Benutzername: Weinlachgummi
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Insgesamt 157 Bewertungen
Bewertung vom 25.06.2017
Stell dir vor, dass ich dich liebe
Niven, Jennifer

Stell dir vor, dass ich dich liebe


ausgezeichnet

Warum ich dieses Buch unbedingt lesen wollte? Weil ich All die verdammt perfekten Tage von Jennifer Niven geliebt habe, es war mein Jahreshighlight 2015. Da waren die Erwartungen natürlich hoch. Viel zu hoch. Stell dir vor, dass ich dich liebe hat mir sehr gut gefallen, wenn auch nicht so gut wie sein Vorgänger, was aber auch klar war. Da die Thematik eine ganz andere ist.

Das bin ich.
Nichts wird je wieder gut sein, nichts so, wie es war, aber ich gewöhne mich daran.
Vielleicht werde ich doch noch ein normales Leben bekommen.
Seite 99

In Stell dir vor, dass ich dich liebe oder mit dem Original Titel, den ich schöner und passender finde, Holding Up the Univers, geht es um Jack und Libby. Jack kann keine Gesichter sehen, er leidet an Gesichtsblindheit. Kaum dreht sich jemand um, ist sein Gesicht wie weggewischt und er erkennt die Person nicht mehr. Freunde und Familie auf der Straße erkennen, unmöglich. Und das Schlimmste, niemand weiß davon. Er trägt die Last ganz alleine. Bis Libby kommt. Libby kommt neu an die Schule, davor wurde sie zu Hause Unterricht und davor wurde sie aus ihrem Haus gerettet. Mit einem Kran. Denn Libby war extrem übergewichtig, noch heute ist sie alles andere als schlank. Aber sie will sich nicht mehr vor dem Leben verstecken. Zusammen ergeben die beiden ein herrlich unperfektes Paar.

Aber was geht die anderen mein Gewicht an?
Solange ich nicht gerade auf ihnen drauf sitze, was kümmert es sie?
Seite 367

Trotz zwei unterschiedlicher Verlagshäuser passen die Bücher optisch super zusammen. Gleiches Format, gleiches Design, da hat sich mein leicht neurotisches Herz gefreut. So auch beim Inhalt. Die Charaktere sind zwar sehr unterschiedlich, aber trotzdem durch ihre Einzigartigkeit und ihre Stärke sehr ähnlich. Genauso wie die Story, wieder geht es um Mut. Mut am Leben teilzunehmen, Mut einen Verlust zu verkrafteten und trotzdem weiter zu machen. Mut, der zu sein, der man ist. Ich liebe die Charaktere von Jennifer Niven, weil sie etwas ganz Besonderes sind. Sie haben Ecken und Kanten, definieren sich aber nicht durch ihre Verluste und Krankheiten, sondern durch ihre innere Stärke. Hier hängt Jack Libby lange zeit hinter her, Libby ist schon einige Schritte weiter und legt eine Einstellung zu Tage, die mehr als Bewundernswert ist. So war sie mir auch sehr sympathisch. Jack hingegen hätte ich manchmal gerne etwas ins Ohr geflüstert, um ihn auf den richtigen Weg zu bringen.

Es ist anstrengend, die ganze Zeit nach den Menschen suchen zu müssen, die man liebt.
Seite 134

Eine 0815 Liebesgeschichte gibt es hier nicht. Trotzdem kommt die Liebe natürlich nicht zu kurz. Sie steht aber nicht im Mittelpunkt, sondern eher die Entwicklung der beiden. Wie Libby es schafft, den normalen Alltag eines Teenager zu meistern. Was, wenn man als Amerikas fettester Teenager in den Schlagzeilen war, nicht so einfach ist. Und wie Jack sich mit seiner Krankheit durch den Alltag mogelt. Bis es irgendwann nicht mehr geht. Die Vorstellung keine Gesichter erkennen zu können ist erschreckend. Ich fühle mich im Winter schon hilflos, wenn ich in ein Restaurant komme, meine Brille anläuft und ich meine Verabredung so nicht sehen kann. Oder wie es für Libby sein muss, immer aufzufallen, immer angestarrt zu werden und leider auch oft beschimpft zu werden. Und genau deswegen macht das Buch auch Mut und hat einen sehr positiven Touch, weil beide trotzdem ihr Leben leben.

