Benutzername: oztrail


Bewertungen

Insgesamt 29 Bewertungen
Bewertung vom 25.06.2017
Das Mädchen aus Brooklyn
Musso, Guillaume

Das Mädchen aus Brooklyn


ausgezeichnet

Geheimnisse wollen ans Licht – Meisterwerk von Musso.
Das Cover zeigt New York, ein Mädchen, aber nicht die Protagonistin des Buches. Passt aber doch zum Thema. Es gibt sicher eine bessere Covergestaltung, aber das ist wie vieles Geschmackssache.

Kurz zum Inhalt:

Raphaël und Anna wollen heiraten. Raphaël will aber in diese Ehe ohne Geheimnisse gehen und zwingt Anna ihr bisher sehr gut gehütetes Geheimnis preiszugeben. Was dann passiert schockiert nicht nur den Leser sondern auch Raphaël. Anna verschwindet spurlos. Raphaël und Marc fangen gemeinsam an, in Annas Vergangenheit herumzuwühlen und geraten dabei selber in extreme Situationen und in Gefahr. Gelingt es den beiden Anna zu finden und das ganze Geheimnis zu lüften?

Mein Fazit:
Das war mein erster Roman von Guillaume Musso und es wird nicht der letzte sein. Dem Autor ist es gelungen, aus einem Stück Geschichte, eine große Enthüllung zu produzieren. Der Leser erlebt Höhen und Tiefen, fragt sich öfters wo ist die Bremse. Das Lesen des Buches ist wie eine Berg- und Talfahrt. Die Spannung wird bis auf das äußerstes aufgebaut, ist aber auch durch ein, zwei Worte wieder auf Entspannung gestellt. Der Leser mag das Buch gar nicht aus der Hand legen, sondern sofort bis zum Ende fertig lesen. Die Neugier auf den Verlauf der Geschichte ist einfach zu groß.
Was mir persönlich auch sehr gut gefallen hat, waren die Zitate, mit denen Musso jedes Kapitel begonnen hat. Auch in der Geschichte selbst waren einige schöne Zitate die gut gepasst haben.
Es gibt schon einige Passagen, die etwas träge waren und die man auch gerne und schnell überflogen hat. Da war das Gefühl groß, oh hier ist ein Lückenbüßer am Werk.
Im Großen und Ganzen ein Werk das sich lohnt, gelesen zu werden. Ich kann hier eine klare Leseempfehlung aussprechen. Für mich klar, auch die anderen Werke von Guillaume Musso werden bald in meine Sammlung einziehen.

Ich vergebe die volle Punktzahl, auch wenn mir das Cover nicht gefällt :-)

Bewertung vom 17.04.2017
Aimées geheimer Wunsch
Doust, Kelly

Aimées geheimer Wunsch


ausgezeichnet

Die Reise eines Schmuckstückes.
Das Cover ist sehr romantisch angehaucht. In Pastellfarben gehalten und daher nicht aufdringlich.
Kurz zum Inhalt:
Maggie die Auktionatorin ist, findet einen mit Perlen bestickten Kragen in einem der Kartons, die sie immer erhält, um die Fundstücke die sich darin befinden, zu bewerten.
Dieses Prachtstück wurde im Jahr 1891 von Aimée in mühsamer Handarbeit gefertigt. Der Kragen soll das Brautkleid verschönern, dass Aimée bald tragen wird. Sie wird verheiratete um das Anwesen ihres Vaters zu retten.
Maggie ist überzeugt, dass sie die Herkunft und dadurch die Geschichte des Kragens rausfinden kann. Ihre Tätigkeit als Auktionatorin kommt ihr hier sehr gelegen. Aber gibt das Schmuckstück sein Geheimnis preis?

Mein Fazit:

Die Geschichte des Perlenbestickten Kragens ist eine Reise in die Vergangenheit. Der Leser wird als erstes in die Normandie des Jahres 1891 entführt, wo er bei der Herstellung dabei sein kann und das erste Schicksal geschrieben wird. Bis Maggie das gute Stück in der Hand hat, vergeht eine Menge Zeit und es werden weitere Geschichten der Besitzerinnen der schönen Kostbarkeit geschrieben.
Gleichzeitig wird auch Maggies Geschichte geschrieben. Wie Maggie es meistert, Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen.
Der Roman ist wie das Cover, pastellfarben mit einigen Farbtupfern, wie ein Gemälde. Schön anzusehen aber auch teilweise etwas langatmig geschrieben. Der Schreibstil ist trotzdem flüssig.

