Autor im Porträt
Sebastian Fitzek

Sebastian Fitzek

Sebastian Fitzek wurde 1971 in Berlin geboren. Nach einem Jura-Studium mit Promotion begann er, für verschiedene Radiostationen in der Programmredaktion zu arbeiten, bevor er sich dem Schreiben zuwandte. 2006 erschien mit "Die Therapie" sein erster Psychothriller. Für die Geschichte um das mysteriöse Verschwinden der zwölfjährigen Tochter des Psychiaters Viktor Larenz erhielt Fitzek 2007 den Friedrich-Glauser-Preis (bestes Krimi-Debüt). Seitdem hat Fitzek vier weitere Thriller vorgelegt, die sowohl beim Publikum als auch bei der Kritik große Erfolge feierten. Sie wurden in 20 Sprachen übersetzt und fanden auch im Mutterland des Spannungsromans, in England, viel Beachtung. Sebastian Fitzek lebt in Berlin und arbeitet noch heute in der Programmdirektion eines Berliner Radiosenders.
Das meint die buecher.de-Redaktion: Sebastian Fitzeks Psychothriller muss man in einem Rutsch durchlesen - die immer perfideren Spiele seiner Protagonisten lassen das Blut in den Adern gefrieren.

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Autoren-Interview mit Sebastian Fitzek

In Ihrem neuen Roman "Der Nachtwandler" geht es um einen schlafwandelnden Mann, der befürchtet, "schlafend" zum Mörder geworden zu sein. Sie sagen, Sie kennen den Zustand der "Schlaflähmung" - woher kommt Ihr Interesse für den Somnambulismus?

Sebastian Fitzek: Ich interessiere mich nicht nur für die Störungen, sondern für den Schlaf generell. Er bestimmt fast ein Drittel unseres Lebens und zählt dennoch zu einem noch lange nicht abschließend erforschten Phänomen. Während wir im wachen Zustand ständig bemüht sind, rationale, bewusste Entscheidungen zu treffen und zum Beispiel Geschichten über multiple Persönlichkeiten allzu gerne als Phantasien von Drehbuch- und Psychothrillerautoren abtun, begeben wir uns täglich freiwillig in einen Zustand, in dem wir in eine andere Welt abgleiten, in der wir unsere Gedanken und Handlungen nicht mehr kontrollieren können - und in der wir oft eine andere Identität annehmen. Wenn das nicht faszinierend ist, dann weiß ich auch nicht mehr.


Was fasziniert Menschen am Schlafwandeln?

Sebastian Fitzek: Der Gedanke, über ein unkontrollierbares Ich zu verfügen, das in einem Zustand der scheinbaren Bewusstlosigkeit ein Eigenleben führt, ist für uns Menschen ebenso faszinierend wie erschreckend zugleich.


In Ihren Romanen spielen Augen eine große Rolle, entweder weil sie entfernt werden, wie in "Der Augenjäger", oder weil sie, wie in "Der Nachtwandler", beim Schlafwandeln geöffnet sind. Teilen Sie die Vorstellung von Augen als Fenster zur Seele und was bedeutet es, nichts mehr sehen zu können, wie im Fall der blinden Physiotherapeutin in Ihrem Thriller "Der Augensammler"?

Sebastian Fitzek: Meine Protagonistin Alina hat über die Vorstellung, Augen wären ein Fenster zur Seele, im Augenjäger reflektiert und teilt diese Vorstellung schon deshalb nicht, weil ihre Augen wegen ihrer Verletzung getrübt sind. Auch ich glaube nicht, dass Menschen, denen die Augen fehlen, das Fenster zu ihrer Seele verloren haben. Andersherum gibt es sehr viele Menschen, deren schöne Augen uns faszinieren, obwohl ihre Seele voller Abgründe ist. Ich befürchte, es gibt kein Fenster, das man einfach öffnen kann, um den Menschen, der vor uns steht, besser einschätzen zu können. Der wahre Charakter und die Beschaffenheit seiner Seele offenbart sich uns erst nach einer ganzen Weile, manchmal leider erst, wenn es schon zu spät ist.

Dass Alina in "Der Augensammler" blind ist, bedeutet für sie selbst eine weitaus geringere Beeinträchtigung, als man es vermuten würde. Ihre Welt ist keineswegs schwarz und dunkel, vor allem weil andere Sinne den fehlenden Sehsinn kompensieren. Alina sieht nicht mit den Augen, sondern mit ihrem Gehirn und kann z. B. einen Menschen anhand seiner Stimme oder seines Geruchs oftmals besser einschätzen, als wenn optische Eindrücke sie ablenken würden.


In "Der Nachtwandler" spielt das Haus seinen Bewohnern scheinbar übel mit und macht einen Teil der Handlung erst möglich. Kann Architektur Menschen zum Bösen verleiten, gar zu Mördern werden lassen?

