Das Jahr der Flut - Atwood, Margaret

Das Jahr der Flut

Roman

Margaret Atwood 

Übersetzung: Schmalz, Monika
Broschiertes Buch
 
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Das Jahr der Flut

Es ist das Jahr der Flut, der "wasserlosen Flut". Eine tödliche Pandemie ist über die Menschheit hereingebrochen, nur einige wenige konnten sich retten: Hoch über den Dächern der Stadt leben sie, die Gottesgärtner, bei denen die robuste Toby und die zarte Prostituierte Ren Zuflucht gefunden haben. In ihrem biologisch bepflanzten Garten Eden kämpfen sie ums Überleben in einer Welt, die unter der Herrschaft verantwortungsloser und machtgieriger Großkonzerne zugrunde gegangen ist. In Das Jahr der Flut entwirft Atwood aufs Neue eine Zukunft, deren Realität weniger fern liegt, als wir uns womöglich eingestehen möchten. Dieser Erzählerin folgt man mit größtem Vergnügen, wohin sie will, auch bis ans Ende unserer Welt.


Produktinformation

  • Abmessung: 187mm x 117mm x 30mm
  • Gewicht: 340g
  • ISBN-13: 9783833307089
  • ISBN-10: 3833307080
  • Best.Nr.: 29909274
"Es ist mir geradezuein persönliches Glück, dass niemand anderes als Margaret Atwood mit dem Nelly Sachs-Preis geehrt wird. Ein Vorbild im menschlichen wie politischen und natürlich im literarischen Sinne." -- Frauke Meyer-Gosau in ihrer Laudatio

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 20.10.2009

Gärtner der Apokalypse
Flucht ins Wellness-Spa: Margaret Atwoods Dystopie

Einem rettenden Heißluftballon gleich schwebt eine goldgelbe Zwiebel auf dem Cover von Margaret Atwoods neuestem Roman - doch an ihrem Strunk ist kein Korb für mitfliegende Passagiere angebracht. Schon in "Oryx und Crake" (2003) stand die Auslöschung der herkömmlichen Menschheit zugunsten einer friedlicheren grasfressenden Variante im Mittelpunkt. Damals hatte die kanadische Gewinnerin des Booker Prize 2000 ihre Leserschaft erstmals mit männlichen Protagonisten überrascht oder auch schockiert, und nun präsentiert "Das Jahr der Flut", ähnlich wie "Die Penelopiade" (2005), die weibliche Version einer bereits vorliegenden Geschichte.

Bereits 1986 hatte sich Atwood im "Report der Magd" an einer Anti-Utopie versucht. Sie selbst bezeichnet ihre Romane als "speculative fiction", statt sie dem Genre der "science fiction" zuzuschreiben, und tatsächlich besticht Atwoods Werk durch die enge Verwobenheit seiner imaginierten Apokalyptik mit dem Hier und Jetzt. Wie jede Zukunftserzählung muss sich auch "Das Jahr der Flut" auf sein prophetisches Potential hin befragen lassen. …

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Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Teilweise las sich dieser neue Science-Fiction Roman für Rezensentin Katharina Granzin wie ein Kommentar zu letzten Klimakonferenz. Dennoch eignet sich das Buch zu ihrer Erleichterung nicht zum Kultbuch der Generation Öko. Dazu nämlich sei es zu komplex angelegt. Es geht, wie wir lesen, um eine mutierte Welt nach einem rätselhaften biologischen Supergau. Das Buch erzähle in Rückblenden, wie diese unwirtliche, totalitäre Schreckenswelt entstand und spart den Informationen der Kritikerin zufolge nicht mit Schockszenarien. Allerdings verlangt es ihrer Ansicht nach dem Leser einiges an Konzentrationsfähigkeit ab, um in diese Welt einzusteigen und auch "denkende Mitarbeit" beim Lesen, um zu verstehen, was wann passiert. Wer es allerdings schaffe, einzusteigen und mitzukommen, dem garantiert die Kritikerin fesselnde Lektüre und lustvolle Gefangenschaft in einer komplexen Komposition.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 18.11.2009