Ein netter Roman für zwischendurch um sich in die Vergangenheit entführen zu lassen.

Bewertung vom 17.04.2017
Und süß wird meine Rache sein
Böhm, Jörg

Und süß wird meine Rache sein


ausgezeichnet

Flucht kann dramatisch enden.
Plastische Darstellung mit Blutspritzern. Sehr gelungen. Da nimmt man das Buch sofort in die Hand, da die Neugier geweckt ist.

Zum Inhalt:

Das wichtigste, Emma Hansen kehrt nach neunmonatiger Krankheit wieder ins Team der Kripo zurück. Sie hat das Ende ihres dritten Einsatzes überstanden. Mit Ziehsohn Luiz lebt sie ein anderes Leben, ein Familienleben.
Die Begrüßung fällt allerdings nicht so aus wie Emma es erwartet hatte, aber so ist das Arbeitsleben.
Begrüßt wird sie von Linda, der jungen und neuen Kollegin. Das kann ja heiter werden, dann erfährt sie, dass Matthias Roth ihr Teampartner, im Krankenhaus bei seiner Frau ist. Emma, stürmisch wie immer, glaubt das Isabell Roth gestorben ist. Dem ist aber nicht so.

Dann wird das erste Mordopfer gefunden. Achim Jahn. Es sieht aus wie ein Ritualmord. Das Team um Matthias Roth beginnt mit den Ermittlungen. Das Team stößt dabei auf ein großes Wespennest. In dem kleinen Dorf Sickfeld ist nichts so wie es scheint. Ist das Dorf ein Ort des Grauens?


Mein Fazit:

Der vierte Emma Hansen Krimi ist wieder ein Krimi der Extraklasse. Jörg Böhm ist es wieder gelungen die Krimihandlung sehr spannend zu gestalten. Es ist nicht leicht rauszufinden wer letztendlich der Täter ist. Die Spuren die Jörg legt, veranlassen den Leser in die falsche Richtung zu laufen. Aber das ist mit ziemlicher Sicherheit Absicht.
Die Beschreibungen die Jörg von seinen Charakteren wiedergibt sind sehr gelungen. Ab und zu entlockt so eine detaillierte Beschreibung dem Leser ein Schmunzeln. Durch die Nebensätze, die auf den ersten Blick zu viel sind, schafft es Jörg, dass der Leser sich ein Bild der Szenarien machen kann. Dadurch entsteht eine gewisse Räumlichkeit und man fühlt sich in das Geschehen einbezogen.
Diese Phänomen hat Jörg bei allen seinen bisher erschienen Krimis angewendet. Und die Themen sind auch immer wieder brandaktuell und sehr brisant.

Für alle Anfänger der Emma-Hansen-Krimis oder diejenigen die auf Jörg Böhm aufmerksam geworden sind. Fangt mit dem ersten Band an, so habt ihr die Story von Emma gleich im Blick.
Die Krimis sind in allen vier Bänden in sich geschlossen, aber die Nebengeschichten von Emma und Matthias gehen weiter.

Ich kann für den vierten Emma-Hansen ein klare Leseempfehlung aussprechen. Höchste Punktzahl wird hier vergeben!

Bewertung vom 17.04.2017
Nur ein kleiner Gefallen - A Simple Favor
Bell, Darcey

Nur ein kleiner Gefallen - A Simple Favor


ausgezeichnet

Kleine Gefallen können böse enden.
Das Cover ist schon sehr ansprechend, schwarzer Einband mit roter Schrift. Als Hingucker, der Rücken einer Frau im kleinen Schwarzen. Sehr stylish.

Stephanie und Emily werden Freundinnen. Ihre Söhne, Miles und Nicky gehen in die gleiche Vorschulklasse und daher ist es nicht ungewöhnlich, wenn Nicky öfters bei Stephanie und ihrem Sohn Miles ist. Emilys Mann Sean ist die meiste Zeit in Europa unterwegs, geschäftlich.
So auch an diesem Tag. Aber etwas ist anders, Emily meldet sich nicht und kommt auch die nächsten Stunden und Tage nicht nach Hause. Die Zeit wird zu einem Alptraum. Wo ist Emily? Da Stephanie Bloggerin ist beginnt sie die Suche auch Online. Aber kein Zeichen von der Vermissten.