Fazit:
Wieder ein tolles Buch von Jennifer Niven, mit besonderen Charakteren und einer berührenden Story.
An All die verdammt perfekten Tage kommt es für mich nicht ran, was aber auch klar war.
Ein Buch, das Mut macht. Mut zu sich selbst zu stehen, sich zu akzeptieren, sein Leben zu leben und auch wenn es schwerfällt, manchmal anderen zu vertrauen.

Bewertung vom 16.06.2017
MARCO POLO Reiseführer Santorin
Bötig, Klaus

MARCO POLO Reiseführer Santorin


ausgezeichnet

Allein schon, wenn man sich das Cover anschaut bekommt man Lust auf Santorin. Die schönen und zahlreichen Bilder im inneren tun dann ihr übriges. Aufgebaut ist der Reiseführer, wie auch alle anderen von Marco Polo, es gibt die Kategorien:

Highlights
Insider-Tipps
Best of...
Auftakt
Im Trend
Fakten, Menschen & News
Essen & Trinken
Einkaufen
Firá und Umgebung
Kamári und die Mitte
Períssa und der Süden
Oía und der Norden
Erlebnistouren
Sport & Wellness
Mit Kindern unterwegs
Events, Feste & mehr
Links, Blogs, Apps & Co.
Praktische Hinweise
Reiseatlas
Register & Impressum
Bloß nicht!

Die Kategorie Bloß nicht! und die Praktische Hinweise, sowie Fakten, Menschen & News fand ich sehr hilfreich und informativ. So weiß man zum Beispiel schon im Vorfeld, dass man das Leitungswasser nicht trinken sollte. Oder dass man die wichtigsten Orte auch bequem mit dem Bus erreicht. Der kleine Sprachführer für das nötigste ist auch praktisch. Im Hinterteil gibt es eine große Karte und auch einen Reiseatlas.

Hier habe ich das erste Mal eine Erlebnisstour ausprobiert, nämlich die Kraterwanderung von Fira nach Oia. Die aufgezählten Einkehrmöglichkeiten habe ich ausgelassen und bin nur die Route gelaufen, die nebenbei erwähnt sehr zu empfehlen ist. Leider habe ich nicht daran gedacht, die praktische Touren-App dafür zu benützen.

Santorin soll eine sehr schnelllebige Insel sein. Deswegen ist der Update Service auch super. So kann man, auch wenn der Reiseführer schon etwas älter ist, trotzdem sichergehen, dass man die aktuellen Preise und Öffnungszeiten hat.

Ich habe den handlichen Reiseführer im Vorfeld zur Planung meines Urlaubs und auch während der Reise benützt. Durch sein leichtes Gewicht und das praktische Format nimmt er nicht viel Raum im Gepäck ein.


Fazit:
Praktisch und Handlich.
Ich habe mich im Vorfeld bei der Planung meines Urlaubs mit dem Reiseführer gut aufgehoben gefühlt.
Der Update Service ist bei einer so schnelllebigen Insel sehr von Vorteil.

Bewertung vom 16.06.2017
MARCO POLO Reiseführer Athen
Bötig, Klaus

MARCO POLO Reiseführer Athen


sehr gut

Ganz nach dem Motto Vorfreude ist die schöne Freude, liebe ich es vor dem Urlaub den Reiseführer durchzugehen und mich vorzubereiten. Mit den Reiseführern von Marco Polo habe ich da bis jetzt sehr gute Erfahrungen gemacht. Sie sind handlich und leicht, sodass man sie auch mit auf die Reise nehmen kann, ohne groß Platz einzusparen. Trotzdem gehen sie nicht schon vom Anschauen kaputt, sondern halten auch das ständige aus der Tasche ziehen aus.

Der Aufbau ist immer gleich und somit habe ich mich gut zurechtgefunden. Es gibt einige Kategorien wie, Essen und Trinken, Fakten, Menschen & News oder Best of... Mein Hauptaugenmerk lag auf den Abteilungen, Sehenswertes, Praktische Hinweise und Bloß nicht!

Die praktischen Hinweise, sowie der kleine Sprachführer fand ich sehr hilfreich. Wenn man den Reiseführer mit auf die Reise nimmt, hat man so die wichtigsten Dinge ( z.B die Nummer der deutschen Botschaft) griffbereit.