Das Gesangbuch der Gottesgärtner
Mit siebzig Jahren für die Rettung der Biosphäre unterwegs: Margaret Atwood und ihr neuer Roman „Das Jahr der Flut”
Die einen glauben an die Technik, die anderen an die Natur, längst ist die Gesellschaft in konkurrierende Gruppen zerfallen. So könnte man auch schon die Gegenwart beschreiben. Margaret Atwood rechnet sie in ihrem neuen Roman nur noch ein wenig hoch. „Das Jahr der Flut” spielt in einer nicht allzu fernen Zukunft an der Ostküste der Vereinigten Staaten. Die Gesellschaft hat sich vollständig partikularisiert. Das gemeine Volk gibt sich dem Konsumrausch hin und lässt sich von ein paar Konzernen kontrollieren, die zum eigenen Nutzen an der Verbesserung des Menschen- und Tiergeschlechts mittels pharmakologischer und genetischer Manipulationen arbeiten. Die unterfinanzierte Polizei wurde durch private Sicherheitskräfte ersetzt, die aus dem Ruder laufen. Wer es sich leisten kann, geht zur Triebabfuhr in einen Sexclub, in dem die Prostituierten, von Kopf bis Fuß in einen „Biostrumpf” verpackt, geilen, aber gefahrlosen Sex anbieten. Auf den Dächern verlassener Hochhäuser aber wächst der Widerstand: dort lebt …

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Zu Margret Atwoods siebzigstem Geburtstag bespricht Meike Fessmann ihren jüngsten Roman "Das Jahr der Flut", in dem Atwood eine Welt entwirft, in der sich - nach einer globalen Seuche  - eine Sekte von "Gottesgärtnern" und der Rest einer auf Konsum getrimmten und von Gen- und Pharmatechnik kontrollierten Gesellschaft gegenüberstehen, informiert die Rezensentin. Die in Fessmanns Augen drohende Schlichtheit dieser Gegenüberstellung umgeht die Autorin, indem sie die ambivalente Figur der Heilerin Toby unter die "Gottesgärtner" stellt, die nicht gläubig ist, aber dennoch zum "inneren Kreis" dieser Sekte gehört. Auffällig im Gegensatz zum Sciencefiction-Genre steht für die Rezensentin die "Tüchtigkeit", mit der Atwood sich der gesellschaftlichen Implikationen ihrer Geschichte annimmt. Und wie ernst es der Autorin mit der Vorstellung ist, dass nur eine Veränderung des "Weltbewusstseins" die drohende Katastrophe abwenden kann, konnte Fessmann an der Homepage zum Roman ablesen.

© Perlentaucher Medien GmbH
Margaret Atwood, 1939 in Ottawa geboren, ist die wichtigste Autorin Kanadas. Sie wurde vielfach ausgezeichnet und lebt mit ihrer Familie in Toronto.

Kundenbewertungen zu "Das Jahr der Flut" von "Margaret Atwood"