Auch die Polizei tappt im Dunkeln. Sean, ist aus England wieder zurück und fängt an sich um seinen Sohn zu kümmern.
Stephanie erkennt in dieser Situation, eine Chance für sich, mit Sean ein anderes Leben zu beginnen. Ihre Vergangenheit abzustreifen und einen Neubeginn zu wagen.

Was steckt hinter dem Verschwinden? Ist Emily untergetaucht oder das Opfer eines Verbrechens?

Mein Fazit:
Der Anfang der Geschichte war doch etwas mühsam. Die langatmigen Blogeinträge und die Storys dazwischen haben schon an meinem Leselimit gekratzt. Aber dann ab Kapitel 21 wurde es weitaus besser, jetzt bekam die Story etwas fahrt. Langsam zwar, aber es steigerte sich.
Es wurde sehr spannend und man konnte sich das Ende des Dramas nicht ausmalen. Man sollte sich nicht davon leiten lassen, was am Anfang so passiert und die eigene Fantasie schon einen Weg der Geschichte vorbereitet.
Aufgrund der überraschenden Wende der Geschichte kann ich hier eine klare Leseempfehlung für diesen Thriller aussprechen.

Bewertung vom 17.04.2017
Sie werden dich finden
Rayburn, James

Sie werden dich finden


ausgezeichnet

Lege dich nicht mit deinem Arbeitgeber an …
Zum Inhalt:
Kate Swift, die Whistleblower, hat ihren Arbeitgeber, die CIA verraten. Sie ist mit den korrupten Machenschaften der Firma an die Öffentlichkeit gegangen. Das Ganze passierte erst dann, als Kates Mann und Vater von Suzie bei einem Einsatz ermordet wurde. Was ist geblieben, nichts außer, dass Kate und ihre Tochter seit dem auf der Flucht sind.
Kate und Suzie tauchen unter. Der Koffer und die Utensilien für eine rasche Flucht sind gut versteckt. Eines Tages ist es so weit, es musste so kommen. Den Amoklauf in der Schule konnte Kate nicht verhindern, aber durch ihr beherztes Eingreifen, hat sie Schlimmeres verhindert. Dadurch ist aber die Tarnung aufgeflogen und die beiden müssen verschwinden. Hier beginnt dann die Jagd um den Globus.

Mein Fazit:
James Rayburn alias Roger Smith hat hier einen so rasanten Thriller verfasst, das man aufpassen muss nicht die Orientierung zu verlieren. Dadurch, dass die Kapitel kurz gehalten sind, ist es leichter der Geschichte zu folgen. Fast jedes Kapitel ist einem anderen Protagonisten gewidmet. Der Schreibstil des Autors ist leicht und flüssig zu lesen. Neben der Haupthandlung, Kates Flucht, geht der Autor auch auf die anderen Darsteller des Thrillers ein. Er erzählt von jedem Beteiligten die Geschichte, warum die Person so ist, wie sie jetzt ist. Der Wechsel von Gegenwart in die Vergangenheit ist sehr fließend.

Das Cover passt genau zur örtlichen Begebenheit, da der Großteil der Geschichte sich in Thailand abspielt.

Mit persönlich hat der Thriller gut gefallen. Ich kann eine klare Leseempfehlung aussprechen.

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Bewertung vom 17.04.2017
Ragdoll - Dein letzter Tag
Cole, Daniel