Die Netzkarte der Metro in der hinteren Klappe hat mir einige Male geholfen. So wusste ich, welche Bahn ich nehmen muss, oder konnte mit einem Fingerzeig fragen, ob ich hier richtig bin.

Die Straßenkarten sind natürlich auch praktisch. Theoretisch. Eigentlich kann ich gut Karten lesen, doch hier hatte ich echt Probleme. Es gibt einfach so viele kleine Gassen, die nicht immer gerade Verlaufen, auf der Karte aber eine gerade Linie bilden und recht dick sind, sodass man eine größere Straße vermuten würde. Noch dazu die für mich fremden Straßennamen. Ich hab auch Passanten um Hilfe gebetet, diese hatten auch Probleme sich auf meiner Karte zu orientieren. Ob dies nun an den Karten oder an dem Straßenbau von Athen allgemein liegt, kann ich nicht beurteilen. Nur als Tipp, am besten auch GPS zu rate ziehen.

Die Aufteilung der Sehenswürdigkeiten ist nach Stadtviertel und dadurch schön übersichtlich. Zu den einzelnen Ausflugszielen gibt es auch Informationen. Gerade den Text zu der Akropolis fand ich schön, nicht zu viel oder zu wenig. So weiß man in etwas Bescheid und wenn man mehr wissen möchte, kann man selbst noch weiter recherchieren. Um die Handlichkeit des Reiseführers wurde ich auch von anderen Reisenden beneidet.

Ich selbst bin im Stadtviertel Plaka untergekommen. In einem Hostel, welches auch im Reiseführer erwähnt wurde, wenn auch mit nicht ganz stimmenden Angaben. Was mit allgemein etwas als Hinweis oder unter Bloß nicht gefehlt hat, ist der Hinweis auf die vielen Straßenverkäufer und Bettler. Ich war ziemlich geschockt, dass ich kaum in ruhe laufen konnte, ohne ständig angesprochen zu werden. Man musste wirklich aufpassen, dass man nicht aus Reflex etwas in die Hand genommen hat, was einem jemand andrehen wollte und es dann nicht mehr zurück wollte, sondern Geld dafür. Außerdem waren die Straßen sehr runter gekommen. Ich weiß, so was macht sich in einem Reiseführer nicht gut. Aber ich wäre gerne darauf vorbereitet gewesen, wie das Aldstadtviertel ausschaut. Kaputte und runter gekommene Häuser, sehr viel Graffiti. Dann wäre ich am Anfang vielleicht nicht so überrascht gewesen. Ein kleiner Hinweis, ala es schaut schlimmer aus als es ist, wäre wirklich schön gewesen.


Fazit:
Definitiv praktisch. Schön handlich und mit vielen Informationen.
Doch habe ich mich nicht völlig ausreichend informiert und gerüstet gefühlt.
Trotzdem hat mir der Reiseführer bei meinem Athen Aufenthalt sehr geholfen.

Bewertung vom 16.06.2017
Auf alles vorbereitet - Lifehacks für unterwegs

Auf alles vorbereitet - Lifehacks für unterwegs


ausgezeichnet

Für dieses Büchlein wurden Reiseprofis nach ihren Tipps und Tricks gefragt. Insgesamt sind 300 zusammengekommen.

Die Aufteilung ist übersichtlich und schön gegliedert in:

Juhu, Urlaub!
Planen & Buchen
Mitnehmen & Packen
Geräte & Apps
Endlich Abfahrt!
Mit dem Auto
Mit dem Flieger
Mit der Bahn
Mit Kindern
Komme, was wolle!
Hotel & Co
Gesundheit & Fitness
Kennenlernen & Sicherheit
Draußen (über)leben
Fotos & Erinnerungen
10 Gründe, warum du
… immer eine Foldback-Klammer im Gepäck haben solltest
… ein großes Tuch einpacken solltest
… nie ohne Gaffer-Tape verreisen solltest
… immer Haargummis dabei haben solltest

Richtig toll dazu sind die Illustrationen. Es gibt unzählige Zeichnungen zu den Tipps und Ratschlägen. Diese runden das Buch sehr schön ab. Auch findet man passende Zitate zum Thema reisen darin. Vom Design her wirklich Top. Die Seiten sind sehr angenehm dick und griffig.

Natürlich kannte ich auch schon einige davon. Weil ich unlängst viel Zeit damit verbracht habe im Internet danach zu suchen. Wer sich die Zeit sparen möchte, ist mit diesem Buch gut aufgehoben. Da sie hier alle schön kompakt zusammengetragen sind.

