Benutzername: Miss Norge
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Bewertungen

Insgesamt 142 Bewertungen
Bewertung vom 22.06.2017
Murder Park
Winner, Jonas

Murder Park


gut

Mit seinem Thriller *Die Zelle* konnte mich der Autor Jonas Winner damals schon in seinen Bann ziehen und als ich den Klappentext zu *Murder Park* las, dachte ich, wow, das muss ich lesen, es klingt so spannend und "anders". Ich muss gestehen, das ich so alte, verlassene Orte (Lost Places) eh sehr interessant und unheimlich faszinierend finde. Deswegen war ich gespannt, wie Jonas Winner das in seinem Thriller verarbeiten wird. Und genau von dieser unheimlichen und gruseligen Atmosphäre hätte, meiner Meinung nach, mehr vorhanden sein können. Spannung und Grusel kam schon auf, aber mir wurde zuviel vom Hotel und der Insel beschrieben, als vom Park direkt. Dies und viele Wiederholungen haben mich beim Lesen etwas gestoppt.
Wurde dann endlich einmal was vom Park direkt beschrieben, wie z.b. die alten eingerichteten Gäste-Bungalows und deren skurrile "Bewohner", da konnte mich der Autor wieder begeistern mit seinen Beschreibungen und detaillierten Hinweisen, so das ich echt eine Gänsehaut bekam. Und das Ende? Da kann ich wieder meinen Hut ziehen, denn das war für mich völlig unvorhersehbar, so kaum vorstellbar und echt genial.

Fazit
Eine Story, die an einem ungewöhnlichen Ort spielt, der mehr Beachtung verdient hätte.
Leider hat das Buch mich nicht zu 100% überzeugen können, aber Spannungs- und Gruselmomente konnte mir der Autor trotzdem bescheren.

Bewertung vom 17.06.2017
Küstenfluch / Theo Krumme Bd.3
Berg, Hendrik

Küstenfluch / Theo Krumme Bd.3


sehr gut

Meine Meinung
Man kann diesen dritten Band auch unabhängig von den beiden Vorgängern lesen, wer aber gerne die Entwicklung der Charaktere mitverfolgen möchte, dem empfehle ich Band 1+2 zu lesen.
Wieder konnte mich Hendrik Berg mit seinem Schreibstil begeistern. Unheimlich, mystisch und spannend fand ich diese Story von der ersten bis zur letzten Seite.
Diese düstere Stimmung des Nordens einzufangen, das hat der Autor drauf. Theo Krumme hat es nicht einfach, bei den "sturen und wortkargen" Nordlichtern anzukommen. Die Orte der Handlungen sind hervorragend beschrieben und da ich Husum noch aus meinem letzten Urlaub kenne, konnte ich hier einiges innerlich mitverfolgen.
Auch mit dem Ende, welches mich nicht im Ungewissen zurück gelassen hat, konnte Hendrik Berg bei mir punkten. Es gibt nichts schlimmeres, als einen Krimi zu lesen und den Fall, beim Zuklappen des Buches, als nicht vollständig er- bzw. geklärt zu wissen. Tja und nun? Nun heißt es abwarten und Tee trinken, bis der nächste Band erscheint und man als LeserIn sich wieder mit Theo und Co. im Norden des Landes herumtreibt.
Fazit
Ein gut gelungener Krimi, der mich vor allem mit seiner düsteren und mystischen Stimmung überzeugen konnte.

Bewertung vom 15.06.2017
Tod auf leisen Pfoten (eBook, ePUB)
Hausser, Sandra

Tod auf leisen Pfoten (eBook, ePUB)


