Krimishop
Dark Web
Etzold, Veit
EUR 9,99
Sofort lieferbar

Dark Web

In der Parallelwelt des Internets


"Es gibt eine Menge Dinge, die wir gerne machen würden, aber leider nicht tun können, weil sie illegal sind. Weil es Gesetze gibt, die sie verbieten. Wir sollten ein paar Orte haben, wo wir sicher sind. Wo wir tun können, was wir wollen." Erfolgsautor Veit Etzold hat dieses Zitat von Google-Gründer Larry Page aus dem Jahr 2013 seinem neuen Thriller vorangestellt, zeigt es doch, wie gefährlich solche Gedanken sind. Denn so ein Ort, an dem alles möglich scheint, ist das Dark Web, die dunkle Seite des Internets. Mitten in diese Parallelwelt ohne Gesetze führt Etzold die Leser in seinem neuen Thriller "Dark Web", der im Februar 2017 im Droemer Knaur Verlag erscheint.

Eine Cyberermittlerin, ein Daytrader und eine neue Suchmaschine stehen im Zentrum dieser atemberaubenden Geschichte über Cyberkriminalität. "Holos" heißt die Wundermaschine, sie ist das "neue große Ding", von dem nun überall die Rede ist. Endlich hat Europa und vor allem Deutschland sein eigenes "Google". Und während die Öffentlichkeit den vermeintlich segensreichen Internetriesen feiert, fragt sich Jasmin Walters, Ermittlerin bei Nemesis, einer Behörde, die zwischen BND und BKA angesiedelt ist, wie eine so große Firma entstehen kann, ohne dass es eine nennenswerte Entwicklungshistorie gibt. Bald findet sie heraus, dass Holos im Dark Web operiert.

Da die Geschäfte an der Börse mehr als nur schlecht laufen, lässt sich Daytrader Oliver Winter von einem ehemaligen Kollegen überreden, über das Dark Web Drogen zu verkaufen. In kürzester Zeit ziehen die beiden eine Handelsplattform auf, die so erfolgreich ist, dass sogar die Russenmafia auf sie aufmerksam wird. Die will nun mit den beiden Gründern ins Geschäft kommen, doch es soll nicht mehr nur um Drogen oder Waffen gehen, sondern auch um Menschen. Verzweifelt fragt sich Oliver, wie er nur in diese Geschichte hineingeraten konnte. Im Dark Web kreuzen sich nun die Wege von Walters und Winter, die beide bald feststellen müssen, dass jemand Jagd auf sie macht.

Ob Ermittler, Hacker, Start-up-Gründer, Russenmafia, Geheimdienste, eine Profikillerin zwischen allen Fronten, eine Silicon-Valley-Crew oder ein IT-Direktor der Europäischen Zentralbank (EZB) - mehr als 40 Figuren treten auf den knapp 600 Seiten von "Dark Web" auf, und dennoch verliert der Leser nie den Überblick. Vielmehr wird er in die rasante Geschichte hineingezogen. Und während Oliver Winter in den Abgründen des Dark Webs auf den unheimlichen "Puppendoktor" trifft, der rätselhafte "Dolls" herstellt - eine Geschichte, die wahrlich nichts für zartbesaitete Leser ist -, dringt Walters immer tiefer in die Geheimnisse dieser Parallelwelt vor. Die Suche nach den Ursprüngen von Holos führt sie zu einem geheimen Forschungskomplex in Russland.

Dass der Thriller trotz vieler Figuren und Handlungsstränge funktioniert, liegt auch an dessen realistischer Dimension. Denn "Dark Web" ist ein politischer Thriller. Ein Thriller, in dem die Entwicklung des Internets ebenso verhandelt wird wie die europäische Politik, in der die Börsen ebenso betrachtet werden wie die Geschichte der Geheimdienste. Der Autor Veit Etzold hat selbst lange bei internationalen Strategieberatungen gearbeitet und kann sein Wissen einbringen, wenn es zum Beispiel um Anleihenkäufe der EZB oder die Vorstellung eines Start-ups bei einem Risikokapitalgeber geht. Etzold, der auch selbst ausführlich im Dark Web recherchiert hat, weiß, wovon er spricht. "Dark Web" bietet somit nicht nur knallharte Thrillerspannung, sondern zeigt auch interessante Zusammenhänge der globalen Wirtschaft unterhaltsam auf. Das macht Veits Etzolds neuen Thriller ebenso realistisch wie unheimlich.



Veit Etzold

Veit M. Etzold wurde 1973 in Bremen geboren und lebt heute in Berlin. Das M. in seinem Namen steht für Marius und korrekt müsste der Name auch mit Titel geschrieben werden: Dr. Veit M. Etzold. Denn der studierte Anglist, Kunstgeschichtler und Medienwissenschaftler hat 2005 zum Film "Matrix" promoviert. Daneben hat er noch General Management studiert; die Studentenzeit verbrachte er in Oldenburg, London und Barcelona. Er selbst sieht sich "als Wanderer zwischen den Welten", weil er als Geisteswissenschaftler nie in den dafür klassischen Bereichen gearbeitet hat; ihn zog es in die Wirtschaft, und er war u. a. für Banken, in der Unternehmensberatung und in der Managementausbildung tätig. Für Etzold ist es eben spannend, "sich verschiedene Konzepte anzusehen". Dieses "Zwischen-zwei-Welten-Sein" findet sich auch in seinem Debütthriller "Das große Tier", in dem er den "Blick hinter die Kulissen des globalen Kapitalismus" wagt und rund um die Finanzkrise eine Verschwörungsgeschichte spinnt. Sein Debüt brachte ihm Vergleiche mit Dan Brown ein - das ehrt natürlich, doch Etzold will "mehr Relevanz" als Brown in seine Bücher bringen, Themen ansprechen, die alle betreffen. 2012 erschien sein zweites Buch, "Final Cut".
Das meint die buecher.de-Redaktion: Etzold greift in seinen Büchern Themen wie die Finanzkrise oder die Welt der Castingshows auf und entwickelt daraus Thriller, die überzeugen.

Interview mit Veit Etzold

In Ihrem neuen Thriller beschäftigen Sie sich - wie der Titel schon ankündigt - mit dem "Dark Web", der dunklen Parallelwelt des Internets und der Cyberkriminalität. Wie sind Sie zu dem Thema gekommen?

Veit Etzold: Ich hatte schon öfter vom Dark Web gehört, aber 2013 dann ernsthaft mit den Recherchen begonnen. Die Idee einer Internetwelt, wo alles möglich ist, auch die dunklen Seiten, ist ja schon per se der perfekte Thrillerstoff.

Und wie haben Sie recherchiert? Waren Sie selbst in dieser Parallelwelt unterwegs? Welche Erfahrungen haben Sie da gemacht?

Veit Etzold: Ja, war ich. Sowohl allein als auch mit professioneller Begleitung. Es ist ja nicht illegal, ins Dark Web zu gehen. Es sind halt nur eine Menge Seiten dort illegal und die sollte man auch nicht betreten. Es gibt dort Dinge, die sind ähnlich wie im Internet. Andere, wie Seiten, auf denen es Waffen zu kaufen gibt, sind erschreckend und einiges ist fast schon wieder komisch. Dass zum Beispiel Drogenplattformen ähnliche Bewertungssysteme haben wie Amazon etwa, wo es auch Kundenhilfe gibt, wie zum Beispiel "Kunden, die Droge A bestellt haben,mehr