Ich habe das Buch kurz vor meinem Griechenland Urlaub gelesen. Und als ich dann im Hostel verzweifelt mein Outfit zusammengesucht habe, ohne den gesamten Trolley auszuräumen, Stichwort Platzmangel. Musste ich an den Tipp aus dem Buch denken, seine Outfits schon fertig in Socken einzuwickeln. Ein Tipp, denn ich das nächste Mal bestimmt ausprobieren werde. Außerdem war ich überrascht, was man nicht alles mit einem Haargummi machen kann.

Fazit:
Eine schöne und kompakte Sammlung von nützlichen und kreativen Tipps und Tricks für die Reise.
Wer seine Zeit lieber mit dem planen des nächsten Urlaubs verbringen möchte, anstatt mit dem mühsamen zusammensuchen der Ratschläge im Internet, wird sich über Auf alles Vorbereitet freuen.

Bewertung vom 15.06.2017
Isle of Gods. Die Kinder von Atlantis (eBook, ePUB)
Cruz, Alia

Isle of Gods. Die Kinder von Atlantis (eBook, ePUB)


gut

Der Klappentext hat sich richtig gut angehört. Atlantis, Götter und Jugendliche die gegeneinander Kämpfen müssen ala Tribute von Panem. Da habe ich eine spannende Geschichte erwartet. Doch irgendwie war ich dann doch enttäuscht.

Der Einstieg hat mir noch richtig gut gefallen. Man lernt die Welt kennen und die Charaktere. Die Götter werden immer schwächer und ein Plan muss her um ihre Existenz zu retten. So gibt es dann 5 Nachkommen, diese werden nach Atlantis geschickt. Dort müssen sich nun die Jugendlichen in brutalen Kämpfen auf Leben und Tod beweisen, um sich die Würde zu verdienen eines der Götter Kinder zu ehelichen.

Das Hauptaugenmerk liegt auf Quinn und Isabel. Sie ist die Göttin und er der Kämpfer. Die beiden verlieben sich sehr schnell ineinander. Für meinen Geschmack etwas zu schnell. Ich mag es einfach nicht, wenn es in Büchern so schnell geht. Von, Er hat so schöne Augen zu, Ich würde mein Leben für ihn geben, in nur ein paar Tagen. So kam die Liebesgeschichte der beiden auch nicht so richtig an mich ran. Es gab noch eine andere Liebesgeschichte, die ich ganz süß fand. Aber um diese wirklich zu fühlen, kam sie zu kurz.

Gut die ersten 30% haben mir sehr gefallen. Doch dann gab es mal einen Hänger, dann wurde die Geschichte etwas zäh und es ging irgendwie nicht mehr so recht voran. Das ganze Thema mit den Göttern und den Kindern fand ich richtig super. Doch die Umsetzung scheiterte oft, es gab ein paar Logikfehler. Und das Ende hat mir so gar nicht gefallen. Und so was schreibe ich wirklich nicht oft. Normalerweise akzeptiere ich ein Ende, sei es Happy oder nicht. Aber dieses hier war, na ja. Ohne zu Spoilern kann ich nicht mehr dazu sagen.

Ich weiß nicht, ob es einen zweiten Teil gibt, dann würde das Ende noch gehen. Aber so für sich, hat es mir die Geschichte schon etwas versaut.


Fazit:
Tribute von Panem meets Percy Jackson.
Jugendliche, die gegeneinander Kämpfen müssen, um zu beweisen, dass sie eines Gottes würdig sind.
Leider war die Umsetzung nicht ganz so toll und das Ende hat mir nicht gefallen.
Die Idee fand ich super, doch teilweise fehlte mir etwas. Ein bisschen mehr Hintergründe oder einfach Details, um das Bild abzurunden.
3,5 Sterne

Bewertung vom 15.06.2017
Wicked Mafia Prince / Dangerous Royals Bd.2 (eBook, ePUB)
Martin, Annika

Wicked Mafia Prince / Dangerous Royals Bd.2 (eBook, ePUB)


gut

Wicked Mafia Prince ist Band 2 der Dangerous Royals Reihe. Da es in der Reihe einen roten Faden gibt, empfiehlt es sich, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Band 1 Dark Mafia Prince hat mir ganz gut gefallen. Die Mafia Thematik fand ich interessant und ich wollte gerne wissen, wie es mit der Suche nach Kiro weiter geht.