sehr gut

Meine Meinung
Mit diesem Krimi hat Sandra Hausser den ersten Teil der Rhein-Main-Krimi-Serie vorgelegt und ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Der Schreibstil lässt sich gut lesen, ab und an mit etwas Humor gespickt und endlich mal wieder ein Ermittler-Team, welches gut harmoniert und sich auch versteht. Also miteinander und nicht gegeneinander.
Hannah Bindhoffer, die Kommissarin, scheint mir eine taffe und coole Frau zu sein, die ihr Privat- und Berufsleben nach einigen Tiefschlägen umkrempelt und wieder selbst in die Hand nimmt. Sie war mir von Beginn an sympathisch, da sie nicht nur an sich denkt, sondern auch die Kollegen und Vorgesetzten im Blick hat. Allen voran kümmert sie sich um ihren Kollegen Jens Hartmann, den ich zum piepen finde. Leider blieb er mir etwas zu blass neben Hannah. Aber vielleicht ändert sich das ja im nächsten Fall.
Den Großteil der Geschichte nehmen die Fälle und die Ermittlungen ein, aus dem Privatleben des Teams erfährt man immer mal wieder nebenbei kleine Auszüge, so das man sich auch ein Bild vom Leben außerhalb der Arbeit machen kann.
Die Idee und Umsetzung warum der/die Mörder/Mörderin die Taten begangen hat war mal etwas ungewöhnliches, aber leider hat mir hier gefehlt, das der auslösende Aspekt nicht richtig benannt wurde, das hätte für mich die Story noch runder erscheinen lassen.
Was mir wiederum gut gefallen hat, waren die Ausführungen der Polizeiarbeit, die nachvollziehbar und genau beschrieben wurde.
Die Spannung hat mich vom Prolog bis zur letzten Seite durch das Buch getrieben und das macht Lust auf den demnächst erscheinenden zweiten Band dieser Serie.

Fazit
Ein solider, guter Krimi, der ohne viel Blutvergießen und ohne detaillierte Gewaltbeschreibungen auskommt.

Bewertung vom 14.06.2017
Perfidie Band 1
Heintz, Vanessa

Perfidie Band 1


ausgezeichnet

Vanessa Heintz schafft es immer wieder weibliche Charaktere zu erschaffen, die kein "normales Leben" führen, sondern die immerzu in einen Strudel geraten aus Anerkennung, Macht, Sex, Aufstiegschancen, oder auch einfach nur um den Kampf des nackte Überlebens.
Auch mit Sophia Rabenau ist wieder so eine Figur entstanden, mit der man unter keinen Umständen tauschen möchte. Ihr Leben als Söldnerin, und später als Teamleaderin der K-16-Gruppe ist sie oftmals dem Tod näher als dem Leben, doch sie kommt immer wieder auf die Beine. Zwar geschunden, missbraucht und gedemütigt, aber der innere Schweinehund will nicht, das sie ins Gras beißt. Sie möchte ihre Machtstellung ausfüllen und den widerlichen Männern ihrer Gruppe zeigen, wer hier das Sagen hat. Das sie damit bei den Kerlen aneckt ist klar.
Knallhart und ohne etwas zu beschönigen lässt die Autorin ihre Hauptprotagonistin schlimme Dinge erleben und vor allem überleben, hierbei sollte man als LeserIn nicht zu zart besaitet sein, denn es geht schon extrem zur Sache.
Vanessa Heintz zieht mich als Leserin immer mit in den "Untergrund", in die dunklen Welten, die existieren, die aber niemand richtig kennt. Zudem ist ihr Schreibstil eine wahre Wonne, einerseits knallhart und extrem wenn es sein muss, aber andererseits, wenn es passt, auch gefühlvoll und lieblich. Diesen Gefühls-Mix einer Person, in einer Story, zuzuordnen, das hat die Autorin drauf.