Sebastian Fitzek: So weit würde ich nicht gehen. Ich denke aber, dass unsere Umwelt einen maßgeblichen Einfluss auf unsere Psyche und damit auch auf unsere Handlungen hat. Jemand, der zum Beispiel depressiv veranlagt ist, wird in einer dunklen Kellerwohnung bestimmt schlechter gesunden als in von Licht durchfluteten Räumen. Jüngst habe ich davon gehört, dass Architekten mit einfachen gestalterischen Änderungen auf öffentlichen Plätzen dafür gesorgt haben, dass die Zahl der Gewalttaten, die auf diesen Plätzen verübt wurde, stark zurückging. Architektur ist meiner Meinung nach nicht die Ursache für bestimmtes Verhalten, ihre Ausgestaltung kann menschliches Verhalten jedoch zum Guten oder Schlechten beeinflussen.


Sie sagen, Ihre Therapie sei das Schreiben. Was wäre, wenn Sie nicht mehr schreiben könnten?

Sebastian Fitzek: Eine grauenhafte Vorstellung, die es wert wäre, in einem Psychothriller verarbeitet zu werden.


In welcher Situation hatten Sie zuletzt Angst?

Sebastian Fitzek: Als wir mitten in der Nacht in unserem Haus von einem blechern klingenden Kinderlied geweckt wurden, das aus dem Wohnzimmer zu uns nach oben schallte. Wir hatten es noch nie zuvor gehört und waren uns sicher, dass es zu keinem Spielzeug passte, das wir angeschafft hatten. Als ich dann endlich den Mut hatte nachzusehen, entpuppte es sich als ein Wecker, den Freunde uns am Vortag für den anstehenden Geburtstag meiner Tochter Charlotte geschenkt hatten und der aus irgendeinem Grund auf zwei Uhr früh gestellt war.


Interview: Laura Müller, Literaturtest

Kundenbewertungen

Der Nachtwandler

Bewertung von Eva am 22.03.2013
Das ist der beste Roman von Sebastian Fitzek! Ich habe abends im Bett gelesen und hatte Angst das Licht auszumachen! Genau sowas will ich lesen, wenn ich mir einen Psychothriller kaufe. Schade, dass Fitzek nicht so schnell schreibt, wie ich den Nachschub brauche.

Der Augensammler

Bewertung von Angelika S. aus Paderborn am 19.05.2011
Verstecken, eines der ältesten Spiele der Welt doch in diesem Buch wirklich neu definiert. Der Psychothriller „Der Augensammler“ von Sebastian Fitzek beschäftigt sich mit vielen schwierigen Themen, wie dem Leben als ein Blinder und gibt tiefe Einblicke in solch ein Leben ohne Farben und Formen, die der Autor nach Gesprächen mit solchen Menschen hatte. John Katzenbach beschrieb das Buch nicht treffender, als ich es hätte sagen können: „Fitzek schreibt klar, beklemmend, mit Tiefgang. Seine Romane hallen nach, lange nachdem man die letzte Seite gelesen hat“ . Die Hauptperson, der ehemalige Polizist Alexander Zorbach, versucht als Enthüllungsjournalist etwas über den „Augensammler“ herauszufinden. Dieser Mörder bringt erst die Mutter um und in deren Hand ist eine Stoppuhr zu finden, auf der der Countdown für den Leben ihres Kindes in 45 Stunden abläuft. Der Vater hat nun diese Zeit sein Kind zu finden oder es stirbt auf schreckliche Weise und wird kurze Zeit später, mit nur noch einem Auge, gefunden. Die Polizei tappt im Dunkeln und als Zorbach eine mysteriöse blinde Physiotherapeutin, Alina Gregoriev, in seinem Versteck aufsucht und ihm erzählt den Augensammler behandelt zu haben, setzt er sich das Ziel das diesmal verschwundene Kind zu finden. Mit Hilfe der Blinden, die durch Berühren bestimmter Personen in deren Vergangenheit sehen kann macht er sich auf die Suche und verstrickt sich selbst immer tiefer , sodass er selbst schon bald von der Polizei gesucht wird. Schreckliche Entdeckungen bereiten ihm immer mehr Probleme und er kommt seinen eigenen Grenzen auch immer näher.
Die Thematik dieses Buches ist sehr ergreifend und oft sehr schrecklich, besonders am Ende, da dort erst klar wird was für Fehler Zorbach unterlaufen sind. Das Leben als ein/e Blinde/r wird sehr gut beschrieben der normale Alltag und auch die Probleme, die er mit sich bringt, da man oft nicht verstanden wird und man gleich zu dem „Schwerbehinderten“ zählt obwohl man „nur“ blind ist. Wie das Leben durch einem einzigen Tag aus den Fugen geraten kann und wie es einem entgleitet, obwohl man sich seiner Schuld nicht bewusst ist, wurde ebenso gut in diesem Thriller gezeigt. Der Aufbau dieses Buches ist auch sehr besonders, da die Seitenzahlen von hinten nach vorne laufen genauso wie die Kapitel, wodurch man sehr gut den Zeitdruck bis zu dem Tod der Kinder mitbekommt. Mir war es so gut wie unmöglich das Buch aus der Hand zu legen und es belegt bei mir einen der vordersten Plätze bei den Psychothrillern. Das Buch ist für jeden gut geeignet der Spannung, Verwirrung und Lust am mit rätseln hat, also nicht nur für Leseratten, da es noch nicht mal all zu dick ist. Sebastian Fitzek hat mal wieder ein grandioses Buch für jeden Buchliebhaber geschaffen. Viel Spaß beim Lesen!