Ragdoll - Dein letzter Tag


ausgezeichnet

Dein letzter Tag oder ein Mann muss tun was er tun muss.
Alleine das Cover ist schon so genial. Es zeiht einen sofort in seinen Bann. Ein für mich perfekt abgestimmter Einstieg in den Thriller. Es erinnert aber auch ein wenig an einen Film. The Crow.
Die Rache der Krähe.
Zum Inhalt:
Naguib Khalid, genannt der Feuerbestatter wird von den Geschworenen mit einem Mehrheitsurteil freigesprochen. Der zuständige Detective, der ihn verhaftet hat, William Oliver Layton-Fawkes, genannt Wolf, rastet nach der Urteilsverkündung komplett aus und versucht Khalid umzubringen. Es gelingt ihm nicht, da er vom Wachmann Chambers niedergeschlagen wird.
Wolf wird abgeführt und aus dem Verkehr gezogen. Khalid überlebt.
Vier Jahre später ist Wolf wieder im Dienst, von der Suspendierung freigesprochen, da Khalid in der Zwischenzeit wieder einen Mord an einem Mädchen begannen hat und auf frischer Tat ertappt wurde. Er sitzt auch im Hochsicherheitstrakt, in Einzelhaft.
Wolf hatte also recht. Reicht ihm diese Genugtuung?
Simmons ruft Wolf zu einem grausigen, spektakulären Mordfall. Genau gegenüber Wolfs Wohnung. Eine Fetzenpuppe hängt von einer Decke, nur besteht diese Puppe nicht aus Fetzen sondern aus sechs Leichenteilen. Aber nicht von einer Person sondern von sechs verschiedenen.
Bei der Darstellung geht das Kopfkino an, die Fantasie geht mit einem durch.
Wolfs Exfrau Andrea, ihrerseits Reporterin taucht auf. Sie hat Informationen erhalten, Bilder von der Puppe und eine Liste mit Namen, die als nächstes sterben werden. Andrea gibt die Info an Wolf weiter.
Der Rest ist vom Leser selber zu erkunden…
Mein Fazit:
Daniel Cole ist ein fulminantes Erstlingswerk gelungen.
Der Schreibstil ist unverblümt und sehr direkt. Teilweise sind die Passagen so rasant, dass man Schwierigkeiten hat gleich zu folgen. Ab und zu hat man den Eindruck der Autor wollte schnell ans Ende der Geschichte kommen.
Der Thriller ist aber auch mit Witz und Humor gespickt, vor allem wenn der Hauptdarsteller Wolf bei der Psychologin Satz- Zitat: „ aber dafür habe ich keine Zeit. Ich muss einen Killer fassen“ los lässt.
Es waren auch Passagen dabei, die nicht ganz logisch waren, hier hatte man das Bedürfnis, weiterzublättern und es als gegeben hinzunehmen.
Trotz einigen Unklarheiten, kann ich eine klare Leseempfehlung aussprechen und vergebe die volle Punktzahl.

Bewertung vom 17.04.2017
Die unbekannte Schwester / Carlotta Fiore Bd.3
Prammer, Theresa

Die unbekannte Schwester / Carlotta Fiore Bd.3


ausgezeichnet

Carlotta ist wieder unterwegs.
Das Cover wie immer eine Erinnerung an Wien. Finde ich gut gelöst.
Zum Inhalt:
Carlotta Fiore, auch nur Lotta oder Fiore genannt, hat es nach dem letzten Einsatz geschafft, dass sie einen Job bei der Kripo in Wien bekommen hat. Natürlich nur gemeinsam mit Konrad Fürst. Die neuen Kollegen sind überhaupt nicht begeistert und vermuten eine Freunderlwirtschaft. Ganz baff sind die Kollegen als sie auch von ihrem Freund und Vater des gemeinsamen Sohnes Hannes mit einem Kuss begrüßt wird.
Durch Zufall werden Konrad und Lotta zu einem Selbstmord geschickt. Lotta findet in der Wohnung der Leiche einen Zettel, auf dem ihr Name steht. Carlotta Fiore muss sterben. Für Lotta alles klar, die Ermittlungen müssen unter der Hand laufen, weil Konrad und sie nicht für Aufklärung von Delikten eingestellt wurden, sondern um in Schulen etc. Vorträge zu halten. Wie toll. Aber Lotta will das nicht und fängt an ihr eigenes Ding durchzuziehen.
Mein Fazit:
Theresa Prammer ist hier ein dritter Krimi gelungen, der spannend war bis zum Schluss. Der Anfang war zwar ein wenig in die Länge gezogen, aber es wurde immer schneller und aufregender. Die Protagonisten haben sich gegenüber den ersten beiden Bänden nicht sehr viel verändert. Lotta ist wie immer die Chaotin in pur, streitlustig und stur, wie sie auch in den anderen beiden Fällen war. Bei Konrad Fürst, bin fast der Meinung, er spielt nur den Vergesslichen, dass er trotz des Komas wieder alles weiß. Hannes ist wie immer, der Laune von Lotta ausgesetzt.
Der dritte Teil war für mich wieder ein Lesevergnügen. Und freue mich auf einen weiteren Krimi von Theresa Prammer.
Für alle die neugierig auf Theresa Prammer geworden sind, ihr solltet die ersten beiden Bände lesen, da die Zusammenhänge der Protagonisten besser zu verstehen sind. Der Kriminalfall an und für sich ist eine eigene abgeschlossene Szenerie. Das ist auch in den ersten beiden Bänden so.