Bewertung vom 10.06.2017
AMNESIA - Ich muss mich erinnern
Herrmann, Jutta Maria

AMNESIA - Ich muss mich erinnern


sehr gut

Dies war mein erstes Buch von Jutta Maria Herrmann und ich werde auf alle Fälle, die vorher erschienenen Thriller, auch noch lesen.
Beeindruckend war für mich vor allem dieser wundervolle Schreibstil. Packend, mit Wendungen und Wahrnehmungen, mit Irrsinn und Wahnsinn und besonders hervorheben möchte ich, die bildliche Vorstellungskraft die ich beim Lesen empfunden habe, wenn es um Örtlichkeiten ging, um Wetterbeschreibungen, die Gruselszene auf dem Friedhof und um die tiefen Träume. In letzter Zeit habe ich selten eine so intensive und ausdrucksstarke Beziehung zu einer Protagonistin herstellen können, wie in dieser Geschichte zu Helen. Ich hatte sofort einen Draht zu ihr, wenn auch nicht aus Mitleid, aber auch nicht sofort aus Zuneigung, das kam erst später hinzu, sondern eher aus der Situation heraus, wie sie ihr Leben nun weiterführen soll. Den Spannungsbogen hat die Autorin fast durchgehen hochgehalten mit Wendungen und neuen Ansätzen, die alles sofort wieder in einem anderen Licht haben erscheinen lassen. Es wurden Personen in das Geschehen eingearbeitet, denen man auch alles zutrauen würde, aber es wurde dann im Gegensatz, auch genauso glaubwürdige deren Unschuld beschrieben. Ach, ich wusste irgendwann gar nicht mehr, wem ich was glauben sollte und wem nicht. Und ich schätze mal, das war es auch, was Jutta Maria Herrmann ihren LeserInnen zumuten wollte.
Zum Ende hin wird man zwar mit angerissenen, klitzekleinen Hinweisen dazu verleitet, als LeserIn selbst zu entscheiden, wem man nun diese Taten anlasten möchte, aber ich mag es eher, wenn ich das Buch nach dem Beenden zuklappe und genau weiß, was nun passiert ist, warum es geschehen ist und vor allem, wer es denn nun war.
Aber ich habe für mich entschieden, das es ...... war.
Ob es stimmt? Keine Ahnung!

Bewertung vom 06.06.2017
Tödliche Triplette
Hoffmann, Markus

Tödliche Triplette


ausgezeichnet

Ein wunderbarer Debüt-Krimi, der ohne große und übertriebene Action-Szenen auskommt, aber einiges an Spannung zu bieten hat. Allein schon durch die Erzählungen im "Damals" und im "Heute" und wie diese sich annähern um dann zu einer Geschichte zu werden, das hat der Autor Markus Hoffmann excellent hinbekommen. Zu Beginn hatten die verschiedenen Stränge der Geschichte nichts gemeinsam, bis auf die Hinweise mit den Jahreszahlen, ich war sehr neugierig drauf, wie und wo sich die Leben von Peppel und dem toten Asiaten wohl überschneiden würden.
Zu spüren war beim Lesen auch, durch die gut beobachteten Beschreibungen, das entspannte und relaxte Lebensgefühl der französischen Kultur. Wein, gutes Essen, ruhige Gespräche, genießen, sich einfach mal die Zeit nehmen und dieses auch zu zelebrieren.
Überaus interessant waren für mich die historischen Fakten und die geschichtlichen Einblicke in die Nachkriegsjahre, die keinesfalls langweilig waren, wie es oftmals so ist, sondern gut recherchiert wurden und zur Spannung einen großen Teil beigetragen haben. Durch das Erwähnen von winzigen Details entsteht ein sehr genaues Bild beim Lesen von Örtlichkeiten, Landschaften und Personen, so das ich mir alles sehr gut vorstellen konnte. Zudem lässt Markus Hoffmann seine Protagonisten gedanklich sehr zur Sprache kommen, so das man noch tiefer in das Geschehene eintauchen konnte. Dadurch wurde der ganzen Geschichte noch mehr Ausdruck und Intensität verliehen, das hat mir sehr gut gefallen.
Der Schreibstil lässt sich sehr gut lesen, wenn ich auch anmerken muss, das die Abschnitte in schräger Schrift, mir etwas zu klein im Druck waren. Zudem bin ich durch die vielen Änderungen der Namen, die zur damaligen Kriegszeit anscheinend nötig waren, ab und an etwas verwirrt worden.
Mein Fazit:
Geheimnisvoll, außergewöhnlich und sehr fein geschrieben, ein hervorragender Krimi.