Schon in Band 1 lernt man Viktor und kurz Tanechka kennen. Er entdeckt sie bei der Beobachtung des Untergrundbordell Valhalla. Sie trägt zwar ein Nonnenkostüm und er sieht nie ihr Gesicht von vorne. Aber trotzdem weiß er, dass sie es ist. Obwohl sie eigentlich nicht mehr leben sollte, den er hat sie in eine Schlucht gestoßen.

Mir hat in der Geschichte etwas die Dynamik und Spannung gefehlt. Immer wieder hatte ich das Gefühl, die Geschichte blieb auf der Stelle. Tanechka hat ihr Gedächtnis verloren und möchte nun ein guter Mensch sein. Davon hält Viktor sehr wenig und versucht seine alte Tanechka wieder zu bekommen. Dadurch entstehen viele Diskussionen, die teilweise ermüdend waren. Viktor geht manchmal sehr brutal vor, um seine Geliebte wieder zu bekommen. Und Tanechka wert sich mit allen Mitteln dagegen. So geht es einige Zeit hin und her.

Es gibt zwar ein paar Einblicke in die Vergangenheit, trotzdem hätte ich mir da mehr gewünscht. Um so Viktor und seinen Charakter besser zu verstehen. Tanechka war mir die meiste Zeit nicht sehr sympathisch. Erst gegen Ende wurde es besser, da kam dann auch noch mal richtig Action auf. Leider war die Geschichte dann auch schon wieder vorbei.

Mein Highlight in der Geschichte waren die Kapitel von Lazaru. Er ist der Erzfeind der Brüder. Ich fand es wirklich unterhaltsam und witzig, wie er seine kriminelle Organisation umschreibt, um so die Hilfe einer Beraterin in Anspruch nehmen zu können. Sie berät ihn in Management Angelegenheit und er formuliert alles so, dass es den Anschein erweckt, als würde er eine ganz normale Firma führen.

Fazit:
Leider etwas enttäuschend. Die Geschichte kommt nicht so richtig in Fahrt. Die Dialoge zwischen Tanechka und Viktor haben öfters die Dynamik aus der Geschichte genommen.
Erst gegen Ende kommt richtig Spannung und Action auf.

Bewertung vom 12.06.2017
Schwarze Pein / Die Herren der Unterwelt Bd.12
Showalter, Gena

Schwarze Pein / Die Herren der Unterwelt Bd.12


sehr gut

Aufmerksam auf das Buch wurde ich, weil ich gerne etwas von Gena Showalter lesen wollte. Und im Klappentext war von Hades die Rede. So dachte ich, dass die griechische Mythologie, die mich ja sehr interessiert hier auch mit einfließt. Richtig gedacht.

Wegen dem Cover und dem Titel war ich zuerst aber eher skeptisch. Schwarze Pein und ein halb nackter, durchtrainierter Mann, na ja. Da hatte ich die Befürchtung, die Erotik würde im Mittelpunkt stehen und die Handlung mit den Fantasy und Mythologie Elementen würde hintenanstehen. Dem war aber zum Glück nicht so.

Gena Showalter schreibt auf eine sehr witzige Art. Sie zieht so einige lustige Vergleiche und es gibt so einige bissige Dialoge. Die stolze Länge von über 500 Seiten merkt man dem Buch kaum an. Zwischen Baden und Katarina knistert es zwar gewaltig, aber es dauert eine ganze Weile, bis sich diese Energie entladen kann. Und auch danach dominieren die Erotik Szenen nicht zu sehr. Dafür gibt es aber jede Menge Action in Form von Kampfszenen. Da die meisten unsterblich sind, hauen sie sich gerne die Köpfe ein oder ab. Ein Blutbad folgt dem nächsten.

Man ließt aber nicht ausschließlich nur von Baden und Katarina, auch andere Protagonisten begleiten man als Leser. Dadurch kam Abwechslung in die Geschichte. Da dies Band 12 einer Reihe ist und ich die Vorgänger nicht gelesen habe. Brauchte ich zu Beginn etwas um klarzukommen. Dies gelang mir aber dann sehr gut. Da, so denke ich, alles Wichtige noch mal erwähnt wurde. Man kann also gut mit diesem Band in die Reihe starten. Nur mit den ganzen Charakteren, die die Stammleser alle schon kennen, kam ich etwas durcheinander.