Ich vergebe hier volle Punktzahl und spreche eine klare Leseempfehlung aus.

Bewertung vom 11.03.2017
Es klingelte an der Tür
Stout, Rex

Es klingelte an der Tür


ausgezeichnet

Retrokrimi vom aller feinsten – Wow!
Was bei dem Buch zuerst auffällt ist das geniale Cover im Leinenstil. Finde ich schon absolut überzeugend ohne auf den Inhalt einzugehen.

Zum Inhalt:
Die Witwe von Lloyd Brunner, Rachel hat ein Enthüllungsbuch über den amerikanischen Geheimdienst an ausgewählte Personen versendet. Ob die damit eine Freude hatten oder nicht, ist und war ihr egal. Die, die keine Freunde damit hatten, war das FBI. Rachel Brunner, ihre Familie, die Mitarbeiter und jeder der mit ihr Kontakt hatte und hat, wird seitdem vom FBI auf Schritt und Tritt überwacht, auch die Telefone sind angezapft. Ihre Mitarbeiter wurden befragt, zwar diskret aber trotzdem ausgehorcht. Da sie sich keinen Rat mehr weiß, sucht sie die Detektei von Nero Wolfe auf. Ein sehr großzügiger Scheck von über hunderttausend Dollar, ist doch auch ausschlaggebend, dass Wolfe und Goodwin ihre Finger in diesem Spiel haben.
Gleichzeitig passiert aber auch ein Mord, der von der New Yorker Polizei nicht aufgeklärt werden kann. Es fehlen die Beweisstücke. Daher geht man davon aus, dass die Person vom FBI erschossen worden ist. Ein Spielchen der besonderen Art beginnt.

Mein Fazit:
Wow, ein Krimi vom aller feinsten. Es ist mein erstes Buch von Rex Stout, um ehrlich zu sagen ich habe gar nicht gewusst das er überhaupt existiert. Der sprachliche Stil ist hervorragend. Man liest fast jeden einzelnen Buchstaben, ist zwar übertrieben aber man genießt wirklich Zeile für Zeile. Die Vorstellung, dass es hier jetzt Aktion und Schnelligkeit , wie in den neuen Krimis gibt, weit gefehlt. Es ist alles mit Bedacht und Ruhe. Die Herangehensweise, an die Lösung der Probleme, war für mich schon beeindruckend. Alles wurde genau abgestimmt und führte unweigerlich zu Ziel.
Der heimliche Herrscher ist meiner Meinung nach Archie Goodwin, der die Arbeit des berühmten Nero Wolfe ausführt. Wolf selber sitzt in seinem Büro, züchtet Orchideen, gibt Anweisungen und fasst die Ergebnisse zusammen. Ach ja, dass Essen darf nicht fehlen. Und hier wird geschlemmt vom aller feinsten.

Das ist ein Krimi der alten Schule und ich kann dieses Lesevergnügen nur empfehlen.