Bewertung vom 05.06.2017
Das Opfer Null
Inverni, Federico

Das Opfer Null


sehr gut

Bei diesem Thriller geht es gleich auf den ersten Seiten rund. Ein Heckenschütze schießt aus einem Mehrfamilienhaus auf einen Bus und deren Insassen, dann zündet er von Weitem noch einen Sprengsatz und will nur den Kontakt zu einem bestimmten Ermittler und zwar zu Lucas. Doch noch während der direkten Kontaktaufnahme geht etwas schief, das Lucas auf seinem weiteren Weg verfolgen wird. Dabei hat er schon seit langem sein persönliches, schweres Päckchen zu tragen. Am Anfang war mir gar nicht richtig klar, wer denn nun die Person ist, die in der ICH-Form spricht. Da musste ich dann etwas kombinieren und mir Gedanken machen, aber dann hatte ich den Dreh raus.
Anna wünschte sich Lucas als Partner, da er auf ihren Fall, mit dem sie nicht so richtig voran kam, einen neuen und freien Blick werfen sollte. Lucas ging der Ruf voraus Tatorte zu lesen wie kein Anderer und Anna hatte die Befürchtung das der Serienkiller, der schon vier junge Frauen ermordet hatte, demnächst wieder zuschlagen könnte. Hier wird klar, das die Beiden, Anna und Lucas, so unterschiedlich sind wie es nur geht, aber wenn man hinter ihre Ermittler- und Profilerfassade blickt, haben beide etwas erlebt, was noch keiner von ihnen verarbeitet hat und das immer im Hinterkopf präsent ist.
Über der ganzen Geschichte schwebt somit von Beginn an eine dunkle Wolke mit Geheimnissen, die zwar angesprochen werden, aber als Leser wird man nur stückchenweise geködert und aufgeklärt. Beim Lesen hat man als das Gefühl, gleicht entlädt sich alles wie ein heftiges Gewitter und die Luft zwischen Lucas und seiner Kollegin Anna wird klar und rein sein. Doch das passiert bis zum Ende hin nicht und diese Ungewissheit, was beide voreinander zu verbergen versuchen, hat mich bis zum Showdown begeistert.
Nur der Weg dahin, mit den langen Action-Szenen, den hätte man meiner Meinung nach etwas kürzen können.
Aber ansonsten ein spannender Thriller, mit unvorhersehbaren Wendungen und einem Team von dem ich gerne mehr lesen würde.

Bewertung vom 05.06.2017
Mord in Cork
Schmid, Ursula

Mord in Cork


sehr gut

Ich liebe Irland und deswegen war dieses Buch von Ursula Schmid ein MUSS für mich.
Es ist kein durchgehender Krimi, sondern es kommen nur Kurz-Krimis vor und wenn ich kurz schreibe, denn meine ich auch kurz.
Hier hätte ich mir gewünscht, das die Krimis etwas tiefer gehen und länger sind, denn in den kurzen angerissenen Storys kann man das Krimi-Potential der Autorin sehr gut erkennen.
Den größten Teil, finde ich, kann man schon fast als Reiseführer sehen, der sich detailliert mit dem County Cork beschäftigt und das sich Frau Schmid hier sehr gut auskennt, das strotzte mir als Leserin aus jeder Seite hervor. Die Liebe zu Cork, den Sehenswürdigkeiten, der Geschichte des Landes und ihre urtypischen Rezepte kann man aus jedem Satz herauslesen.
Da mich Irland, bei meinem ersten Besuch genauso in seinen Bann ziehen konnte, kann ich es sehr gut nachvollziehen, wie es ist, wenn man so extrem von der "grünen Insel" schwärmt.
Wer nach Cork reist, sollte sich dieses Buch auf alle Fälle zulegen, aber die Krimi-Fans unter uns sollten keinen wirklichen Irland-Krimi erwarten.

Bewertung vom 15.05.2017
The Girl Before
Delaney, J. P.