Der Seelenbrecher

Bewertung von OmaMetternisch aus Bocholt am 12.09.2009
Dieses Buch ist sehr interessant und spannend. Das ist das erste Buch. welches ich nicht aus der Hand legen konnte, also ist es ein guter Tipp, sich Zeit zu nehmen, wenn man dieses Buch anfängt. Es ist gruselig (durchaus positiv!!) und regt zum denken an. Es ist durchaus weiterzuempfehlen. Allerdings sollte man es sich nicht durchlesen, wenn man schreckhaft und alleine zu Hause ist.

Der Nachtwandler

Bewertung von unclethom aus Frankfurt am Main am 16.09.2013
Gut geschriebener Psychothriller der einem die ureigenen Ängste aufzeigt. Der Autor schafft es immer wieder einen zu fesseln und einem seine verborgenen Ängste aufzuzeigen. Er schreibt wie immer so bildhaft, dass man nicht nur der unbeteiligte Leser ist, sondern fast einer seiner Protagonisten. Einmal im Gang, lässt sich das Kopfkino nicht mehr stoppen. Es ist ein Roman der mehr andeutet als er offen zeigt und genau dadurch wird die Spannung ins unerträgliche gesteigert. Das Buch ist definitiv nicht für zartbesaitete Leser, aber auch diejenigen unter den Lesern die es gerne etwas härter mögen, werden ganz sicher das eine oder andere mal schlucken. Wie man es von Sebastian Fitzek gewohnt ist, fällt es sehr schwer das Buch beiseite zu legen bevor man das Buch zu Ende gelesen hat. Ich vergebe hier, hochverdiente 5 von 5 Sternen.

Der Seelenbrecher

Bewertung von Mara aus Bad Neuenahr am 13.11.2008
Das Buch ist das Beste, dass ich bis jetzt gelesen habe. Nachdem ich es angefangen hab zu lesen, hat es mich total gefesselt. Konnte es kaum noch auf die Seite legen. Dieses Buch kann ich nur empfehlen.

Der Augensammler

Bewertung von jes7630 aus Jade am 05.07.2010
Absolut spannend und fesselnd. Mal wieder ein geniales Werk von Sebastian Fitzek. Habe das Buch an 2 Tagen durchgelesen, ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen. Von Anfang bis Ende der absolute Hammer. Man muß es unbedingt lesen.

Der Augensammler

Bewertung von Daniela aus Bayreuth am 15.06.2010
Spannend bis zum Schluss. Ich konnte das Buch nicht mehr auf die Seite legen.

Der Nachtwandler

Bewertung von Heidi P. aus Buchhandlung Hugendubel am 20.03.2013
Ist dieser ehemals gewalttätige Schlafwandler geheilt oder nicht? Er selbst ist nicht sicher und installiert eine Kamera um den eigenen Schlaf zu beobachten und das Ergebnis bringt ihm keine Beruhigung.
Sebastian Fitzek hat mit „Der Nachtwandler“ wieder einen Psychothriller geschrieben der wirklich beunruhigend ist, man stellt sich selbst die Frage, was man in der Nacht alles treibt ohne davon zu wissen.
Extrem spannend ist das Buch sowieso, ist ja schließlich von Sebastian Fitzek!

Der Seelenbrecher

Bewertung von hopsi1981 aus Köthen am 05.01.2010
Es war mein erstes Buch von Fitzek und es werden noch weitere folgen. Von Anfang an wurde die Spannung hochgehalten, doch mit diesem Ausgang habe ich nicht gerechnet. Losreißen konnte ich mich kaum. Gänsehaut-Feeling pur. Beim Lesen habe ich laut mitgedacht oder aufgeschrien! Es hat mich gefesselt. Für jeden Thriller-Leser nur empfehlenswert. Ich verspreche nicht zuviel.

Der Augensammler

Bewertung von Moppel aus Alfeld am 18.08.2010
Wer das nicht gelesen hat, verpasst etwas. Wie immer ein typischer Fitzek. Er sollte mehr dieser Bücher schreiben