Baden trug sehr lange einen Dämonen in sich, seine Freunde tragen ihren Dämon zum Teil immer noch in sich. Diesen Gedanken fand ich sehr interessant. Der Dämon meldet sich zu Wort und beeinflusst seinen Träger. So kann zum Beispiel Torin mit einer Berührung eine Epidemie auslösen, da er der Hüter der Krankheit ist. Baden ist zwar von seinem Dämon befreit, doch durch Hades schlummert nun etwas anderes in ihm.
Die Beziehung zwischen Baden und Katarina ist zuerst ziemlich gewöhnlich in diesem Genre. Er der starke Beschützer, sie die schwache Frau. Auch noch dadurch verursacht, dass sie nur ein Mensch ist und er unsterblich. Doch Katarina will sich nicht in diese Rolle einfügen und zwar wirklich nicht. Dies macht sie für mich zu einem starken Charakter, da sie nicht sofort klein beigibt. Außerdem liebt sie Hunde und kümmert sich rührend um sie. Die Hunde nehmen einen Teil der Handlung ein, was mir sehr gut gefallen hat.

Fazit:
Man sollte sich vom Cover und dem Titel nicht abschrecken lassen.
Die Geschichte von Baden und das Konzept mit den Dämonen war interessant.
Katarina ist eine starke Protagonistin, die ihre Hunde über alles liebt * Pluspunkt*
Der Erotik Anteil dominiert nicht und es gibt einige Kampfszenen.
Noch dazu ist das Buch witzig geschrieben.

Bewertung vom 12.06.2017
Gejagt / Die Chronik des Eisernen Druiden Bd.6
Hearne, Kevin

Gejagt / Die Chronik des Eisernen Druiden Bd.6


sehr gut

Die Chronik des Eisernen Druiden geht in die sechste Runde. Und wie der Titel schon andeutet, hier geht es um eine Jagd. Ok, es ist ja nicht so, als hätte es Atticus O'Sullivan in den letzten 5 Bänden leicht gehabt. Aber hier bekommen er und Granuaile kaum eine ruhige Minute und natürlich ist auch Oberon wieder mit von der Partie. Diana und Artemis haben schwere Geschütze ausgefahren und die Drei zu jagen. Noch dazu trollt Loki sich weiß Gott wo rum und ist unberechenbar. Und es ist nur eine Frage der Zeit, bis er Ragnarok auslöst.

Der letzte Band ist zwar schon wieder ein halbes Jahr her, trotzdem fand ich super in die Geschichte hinein. Wie gewohnt schreibt Kevin Hearne auf eine humorvolle und actiongeladene Art. Die Dialoge zwischen Atticus und Oberon und mittlerweile auch zwischen dem Wolfshund und Granuaile sind immer wieder meine Highlights. Ich hätte auch gerne einen Hund wie Oberon, der Würstchen und Pudeldamen liebt. Auch Loki, der eigentlich ziemlich furchteinflößend ist, hat mich zum Schmunzeln gebracht. Seine Version / Erscheinung in der Reihe ist köstlich.Genauso wie die bildliche Vorstellung von Zeus, wie er von Kevin Hearne beschrieben wird.

Die Jagd sorgt natürlich für einige Spannung. Quer durch Europa geht es und es gab auch eine Szene, die mich ziemlich geschockt hat. Doch danach ging es so rasant weiter, dass ich das Geschehene gar nicht richtig realisieren konnte. Die Geschichte ist sehr dynamisch und Längen kamen beim Lesen keine auf. Immer mal wieder werden geschichtliche Dinge mit eingebracht, wofür ich sehr dankbar war. Ich mag Mythologie sehr gerne, sei es nordisch, griechisch oder römisch. Und in diesem Band trifft man auf alle drei, nicht zu vergessen noch die irische Mythologie.
Atticus ist mein Lieblingsdruide. Ok, er ist auch der Einzige den ich kenne. Aber trotzdem ist er ein cooler Charakter. Nicht auf den Kopf gefallen und mit so einiger Lebenserfahrung, trotzdem hat er etwas Jungenhaftes. Zu lesen, wie er es immer wieder schafft seinen Verfolgern zu entwischen und dabei sehr einfallsreich wird, hat großen Spaß gemacht.