The Girl Before


sehr gut

Ein spannender und raffiniert gestrickter Psycho-Thriller, der ohne viel Blut vergießen auskommt und wo ich als Leserin selbst wieder ausgiebig hinter's Licht geführt wurde.
Die beiden Bewohnerinnen des Hauses, Emma und Jane sind eigentlich die Hauptpersonen in diesem Buch, die Kapitel wechseln sich dadurch immer ab und es kommt keine Langeweile auf.
Die Geschichte im "Heute" von Jane setzt oft genau dort an, wo sie auch im "Damals" von Emma endete bzw. begann. Hier ergänzt sich alles, oder es wiederholt sich kurz, so das man weiß, das beiden Frauen genau das gleiche passiert. Das garantiert einen ungewöhnlichen Aufbau dieser Story. Beide Frauen vereinen verschiedene Schicksalsschläge, doch jede hat ihre eigene Art damit umzugehen und fertig zu werden.
Dieses Haus kann alles, weiß alles und lässt einem die Gänsehaut über den Rücken laufen, also es könnte noch so toll sein, mich würde da keiner rein bekommen. Alleine schon die fast 200 Klauseln die zu beachten sind, wenn man als Mieter einzieht und das ist ja noch nicht einmal alles, aber mehr möchte ich nicht verraten.
Der Autor (oder die Autorin) gab mir, nach fast der Hälfte des Buches, das Gefühl das ich wüsste wer was warum getan hat, nur um es dann ganz am Ende wieder über den Haufen zu werfen.
Ich möchte auch nicht zu viel schreiben, da ich finde, das Buch muss man einfach gelesen haben, wenn man Fan von Psycho-Thrillern ist.
Mir hat es spannende und tolle Lesestunden beschert, der lockere und flüssig zu lesende Schreibstil hat sein übriges dazu getan.
Unbedingt lesen und sich im Haus "gefangen und überwacht" fühlen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 08.05.2017
Schwesterherz / Martin Brenner Bd.1
Ohlsson, Kristina

Schwesterherz / Martin Brenner Bd.1


sehr gut

Ich bin ja Fan der skandinavischen Krimi- und Thriller-Szene und deswegen wollte ich unbedingt die neue Mini-Reihe von Kristina Ohlsson lesen, zudem lag in einer Zeitung eine kleine Leseprobe, die mich sehr begeistert hatte.
Und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht.
Mit dem Hauptcharakter Martin Benner hat die Autorin einen Mann dargestellt mit vielen Facetten. Der eine harte Kindheit hatte, die auch immer wieder Erwähnung findet, der aber auf der anderen Seite auch ganz sanft, zart, liebevoll und weich ist. Das merkt man am besten an den Stellen, als es um seine Adoptivtochter Belle geht, die er nach dem Tod seiner Schwester und ihres Mannes, zu sich geholt hat. Und als Womanizer, lässt er auch nichts anbrennen. Hinzu kommt seine *On and Off-Freundin* Lucy, die auch gleichzeitig seine Geschäfts- und Büropartnerin ist und die sich viel bieten lässt, wo manch andere Frau schon längst weggelaufen wäre. Diese extremen Gegensätze machen diesen Protagonisten zum großen Teil aus.
Den Fall an sich fand ich diesmal auch ungewöhnlich, nämlich kurz und knapp gesagt, das ein Anwalt die Unschuld einer Toten beweisen soll. Nur das war nicht alles, denn plötzlich befindet sich Martin mittendrin und nicht nur dabei. Es kommt soweit, das er selbst unter zweifachen Mordverdacht gerät und nun muss er seine Unschuld auch noch beweisen. Zudem geben sich einige Menschen nicht als die aus, die sie eigentlich sind und das Unheil nimmt seinen Lauf.
Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen, denn die Wortwahl und der Satzbau sind recht einfach und simpel gehalten.
Das einzige was mich etwas störte waren die kurzen eingeschobenen Kapitel in denen Martin mit dem Journalisten Ohlander ein Interview führt, nach dem ganzen Drama, und in diesem wird mir zuviel verraten, was man erst im nachhinein lesen wird. Das nahm manchmal etwas von der Spannung weg, aber ansonsten ein toller Thriller von Kristina Ohlsson.
Man sollte sich aber bewusst sein, das der Fall, in diesem 1. Band, als nicht abgeschlossen gilt, denn in *Bruderlüge* dem zweiten und somit letzten Band kommt erst die Auflösung zu Tage.