ich musste einige Passagen mehrfach lesen.
Erschwert wird das Ganze zudem durch den weitgehenden Verzicht auf Absätze zwischen den Rednern und z.T. extrem lange Sätze. Auf S. 188/189 findet sich gar ein Satz, der eine Seite lang ist.

Irgendwann habe ich mich durch das Buch durchkämpfen müssen, was sehr schade ist und meiner Meinung nach hauptsächlich an den o.g. Punkten lag.

Bewertung vom 18.02.2017
Saures
Janssen, Freddie

Saures


sehr gut

Mal was ganz anderes!

Das ist mal ein anderes Kochbuch! Freddie Janssen stellt pikante, saure und würzige Rezepte für Pickles, Fermentiertes, Saucen und Getränke vor, die ausgefallen sind und den Speiseplan bereichern.
Im Ausgefallenen der Rezpte zeigt sich dann aber auch schon die Schwierigkeit: So verlangen einige Rezepte Zutaten, die man sicher nicht "im Supermarkt um die Ecke" besorgen kann.

Man findet Erklärungen zu den einzelnen Komponenten der Rezepte ebenso wie bebilderte Anleitungen einzelner Zubereitungschritte sowie Angaben zur Haltbarkeit der Speisen. Die Unterschiede zwischen Einlegen und Fermentieren werden erklärt, ebenso die für die Herstellung des "Sauren" benötigte Ausrüstung.

Wer später nicht weiß, wie man die zuvor hergestellten Pickles etc. genießen kann, dem hilft ein weiteres Kapitel des Buches, welches sich Speisen widmet, in denen die zuvor hergestellten Pickles etc. verarbeitet werden.

Das Format des Buches ist ungewöhnlich, der Umschlag stabil und hochwertig, die Umschlaggestaltung sowie die grafische Gestaltung des Buches sind ausgefallen, aber gut.

Für experimentierfreudige Leser sehr zu empfehlen!

Bewertung vom 18.02.2017
Überleben ist ein guter Anfang
Ulmer, Andrea

Überleben ist ein guter Anfang


ausgezeichnet

Berührend und lustig zugleich!

Anja Möller besucht nach ihrer Krebsdiagnose eine Selbsthilfegruppe, von der sie erwartet, dass sie deprimierend für sie sein wird. Das Gegenteil ist der Fall.
Ähnlich verhält es sich bei diesem Buch. Das Thema "Krebs" lässt einem erwarten, dass man nach der Lektüre des Buches zutiefst deprimiert sein wird. Aber "Überleben ist ein guter Anfang" ist auch ein lustiges, lebensbejahendes, überraschendes und zum Nachdenken anregendes Buch!
Man stolpert beim Lesen von einem Gefühl ins nächste, man fühlt mit den Protagonistinnen und ihren Angehörigen, ist betrübt, entsetzt, erstaunt, lacht, ... Und das alles bei einem tollen Schreibstil. Man möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Andrea Ulmer wagt sich an ein schwieriges Thema, und man merkt, wie wichtig der Autorin das Thema ist. Ihr ist mit "Überleben ist ein guter Anfang" ein großartiger Roman gelungen, der Mut macht und zum Nachdenken anregt!

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