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Bewertung von sabisteb aus Freiburg am 21.02.2010   ausgezeichnet
Eine Stadt an der Ostküste der USA in nicht allzu ferner Zukunft. Die Klimaerwärmung hat so große Ausmaße angenommen, dass es kaum noch zu unterscheidende Jahreszeitegen gibt, es ist immer heiß und ohne UV Schutz und UV Mäntel kann man sich kaum noch hinauswagen. Ein Großteil der uns bekannten Arten ist ausgerottet und durch genetische neue Spezies, sogenannte Spleiße ersetzt worden, wie den Pfaureiher, das Löwamm (eine Mischung aus Löwe und Lamm), grüne Kaninchen, Schweine mit menschlichen Hirnzellen oder Lumirosen (Rosen, die im dunkeln leuchten).
Der Staat hat sich aus seiner Verantwortung zurückgezogen und diverse Konzerne haben das Territorium unter sich aufgeteilt. Private Sicherheitsunternehmen haben die militärische Macht im Auftrag der Konzerne übernommen. Verbrecher werden nicht mehr hingerichtet, sondern zur Unterhaltung der Massen in einem Spiel namens "Painball" in zwei Gruppen gegeneinander gehetzt.
Die Konzerne handeln wie Staaten, sie entführen Wissenschaftler der Konkurrenten um deren Wissen zu erpressen oder Lösegeld zu verlangen, und die Gesellschaft gliedert sich in Konzernmitglieder oder Plebs, Menschen ohne Konzernausweis, die durch alle Raster gefallen sind.
Zu diesen Plebs zählen auch die Gottesgärtner. Eine Ökosekte, die ein puritanisches Antikonsumhaltung verfolgt, nur wiederverwertetes Material verwendet und nur selbstangebautes Obst und Gemüse isst, das sie in einem Garten auf einem Hochhaus, namens Felsen Eden anbauen. Die Gottesgärtner predigen die "Wasserlose Flut", die die Menschheit auslöschen wird, und bereiten sich mit verborgenen Ararats (Nahrungsverstecken) auf diese Katastrophe vor. Sie wollen keine unnötigen Spuren auf der Erde hinterlassen, sie verweigern sogar schriftliche Aufzeichnungen und sie erheben Menschen, die ihr Leben für die Erhaltung der Natur gaben zu ihren Heiligen, so wie St. Jane Jacobs, St. James Lovelock, St. Dian Fossey. Zu diesen Gottesgärtnern gehören auch Ren und Toby, Überlebende der "wasserlosen Flut". Diese Buch erzählt ihre Geschichte.

Margaret Atwood erzählt diese Geschichte aus zwei Blickwinkeln, zum einem aus Tobys Sicht. Toby verschlug es zu den Gottesgärtnern, nachdem sie als Angestellte bei "GeheimBurger" von ihrem Chef in jeder Mittagspause vergewaltigt wurde, die Gottesgärtner retten sie und geben ihr die Chance auf ein neues Leben. Zum anderen aus der Sicht Rens, die bei den Gottesgärtnern aufwuchs, bis ihre Mutter sie wieder in den Schoß des Konzerns mitnahm.

Mit diesem Buch kehrt Margaret Atwood zum zweiten Mal in diese Welt zurück, die sie schon in Oryx und Crake beschrieb. Sie erzählt diese Geschichte nicht nur aus verschiedenen Blickwinkeln, sondern auch aus verschiedenen Zeitperspektiven. Zum einen gibt es den Zeitstrang nach der wasserlosen Flut im Jahr 25 nach der Zeitrechnung der Gottesgärtner, zum anderen wie es zu dieser wasserlosen Flut kam, bis diese beiden Zeitstränge miteinander verschmelzen. Jedes Kapitel wird von einer Predigt von Adam Eins, dem gestigen Führer der Gottesgärtner eingeleitet, in welchem man mehr über diese Religion erfährt, die eine Mischung aus Christentum und moderner Wissenschaft ist. Diese Predigt wird immer mit einem passenden Lied aus dem Gesangbuch der Gottesgärtner beschlossen, die man vertont auf der Webseite des Buches (yearoftheflood.com) anhören kann.

Dieses Buch ist kein einfaches Endzeitepos und wird auch nicht unbedingt den normalen Leser von SF Geschichten ansprechen, denn dieses Buch ist auch ein literarisches Kleinod. Es ist voller bildreicher Wortneuschöpfungen und lebendiger, expressiver Sprache. Nicht umsonst wird die bereits siebzigjährige Margaret Atwood immer wieder als Kandidatin für den Literaturnobelpreis gehandelt.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch

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Bewertung von sabisteb aus Freiburg am 21.02.2010   ausgezeichnet
Eine Stadt an der Ostküste der USA in nicht allzu ferner Zukunft. Die Klimaerwärmung hat so große Ausmaße angenommen, dass es kaum noch zu unterscheidende Jahreszeitegen gibt, es ist immer heiß und ohne UV Schutz und UV Mäntel kann man sich kaum noch hinauswagen. Ein Großteil der uns bekannten Arten ist ausgerottet und durch genetische neue Spezies, sogenannte Spleiße ersetzt worden, wie den Pfaureiher, das Löwamm (eine Mischung aus Löwe und Lamm), grüne Kaninchen, Schweine mit menschlichen Hirnzellen oder Lumirosen (Rosen, die im dunkeln leuchten).
Der Staat hat sich aus seiner Verantwortung zurückgezogen und diverse Konzerne haben das Territorium unter sich aufgeteilt. Private Sicherheitsunternehmen haben die militärische Macht im Auftrag der Konzerne übernommen. Verbrecher werden nicht mehr hingerichtet, sondern zur Unterhaltung der Massen in einem Spiel namens "Painball" in zwei Gruppen gegeneinander gehetzt.
Die Konzerne handeln wie Staaten, sie entführen Wissenschaftler der Konkurrenten um deren Wissen zu erpressen oder Lösegeld zu verlangen, und die Gesellschaft gliedert sich in Konzernmitglieder oder Plebs, Menschen ohne Konzernausweis, die durch alle Raster gefallen sind.
Zu diesen Plebs zählen auch die Gottesgärtner. Eine Ökosekte, die ein puritanisches Antikonsumhaltung verfolgt, nur wiederverwertetes Material verwendet und nur selbstangebautes Obst und Gemüse isst, das sie in einem Garten auf einem Hochhaus, namens Felsen Eden anbauen. Die Gottesgärtner predigen die "Wasserlose Flut", die die Menschheit auslöschen wird, und bereiten sich mit verborgenen Ararats (Nahrungsverstecken) auf diese Katastrophe vor. Sie wollen keine unnötigen Spuren auf der Erde hinterlassen, sie verweigern sogar schriftliche Aufzeichnungen und sie erheben Menschen, die ihr Leben für die Erhaltung der Natur gaben zu ihren Heiligen, so wie St. Jane Jacobs, St. James Lovelock, St. Dian Fossey. Zu diesen Gottesgärtnern gehören auch Ren und Toby, Überlebende der "wasserlosen Flut". Diese Buch erzählt ihre Geschichte.

Margaret Atwood erzählt diese Geschichte aus zwei Blickwinkeln, zum einem aus Tobys Sicht. Toby verschlug es zu den Gottesgärtnern, nachdem sie als Angestellte bei "GeheimBurger" von ihrem Chef in jeder Mittagspause vergewaltigt wurde, die Gottesgärtner retten sie und geben ihr die Chance auf ein neues Leben. Zum anderen aus der Sicht Rens, die bei den Gottesgärtnern aufwuchs, bis ihre Mutter sie wieder in den Schoß des Konzerns mitnahm.

Mit diesem Buch kehrt Margaret Atwood zum zweiten Mal in diese Welt zurück, die sie schon in Oryx und Crake beschrieb. Sie erzählt diese Geschichte nicht nur aus verschiedenen Blickwinkeln, sondern auch aus verschiedenen Zeitperspektiven. Zum einen gibt es den Zeitstrang nach der wasserlosen Flut im Jahr 25 nach der Zeitrechnung der Gottesgärtner, zum anderen wie es zu dieser wasserlosen Flut kam, bis diese beiden Zeitstränge miteinander verschmelzen. Jedes Kapitel wird von einer Predigt von Adam Eins, dem gestigen Führer der Gottesgärtner eingeleitet, in welchem man mehr über diese Religion erfährt, die eine Mischung aus Christentum und moderner Wissenschaft ist. Diese Predigt wird immer mit einem passenden Lied aus dem Gesangbuch der Gottesgärtner beschlossen, die man vertont auf der Webseite des Buches (yearoftheflood.com) anhören kann.

Dieses Buch ist kein einfaches Endzeitepos und wird auch nicht unbedingt den normalen Leser von SF Geschichten ansprechen, denn dieses Buch ist auch ein literarisches Kleinod. Es ist voller bildreicher Wortneuschöpfungen und lebendiger, expressiver Sprache. Nicht umsonst wird die bereits siebzigjährige Margaret Atwood immer wieder als Kandidatin für den Literaturnobelpreis gehandelt.

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