Fazit:
Langsam zieht sich alles zusammen und lässt einen voluminösen Showdown erahnen,
aber bis dahin ist es noch Zeit.
Trotzdem merkt man in diesem Band deutlich, wie sich alles fügt und ich bin sehr gespannt,
wie es weiter gehen wird.
Zum Ende hin gab es zwei schöne Überraschungen und ich freue mich darauf zu lesen,
wie sich diese in die Handlung von Band 7 einfügen.
Wer coole und witzige Charaktere mag, viel Action sowie Mythologie, ist bei dieser Reihe richtig.

Bewertung vom 25.05.2017
Stefano / Shadows Bd.1
Feehan, Christine

Stefano / Shadows Bd.1


sehr gut

Von Christine Feehan wollte ich schon lange etwas lesen, da viele von ihr schwärmen. Als ich dann die neue Reihe Shadows entdeckt habe, dachte ich dies sei eine gute Gelegenheit. Da sich der Klappentext interessant anhörte.

Zum Inhalt: Stefano Ferraro ist das Oberhaupt des einflussreichsten Familienclans Chicagos. Er ist reich und extrem attraktiv. Außerdem ist er ein Schattengleiter, er kann mit den Schatten verschmelzen. Dies bringt aber auch eine große Verantwortung mit sich, so kann er zum Beispiel nur eine andere Gleiterin heiraten. Kein Wunder, dass er sofort von Francesca Capello begeistert ist, sie ist nicht nur auch eine Gleiterin, sondern auch noch attraktiv. Doch kann sie zu Beginn wenig mit seiner beschützenden Art anfangen, auch wenn sie einen Beschützer dringend nötig hätte, bei ihrer Vergangenheit....
Zu Beginn störte ich mich daran, wie oft erwähnt wird, wie sexy und cool doch alle sind. Die Ferraro sind eine sehr große Familie, da gibt es allerlei Brüder und Cousins und Cousinen. Diese zu Beginn auseinanderzuhalten war nicht leicht, sie tragen alle ähnliche Namen und schauen natürlich alle extrem gut aus. Ich weiß nicht ob dieses, so sexy mit der Zeit weniger wurde oder ich mich nur dran gewöhnt hatte, aber nach so 200 Seiten störte es mich nicht mehr so.

Mit fast 600 Seiten ist das Buch nicht gerade dünn, für mich sind 600 Seiten kein Problem, wenn sie den mit Handlung oder Charakter Entwicklungen gefüllt sind. Doch hier drehte sich die Autorin oft im Kreis. Die Charaktere fallen immer wieder in die gleichen Gedankenmuster und ich als Leser konnte nur aufstöhnen.

Außerdem dauerte es eine ganze Weile, bis etwas passiert und doch ist irgendwie kaum was passiert. Das Schatten Gleiter Thema kommt in meinen Augen leider ziemlich kurz. Die erotische Spannung zwischen Stefano und Francesca ist zwar von Beginn an da, doch dauert es um die 300 Seiten, bis die zwei dann auch endlich im Bett landen, danach schaffen sie es kaum noch raus. Es gibt so einige Erotik Szenen, in denen es auch um das Thema Dominanz und beherrschen geht. Allgemein ist Stefano Ferraro ein sehr dominanter Charakter, wer mit solchen Protagonisten Probleme hat, sollte das Buch lieber meiden. Die Autorin schafft es aber für mich, hier die Woge zu finden, so niemand Stefano zum Beispiel auch Rücksicht auf Francesc und es kommt durchaus raus, dass er sie auch liebt.Und nicht nur besitzen will.

Dies klingt nun alles eher negativ. Aber trotzdem konnte das Buch mich nach der Hälfte richtig fesseln. Und im Vergleich zu anderen Büchern in diesem Genre Bereich ist der Macho Stefano nicht so schlimm. Genauso wie die eigentlich willensstarke Francesca, die in seiner Gegenwart ihren eigenen Willen vergisst. Der Schreibstil der Autorin hat mir, wenn man die dauernden Wiederholungen weglässt gut gefallen.