Bewertung vom 09.03.2017
Und nie sollst du vergessen sein
Böhm, Jörg

Und nie sollst du vergessen sein


ausgezeichnet

Und nie sollst du vergessen sein
Inhaltsangabe:
Für einen Kurzurlaub reist die junge Hauptkommissarin Emma Hansen nach Nöggenschwiel - ein Ort, den sie bereits mit ihren Eltern zahlreiche Male in den Sommerferien besucht hatte. Doch mit der Erholung ist es schnell vorbei, als ein grausamer Mord das Rosendorf im Südschwarzwald erschüttert: ein alter Bauer wird erschlagen im nahe gelegenen Stausee gefunden. Als wenig später auch noch die Verkäuferin des Dorfladens erdrosselt wird, geht die Polizei von einem Serientäter aus. Aber welchen Zusammenhang gibt es zwischen den Opfern und was haben die Morde mit dem Verschwinden von Emmas Freundin Charlotte vor 15 Jahren zu tun? Als Emma mit eigenen Nachforschungen beginnt, stößt sie auf ein dunkles Geheimnis und erkennt zu spät, dass man die Vergangenheit besser ruhen lassen sollte .
Mein Fazit:
Ich beginne mit dem Cover:  Das ist hervorragend gestaltet.  Genau auf den Inhalt abgestimmt.  Den der Roman spielt im Nöggenschwiel, das Rosendorf im Schwarzwald.
Die Story ist gut durchdacht, ist nie langweilig, was schon mal ein großes Plus ist. Die Charaktere sind sehr gut dargestellt.  Ab und zu ein wenig detailverliebt, aber das ist nicht so schlimm gehört aber zu dem Schreibstil. Es ist dem Autor auch gelungen, die Spannung bis zum Ende aufrecht  zu erhalten.
Die Inhaltsangabe zu Beginn sagt einiges aus. Daher sollte jeder das Buch selber lesen. Nur so viel, der Täter  bleibt lange nicht zu erraten und das finde ich sehr toll.
 Mich hat das Buch gefesselt, dass ich es in fast einem gelesen habe.  Kann das Buch nur empfehlen.

Bewertung vom 09.03.2017
Und ich bringe dir den Tod
Böhm, Jörg

Und ich bringe dir den Tod


ausgezeichnet

Hass und Gier spielen die Hauptrolle für den Tod.
Das Kind wusste, der Tod konnte eine Erlösung sein... 
So beginnt der neue Krimi von Jörg Böhm.  Dieser Satz zieht sich durch das ganze Buch und baut schon vorab eine Spannung auf, dass man rätselt wer hier diese Erlösung betreibt.

Emma Hansen unsere Hauptkommissarin hat ein Findelkind bei sich aufgenommen. Das Kind ihres verstorbenen Vaters.  Luiz heißt der Kleine und bringt Emma in gewaltige Schwierigkeiten, da sie Beruf und Kindererziehung nicht recht  unter einen Hut bringen kann. Ihre Unpünktlichkeit  verstärkt sich immer mehr. Emma, aufpassen das es nicht  deinen Job kostet.
Marit Hansen, Emmas Mutter ist auch nicht unbedingt die große Hilfe, das sie selber mit der Trennung und dem anschließenden Tod ihres Mannes nicht zurechtkam. Na, das wird sich noch ein heidenspaß für Emma.
Matthias Roth, Emmas Kollege und Partner bei der Kriminalpolizei, ist privat auch sehr mitgenommen. Seine Frau Isabell liegt seit einem Selbstmordversuch im Komma. Traurige Geschichte.

Oberbürgermeister Roland Wierig hat sich seinen Traum erfüllt,  er hat die Landegartenschau 2015 nach Landau geholt.  Gemeinsam mit dem neuen Geschäftsführer  Stefan Bellheim, hält der OB eine Presskonferenz ab um die hungrige Meute der Presse zu versorgen.
Die erste Amtshandlung von Stefan Bellheim ist es, das Gebiet der Landesgartenschau vollständig nach Bomben abzusuchen, da nach dem ersten Bombenfund die Arbeiten eingestellt wurden.

Das war eine kurze Information über ein paar Romanfiguren. Alles andere würde den Rahmen sprengen und keinen Lust auf den Krimi machen. Also selber lesen ist angesagt.

Ich muss auch das Cover ansprechen, das finde ich sehr gut gelöst. Die verwelkten Blumen, Überbleibsel der Landesgartenschau mit dem passenden Titel dazu.

Jörg Böhm hat es wieder geschafft, nach Band eins und zwei, einen Krimi aufs Papier zu bringen, der einen fesselt und mit ermitteln lässt.  Man ist versucht, das Buch in einem zu lesen und was für mich persönlich sehr wichtig ist, dass die tatverdächtige Person nicht sofort bzw. sehr spät zu erkennen ist. Auch wenn man meint,  jetzt hat man die Person, oh weit gefehlt. Obwohl Jörg Böhm, diese Spur wie einen roten Faden durch das Buch zieht, man rätselt.

Von mir gibt es eine klare Kauf- und Leseempfehlung für den dritten Emma Hansen Krimi und freue mich auf ein hoffentlich vierten Emma Hansen Krimi.