Fazit:
Stereotypische Charaktere. Er der dominierende Macho und sie vergisst in seiner Gegenwart ihren eigenen Willen.
Ich habe mich mittlerweile so an diesen Typ von Charakteren gewöhnt, dass sie mir nicht mehr so sauer aufstoßen.
Die Handlung kommt manchmal nicht so richtig voran.
Dieses Ständige, wie cool und sexy alle sind, hat mich zu Beginn gestört.
Davon abgesehen, flüssiger Schreibstil, konnte mich ab er Hälfte fesseln.
Enthält so einige Erotik Szenen, die nichts mit Kuschelsex zu tun haben.
Auf den zweiten Band, in dem es um Stefanos Bruder Ricco geht, bin ich trotzdem gespannt.
3,5 Sterne

Bewertung vom 22.05.2017
Die Rebellin / Stormheart Bd.1
Carmack, Cora

Die Rebellin / Stormheart Bd.1


sehr gut

Stormheart habe ich schon vor ein paar Monaten entdeckt und fand die Idee dahinter interessant. Deswegen habe ich mich auch sehr gefreut, als ich bei Vorablesen Glück hatte.

Das Cover finde ich farblich schön. Die Krone und der Umhang haben Struktur, was ein schöner Effekt ist. Den Blick der Frau finde ich nicht so toll. Aber im Großen und Ganzen gefällt es mir. Worüber ich mich gefreut hätte, wäre eine Karte gewesen. Ich mag Karten einfach und da die Gruppe auf Reisen geht, wäre sie praktisch gewesen.


Kurz zum Inhalt. Aurora ist eine Königstochter, ihre Aufgabe ist es ihr Volk vor den schweren Stürmen zu beschützen. Doch leider zeigen sich ihre Fähigkeiten einfach nicht. Deswegen soll sie nun Prinz Cassius heiraten, damit ihr Geheimnis weiter sicher bleibt und ihr Reich beschützt wird. Doch Aurora hält davon recht wenig und schließt sich lieber eine Gruppe von Sturmjägern an. Nicht nur, um der Hochzeit zu entfliehen, sondern um endlich ihre Fähigkeiten zu erwecken, doch dabei macht sie eine ganz andere Entdeckung.....

Zu Beginn konnte mich das Buch richtig begeistern. Die Idee dahinter finde ich großartig. Der Kontinent wird von Stürmen heimgesucht. Diese unterschieden sich aber, es gibt Tornados und einfache Gewitter, aber auch Feuer- und Sandstürme usw. Und diese Stürme sind gewaltig, sie tauchen immer wieder auf und haben ein Herz. Und genau dieses Sturmherz sollte Aurora an sich nehmen können, sie sollte die Stürme bezwingen können. Dieses ganze Konzept ist für mich neu und somit fand ich es sehr interessant.


Doch mit der Zeit wurde die Handlung etwas schleppend. Aurora schließt sich den Sturmjägern an und es folgt eine Ausbildung bzw. Training. Und dieses Training fand ich zum teil sehr zäh. So ging es mir schon in anderen Büchern, häufig der erste Band einer Reihe. Und ich verstehe durchaus, wieso dies wichtig für die Geschichte ist. Doch ein paar Seiten weniger, hätten da meiner Meinung nach nicht geschadet. Gegen Ende wurde es dann noch mal richtig spannend und es gab eine schöne Überraschung, die Lust auf Band 2 macht. Auf den ich schon gespannt bin.

Mit Aurora als Charakter kam ich nicht immer so klar. Manchmal fand ich ihre Art etwas nervig. Sie ist sehr abgeschottet aufgewachsen und vielleicht hat sie deswegen in meinen Augen manchmal zu naiv und kindisch reagiert. Cassius, den Prinzen, fand ich zu Beginn sehr interessant. Doch dann blieb sein Charakter irgendwie etwas in der Luft hängen, so als wollte die Autorin sich offen lassen, welche Richtung er einschlagen wird. Mit Lock, einem Sturmjäger wurde ich zuerst nicht so warm. Alles in allem kamen mir die Charaktere noch nicht so nah, aber dafür gibt es ja noch zwei weitere Bücher.


Fazit:
Eine richtig tolle und interessante Idee.
Die Stürme und die Sache mit den Sturmherzen fand ich super.
Leider gab es ein paar Längen, gerade das Training zog sich für mich.
Mit den Charakteren wurde ich nicht so richtig warm und hoffe, dies ändernd sich noch in den Folgebänden.
Auf die ich schon sehr gespannt bin, da der Ausgang von Band 1 einen spannenden zweiten Band verspricht.